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Lot 1069 Adami, Valerio
Lettere non scritte. Traduit d’italien par Fr. Liffran. Paris, Ed. Jannik. 1994. 48 S. 21 x 12,5 cm. Orignal-Broschur im Original-Schuber. [*]
Schätzpreis 600 €
Eins von 295 Exemplaren der Ausgabe. Mit einer nummerierten und signierten Original-Serigraphie sowie einer weiteren signierten Original-Graphik des Künstlers. 21 x 12 cm. – Gut erhalten.

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Lot 1070 Adhémar, Jean
Prints from the Mourlot Press. Exhibition sponsored by the French Embassy. Circulated by the Traveling Exhibition Service of the National Collection of Fine Arts Smithsonian Institution 1964-1965. Mit 20 (inklusive Umschlag) meist farbigen Original-Lithographien und 4 farbigen Reproduktionen. Paris, 1964. 64 S., 3 Bl. 25,5 x 19,5 cm. Farbig illustrierte Original-Broschur (leicht gebräunt und fleckig). [*]
Schätzpreis 600 €
Eins von 2000 Exemplaren auf Vélin d’Arches. – Mit Original-Lithographien von Beaudin, Calder, Chagall (Mourlot 415), Cocteau, Estève, Giacometti, Masson, Matisse, Miró (Mourlot 332-33), Picasso (Mourlot 400, Goeppert/Cramer 128) u.a. – Block geplatzt, sonst gutes Exemplar.

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Lot 1071 Alexeieff, Alexander – Maurois, André
Voyage au pays des articoles. Eaux-fortes et bois en couleurs par Alexandre Alexeieff. Mit 15 (inklusive Frontispiz, 5 im Text) meist farbigen Original-Radierungen, 8 farbigen Original-Textholzschnitten und 36 zusätzlichen Tafeln mit den Graphiken in verschiedenen Zuständen. Paris, Jacques Schiffrin, Editions de la Pléiade, 1927. 121 S., 4 Bl. (die letzten beiden weiß). 24,5 x 18 cm. Farbig illustrierte Original-Broschur im Schuber mit aufgezogenem Deckeltitel.
Schätzpreis 600 €
Eins von 300 (GA 365) nummerierten Exemplaren auf Vélin à la cuve, hier in der Vorzugsausgabe von zehn Exemplaren (36-45) “contiennent une suite en noir avec la décomposition des couleurs sur japon mince”, mit 36 losen Tafeln in verschiedenen Zuständen. Druckvermerk vom Verleger monogrammiert. – Monod 7977 – Carteret IV, 274. – Tadellos.
One of the 300 numbered copies, this copy 1 of 10 (36-45) with an extra-suite of 36 plates in different states. – With 15 col. orig. etchings, 8 col. orig woodcuts. Orig. illustr. wrappers. – Fine copy.
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Lot 1072 Anarchismus – Friedrich, Ernst
Proletarischer Kindergarten. Ein Märchen- und Lesebuch für Kinder und Erwachsene. Herausgegeben von Ernst Friedrich. Band 1 (alles Erschienene). 2. Auflage. Mit Umschlagzeichnung von Käthe Kollwitz und Illustrationen von Karl Holtz u.a. Berlin, Internationales Anti-Kriegsmuseum (Ernst Friedrich), 1921. 231 S. 23,2 x 15 cm. Illustrierte Original-Halbleinwand (Kanten etwas berieben und bestoßen, leicht angestaubt).
Schätzpreis 240 €
Mit Texten von Erich Mühsam, Ernst Friedrich, Berta Lask, John Most, Maxim Gorki, Gustav Landauer, Peter Kropotkin u.v.a. – Gutes Exemplar.

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Lot 1073 APO
Sammlung von 12 Stücken der anarchistisch-libertären Studentenbewegung und weiterer linker Berliner Kreise Mit Abbildungen. Meist Berlin, um 1965-1971. 21 x 15 cm bis 43 x 29 cm. Lose Blatt und Original-Broschuren (gebräunt, Randläsuren).
Schätzpreis 240 €
Vorhanden sind: I. Erstes Berliner Landfriedensbruch-Buch. Zweite Auflage. Um 1968. Beteiligt waren u.a. Jan (Carl) Raspe. U.a. zu Kurras und Teufel. – II. Hektographiertes Blatt zum Selbstmord von Karl Hahn in Tegel. Oktober 1967. – III. Pardon Extrablatt August 1967. Der Schah ist ein feines Kerlchen. – IV.-V. Wolf Neuss. Neuss Deutschland. Zwei Blätter, u.a. zu Wolf Biermann. – Weitere. – Nicht eingehend kollationiert, ohne Rückgaberecht.

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Lot 1074 Architektur – Beger, Paul Gustav
Teilnachlass des Berliner Architekten in 22 Lichtpausen von Fassadenaufrissen, 8 Original-Entwurfszeichnungen, 6 Original-Photos mit Außen- und Innenansichten u.a. Berlin, um 1910-1930. Unterschiedliche Formate und Papiersorten (teils gefaltet).
Schätzpreis 360 €
Beger (1883-1972) entwarf für Berlin, Oberstrelitz und Treptow, während des Ersten Weltkrieges auch in Ostpreußen. Ob sich Bauten von ihm erhalten haben konnten wir nicht eruieren. – Die Zeichnungen und Pausen (Formate bis 63 x 83 cm, die Entwurfszeichnungen bis 100 x 120 cm) betreffen so unterschiedliche Bauten wie Viehställe, Herrenhäuser, Gaststätten und Geschäftshäuser. Ob die Original-Photographien (Vintages. Silbergelatine. 22 x 28 cm bis 28 x 38 cm) seine Bauten dokumentieren lässt sich mangels Beschriftung nicht erkennen. Der Stil der Geschäftshäuser entspricht dem um 1910-15 in Deutschland gepflegten eher monumentalen Stil etwa eines Wilhelm Kreis oder Peter Behrens. – Beigegeben zwei Porträts (wohl Beger und Frau um 1910 ?) sowie Photokopien von Testament und Totenschein. – Nur vereinzelt Doubletten, papierbedingt teils gebräunt, Randläsuren und gelegentlich Einrisse, insgesamt recht gut.

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Lot 1075 Architektur – Behrens, Peter und A. Popp
Die Neubauten und Betriebseinrichtungen der Tabakfabrik in Linz. Die Bauten wurden nach den Entwürfen der Architekten Peter Behrens und Alexander Popp errichtet. Mit zahlreichen photographischen Abbildungen sowie Skizzen und Plänen. Wien, 1936. 107 S., 2 Bl. 31 x 24 cm. Original-Leinwand mit Schutzumschlag von P. Wojtek (Umschlag mit kleinem hinterlegtem Randeinriss und mit kleinen Randläsuren sowie am Hinterdeckel etwas angestaubt).
Schätzpreis 300 €
Prachtpublikation, hier mit dem seltenen Original-Umschlag von P. Wojtek. – Block angeplatzt, sonst schönes Exemplar.

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Lot 1076 Architektur – Bonatz, Paul u. Bruno Wehner
Reichsautobahn-Tankanlagen. Mit zahlreichen Abbildungen. Berlin, Volk und Reich, 1942. 92 S. 25 x 24 cm. Original-Pappband (Rücken erneuert). [*]
Schätzpreis 240 €
Werkhefte der Reichsautobahnen 2 – Etwas gebräunt und fleckig.

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Lot 1077 Architektur
Internationale Baufachausstellung Leipzig 1913. Sammelband mit diversen Kleinschriften und einer nahezu kompletten Suite der Ausstellungszeitungen. Mit zahlreichen Abbildungen. Verschiedene Orte, 1913. 31 x 23 cm. Bibliotheks-Halbleinwand (gering bestoßen und berieben). [*]
Schätzpreis 900 €
Besonders berühmt wurde auf dieser Ausstellung das “Monument des Eisens”, ein Ganzstahlbau von Taut & Hoffmann. Enthält anfangs die Denkschrift (20 Seiten mit Lageplan), das Anmeldeformular und den Gliederungsplan, ein Werbe-Leporello, schließlich die Zeitschrift “Die Säule”, Nummern 1-13 und 15-21. Herausgegeben vom Literarischen Bureau der Ausstellung. Druck auf dünnem gebräuntem Papier, gefaltet. Am Ende des Bandes ist eingebunden: Bauen und Wohnen. Offizielle Monatsschrift der Ausstellung. Alle neun (in sieben) erschienenen Hefte mit den Original-Umschlägen. – Umfassende Dokumentation zur bekannten Ausstellung. – Papierbedingt unterschiedlich gebräunt, teils kleine Randläsuren, Bibliotheksstempel, insgesamt gut.

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Lot 1078 Architektur
Jahrbuch der Gesellschaft österreichischer Architekten 1910. Einband und Titelblatt von Emil Hoppe. Mit zahlreichen Abbildungen im Text sowie einem reichen Anzeigenanhang. Wien, Eigenverlag, 1910. 126 S., 72 S. Inserate. 22,5 x 19 cm. Illustrierte Original-Broschur (etwas knickspurig, etwas fleckig, Gelenk oben 3 cm eingerissen, mit Sammlungsstempel).
Schätzpreis 300 €
Brillanter Einblick in das Wirken österreichischer moderner Architekten. Sehr seltenes Jahrbuch, das letzte erschienene (das erste war 1907 publiziert worden). Mit Beiträgen von Otto Wagner, Josef Hoffmann, Marcell Kammerer u.a. Die Abbildungen dokumentieren ausgeführte Bauten und Innenräume bzw. Entwürfe dazu. – Titel etwas fleckig, an der Klammerung ausgerissen und mit Sammlungsstempel “Ottmann”.

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Lot 1079 Arp, Hans
Dreams and Projects. Mit 28 (3 doppelblattgroßen, 9 zweifarbigen) Original-Holzschnitten von H. Arp. New York, Valentin, 1951-52. 2 weiße Bl., 2 Bl., 14 S., 1 Bl., 28 Doppelblatt, 1 Bl., 1 weißes Bl. 29,5 x 24 cm. Lose Bögen mit Original-Broschur in Original-Chemise mit Rückentitel im Original-Pappschuber (Schuber gering geblichen und angestaubt).
Schätzpreis 1500 €
Erste Ausgabe. – Monod 516 – Arntz 148-175 – Hagenbach A 35. – Eins von 295 (GA 320) Exemplaren, im Colophon vom Künstler signiert und bei Fequet und Baudier in Paris gedruckt. – Eines der illustratorischen Hauptwerke von Arp. – Text in Englisch, Französisch und Deutsch. – Teils mit Abklatsch der Holzschnitte, sonst schönes Exemplar.
First edition. – With 28 (3 double-page, 9 bicoloured) orig. woodcuts. Loose sheets with orig. wrappers in orig. chemise with orig. slip-case. – Some off-setting of woodcuts else fine.
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Lot 1080 Art-Déco – Lüpke, Georg
Iris. Farbstrahl-Dekore. Herausgeber: Erstes deutsches Farbenspritztechnikum. Mit 31 (von 40) farbigen Airbrush-Tafeln, 1 Tafel mit 10 montierten Farbmusterblättchen sowie 19 (von 80) losen, halbseitigen Farbtafeln, die für die am Ende des Buches eingebundenen Aufklapptafeln zu Demonstrationszwecken dienen. Osterode-Harz, um 1925. 32,5 x 31 cm. 4 Bl. Original-Karton (Rücken mit kleinen Läsuren, knickpsurig). [*]
Schätzpreis 300 €
Wohl das erste deutsche Werk mit Airbrush-Technik. – Die prachtvollen mit Farbspritztechnik hergestellten Tafeln im schönen “Art-Deco” Stil. – Titelblatt mit Knickspur, erste Seite mit Randeinriss, eine Tafel mit langem Einriss, die losen Schautafeln teils mit kleinen Löchern im Rand durch eine alte Heftung, teils mit kleinen Randläsuren, wenige Tafeln leicht berieben bzw. fleckig.

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Lot 1081
Aspen magazine. Vol I, No. 5/6, 7 und 8. Mit Beilagen in unterschiedlichen Techniken. New York, Roaring Fork Press, 1966. Lose Objekte im Original-Pappkarton.
Schätzpreis 360 €
Das Magazin erschien zwischen 1965 und 1971 in zehn Nummern, jeweils von anderen Künstlern gestaltet, in unterschiedlichen Formaten und Einbänden. – Nummer 5/6 (unvollständig, es fehlt wie fast immer der Super 8-Film, der separat verschickt werden musste und von den Vorbesitzern dann nicht unbedingt beigefügt wurde, außerdem fehlen am Ende Werbeblätter aus Nummer 28, die 5 Schallfolien sind aber vorhanden); Nummer 7 (unvollständig, es fehlen die Stücke 3 und 8 von 14 oder 15, das scheint nicht ganz klar); Nummer 8 komplett mit 14 Einzelstücken (inklusive Hülle), dazu eine separate Bestellkarte für das Magazin. – Papierbedingt teils gebräunt, Hüllen meist etwas bestoßen und angestaubt, selten etwas fleckig, innen überwiegend sauber und insgesamt recht gut.

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Lot 1082 Attersee – Rühm, Gerhard
Komm mit nach Österreich. Ein Führer durch Österreich für ausserirdische Wesen. Wien 1965. Mit Texten von Rühm, 9 Faksimile-Siebdrucken nach Collagen von Attersee, zusätzlich ausgestattet mit 9 Original-Siebdrucken von Attersee. Grenchen, Konus-Presse, 1976. 23 Bl. 32 x 35 cm. Illustrierter Original-Kunststoffeinband mit Kordelbindung in Original-Kartonhülle (diese mit Fehlstellen der Oberfläche).
Schätzpreis 450 €
Nummer 8 von nur 96 Künstlerexemplaren Titel vom Künstler und Autor signiert. Laut Werkverzeichnis wurde der größte Teil der Auflage durch Wasser zerstört. – Sauberes Exemplar.

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Lot 1083 Avalun Drucke
Die Offenbarung Sankt Johannis. Mit 10 (9 ganzseitigen und monogrammierten) Original-Holzschnitten von Bruno Goldschmitt. Hellerau, Avalun-Verlag, 1923. 38 nn. Bl. 32,5 x 22 cm. Original-Ganzpergamentband mit Rückentitel und Deckelvignette (etwas fleckig, Deckel leicht gewölbt).
Schätzpreis 240 €
33. Avalun Druck. – Eins von 180 (GA 450) nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe, bei der die neun ganzseitigen Holzschnitte vom Künstler monogrammiert wurden, zusätzlich von Goldschmitt im Druckvermerk signiert. – Rodenberg 337 – Schauer II, 97. – Gedruckt bei Jakob Hegner im Textgrad einer 1650 geschnittenen lutherischen Fraktur. – Hier ohne die Extrasuite der Holzschnitte. – Vorsatz leicht fleckig.

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Lot 1084 Avantgarde
De Stijl. Van Doesburg 1917 – 1931. Derniere numero. International maandblad voor nieuwe kunst, wetenschap en kultuur. Mit Textabbildungen. Leiden u.a., Januar 1932. 32 S. 21,5 x 27 cm. Original-Broschur (vergilbt und angestaubt).
Schätzpreis 300 €
Letztes Heft der wichtigsten niederländischen Avantgarde-Zeitschrift, van Doesburg gewidmet. Mit Texten von und zum Künstler: Mondrian, JJP Oud, Cesar Domela, Schwitters u.a. – Innen papierbedingt leicht gebräunt, Bleistiftmarginalien, sonst recht gut.

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Lot 1085 Banks, Ellen
Scott Joplin. Maple leaf rag. Mit 3 ganzseitigen Abbildungen. Atlanta, Nexus Press, 1988. Karton in Leporello-Faltung mit einem eingelegten bedruckten Blatt Transparentpapier. 34,5 x 30 cm bzw. 34,5 x 119 cm (ausgeklappt). [*]
Schätzpreis 240 €
Mit einer eigenhändigen Widmung von Banks an Inge und Peter “vielen Dank für alles 5.7.92” signiert “Ellen” auf dem Titel. – Die afroamerikanische Malerin und Multi-Media-Künstlerin Ellen Banks (1938-2017) verwendete ausschließlich Musikstücke als Inspiration für ihre Bilder. Ihre Arbeiten “refer to the visual structure of music: the highly organized notation system of musical scores” (Vorwort). – Beigegeben: Dieselbe. The Rondos. Berlin, Spandow Galerie, 2012. 4 Bl. 25,5 x 25,5 cm. Original-Broschur. – Ausstellungskatalog mit einem beiliegenden eigenhändigen Brief von Banks an Peter und Inge, in dem sie beide zur ihrer Ausstellung in der Spandow Galerie in Berlin einlädt, signiert “Ellen”. Mit gelaufenem Briefumschlag. – Beigegeben: Dieselbe. Musik Konkret. Einladungskarte zu einer Ausstellung im Amerika Haus Berlin 1992. – Gut erhalten.

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Lot 1086 Baudelaire, Charles
Les paradis artificiels. Mit 271 Original-Siebdrucken von Ingo Avolta. Paris, Jean de Bonnot, 1984. 21 Bl., 243 S., 4 Bl. 27,5 x 20 cm. Schwarzer Original-Lederband mit reicher Rückenvergoldung und aufwendigen blind- und goldgeprägten Deckelillustrationen sowie Kopfgoldschnitt.
Schätzpreis 240 €
Vorzugsausgabe “Tirage Spécial. Exemplaire de Tête”, vom Verleger und vom Künstler signiert. – Der Schafsledereinband mit 22karätiger Vergoldung. – Tadellos.

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Lot 1087 Bauhaus
Architektur der Moderne in 21 Original-Photographien. Silbergelatine. Neuabzüge um 1950-1980.
Schätzpreis 240 €
Format: 13 x 18 cm. Eins verso mit Stempel von Stoedner und handschriftlichem Hinweis “zurück an Wend Fischer”, vier weitere verso mit altem Stempel des Bauhaus-Archivs, sonst unbezeichnet. Zeigt u.a. Bauten resp. Pläne von: Gropius (Dessau), Mies van der Rohe, Mendelssohn u.a. – Gut.

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Lot 1088 Bauhaus
Architektur und Design der europäischen Moderne. Sieben Postkarten. Photolithographien nach den Original-Photographien. Paris, Fernand Nathan, um 1930. 8,5 x 13,5 cm. Ungelaufen. [#]
Schätzpreis 750 €
Nathan hatte mehrere Serien in der Reihe “Architectures de cartes postales” herausgegeben, die allerdings auch Objekte der angewandten Kunst dokumentierten. Bei den Karten war der Name der Reihe recto am unteren Bildrand teils eingedruckt, teils – wie hier – nicht. Der Zusammenhang zur Reihe ergibt sich aus den verso eingedruckten Nummern im Druckvermerk. Abgebildet waren u.a. Bauhausgebäude in Dessau (zwei unterschiedliche Motive), Rathaus von Hilversum, Kaufhaus Schocken in Chemnitz (Mendelssohn), Steingutarbeiten von Jean Luce, Silber von Puiforcat u.a. – Druck auf gelblichem, leichtem Karton. – Minimal bestoßen und angestaubt, gut.

