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Lot 2061 Strässer, Herbert
Große “Hommage à Picasso”. Hochglanzpolierte Bronze, auf schwarz gebeiztem, runden Holzsockel montiert. Die Skulptur rückseitig monogrammiert “H. ST.” sowie datiert. 1958. Ca. 29 x 10 x 14 cm (ohne Sockel). Höhe mit Sockel: 39 cm.
Zuschlag 5000 €
Vgl. Wolfgang Kerner, Herbert Strässer, Plastik, Skulpturen, Reliefs, Zeichnungen, Saarbrücken 1968. – Der Graphiker, Photograph und Bildhauer Herbert Strässer (1930-2005) studierte ab 1947 an der Staatlichen Schule für Kunst und Handwerk in Saarbrücken bei Hannes Neuner (Bauhausschüler und Assistent von Herbert Bayer und Moholy-Nagy), bevor er 1952 an die École Nationale Supérieure des Beaux-Arts de Paris wechselte. Ab 1954 wieder in Saarbrücken, lernte er experimentelle Photographie bei Otto Steinert und begann 1955 parallel dazu erste plastische Arbeiten zu formen. – Die Picasso gewidmete Skulptur stammt aus Strässers früher, kubistisch beeinflusster Schaffensphase. “Eine Nähe zur französischen Bildhauerkunst, die sich in der Biografie erklärt, ist offensichtlich. Sie zeigt sich in der abstrahiert gehaltenen, doch offensichtlichen Aussage ebenso wie in der Virtuosität, mit der Strässer seine Bronzen entwickelt” (Jürgen Weichhardt, in: Herbert Strässer. Skulpturen, Bonn 1998, S. 3). – Bleiben seine “Köpfe” ein Hauptmotiv in Strässers Oeuvre, so besticht diese allansichtig gearbeitete, kubistisch aufgesplitterte Skulptur durch ihre dichte, ausdrucksvolle Vielschichtigkeit. – Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers. – Prachtvoller, hochglanzpolierter Guss, am Hals schwach fleckig, minimale Kratzspuren im Bereich der Haare.