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Lot 672
Album mit 21 farbigen Original-Gouachen. England (Leeds ?), um 1900. 35 x 28 cm. Ganzleder mit reicher Gold- und Blindprägung (Märkchen von A.R. Hicks, Leeds), allseitigem Goldschnitt und vergoldeter Schließe in Kassette der Zeit (diese berieben und bestoßen, das Album gut). [#]
Nachverkaufspreis 600 €
Die hochwertigen, leider unsignierten Gouachen im Format um die 16 x 24 cm. Es handelt sich um florale Motive mit christlich-erbaulichen Sprüchen, gedacht wohl als Vorlagen für entsprechende Luxuspapiere (farbig lithographierte Karten), ein bedeutender künstlerischer Beleg des Spätviktorianismus. Zum Künstler bzw. zur Künstlerin ließ sich nichts weiter ermitteln. – Schön erhalten.

Lot 673 Alt, Jakob
Burgansicht mit Maler mit Staffelei im Vordergrund. Rechts unten signiert “J. Alt”. Um 1840. Blattgröße: 40,5 x 57 cm. [#]
Zuschlag 500 €
Schönes Aquarell des deutsch-österreichischen Landschaftsmalers und Zeichners Jakob Alt (1789-1872). – Linker und unterer Rand mit kleinem hinterlegten Randeinriss, sonst sehr gut erhalten.

Lot 674 Boese, Johannes
Porträtbüste eines preußischen Würdenträgers. Bronzeguss. Signiert rechts an der Seite “J. Boese fec. Berlin” sowie auf der Rückseite gestempelt “Akt Ges. vorm. H. Gladenbeck u. Sohn Berlin-Friedrichshagen”. Um 1890. Maße: 19 x 12 x 6 cm.
Zuschlag 200 €
Fein ausgearbeitete Porträtbüste eines hochdekorierten wilhelminischen Würdenträgers in Frack und Fliege, der an der linken Brust vier Orden trägt, darunter einen Verdienst- sowie einen Kronenorden. – Der Berliner Bildhauer Johannes Boese (1856-1917) stand in der Tradition der Rauchschule und gilt als Vertreter eines gemäßigten Naturalismus. Als sein Hauptwerk gilt das Kriegerdenkmal “Fahnenträger” auf dem Neuen Garnisonsfriedhof von 1888. Bekannt wurde er zudem durch eine Denkmalgruppe für die Berliner Siegesallee. – Ohne Sockel, sehr gut erhalten.

Lot 675 Garling, Hermann Ernst Friedrich
Schmiede in nächtlicher Heidelandschaft. Öl auf Leinwand. Rechts unten signiert “H. Garling” und datiert. 1918. Bildgröße: 76 x 98 cm. Mit massivem Holzrahmen, Rahmengröße: 100 x 121 cm.
Zuschlag 200 €
Schönes großformatiges und romantisches Gemälde des deutschen Landschaftsmalers Hermann Ernst Friedrich Garling (1892 Brüel/Mecklenburg – 1961 Karlsruhe). – Sehr gut erhalten. – Versand kann auf Grund der Größe und des Gewichtes nur durch einen Kunsttransport erfolgen.

Lot 676 Kaufmann, Karl (Pseudonym: H. Elmblad)
Romsdalfjord (Norwegen). Öl auf Leinwand. Links unten signiert: H. Elmblad (wohl eines der zahlreichen Pseudonyme von Karl Kaufmann). Bildgröße: 68 x 105 cm. In voluminösem, vergoldeten Holz- und Gipsrahmen (106 x 141 cm). [#]
Zuschlag 1800 €
Typische Fjordlandschaft des österreichischen Landschafts- und Architekturmalers Karl Kaufmann (1843-1905), der sich zahlreicher Pseudonyme bediente. Da zu dem Maler H. Elmblad bibliographisch nichts zu finden ist, obwohl einige ähnliche Bilder von ihm auf dem Markt sind, liegt die Vermutung nahe, dass es sich um ein weiteres Pseudonym von Karl Kaufmann handelt, zumal Motiv und Malduktus seinem Stil entsprechen. – Rahmen mit kleinen Gipsfehlstellen, Himmel mit kleinem, restauriertem Loch, sonst sehr gut erhalten. Auf Grund von Größe und Gewicht, kann das Bild nur durch einen Kunsttransport verschickt werden.

Lot 677 Kaulbach, Friedrich August von
Ohne Titel (Lyraspielerin). Bleistift auf Karton. Unten rechts stempelsigniert. Verso zweifach gestempelt “Nachlass F. A. v. Kaulbach”. Um 1900. Blattgröße: 25,5 x 19 cm. Verso in den Ecken auf Karton montiert.
Nachverkaufspreis 300 €
Charakteristische Arbeit des Münchner Malerfürsten Friedrich August von Kaulbach (1850-1920), der vor allem für seine dekorativ schwärmerischen Frauenporträts berühmt ist. – Die junge Frau mit entblößter Brust und zur Seite geneigtem Kopf ist mit einem faltenreichen Gewand bekleidet, das sie um ihre Taille geschlungen hat. Sie hält in ihrer Rechten eine Lyra, mit der Linken hebt sie einen Lorbeerkranz in die Höhe. – Die Arbeit stammt aus dem Nachlass des Künstlers, den seine Witwe 1929 durch Hugo Helbig in der Münchner Villa Kaulbach versteigern ließ. – Die Bleistiftzeichnung ist partiell schwach fleckig, die unteren Ecken minimal bestoßen, die obere rechte Ecke nachgedunkelt.

Lot 678 Klosterarbeiten
Zwei ornamentale aquarellierte Vorlagenblätter für religiöse Nadelbilder. Vermutlich süddeutsch, um 1780. 29 x 19,5 cm. [#]
Nachverkaufspreis 240 €
Naivische Darstellungen von Christi Geburt (Nativicas Christi – sic !) und des Hl. Bartholomäus, mit zahlreichen vorbereiteten Nadellöchern, aber weiter noch nicht bearbeitet. Typische Beispiele derartiger Volkskunst. – Gebräunt, wasserfleckig, Randläsuren, passabel.

Lot 679 Mahlknecht, Edmund
Beim Hufschmied. Öl auf Bristolkarton. Neu auf Leinwand doubliert. Rechts unten signiert. Mitte 19. Jahrhundert. Bildgröße: 46 x 60,5 cm. [#]
Zuschlag 800 €
Schönes Ölgemälde des österreichischen Malers Edmund Mahlknecht (1820-1903). – Etwas Krakelee, Ränder mit Bereibungen und leichten Farbverlusten durch eine alte Rahmung, im Bildbereich mit wenigen kleinen Farbverlusten, etwas angeschmutzt und kratzspurig.

Lot 680 Piranesi, Giovanni Battista
Veduta esterna delle tre Sale sepolcrali, credute della Famiglia d’Augusto. Radierung auf Papier. Paris, um 1835 (2. Pariser Ausgabe.). Plattengröße: 37,5 x 50 cm. Blattgröße: 50,5 x 72 cm.
Zuschlag 650 €
Aus: Le Antichità Romane, Band 2, Paris um 1835, Tafel 39. – Focillon 263 – Wilton-Ely 398. – Senkrechter Mittelfalz. – Im weißen Rand etwas braunfleckig, sonst nur leicht gebräunt und gut erhalten.

Lot 681 Piranesi, Giovanni Battista
Carceri d’Invenzione. Tafel XIV (von 16). Radierung auf Papier. 1760. Plattengröße: 41,5 x 55 cm. Blattgröße: 62 x 80 cm.
Zuschlag 950 €
Hind 14.1 – Erster Zustand, noch vor der Signatur in der Platte und ohne Tafelnummer. – Im weißen Rand etwas angestaubt, fleckig und lichtrandig, links (stärker) und oben wasserrandig (Abbildung nicht betroffen), linke obere Ecke ca. 10 cm eingerissen, leichte Randläsuren.

Lot 682 Piranesi, Giovanni Battista
Ruine di Sepolcro antico… Radierung auf Papier. Paris, um 1835 (2. Pariser Ausgabe). Plattengröße: 39 x 24,5 cm. Blattgröße: 55,5 x 39,5 cm. Unter Passepartout montiert.
Zuschlag 420 €
Aus: Opere Varie: Prima Parte di Architetture, e Prospettive Inventate, Paris, um 1835. Tafel 6. – Focillon 6. – Leicht gebräunt, sonst gut erhalten.

Lot 683 Plontke, Paul
Sitzender Greis mit Stock. Öl auf Holzplatte. Rechts unten signiert. Bildgröße: 47,5 x 31 cm. Gerahmt.
Nachverkaufspreis 200 €
Paul Plontke (1884-1966) war ein deutscher Graphiker, Kirchenmaler, Maler, Plakatkünstler sowie Kunstprofessor und wurde auch der schlesische Madonnenmaler genannt. Nach seinem Studium bei Eduard Kaempffer in Breslau studierte er ab 1902 bei Carl Bantzer, Hermann Prell und Willy Jaeckel. Für den Kölner Schokoladeproduzenten Ludwig Stollwerck entwarf der auch Motive für die Sammelbilder der Stollwerck-Sammelalben. – An den Kanten mit leichten Bereibungen durch die Rahmung, sonst sehr gut erhalten.

Lot 684 Porträts
Franz Liszt. Altersporträt im Profil. Patiniertes Kupferrelief. Um 1900. 31 x 22 cm. Im zeitgenössischen Holzrahmen (teils abgesplittert und mit kleinen Fehlstellen). [#]
Nachverkaufspreis 200 €
Typisches schönes Porträt, vermutlich nach dem Photo aus Liszts letztem Lebensjahr gestaltet. Unter der Darstellung mit seinem faksimilierten Namenszug. Ohne Hinweis auf den Entwerfer oder die ausführende Werkstatt. – Gering kratzspurig, verso etwas jüngere Hängevorrichtung.

Lot 685
Prunkvase mit Schlangenhenkeln. Majolika, gefasst. Fuß gefüllt. 20. Jahrhundert. Höhe: 84 cm. [#]
Zuschlag 1300 €
Reich in barockisierendem Stil (Landsknechte, Burg) bemalt. – Oberfläche minimal kratzspurig, nur ganz vereinzelt minimale Chips, insgesamt gut.

Lot 686 Rieger, Albert
Leuchtturm und Station Norwegen. (Dampfschiff in stürmischer See vor Felsenküste mit Leuchtturm). Links unten signiert “Alb. Rieger pinx”. Verso auf montiertem Etikett handschriftlich betitelt. Bildgröße: 90 x 125 cm. In massivem und breitem Holzrahmen mit prunkvollem Stuckdekor, Rahmengröße: 144 x 177 cm.
Zuschlag 1600 €
Prachtvolles Seestück des Landschafts- und Marinemalers Albert Rieger (Triest 1834 – 1905 Wien). – Rahmen mit kleinen Abplatzungen, Leinwand gering fleckig, insgesamt gut erhalten. – Versand kann auf Grund der Größe und des Gewichtes nur durch einen Kunsttransport erfolgen.

Lot 687 Spiele – Elfinger, Anton
Acht Blatt farbiger Rebusbilder aus der Wiener Theaterzeitung. Lithographien. Wien, um 1844. 30 x 22 cm.
Zuschlag 500 €
Unter dem Pseudonym “Cajetan” veröffentliche legendäre Rätsel, denen sogar 130 Jahre später eine eigene kleine Monographie gewidmet wurde. Jeweils links unten in der Platte bezeichnet, Lithographen waren A. Geiger und Zechmayer. – Wohl weitgehend unbeschnitten mit vollem Plattenrand, etwas gebräunt und fleckig, kleine Randläsuren, insgesamt recht gut.

Lot 688 Uhlmann, Waldemar
Ludwig van Beethoven. Bronzeguss, dunkel patiniert, auf schwarze Marmorplinthe montiert. Auf der Rückseite signiert sowie mit der Gießereimarke “Oscar Gladenbeck”. Um 1880. Maße: 24 x 17 x 11 cm. Höhe mit Plinthe: 26 cm.
Nachverkaufspreis 300 €
Schöne Porträtbüste des Komponisten Ludwig van Beethoven mit leicht zur Seite gedrehtem Kopf und der charakteristischen wilden Mähne von dem Berliner Bildhauer Waldemar Uhlmann (1840-1896). – Patinierung partiell minimal berieben, Kanten der Plinthe mit kleinen Bestoßungen.

Lot 689 Unbekannt
Stürmische Seeszene. Öl auf Leinwand. Links unten unleserlich signiert. Verso auf dem Keilrahmen bezeichnet “Louis Boulanger”. 19./20. Jahrhundert. Bildgröße: 73 x 109 cm. Gerahmt (85 x 120 cm).
Zuschlag 200 €
Dramatische Szene einer stürmischen Bootsfahrt. – Etwas Craquelé, sonst gut erhalten. – Auf Grund der Größe kann das Bild nur durch einen Kunsttransport verschickt werden.

Lot 690 Ansichten – Basel – Rouargue, Adolphe
Ansicht von Basel mit Großem Münster und Rheinbrücke. Aquarell über Bleistift und Feder auf Karton. Unten rechts monogrammiert “R” und bezeichnet “Basle”. Um 1862. Blattgröße: 27,5 x 40,5 cm. Kaschiert auf Karton.
Nachverkaufspreis 340 €
Die Basel-Ansicht ähnelt signifikant dem 1862 in Xavier Marmiers ‘Voyage en Suisse’ veröffentlichten Stahlstich der Gebrüder Rouargue, der auch in der holländischen Übersetzung “Reis in Zwitserland” (Utrecht, van der Post, 1864) Verwendung fand. Die vom Rheinufer aus gesehene Ansicht auf das Große Münster und die Rheinbrücke im Hintergrund unterscheidet sich allein durch die Staffagefiguren im Vordergrund. Steuert der Lastenkahn im Stahlstich noch auf das Ufer zu, so hat er im vorliegenden Aquarell bereits angelegt. – Minimal fleckig, entlang der Kanten partiell mit Leimspuren.

Lot 691 Ansichten – Berlin
Das biedermeierliche Berlin in 9 Blättern. Unterschiedliche Drucktechniken, Papiere und Formate (Alters- und Gebrauchsspuren).
Zuschlag 330 €
Vorhanden sind: E.H. Schroder. Fünf Farblithographien. Um 1840. 30 x 40 cm. Zeigt die Linden, Pariser Platz, Schloss etc. – L. Sachse und Co. Drei Lithos über Tonplatte. Um 1850. 27 x 35,5 cm. Altes Museum, Schloss, Zeughaus. – G.E. Müller. Plan von Berlin 1832. Kolorierte Kupferstichkarte. 32 x 41,5 cm. Gefaltet. – Papierbedingt teils gebräunt, fleckig und teils etwas braunfleckig, Randläsuren.

Lot 692 Ansichten – Berlin und Brandenburg – Reinhold, Bruno
Potsdam und Berlin. Drei Radierungen. Jeweils unter der Darstellung signiert. Berlin, um 1930-50. 42 x 30 cm. [#]
Nachverkaufspreis 200 €
Jeweils Ansichten vor der Zerstörung. Zeigt die Potsdamer Garnisonkirche, Alt-Potsdam (Häuser mit Nikolaikirche) sowie das Stadtschloss mit Schlossapotheke. – Gering angestaubt, recht gut.

Lot 693 Ansichten – Italien – Ätna
Blick auf den Ätna mit den Ruinen des griechischen Amphitheaters in Taormina im Vordergrund. Öl auf Leinwand auf Karton montiert. Anfang 20. Jahrhundert. Bildgröße: 46 x 61 cm. [#]
Zuschlag 260 €
Stimmungsvolles Ölgemälde mit Blick auf den rauchenden Ätna. – Ränder durch alte Rahmung etwas berieben, sonst gut erhalten.

Lot 694 Ansichten – Jerusalem – Perlberg, Friedrich
Kloster Mar Saba bei Jerusalem. Aquarell auf Papier. Rechts unten signiert. Links unten betitelt. Um 1900. Blattgröße: 21,2 x 29,5 cm. Auf Karton montiert.
Zuschlag 400 €
Schönes Aquarell des deutschen Architektur- und Landschaftsmalers Johann Friedrich Perlberg (1848-1921), der 1896 eine Reise nach Ägypten, Nubien und in den Sudan unternahm und 1898 zum Tross der Reise Kaiser Wilhelm II. in das Heilige Land gehörte, auf der auch vorliegendes Aquarell entstanden sein dürfte. – Untere rechte Ecke mit kleinem Abriss, der mit auf den Karton montiert wurde, sonst sehr gut erhalten.

Lot 695 Ansichten – Rom – Weigel, Christoph
Der Grund-Riß des Conclave und die Beschreibung aller Solennitaeten: welche in Rom nach Absterben eines Pabstes, und bey der Erwehlung seines Nachfolgers vorzugehen pflegen. Kupferstich. Nürnberg, Weigel, ca. 1720. Plattengröße: 37 x 47,5 cm. Blattgröße: 39,5 x 51 cm.
Nachverkaufspreis 200 €
Schöner Kupferstich mit Ansicht der Engelsburg und der St. Peterskirche in Rom in der Mitte sowie 17 Randkupfern mit Szenen der Rituale während des Konklave. – Mittelfalte, dort unten und oben mit Einriss, mit kleinem Einriss im unteren Bildbereich und kleinen Randeinrissen, etwas gebräunt und gering fleckig.