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Lot 1089 Bauhaus – Batz, Eugen
Radierungen 1932. Herausgegeben von Werner Haftmann. Mit 9 signierten Original-Aquatintaradierungen auf Velin. Bremen, Michael Hertz, 1949. 6 Bl. 51 x 36 cm. Lose in Original-Halbleinenmappe mit montiertem Deckelschild (minimal fleckig, Ecken etwas bestoßen).
Schätzpreis 600 €
Eins von 53 handschriftlich nummerierten Exemplaren. – Freundeskreis Eugen Batz und Galerie Döbele, Eugen Batz, Radierungen – Stahlätzungen und Prägungen 1924-1963, Oberhausen, S. 19-35, mit Abb. S. 187. – Als vollständiges Mappenwerk wurden die bereits 1932 entstandenen Radierungen 1949 von Werner Haftmann herausgegeben und in der Künstlerpresse Worpswede gedruckt. “In dieser Mappe wird von nichts geringerem als von einer Entdeckung berichtet” (Einleitung). – Die schönen, gratigen Drucke mit vollem Rand (Plattenmaße zwischen 12 x 16 cm und 34 x 25 cm) sind jeweils mit Bleistift signiert und am unteren Blattrand betitelt. – Der Maler, Photograph und Graphiker Eugen Batz (1905-1986) begann 1929 sein Studium am Bauhaus in Dessau. Er besuchte dort den Vorkurs bei Josef Albers und ab 1930 den Reklame-Unterricht bei Joost Schmidt, den Photographie-Unterricht bei Walter Peterhans, den analytischen Zeichenunterricht bei Wassily Kandinsky und die Freie Malklasse bei Paul Klee, dessen Kunst ihn sehr beeindruckte. Batz war ein wichtiger Vertreter der Abstrakten Kunst Deutschlands und ein bedeutender künstlerischer Photograph. – Die Radierungen verso am rechten Rand an zwei Punkten in Passepartout-Umschläge montiert, diese mit vereinzelten, schwachen Stockfleckchen, sehr gut erhaltenes Exemplar.

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Lot 1090 Bauhaus
Bauhaus Drucke. Neue europäische Graphik 5te Mappe – Deutsche Künstler. Mappe mit dem lithographierten Kolophon. Gestaltung Lyonel Feininger, unter Verwendung von Schlemmers Signet. Weimar, Bauhaus (Potsdam, Müller und Co.), 1921. 57,5 x 46 cm. Original-Halbpergament-Flügelmappe mit Rückentitel (Kanten und vorderer Deckel etwas stärker berieben, Rücken leicht angestaubt und minimal fleckig, vorderer Deckel mit zwei kleinen Aufklebern).
Schätzpreis 450 €
Die Mappe enthält KEINE Graphiken. Neben dem auf den hinteren Innendeckel montierten Druckvermerk, handschriftlich nummeriert “93”, sind der lithographierte Titel sowie das Inhaltsverzeichnis mit der Auflistung der ehemals enthaltenen 13 Blätter enthalten. – Die beiden lose einliegenden Blätter etwas gebräunt und entlang der Blattkanten stärker knickspurig und mit kurzen Einrissen.

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Lot 1091 Bauhaus
Bauhausgebäude in Dessau. 8 Drucke nach Original-Photographien. Dessau, um 1927-31. Teils gelaufen.
Schätzpreis 360 €
Doubletten. – Teils papierbedingt etwas gebräunt, gering bestoßen, recht gut.

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Lot 1092 Bauhaus – Brandt, Marianne
Dessauer Glasstilleben 1928. Original-Photographie. Neuabzug für die Galerie am Sachsenplatz nach dem Original-Negativ. Montiert. Leipzig, um 1983.
Schätzpreis 240 €
Abzug 38 x 25,5 cm. Verso Original-Etikett der Galerie, mit Stempelsignatur von M. Brandt und Signatur des Herausgebers. – Träger gering gewellt, nur minimale Schichtschäden.

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Lot 1093 Bauhaus – Breuer, Marcel
Esstisch B 10. Stahlrohr, vernickelt. Holz, furniert, lasiert. Um 1932. 80 x 80 x 75 cm. [#]
Schätzpreis 1500 €
Alte Ausführung, eventuell noch von Lorenz. – Provenienz: Nachlass eines Berliner Design-Händlers. – Rohr teils korrodiert, Furnier teils gerissen und mit Wasserspuren, noch ordentlich.

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Lot 1094 Bauhaus – Breuer, Marcel (nach)
Beistelltisch. Aluminium-Rohr. Holz, schwarz gefasst. Verschraubt. Um 1940. 37 x 47 x 51 cm. [#]
Schätzpreis 450 €
Gestaltet nach dem Breuer-Entwurf. Etwas spätere Produktion, die Verwendung von Alurohr legt Kriegszeiten nahe. – Provenienz: Nachlass eines Berliner Design-Händlers. – Bereibungen, Kratzer, Fassung beschädigt, sonst ordentlich.

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Lot 1095 Bauhaus – Breuer, Marcel (nach)
Beistelltisch. Stahlrohr. Vernickelt. Holz, furniert, lasiert. Verschraubt. Um 1932. 55 x 44 x 65 cm. [#]
Schätzpreis 500 €
Gestaltet nach dem Breuer-Entwurf. Zeitgenössische Produktion. – Provenienz: Nachlass eines Berliner Design-Händlers. – Bereibungen, Kratzer, Rohr mit Korrosionsspuren, Furnier gewellt, rissig und wasserfleckig, sonst ordentlich.

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Lot 1096 Bauhaus – Citroen, Paul
Sechs Karten bzw. Einladungen an ihn. Drucke und deutsche Handschriften. Berlin, Wien u.a., um 1917-1960. Unterschiedliche Formate und Papiere (Gebrauchsspuren).
Schätzpreis 360 €
Vorhanden sind eine handschriftliche Postkarte eines Kunststudenten Paul Spiegel (wohl der Maler und Tänzer Julius Hans Spiegel, 1891-1974), via Sturmbuchhandlung, recto mit einer Federzeichnung “Die russische Revolution”, verso mit Fragen nach Bücherverkäufen. Weiter dabei handschriftliche Postkarte aus Weimar, abgestempelt 14.5.(19)24, recto mit unsignierten kleinen Federzeichnungen. Recto und verso wird im Text auf das Bauhaus Bezug genommen, auf die Bauhaus-Kantine, die u.a. von Itten praktizierte Mazdaznan-Lehre, die Bauhaus-Kapelle, die Weberin Lis Deinhardt, Alma Buscher und Andreas Weininger (sic, gemeint ist Feininger). Gerichtet ist die Karte an den “Dadasohn Paul Citroen”, wer sie verfasst hat, ist nicht ersichtlich. Die anderen Stücke betreffen Einladungen an Citroen zu Dada-Ausstellungen um 1960, in an ihn adressierten Umschlägen. – Kleine Altersspuren, recht gut.

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Lot 1097 Bauhaus – Clauss, Erich
Der große und der kleine Klaus. Bildbaukasten. Mit zahlreichen farbigen Filzstückchen sowie dem Bildrahmen mit den zwei Maßstäben. In der farbig bedruckten Original-Schachtel. (Georgenthal, Schmidt & Co.), um 1930. Kasten: 28,5 x 22 x 5 cm (Falze teils angerissen und alt geklebt, Kasten angestaubt, gebräunt und fleckig). [#]
Schätzpreis 450 €
Sehr seltenes Legespiel, von Konstruktivismus und Bauhaus beeinflusst. Mit den in verschiedenen geometrischen Formen ausgestanzten Filzstücken (in rot, grün, braun und weiß) konnten farbige Ornamente und Bilder wie Rotkäppchen, Der große und der kleine Klaus, Ballspielender Clown, Kinderspielzimmer u.a. gelegt werden. Die Bauanleitung wurde auf die Innenseite des Deckels gedruckt. Vom Entwerfer Clauss, über dessen Leben man sonst nichts weiß, stammt noch ein weiteres sehr originelles Spiel bekannt, die “Raummühle” (s. unsere Auktion 10). Noch in den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg ist Clauss als Buchillustrator nachweisbar, sein Name ist aber zuvor weder in der Liste der Bauhaus-Studenten noch in der der Burg Giebichenstein verzeichnet, auch als Werbegraphiker ist er in der einschlägigen Literatur (etwa bei Wienkötter) nicht aufgeführt. Das Archiv der Firma Schmidt (heute: Steiner Spielwarenfabrik) brannte 1955 aus, sodass keinerlei alte Unterlagen mehr vorhanden sind. Eigentlich war die Firma vor allem für ihre Puppen bekannt, die beiden genannten Spiele gehörten zu den einzig bisher nachweisbaren Spielwaren der Firma jenseits der Puppen-Produktion. – Leider fehlt beim angebotenen Exemplar das Vorlagenheft I, das Clauss als Entwerfer nennt und auf dessen Rückseite weitere Kästen zur Erweiterung als in Vorbereitung befindlich erwähnt wurden. Erschienen sind diese Erweiterungen aber wohl nicht. Ebenfalls fehlt die hier im Innendeckel als Fig. III bezeichnete Aufstellvorrichtung aus vier zusammensteckbaren Karton-Stanzteilen. Angesichts der Seltenheit scheinen diese Fehler aber verschmerzbar. – Filzstücke nicht auf Vollständigkeit überprüft, die weißen Filzstücke meist etwas gebräunt, sonst der Filz aber frisch, Innendeckel etwas braunfleckig.

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Lot 1098 Bauhaus – Dexel, Walter
Mitteilungen der erziehungswissenschaftlichen Anstalt der Thüringischen Landesuniversität Jena. Jg. 1926, Heft 4. 23 S. 2 Bl. 25,2 x 18 cm. Original-Broschur Gestaltung von Walter Dexel (vorderer Deckel mit altem handschriftlichen Besitzeintrag, leicht gebräunt und angestaubt, Ecken schwach knickspurig, Kanten mit minimalen Läsuren).
Schätzpreis 240 €
Auf dem Hinterdeckel fälschlicherweise als Entwurf von Chr. Natter, Jena bezeichnet, in der Sammlung des Museum of Modern Art wird der Umschlagentwurf aber Walter Dexel zugeschrieben. – Titel gestempelt “Friedrich v. Zglinicki Presse- und Werbeleitung Theater der Stadt Eisleben”. – Der Schriftsteller und Illustrator Friedrich Pruß (Pruss) von Zglinicki (1895-1986) war auch als Presse- und Comiczeichner erfolgreich. – Papierbedingt leicht gebräunt, teils etwas eselsohrig.

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Lot 1099 Bauhaus – Dexel, Walter
Scheibe – viergeteilt – im Quadrat. Aquarell und Bleistift auf Papier. Rechts unten mit Nachlass-Stempel. Links unten betitelt und datiert. 1969. Blattgröße: 10,5 x 14,8 cm. Unter Passepartout montiert.
Schätzpreis 900 €
Schöne geometrische Entwurfszeichnung aus dem Nachlass. – Verso mit typographischen Text. – Links mit leichtem Lichtrand, sonst gut erhalten.

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Lot 1100 Bauhaus – Fahrenkamp, Emil
Der moderne Industrie-Bau. Band 1 (alles Erschienene): Eine Weberei-Anlage der Firma P. C. Neumann, G.m.b.H. in Zittau. Textliche Abhandlungen: Architekt Th. Huneke. Mit 26 photographischen Tafeln von W. Zeitz. Düsseldorf, Kolvenbach, ca. 1926. 6 Bl., 8 Bl. (Anzeigen). 29,5 x 22 cm. Bedruckte Original-Kartonage (leicht angerändert und berieben, Kapitale mit winzigen Fehlstellen). [*]
Schätzpreis 450 €
Selten, über KVK nur in einer kanadischen Architektur-Bibliothek nachweisbar. – Der Düsseldorfer Architekt Emil Fahrenkamp schuf den Industriebau in Zusammenarbeit mit den Zittauer Architekten Löwe und Wäntig. – Die Photographien zeigen zumeist Außenaufnahmen aus verschiedenen Perspektiven und im Detail. – Die Anlage galt als vorbildliches Beispiel der Bauhaus-Architektur. Nach 1990 wurde sie teilweise abgerissen, die erhaltenen Teile wurden zu einem Supermarkt umgebaut. Gutes Exemplar.

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Lot 1101 Bauhaus
Die Form. Zeitschrift für gestaltende Arbeit. Für den Deutschen Werkbund herausgegeben von W. Riezler u.a. Mit überaus zahlreichen Abbildungen. Annähernd vollständige Suite in 125 kompletten Einzelheften mit allen Umschlägen. Berlin, Reckendorf u.a., 1922-1935. Meist 30 x 21 cm. Illustrierte Original-Kartonagen (Rücken teilweise berieben bzw. mit kleinen Läsuren, teils etwas angestaubt, vereinzelt etwas fleckig).
Schätzpreis 10000 €
Annähernd vollständige Suite der legendären Design-Zeitschrift, mit drei Heften des sehr seltenen tatsächlichen ersten Jahrgangs 1922. In diesem Umfang kaum mehr zu erlangen. Die Zeitschrift war DAS Organ für den Deutschen Werkbund, mit Blicken auf die Avantgarde-Bewegungen anderer europäischer Länder. Praktisch alle Namen, die damals auf den Gebieten Architektur, Photographie, Typographie, Design etc. eine Rolle spielten, sind hier dokumentiert, nicht nur aus dem Werkbund-Umfeld, sondern auch aus den Wirkkreisen des Bauhaus, der Burg Giebichenstein, diverser Ausstellungen (Film und Foto Stuttgart 1929) etc. – Vorhanden sind: 1922, Hefte 1-3 (von 5); 1925/26, Hefte 1-7, 9, 10, 12 und 15 (von 15); 1927 vollständig in 12 Heften; 1928 vollständig in 15 (!) Heften; 1929, Hefte 1-3 und 5-24 (von 24); 1930, vollständig in 12 Heften; 1931 vollständig in 12 Heften; 1932 vollständig in 12 Heften; 1933 vollständig in 12 Heften; 1934/35 vollständig in 5 Heften. – Bei der Zählung ist zu beachten, dass sich unter den Heften diverse Doppelnummern finden. Bei den Jahrgängen 1930 und 1931 sind die originalen Einbanddecken separat dabei. In den Jahrgängen 1922 und 1933 sind beigelegt insgesamt 15 (von 16 ?) Nummern des Kunstblattes. – Es fehlen an den Einzelheften: 4 und 5/1922; 8, 11, 13 und 14/1925-26 sowie 4/1929. – Ein Heft mit Aktenlochung im weißen Rand, vereinzelt gering wasserspurig, teils etwas lichtrandig, Klammerung teils etwas korrodiert mit kleiner Papierverfärbung und Lockerung der Innenlagen, sonst insgesamt gut.

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Lot 1102 Bauhaus
Die Form. Zeitschrift für gestaltende Arbeit. Konvolut von 19 Heften (darunter drei Doppelnummern) der Jahre 1929 bis 1934. Mit sehr zahlreichen Abbildungen. Berlin, Reckendorf bzw. Wendt und Matthes, 1929-1934. 30 x 21 cm und 30,5 x 23 cm. Illustrierte Original-Kartonagen (etwas berieben und angestaubt, Klammerung selten etwas korrodiert, meist mit nur kleinen Läsuren und Flecken).
Schätzpreis 500 €
Vorhanden sind: 1929, Hefte 21 und 24; 1930, Hefte 2, 5, 7, 8, 9, 11/12, 13, 14, 16, 17, 19/20; 1931, Hefte 5, 6, 8, 10; 1934, Hefte 1 und 5/6. – Mit Text- und Bildbeiträgen von bzw. zu: Paul Renner, Th. van Doesburg, F. Kramer, O. Neurath, M. Breuer, O. Haesler, JJP Oud u.v.a. – Mit allen Umschlägen. Lose dabei das Register für 1929. – Innen sauber, insgesamt recht gut.

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Lot 1103 Bauhaus – Fuld, H. und Co
Fernsprechapparate. Vier Prospekte der Firma. Mit teils farbigen Abbildungen. Frankfurt und Wuppertal, um 1930. Unterschiedliche Formate. Original-Broschuren (teils gering berieben und knickspurig). [*]
Schätzpreis 240 €
Dokumentiert die Fernsprechapparate der Firma, neben früheren Modellen auch das des ‘Frankfurter Register’ (Schadewell/Breuer). Keine Überschneidung mit dem zweiten von uns hier angebotenen Konvolut. – Vorhanden sind: I. Der Fernsprecher im Privathaus. Ausstattung von Max Bittroff. 8 Bl. 20,5 x 21 cm. Brillant modernistisch gestaltet. – II. Fuld Selbsteinschaltaspparate. 4 Bl. 15 x 10,5 cm. – III. Fuld Rapidsucher. Doppelblatt. 21 x 21 cm. – Ein weiterer Prospekt. – Teils etwas knickspurig, insgesamt gut.

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Lot 1104 Bauhaus – Fuld, H. und Co
Vier Prospekte der Firma. Mit teils farbigen Abbildungen. Frankfurt und Wuppertal, um 1930. Unterschiedliche Formate. Original-Broschuren (teils gering berieben und knickspurig). [*]
Schätzpreis 240 €
Dokumentiert die Fernsprechapparate der Firma (neben früheren Modellen auch das des ‘Frankfurter Register’, (Entuwrf Schadewell/Breuer) sowie die Lichtrufanlagen von Fuld. Keine Überschneidung mit dem zweiten von uns hier angebotenen Konvolut. – Vorhanden sind: I. Wählt Fuld Simplex-Fernsprecher. Doppelblatt. 26 x 18,5 cm. – II. Fuld führt. Dreiteiliges Faltblatt. 28 x 22,5 cm. – III. Wählt Fuld. Dreiteiliges Faltblatt. 28 x 22,5 cm. – IV. Der lautlose Ruf. Doppeplblatt. 29,5 x 21 cm. – Teils etwas knickspurig, insgesamt recht gut.

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Lot 1105 Bauhaus – Greene-Mercier, Marie Zoe
Collage Thirteen. Geometrische Collage aus ausgeschnittenen Velinpapieren auf 4 Glasplatten in massivem Original-Holzrahmen. Rechts unten signiert. Rahmen verso mit Galerie-Etikett, dort betitelt und datiert. 1948. Rahmengröße: 33 x 33 cm.
Schätzpreis 2800 €
Eine von 20 sogenannten “Polyphane Collages”, die zwischen 1946 und ca. 1955 entstanden sind und erstmals komplett 1955 am Art Institute of Chicago ausgestellt wurden. – Die amerikanische Bildhauerin Marie Zoe Greene-Mercier (1911-2001) studierte studierte 1937 als eine der ersten am New Bauhaus Chicago bei Moholy-Nagy, Archipenko und György Kepes und wurde vor allem durch ihre abstrakten Metall-Skulpturen bekannt. – Sehr gut erhalten.

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Lot 1106 Bauhaus – Grohmann, Will
Wassily Kandinsky. Deutsche Fassung des Textes aus der Monographie im Verlag Cahier d’Art. Privatdruck durch die Kandinsky-Gesellschaft. Braunschweig, 1930. 21 S. 29 x 22 cm. Typographisch gestaltete Original-Broschur (knickspurig, etwas vergilbt und fleckig).
Schätzpreis 300 €
Seltener Privatdruck in moderner Gestaltung – vielleicht durch Kandinsky selber? – Etwas eselsohrig und vergilbt.

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Lot 1107 Bauhaus – Gropius, Walter
Das Denkmal für die Märzgefallenen in Weimar. Original-photographische Postkarte. Vintage. Silbergelatine. Weimar, Spieler, um 1922. [#]
Schätzpreis 300 €
Das blitzartige Betondenkmal wurde im Februar 1936 zerstört und nach 1945 verändert wiederaufgebaut. Hier eine kongeniale Perspektive: das Denkmal mit Rasenbank, um den bürgerlichen Kunstgenuss zu ermöglichen. Die Karte ist als Abbildung 35 in der Monographie von Winkler/van Bergeijk reproduziert. – Gering ausgesilbert, gut.

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Lot 1108 Bauhaus – Gropius, Walter
Internationale Architektur. Mit zahlreichen Abbildungen. Zweite veränderte Auflage. Typographie und Einband L. Moholy-Nagy. Mit einem Vorwort von Gropius zur zweiten Auflage. München, Langen, 1927. 111 S. 23,5 x 18,2 cm. Original-Leinenband (Kanten gering nachgedunkelt, Rücken etwas stärker nachgedunkelt, nur gering fleckig).
Schätzpreis 300 €
Bauhausbücher 1 – Am Ende ein Blatt Verlagsanzeigen mit Hinweis auf die in Vorbereitung befindlichen Bände 11 und 12. – Innen sauber, insgesamt gutes Exemplar.

