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Lot 2155 Lissitzky, El
Proun. Abstrakte Komposition. Gouache, Aquarell, Tusche und Bleistift auf Tranparentpapier. Rechts unten monogrammiert “EL”. Ca. 1922. Blattgröße: 14,5 x 33 cm. Unter Passepartout montiert.
Zuschlag 20000 €
El Lissitzky (1890-1941) beeinflusste in maßgeblicher Weise die Kunst der Avantgarde nicht nur in Russland. Nach frühen Arbeiten zu jüdischen Themen entfalteten die abstrakten Kompositionen und Prouny (Proun-Räume) des Künstlers ihre Wirkung in der internationalen künstlerischen Avantgarde. Von großem Interesse sind bis heute Entwürfe des Künstlers zu Architektur-Projekten, darunter zu ephemeren Gestaltungen wie Ausstellungen oder Manifestationen sowie auch seine wegweisenden Gestaltungen von Büchern und Zeitschriften. – Abgebildet in: “Von Kandinsky bis Tatlin. Konstruktivismus in Europa”, Katalog zur gleichnamigen Ausstellung 2006 im Staatlichen Museum in Schwerin und im Kunstmuseum Bonn, S. 87. – Ferner war die Arbeit im Kunstmuseum P. Picasso in Münster 2014, in der Foundation Maeght, St. Paul de Vence “L’Abstraction en Europe” 2011 und im NAMOC, National Art Museum of China in Peking 2012 ausgestellt. – Mit beiliegendem Zertifikat zur Provenienz und der Autorenschaft Lissitzkys durch den Kunstexperten Andrei Nakov vom 30.11.2005 (in Fineliner verso auf einer Photographie des Blattes). Nach Meinung Nakovs stammt das Blatt demnach “from the late Dr. Jiri Padrta from Prague”, der dem befreundeten Experten die Autorenschaft zugesichert hatte. – An den oberen Ecken montiert, im unteren Rand mit zwei hinterlegten Randeinrissen (davon einer bis ins Bild gehend) sowie mit Randläsuren, rechter Rand mit Knickspur, dort Papier eingerissen, etwas knickspurig. – Provenienz: Vormals Sammlug Jiri Padrta, Prag sowie Johanna Ricard, Nürnberg, jetzt Sammlung Dr. Gerhard Cromme.