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Lot 669 Befreiungskriege – Hess, Peter
Die ersten Russen in Dresden. Kolorierte Federzeichnung, mit Deck- und Eiweiß gehöht und von doppelter Tuschlinie eingefasst. Dresden, 1814. 27 x 42 cm. Mit ca. 1 cm Rand alt auf Karton aufgezogen. [#]
Schätzpreis 300 €
Geschickt ausgeführte Szene mit vollbärtigen russischen Reitern, unter ihnen auch Kosaken oder Mongolen. Titel und Zuschreibung folgen einem erhaltenen und von ungelenker alter Hand beschrifteten Rahmenkarton. Danach war der Zeichner Sohn des Wirtes des “Hotel de Potagne” in Dresden, das Blatt sei ein “Geschenk des Grafen Groben auf Gross Schwanenfels 1823” gewesen (wohl von der Groeben auf Schwansfeld). Ein rückseitig montierter weiterer Schenkungsvermerk in Maschinenschrift macht aus dem Zeichner irrig den bayerischen Historien- und Genremaler Peter Hess (1792-1871). Dieser Zettel trägt die Unterschrift eines Freiherrn von Eberstein, nach ihm sei das Blatt tatsächlich 1828 an seinen Großvater Friedrich von Kotze verschenkt worden. – Gebräunt.

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Lot 670 Danzig – Urtnowski, Theodor
Lange Brücke in Danzig. Öl auf Holzplatte. Rechts unten signiert. Bildgröße: 61 x 80,5 cm. In vergoldetem Holzrahmen (79 x 98 cm).
Schätzpreis 750 €
Typische, impressionistische Ansicht von Danzig des deutschen Veduten- und Landschaftsmalers Theodor Urtnowski (1881-1963). – Rahmen mit kleinen Abplatzungen, Bild sehr gut erhalten.

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Lot 671 Deutsches Turnfest Leipzig 1913
Deckeldose mit dem gravierten Monogramm des sächsischen Königs Friedrich August III. unter Krone, darunter Schriftgravur “Sportfest 1913 Ehrenpreis des N.O”. Messing versilbert mit Edelholzauskleidung. Bodenseitig Straußenmarke der WMF mit 3 weiteren Punzen. 9 x 11 x 6 cm. Gewicht ca. 380 g.
Schätzpreis 300 €
Das 12. deutsche Turnfest fand vom 13. bis 16. Juli 1913 in Leipzig statt. Der vorliegende Preis des Nationalen Organisationskomitees (?) war laut Punzen eine Spezialanfertigung der WMF, Versilberung in Normstärke und zur Farbanpassung an das Holz oxidiert. – Silber flächig durchgeputzt, Reste angelaufen, Holzboden wasserfleckig.

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Lot 672 Dürer, Albrecht
Bildnis Kaiser Maximilians I. Holzschnitt auf Papier mit Wasserzeichen “Wappen der Stadt Nürnberg”. Ca. 1519/Späterer Druck um 1550. Blattgröße: 55,6 x 38,3 cm. Auf leichtem Karton montiert.
Schätzpreis 900 €
Meder 255, 4. Zustand, IIa (von d). – Bis an die Darstellung beschnitten, mit Mittelfalte, etwas gebräunt und leicht stockfleckig.

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Lot 673 Federbilder
Der Kakadu/Der Kardinal. Zwei biedermeierliche Federbilder. Aquarell und Collage mit Federn auf Papier. Unten mittig betitelt. 19. Jahrhundert. Blattgröße: 24 x 21 cm. Jeweils unter Glas gerahmt.
Schätzpreis 300 €
Reizende Federbilder mit Abbildung des Kakadus und des Admirals. – Papierbedingt gebräunt, Bordüre auf dem Glasrahmen mit Fehlstellen.

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Lot 674 Feederle, Carl
Blick auf das Wetterhorn. Öl auf Leinwand. Links unten signiert, datiert und bezeichnet. Verso bezeichnet sowie mit altem Etikett. 1874. Bildgröße: 41 x 33,5 cm. In vergoldetem Holzrahmen. [#]
Schätzpreis 1200 €
Schönes Ölgemälde des Landschaftsmalers und Lithographen Carl Feederle (1832-1881), wahrscheinlich das bei Thieme-Becker erwähnte kleine Gemälde mit “einer prächtigen Gebirgslandschaft” (Thieme-Becker, Band XI, S. 342) aus der Ausstellung in München 1879. Das Bild ziert auch den Wikipedia-Eintrag zu Carl Feederle. – Rahmen mit kleinen Bereibungen bzw. Abplatzungen, die Ränder des Gemäldes mit Bereibungen durch die Rahmung, sonst sehr gut erhalten.

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Lot 675 Frankfurt am Main – Rössler, Ludwig von
Im Neuen Heim das Alte – In Sinn und Herz behalte. Gouache und Aquarell auf Karton. Signiert unten links. Um 1880/90. Passepartout-Ausschnitt: 45,5 x 59 cm. Blattgröße: 50 x 66 cm.
Schätzpreis 300 €
Schönes Ensemble von fünf Ansichten des alten Frankfurt mit einem schönen Panorama über die Mainbrücken, dem Römer mit Gerechtigkeitsbrunnen sowie Treppenturm, dem Eschenheimer Turm und der stimmungsvoll beleuchteten, nächtlichen Alten Brücke. – Dazwischen das Frankfurter Wappen mit dem silbernen Adler mit gespreizten Flügeln auf rotem Grund und dem Flammenden Herzen, das noch heute namensgebend für eine besondere Frankfurter Leckerei ist. – Der Porträt- und Genremaler Ludwig Christian Friedrich Wilhelm von Rössler (1842-1910) studierte Malerei in Karlsruhe, München, Antwerpen und als Schüler von Carl Johann Lasch in Düsseldorf. 1874 zog er nach Frankfurt, wo er bis 1897 eine private Kunstschule für Damen leitete und ihm 1881 der Titel Professor verliehen wurde. – Das offensichtlich als Abschiedsgeschenk überreichte Gemälde ist umlaufend unter Passepartout montiert, in sehr dekorativem, floral ornamentierten Rahmen. – Dieser etwas bestoßen, das Passeparout gebräunt und leicht fleckig, die Gouache in sehr gutem Zustand.

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Lot 676 Gerst, Johann Karl Jacob
Zwei Original-Bühnenbildentwürfe für “Faust von Göthe”. Aquarell über Bleistift auf Velin. Signiert, datiert und betitelt verso (Domplatz) und oben rechts (Garten). Berlin, 1838. Blattmaße: 22 x 30,5 cm und 14 x 29,8 cm. [#]
Schätzpreis 2000 €
Vgl. Bernd Mahl, Goethes “Faust” auf der Bühne (1806-1996), 2017, S. 32.- Die beiden detailliert ausgearbeiteten Bühnenentwürfe des Berliner Architektur- und Landschaftsmalers Johann Karl Jakob Gerst (1792-1854) entstanden für die stilbildende erste Inszenierung des “Faust I” am Königlichen Schauspielhaus Berlin 1838 unter der Regie von Karl Stawinsky und in der “Einrichtung” des legendären Mephisto-Darstellers Carl Syedelmann (1793-1843), den man eigens aus Stuttgart abgeworben hatte. Für “die Ausstattung machte man ungewöhnliche Aufwendungen” (Mahl) und so wurde der Königliche Dekorationsmaler Gerst, der zuvor mehrere berühmte Bühnenentwürfe von Karl Friedrich Schinkel umgesetzt hatte, mit den neuen “auf neuer Leinwand” auszuführenden Bühnenbildern beauftragt. – Der größere Entwurf mit dem Dom im Hintergrund kam offensichtlich im 4. Aufzug zum Einsatz, die kleinere Gartenansicht wohl im 5. Aufzug, als Faust und Gretchen sich in Marthes Garten näher kommen. – Verso mit Spuren einer früheren Montierung in den oberen Ecken, der größere Entwurf in der unteren linken Ecke leicht knickspurig, die untere rechte Ecke mit kleinem Abriss.

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Lot 677 Heidelberg – Schmull, A
Ansicht des Heidelberger Schlosses. Mischtechnik auf Karton. Rechts unten signiert und datiert. 1926. Blattgröße: 26 x 38,5 cm. Unter Passepartout montiert.
Schätzpreis 300 €
Verso in Bleistift nochmals signiert, datiert und mit “Hannover” bezeichnet. – Schöne dekorative Ansicht des Heidelberger Schlosses des wohl aus Hannover stammenden Künstlers A. Schmull. – Verso umlaufend mit Resten einer alten Montierung, sonst sehr gut erhalten.

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Lot 678 Heidkamp, Leo
Dorf am See. Öl auf Leinwand. Links unten signiert und datiert. 1924. Bildgröße: 80 x 60 cm. In vergoldetem Holzrahmen.
Schätzpreis 300 €
Schönes Gemälde des deutschen Künstlers Leo Heidkamp, der Mitglied der Düsseldorfer Malerschule war. – Verso mit dem Vermerk: “Restauriert Herr Lehnert, O/Rodenbach, 3/91”. – Rahmen mit kleinen Abplatzungen und Bereibungen, Gemälde im oberen Rand etwas fleckig, Ränder durch die Rahmung etwas berieben, sonst gut erhalten.

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Lot 679 Jagd – Harris, J
Breaking Cover. Und. The Meet. 2 handkolorierte Lithographien von J. Harris nach Gemälden von J. F. Herring Sr. Aus der Serie “Herring’s Fox Hunting Scenes”. London, G. P. Mc Queen, 1874. Bildgröße: 44,5 x 76,5 cm. Blattgröße: 51,5 x 78 cm. Beide fest unter Passepartout montiert.
Schätzpreis 450 €
Die prachtvolle Serie zur Fuchsjagd ist in insgesamt vier Blättern erschienen. – Leicht gebräunt und stockfleckig.

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Lot 680 Kersten, Modey
Dreimaster auf hoher See. Öl auf Holzplatte. Rechts unten signiert. 2. Hälfte 20. Jahrhundert. Bildgröße: 30 x 24 cm. In vergoldetem Holzrahmen.
Schätzpreis 300 €
Typisches stimmungsvolles Motiv des deutschen Marinemalers Modey (auch: Mody) Kersten (geboren 1921 in Hamburg), der wohl Schüler von Patrik von Kalkreuth und Johannes Holst war. – Ränder durch die Rahmung leicht berieben, sonst sehr gut erhalten.

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Lot 681 Kirberg, Otto Karl
Mädchen mit Katze. Gouache und Aquarell auf Papier. Links unten signiert und mit Ortsangabe “Düsseldorf”. Blattgröße: 39 x 26 cm. Unter Passepartout montiert und gerahmt (78 x 62 cm).
Schätzpreis 450 €
Reizende Gouache des Genremalers der Düsseldorfer Schule Otto Karl Kirberg (1850-1926). – Rahmen mit kleinen Abplatzungen, Bild sehr gut erhalten.

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Lot 682 Kucharski, Aleksander
Porträt einer Unbekannten (Madame de Dombasle?). Pastell auf Pergament. Anfang der 1780er Jahre. Bildgröße: 43 x 35 cm (oval). Auf Spannrahmen gebracht, dort in Tusche signiert: “A. Kucharski”. Im Profilrahmen mit konkaver Verglasung.
Schätzpreis 600 €
A. Kucharski (1741-1849), in Warschau als Sohn eines Historienmalers geboren, erhielt er seine künstlerische Ausbildung an der Pariser Akademie, u.a. bei Vien und Carle van der Loo. Seine Arbeiten wurden ausgestellt und prämiert, er entschied sich jedoch gegen die protegierte Spezialisierung auf historische Sujets. Stattdessen eroberte er die höfische Gesellschaft Frankreichs mit seinen Porträts. Unter anderem porträtiert er mehrfach Marie Antoinette und schuf womöglich ihr letztes Bildnis. – Das Pergament im oberen Drittel etwas gewellt und mit zwei natürlichen Unebenheiten oben links (je ca. 2 x 2 cm), im oberen Rand teils aus der Nagelung ausgerissen, Farbschicht etwas berieben.

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Lot 683 Merian, Maria Sibylla
Tafel 62 aus “Histoire générale des insectes de Surinam et de toute l’Europe”. Altkolorierter Kupferstich. Um 1705-1719. Plattengröße: 27 x 38 cm. Unter Passepartout montiert.
Schätzpreis 300 €
Sauberes Blatt in feinem Kolorit.

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Lot 684 Munthe, Ludvig
Heimkehrende Jagdgesellschaft. Öl auf Holz. Rechts unten signiert und datiert. 1893. Bildgröße: 50 x 33,5 cm. Gerahmt: 59 x 43 cm.
Schätzpreis 900 €
Der norwegische Landschaftsmaler der Düsseldorfer Schule Ludvig Munthe (1841-1896) war vor allem für seine Herbst- und Winterlandschaften bekannt. – Rahmen an den Kanten mit kleinen Abplatzungen, das Ölbild sehr gut erhalten.

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Lot 685 Napoleon I.
Sammlung von 25 Graphiken zu Napoleon und den Napoleonischen Kriegen. 18./19. Jahrhundert. Verschiedene Techniken. Blattgrößen von 32 x 25 cm bis 51,5 x 67,5 cm.
Schätzpreis 300 €
Enthält Radierungen, Holzstiche, Lithographien, überwiegend montiert unter Passepartouts. – Darunter: Napoleon, Reiterangriff bei Dennewitz, Bülow von Boyen, Schillers Tod in Stralsund, Schlacht bei Gross Beeren, York zu Königsberg, Das letzte Biwak, Bataille de Jena, Königin Luise und Napoleon in Tilsit, Tiens mon garçon, Napoleon devant Ratisbonne, Vorwärts, Convention von Tauroggen, Eine letzte Gnade, Une fête de Napoleon, Champ de Bataille d´Austerlitz, Bataille de Wagram, Battaglia d´Iena, Friccius am Krimmer Tor von Leipzig, Friedrich Wilhelm III in der Schlacht bei Lützen, Theodor Körners Tod, Herzog Wilhelm von Braunschweig, Schlacht bei Aspern etc. – Meist stockfleckig und gebräunt, teils mit Läsuren und Knickspuren, vereinzelt mit Wasserrand.

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Lot 686 Overbeck, Johann Friedrich
Via Crucis. Mappe mit Frontispiz-Kupfer und 14 Kupferstichen von B. Bartoccini nach Overbeck auf schwerem Papier. Um 1880. Plattengröße: 44,5 x 33 cm. Blattgröße: 75 x 52,5 cm. Lose in Original-Umschlag (dieser angestaubt und mit Rand- Rückenläsuren).
Schätzpreis 300 €
Johann Friedrich Overbeck (1789-1869) gilt als einer der wichtigsten Vertreter der Nazarener. In seinem religiös geprägten Werk nehmen diese seltenen, in Italien gedruckten Stiche einen besonderen Platz ein. Sie zeigen großformatig die Stationen des Kreuzweges. Jeweils mit Bibelzitat versehen. Auf der Mappe ein weiterer Stich des Christus am Kreuze. Plattengröße: 35 x 23 cm. – Blätter an den Ecken gering bestoßen, minimal fleckig.