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Lot 1109 Bauhaus – Hirschfeld-Mack, Ludwig
Reflektorische Farbenspiele. Programmzettel zur Film-Matinee der Volksbühne EV am Sonntag, den 25. Mai. Doppelblatt. Berlin, Druck bei Maurer und Dimmick, 1924. 22 x 14,3 cm (gebräunt, etwas knitterig, links im Rand Aktenlochung ohne Textverlust).
Schätzpreis 360 €
Die erste öffentlche Aufführung der Farbenspiele (außerhalb des Bauhauses), zusammen mit Akten aus Stummfilmen (Polikuschka, Der müde Tod, Scherben u.a.). Es nahmen an der Aufführung teil: Alma Buscher, Erich Consemüller und Fr. W. Bogler vom Bauhaus und Karl Israelski als Pianist. – Angesichts der Seltenheit gut. – Beigegeben: zwei Werbezettel für Bauhaus-Tapeten, 1933-1939.

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Lot 1110 Bauhaus – Hölderlin, Friedrich
Gesammelte Werke. Herausgegeben von Alexander Benzion. Weimar, Utopia, 1923. 21 x 12,5 cm. Aus violettem Wildleder und weißem geglättetem Maroquin montierte Original-Ganzlederbände nach Entwurf von Anni Wottitz und Franz Singer (gering bestoßen und berieben, etwas fleckig). [*]
Schätzpreis 900 €
Eins von nur 1000 Exemplaren der Ausgabe, hier römisch VII nummeriert und mit eingedrucktem Namen von Erwin Hein versehen. – Sicher wurden nur wenige Exemplare in Leder gebunden (die römisch nummerierten?), nachweisbar sind dabei unterschiedliche Ausführungen: während der gestalterische Grundgedanke (streifenförmige Struktur über ein Drittel der Deckel und den Rücken gehend) beibehalten wurde, wechselten Art und Farbe des Leders. Die Ausführungsvariante hier ist sicher eine der aufwendigeren. – Singer war jahrelang Itten-Schüler, Wottitz lernte am Bauhaus Buchbinderei und besaß später eine eigene Werkstatt. Der Utopia-Verlag verlegte u.a. Itten und Schlemmer. Zur Person von Hein konnten wir nichts eruieren. – Papierbedingt gebräunt und fleckig, sonst recht gut.

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Lot 1111 Bauhaus
Kandem Schreibtischlampe. Stahl, lackiert. Elektrifiziert. Um 1930. 44 cm hoch. [#]
Schätzpreis 240 €
Originale, alte Ausführung. Elektrifizierung teils fehlend bzw. erneuert. – Berieben, kleine Korrosionsspuren, Funktionsfähigkeit nicht überprüft.

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Lot 1112 Bauhaus – Kandinsky, Wassily
Punkt und Linie zu Fläche. Beitrag zur Analyse der malerischen Elemente. Typographie Herbert Bayer. Mit 1 Vierfarbdruck, 102 Figuren im Text und 25 Tafeln. München, A. Langen, 1926. 190 S., 2 Bl. 23 x 18 cm. Illustrierte Original-Broschur (gebräunt und etwas nachgedunkelt, Gelenke angerissen, im Bereich der Kapitale mit kleinen Fehlstellen). [*]
Schätzpreis 450 €
Bauhausbücher 9 – Erste Ausgabe der wichtigen theoretischen Schrift Kandinskys. – “Die organische Fortsetzung meines Buches ‘Über das Geistige in der Kunst’. Die Systematisierung meiner theoretischen Gedanken und der praktischen Erfahrung” (Kandinsky). – Papierbedingt leicht gebräunt, vereinzelt leicht knickspurig, insgesamt doch gutes Exemplar.

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Lot 1113 Bauhaus – Köster, Arthur
Bauhausgebäude in Dessau. Photolithographie nach der Original-Photographie. Paris, Fernand Nathan, um 1928. 8,5 x 13,5 cm. Ungelaufen. [#]
Schätzpreis 240 €
Nathan hatte das Motiv mehrfach in der Reihe “Architectures de cartes postales” herausgegeben, teils war der Name der Reihe recto am unteren Bildrand eingedruckt, teils – wie hier – nicht. Der Zusammenhang zur Reihe ergibt sich aus der verso eingedruckten Nummer 464. – Druck auf gelblichem, leichtem Karton. – Minimal bestoßen und angestaubt, gut.

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Lot 1114 Bauhaus – Moholy-Nagy, Laszló
Als wir noch Millionäre waren … Blätter der Piscator-Bühne Heft 7. Mit einer Umschlagmontage und Textabbildungen. Redaktion Felix Gasbarra. Ausstattung L. Moholy-Nagy. Berlin, Druck bei Bukwa, 1929. 8 Bl. 20,5 x 14,5 cm. Illustrierte Original-Broschur (im linken Rand Aktenlochung mit kleinen Bild- und Textverlusten).
Schätzpreis 300 €
Dietzel-Hügel 2439 – Der Hinweis auf Moholy findet sich merkwürdigerweise innen auf dem vorletzten Blatt am Rand. Das Heft wirbt für Mehrings “Kaufmann von Berlin”. Regie auf der Bühne hatte Piscator, die Filmregie Moholy, der auch für die Gesamtausstattung verantwortlich war. Musik stammte von Hanns Eisler. Es spielten u.a. Ernst Busch und Lotte Loebinger (Ehefrau von Herbert Wehner). – Papierbedingt etwas gebräunt, recht gut.

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Lot 1115 Bauhaus – Moholy-Nagy, Laszló
Malerei – Fotografie – Film. Mit zahlreichen, teils ganzseitigen Photoabbildungen. München, Langen, 1925. 133 S. 23 x 18 cm. Original-Karton mit illustriertem Original-Umschlag (dieser am Innendeckel montiert, oberes Kapital mit Bezugsfehlstelle, mit kleinen Randläsuren und Randfehlstellen, Gelenke etwas berieben). [*]
Schätzpreis 2800 €
Bauhausbücher 8. – Erste Ausgabe dieses Pionierbuches der Photoliteratur (Bollinger). – Wingler 563, 8 – Heidtmann 5507 – Fleischmann 22 – Bolliger VI, 54. – Mit zahlreichen kommentierten Photos vom Verfasser, von Man Ray und Renger-Patzsch, die einen Querschnitt durch das Medium Film und Photographie darstellen. Beachtlich auch der theoretische Teil. – Der Schutzumschlag zeigt das erste nichtcollagierte Typophoto Moholy-Nagys, welches er eigens für dieses Bauhausbuch anfertigte. – Vorderer fliegender Vorsatz mit Bemerkungen zum Werk in Bleistift, obere Ecke durchgehend mit Stauchspur, teils gering gebräunt, insgesamt gutes Exemplar.

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Lot 1116 Bauhaus – Moholy-Nagy, Laszló
Malerei – Fotografie – Film. Mit zahlreichen, teils ganzseitigen Photoabbildungen. München, Langen, 1925. 133 S. 23 x 18 cm. Original-Broschur (Schutzumschlag fehlt, bestoßen, gebräunt). [*]
Schätzpreis 600 €
Bauhausbücher 8. – Das Exemplar von Umbo, anfangs mit seinem Studiostempel und dem Stempel der Europa Press Photo. – Erste Ausgabe dieses Pionierbuches der Photoliteratur (Bollinger). – Mit zahlreichen Photos vom Verfasser, von Man Ray und Renger-Patzsch u.v.a. (aber nicht von Umbo). – Etwas eselsohrig und fingerfleckig, sonst ordentlich.

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Lot 1117 Bauhaus – Moholy-Nagy, Laszló
Staatliches Bauhaus Weimar 1919-1923. Subskriptions-Prospekt. Weimar, Bauhaus, 1923. Doppelblatt. 25 x 25 cm.
Schätzpreis 600 €
Seltener Prospekt zur ersten großen Eigenpublikation, anlässlich des fünfjährigen Bestehens. – Fleischmann S. 81f. – Slg.-Katalog Bauhaus 198. – Angerändert, kleine Randeinrisse, vertikal gefaltet, insgesamt noch ordentlich.

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Lot 1118 Bauhaus – Moholy-Nagy, Laszló
Zhivopis ili fotografija. (Malerei oder Photographie). Mit zahlreichen, teils ganzseitigen Photoabbildungen. Moskau, Ogonjok, 1929. 87 S. 23 x 18 cm. Original-Broschur (nachgedunkelt und angestaubt, Rücken geklebt und mit Fehlstellen). [*]
Schätzpreis 450 €
Erste russische Ausgabe auf der Grundlage des Bauhaus-Buches Nr. 8 (Malerei. Fotografie. Film) – Autopsie I, S. 170 (mit Abbildung). – Die russische Ausgabe ist ohne Umschlag erschienen und im Umfang kleiner, da auf den Teil zum Film verzichtet wurde. Mit zahlreichen kommentierten Photographien vom Verfasser, von Man Ray und Renger-Patzsch, die einen Querschnitt durch das Medium Photographie darstellen. – Etwas gebräunt, gelegentlich etwas eselsohrig, Schnitt mit kleinem Kaffeefleck, insgesamt aber noch recht gut.
First Russian edition, based on Bauhaus-Buch No. 8. – With numerous illustrations. Orig. printed wrappers (stained, some repair to back, browned and dog-eared, good).
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Lot 1119 Bauhaus
die neue linie. Jahr 1931, daraus acht Einzelhefte. Leipzig, Beyer, 1931. 36 x 26 cm. Farbig illustrierte Original-Broschuren (fünf Hefte etwas beschnitten mit neu überklebten Rücken, etwas bestoßen und beschabt, sonst die Rücken mit nur kleinen Fehlstellen, bei einem Heft Deckel lose, Deckel mit nur kleinen Randläsuren). [*]
Schätzpreis 600 €
Vorhanden sind die Hefte Januar bis April 1931 sowie September bis Dezember 1931. Mit allen Deckelillustrationen: Herbert Bayer (2), L. Moholy-Nagy (1), O. Arpke (4), G. Teltscher (1). Mit Wort- und Bildbeiträgen zu den Themen Reisen, Mode, Architektur, Design, Photographie etc. – Vollständig. – Heft Januar mit durchgehendem Riss im rechten Rand, den Heften April und Oktober fehlen je ein Blatt, innen sonst ganz überwiegend gut erhalten.

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Lot 1120 Bauhaus
die neue linie. Jahr 1932 komplett in 12 Einzelheften. Leipzig, Beyer, 1932. 36 x 26 cm. Farbig illustrierte Original-Broschuren (etwas bestoßen und beschabt, Rücken mit kleinen Fehlstellen, Deckel teils lose und gelegentlich mit meist nur kleinen Fehlstellen). [*]
Schätzpreis 1200 €
Komplettes Jahr der legendären Zeitschrift, mit allen Deckelillustrationen in unbeschnittenen Einzelheften. Die Illustrationen stammen von: Herbert Bayer (4) ,L. Moholy-Nagy (2), O. Arpke (2), W. Bürger, H. v. Hoerner, W. Schickerk und R. Baumann (je 1). Mit Wort- und Bildbeiträgen zu den Themen Reisen, Mode, Architektur, Design, Photographie etc. – Nur ganz vereinzelt kleine Ausschnitte, bei April fehlt der Rückdeckel, dieses Heft teils etwas wasserwellig, sonst vollständig und innen ganz überwiegend gut erhalten.

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Lot 1121 Bauhaus
die neue linie. Jahr 1933 komplett in 12 Einzelheften. Leipzig, Beyer, 1933. 36 x 26 cm. Farbig illustrierte Original-Broschuren (etwas bestoßen und beschabt, Rücken mit kleinen Fehlstellen, Deckel mit nur kleinen Randläsuren). [*]
Schätzpreis 1200 €
Komplettes Jahr der legendären Zeitschrift, mit allen Deckelillustrationen in unbeschnittenen Einzelheften. Die Illustrationen stammen von: Herbert Bayer (3), L. Moholy-Nagy (2), O. Arpke (2), H. v. Hoerner, Gülick-Grimm, Bergmann, Hauri und o.A. (je 1). Mit Wort- und Bildbeiträgen zu den Themen Reisen, Mode, Architektur, Design, Photographie etc. – Vollständig und innen ganz überwiegend gut erhalten.

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Lot 1122 Bauhaus
Offset. Buch und Werbekunst. Bauhaus-Heft. Jahrgang 1926, Heft 7. Mit ca. 75 Abbildungen und vielen, teils farbigen Tafeln. Leipzig, 1926. 2 Bl., S. 353-432, 10 Bl. 30,8 x 23 cm. Farbig illustrierte Original-Broschur (unteres Kapital geklebt, Deckel mit kleiner Randläsur, etwas angestaubt).
Schätzpreis 450 €
Seltene Original-Ausgabe des informativen Sonderheftes über das Bauhaus. Gesamte Gestaltung des Heftes von Joost Schmidt. – Enthält u.a.: Lehrplan des Bauhauses, ferner Texte von Walter Gropius, Marcel Breuer, Oskar Schlemmer, Gunta Stölzl, Laszlo Moholy-Nagy, Josef Albers, Theodor Kurth, Max Knopff, Fritz Schröder. Eingebunden auch “Moholy-Nagy: Bücherprospekt” mit den “im Verlag Albert Langen München erschienenen Bauhausbüchern. Schriftleitung Walter Gropius und L. Moholy-Nagy” (2 Blatt). – Die ersten 3 Blatt mit kleiner Randläsur, sonst sehr gutes Exemplar.

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Lot 1123 Bauhaus – Oud, J.J.P
Drei Photos zum Werk des Künstlers. Original-Photographien. Vintages. Silbergelatine. Um 1928-30.
Schätzpreis 360 €
Formate: 11 x 8 cm bis 12,5 x 19,5 cm. Zeigt zwei Ansichten des Oud-Baues in Hoek van Holland (2e Scheepvaartstraat, das Haus existiert noch), das dritte Motiv zeigt einen gepolsterten Stahlrohr-Stuhl. Die Bilder vom Stuhl und das großformatige Architekturphoto verso mit alten Bleistiftmarginalien, der Schrift nach von Adolf Behne, die dritte Aufnahme unbezeichnet. – Gering gewellt, kaum Schichtschäden, wenig fleckig, gut.

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Lot 1124 Bauhaus – Pap, Gyula
Metallschalen. Original-Photographie. Neuabzug für die Galerie am Sachsenplatz nach dem Original-Negativ von 1928. Montiert. Leipzig, um 1983.
Schätzpreis 240 €
Abzug 38 x 28 cm. Verso Original-Etikett der Galerie, von Pap wohl noch eigenhändig signiert. – Träger gering gewellt, nur minimale Schichtschäden.

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Lot 1125 Bauhaus – Rietveld, Gerrit
Red and Blue Chair. Replik. Holz. Gesteckt, verleimt, verschraubt. Cassina, um 1995. 70 x 60 x 89 cm. [#]
Schätzpreis 750 €
Adäquater Nachbau des Stuhls. Unterseite mit Etikett bzw. Stempelmarke von Cassina. – Teils etwas kratzspurig, einige Kanten mit Bestoßungen, stabil, insgesamt ordentlich

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Lot 1126 Bauhaus – Röhl, Karl Peter
Ohne Titel (Zweifarbige konstruktivistische Federzeichnung auf leichtem Karton). Monogrammiert. Undatiert (1922). 10,5 x 14 cm. Leicht unter Passepartout montiert.
Schätzpreis 1200 €
Das Blatt weist große Ähnlichkeit mit anderen Arbeiten Röhls aus diesem Jahr auf, es dürfte deshalb auch von 1922 sein. – Minimal bestoßen und fleckig, dezent gebräunt, gut.

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Lot 1127 Bauhaus – Scharoun, Hans
Klapptisch. Holz und Schichtplatte, lasiert. Metall, verschraubt. Berlin, um 1940. 83 x 83 x 73 cm. [#]
Schätzpreis 750 €
Unter der Platte handschriftlich “Hans Scharoun” bezeichnet. Raffiniert konstruierter Tisch, wohl als Spieltisch gedacht. Er kann flach zusammengeklappt und verstaut werden, an jeder Ecke kann ein schmales Brettchen zum Abstellen herausgezogen werden. – Provenienz: Nachlass eines Berliner Design-Händlers. – Etwas kratzspurig, Beschläge teils gelockert, Platte evtl. erneuert, ordentlich.

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Lot 1128 Bauhaus – Schlemmer, Oskar
Aus der Bücherei von Tut und Oskar Schlemmer. Exlibris. Original-Linolschnitt auf gelblichem Bütten. Um 1931. Bildgröße: 11,9 x 9,9 cm. Blattgröße: 12,4 x 10,4 cm. Unter Passepartout montiert.
Schätzpreis 450 €
Kat. Staatsgalerie Stuttgart, 1997, Nr. 535. – Das Exlibris zeigt Schlemmers Frau lesend. – Seltener Handabzug von Oskar Schlemmer. – Im Oberrand auf Papier montiert, sonst gutes Exemplar.

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Lot 1129 Bauhaus
Staatliche Bauhochschule Weimar. Metallwerkstatt. Sieben einseitig bedruckte Blatt aus dem Katalog der Werkstatt. Weimar, um 1928. 29,5 x 21 cm (originale Aktenlochung ohne Bild- oder Textverlust). [*]
Schätzpreis 360 €
Jeweils mit Angabe von Entwerfer, Größe, Ausführung etc. Dokumentiert die Lampen von R. Winkelmayer und W. Wagenfeld. Dabei Photokopie der Preisliste. Ausweislich der Preisliste ist der Katalog über die Lampen so vollständig, es fehlt lediglich ein Blatt mit Abbildungen der Teeschalen. – Minimal gebräunt, und knickspurig, gut.

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Lot 1130 Bauhaus – Torkler, Thomas
Ludwig Mies van der Rohe. Bronzeguss, patiniert, auf Eisenplatte montiert. Signiert und datiert rechts an der Seite, betitelt links. 2013. Maße: 35 x 23,5 x 27 cm. Höhe mit Sockel: 38,5 cm.
Schätzpreis 4500 €
Die im Auftrag des Mies van der Rohe-Hauses Aachen e.V entstandene Porträtbüste wurde im Gießerei-Institut der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen nach dem Gipsmodell des Künstler in nur drei Exemplaren hergestellt. – Der Aachener Bildhauer Thomas Torkler war dort nach seinem Architekturstudium als wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Plastik und im Bildhaueratelier der RWTH Aachen bei Prof. Elmar Hillebrand tätig. Seither widmet er sich neben seiner umfassenden Lehrtätigkeit an verschiedenen Hochschulen (Trier, Aachen) vor allem der Innenraumgestaltung einer Vielzahl umfangreicher Kirchenprojekte (Katholische Schloss- und Pfarrkirche St.Maria in Köthen, Erzbischöfliches Priesterseminar in Paderborn u.a.). – Provenienz: Sammlung Ernst Cremer, Aachen. – Tadellos.

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Lot 1131 Bauhaus
Vier private Aufnahmen der Weissenhofsiedlung. Original-Photographien. Vintages. Silbergelatine. Montiert. Stuttgart, um 1932. [#]
Schätzpreis 240 €
Format: 8,5 x 5,5 cm. Unter einem Bild zeitgenössische handschriftliche Legende zum Motiv. In einem privaten Reisealbum der Zeit. Die anderen Aufnahmen sind meist privater Natur, enthalten aber auch Bilder zur Fliegerei (Ballon, Segelflug) u.a. – Teils gering gewellt, recht gut.

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Lot 1132 Bauhaus
Zwölf Ansichten der Weissenhofsiedlung. Original-Photographien. Vintages. Silbergelatine. Stuttgart, Wedekind, 1927. [#]
Schätzpreis 600 €
Format: 9 x 14 cm. Die Aufnahmen alle von Lossen und Co. Drei der Karten gelaufen, die anderen ungelaufen. Zeigt Teilansichten der Siedlung und einzelne Häuser. – Nur gering bestoßen, insgesamt gut.

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Lot 1133 Baumeister, Willi – Shakespeare, William
The Tempest. Mit 29 montierten Abbildungen nach Zeichnungen von Willi Baumeister. Stuttgart und Calw, Gerd Hatje, 1946/47. 85 S., 1 Bl. 40 x 28 cm. Illustrierter Original-Halbleinenband mit Rückentitel und illustrierten Vorsätzen (etwas angestaubt und berieben, Ecken minimal bestoßen).
Schätzpreis 240 €
Erste Ausgabe mit diesen Illustrationen. – Eins von 400 (GA 500) Exemplaren, hier im Kolophon weder signiert noch nummeriert. – Spielmann 116 – Tiessen 2. – Vortitel mit eigenhändiger Widmung an “Lieber Jules Bissier” signiert “Herzlichst Willi” und datiert “XI.1948”. – Die beiden Künstler hatten sich bereits vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Frankfurt kennengelernt, wo Baumeister als Professor am Städel lehrte. Baumeister hatte Julius Bissier damals seine Sammlung mit Werken von Pablo Picasso, Georges Braque, Paul Klee, Fernand Léger und anderen Künstlern der abstrakten Malerei vorgestellt. – Papierbedingt leicht gebräunt.

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Lot 1134 Bayros, Franz – Studer, Heinrich
Die Geburt der Venus. Mit farbigem Frontispiz von Franz Bayros. Leipzig, Amalthea, 1918. 61 S., 1 Bl. Original-Halblederband mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel nach einem Entwurf von Kurt Szafranski, Berlin (etwas fleckig und berieben). [*]
Schätzpreis 240 €
Eins von 120 Exemplaren der Vorzugsausgabe, auf der Rückseite des Titelblatts vom Verfasser handschriftlich nummeriert sowie von Verfasser und Künstler signiert. – Hayn-Gotendorf IX, 565 – Brettschneider 85. – Vorsatz mit eigenhändiger Widmung für “Hr. Dir. Giller in angenehmer Erinnerung langjähriger Zusammenarbeit, signiert und datiert “Wien, 1.V.1934”. – Exemplar aus dem Besitz von Max Giller mit seinem Exlibris auf dem Innendeckel. – Druck bei Drugulin, Leipzig. – Innen schönes Exemplar.

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Lot 1135 Behmer, Marcus
1001 Nacht. Aus der von Felix Paul Greve besorgten vollständigen Ausgabe ausgewählt und in vier Bänden herausgegeben von Paul Ernst. Mit Buchschmuck und Einbandgestaltung von Marcus Behmer. Leipzig, Insel, 1911. Dekorative Original-Lederbände mit reicher Rückenvergoldung (Kanten etwas berieben). [*]
Schätzpreis 450 €
Erste Ausgabe. – Sarkowski 1720. – Doppeltitel, Initiale und Einbandgestaltung mit üppiger Rückenvergoldung von Marcus Behmer. – Titel in den unteren weißen Rändern mit Behmers Bibliotheksstempel und handschriftlicher Bibliothekssignatur. – Schönes Exemplar.

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Lot 1136 Behmer, Marcus – Dante Alighieri
Das neue Leben. Aus dem Italienischen neu übertragen von Karl Federn, gefolgt von einer Abhandlung über Beatrice und Erläuterungen. Mit Holzschnitt-Doppeltitel von Marcus Behmer. Berlin, Euphorion, 1921. 168 S., 1 Bl. 26 x 16,5 cm. Brauner blindgeprägter Original-Schweinslederband (signiert: “Euphorion Einband – Hübel & Denck, Leipzig”) mit goldgeprägtem Rückenschild und blindgeprägtem Deckeltitel (etwas berieben).
Schätzpreis 300 €
Eins von 100 nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe auf van Gelder Bütten. – Horodisch (Imprimatur) 10 sowie Tafel II und Seite 109 (Einband und Doppeltitel). – Zweiseitig unbeschnitten. – Untere Ecke teilweise mit Knickspur, Vorsätze und die unbeschnittenen Seitenränder etwas gebräunt.

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Lot 1137 Belling, Rudolf
Skulpturen. Mit 19 Abbildungen auf 18 Tafelseiten. Potsdam, Gustav Kiepenheuer, 1924. 24 S. 29 x 23 cm. Typographisch gestalteter Original-Karton (Vorderdeckel im oberen und unteren Falzbereich mit ergänzter Fehlstelle, rechter Rand dort mit restaurierten kleinen Randläsuren, Hinterdeckel mit Bleistiftzeichnung und mit Kaffeeflecken, etwas angestaubt und fleckig).
Schätzpreis 450 €
Erste Ausgbe. – Mit einem Text von Paul Westheim mit einer graphischen Darstellung. – Mit Abbildungen von frühen Skulpturen, Plastiken und Innenräumen. – Rudolf Belling (1886-1972) zählt zu den wichtigsten deutschen Bildhauern der Klassischen Moderne. – Klammerung gerostet, rechter Rand teils etwas wellig, die letzten Seiten mit glasrunder Feuchtspur in der unteren Ecke.

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Lot 1138 Benn, Gottfried
Frühe Lyrik und Dramen. Wiesbaden, Limes, 1952. 160 S. 19 x 12 cm. Original-Leinenband mit goldgeprägtem Rückentitel und Titelvignette (Rücken etwas geblichen).
Schätzpreis 600 €
Erste Ausgabe. – Wilpert/Gühring II, 40. – Vorsatz mit eigenhändiger Widmung Benns an “Herrn Hans Päschke als Weihnachtsgruss: Zu reiner privaten Lektüre. Bitte nicht mit nach Hause nehmen. Keiner Dame zeigen, überhaupt keinem honetten Menschen, da ich sonst völlig unten durch bin. – Dafür den Schwur, mich jetzt mit Palinurus zu beschäftigen! Herzlich Gottfried Benn”, datiert “Berlin XII/52”. – Hans Paeschke (1911-1991) hatte 1949 als Mitherausgeber des “Merkur” Benns “Comeback” nach dem Krieg ermöglicht, indem er Beiträge von und über den in der Literaturszene umstrittenen Dichter in der literarischen Monatsschrift platzierte. Den erwähnten, 1952 bei Suhrkamp erschienenen “Palinurus. Das Grab ohne Frieden” von Cyrill Connolly hatte Paeschke Benn im Sommer 1952 zukommen lassen, woraufhin Benn eine Besprechung des Bandes plante (vgl. Briefwechsel mit dem Merkur 1948-1956, 2004, S. 72, 75 und 80). – Papierbedingt minimal gebräunt.

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Lot 1139 Benn, Gottfried
Die Stimme hinter dem Vorhang. Wiesbaden, Limes, 1955. 48 S. 20 x 13,3 cm. Original-Kartonage mit verklebtem Original-Umschlag (dieser leicht fleckig und mit kleineren Randläsuren).
Schätzpreis 240 €
Titel mit eigenhändiger Widmung von Ilse Benn: “… Beginnt den Tag mit Sonne: Man setzt sich auf die Bank. Alt – schon, aber erst sollen die anderen sterben, es sind noch viele da.’ S. 40. Für Hans Paeschke immer in Bemühung für seine MERkur Compostionen 25 Jahre lang. Herzlich Ilse Benn”, datiert “Zum 3. März 79. i. München”. – Zweite Auflage des 1952 erschienenen Bandes, “Gewidmet meiner Frau, eine Generation jünger als ich, die mit zarter und kluger Hand die Stunden und die Schritt und in den Vasen die Astern ordnet”. – Seine wesentlich jüngere dritte Ehefrau Ilse hatte Benn 1946 geheiratet und obwohl er in seinen letzten Lebensjahren eine Beziehung mit der noch jüngeren Journalistin Ursula Ziebarth führte, blieb die “liebste süsse Ilse” (Abschiedsbrief, in: Briefwechsel mit dem Merkur 1948-1956, 2004, S. 233) dem Dichter bis weit über seinen Tod hinaus verbunden. So fungierte sie u.a. als Herausgeberin der Werkausgabe Benns. – Hans Paeschke (1911-1991) hatte 1949 als Mitherausgeber des “Merkur” Benns “Comeback” nach dem Krieg ermöglicht, indem er Beiträge von und über den in der Literaturszene umstrittenen Dichter in der literarischen Monatsschrift platzierte. – Mit einer Anstreichung der in der Widmung zitierten Textstelle auf S. 14, papierbedingt leicht gebräunt.

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Lot 1140 Berend-Corinth, Charlotte
Max Pallenberg. Lithographien. Mit 9 Original-Farblithographien von Charlotte Berend-Corinth. Berlin, Oesterheld, 1918. 1 Bl. Inhaltsverzeichnis. 52 x 39 cm. Lose Blatt in Original-Halbleinenmappe mit farblithographischer Deckelillustration von Charlotte Berend-Corinth (Vorderdeckel mit Schabspur, etwas gebräunt und fleckig).
Schätzpreis 300 €
Nicht bei Hadamowsky. – Mit prachtvollen Ausdrucksstudien zu den berühmtesten Rollen des großen Charakterkomikers. Enthält “Rappelkönig”, “Schluck”, “Rentier Krüger”, “Argan”, “Ergaste”, “Der Mann”, “Joh. Nep. Zawandiel”, “Mendelaus” und “Max Pallenberg”. – Inhaltsverzeichnis im linken Rand etwas beschnitten und etwas knitterig, Tafeln leicht vergilbt und teils leicht randknickspurig.

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Lot 1141 Bernhard, Thomas
Ein Fest für Boris. Frankfurt, Suhrkamp, 1970. 106 S., 5 Bl. 17,7 x 10,8 cm. Rote Original-Broschur (Kanten minimal berieben).
Schätzpreis 360 €
Vortitel mit Bernhards eigenhändiger Widmung: “Moidele Bickel Für die Einkleidung der verkrüppelten Verkannten (VerBannten) vom Schöpfer selbst: Th. B. am 17. (durchgestrichen) 16.X.70”. – Moidele Bickel (1937-2016) hatte die Kostüme für die berühmte Inszenierung des eigentlich für die Salzburger Festspiele gedachten “Anti-Jedermann” von Claus Peymann, die am 29.06.1970 am Hamburger Schauspielhaus uraufgeführt wurde, entworfen. Bickel, “die mit unfehlbar sicherem Blick für die soziale und historische Triftigkeit von Moden den Schauspielern hilft, Figur oder gar (was hier allerdings weniger gefordert war) Charakter zu machen” (H. Rischbieter in der FAZ vom 3.7.1970), sollte in den folgenden Jahren weitere Bernhard-Uraufführungen von Peymann in Salzburg und Wien “einkleiden”. – Sehr gut erhalten.

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Lot 1142 Beuys, Joseph
Zwei eigenhändige signierte Postkarten an Dieter Schnebel. Um 1969. Gelaufen. Eine Karte auf der Rückseite, eine auf der Vorderseite dreifach von Beuys mit Stempeln versehen. Minimal knickspurig.
Schätzpreis 300 €
Beide Karten mit dem Motiv “serie 1: köln nr. 15 joseph beuys”: I. Beuys bedankt sich für die “herzlichen Grüße” Schnebels die er auch erwidert. – II. Beuys bedankt sich für die Zusendung von Schnebels “wunderbarem” neuen Buch “Mo-No” und hofft sich darin in den nächsten Tagen vertiefen zu können, aber er sei “Im Augenblick noch etwas in Hetze zwischen Kopenhagen und Darmstadt”. – Schrift teils leicht verwischt.

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Lot 1143 Beuys, Joseph u.a
24 Stunden. Happening am 5. Juni 1965 von 0-24 Uhr in der Galerie Parnass Wuppertal,Moltkestraße 67. Mit zahlreichen Abbildungen, zwei Leporellos und einem einliegenden Mehlsäckchen. Itzehoe, Hansen & Hansen, 1965. Unpaginiert. 10,5 x 7,5 cm. Rote Original-Broschur mit Rücken- und Deckeltitel (hinterer Deckel mit minimaler Knickspur in der unteren Ecke).
Schätzpreis 450 €
Archiv Sohm, Nr. 197 (mit Abbildung). – Original-Dokumentation zu dem legendären Happening europäischer Intermedia-Künstler, zu denen neben Joseph Beuys auch Bazon Brock, Charlotte Moorman, Nam Jun Paik, Eckart Rahn, Tomas Schmit und Wolf Vostell gehörten. – Während der Aktion trat Nam June Paik erstmals mit seinem “Robot K 567” in Europa auf. – Das Mehlsäckchen bezieht sich auf Wolf Vostells “20 erinnerungen an meine 24 STUNDEN in wuppertal”, die mit der Aufforderung “beschäftigen sie sich 24 stunden mit mehl” enden. Das Säckchen liegt in einer durch etwa 200 Blatt (etwa die Hälfte des gesamten Büchleins) reichende Ausstanzung. – Mit Texten der beteiligten Künstler und von Rolf Jährling, die Photos stammen von Ute Klophaus. – Tadellos.

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Lot 1144 Bicknell, Leslie und Derek Humphries
Thirteen potential poems. The incomplete works. Mit zahlreichen teils montierten Illustrationen. London(?), Oblivion Boys Press, 1986. Jeweils 4 Bl. 27 x 21 cm (Schuber) und 21 x 15 cm (Hefte). 13 illustrierte Original-Broschuren und ein “colophon booklet” in einer Mappe im Original-Holzschuber mit zahlreichen montierten gestempelten Zetteln (Mappe etwas knickspurig). [*]
Schätzpreis 300 €
Eins von 13 nummerierten und von beiden Künstlern signierten Exemplaren. – Jedes Heft enthält eine handgeschnittene Gummistempel-Illustration auf zwei Blättern Transparentpapier und zwei Blätter mit einem Gedicht, teils mit montierten Illustrationen. – Gut erhalten.

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Lot 1145 Birnbaum, Uriel
Das Buch Jona. Mit 17 Original-Lithographien von U. Birnbaum. Wien, Rikola, 1921. 5 Bl. 43,5 x 31 cm. Schlichte Original-Broschur (obere Ecke des Vorderdeckels mit Ausriss, mit kleinen Randläsuren bzw. -einrissen).
Schätzpreis 240 €
Eins von 300 nummerierten Exemplaren, im Druckvermerk vom Künstler und von J. Zimpel, dem Schreiber des Textes, signiert. – Vollmer I, 218. – Breitrandiger Druck von U. Berger. – Besitzvermerk auf Titel, obere Ecke teils mit Knickspur, leicht gebräunt und knitterig.

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Lot 1146 Birnbaum, Uriel
Die Uhr. Eine Gedichtfolge. Wien, Verlag der Juwelen und Uhrenzeitung 1929. 12 nn. Bl. 26 x 21 cm. Original-Kartonage mit Kordelbindung. [*]
Schätzpreis 240 €
Mit sechs Gedichten zum Thema Uhr und Zeit. – Auftragsarbeit des österreichischen Malers und Dichters Uriel Birnbaum (1894-1956), der 1918 auf der Frühjahrsausstellung der Wiener Sezession 21 Zeichnungen zeigen konnte. – Titel mit handschriftlicher Widmung Birnbaums vom 23. Juni 1931 an den Wiener Schriftsteller und Gründer der Richard-Schaukal-Gesellschaft, Alois Essigmann (1878-1937).

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Lot 1147 Blass, Ernst
Die Strassen komme ich entlang geweht. Heidelberg, Weissbach, 1912. 1 Bl., 71 S., 1 Bl. 23,5 x 15 cm. Privater grüner Seideneinband (lichtspurig, teils etwas angeschlissen).
Schätzpreis 600 €
Erste Ausgabe des Erstlings. – Raabe/H. 31.1 (ohne Hinweis auf eine VA) – Nummer 24 einer sicher nur sehr kleinen, so aber nicht bezeichneten Vorzugsausgabe auf Bütten, anfangs mit eigenhändiger Nummerierung und Namenszug des Autors. – Breitrandig. – Teils etwas unsauber aufgeschnitten mit Randfehlstellen, sonst innen gut.

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Lot 1148 Bonfils, Robert – Chalupt, René
Divertissements de princesses qui s’ennuient. Mit farbig illustriertem Titel und 7 pochoirkolorierten Tafeln von Robert Bonfils. Paris, Lutetia, 1918. 4 Bl. 31,5 x 34,5 cm. Lose Blatt in schwarzer Original-Pappflügelmappe mit montierter pochoirkolorierter Deckelillustration und Original-Schließbändchen aus Metallgewebe mit aufwendiger Quaste (etwas kratzspurig, Kanten teils stärker berieben, mit kleineren Bezugsfehlstellen, Ecken bestoßen). [*]
Schätzpreis 1200 €
Seltene erste Ausgabe. – Eins von 120 (GA 136) nummerierten Exemplaren auf “papier des manufactures impériales de Tokio”. – Die farbige Deckelillustration nach einer Zeichnung von Bonfils wird auf dem vorderen Innendeckel in Schwarzweiß wiederholt, zusammen mit einem Zitat von Stéphane Mallarmé “… Princesse, nommez-nous berger de vos sourires.” – Die sieben Tafeln in leuchtendem Kolorit präsentieren die ganze Spanne weiblicher Vergnügungen: “la promenade, le sport, les parfums et les tons, le bain, la danse et les sons, les parures, le flirt”. – Der französische Illustrator Robert Étienne Bonfils (1886-1972), der vor allem für seine Modetafeln in der “Gazette du bon ton” und “Modes et manières d’aujourd’hui” bekannt war und darüber hinaus auch Bühnenbilder und Textilien entwarf, gehört zu den herausragenden Vertretern des französischen Art déco. – Papierbedingt minimal gebräunt, die Tafeln in sehr gutem Zustand.
First edition. – One of 120 (total 136) numbered copies. – With illustr. title and 7 pochoir col. plates. Loose sheets in orig. cardboard chemise with mounted pochoir col. cover illustration, metal tie with tassel (edges rubbed, some scratch-marks, corners bumped). – Minor browning due to paper.
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Lot 1149 Brecht, Bertolt
Svendborger Gedichte. London, Malik, 1939. 87 S. 21,9 x 15,8 cm. Original-Kartonage mit Original-Bauchbinde (diese etwas angestaubt und fleckig, eine Falz kurz eingerissen, die Falze am Rücken mit hinterlegtem Riss, Kartonage an den Kapitalen minimal eingerissen, unten geklebt, leicht angestaubt und fleckig, Kanten etwas bestoßen und mit kleineren Läsuren und kurzen Einrissen).
Schätzpreis 3600 €
Erste Ausgabe. – Nubel A.112 – Hermann 21 – Gittig 305 – Deutsches Exilarchiv 674. – Eins von 100 nummerierten Exemplaren mit der Signatur von “Bertolt Brecht” und dem von ihm handschriftlich hinzugefügten Namen des Empfängers “Christian ?”. – Laut Druckvermerk handelt es sich um einen “Vordruck” aus den Gesammelten Werken IV, die nicht mehr erschienen. Gedruckt wurden die “Svendborger Gedichte” in Dänemark, wo Brecht seit 1933 mit seiner Familie lebte. Herausgegeben “unter dem Patronat der Diderot-Gesellschaft und der American Guild for German Cultural Freedom”, enthält der Band Gedichte aus der “Kriegsfibel” mit dem “Einheitsfrontlied” und “An die Nachgeborenen”. – Mit der praktisch immer fehlenden Bauchbinde: “Geflüchtet unter das dänische Strohdach, Freunde / Verfolge ich euren Kampf …” – Im Druckvermerk mit der eigenhändigen Widmung von Wieland Herzfelde, der nicht ganz wahrheitsgemäß notiert “Aus meinem Besitz: Dieses einzige von Brecht signierte Exemplar Nr. 5 für meine treueste Malik-Kennerin Elisabeth Trepte”, datiert und signiert “Berlin, den 8.VIII. 1981 Wieland Herzfelde”. – Elisabeth Trepte (1920-2001) arbeitete seit 1965 für den Gründer und Leiter des Malik-Verlags. Sie war in seinen letzten Lebensjahren seine wichtigste Bezugsperson und stand ihm bis zu seinem Lebensende 1988 zur Seite. 1996 gab sie eine Sammlung von Anekdoten nach Erzählungen des Verlegers heraus (“Zum Klagen hatt’ ich nie Talent”). – Unbeschnittenes Exemplar, Vortitel mit kleinem Besitzstempel von Trepte, Innengelenke angeplatzt, sonst gutes Exemplar.

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Lot 1150 Breker, Arno – Peyrefitte, Roger
Hommage an Arno Breker. Mit 6 Original-Lithographien von A. Breker. Paris, Marco, 1980. 29 S., 1 Bl. 34,5 x 26 cm. Lose Bogen in bedruckter Original-Broschur.
Schätzpreis 240 €
Eins von 300 (GA 450) nummerierten Exemplaren. – Herausgegeben von Volker G. Probst. – Aus dem Französischen von C. Seibel. – Tadelloses Exemplar.

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Lot 1151 Bremer Presse – Hölderlin, Friedrich
Hymnen. München, Bremer Presse, 1924. 70 S., 1 Bl. 28,2 x 19,5 cm. Pergamentband der Zeit signiert: “Frieda Thiersch” mit goldgeprägtem Rückentitel, goldgeprägten Deckelfileten und Kopfgoldschnitt (Vorderdeckel aufgebogen, etwas fleckig).
Schätzpreis 300 €
Eins von 200 nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Büttenpapier. – Lehnacker 63 – nicht mehr bei Rodenberg. – Herausgegeben von Friedrich Seebaß. – Vorsätze etwas gebräunt.

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Lot 1152 Bremer Presse
Walther von der Vogelweide. Gedichte. Herausgegeben von Carl von Kraus. München, Bremer Presse, 1931. 158 S., 1 Bl. 29 x 20 cm. Neuer Lederband mit goldgeprägtem Rückenschild, blindgeprägten Deckelvignetten und Kopfgoldschnitt im Pappschuber (Schuber etwas berieben). [*]
Schätzpreis 750 €
Eins von 205 nummerierten Exemplaren. – Lehnacker 35. – Dieser Ausgabe liegt im Wesentlichen die Lachmannsche Ausgabe von 1923 zu Grunde. – Tadellos.

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Lot 1153 Brinkmann, Rolf Dieter
Standphotos. Mit 4 signierten zweiteiligen Original-Farbätzungen von Karolus Lodenkämper. Duisburg, G. Hildebrandt, 1969. 40 x 27 cm. Original-Karton mit weißem Folienumschlag im Original-Pappschuber (dieser etwas lädiert).
Schätzpreis 1200 €
Hundertdruck VI – Eins von 100 nummerierten Exemplaren, im Druckvermerk vom Verfasser signiert. – Spindler 157, 6. – Aufwendiger Druck auf matt-transparenten Kunststoff-Folien. – Schönes Exemplar.

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Lot 1154 Brjussoff, Valerius
Die Republik des Südkreuzes. Novellen. Mit Einbandillustration und Buchschmuck von Otto zu Gutenegg. München, Hans von Weber, 1908. 107 S., 1 Bl. 24 x 16,5 cm. Dunkelblauer Original-Kalbslederband mit goldgeprägter Rücken- und Deckelvergoldung und großer goldgeprägter Illustration auf dem vorderen Deckel im Original-Schuber mit Deckelschild (minimal berieben, Schuberkanten mit Läsuren).
Schätzpreis 300 €
Erste deutsche Ausgabe. – Eins von 50 nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Van Gelder-Bütten im Ganzledereinband. – Hayn-Gotendorf I, 472 – KNLL III, 189f.: “Die ‘Republik des Südkreuzes’ wird von Brjusov als das utopische Modell eines zivilatorisch hochgezüchteten, totalitären Wohlfahrtsstaates in der Antarktis dargestellt. … Infolge (einer) epidemisch um sich greifenden Krankheit nehmen die Zustände in der Sternenstadt chaotische Formen an, bis schließlich eine allgemeine Massenflucht einsetzt. … Mit Vergewaltigung, Mord, Raub, Menschenfresserei und Totschlag richtet sich das Volk in einem letzten Bacchanal der Grausamkeiten und sexuellen Exzesse selbst zugrunde.” – Enthält auch die Novellen: “Die Schwestern”, “Im unterirdischen Kerker”, “Die letzten Märtyrer”, “Jetzt aber, wo ich erwacht bin”, “Im Spiegel” und “Das Köpfchen aus Marmor”. – Schönes Exemplar, dekorativ gebunden,

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Lot 1155 Broodthaers, Marcel
Sammlung von 5 Ausstellungskatalogen (darunter eine Doublette). Verschiedene Orte, 1972-1978. Original-Broschuren.
Schätzpreis 300 €
Die Sammlung beinhaltet: I. No photographs allowed. Museum of Modern Art Oxford. 12 Bl. 15 x 21 cm. – Umschlag etwas fleckig und ca. 4 cm eingerissen, Rücken leicht eingerissen. – II. Der Adler vom Oligozän bis heute. Eine experimentelle Ausstellung seines Musée d’Art Moderne, De´partement des aigles, section des figures. 2 Bände. Städtische Kunsthalle Düsseldorf, 16.Mai-9.Juli 1972. 64 S.; 64 S. – Umschlag 2. Band leicht fleckig. – III. Marcel Broodthaers 1924-1976. 9 novembre – 9 decembre 1978. Brüssel, Galerie Isy Brachot. 16 Bl. – Zwei Exemplare. – Umschläge leicht braunfleckig. – IV. Marcel Broodthaers. Editionen 1964-1975. München, Galerie Heiner Friedrich, 1978. 22 Bl. – Alle Kataloge mit zahlreichen, teils farbigen Abbildungen.

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Lot 1156 Brunelleschi, Umberto
Contes du temps jadis. Mit 20 montierten Farbtafeln und Buchschmuck nach U. Brunelleschi. Paris, L’Edition D’Art, 1912. 122 S., 3 Bl. 31 x 23 cm. Dekorativer blauer Halbmaroquinband mit reicher Goldprägung und farbig intarsierten floralen Elementen auf dem Rücken sowie Kopfgoldschnitt, Original-Broschur in Gold- und Blaudruck eingebunden (minimal berieben, eine Lederintarsie partiell minimal gelöst und mit winziger Fehlstelle).
Schätzpreis 300 €
Erste Ausgabe. – Monod 3120. – Aufwendig gestaltete Märchensammlung mit “La Belle Aux Cheveux D’Or”, “L’Oiseau Bleu”, “Gracieuse et Percinet”, “L’Adroite Princesse” und “Le Prince Cheri”. – Die schönen Illustrationen stammen von Umberto Brunelleschi (1879-1949), der u.a. für das “Journal des Dames et des Modes”, die “Gazette du Bon Ton” und “Les Feuillets d’Art” sowie als Kostümbildner für die “Folies Bergères” und Josephine Baker tätig war. – Teils papierbedingt etwas gebräunt, sonst tadellos.

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Lot 1157 Bulgarische Avantgarde
Zwei Schriften bzw. Kleinschriften zur bulgarischen modernistischen Typographie. Unterschiedliche Formate und Einbände (Gebrauchsspuren).
Schätzpreis 300 €
Vorhanden sind u.a.: I. Cilingirov, S. T’j mi se stori. Razkasi. (So schien es mir. Erzählungen). Sofiâ, Cipev, 1929. Umschlag von Boris Lulcev. – II. Hakanova, A. Postni vegetarianski âstiâ. (Vegetarische Fastenspeisen). Sofiâ, Vestnik na zenata, o.J. – Papierbedingt teils etwas gebräunt, sonst recht gut.

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Lot 1158 Burg, Paul
Leben und Lieben des Herzogs Carl August von Weimar. Nach den Quellen dargestellt. Mit 33 Tafeln auf Kunstdruck und vielen bisher ungedruckten Briefen aus dem Hohenzollern-Archiv. Weimar, Panses Verlag, 1928. X S., 1 Bl., 316 S. 23 x 14,5 cm. Grüner Original-Ganzlederband (signiert: “O. Dorfner-Weimar”) mit goldgeprägtem Rückentitel, Rückenvergoldung, goldgeprägter Deckelillustration, goldgeprägten Deckel-, Steh- und Innenkantenfileten sowie Kopfgoldschnitt (Rücken minimal verblasst).
Schätzpreis 240 €
Nr. “I” von XXV römisch nummerierten, vom Verfasser signierten und von Otto Dorfner in Ganzleder gebundenen Exemplaren der Vorzugsausgabe. – Tadellos.

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Lot 1159 Capek, Karel
R.U.R. Rossums Universal Robots. Prag, Plamja, 1924. XV, 219 S., 2 Bl. 17,5 x 12,5 cm. Illustrierte Original-Broschur (etwas bestoßen und nachgedunkelt, kleine Randläsuren). [*]
Schätzpreis 300 €
Der Einbandentwurf evtl. von Josef Capek. Dem 1920 geschriebenen Stück entstammt das Wort “Roboter”. – Etwas gebräunt, teils unaufgeschnitten, kleine Randläsuren.

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Lot 1160 Cassirer, Bruno
Vom Beruf des Verlegers. Eine Festschrift zum sechzigsten Geburtstag von Bruno Cassirer. 12. Dezember 1932. Mit zahlreichen Abbildungen. Berlin, Privatdruck gewidmet von Mitarbeitern und Freunden, 1932. 119 S. 23 x 15,5 cm. Illustrierte Original-Kartonage (angerändert und knickspurig).
Schätzpreis 240 €
Seltener Privatdruck. – Innendeckel mit dem Exlibris von Charlie Mills, der für Bruno Cassirer als Traberfahrer und -züchter arbeitete. – Texte von Walter Bauer, Ernst Cassirer, A. Döblin, S. Fischer, Marie-Luise Kaschnitz, G. Kiepenheuer, Ernst Rowohlt, Max Tau u.v.a. – Illustrationen von Karl Walser, Max Liebermann, R. Großmann, George Groß (!), A. Kubin u.a. – Teilweise etwas gebräunt, zwei Blatt lose, Block etwas gelockert.

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Lot 1161 Castillo, Jorge
Pornographisme. Zehn Original-Radierungen und 4 Gedichte. Mit 10 signierten und nummerierten Original-Aquatintaradierungen. Stuttgart, Manus-Presse, 1972. 6 nn. 44 x 38 cm. Lose in einer Original-Leinenmappe mit montierter Kupferplatte (etwas fleckig und leicht kratzspurig).
Schätzpreis 360 €
Eins von 96 nummerierten Exemplaren. – Surrealistisch inspirierte Kompositionen des berühmten spanischen Künstlers. – Alle Radierungen tadellos.

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Lot 1162 Celan, Paul
Atemkristall. Mit 8 blattgroßen Original-Radierungen von Gisèle Celan-Lestrange. Paris, Brunidor, 1965. 20 unpaginierte Doppelblätter. 33,5 x 26,5 cm. Lose in Original-Umschlag mit Deckeltitel, in Original-Leinendecke mit Rückentitel und Original-Leinenschuber (dieser minimal lichtrandig und mit einer schwachen Stauchung am Rand). [*]
Schätzpreis 2400 €
Erste Ausgabe. – Eins von 70 (GA 85) nummerierten Exemplaren. – Von Autor und Künstlerin im Druckvermerk signiert. – Auf Vélin de Rives gedruckt. – Druck des Textes bei Fequet et Baudier, die acht Kupfer wurden auf der Handpresse von Lacourière et Frélaut abgezogen. – Sehr gutes Exemplar.

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Lot 1163 Celan, Paul
Atemwende. Frankfurt am Main, Suhrkamp, 1967. 103 S., 4 Bl. 20,9 x 13 cm. Original-Leinenband mit goldgeprägtem Rückentitel mit Original-Schutzumschlag (dieser mit drei kurzen Randeinrissen und etwas gegilbt, Ecken leicht bestoßen). [*]
Schätzpreis 900 €
Erste Ausgabe von Celans sechstem, dem ersten im Suhrkamp Verlag erschienenen, Gedichtband. – GW II 50. – Mit eigenhändiger Widmung “Für Tilo Müller-Medek, mit herzlichem Dank für seinen Brief und allen guten Wünschen”, signiert und datiert “Paul Celan Paris, am 6. Oktober 1967” auf dem Vortitel. – Der Band enthält 80 Gedichte, die in den Jahren 1963 bis 1965 entstanden sind. Die Gedichte des ersten der insgesamt fünf Zyklen waren bereits 1965 unter dem Titel “Atemkristall” in einer bibliophilen Ausgabe bei Brunidor, Paris erschienen. – Widmungsexemplar für den Komponisten Tilo Medek (1940-2006), der 1967 mit einem Chorwerk nach Celans “Todesfuge” einen Kompositionswettbewerb in den Niederlanden gewann. Als dem in der DDR lebenden Künstler die Reise zur Uraufführung verweigert wurde, riet die Parteileitung ihm, Celans ikonische Textzeile in “Der Tod ist ein Meister aus Westdeutschland” zu ändern. – Wohl von der Hand des unbequemen Künstlers stammt eine Bleistiftanmerkung in “Frihed” (S. 73) sowie zwei Ankreuzungen im Inhaltsverzeichnis. – Papierbedingt minimal gebräunt.

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Lot 1164 Celan, Paul
Edgar Jené. Der Traum vom Traume. Mit 30 Abbildungen und einer Vorbemerkung von Otto Basil. Mit 8 (2 kolorierten) Original-Lithographien von Edgar Jené sowie 18 Tafeln und 4 Textabbildungen. Wien, Agathon, 1948. 12 S., 2 Bl. 23,5 x 16,5 cm. Original-Kartonage mit roter Original-Bauchbinde (diese an einer Seite eingerissen und etwas geblichen, Broschur leicht angestaubt und schwach lichtrandig). [*]
Schätzpreis 300 €
Erste Ausgabe der ersten selbständigen Veröffentlichung Paul Celans. – Eins von 700 nummerierten Exemplaren. – Wilpert/Gühring II, 237/4. – Die acht Original-Lithographien von Edgar Jené auf bräunlichem Papier, davon zwei (Der Panther & Der Eilschneck) von ihm eigenhändig koloriert. Jenés Graphik “Todesfuge” wurde auch in Celans im selben Jahr bei Sexl erschienen Gedichtband “Der Sand aus den Urnen” verwendet. Celan ließ die gesamte Auflage jedoch u.a. wegen der unauthorisierten Hinzufügung von Jenés Lithographien vernichten. – Gutes Exemplar mit der seltenen Bauchbinde mit Kommentaren von André Breton und Paul Westheim.

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Lot 1165 Celan, Paul
Eigenhändiger Brief an den Kieler Buchhändler Eckart Cordes. Deutsche Handschrift auf Papier. Signiert und datiert. Paris, 27.3.1968. 1 Bl. 27 x 21 cm. Leicht knittrig, am rechten Rand mit hellem Braunfleck.
Schätzpreis 600 €
Brief an Cordes, der Celan zu einer Lesung nach Kiel in seine Buchhandlung eingeladen hatte, zur Klärung des Termins sowie des Honorars: “Bitte bestimmen Sie einen Tag zwischen dem 27. und 30. Juni. Und lassen Sie mich bitte auch wissen, mit welchem Honorar ich neben der Vergütung der Reise- und Aufenthaltskosten rechnen darf.” Die Lesung fand nicht statt, da Celan kränkelte. – Dabei: Telegramm von Celan an die Buchhandlung Cordes. 12.6.1969. Recto und verso mit Datumsstempeln. 15 x 21 cm. Gelocht und leicht gebräunt. – In dem aus Paris abgesendeten Telegramm kündigt der Autor an: “Eintreffe neunundzwanzigsten Rueckreise ersten herzlich Celan”. Auch diese Lesung fand nicht statt. – Cordes organisiert seit 1961 regelmäßig Lesungen von bedeutenden zeitgenössischen Autoren. Er konnte u.a. Adorno, Hochhut, Lenz, Walser, Canetti, Lessing aber auch internationale Größen wie Irving, Ustinov oder Laxness u.v.m. nach Kiel locken. Für seine Verdienste um die moderne Literatur wurde er u.a. mit dem Bundesverdienstkreuz und dem Kulturpreis der Stadt Kiel ausgezeichnet.

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Lot 1166 Celan, Paul
Eigenhändiger Brief. Deutsche Handschrift auf Papier. Signiert und datiert. Paris, 1.2.1959. 27 x 21 cm. Linker Rand gelocht, Faltspuren. [#]
Schätzpreis 1000 €
Beidseitig beschriebener Brief von Paul Celan an den Übersetzer Viktor von Marnitz, der ihn zu einer Lesung nach Marburg eingeladen hatte. – Gut erhalten.

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Lot 1167 Celan, Paul
Gedichte. Eine Auswahl. Frankfurt am Main, Fischer, 1959. 78 S., 1 Bl. 18,5 x 11,2 cm. Original-Broschur (Kanten etwas berieben, Ecken minimal bestoßen, leicht knickspurig). [*]
Schätzpreis 750 €
Erste Ausgabe dieser Sammlung in der Reihe “S. Fischer Schulausgaben, Texte moderner Autoren”. – Heuline 1-5 (verzeichnet erst 1962 eine Ausgabe). – Mit eigenhändiger Widmung “Für Margarete Susman, mit den herzlichsten Grüßen und Wünschen”, signiert und datiert “Paul Celan Paris, 28.X.63” auf dem Titel. – Die Sammlung enthält Gedichte aus Celans ersten Lyrikbänden “Mohn und Gedächtis” und “Von Schwelle zu Schwelle”. – Widmungsexemplar für die jüdische Philosophin und Lyrikerin Margarete Susman (1872-1966). Celan war 1963 nach Zürich gereist, um die große Vordenkerin der “jüdischen Renaissance im frühen 20. Jahrhundert” – zu diesem Zeitpunkt beinahe blind und fast neunzig – kennenzulernen und stand in den folgenden Jahren in engem Briefkontakt mit ihr. So widmete er ihr u.a. die Gedichte “Vom grossen” und “Singbarer Rest”, die erstmals in der zu ihrem 90. Geburtstag erschienenen Jubiläumsschrift von 1964 veröffentlicht wurden (vgl. die Beiträge von Lydia Koelle im Celan-Jahrbuch 8, 2001/02). – Papierbedingt minimal gebräunt.

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Lot 1168 Celan, Paul
Gesammelte Werke in fünf Bänden. Sowie: Das Frühwerk. Und: Die Gedichte aus dem Nachlass. Zusammen 7 Bände. Herausgegeben von Beda Allemann und Stefan Reichert unter Mitwirkung von Rudolf Bücher (Bände 1-5). Frankfurt am Main, Suhrkamp, 1983 sowie 1989 und 1997. 20,6 x 12,8 cm. Schwarze Original-Maroquinbände mit goldgeprägten Rückenschildern. Bände 1-5 mit Original-Schutzumschlägen, zusammen im Original-Pappschuber; die Zusatzbände ohne Schutzumschlag, jeweils im Original-Pappschuber (Schuber minimal angestaubt). [*]
Schätzpreis 450 €
Erste Ausgabe der ersten Werkausgabe, hier in der seltenen, ungezählten Vorzugsausgabe in Ganzmaroquin. – Glenn B 26. – Die umfangreiche Werksammlung, die neben den Gedichten auch Prosa und Reden sowie in den Bänden IV und V die Übertragungen Celans, jeweils mit den Original-Texten, enthält. – Jeder Band mit einigen Faksimileseiten nach Handschriften Celans. – Der 1989 erschienene Band zum Frühwerk wurde von Barbara Wiedemann herausgegeben, der 1997 veröffentlichte Band mit den Gedichten aus dem Nachlass von Bertrand Badiou, Jean-Claude Rambach und Barbara Wiedemann. – Tadellos erhalten.

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Lot 1169 Celan, Paul
Mohn und Gedächtnis. Gedichte. Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt, 1952. 75 S., 2 Bl. 19 x 11,5 cm. Schwarzer Original-Leinenband mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel (leicht berieben, Ecken minimal bestoßen, Rücken etwas geblichen). [*]
Schätzpreis 900 €
Erste Ausgabe von Celans erstem, von ihm anerkannten Gedichtband. – Heuline 1-2. – Vortitel verso mit montierter eigenhändiger Widmung “Lieber Erich Fried, wir denken an Sie in Herzlichkeit, Paul Celan”. – Der erste, nach der 1948 in Wien erschienenen und vom Autor zurückgezogenen Gedichtsammlung, veröffentlichte Gedichtband enthält die Gedichtzyklen “Der Sand aus den Urnen”, “Gegenlicht” und “Halme der Nacht” sowie Celans berühmtesten Text “Todesfuge”. – Bedeutendes Widmungsexemplar für Erich Fried (1921-1988), der ebenso wie Paul Celan aufgrund seiner jüdischen Herkunft war in jungen Jahren seine Heimat Wien verlassen musste, während sein Vater und nächste Verwandte von den Nationalsozialisten ermordet wurden. Fried lebte seit seiner Emigration 1938 in London, wo ihn Celan einige Male besuchte und in seinem Haus Dichterlesungen im kleinen Kreis hielt. – Vereinzelte Bleistiftanstreichungen und -anmerkungen – wohl von der Hand Frieds – in der “Todesfuge” (S. 38), “Wer wie du” (S. 47), “Unstetes Herz” (S. 69) und “Wasser und Feuer” (s. 14/15) zeugen von der Auseinandersetzung der beiden bedeutendsten deutschen Lyriker der Nachkriegszeit. – Ohne den Original-Folienumschlag. Papierbedingt minimal gebräunt.

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Lot 1170 Celan, Paul
Mohn und Gedächtnis. Gedichte. Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt, 1952. 75 S., 2 Bl. 19 x 11,5 cm. Schwarzer Original-Leinenband mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel (Rücken etwas geblichen). [*]
Schätzpreis 750 €
Erste Ausgabe von Celans erstem, von ihm anerkannten Gedichtband. – Heuline 1-2. – Mit eigenhändiger Widmung an “Luise Rinser, in Ergebenheit”, signiert und datiert “Paul Celan Paris im Mai 1955”. – Der erste, nach der 1948 in Wien erschienenen und vom Autor zurückgezogenen Gedichtsammlung, veröffentlichte Gedichtband enthält die Gedichtzyklen “Der Sand aus den Urnen”, “Gegenlicht” und “Halme der Nacht” sowie Celans berühmtesten Text “Todesfuge”. – Widmungsexemplar für die Schriftstellerin Luise Rinser (1911-2002), die 1949, ebenso wie Celan 1952 bei seiner legendären Lesung der “Todesfuge”, bei der Gruppe 47 durchfiel. Beide Autoren publizierten zudem bei S. Fischer. – Sicher war Celan nicht bewusst, dass die Autorin, die sich in den Nachkriegsjahren gern als Widerstandskämpferin stilisierte, ihre anfängliche NS-Begeisterung und Mitgliedschaft in zahlreichen NS-Organisationen in den Nachkriegsjahren systematisch vertuschte. – Ein kleines Fragment des Original-Folienumschlags liegt lose bei, papierbedingt minimal gebräunt.

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Lot 1171 Celan, Paul
Mohn und Gedächtnis. Gedichte. Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt, 1952. 75 S., 2 Bl. 19 x 11,5 cm. Schwarzer Original-Leinenband mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel (minimal berieben und bestoßen, Rücken aufgehellt).
Schätzpreis 900 €
Erste Ausgabe von Celans erstem, von ihm anerkannten Gedichtband. – Heuline 1-2. – Mit eigenhändiger Widmung an “Frau Marie Luise Kaschnitz in Dankbarkeit und mit vielen herzlichen Wünschen Paul Celan. Paris, Januar 1953” auf dem Vorsatz. – Der erste, nach der 1948 in Wien erschienenen und vom Autor zurückgezogenen Gedichtsammlung, veröffentlichte Gedichtband enthält die Gedichtzyklen “Der Sand aus den Urnen”, “Gegenlicht” und “Halme der Nacht” sowie Celans berühmtesten Text “Todesfuge”. – Ohne den Original-Folienumschlag.

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Lot 1172 Celan, Paul
Mohn und Gedächtnis. Gedichte. Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt, 1952. 75 S., 2 Bl. 19 x 11,5 cm. Schwarzer Original-Leinenband mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel (minimal berieben und bestoßen, Rücken etwas geblichen). [*]
Schätzpreis 750 €
Erste Ausgabe von Celans erstem, von ihm anerkannten Gedichtband. – Heuline 1-2. – Mit eigenhändiger Widmung an “Dr. Jürgen Egeren (?), dankbar Paul Celan Stuttgart, der 9.4.1954”. – Der erste, nach der 1948 in Wien erschienenen und vom Autor zurückgezogenen Gedichtsammlung, veröffentlichte Gedichtband enthält die Gedichtzyklen “Der Sand aus den Urnen”, “Gegenlicht” und “Halme der Nacht” sowie Celans berühmtesten Text “Todesfuge”. – Das Exemplar ist wohl einem Mitarbeiter der Deutschen Verlags-Anstalt gewidmet. – Celan hielt sich ab dem 3.4.1954 in Stuttgart auf, wo er bei Hanne und Hermann Lenz wohnte; nach Lesungen in München, Stuttgart und Essingen fuhr er von dort am 9.4.1954 zurück nach Paris (vgl. Briefwechsel mit den rheinischen Freunden, 2011, I/33). – Ohne den Original-Folienumschlag, Exlibris auf dem vorderen Innendeckel, papierbedingt minimal gebräunt.

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Lot 1173 Celan, Paul
Die Niemandsrose. Gedichte. Frankfurt, Fischer, 1963. 94 S., 1 Bl. 21 x 13,5 cm. Original-Leinenband mit goldgeprägtem Rückentitel mit Original-Schutzumschlag (dieser fleckig und mit Randläsuren).
Schätzpreis 1000 €
Erste Ausgabe der Sammlung. – Mit eigenhändiger Widmung an “Marie Luise von Kaschnitz, in Erinnerung an Rogaumont, Frankfurt, im Dezember 1963 Paul Celan” auf dem Vortitel. – Mit fünf eigenhändigen Anmerkungen von Kaschnitz auf den Seiten 24, 27, 48, 58 und 61. Neben der Schlusszeile des Gedichts “Pallaktsch, Pallaktsch” der Vermerk “Wort des kranken Hölderlin, das für ihn sowohl ja und nein bedeutete”, auf Seite 27 neben der zweiten Titelzeile “Gesungen zu Paris Emprés Pontoise” mit dem Vermerk “Fr. Villons Geburtsort” u.a. – Vorsatz leicht fleckig.

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Lot 1174 Celan, Paul
Sammlung von 18 Erstausgaben seiner Dichtungen und Schriften. Stuttgart, Deutsche Verlagsanstalt, 1952-55, Frankfurt am Main, S. Fischer, 1959-63 / Suhrkamp, 1967-1997. 19 x 11,5 cm und meist 21 x 13,5 cm. Meist Original-Leinenbände mit Original-Schutzumschlägen (teils etwas angestaubt und berieben, vereinzelt mit Randläsuren). [*]
Schätzpreis 300 €
Erste Ausgaben. – Heuline 1-2 und 1-3, Wilpert/Gühring II, 8, 16, 24, 29, 36, 41, 48, 49, 56, 58, 59, 60, 63, 64, 68. – Vorhanden sind die ersten beiden, von Celan anerkannten Gedichtbände:I. Mohn und Gedächtnis. 1952. – Rücken etwas geblichen, ohne den Original-Folienumschlag. – II. Von Schwelle zu Schwelle. 1955. – Der auf den Innenklappen bedruckte Original-Folienumschlag mit kleineren Randfehlstellen- und -einrissen (ohne Textverlust). – III.-XVI. Sprachgitter; Der Meridian; Die Niemandsrose; Atemwende; Fadensonnen; Ausgewählte Gedichte (Nachwort B. Allemann); Ausgewählte Gedichte (Auswahl K. Reichert); Lichtzwang; Schneepart; Gedichte (2 Bde.); Schneepart. Faksimile: Zeitgehöft; Eingedunkelt; Gedichte 1938-1944. Faksimile und Transkription der Handschrift; Das Frühwerk; Gedichte aus dem Nachlass. – Dabei: Gedichte und Prosa. Doppelalbum. Frankfurt am Main, Suhrkamp, 1975. – Zwei Langspielplatten mit Aufnahmen diverser Rundfunkstationen von Lesungen Celans aus der Zeit zwischen 1954 und 1968. – Die Wandlung. 4. Jg., 3. Heft, 1949. – Enthält die vier ersten, in Deutschland veröffentlichten Gedichten Celans (Nachtstrahl, Corona, In Ägypten, Auf Reisen). – Sowie zwei weitere Bände. – Meist sehr guter Zustand.

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Lot 1175 Celan, Paul
Sammlung von 22 Erstausgaben seiner Übersetzungen. Unterschiedliche Verlage, 1949-76. Verschiedene Einbände und Formate, meist Original-Leinenbände mit Original-Schutzumschlägen (teils etwas angestaubt und berieben). [*]
Schätzpreis 300 €
Erste Ausgaben. – Wilpert/Gühring II/7, 10, 12, 13, 14, 15, 18, 19, 21, 22, 23, 27, 28, 31, 33, 35, 39, 47, 50, 51, 52 und 62. – Vorhanden sind: I. René Char. Poésies. Dichtungen. 2 Bände. Frankfurt am Main, S. Fischer, 1959-68. Original-Leinwandbände in Original-Schutzumschlägen und Original-Pappschubern. – II. Henri Michaux. Dichtungen. Schriften. 2 Bände. Frankfurt am Main, S. Fischer, 1968-71. Original-Leinwandbände in Original-Schutzumschlägen und Original-Pappschubern. – III. & IV. Georges Simenon. Maigret und die schrecklichen Kinder. Und: Hier irrt Maigret. Köln/Berlin, Kiepenheuer & Witsch, 1955. Farbig illustrierte Original-Kartonagen (ein Band mit stärkeren Läsuren). – V. Jean Daive. Décimale blanche. Weiße Dezimale. 2 Bände. Frankfurt am Main, Suhrkamp, 1976. Original-Kartonage im Original-Pappschuber. – VI.-XXII. Jean Cocteau. Der Golden Vorhang; E. M. Cioran. Lehre vom Zerfall; Pablo Picasso. Wort und Bekenntnis; Derselbe. Wie man Wünsche am Schwanz packt; Arthur Rimbaud. Das trunkene Schiff; Alexander Bock. Die Zwölf; Ossip Mandelstamm. Gedichte; Jean Bazaine. Notizen zur Malerei der Gegenwart; Jean Cayrol. Bereich einer Nacht; Sergej Jessenin. Gedichte; David Rokeah. Poesie; Drei russische Dichter; René Char. Hypnos und andere Dichtungen; William Shakespeare. Einundzwanzig Sonette; Jules Supervielle. Gedichte; André du Bouchet. Vakante Glut; Guiseppe Ungaretti. Das verheißene Land. – Dabei: Axel Gellhaus (Hg.). “Fremde Nähe”. Celan als Übersetzer. Eine Ausstellung des Deutschen Literaturarchivs. Marbach, Deutsche Schillergesellschaft, 1997. – Sowie vier weitere Bände. – Meist sehr guter Zustand.

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Lot 1176 Celan, Paul
Schwarzmaut. Mit 15 blattgroßen Original-Radierungen von Gisèle Celan-Lestrange. Vaduz, Brunidor, 1969. 20 unpaginierte Doppelblätter. 33,5 x 26,5 cm. Lose in Original-Umschlag mit Deckeltitel, in Original-Leinendecke mit Rückentitel und Original-Leinenschuber. [*]
Schätzpreis 3600 €
Erste Ausgabe. – Eins von 70 (GA 85) nummerierten Exemplaren. – Von Autor und Künstlerin im Druckvermerk signiert. – Auf Vélin de Rives gedruckt. – Druck des Textes bei Fequet et Baudier, die 15 Kupfer wurden auf der Handpresse von Lacourière et Frélaut abgezogen. – Umschlag mit drei schwachen Stockfleckchen, sehr gutes Exemplar.

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Lot 1177 Celan, Paul
Von Schwelle zu Schwelle. Gedichte. Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt, 1955. 65 S.,1 Bl. 19 x 11,5 cm. Schwarzer Original-Leinenband mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel (Rücken etwas geblichen). [*]
Schätzpreis 750 €
Erste Ausgabe von Celans zweitem Gedichtband. – Heuline 1-3. – Mit eigenhändiger Widmung an “Herrn Pablo Jacobi, mit herzlichem Dank für die ‘Miraggi Veneziani'”, signiert und datiert “Paul Celan Paris, August 1957” auf dem Vortitel. – Der zweite von ihm anerkannte Gedichtband enthält die ausschließlich in Paris verfassten Gedichte der drei großen Zyklen “Sieben Rosen später”, “Mit wechselndem Schlüssel” und “Inselhin”. – Widmungsexemplar für Pablo Jacobi, den Bruder des Dichters Hugo Jacobi (1882-1954), der den nach ihm benannten Literaturpreis für “junge, um Stil und Existenz ringende Dichter” stiftete. Offensichtlich bedankt sich Celan für ein Exemplar der erstmals 1951 erschienenen “Venezianischen Spiegelungen” von Hugo Jacobi, die ihm Pablo in der postum 1957 veröffentlichten italienischen Übersetzung zugesandt hatte. – Lose einliegend zwei Werbezettel der Deutschen Verlags-Anstalt. – Papierbedingt minimal gebräunt.

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Lot 1178 Celan, Paul
Sprachgitter. Frankfurt am Main, S. Fischer, 1959. 66 S., 1 Bl. 21 x 13,5 cm. Original-Leinenband mit goldgeprägtem Rückentitel mit Original-Schutzumschlag (dieser fleckig und mit Randläsuren).
Schätzpreis 900 €
Erste Ausgabe der Sammlung. – Mit eigenhändiger Widmung an “Marie Luise von Kaschnitz mit herzlichsten Grüßen ihr dankbarer Paul Celan. Paris, im April 1959” auf dem Vortitel. – Der Band enthält 33 Gedichte, darunter die häufig in Anthologien aufgenommenen “Tenebrae”, “Sprachgitter” und “Allerseelen”. – Vortitel leicht fleckig.

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Lot 1179 Celan, Paul
Sprachgitter. Frankfurt am Main, S. Fischer, 1966. 66 S., 1 Bl. 21,1 x 13,5 cm. Original-Leinenband mit goldgeprägtem Rückentitel mit Original-Schutzumschlag (dieser minimal angestaubt und gegilbt). [*]
Schätzpreis 240 €
1.-9 Tausend der erstmals 1959 veröffentlichten Sammlung. – Mit auf den Titel montierter, eigenhändiger Signatur Celans auf liniertem Papier. – Der Band enthält 33 Gedichte, darunter die häufig in Anthologien aufgenommenen “Tenebrae”, “Sprachgitter” und “Allerseelen”. – Schönes Exemplar.

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Lot 1180 Celan, Paul
Thirty-Two Poems by Paul Celan. Newly Translated by Michael Hamburger. Mit einer Original-Radierung von Gisèle Celan-Lestrange. Norwich, Embers Handpress, 1985. 39 S., 3 Bl. 26 x 16,5 cm. Original-Kartonage mit Rücken- und Deckeltitel. [*]
Schätzpreis 450 €
Erste Ausgabe dieser Übersetzung Michael Hamburgers von Gedichten Celans. – Eins von 100 nummerierten Exemplaren, im Druckvermerk vom Übersetzer und Gisèle Celan-Lestrange signiert. – Druck auf handgeschöpftem Barcham-Green. – Unbeschnitten. – Sehr gutes Exemplar. – Der jüdische, in Berlin geborene Lyriker und Essayist Michael Hamburger, der 1933 mit seiner Familie nach Großbritannien emigrieren konnte, wurde dort vor allem als Übersetzer von Hölderlin, Hoffmannsthal und Büchner, aber auch von Werken zeitgenössischer Dichter wie Nelly Sachs, Hans Magnus Enzensberger oder Günter Grass bekannt. Dabei: Hamburger, Michael. In Suffolk. Mit einer Radierung von Derek Southall als Frontispiz. Hereford, Five Seasons Press, 1982. Unpaginiert. Original-Leinenband mit Rücken- und Deckeltitel in Original-Leinenschuber. – Eins von 150 nummerierten Exemplaren, im Druckvermerk von Autor und Künstler signiert. – Sehr gutes Exemplar.

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Lot 1181 Celan, Paul
Agora. Mit drei Gedichten von Paul Celan. Bukarest, 1947. 275 S. 2 Bl. 25 x 18 cm. Original-Kartonage (etwas angestaubt und leicht fleckig, hinteres Gelenk eingerissen, vorderer und hinterer Deckel mit kurzen Einrissen – vorn überklebt – und kleineren Randläsuren). [*]
Schätzpreis 300 €
Eins von 1000 (GA 1026) nummerierten Exemplaren. – Enthält die Gedichte: “Das Gastmahl” (S. 69); “Das Geheimnis der Farne” (S. 70) und “Ein Wasserfarbenes Wild” (S. 71). – Zusammen mit einem weiteren, in der Zeitschrift “Contemporal” publizierten Gedicht, aus dem Jahr 1947, gehören die hier vorliegenden drei zu den ersten veröffentlichten Gedichten von Celan überhaupt, erschienen in der einzigen Nummer der fünfsprachigen rumänischen Zeitschrift “Agora”, die zum ersten Mal nach dem Krieg wieder deutsche Gedichte druckte. Herausgeber war der Schriftsteller Ion Caraion, der zu Celans Freunden in der Bukarester Zeit zählte und ihm hier sein deutschsprachiges Debüt ermöglichte. – Seit seinen ersten eigenständigen Veröffentlichungen benutzte Celan das rumänisierte Anagramm seines Namens (Ancel – Celan). – Neben Celans Gedichten enthält der Band u.a. Texte von André Breton, Henri Michaux, Eugenio Montale, Rainer Maria Rilke, Christian Morgenstern, Alexander Puschkin, Sergei Jessenin und A. Philippide, der auch das Vorwort zu Celans Lermonotow-Übersetzung verfasste. – Unbeschnitten, papierbedingt gebräunt. – Sehr selten.

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Lot 1182 Celan, Paul – Celan-Lestrange, Gisèle
Brunidor. Portfolio Numéro VI. Mit 6 signierten und nummerierten Original-Radierungen von Gisèle Celan-Lestrange. Paris, 1967. Gefalztes Doppelblatt mit Titel und einem Gedicht von Paul Celan. 43,4 x 34 cm. Lose in Original-Leinenflügelmappe mit goldgeprägtem Deckeltitel (diese leicht fingerfleckig). [*]
Schätzpreis 900 €
Eins von 40 Exemplaren, alle Radierungen signiert und nummeriert. – Schöne kräftige Drucke auf Arches. – Sehr gutes Exemplar.

