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Lot 1377 Viola, Ehrenfried
Zeichnerischer Nachlass mit 157 Arbeiten in verschiedenenen Techniken (Gouachen, Aquarellen, Collagen, Tuschzeichungen, Graphiken, Skizzen etc.), 6 teils signierten Plakaten sowie einigen Ausstellungs-Einladungen, Katalogen, Photos etc. Ca. 1937-2001. Blattgrößen: von 16,5 x 12,5 cm bis 62 x 49 cm. Vereinzelt unter Passepartout montiert. [#]
Nachverkaufspreis 8000 €
Umfangreicher zeichnerischer Nachlass des Berliner Malers Ehrenfried Viola (1917-2009). Er studierte an der Hochschule für Bildende Künste Berlin bei Franz Lenk und Fritz Burmann und war dort später selber als Professor tätig. In den 1950er Jahren, unmittelbar nach seinem Studium – wo er Bernard Schultze kennenlernte – wurde er von der Galerie Rosen vertreten. Er war auch mit dem Informel-Künstler Wols (Wolfgang Schulze) über Jahrzehnte eng befreundet. – “Viola ist unerschöpflich im Erfinden und Verarbeiten immer neuer Zeichengewebe. Er knüpft zeichnend dekorative Strukturen aus Kleinformen, aus Punkten, Kreisen, Wellen, parallelen Linien und Liniengespinsten, aus Würfelmustern, aus geometrischen und organischen Ornamenten. Viola ist in Schlesien geboren, das bedeutet, er hat Mystik schon mit in die Wiege bekommen.” (Wolfgang Kahlcke, Katalog Ehrenfried Viola, 1971). – Die Arbeiten zeigen die künstlerische Entwicklung des Künstlers von kubistischen Formen über vom Informel beeinflussten Arbeiten bis zu seinen phantastischen Figuren. Mit einem frühen Porträt mit Adler (Öl auf Pappe) von 1937, das noch von seinen ornithologischen Studien beeinflusst war, ebenso wie ein frühes Ausstellungsplakat von 1947 für eine Gruppenausstellung im Berliner Zoo. Ferner mit zwei Skizzenbüchern, eines davon mit Porträtstudien während eines Aufenthaltes bei seinem Freund und Künstlerkollegen Heinrich Richter in Cannes. – Ölbild mit Schabspuren, sonst teils mit kleinen Randläsuren bzw. -knickspuren, insgesamt aber sehr gut erhalten. – Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers.