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Lot 1
Arithmetica. Geographia. Sfera. Trigonometria (…). Italienische Handschrift auf Papier. Mit zahlreichen handschriftlichen Skizzen und Tabellen im Text, sowie 2 handschriftlichen und einmontierten Faltafeln. Italien, um 1730. 300 S., 53 Bl.(paginiert 200 bis 252). 20 x 13 cm. Halbpergament der Zeit (bestoßen, nachgedunkelt, mit Fehlstellen und Wurmlöchern). [#]
Schätzpreis 360 €
Private Niederschrift, vermutlich für Schul- bzw. Lehrzwecke. Weiteres ließ sich nicht eruieren. – Gebräunt und teils braunfleckig, Innenfalze alt verstärkt, teils etwas wasserrandig, noch ordentlich.

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Lot 2 Becker, Jurek
Eigenhändiges Manuskript. Deutsche Handschrift auf Papier. Ohne Ort und Jahr (wohl 1979). 4 S. (Doppelblatt). 29,5 x 20,5 cm. Mittelfalz. [#]
Schätzpreis 360 €
Bei dem Manuskript handelt es sich um die zweite Hälfte von Beckers Erzählung “Allein mit dem Anderen”, die mit kleineren Abweichungen im Band “Nach der ersten Zukunft” erschien. – Gut erhalten. – Beigegeben: Ders. Nach der Zukunft. Erzählungen. Frankfurt a.M., Suhrkamp, 1980. 271 S. 2 Bl. 19,5 x 12 cm. Original-Leinenband mit Original-Schutzumschlag. – Erste Ausgabe. – Sehr gut erhalten.

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Lot 3 Cartier-Bresson, Henri
Sieben eigenhändige, teils längere Autographen als Widmungen bzw. Briefe und Postkarten an CriCri (das ist: C. de Gallye d’Hybouville). Dazu fünf Original-Photographien, drei als Neuabzüge nach Aufnahmen von C-B, die anderen als Vintages, aber wohl nicht von C-.B. Paris u.a., um 1930-98. [#]
Schätzpreis 900 €
Die Bewidmete war eine Freundin von C-B, A. Pieyre de Mandiargues und E. de Jessé-Charleval, die man alle auf den Vintages bei geselligen Treffen um 1930 in Paris sieht. Eine der Widmungen befindet sich auf der Reproduktion eines Bleistiftporträts von P. de Mandiargues, das C-B 1991 anfertigte und das auch in einem der beiliegenden Ausstellungskataloge zum malerischen Werk des Photographen abgebildet ist. Zwei weitere Widmungen sind in wiederum zwei weiteren Ausstellunskatalogen, ebenfalls zu C-Bs malerischem Werk. Im Brief berichtet er über seinen Gesundheitszustand nach einer schweren Operation. – Gut erhalten.

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Lot 4 Cassirer, Bruno
Vierzehn Briefe des Verlegers und des Verlages an Margarethe Beutler-(Freksa). Deutsche Handschriften und Typoskripte auf Papier des Verlages. Berlin, 1905-1907. Überwiegend ca. 28 x 21 cm.
Schätzpreis 360 €
Vorhanden sind sechs teils mehrseitige und eigenhändige Briefe Cassirers an Beutler, von Cassirer jeweils voll signiert; drei maschinenschriftliche Briefe, mit eigenhändiger Unterschrift Cassirers; vier Typoskripte und ein Brief von Schreiberhand, alle von anderer Hand signiert “Bruno Cassirer”. – Dreht sich um die mögliche Publikation von Gedichten der Beutler, Ikone der Schwabinger Boheme als nicht verheiratete Mutter und zu Unrecht neben der Reventlow vergessen. Ein Band “Neue Gedichte” erschien 1908 bei Cassirer, weitere Arbeiten dann bei Georg Müller. – Dabei zwei Blatt Vertrag bzw. Abschrift eines Schriftsatzes, mit Bezug auf eine weitere Ausgabe der Gedichte im Verlag R. Douglas. – Gefaltet, papierbedingt gebräunt, das Manuskript von Schreiberhand mit Fehlstelle im Briefkopf, sonst recht gut.

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Lot 5 Celan, Paul (das ist: Paul Antschel)
Eigenhändiger Brief. Deutsche Handschrift auf Papier. Signiert und datiert. Paris, 1.2.1959. 27 x 21 cm. Linker Rand gelocht, Faltspuren. [#]
Schätzpreis 1200 €
Beidseitig beschriebener Brief von Paul Celan an den Übersetzer Viktor von Marnitz, der ihn zu einer Lesung nach Marburg eingeladen hatte. – Gut erhalten.

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Lot 6 Dönitz, Karl
Sammlung von Dokumenten, Autographen u.a. Materialien zu Charlotte Mohr, seit 1943 persönliche Sekretärin von K. Dönitz. Überwiegend Maschinenschriften auf unterschiedlichen Papieren. Mit eigenhändigen Signaturen der Schreiber. Dazu wenige handschriftliche Marginalien von Mohr. Gesteckt in Hüllen in neuerem Aktenordner (teils mit Aktenlochung im Rand, gefaltet, etwas gebräunt und fleckig).
Schätzpreis 600 €
Mohr (im dienstlichen Umgang: “Mohrchen”) war seit den 1930er Jahren beim OKM – Seekriegsleitung/Operationsabteilung Sekretärin von Fregattenkapitän Adam Heye, wurde aber ab 1943 ins Referat Mittelmeer versetzt und zu Dönitz abkommandiert. Laut beigefügter Notiz von Mohr schrieb sie – neben weiterer Tätigkeit für das OKM – sämtliche Protokolle für Dönitz und Raeder von Sitzungen bzw. Dienstreisen. Von Dönitz liegen aus der Zeit vor 1945 hier keine unterschriebenen Dokumente vor, dafür diverse aus der Nachkiegszeit. Der Ordner enthält u.a.: masch. Zeugnis von Heye für Mohr, 31.8.1938; Dienstleistungszeugnis des OKM für Mohr vom 1.6.1945 (!). Mit unleserlicher Unterschrift eines Fregattenkapitäns; dass. vom 1.6.1945, mit Unterschrift von Konteradmiral Wagner; fünf weitere Zeugnisse für Mohr zu ihrer Tätigkeit nach 1945; sieben eigenhändig von Dönitz unterzeichnete Gruß- und Dankkarten an Mohr, 1959-1978; Todesanzeige von Dönitz mit Einladung zur Trauerfeier und Danksagung der Familie an Mohr. Weitere Materialien betreffen Dokumente zu einem Walter Mohr, 1916-1950 (vom kaiserlichen Leutnantspatent bis hin zur Entnazifizierung), wohl der Ehemann. Weiter dabei fünf handschriftliche Postkarten an Ch. Mohr, ca. 1940-1985, mit Unterschriften von Erich Raeder, Heye u.a. Militärs. – Meist nur kleinere Alters- und Gebrauchsspuren, insgesamt recht gut.