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Lot 687 Rauch, Christian (nach)
Goethe. Skulptur. Alabastermarmor. Vorne im unteren Rand betitelt “Goethe”. Verso mit runder Werkstattmarke. 20. Jahrhundert. Größe: 50 x 26 x 19 cm.
Schätzpreis 750 €
Replik der berühmten Goethe-Büste von Christian Rauch. – Marmor mit Rissen, stellenweise mit dunkler Verfärbung.

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Lot 688
Sammlung von 35 handgemalten bzw. handgezeichneten Postkarten. Graphit, Aquarell und Gouache auf Papier. Deutschland, 1894-1925. Gesteckt in privatem Album. 20 x 30 cm. Späterer Leinenband mit Holzintarsien auf dem Vorderdeckel und Kordelbindung (etwas berieben). [#]
Schätzpreis 600 €
Die Postkarten mit teils kunstvoll ausgeführten Landschaftansichten, Porträts, humoristischen Szenen etc. meist verso mit handschrifltichem Text, frankiert und gelaufen. Einige Feldpostkarten mit mal karikaturhaften, mal verzweifelten Darstellungen des “Soldatenlebens”. – Format der Karten: Ca. 14 x 9 cm. – Dabei: Zwölf farbig bedruckte Postkarten. Gelaufen. – Teils etwas gebräunt und fleckig.

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Lot 689
Sammlung von 4 Skizzenheften mit ca. 125 Original-Zeichnungen. Bleistift bzw. Tusche auf Papier, wenige aquarelliert. Wohl Berlin, 1919-1930. 17 x 10 cm bis 13 x 19 cm. Kartonage bzw. Pappband der Zeit (berieben und bestoßen, ein hinterer Deckel mit größerem Ausschnitt). [#]
Schätzpreis 360 €
Die gekonnten Zeichnungen geben ganz unterschiedliche Motive wider: Von weiblichen Akten und Porträts über Berlin- (Funkturm, Dom) und Landschaftsansichten, sowie Tierstudien und Ausstattungsgegenständen bis zu einer Reihe von Karrikaturen ist alles dabei. Besonders interessant sind einige Zeichnungen von Auftritten Karl Valentins mit Liesl Karlstadt, die seit 1924 regelmäßig in Berlin gastierten. Wobei der bayerische Kabarettist, der eine besondere Vorliebe für Maggi hegte, seine Partnerin auch schon mal auf ein ebenso bezeichnetes Podest platzierte. Auch eine Bleistiftskizze des ikonischen Photos von Valentin als Rennfahrer mit seinem selbstgebauten Dreirad ist dabei. – Die wohl frühesten Zeichnungen auf 1919 datiert, nur wenige Blatt mit handschriftlichen Anmerkungen, wie “Spreewald: 1 Frosch, der eine Maus verschlungen hat, aber das Hinterteil mit Schwanz hat er wohl nicht geschafft”. – Papierbedingt gebräunt, einige Blatt etwas verwischt, ein Blatt lose.

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Lot 690
Sammlung von ca. 140 Graphiken des 18. und 19. Jahrhunderts. Blattgrößen von 12 x 13,8 cm bis 76 x 53,5 cm.
Schätzpreis 300 €
Überwiegend Radierungen, darunter Arbeiten von Goya, Pottner, Kaulbach, Kempff, Le Brun, Hegest, Greuther, Leibl, Buys, Koch, Deger, Hönemann, Fautin, Hecht, Martin, Delacroix, Carrache, Baudoin, Fragonard, Vicero, Benedetto Genovese mit Motiven aus der Antike, amourösen Szenen, Darstellungen aus Märchen und Sagen, einigen Porträts und Episoden des täglichen Lebens sowie Landschaften – Teils etwas stock- bzw. schmutzfleckig, teils gebräunt, mit Randläsuren, Knick- und Faltspuren.

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Lot 691 Spanien – Engelbrecht, Martin
Folge von 6 Kupferstichen aus: Guerre de Succession d’Espagne (1702-1715). Augsburg, um 1722. Plattengröße: Je 26 x 43 cm. Blattgröße: 33 x 50,5 cm. [#]
Schätzpreis 750 €
Die Blätter 1-6 aus der Kupferstichfolge über die Schlacht von Barcelona am 11. September 1714, als der spanische König Philipp V. die Stadt eroberte. – Gering gebräunt und fleckig, insgesamt sehr gut erhalten.

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Lot 692 Speier, Ch
Antiken-Szene. Öl auf Leinwand, später auf Hartholz kaschiert. Unten links signiert. Um 1900. Bildgröße: 41,7 x 118 cm. Gerahmt.
Schätzpreis 750 €
Eindrucksvolle Antiken-Szene. – Der Künstler ist für uns nicht zu eruieren. – Oben mittig Kratzer, rechts unten mit leichten Rückständen wohl eines Papieretiketts.

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Lot 693
Stehende Buddha-Figur aus Holz. Südost-Asien, frühes 20. Jahrhundert. Höhe ohne Sockel: 118 cm. [#]
Schätzpreis 900 €


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Lot 694 Stralsund – Merian, Matthäus
Stralsundia. Kupferstich von 2 Platten gedruckt. Frankfurt, 1652. Plattengröße: 28 x 72 cm. Blattgröße: 31 x 73,5 cm. Unter Passepartout montiert.
Schätzpreis 300 €
Fauser 13488. – Schöne Gesamtansicht der Stadt. – Mittelfalte, unterer weißer Rand mit kleiner restaurierter Fehlstelle, leicht randknickspurig.

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Lot 695 Unbekannt
Darstellung eines Astronomen. Öl auf Leinwand. Wohl Spanien, 18./19. Jahrhundert. Bildgröße: 64,5 x 47,5 cm. Auf Leiwand doubliert. Gerahmt.
Schätzpreis 450 €
Schöne Darstellung eines Astronomen, der astronomische Zeichnungen auf eine Wand malt. – Mit neuerer Firnis versehen. – Ränder durch die Rahmung etwas berieben, leicht fleckig.

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Lot 696 Unbekannt
Exotische Szene in Afrika. Öl auf Holz. Verso mit faserigem, leinwandartigem Gewebe kaschiert. Wohl 19. Jahrhundert. Bildgröße: 60 x 92 cm. Gerahmt.
Schätzpreis 750 €
Halbnackte, auf einem Strohballen ruhende Schöne von Putten umgeben in lyrischer, exotischer Landschaft. Details wie Löwe, Elefantenmaske und Palme sind nicht wirklichkeitsgetreu wiedergegeben, was darauf hindeutet, dass dem Maler das Aussehen dieser Elemente weitgehend unbekannt gewesen sein dürfte. – Mit kleinen Randfehlstellen und kleinen Beschädigungen in der Holzplatte, unten rechts ein Riss in der Platte, Ränder mit Rahmungsspuren, leicht fleckig.

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Lot 697 Unbekannt
Südliche Landschaft mit Flußtal, bewaldetem Burgberg und Personenstaffage. Öl auf Leinwand. Deutsch, 1. Hälfte 19. Jahrhundert. Bildgröße: 33 x 42 cm. Im vergoldeten Holzrahmen.
Schätzpreis 450 €
Stimmungsvolle Landschaft mit Bergen im Hintergrund. – Etwas Krakelee, mit kleinem restaurierten Einriss in der Bildmitte, sonst gut erhalten.