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Lot 1183 Celan, Paul
L’Éphémère. Nr. 3 bis 14 (von 20). Paris, Éditions de la Fondation Maeght, September 1967 – Juli 1970. 22,5 x 17,5 cm. Unterschiedlich farbige Original-Kartonagen mit der Titelvignette nach Alberto Giacometti, 4 mit der Original-Bauchbinde (teils am Rücken etwas geblichen, ein Rücken mit kleinen Kleberückständen am unteren Kapital). [*]
Schätzpreis 360 €
Wilpert/Gühring² 45 (Nr. 7/1968-14/1970). – Die 12 Hefte der zwischen 1967 und 1972 in insgesamt 20 Nummern (in 19 Lieferungen) erschienenen Zeitschrift umfassen den gesamten Zeitraum, in dem Celan der Redaktion angehörte. – Die dreimal jährlich erscheinende Zeitschrift für Dichtung und Kunst wurde 1967 von Jacques Dupin, Gaëtan Picon, André du Bouchet, Yves Bonnefoy und Louis-René des Forêts gegründet und zeichnet sich durch die schöne Ausstattung mit ganzseitigen Illustrationen von Raoul Ubac, Giorgio Morandi, Antonin Artaud, Alberto Giacometti, Eduardo Chillida u.a. aus. – Nach dem Ausscheiden von Picon 1968 traten Michel Leiris und Paul Celan der Redaktion bei. – War Celan bereits in der ersten Nummer mit einem Gedicht (“Le Méridien”) vertreten, folgten in Nr. 4 die “Engführung” bzw. “Strette”, in Nr. 7 insgesamt neun “Poèmes” (darunter “Sprachgitter” und “Schneebett”), in Nr. 8 die “Flügelnacht” und in Nr. 13 die “Stimmen” in deutsch-französischem Paralleltext. Seine faksimilierte Handschrift mit dem Gedicht “Holzgesichtiger” in Nr. 14 wird von Illustrationen seiner Frau Gisèle Celan-Lestrange begleitet, gefolgt von den “Entretien dans la montagne”. – Dabei: Paul Celan. Strette. Poèmes suivis du Méridien et D’Entretien dans la Montagne. Paris, Mercure De France, 1971. Original-Kartonage. – Sehr gute Exemplare.

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Lot 1184 Celan, Paul – Lermontow, Michail Jurjewitsch
Un erou al timpului nostru. (Bukarest), Cartea Rusa, 1946. 178 (von 179) S., 1 (von 2) Bl. (Verlagsanzeige). 21,5 x 15 cm. Original-Kartonage mit Klammerheftung (etwas angestaubt und leicht fleckig, vorderer Deckel mit Spuren eines entfernten Aufklebers, Kapitale mit kurzen Einrissen und kleinen Fehlstellen, kleinere Randläsuren). [*]
Schätzpreis 300 €
Editura Cartea Rusa. – Sehr seltene erste Ausgabe von Lermonotows Hauptwerk “Ein Held in unserer Zeit” in der rumänischen Übersetzung Celans. – Bohrer 117 – Meinecke 303. – Mit einem Vorwort von A. Philippide. – Celan zog 1945 zurück nach Bukarest, wo er neben seinem Romanistik-Studium als Lektor und Übersetzer arbeitete. Seine frühen Übersetzungen russischer Schriftsteller sind die ersten publizierten Werke Celans, hier noch unter dem Namen Paul Ancel. – Titel mit kleiner Fehlstelle und an der Klammerheftung etwas eingerissen sowie verso gestempelt, papierbedingt gebräunt und teils etwas knickspurig, es fehlen zwei Blatt, darunter die letzte Textseite, die letzten zwei vorhandenen Blatt aus der Klammerheftung gelöst.

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Lot 1185 Celan, Paul – Mandelstam, Ossip
Gedichte. Aus dem Russischen übertragen von Paul Celan. Frankfurt am Main, S. Fischer. 1959. 63 S., 2 Bl. 21 x 13,5 cm. Original-Leinenband mit goldgeprägtem Rückentitel im Original-Schutzumschlag (dieser etwas angestaubt, lichtrandig und berieben, vorderer Deckel am oberen Rand etwas fleckig). [*]
Schätzpreis 750 €
Erste Ausgabe dieser Übertragung. – Glenn C 18. – Mit eigenhändiger Widmung Celans auf dem Vortitel “Für Erwin Leiser, mit herzlichen Grüßen” signiert und datiert “Paul Celan Paris, 22. Jänner 1960”. sowie zwei eigenhändigen kleinen Korrekturen Celans im Nachwort. – Ende der 1950er Jahre gewannen die Übertragungen französischer, aber auch russischer Dichtung zunehmend an Bedeutung in Celans Werk und wurden von der Literaturkritik fast einhellig gefeiert. – Celan verband mit dem in Berlin geborenen jüdischen Publizisten und Regisseur Erwin Leiser (1923-1996), dessen Familie 1938 nach Schweden emigrieren konnte und der selbst als Übersetzer von Nelly Sachs, Brecht, Dürrenmatt und Frisch tätig war, eine langjährige Freundschaft. 1960 kam Leisers erster Film “Mein Kampf” (Originaltitel: Den Blodiga tiden) in die Kinos, bis heute ein Klassiker der Dokumentationen über die Zeit des Nationalsozialismus. – Papierbedingt minimal gebräunt.

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Lot 1186 Celan, Paul – Tschechow, Anton
Taranii schite. Traducere din limba rusa de Paul Aurel. Bukarest, Editura de Stat, 1946. 93 S., 1 Bl. 17,5 x 11 cm. In Rot und Gelb gedruckte Original-Broschur (Rücken großflächig überklebt, etwas angestaubt und fleckig, mit Randläsuren, insbesondere an der rechten Kante des Vorderdeckels). [*]
Schätzpreis 450 €
Biblioteca de Buzunar 9. – Erste Ausgabe. – Bohrer 1167 – Meinecke 302. – Enthält vier von Celan aus dem Russischen ins Rumänische übersetzte Erzählungen von Anton Tschechow: Die Bauern, Das Haus mit dem Mezzanin, Die Jungen, Die Köchin heiratet. – Die Übersetzungen zählen zu den ersten Publikationen Celans. – Das äußerst seltene Werk wurde wohl nur in kleiner Auflage gedruckt. – Laut Bohrer hat sich Celan in der ersten Ausgabe “Aurel” genannt und erst ab der zweiten Auflage (1948) seinen rumänisierten Namen “Ancel” benutzt. Da sich jedoch auch Exemplare der ersten Auflage mit “Ancel” nachweisen lassen, gab es offensichtlich unterschiedliche Druckvarianten. – Celan, der zu dieser Zeit auch als “A. Pavel” in Erscheinung trat, nahm die unterschiedlichen Pseudonyme wohl vor allem aufgrund des nach Kriegsende im sowjetisch besetzten Rumänien herrschenden Antisemitismus an. – Titel mit kleiner Fehlstelle und verso gestempelt, eine Seite mit Anmerkungen (9), das letzte Blatt im unteren Drittel abgeschnitten, papierbedingt etwas gebräunt.

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Lot 1187 Celan, Paul
Umfangreiche Sammlung zu Celans Leben und Werk sowie 10 Erstausgaben seiner Dichtungen und Übersetzungen. Unterschiedliche Verlage und Formate. [*]
Schätzpreis 300 €
Erstausgaben seiner Dichtungen: I. Von Schwelle zu Schwelle. Gedichte. Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt, 1955. 65 S., 1 Bl. 19,2 x 11,7 cm. Schwarzer Original-Leinenband mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel. – Ohne den Original-Folienumschlag, Rücken etwas geblichen. – Heuline 1-3. – II.-VI. Fadensonnen (W/G 48); Schneepart (W/G 59); Zeitgehöft (W/G 64); Eingedunkelt. 1991; Gedichte aus dem Nachlass. 1997. – Erstausgaben seiner Übersetzungen: VII.-X: Pablo Picasso. Wort und Bekenntnis (W/G 12); Arthur Rimbaud. Das trunkene Schiff (W/G 18); William Shakespeare. Einundzwanzig Sonette (W/G 47); André du Bouchet. Vakante Glut (W/G 51). – 12 Werke zu Leben und Werk von Paul Celan, darunter der Briefwechesel mit Gisèle Celan-Lestrange (2 Bde.), Nelly Sachs und Franz Wurm; die Biographien von John Felstiner und Israel Chalfen, der Ausstellungskatalog “Displaced” des Jüdischen Museums Wien etc. – Sowie zwanzig weitere Titel. – Meist guter Zustand.

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Lot 1188 Chagall, Marc
Katalog zur Ausstellung Hamburg – München – Paris 1959. Mit zahlreichen teilweise farbigen Tafeln. München, 1959. 302 S. 20,8 x 16 cm. Farbig illustrierte Original-Kartonage (etwas knickspurig). [*]
Schätzpreis 1800 €
Titel mit eigenhändiger Widmung und Original-Bleistiftzeichnung (Selbstporträt und Sonne) von Marc Chagall: “Pour/ L. Dorn/ en bon souvenir/ Marc Chagall/ 1960/ St. Paul”. – Vorsatz mit zwei Widmungen von 1959, Frontispiz-Porträt gelockert.

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Lot 1189 Chagall, Marc
Derrière le Miroir. Nr. 66-68. Sonderheft “Paris”. Mit 11 (9 farbigen, inklusive Umschlag, 1 doppelblattgroßen) Original-Lithographien von M. Chagall. Paris, Édition Maeght, 1954. 38,5 x 28 cm. Farbig illustrierter Original-Umschlag (leicht gebräunt, Rücken etwas berieben). [*]
Schätzpreis 9000 €
Mourlot 93-103 – Cramer Bücher 24 – “A l’occassion de l’exposition PARIS Marc Chagall a exécuté pour ce numéro triple de Derrière le Miroir 12 pages en lithographe”. – Das seltenste und gesuchteste Heft der Reihe entstand 1954 anlässlich einer Ausstellung Chagalls zum Thema “Paris” in der Galerie Maeght. – Text teils mit leichtem Abklatsch der Illlustrationen bzw. leicht fleckig, insgesamt aber gutes Exemplar.

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Lot 1190 Chagall, Marc – Lassaigne, Jacques
Chagall. Mit 15 (inklusive Umschlag, davon 5 doppelblattgroßen, 13 farbigen) Lithographien von Marc Chagall. Paris, Maeght 1957. 177 S., 1 Bl. 23,5 x 20,5 cm. Original-Karton mit farbig illustriertem Original-Umschlag (Umschlag im Rand leicht gebräunt). [*]
Schätzpreis 500 €
Mourlot 192-205, 207 – Sorlier 193-205 – Cramer 34. – Nachdruck der ausgezeichneten Monographie, erkennbar u.a. an dem fehlenden Punkt im Druckvermerk (“Paris VIIIe”). – Die berühmte Chagall-Monographie über Leben und Werk des Künstlers enthält auch zahlreiche Texte von Chagall. – Im Rand teils leicht gebräunt.

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Lot 1191 Chagall, Marc – Lassaigne, Jacques
Chagall. Mit 15 (inklusive Umschlag, davon 5 doppelblattgroßen, 13 farbigen) Original-Lithographien von Marc Chagall. Paris, Maeght 1957. 1 Bl., S. 11-177, 1 Bl. 23,5 x 20,5 cm. Original-Karton mit farbig illustriertem Original-Umschlag (dieser an den Kapitalen mit kleiner Fehlstelle und am Rücken etwas gebräunt und leicht feuchtfleckig, mit kleinen Randläsuren). [*]
Schätzpreis 750 €
Erste Ausgabe. – Mourlot 192-205 und 207 – Cramer 34. – Druck der Farblithographien bei Mourlot Frères, Paris. – Originaldruck der ausgezeichneten Monographie, erkennbar an dem Punkt im Druckvermerk hinter “Paris VIIIe.” und den beiden weißen Flecken auf der Lithographie “Le Joueur de Flute” (Mourlot 197), auf der linken Gesichtshälfte unter dem Auge und am Mundwinkel. – Die berühmte Chagall-Monographie über Leben und Werk des Künstlers enthält zahlreiche Texte von Chagall. Die Original-Lithographien und zahlreichen Abbildungen zeigen seine künstlerische Entwicklung und die verschiedenen Einflüsse auf sein Werk. – Gering gebräunt, vereinzelt leicht fleckig, sonst gutes Exemplar.

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Lot 1192 Chagall, Marc – Senghor, Léopold Sédar
Lettres d’hivernage. Mit 8 teils farbigen Tafeln nach M. Chagall. Paris, Editions du Seuil, 1973. 59 S., 2 (d.l.w.) Bl. 29 x 23,5 cm. Farbig illustrierte Original-Broschur.
Schätzpreis 240 €
Eins von 2000 nummerierten Exemplaren. – Monod 10257. – Druck der Chagall-Illustrationen bei Mourlot, Paris. – Der Lyriker und Schriftsteller Senghor war von 1960 bis 1980 Präsident der Republik Sénegal und wurde 1983 als erster Afrikaner in die Académie Francaise aufgenommen. – Unaufgeschnitten, Block angeplatzt, sonst sehr gut erhalten.

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Lot 1193 Chinesische Farbholzschnitte – Tschi Pai-Schi (Qi Baishi)
Yong Baocai xin-zhi-shih jien-pu (Bildersammlung des 91-jährigen Qi Baishi). 2 Hefte. Mit insgesamt 80 Original-Farbholzschnitten. Peking, Yong Baocai, 1953. 31,5 x 22 cm. 2 goldgesprenkelte Original-Hefte als Blockbücher mit Titelschild in farbiger Brokat-Mappe mit 2 beinernen Schließen (Kordelheftung erneuert, 2 Kapitale leicht eingerissen).
Schätzpreis 1200 €
Tschi Pai-Tschi (Ch’i Pai-Shih, auch Qi Baishi; 1863-1957), Holzbildhauer und Tischler, stieß durch Vorlagenwerke auf die Malerei. Beeinflusst von den chinesischen Impressionisten, entwickelte er die für ihn charakteristische zarte und heitere Bildsprache. Die farbigen Holzschnitte zeigen Landschaften, Blumen, Vögel, Insekten, Fische, Tiere und Menschen. Sie gehören dank der scharfen Naturbeobachtung des Künstlers zu den hervorragendsten Werken dieses auch in der westlichen Welt weithin beachteten führenden Malers des modernen China (vgl. Vollmer IV, 477 f). – Exlibris in der Mappe. – Schnitt leicht fleckig, eine Ecke minimal knickspurig.

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Lot 1194 Chirico, Georgio de – George, Waldemar
Chirico. Avec des Fragments Littéraires de l’Artiste. Mit 30 Tafeln und 5 ganzseitigen Porträts im Text. Paris, Éditions Des Chroniques Du Jour, 1928. 3 (das erst weiß) Bl., S. IX-XXXIX, 3 Bl. 28 x 23 cm. Leinwand der Zeit mit montierter Original-Broschur auf Vorder- und Hinterdeckel (Kapitale etwas bestoßen, Rücken etwas berieben).
Schätzpreis 450 €
Nr. 1 von 60 (GA 560) nummerierten Exemplaren auf d’Arches, hier aber ohne die dazugehörige Radierung. – Erste Ausgabe. – Frühe und wichtige Monographie über Giorgio de Chirico (1888-1978). Es fehlen wohl ein oder zwei Blatt am Anfang. – Block geplatzt, leicht gebräunt und gering fleckig.

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Lot 1195 DADA – Baader, Johannes
Sammlung von 6 eigenhändigen Postkarten (davon 3 mit Unterschrift und 1 mit Paraphe), alle an Raoul Hausmann adressiert. Meist Berlin 1908-1914. 14,5 x 9,5 cm.
Schätzpreis 1500 €
Frühe Dokumente – noch vor der eigentlichen DADA-Zeit – zur Freundschaft zwischen dem “Oberdada” J. Baader und Raoul Hausmann. Über Hausmann fand Baader Zugang zu den Berliner Dadaisten, die ihn zum “Oberdada” ernannten. – Die erste Karte vom 13.11.1908 ist komplett durchgestrichen und bezieht sich auf seine Arbeit als Grabmalarchitekt. – Die zweite Karte vom 17.6.1912 nimmt kurz Bezug auf sein Treffen mit Kaiser Wilhelm und nimmt dann Bezug auf einen Brief von Hausmann: “Lassen Sie doch den kleinen Richter richtern. Mann muß den Leuten nie das Vergnügen verderben und aus allen Gemüsen Kuchen backen”. – Die dritte Postkarte vom 25.7.1912 ist ebenfalls eine Replik auf einen Brief Hausmanns: “Ick muß Ihnen dementieren von wegen Heimlichkeit: es geht noch viel heimlicher zu; und von wegen Brennen: solange der Brand unsichtbar ist, fehlt das aesthetische Hochgefühl …. (ad Scheffler: deshalb saß ich heute die ganze Nacht in der Zelle des Delinquenten und getraute mir meiner Frau nicht zu sagen, daß ich zum Tode verurteilt sei! Warum hat Scheffler das verdient?”). – Auf der vierten Postkarte vom 18.12.1913 lässt Baader Hausmann wissen: “Ich bin von 4-5 heute im Piccadilly und kann Ihnen dort den neuesten ‘Geraden Weg’ geben, wenn es Sie interessiert”. – Am 4.1.1914 schreibt er u.a.: “Übrigens ließ ich in der Neujahrsnacht am Goethe I sprüchen ziehen. Und Goethe scheint tatsächlich persönlich dabei gewesen zu sein. Es war sehr anstrengend”. – Die sechste Postkarte mit dem Spruch: “Nur Ruhe und kalt Blut, es wird alles zu seiner Zeit kommen”. – Beigegeben: Eine Photographie mit der rückseitigen Beschriftung von Baader: “Relief: Schicksal von einem Erdbegräbnis in Harzburg (J. Baader)”. – Sehr gut erhalten.

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Lot 1196 DADA
Excursions & visites DADA. 1ère visite: Eglise Saint Julien le Pauvre. Jeudi 14 Avril à 3 h. Paris 1921. 27,5 x 22 cm. An den oberen Ecken unter Passepartout montiert.
Schätzpreis 750 €
Motherwell/Karpel S. 114ff. (mit Abb.) – Dada global 235. – Flugblatt der Pariser Dadaisten für eine Exkursion, weitere wurden angekündigt, fanden jedoch niemals statt. – “Les dadaïstes de passage à Paris voulant remédier à l’incompétence de guides et de cicerones suspects, ont décidé d’entreprendre une série de visites à des endroits choisis, en particulier à ceux qui ont vraiment pas de raison d’exister, – C’est à tort qu’on insiste sur le pittoresque (Lycée Janson de Sailly), l’intérêt historique (Mont Blanc) et la valeur sentimentale (La Morgue). – La partie n’est pas perdue mais il faut agir vite. – Prendre part à cette première visite c’est se rendre compte du progrès humain, des destructions possibles et de la nécessité de poursuivre notre action que vous tiendrez à encourager par tous les moyens.” – Unterzeichnet von Gabrielle Buffet, Louis Aragon, Arp, André Breton, Paul Éluard, Th. Fraenkel, J. Hussar, Benjamin Péret, Francis Picabia, Georges Ribemont-Dessaignes, Jacques Rigaut, Philippe Soupault und Tristan Tzara. – Auf grünlichem Maschinenpapier in Blau und Schwarz gedruckt. – Ränder etwas gebräunt, mit kleinem hinterlegten Randeinriss, gering randknickspurig, insgesamt aber gut erhalten.