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Lot 7 Eloesser, Arthur
Sammlung von 14 eigenhändigen, teils mehrseitigen Briefen und 1 eigenhändigen Briefkarte. Deutsche Handschrift auf Papier, die Briefe mit Kopf der Vossischen Zeitung. Berlin, 1912 und 1914. 22,5 x 14,5 cm und 9 x 14,5 cm.
Schätzpreis 450 €
Alle an den Schriftsteller Kurt Friedrich-Freksa gerichtet. – Zu Eloesser vgl. Terwey, Arthur Eloesser. Kritik als Lebensform (Diss., ausf.) – Die Briefe, mindestens eineinhalb bis zu drei Seiten lang, datieren aus dem Zeitraum 02.01.1912 bis 11.11.1912, die Karte ist vom 02.07.1914. Eloesser schrieb ab 1899 bis 1913 Theaterkritiken in der Vossischen Zeitung, außerdem war er dort für Auswahl und Abdruck des jeweiligen Fortsetzungsromans zuständig und damit wichtige Anlaufstelle für Literaten. Die Briefe beschäftigen sich im Zeitraum Januar-Februar mit einem noch nicht aufgeführten Drama Freksas, das Eloesser lesen, beurteilen und Brahm vorstellen will. Der Titel wird nicht genannt, Eloesser äußert sich höflich-ablehnend. Ab April erkundigt er sich dann nach einem im Werden begriffenen Roman Freksas, der ihm anscheinend auch nicht so recht zusagt, den er aber weitervermitteln will. – Gefaltet, unterschiedlich berieben und angestaubt, teils gering verwischt, recht gut.

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Lot 8 Freksa, Kurt und Gertrud
Sammlung von ca. 10 Typoskripten mit Filmtreatments, einem Theaterstück, einem Roman u.a. Deutsche Maschinenschriften auf Papier. Berlin (u.a. ?), um 1930-1950. 29,5 x 21 cm. In Hüllen und Schnellheftern.
Schätzpreis 300 €
Vorhanden sind: Filmskizze “Wer anderen eine Grube gräbt”. Um 1935. 21 Bl.; Nyholm (Filmskizze ?). Um 1935. 11 Bl.; F. Freksa und Hans Winand. Petra sucht ihren Vater. Ein Pat- und Patachon-Treatment. Um 1930. 35 Bl.; G. Freksa. Die Storchen-Apotheke. Ein kleiner Spitzweg-Roman. Um 1950. 82 Bl. – Weitere. – Teils Aktenlochung im linken Rand ohne Textverlust, gebräunt und knitterspurig, Randläsuren, insgesamt ordentlich.

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Lot 9 Freksa, Kurt und Gertrud sowie Margarete Beutler
Teilnachlaß I der Schriftsteller in Briefen an und von ihnen, diversen Typoskripten und sonstigen Schriftsätzen. Berlin, München u.a., um 1909-1955. Ca. 200 Blatt. Unterschiedliche Papiere und Formate.
Schätzpreis 450 €
Vorhanden sind u.a.: Acht Briefe von J. Ruederer an K. Freksa. Meist 1911-1912. Teils hand-, teils maschinenschriftlich; Brief von G. Landauer an M. Beutler. 1920; H. Floerke, Brief von 1942; St. Grossmann, Brief von 1926; Ed. Stucken. Brief von 1909; Unterlagen zu Freksas Aufenthalt in Brioni; Unterlagen von G. Freksa zu ihrer literarischen Tätigkeit ca. 1955-1980. – Weitere – Nicht eingehend gesichtet. – Teils gefaltet und mit Aktenlochung im linken Rand, gelegentlich papierbedingt gebräunt, Randläsuren, insgesamt ordentlich.

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Lot 10 Freksa, Kurt und Gertrud sowie Margarete Beutler
Teilnachlaß II der Schriftsteller in Briefen an und von ihnen, diversen Typoskripten und sonstigen Schriftsätzen. Berlin, München u.a., um 1912-1975. Ca. 250 Blatt. Unterschiedliche Papiere und Formate.
Schätzpreis 450 €
Vorhanden sind u.a.: Masch. Brief von H.H. Ewers an Freksa, 1925; Briefe diverser Verlage resp. Filmproduzenten an Freska, meist mit Absagen (Scherl, Ullstein, Brunnen, Stahlhelm, Velhagen und Klasing, Sieben Stäbe, Fanal Film, CCC Film, UFA, NDF Heinz Pauck, Gartenlaube, KF Koehler, Neue Jugend, Robert Lutz, VVB, Viking Press u.a.); zwei Briefe von K. Freska an Gertrud, 1944 und 1954; Brief von Fed. v. Zobeltitz an Freksa, 1920; Brief von Jos. Ettinger an Freksa, 1912; drei masch. Briefe des Erich Reiss Verlags an Freksa, 1911. Zwei mit wohl eigenhändger Unterschrift von Reiss; zwei Briefe von Jul. Hart an Freksa, undat.; zwölfzeiliges Gedicht von A.R. Meyer zum Andenken an H.H. Ewers. Undatiert (1943). Maschinenschrift mit eigenhändiger Unterschrift von Meyer; diverse Briefe an Gertrud (“Gerd”) Freksa mit Absagen unterschiedlicher Verlage, 1950-1975; Unterlagen zum Sohn Hans Freksa (Briefe von und an Hans, Todesanzeige des MPI u.a., 1930-1973). – Weitere. – Nicht eingehend gesichtet. – Teils gefaltet und mit Aktenlochung im linken Rand, gelegentlich papierbedingt gebräunt, Randläsuren, insgesamt ordentlich.

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Lot 11 Freksa, Kurt und Gertrud sowie Margarete Beutler
Teilnachlaß III der Schriftsteller in Briefen an und von ihnen, diversen Typoskripten und sonstigen Schriftsätzen. Berlin, München u.a., um 1909-1955. Ca. 200 Blatt. Unterschiedliche Papiere und Formate.
Schätzpreis 450 €
Vorhanden sind u.a.: Unterlagen zum Scheidungsprozeß Freksa-Beutler, 1929 (reichlich schmutzige Wäsche …); H.M. Elster, Brief und zwei Postkarten 1912 und 1943; Brief des Romanlektorats der NSDAP an Freksa, 1937; Reinhard Koester, Brief an M. Beutler, 1909; W. Seidel, Brief an Freksa, 1927; G. Queri, zwei Postkarten an Freksa, 1919; diverse Briefe von Verlagen an M. Beutler, meist mit Absagen (Jugend, Illustrierte Zeitung u.ä.); Unterlagen zu Kompositionen von Gertrud Freksa (auch unter dem Ps. Bobby Mix), meist Absagen von Musikverlagen und Rundfunkanstalten. Um 1950-1975. – Weitere. – Nicht eingehend gesichtet. – Teils gefaltet und mit Aktenlochung im linken Rand, gelegentlich papierbedingt gebräunt, Randläsuren, insgesamt ordentlich.

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Lot 12 Fussenegger, Gertrud
Sammlung von 52 Postkarten von Gertrud Fussenegger an den Bildhauer Elmar Dietz sowie 13 Karten aus dem Umfeld von G. Fusseneger und E. Dietz (darunter Karten an Luitgard Dietz, Geoerg Dietz u.a. sowie ein Schülerausweis von Fussenegger). Alle gelaufen. 1934-1937. Format: ca. 9 x 14 cm. [#]
Schätzpreis 1200 €
Umfangreiche Korrespondenz zwischen der österreichischen Schriftstellerin Gertrud Fussenegger (1912-2009) und dem deutschen Bildhauer Elmar Dietz (1902-1996), die von 1935-1947 miteinander verheiratet waren. Die Postkarten stammen noch aus der Frühzeit ihrer Beziehung und spiegeln vielfach die Gefühle Fusseneggers für ihren Geliebten wieder. Neben Alltagsbeschreibungen finden sich immer auch Bezüge zum Zeitgeschehen und der künstlerischen Arbeit. – Für die Anfänge ihres Schreibens und die späteren Kontroversen um ihre Person war ihr Verhältnis zum Nationalsozialismus prägend. Bereits im Jahr 1933 wurde Fussenegger Mitglied der österreichischen NSDAP. Trotz ihres Einsatzes für das NS-Regime äußerte das Amt Schrifttumspflege unter der Leitung von Hans Hagemeyer im Amt Rosenberg literarische Einwände gegen ihre Werke. – Sehr gut erhalten.

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Lot 13 Görres, Joseph – Freyburg, M
Encyklopädie vorgetragen von Herrn Prof. Görres im Wintersemester 1841/42. Deutsche Handschrift auf Papier. Vorlesungsmitschrift in sauberer Kurrentschrift von M. Freyburg. (München, 1841-1842). 92 Bl. 20 x 16,5 cm. Pappband der Zeit mit Deckelschild (“Görres Encyclopädie”) (etwas berieben). [#]
Schätzpreis 360 €
Schöne Mitschrift der unveröffentlichten philosophischen Vorlesungsreihe, die Görres im Wintersemester 1841/42 an der Münchener Universität gehalten hat.

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Lot 14 Heraldik – Zazo y Ortega, Ramon
Spanisches Patent zum Adelsstand und Wappenrecht für D. Matias Garcia Alvarez, Alvarez y Carracedo. Mit gefaltetem, gemalten Stammbaum, 2 ganzseitigen gemalten Wappen, 4 gemalten Textwappen, 3 ornamental ummalten Namen sowie einer gemalten Initiale. Spanische Handschrift auf Pergament mit roten gemalten Fileten. 1766. 30,5 x 21 cm. Gebunden, ohne Einband.
Schätzpreis 600 €
Prachtvolles und fein ausgeführtes Patent für D. Matias Garcia Alvarez, Alvarez y Carracedo. Mit dessen Wappen sowie dem Wappen von Don Ramon Zazo y Ortega sowie dem prachtvollen Stammbaum. – Jedes Blatt unten vom Autor monogrammiert. Am Ende signiert und mit einem (statt zwei) Papiersiegel. – Das Wappen von Zazo y Ortega mit Stempel von “Carolus III”. – Das erste Wappen etwas gebräunt und fleckig, Stammbaum mit Knickspur in der Einfaltung, leicht gebräunt und fleckig, insgesamt aber gut erhalten.

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Lot 15 Hollaender, Victor
Mehrtaktiges Musikautograph mit dreizeiliger Widmung an Helena Breslauer. Tinte auf Papier. Zweifach signiert und datiert. Berlin, 30.4.1885. 21 x 14,5 cm. [#]
Schätzpreis 300 €
Mit der Überschrift “Marsch-Ensemble aus der Operette ‘Die Gesangsvereinsprobe’” und der Widmung “Mit der Bitte um ein kleines Plätzchen im Kasten ihrer Erinnerungen”. – Albumblatt aus einem Freundschaftsalbum von Helena Breslauer mit ca. fünfzig Eintragungen. Lederband der Zeit mit montierter Metallapplikation (berieben).

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Lot 16 Hugo, Victor
Eigenhändiger, zehnzeiliger, signierter Dedikationsvermerk an einen “cher confrère”. Ohne Ort und Datum. 14 x 10,5 cm.
Schätzpreis 300 €
Signiert “Victor H.” Das Blattt war ursprünglich allseitig unter Passepartout montiert. – Kanten mit Verfärbungen von alter Montage, gebräunt und brüchig, Eckverluste ohne Textverlust, am unteren Rand im Bereich des Vornamens mit hinterlegtem Einriss, passabel.

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Lot 17 Janssen, Horst
2 eigenhändige Postkarten. Deutsche Handschrift auf Papier. Monogrammiert und datiert. Gelaufen. 11.8. und 18.9.1987. 10,5 x 15 cm. [#]
Schätzpreis 240 €
I. Karte mit einer Abbildung eines Werks von Janssen an Claudia Schunke, Hamburg. Mit einer kleinen farbigen Zeichnung und Grüße an das “Modddellll”. – II. Karte mit einer Abbildung eines Werks von Janssen an Antje Schunke, Hamburg. – “Ach geliebter Herbst bald taumeln die bunten Blätter abwärts DAS ist meine Zeit…”. – Gut erhalten.

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Lot 18 Janssen, Horst
2 eigenhändige Postkarten. Mit 2 farbigen Zeichnungen. Deutsche Handschrift auf Papier. Gelaufen. 10,5 x 15 cm. [#]
Schätzpreis 240 €
I. Karte mit einer Abbildung eines Werks von Janssen an C… (?) Schunke, Hamburg. Vom Künstler mit einem farbig illustrierten “na?” versehen. – Leicht fleckig. – II. Karte mit einer Abbildung eines Werks von Janssen an C… (?) Schunke, Hamburg. Vom Künstler mit einer farbig illustrierten Zeichnung versehen “…und ich muß kritzeln bzw. ‘arbeiten’”. – Kleine Knickspur und kleiner Einriss im Rand, sonst gut erhalten.

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Lot 19 Jaspers, Karl
Eigenhändige, signierte Postkarte an einen Verlagsmitarbeiter. Mit Jaspers Baseler Adresstempel. Basel, 18.XI.(19)49. [#]
Schätzpreis 300 €
Von Jaspers eigenhändig adressiert. An einen Bielefelder Verlag, dem er absagt und gleichzeitig mitteilt, dass er aber E.R. Curtius für sehr geeignet halte. – Aktenlochung mit kleinem Buchstabenverlust bei der Adresse, papierbedingt etws gebräunt, dezent knickspurig, sonst gut.

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Lot 20 Kubin, Alfred
Eigenhändiger, eineinhalbseitiger Brief auf einer Packpapier-Tüte. Zwickledt, 23.11.(19)37. 14,5 x 23 cm.
Schätzpreis 300 €
Originelle Form eines Kubin-Briefes. An eine nicht näher benannte “geehrte Frau”, die sich nach Kubin-Blättern erkundigt hatte. Der Künstler geht recht detailliert auf einige ältere Blätter ein und verweist auf Bücher zu seinem Werk. – Papierbedingt gebräunt, gefaltet, etwas knitterspurig, recht gut.

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Lot 21 Liliencron, Adda von
Eigenhändiges Tagebuch Juli 1863 bis Januar 1871. Deutsche Handschrift auf Papier. 317 S. 21 x 13,5 cm. Neues Halbleder mit geschnitztem Holzdeckel (bestoßen und beschabt, kleine Absplitterungen).
Schätzpreis 300 €
Vorne beigeheftet Original-Photographie des Inneren der Lützower Kirche in Berlin-Charlottenburg, in der die Großeltern von Adda (geborene von Wrangel) geheiratet hatten. Das Tagebuch diente vermutlich, zumindest teilweise, als Vorlage für die Buchausgabe der Autobiographie (zuerst Berlin 1912). Das vorliegende Exemplar wurde 1964 vom Enkel teilweise transkribiert, die entsprechenden maschinenschriftlichen Seiten wurden eingeheftet und eine Nummeriereung der Seiten mit Kuli durchgeführt. – Lose Seiten teils mit Tesa geklebt und entsprechend im Rand verfärbt, teils gelockert, partiell stark verblasst, insgesamt ordentlich.

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Lot 22 Lipchitz, Jacques
Eigenhändiger Brief an nicht genannten Empfänger. Französische Handschrift auf liniertem Papier. Paris, 24.7.1924. 26,5 x 20,5 cm.
Schätzpreis 450 €
Längere, höfliche Absage bezüglich einer Anfrage zu einer Ausstellunsgbeteilung von Lipchitz. – Im linken Rand gelocht ohne Textverlust, quergefaltet, etwas gebräunt und knitterspurig, recht gut.

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Lot 23 Menzel, Adolph von
Eigenhändiger, dreiseitiger signierter Brief an den Berliner Kunsthistoriker Max Jordan. Deutsche Handschrift auf Papier. Dazu der von Menzel eigenhändig beschriftete gelaufene Briefumschlag. Berlin, 23.2.(18)98, abgestempelt am 24.2.1898. 22 x 14 cm.
Schätzpreis 360 €
Der Brief dreht sich um Honorarfragen. Gegen Ende hat Menzel Passagen kräftig durchgestrichen und geändert, wofür er sich entschuldigt: “Pardon für die monströse Correktur ! ich hätte aber die ganze Epistel nochmal abschreiben müssen”. – Beigegeben ein weiterer undatierter, eigenhändiger dreiseitiger Brief Menzels an einen Freund, evtl. auch Jordan. – Gefaltet, kleine Läsuren, recht gut.

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Lot 24 Musik
Papierfächer mit zahlreichen Autographen, schwerpunktmäßig aus dem Bereich der Musik, dazu Theater, Literatur, Kunst u.a. Deutsch u.a., um 1890-1969. Aufgefächert ca. 33 x 55 cm (Randläsuren, Falze teils angerissen oder gerissen).
Schätzpreis 600 €
Originelle und sehr gehaltvolle Autographensammlung, gerne aus dem Münchner bzw. süddeutschen Raum, von hingebungsvollen Fans im Laufe von fast 80 Jahren zusammengetragen ! – Es verewigten sich u.a. (einige sind nicht datiert): Enrico Caruso 1910; Heinrich Schlussnus, Bayreuth 1933; August Schmid-Lindner 1920; Birgit Nilsson 1969; Paul Heyse 1913; Ernst Possart 1910; Gemma Bellinciono, Monaco 1898; Maximilian Waldschmidt, München 1913; Engelbert Humperdinck, München 1897, mit drei Takten aus “Königskinder”; Anton Perfall; Eduard Grützner; Rosa Sucher, München 1893; Ruggero Leoncavallo, München 1894, mit zwei Takten aus “I Medici”; Raoul (von) Koczalski, zwei Autographen von 1894 und 1936, mit einem Takt (Titel nicht lesbar); Joseph Joachim, Berlin 1892; Lilli Lehmann, New York 1890; Hans von Bülow 1890, mit einem Takt; Eugen d’Albert; Hans Knappertsbusch 1963; Pablo de Sarasate, Chicago 1890; Arthur Rubinstein, mit einem Anfangsakkord; Francisco d’Andrade, München 1893. – Teils etwas verwischt und verblasst, insgesamt ordentlich.

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Lot 25 Nikisch, Arthur
Eigenhändiger, signierter, ganzseitiger Brief an einen “verehrten lieben Freund” (den Berliner Musiker Siegfried Ochs). Deutsche Handschrift auf Doppelbogen. Leipzig, 14. Feb(ruar) (19)07.
Schätzpreis 360 €
Der Schreiber dankt für einen erhaltenen Brief und will der darin enthaltenen Aufforderung “mit größtem Vergnügen Folge leisten”. Dabei der Original-Briefumschlag, abgestempelt in Leipzig am 15.2.1907. In der Adresse von fremder Hand zugesetzt “Nikisch”. – Dabei: Porträt-Postkarte von Nikisch an Ochs, mit vierzeiligem, eigenhändigem Gruß (“Mit Wonne / Herzlichst…”) Nikischs vom 18.1.(19)09, gelaufen und abgestempelt Leipzig 18.1.09. – Brief gefaltet, Karte gering bestoßen, alles papierbedingt etwas gebräunt, insgesamt gut.

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Lot 26 Ochs, Siegfried
Zwei eigenhändige, signierte Briefe, ein maschinenschriftlicher und signierter Brief sowie eine mehrzeilige signierte Unterschrift unter Original-Porträtphotographie. Deutsche Handschriften auf Papier. Berlin, 1910-1918.
Schätzpreis 300 €
Alle von Ochs (1858-1929) eigenhändig signiert bzw. teils auch verfasst. Das Photo ist einem Fräulein Ida Wacher gewidmet im Gedenken an “gemeinsame Kunstarbeit”. Bei den drei Briefen an einen “lieben Freund”, handelte es sich gemäß des von Ochs eigenhändig adressiertem Umschlag um den Publizisten Walter Paetow (1869-1914). – Gefaltet, das Photo gering ausgesilbert, insgesamt gut.

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Lot 27 Poincaré, Raymond
Eigenhändiger signierter Brief. Französische Handschrift auf Briefpapier der Chambre des Députes. Paris, 28.Juni 1889. 20,5 x 13 cm.
Schätzpreis 300 €
Mit ergänzender zweizeiliger Paraphe Poincarés im linken unteren Bereich. Bittet um Erledigung einer Angelegenheit eines Monsieur Caillard. Im linken weißen Rand neu auf Karton montiert, dazu ebenfalls montiert das Typoskript der englischen Übersetzung des Briefes. – Faltspurig, dezent knitterspurig und gebräunt, insgesamt gut.

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Lot 28 Rostand, Edmond
Eigenhändige, zehnzeilige Widmung. Französische Handschrift auf Porträtpostkatre. Ohne Ort, Oktober 1915. 9 x 14 cm.
Schätzpreis 300 €
Widmung an Montague Bull, mit Dank für einen erhaltenen “charmante lettre”. – Verso vacat, nicht gelaufen, papierbedingt gebräunt, Kanten verso mit Spuren alter Montage, Schrift etwas blass, noch ordentlich.

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Lot 29 Rothschild
Sammlung von 15 handschriftlichen Briefen an die Gebrüder Rothschild. Tinte auf Papier. Frankreich, 1860er. Gelaufen, mit Briefmarken und Stempeln. Ca. 13 x 20 cm bis 27 x 21 cm. [#]
Schätzpreis 300 €
Es handelt sich um Briefe von Agenten und Geschäftspartnern über Börsen- und Termingeschäfte. Mit handschriftlichen Vermerken der Empfänger. Meist adressiert an “Messieurs de Rothschild frères, Paris”. – Teils leicht fleckig, sonst gut erhalten.

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Lot 30 Rudolf II. von Habsburg
Handwerksordnung für die Kupferschmiede in Nieder- und Oberschlesien und in der Nieder-und Oberlausitz. Deutsche Handschrift auf Pergament. Mit angehängtem Lacksiegel in Wachskapsel. Wohl etwas spätere Abschrift (um 1600 ?). 34,5 x 58,5 cm.
Schätzpreis 360 €
Links unten signiert “Rudolf”, wohl von Schreiberhand. Das Orignal war rechts unten vom Vice-Cancellarius Mehl eigenhändig beglaubigt worden, hier hat ein anderer Offizieller (Unterschrift unleserlich) für die Richtigkeit gebürgt. – Vgl. den Abdruck der Urkunde in: Collection derer den Statum des Marggrafenthums Ober-Lausitz (…) betreffenden Sachen. Band I. Bautzen, 1770, Seiten 560 f. – Die Ordnung sollte die Kupferschmiede gegen “beschwerliche und schädliche Eingriffe bewahren, so ihnen von bemeldeten umblauffenden unbezechten Kessel-Flickern, Kessel-Führeren und Partierern begegneten”. Unautorisiert arbeitende Kupferschmiede sollten der Obrigkeit gemeldet werden, sie durften Kupferwaren weder ankaufen noch verkaufen noch außer Landes bringen. Diese Ordnung bestand im Wesentlichen bis weit ins 17. Jahrhundert, sie wurde noch 1659 vom Kurfürsten bestätigt. – Etwas wellig, verwischt, partiell etwas verblasst und angestaubt, Wachskapsel mit Abplatzungen, insgesamt ordentlich.

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Lot 31 Schleiden, Matthias Jacob
Lieder aus der Ferne. Eigenhändiges Gedichtmanuskript für seine zweite Ehefrau Therese Marezoll. Deutsche Handschrift auf Papier. “Chrysopas bey Nöller, 1860″. 15 nn. Bl. (insgesamt 27 beschriebene Seiten inklusive Titel- und Widmungsblatt). Jedes Blatt mit Prägestempel des Verfassers. 22 x 14 cm. Blindgeprägte Leinwand der Zeit mit goldgeprägtem Deckeltitel. [#]
Schätzpreis 450 €
Wohl bisher unbekanntes und umfangreiches dichterisches Manuskript des für seine künstlerischen Neigungen bekannten Biologen aus seiner besonders kreativen Jenaer Phase. Nach dem Titelblatt folgt die “Widmung an Therese”, Tochter des Leipziger Juraprofessors Theodor Marezoll. – Tadellos.

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Lot 32 Sonnenuhren – Di Gennaro, Mario
Compendio Gnomonico del D. fisico Mario di Gennaro della terra dell’ Ospedaletto posto in chiaro dal medemo con l’assistenza de suo zio Gioivanni Barttista di Gennaro experissimi in detta scienza. Mit Abbildungen im Text sowie auf 19 teils gefalteten Tafeln. Italienische Handschrift auf unterschiedlichen Papieren. Ohne Ort (Provinz Mantua ?), um 1700). 28 Bl. 24,5 x 19 cm. Pergament der Zeit (etwas angeschmutzt und fleckig, gering beschabt). [#]
Schätzpreis 450 €
Zur Berechnung und Verwendung der Sonnenuhren. Zu den genannten Personen konnten wir weiter nichts eruieren. Die ersten zwei Tafeln zeigen eine Sonnenuhr, die restlichen zeigen Tabellen und Skizzen. – Teils etwas gebräunt, fleckig und fingerfleckig, Block gering wellig, die Tafeln im Rand teils knickspurig, sonst recht gut erhalten.

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Lot 33 Sonnenuhren
Une manière très facile de faire les montres solaires. 1691 à Tournon. Mit einem kalligraphisch gestalteten Titel sowie Tabellen und Skizzen im Text. Französische Handschrift auf Bütten (Wasserzeichen Krone, Glocke sowie “Grizoard” ?). Tournon, 1691. Titelblatt, 40 S., 1 Bl. Neuer flexibler Pergamentband mit handschriftlichem Deckeltitel in neuer schmuckloser Leinwandkassette. [#]
Schätzpreis 600 €
Ohne Hinweis auf Schreiber resp. Autor. Bringt in 17 “Problemen” (Fragestellungen) die zu berücksichtigenden Themen bei der Berechnung und Erstellung von Sonnenuhren. Die Berechnungen erfolgten für einen Punkt von 46 Grad 30 Minuten Länge. – Etwas gewellt, nur wenig gebräunt oder braunfleckig, die ehemaligen Deckblätter stärker, vorderer Spiegel mit Spuren eines entfernten Schildchens, insgesamt gut erhalten.

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Lot 34
Wanderbuch des Schlossers Franz Lohninger. In Folge des allerhöchsten Patentes vom 24. Hornung 1827. Vordruck mit anfänglichem, gesiegelten Salzburger Beglaubigungsvermerk sowie 39 abgestempelten österreichischen handschriftlichen Eintragungen. Salzburg u.a., um 1846-1856. 80 Seiten. 19 x 11,5 cm. Pappband mit aufmontiertem zeitgenössischem Kartonumschlag (berieben, fleckig).
Schätzpreis 300 €
Lohninger stammte aus “Österreich ob der Enns”, die Eintragungen (teils mehrfach) stammen u.a. aus Salzburg, Steyr, Ebelsburg, Mondsee, Leonen, Lienz, Bruneck. Die restlichen Seiten des Bandes ohne Einträge. – Etwas angestaubt und fingerfleckig, insgesamt recht gut.

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Lot 35 Wilder, Thornton
Eigenhändiger, zweiseitiger signierter Brief an den deutsch-amerikanischen Filmregisseur William Dieterle. Englische Handschrift auf Papier. Undatiert (1950er Jahre ?). Adresse Hamden, Conn. und American Exp. Co., Paris. 17,5 x 13,3 cm. [#]
Schätzpreis 300 €
Antwort auf einen vorhergegangenen Brief Dieterles, in dem dieser Wilder um die Verfilmungsrechte an “The skin of our theeth” (Uraufführung 1942) gebeten hatte. Wilder sagt ab, da er diese zwei Monate zuvor bereits einem anderen Regisseur (dessen Namen er nicht nennt) versprochen habe. Das Stück wurde nie fürs Kino verfilmt, dafür öfter fürs Fernsehen inszeniert. Wilder entschuldigt sich am Ende für diesen enttäuschenden Brief und vertröstet Dieterle auf später. – Quergefaltet, minimal fleckig und gebräunt, insgesamt gut.

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Lot 36 Wirtz, Carl W
Triangulation der Hyadengruppe ausgeführt am sechszolligen Fraunhoferschen Heliometer der Bonner Sternwarte. Deutsche Handschrift auf Papier. (Wien, 1899). IV, 194 Blatt. 27 x 19,5 cm. Leinwand der Zeit. [#]
Schätzpreis 900 €
Wirtz war als Astronom in Bonn, Wien, Hamburg u.a. tätig. Er gehörte zu den ersten, die zu belegen versuchten, dass das Universum expandiere. – Beigebunden: Sonderdruck des Artikels aus “Astronomische Nachrichten” von Oktober 1902. – Papierbedingt etwas gebräunt, sonst recht gut.

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Lot 37 Zeppelin, Ferdinand von
Eigenhändige Unterschrift auf einer Dankeskarte an Ernst F. Schwarzschild in Frankfurt. Friedrichshafen, 24.06.(19)09. 8,5 x 13,5 cm.
Schätzpreis 300 €
Mit Text von Schreiberhand “Mit bestem Dank bestätige ich Ihnen den Empfang der geschmackvoll ausgeführten Luftschiff-Bänder”. Wir konnten nicht eruieren, worum es sich dabei handelte. Wohl ursprünglich im Briefumschlag versandt, da keine Briefmarke verwendet wurde. Die Karte zeigt verso einen Zeppelin im Flug. – Minimal bestoßen und gebräunt, gut.

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Lot 38 Allgemein – Beer, Ferdinand Wilhelm (Hg.)
Auserlesene Abhandlungen, welche an die Königliche Akademie der Wissenschaften zu Paris von einigen Gelehrten eingesendet, in ihren Versammlungen abgelesen, und von ihr herausgegeben worden aus dem Französischen ins Teutsche übersetzt von Ferdinand Wilhelm Beer. 2 Teile in 2 Bänden (alles Erschienene). Mit 18 gefalteten Kupfertafeln. Leipzig, Lankischens Erben, 1752-1754. 16 Bl., 432 S.; 2 Bl., 368 S., 14 Bl. 20 x 11,5 cm. Pergamentbände der Zeit mit goldgeprägtem Rückentitel (leicht angestaubt). [*]
Schätzpreis 600 €
Sehr seltene deutsche Ausgabe von Aufsätzen der “Academie des Sciences” mit Arbeiten von Bonnet, Grischow, Chabert, De Morogues und anderen. – Kirchner 3211. – Erster Theil, darinnen sechzehen zur Naturlehre und Chymie gehörige Stücke sich befinden./ Zweyter Theil, darinnen achtzehn zur Zergliederungskunst, Kräuterwissenschaft und Mathematik sich befinden. -

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Lot 39 Allgemein – Funke, P. und Lippold, G. H. C
Neuestes Natur- und Kunstlexicon enthaltend: die meisten, insbesondere aber die gemeinnützigsten Gegenstände aus der Naturgeschichte, Naturlehre, Chemie, Technologie und Oeconomie. Zum bequemen Gebrauche für Jedermann. Neubearbeitet, vermehrt und verbessert. 10 Bände in 9 Bänden. Mit 29 (11 kolorierten) teilweise gefalteten Kupfertafeln. Wien, Hirschfeld, 1824-1827. 21,5 x 14 cm. Hellbraune Halblederbände der Zeit mit zwei farbigen Rückenschildern und etwas Rückenvergoldung (leicht berieben und etwas fleckig). [*]
Schätzpreis 450 €
Materialreiches Nachschlagewerk, herausgegeben von dem Technologieschriftsteller Funke. – Die Tafeln zeigen Tiere, Pflanzen, Werkzeuge sowie Abbildungen aus der Technik und der Medizin. – Teilweise etwas gebräunt. – Vollständiges Exemplar, dekorativ gebunden.

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Lot 40 Allgemein – Schubert, Gotthilf Heinrich von
Ansichten von der Nachtseite der Naturwissenschaft. Mit 2 mehrfach gefalteten Kupfertafeln. Dresden, Arnold, 1808. VIII, 464 S. 20,7 x 12,6 cm. Pappband der Zeit mit handschriftlichem Rückenschild (etwas berieben und bestoßen, Gelenke und Kapitale teils eingerissen).
Schätzpreis 300 €
Erste Ausgabe. – Goedeke V, 14, 2 – Ueberweg IV, 61 – Ziegenfuss II, 491. – Naturphilosophisches Grundlagenwerk der deutschen Romantik. – Die Tafeln zeigen die Neigung der Planetenbahnen (Merkur, Venus, Erde, Mars, Vesta, Juno, Ceres, Pallas, Jupiter, Saturn, Uranus) zum Sonnenäquator. – Der Naturforscher und Philosoph Schubert (1780-1860) beschäftigt sich sowohl mit dem gesamten Weltgebäude als auch mit dessen Transzendenz, bzw. der “Nachtseite der Naturwissenschaft”, d.h. mit Magnetismus, Mesmerismus, Psychologie, Hypnose, Traumsymbolik, Hellsehen etc. – Mit seinem Hauptwerk beeinflusste er zahlreiche Schriftsteller der Romantik, so beziehen sich E.T.A. Hoffmanns “Bergwerke zu Falun” (1819) direkt auf Schuberts “Ansichten”. – Titel mit altem Namenseintrag (datiert 1814) und verso einer längeren handschriftlichen Marginalie zu den Unterschieden verschiedener Auflagen des Werks (datiert 1896), der auf die Vorderseite durchschlägt, die zweite Tafel mit einem hinterlegten Randeinriss, teils etwas gebräunt und fleckig.

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Lot 41 Allgemein – Valentini, Michael Bernhard
Museum Museorum, Oder Vollständige Schau-Bühne aller Materialien und Specereyen, nebst deren natürlichen Beschreibung, Election, Nutzen und Gebrauch, aus andern Material- Kunst- und Naturalien-Kammern, Oost- und Est-Indischen Reiss-Beschreibungen, curiosen Zeit- und Tag-Registern, Natur- und Artzney-Kündigen, wie auch selbst-eigenen Erfahrung, zum Vorschub der studirenden Jugend, Materialisten, Apothecker, und deren Visitatoren, wie auch anderer Künstler, als Jubilirer, Mahler, Färber, u.s.w. also verfasset, und mit etlich hundert sauberen Kupfferstücken unter Augen geleget. 3 Teile in 1 Band. Mit 2 gestochenen Titeln, 94 (von 95/ 32 doppelblattgroßen, 5 gefalteten) Kupfertafeln, 289 Textkupfern und wenigen (1 ganzseitigen) Textholzschnitten. Frankfurt, Zunner, 1714. 36,5 x 24 cm. Lederband der Zeit mit schwarzgeprägtem Rückentitel (etwas berieben, Bünde mit kleinen Läsuren, unteres Kapital mit schmaler Fehlstelle, Schließbänder fehlen). [*]
Schätzpreis 4000 €
Erste Ausgabe der Teile 2 und 3, Teil 1 in zweiter Auflage. – Nissen BBI 2035 und ZBI 4217 – Pritzel 9663 – Ferguson II, 493. – Es fehlt die Tafel “Ambra Grysea” in Teil 1. – Michael Bernhard Valentini (1657-1729) aus Giessen war ein deutscher Mediziner und Naturforscher, er war Mitglied mehrerer bedeutender Naturforschenden Gesellschaften und Verfasser mehrerer naturwissenschaftlicher Werke. Sein voluminöses “Museum Museorum” ist ein Höhepunkt der deutschen “Wunderkammer-Literatur”. – Drucktitel von Teil 1 mit kleinem hinterlegten Ausschnitt (einige wenige Buchstaben etwas angeschnitten, diese teils handschriftlich ergänzt), ohne das vordere Vorsatzblatt und den Vortitel, wenige Blatt mit kleineren hinterlegten Einrissen, unterschiedlich gebräunt.

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Lot 42 Astronomie – Bartak, Johann Baptist
Gemeinfaßliche Anleitung zur leichten Kenntniß des gestirnten Himmels mittelst einer beygefügten großen Sternkarte. Mit einer Vorrede von J. J. Littrow. Als passende Beylage zu dessen populärer Astronomie. Mit 1 gestochenen Sternkarte der nördlichen Hemisphere von Aigner und Duschet mit Randbordüre und Sternzeichen. Wien, Heubner, 1827. XII, 52 S. 20,5 x 13 cm. Textheft und Karte im Original-Schuber mit Deckelschild (etwas berieben). [*]
Schätzpreis 450 €
Sehr seltene Sternkarte. – Kayser I, 150 – nicht in Poggendorff und Houzeau-Lancaster. – Vorwort zum Verfasser: “Herr Bartak, einer der ausgezeichnetsten meiner früheren Zuhörer, dessen Eifer und Geschicklichkeit zu schönen Hoffnungen berechtigen … Er hats sich dabei die viel kleinere, und nur wenig unter uns bekannte Karte des k. dän. Admirals von Löwenörn, die auch nicht in unsern Buchhandel gekommen ist, zum Muster genommen, aber die Gestirne aus Autopsie nach dem Totaleindrucke, welche der nächtliche Himmel dem unbewaffneten Auge gewährt, ausgewählt, und sie nach Piazzi’s Catalog in einer sehr schicklichen Projektion aufgetragen”. – Die Verbindungslinien der Sternkarte teilweise mit rotem bzw. grünen Farbstift nachgezogen bzw. ergänzt, Textheft leicht gebräunt.

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Lot 43 Astronomie
Berliner Astronomisches Jahrbuch. Mit Genehmhaltung der Königlichen Akademie der Wissenschaften. Herausgegeben u.a. von J.F. Encke. 43 Bände. Berlin, Akademie der Wissenschaften, Dümmler und Akademie-Verlag, 1836-1957. Von 21 x 13 cm bis 27,5 x 19,5 cm. Halblederbände der Zeit (2), Pappbände der Zeit (3), Halbleinenbände der Zeit (18) und Original-Broschuren (20; Umschläge teils mit Fehlstellen und fehlenden Rücken, eine Broschur mit mehrfach gebrochenem Rücken, teils berieben, bestoßen, fleckig, Deckel teils gelöst oder gelockert). [*]
Schätzpreis 900 €
Die Sammlung umfasst die Jahrgänge 1838, 1843, 1849, 1866, 1868, 1871, 1872, 1873, 1874, 1889, 1890, 1894, 1902, 1907, 1908, 1909, 1915, 1917-1920, 1925, 1927-1929, 1931, 1932, 1934, 1935, 1939, 1940-1942, 1944, 1945, 1947-1951, 1957 und 1959. – Die Herausgeber nach Encke waren u.a. der Encke-Mitarbeiter J. P. Wolfers, W. Foerster, F. Tietjen, P. Lehmann, J. Bauschinger. – Titel teils mit mehreren gelöschten Stempeln oder Signaturen, stellenweise etwas braunfleckig.

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Lot 44 Astronomie
Berliner Mond-Atlas. Mit 1 gefalteten Übersichtskarte und 107 Original-Photographien. 2. Auflage. Berlin, Wilhelm-Foerster-Sternwarte, 1974. 10 S. (Erläuterungen). 23 x 23 cm. Original-Kassette mit Rückenschild. [*]
Schätzpreis 600 €
Die 107 Photographien (A. Voigt und H. Giebler am 12°-Refraktor der Wilhelm-Foerster-Sternwarte in Berlin) zeigen in 31 Abschnitten eine gesamte Mondphase, die Rückseiten jeweils mit den entsprechenden gedruckten Erläuterungen. – Innendeckel der Mappe und Erläuterungen mit gelöschtem Bibliotheks-Stempel, ein Photo im oberen Rand eingerissen.

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Lot 45 Astronomie – Bugge, Thomas
Reise nach Paris in den Jahren 1798 und 1799. Aus dem Dänischen übersetzt von Johann Nicolaus Tilemann. Mit 4 gefalteten gestochenen Tafeln. Kopenhagen, Brummer 1801. VIII, 718 S. 18 x 10 S. Halblederband unter Verwendung der alten Deckel (etwas berieben). [*]
Schätzpreis 360 €
Seltene erste deutsche Ausgabe. – Poggendorff I, 338f. – Der dänische Astronom, Mathematiker, Kartograph und Landvermesser Th. Bugge (1740-1815) war seit 1777 dänischer Professor der Astronomie und Mathematik an der Kopenhagener Universität. 1798 nahm er in Paris am Kongress teil, der die Einführung des metrischen Systemes zum Gegenstand hatte, der vorliegende Reisebericht ist fast ausschließlich diesem Thema gewidmet. – Teilweise leicht gebräunt.