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Lot 698 Wilzek, Caroline
Zwei Gouachen mit Landschaften mit Höhleneingängen auf Papier. Um 1800. Blattgrößen: 49,5 x 64 cm bzw. 46,5 x 60,5 cm.
Schätzpreis 450 €
Zwei prachtvolle Gouachen von Caroline Wilzek, die wohl aus dem Fürstenhaus Liechtenstein stammte. – Beide Arbeiten unsigniert, entstammen aber derselben Sammlung wie die anderen Lots mit Zeichnugnen aus dem Hause Wilzek. – Die größere Arbeit oben mit kleinen Eckausrissen und rechts mit Randeinriss, mit wenigen winzigen Randläsuren und kleinen Einrissen im Bildbereich, die kleinere Arbeit mit kleiner restaurierter Fehlstelle im Bildbereich, beide verso mit Spuren einer alten Montierung.

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Lot 699 Wilzek, Caroline
Zwei Sepiazeichnungen und 1 Aquarell mit Landschaften auf Papier. Alle Arbeiten rechts unten signiert und datiert. 1799-1803. Bildgrößen von 42 x 60 cm bis 57,5 x 41,5 cm. Blattgrößen von 51 x 67,5 cm bis 45,5 x 61,5 cm.
Schätzpreis 450 €
Drei prachtvolle Landschaftsdarstellungen von Caroline Wilzek, die wohl aus dem Fürstenhaus Liechtenstein stammte. – Die weißen Ränder wurden blau aquarelliert. – Eine Arbeit rechts mit Randeinriss und etwas randknickspurig, zwei Arbeiten mit Mittelfalte, sonst gut erhalten.

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Lot 700 Wilzek, Charlotte
Vier Porträts. Bleistiftzeichnungen auf Papier (davon 2 auf grünlichem Papier). 2 Arbeiten signiert und datiert. 1795 bzw. 1796. Blattgrößen: 54 x 38 cm bzw. 46,5 x 34,5 cm.
Schätzpreis 300 €
Vier feine Porträtzeichnungen mit drei Männerköpfen und einem Frauenporträt von Charlotte Wilzek, die wohl aus dem Fürstenhaus Liechtenstein stammte. – Zwei Blatt mit Randknickspuren und Randläsuren bzw. Randeinrissen sowie gering fleckig, zwei Blatt mit Nadellöchlein, ein Blatt wasserrandig.

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Lot 701 Wilzek, Marianne und Caroline
Vier Tuschzeichnungen mit dörflichen Ansichten auf Papier. Alle Arbeiten rechts unten signiert und datiert. 1797-1798. Blattgrößen von 29 x 23,5 cm bis 25 x 32,5 cm.
Schätzpreis 300 €
Vier feine Tuschzeichnungen mit Ansichten von Marianne und Charlotte (1) Wilzek, die wohl aus dem Fürstenhaus Liechtenstein stammten. – Ein Blatt leicht randknickspurig und gering fleckig, sonst sehr gut erhalten.

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Lot 702 Winkelirer, Joseph
Klassizistisches Doppelporträt des Architekten Carl Friedrich Schäffer in Düsseldorf und des Landschaftsmalers Heinrich (Theodor) Wehle in Dessau, im Profil einander gegenübergestellt. Bleistiftzeichnung im Rund auf Velinpapier, von einer Schlange der Ewigkeit (Ouroboros) eingefasst. Darunter signiert, links und rechts bezeichnet. Düsseldorf, um 1820. Durchmesser der Darstellung: Ca. 10,5 cm, Blattgröße: 23,5 x 19,5 cm. [#]
Schätzpreis 600 €
Winkelirer (1800-nach 1844) studierte an der Kunstakademie in Düsseldorf, schuf zunächst Porträts und Familienbilder, später auch Landschaften. Schäffer (1779-1837) war ab 1805 Professor der Architektur an der Düsseldorfer Akademie. Während seiner Ausbildung hatte er auch Unterricht bei Wehle (1778-1805) genommen, der 1799-1801 für die Chalcographische Gesellschaft Dessau zeichnete. Das fein ausgeführte Blatt verewigt die gemeinsame Zeit der beiden fast gleichaltrigen Romantiker, die Winkelirer vielleicht als Lehrmeister verehrte. – Etwas gebräunt, Seitenränder rückseitig mit Montageresten.

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