Lot 696 Karten – Brandenburg
Zwei altkolorierte Kupferstichkarten der Neumark. Nach Janssonius, ca. 1680-1700. I: Plattengröße: 39,5 x 50,5 cm. Blattgröße: 53,5 x 62,5 cm. – II: Plattengröße: 49,5 x 38,5 cm. Blattgröße: 54,5 x 61,5 cm. [*]
Nachverkaufspreis 200 €
I. Marchia Nova; Vulgo New Marck in March Brandenburg. Kupferstichkarte nach Janssonius bei P. Schenk und G. Valk, um 1700. – Koemann III, 112. – Altkolorierte ostorientierte Karte mit zwei figürlichen Kartuschen. – Der Verlag Schenk und Valk übernahm zahlreiche Kupferstichplatten von Janssonius und gab sie unter seiner Adresse erneut heraus. – Senkrechter Mittelfalz, kaum fleckig. – II. Marchia Nova vulgo New Marck in March Brandenburg. Kupferstichkarte von Janssonius, um 1680. – Altkolorierte Karte mit Titelkartusche und Meilenzeiger. – Senkrechter Mittelfalz oben und unten mit hinterlegten Einrissen, nur leicht fleckig.

Lot 697 Karten – Italien
Sammlung von 13 Karten, überwiegend zu Norditalien bzw. der Alpenregion. Teils gestochen, teils lithographiert. Gelegentlich grenzkoloriert. Verschiedene Orte, um 1801-1860. Formate: 38 x 38 cm bis 75 x 95 cm. Meist leinenkaschiert, vereinzelt in Hülle der Zeit.
Zuschlag 300 €
Vorhanden sind u.a.: Venedig und Umgebung 1801; Lagune von Venedig 1818; Bacchiglione 1833; Straßenkarte Dalmatien 1851; weitere Karten des 19. Jahrhunderts zu Tirol, Padua, Udine, Trient, Neapel u.a. – Beigegeben: Karte Europas zum Krieg 1914. – Angestaubt, teils gebräunt bzw. braunfleckig, selten wasserspurig, insgesamt ordentlich.

Lot 698 Karten – Peru – Blaeu, Willem
Peru. Altkolorierte Kupferstichkarte. Um 1630. Plattengröße: 38 x 49 cm. Blattgröße: 48,5 x 58,5 cm. [*]
Nachverkaufspreis 200 €
Sehr schöne, altkolorierte Karte von Peru mit ornamentaler Titelkartusche, Schiffen, Meeeresmonstern und Windrose. – Verso mit typographischem Text. – Mittelfalte, oberer Rand verso mit Resten einer alten Montierung, mit kleinem Randeinriss, vor allem in den Rändern gebräunt und stockfleckig.

Lot 699 Karten – Russland
Allgemeine Charte von dem russischen Reiche in Europa nebst den angränzenden Theilen von Schweden, Preußen, Pohlen, Österreich und der Türkei. Nach der großen russischen Charte von Suchtelen und Oppermann. Grenzkolorierte Kupferstichkarte. Wien, Kunst und Industrie Comptoir, 1812. 123,5 x 90,5 cm. [*]
Nachverkaufspreis 200 €
Dörflinger II, 623. – Bestehend aus 36 Segmenten (ca. 18 x 20,5 cm) die in neun Teilen auf Leinen aufgezogen wurden. – Minimal fleckig, gut erhalten.

Lot 700 Karten – Weltkarte – Dewald, G. A. St
Die östliche und westliche Halbkugel der Erde. Mit vielen Abbildungen aus der mathematischen und physischen Geographie. 2 lithographierte Karten von E. Winckelmann nach Dewald mit altem Grenzkolorit. Nördlingen, C.H. Beck in Nördlingen, 1851. 8 Bl. 136 x 110 cm pro Karte. Lose in Original-Halbleinenmappe mit Deckelschild (etwas bestoßen). [*]
Zuschlag 500 €
Seltene und ungewöhnlich großformatige Weltkarte in zwei Hemisphären je von vier Steinen gedruckt. Die Karten erschienen bis 1873 in mindestens vier Ausgaben gemeinsam mit der Broschüre “Das Wissenswürdigste aus der allgemeinen Geographie und von den 5 Erdtheilen” von Dewald (hier in einer späteren Ausgabe als Ausdruck beiliegend). – In zwei Falzen minimal eingerissen, sonst kaum fleckige frische Karte in außergewöhnlich gutem Zustand.