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Lot 46 Astronomie – Girolami, Giovianni Battista
Descriptio unius ex tribus horologiis astronomicis naturalibus novissimis : systematis horarii novissimi a plebano S. Petri de Fagetto Jo. Baptista de Hieronymis qu. Georgii de Fanna nuper inventi: quo imperfecta hucusque fabricæ mundi idea, & incompletum idcirco pariter systema planetarium, perficiuntur, & complentur, & ipsa quoque longitudinis inventio, & mensura in mari practica evadit, æque ac in terra … / Descrizione d’uno dei tre orologi astronomici naturali novissimi del sistema orario novissimo di scoperta … Mit gestochenem Porträt-Frontispiz und einer gefalteten Kupferstichtafel. Venedig, Antonio Curti q. Giacomo, 1798. 20 S. 23 x 16 cm. Neuerer Pappband mit montiertem Deckelschild (etwas berieben und lichtrandig, unteres Kapital fehlt). [*]
Schätzpreis 1200 €
Äußerst seltenes Werk zu astronomischen Uhren in Latein und Italienisch, für uns bibliographisch nicht nachzuweisen. – Das gestochene Porträt des Autors “Gio. Batta de Gerolami, Pievano die Faeo” von Bernardo Castello, gestochen von Giovanni Grecchi, wurde bereits für eine zwei Jahre zuvor veröffentlichte Schrift des Geistlichen zur Geometrie verwendet. – 1793 veröffentlichte der Gelehrte ein weiteres Werk zur Benutzung astronomischer Uhren. – Innendeckel mit Spuren eines beseitigten Exlibris, Frontispiz mit kleinem restaurierten Eckabriss, teils etwas fleckig und minimal angerändert.
With engr. portrait-frontispiece and 1 fold. engr. plate. Modern boards with mounted label to cover (somewhat rubbed and faded, loss to lower spine). – Inner cover with traces of removed exlibris, portrait with restored small loss to one corner, some staining and marginal fraying in places.
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Lot 47 Astronomie – Heyn, Johann
Versuch einer Betrachtung über die Cometen, die Sündflut und das Vorspiel des jüngsten Gerichts. Nach astronomischen Gründen und der heiligen Schrift angestellet und mit Herrn J. Ch. Gottscheds Vorrede begleitet. Mit 2 (1 gefalteten) Holzschnitt-Tafeln. Berlin und Leipzig, Haude, 1742. 28 Bl., 328 S. 18 x 10 cm. Lederband der Zeit mit Rückenschild und reicher Rückenvergoldung (etwas berieben und bestoßen, vorderes Gelenk angebrochen). [*]
Schätzpreis 600 €
Erste Ausgabe, mit dem 26 Seiten umfassenden Vorwort von Gottsched. – Rosenthal, BMP 3590 – De Lalande 418. – Heyn erläutert hier die auf William Whyston zurückgehende Theorie, dass der einst die Sintflut auslösende Komet in einigen Jahren zurückkehren und das Vorspiel zu einer kosmischen Apokalypse auslösen könnte. – Die Falttafel zeigt den Lauf des Kometen von 1742 durch die Sternbilder, die andere mit der Kometenbahn und wie diese die Bahn der Planeten schneidet. – Leicht gebräunt, die Falttafel mit Randeinriss.

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Lot 48 Astronomie – Laplace, Pierre Simon
Darstellung des Weltsystems. Aus dem Französischen übersetzt von Johann Karl Friedrich Hauff. 2 Bände. Frankfurt, Varrentrapp und Wenner, 1797. XVIII, 354; 2 Bl., 342 S. 21,5 x 13 cm. Pappbände der Zeit (vorderes Gelenk von Band 2 angeplatzt, etwas fleckig und berieben). [*]
Schätzpreis 450 €
Erste deutsche Ausgabe von “Exposition du système du monde” vom Vorjahr. – Fromm 14251 – Houzeau/L. 8940 – Ziegenfuß II, 17 – vgl. PMM 252. – Hier stellt Laplace seine berühmte Nebularhypothese vor, die von unmittelbarer Bedeutung für die Hypothese der klassischen Kosmogonien in J. H. Jean’s Katastrophentheorie war. – Seitlich unbeschnitten. – Titel mit Blindstempel, teilweise leicht gebräunt.

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Lot 49 Astronomie – Geodäsie – Henrion, Denis
L’usage de mécomètre, qui est un instrument géométrique, avec lequel on peut très-facilement mesurer toutes sortes de longeur & distances visibles; prendre & raporter au petit pied le plan des villes … faire toutes sortes de cartes. Mit 2 gefalteten gestochenen Karten und zahlreichen Textholzschnitten. Paris, Houry, 1677. 4 Bl., 191 S. 17,5 x 11 cm. Lederband der Zeit mit goldgeprägtem Rückentitel und reicher Rückenvergoldung (berieben und etwas fleckig, Kapitale mit Wurmgängen). [*]
Schätzpreis 600 €
Zweite Ausgabe. – DSB VI, 271 – vgl. Poggendorff I, 1068. – Mit den beiden meist fehlenden Kupfern. – Papierbedingt teilweise stärker gebräunt, vorderes Innengelenk gelockert.
Second edition. – With 2 fold. engr. maps and numerous text-woodcuts. Contemp. full calf, richly gilt (rubbed, some worming to spine-ends). – Partly browned due to paper, inner front hinge loosened.
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Lot 50 Astronomie – Geodäsie – Struve, Wilhelm
Arc du Méridien de 25° 20′ entre le Danube et la Mer Glaciale, mesure dèpuis 1816 jusqu’en 1855. Publié par l’Academie des Sciences de St. Petersburg. 2 Textbände und 1 Tafelband in 3 Bänden. Mit mehreren teilweise gefalteten Tabellen und 28 teilweise gefalteten lithographischen Tafeln. St. Peterburg, Academie Impériale, 1857-1860. 5 Bl., CXLIV, 334; VIII, 483 S. 34 x 26 cm. Halblederbände der Zeit mit goldgeprägtem Rückentitel, Rückenvergoldung und blindgeprägten Deckelornamenten (Kapitale mit schmalen Fehlstellen, etwas berieben und bestoßen). [*]
Schätzpreis 1500 €
Erste Ausgabe von Struves bedeutendster geodätischer Arbeit. – DSB XIII, 109: “In 1816 he began three years’ work on the triangulation of Livonia … and with K. Tenner he sponsored the joint Russian-Scandinavian measurement of 25° 20′ of the arc of meridian … The Russian-Scandinavian measurements were of great value to geodesy and practical astronomy, to which Struve made other important contributions.” – Der in Russland arbeitende deutsche Astronom Struve (1793-1864) stellt erstmals ein bis heute zuverlässiges System zur genauen Vermessung der Erde vor. – Die Karten teils etwas stärker gebräunt, drei auf Leinen aufgezogen, nur teilweise papierbedingt etwas gebräunt, mehrfach gestempelt (auch alle Tafeln im Rand), ein Titel mit kleinem Besitzvermerk, Innendeckel mit gelöschten Bibliotheksschildern.
First edition. – 2 text-volumes and 1 plate-volume in 3 vols. With 28 partly fold. lithogr. plates and several partly fold. tables. Contemp. half calf, gilt, ornamental blindstamping to covers (somewhat rubbed and bumped). – Maps partly browned, 3 maps cloth-backed, multiple stamps (all plates stamped in margin), some occasional browning due to paper, cancelled library labels to inner cover.
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