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Lot 1197 Dada – Grosz, George (Hg. und Illustrator)
Der blutige Ernst. Satirische Wochenschrift. Hrsg. C. Einstein und G. Grosz. Sondernummer V. Rückkehr der Monarchie. Mit 5 (4 ganzseitigen) Illustrationen von G. Grosz. Berlin, Trianon, 1919. 4 Bl. 39 x 27,5 cm. Original-Doppelbogen.
Schätzpreis 1200 €
Dada global 38 (mit Abbildung) – Ades S. 83f. und 88 – Verkauf S. 152 und 154 – Raabe, Zeitschriften 85 – Dok.-Bibl. VI, 742. – Seltene expressionistisch-dadaistische Zeitschrift, deren einziger Jahrgang 1919 in 6 Nummern im Berliner Trianon-Verlag erschien ist. Herausgegeben von J. Höxter, C. Einstein und G. Grosz. – Mit den großformatigen llustrationen von George Grosz: “Rückkehr geordneter Zustände!”, “Des Volkes Dank ist euch gewiß”, “und verdammte Pflicht und Schuldigkeit…”, “Jott sei Dank! Es jibbt noch Richter in Berlin” und “Zum Prozess Reinhard, Kessel, Marloh”. – Falz mit kleinem Einriss und leichter, vertikaler Knickspur, papierbedingt leicht gebräunt, insgesamt aber sehr gut erhalten.

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Lot 1198 DADA – Hausmann, Raoul
Courrier Dada suivi d’une bio-bibliographie de l’auteur par Poupard-Lieussou. Mit 15 Tafeln. Paris, Le Terrain Vague, 1958. 157 S., 2 Bl. (das letzte weiß). 19 x 14,2 cm. Illustrierte Original-Kartonage in Rot und Schwarz (leicht gebräunt und minimal angestaubt, Kanten etwas berieben, Rücken minimal fleckig).
Schätzpreis 300 €
Erste Ausgabe. – Vorsatz mit Bleistift eigenhändig von Hausman signiert und datiert “Limoges, 17 fevrier 62”, außerdem hat Hausmann das Inhaltsverzeichnis handschriflich ergänzt: “poème phonétique page 51”. – In dem wichtigen Rückblick auf die Dada-Zeit behandelt Hausmann u.a. Antidada und Merz, Malerei und Photomontage sowie seine Dada-Kollegen Richard Huelsenbeck und Johannes Baader. – Die Tafeln zeigen u.a. eigene Dada-Werke, Porträts von Baader und Schwitters. – Unbeschnitten, Bindung teils vom Broschurrücken gelöst.

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Lot 1199 DADA – Hausmann, Raoul
Hurrah! Hurrah! Hurrah! 12 Satiren. Mit 3 (inklusive Einband) Illustrationen nach Zeichnungen des Verfassers. Berlin, Malik, 1921. 45 S., 1 Bl. (inklusive Umschlag). 24 x 15,5 cm. Original-Kartonage (Rücken etwas gebräunt, gering angestaubt und fleckig).
Schätzpreis 900 €
Erste Ausgabe. – Dada global 62 – Verkauf S. 179 – Hermann 182 – Gittig/Herzfelde 33. – Die erste größere selbstständige Veröffentlichung Hausmanns enthält acht Erstdrucke, vier Texte waren bereits in der Malik-Zeitschrift “Der Gegner” erschienen. – Block lose, papierbedingt leicht gebräunt, sonst sehr gut erhalten. – Sehr selten.

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Lot 1200 DADA – Schwitters, Kurt
Elementar. Die Blume Anna. Die neue Anna Blume. Eine Gedichtsammlung aus den Jahren 1918-1922. Einbecker Politurausgabe. Berlin, Der Sturm, 1923. 32 S. 22,5 x 15,5 cm. Typographisch gestaltete Original-Broschur (im Rand gebräunt, mit handschriftlichen Signaturnummern). [*]
Schätzpreis 240 €
Erste Ausgabe dieser neuen Gedichtsammlung. – Raabe/Hannich-B. 273.5 – Dada global 123 – Bolliger I, 60. – Papierbedingt gebräunt, rechte untere Ecke teils mit schmalem leichten Wasserrand, Seite 3 mit handschriftlicher Signaturnummer in der Ecke.

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Lot 1201 DADA – Schwitters, Kurt
Merz 21. Erstes Veilchen-Heft. Eine kleine Sammlung von Merz-Dichtungen aller Art. Mit 2 Abbildungen. Hannover, Merz-Verlag, 1931. Bl. 106-117 (12 einseitig bedruckte Bl.) 21,3 x 31,5 cm. Illustrierte Original-Broschur (fleckig und angestaubt, teils mit kleineren Randläsuren, Rücken eingerissen).
Schätzpreis 2400 €
Erste Ausgabe. – Schmalenbach-Bolliger 247 – nicht bei Raabe. – Letzte von Schwitters publizierte Sammlung von Merz-Dichtungen in der von ihm selbst verlegten Zeitschrift, zählt “zu den gewichtigsten Dokumenten des Übergangs vom Dadaismus zum Konstruktivismus in der Typographie” (Lang, Konstruktivismus, S. 47). – Enthält: “Veilchen”, “Die zoologische Gartenlotterie”, “Schacko”, “Scherzo” (3. Teil der Ursonate), “Ich und meine Ziele” (wichtiger Text mit Hinweisen auf die Dichtung, Malerei und die damals im Entstehen begriffene “Merzsäule”.) – Vorderer Umschlag innen mit mehrzeiliger handschriftlicher Widmung an Dieter Honisch (1932-2004), dem Direktor der Neuen Nationalgalerie von 1975 bis 1997. – Papierbedingt leicht gebräunt.

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Lot 1202 Dada – Schwitters, Kurt
Merz 4. Banalitäten. Unter — Taille. Mit 9 Abbildungen. Hannover, Juli, 1923. S. 33-48. 23 x 15 cm. Original-Broschur (Rücken und Ränder etwas gebräunt, obere Ecke vom Hinterdeckel mit kleiner Knickspur, gering fleckig).
Schätzpreis 2000 €
Erste Ausgabe. – Schwitters-Archiv 997, 4 – Schmalenbach/B. 235 – Raabe 273, 12 – Motherwell/Karpel 78. – “Banalitäten aus der Umgangssprache und der klassischen Literatur stehen neben Beiträgen aus dem Freundeskreis von Schwitters – ein Stelldichein von Dada und Konstruktivismus” (Dada global). – Mit Abbildungen des Rietveld-Lehnstuhls, Architektur von Oud und van Doesburg, Gemälden von Schwitters und Segal, einer Plastik von Hans Arp und einer Photographie von Moholy-Nagy. – Die Texte stammen von Schwitters, Hausmann, Tzara, Lissitzky (Topographie der Typographie) und anderen. – Gedruckt in dadaistischer Typographie mit Bild-Elementen auf rosa Maschinenpapier. – Klammerung angerostet, Falz und Ränder leicht gebräunt bzw. geblichen, leicht randknickspurig.

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Lot 1203 DADA – Serner, Walter
Der elfte Finger. Fünfundzwanzig Kriminalgeschichten. Berlin, Paul Steegemann, 1923. 260 S., 2 Bl. (Verlagsanzeigen). 18,5 x 12 cm. Original-Pappband mit farbiger Deckelillustration nach einer Zeichnung von Henri Toulouse-Lautrec (Gelenke geplatzt, angestaubt, gebräunt und berieben, Ecken gering bestoßen).
Schätzpreis 450 €
Erste Ausgabe. – Raabe/Hannich-Bode 275, 4 – Meyer, Dada global, 289. – “Serners Helden haben das Leben als unseriös durchschaut und bluffen sich dementsprechend ungezwungen von einem Abenteuer zum nächsten. ‘Cherchez la femme’ wird großgeschrieben: man spielt, verbringt die Tage im Café und frequentiert zwielichtige Lokalitäten, bis anderswo die Hähne krähen.” (Uli Beckers Rezension der Neuausgabe 1981, in “Der Spiegel”). – Papierbedingt gebräunt, innen gutes Exemplar.

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Lot 1204 DADA – Serner, Walter
Die Haftung des Schenkers wegen Mängel im Rechte und wegen Mängel der verschenkten Sache. Nach dem bürgerlichen Gesetzbuch für das Deutsche Reich. Inaugural-Dissertation zur Erlangung der juristischen Doktorwürde der hohen juristischen Fakultät der königlichen Universität Greifswald. Berlin, Ebering, 1913. 52 S. 23 x 15 cm. Rückenbroschur.
Schätzpreis 1200 €
Dissertation des bedeutenden Dadaisten und Schriftstellers Walter Serner (1889-1942). – “Andreas Mosbacher, Richter am deutschen Bundesgerichtshof und Präsident der Berliner Walter-Serner-Gesellschaft fand heraus, dass Serner seine Inaugural-Dissertation … zu großen Teilen abgeschrieben hat, wobei er lediglich den Sprachstil und die Struktur der Arbeit ein wenig veränderte. Nicht einmal der Titel wurde von Serner sonderlich umformuliert; so lautet die von ihm plagiierte Dissertation `Die Haftung des Schenkers für Mängel im Rechte und Mängel der verschenkten Sache nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch`, verfasst von Arwed Rüling, der später Richter am Oberlandesgericht Dresden war. In Serners Dissertation findet sich freilich kein Hinweis auf diese Arbeit. Nach einem missglückten Anlauf besteht Serner schließlich seine Prüfung und erhält den Doktortitel, den er ein Jahr später – der Erste Weltkrieg hat begonnen – in missbräuchlicher und doch wahrscheinlich lebensrettender Funktion dazu verwendet, dem fahnenflüchtigen Franz Jung, Schriftsteller und Dramatiker, eine Art Attest auszustellen” (Xaver Bayer im Nachwort zu Serner, Walter. Der rote Strich. Manesse, 2015). – Titel mit gestempelter Ordnungsnummer, verso mit gelöschtem Bibliotheksstempel, letztes Blatt etwas gebräunt und fleckig.

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Lot 1205 DADA – Serner, Walter
Posada oder der grosse Coup im Hotel Ritz. Ein Gauner-Stück in drei Akten. Wien, Dezember Verlag, 1926. 221 S. 19,4 x 13,3 cm. Original-Broschur (Papier brüchig, der vordere Deckel lose und entlang der rechten Blattkante mit Läsuren und kleineren Fehlstellen, Rücken geblichen, unteres Kapital mit winziger Fehlstelle und schwachem Wasserrand).
Schätzpreis 3000 €
Erste Ausgabe, in Kleinstauflage gedruckt. – Raabe/Hannich-Bode 275.8. – Titelblatt verso mit eigenhändiger Widmung für die Schauspielerin “Elisabeth Bergner mit ergebenem Gruss”, signiert und datiert “Walter Serner 3. Dezember 1926”. – Auf dem Innendeckel befindet sich ein Adressstempel des Autors “Walter Serner Postfach 30 Bern IX (Schweiz)”, der dieselbe Type zeigt wie die Verlagsangabe “Dezember Verlag Wien”, die auf das Titelblatt gestempelt wurde. – Serner war Ende September 1926 nach Wien gereist, wo er in einer Pension wohnend den Privatdruck seiner beiden Texte “Posada” und “Die tückische Straße” auf eigene Faust initiierte. Der Eigenverlag wurde kurzerhand “Dezember Verlag Wien” genannt, der Vertrieb erfolgte über das Postfach in Bern, wie in einer Anfang Dezember im Karlsbader Tagblatt veröffentlichten Werbeanzeige zu lesen ist. – Serner und die Schauspielerin Elisabeth Bergner waren sich wohl schon 1918 bei Dr. Hans Huber in Kilchberg begegnet. Der Inhaber und Leiter eines Spitals für Geisteskranke zählte neben Jean Arp, Albert Ehrenstein und Hans Richter auch Serner zu seinen Freunden, die regelmäßig bei ihm verkehrten. So berichtete Richter “Ehrenstein, Elisabeth Bergner und ich wohnten wochenlang bei dem kunstliebenden Psychologen, dichteten, ruderten und malten. Die Bergner, kaum zwanzig Jahre alt und am Schauspielhaus, sorgte für jene Beunruhigung, ohne die auch der freundlichste Irrenarzt uns kaum so lange festgehalten hätte.” – Unaufgeschnitten, Titelblatt fast lose, papierbedingt leicht gebräunt.

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Lot 1206 DADA – Serner, Walter
Zum blauen Affen. Dreiunddreissig hahnebüchene Geschichten. 2.-6. Tausend. Hannover, Paul Steegemann, 1923. 229 S., 1 Bl. (Verlagsanzeigen). 18,5 x 12 cm. Original-Pappband mit Deckelillustration nach einer Zeichnung von Toulouse-Lautrec (minimal angestaubt und berieben, vorderer Deckel mit längerer Kratzspur).
Schätzpreis 240 €
Raabe/Hannich-Bode 275, 3. – Döblin kommentierte die rasant erzählten Prosastücke, die von Zuhältern, Gaunern und Kokotten bevölkert werden, 1921 entzückt in der Neuen Rundschau “… ich hätte noch zu gern ein halbes Dutzend der scharfen, frechen, sicheren Bijous zu mir genommen.” – Papierbedingt gebräunt, gutes Exemplar.

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Lot 1207 DADA – Vischer, Melchior
Der Teemeister. Hellerau, Jakob Hegner, 1922. 91 S., 3 Bl. (die letzten beiden weiß). 19,4 x 13 cm. Grüner Halblederband der Zeit mit farbig bemaltem handgeschöpften Batikpapier als Deckelbezüge und dem Titel “DER TEEMEISTER” auf dem Vorder- und Rückdeckel sowie Kopfgoldschnitt (gering berieben, kaum bestoßen).
Schätzpreis 300 €
Erste Ausgabe. – Raabe/Hannich-Bode 318.2 – Born 57. – Die durchgestaltete Schrifttype wurde von Georg Mendelssohn in Hellerau geschnitten. – Vischer gilt als wichtigster Vertreter des Dadaismus in Prag. – Zweiseitig unbeschnitten, papierbedingt minimal gebräunt, schönes Exemplar in einem Unikat-Einband mit aufwendiger farbiger Batikzeichnung.

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Lot 1208 Darboven, Hanne
00 bis 99. Ein Jahrhundert I bis XII. eins plus eins ist einszwei. zwei ist einszwei etc. (Ein Jahrhundert Band 1). Unter Mitarbeit von Gisela Ahmed und Roswitha Schneider. Umdruck des sequentiellen Typoskripts. Hamburg, Eigenverlag, 1976. 4 Bl., 401 S., 1 Bl. Zusammen: 23 x 16 x 14 cm. Sechs (!) Rohbögenexemplare in Original-Packpapier-Hülle, von der Künstlerin außen eigenhändig bezeichnet (Hülle aufgerissen). [*]
Schätzpreis 750 €
Ursprünglich waren 200 broschierte Exemplare des Werks geplant, aber wohl nur ein Bruchteil wurde tatsächlich aufgebunden. – Bippus/W. 17 – Hier entstand gewissermaßen ein neues Objekt durch Bündelung des alten, nicht komplett fertiggestellten: laut Bemerkung der Künstlerin auf der Außenseite fehlen hier bei den Exemplaren, abgesehen vom Einband, jeweils das Blatt mit der Nummerierung, außerdem blieb der Block gewissermaßen roh – unbeschnitten und unaufgeschnitten. – Insgesamt gut.

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Lot 1209 Darboven, Hanne
ABC Enzyklopädie / 00 – 99 / heute. Komplette Suite von 26 einzelnen Broschüren mit Faksimiles der Textblätter. Hamburg, Eigenverlag, 1988. 43 x 31 cm. In der Original-Hülle.(Hülle etwas angestaubt, Tesafilmspuren am Verschluss, gering bestoßen). [*]
Schätzpreis 1200 €
Eins von nur 50 nummerierten Exemplaren. – Bippus/W. 31 – Insgesamt gut.

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Lot 1210 Darboven, Hanne
Für Walter Mehring. 140 Blätter als Fakismiles der Text-Handschrift. Hamburg, Eigenverlag, 1980. 42 x 29,5 cm. In der Original-Hülle. (Hülle etwas angestaubt, Tesafilmspuren am Verschluss, gering bestoßen). [*]
Schätzpreis 750 €
Eins von 250 nummerierten Exemplaren. – Bippus/W. 22 – Mehring und die Künstlerin sind beide am 29. April geboren. Hier verwendet Darboven auch Textpassagen aus Mehrings autobiographischen Schriften. – Insgesamt gut.

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Lot 1211 Darboven, Hanne
Welttheater. 366 Blätter als Fakismiles der Text-Handschrift. In der Original-Hülle mit dem Original-Einwickelpapier. Hamburg, Eigenverlag, 1979. 29,5 x 20,5 cm (Hülle etwas angestaubt, Tesafilmspuren am Verschluss, gering bestoßen). [*]
Schätzpreis 750 €
Eins von 250 nummerierten Exemplaren. – Bippus/W. 20 – Insgesamt gut.

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Lot 1212 Darboven, Hanne
Wende 80. 417 Blätter als Fakismiles der Text-Noten-Handschrift. Hamburg, Eigenverlag, 1980. 42 x 29,5 cm. In der Original-Hülle. (Hülle etwas angestaubt, Tesafilmspuren am Verschluss, gering bestoßen). [*]
Schätzpreis 900 €
Eins von 250 nummerierten Exemplaren. – Bippus/W. 23 – Bei der vorliegenden Arbeit verwendete die Künstlerin erstmals auch Notenschrift. – Insgesamt gut.

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Lot 1213 Dauthendey, Max
Schwarze Sonne. Phallus. Leipzig, Ernst Rowohlt, 1910. 2 Bl., 41 S., 1 Bl. 31,6 x 25,5 cm. Original-Pergamentband mit goldgeprägtem Deckeltitel aus schwarzem Leder sowie goldgeprägten Fileten auf dem vorderen Deckel und Kopfgoldschnitt (etwas aufgebogen).
Schätzpreis 240 €
Eins von 120 Exemplaren der bibliophilen Ausgabe auf Van Gelder-Bütten. – Göbel 4 – Osthoff 64, Anmerkung. – Eine der ersten Publikationen des jungen Rowohlt-Verlages. – Die Erstausgabe erschien 1897 in 100 Exemplaren in Mexiko. – Der von Walter Tiemann entworfene Einband wurde in der Werkstatt von Carl Sonntag jun. in Leipzig gebunden. – Sehr gutes Exemplar.

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Lot 1214
Derrière le miroir. 7 Hefte der Reihe. Mit insgesamt 34 Original-Graphiken und zahlreichen Abbildungen. Paris, Maeght, 1966-1971. 38 x 28 cm. Lose Bögen in farbig illustrierten Original-Umschlägen (teils minimal angestaubt und berieben).
Schätzpreis 360 €
Vorhanden sind: I. Nr. 161: UBAC. Mit sieben (5 farbigen) Original-Lithographien. 1966. – II. Nr. 170: Bazaine. Mit sechs (1 doppelblattgroßen) Original-Farblithographien. 1968. – III. Nr. 180: Tapies. Mit einer über 28 Seiten laufenden Original-Farblithographie. 1969. – IV. Nr. 188: Adami. Mit neun (3 doppelblattgroßen) Original-Farblithographien. 1970. – V. Nr. 191: Pol Bury. Mit sieben Original-Cinétisations in Farbe. 1971. – VI. Nr. 192: Steinberg. Mit einer doppelblattgroßen Original-Farblithographie. 1971. – VII. Nr. 193/194: Miró. Mit drei (2 doppelblattgroßen) Original-Farblithographien. 1971. – Insgesamt sehr gut erhalten. –

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Lot 1215
Derrière le miroir. Nr. 144-146 in 1 Heft: Hommage à Georges Braque. Mit 5 (davon 4 farbigen und 1 doppelblattgroßen) Original-Lithographien und zahlreichen, teils farbigen Abbildungen. Paris, Maeght, 1964. 83 S. 38 x 28 cm. Lose Bogen in illustriertem Original-Umschlag (Rücken leicht knickspurig).
Schätzpreis 300 €
Bloch 1847 – Cramer 87. – Enthält eine doppelblattgroße Lithographie von Pablo Picasso und jeweils eine Farblithographie von Joan Miró, Pierre Tal-Coat, Raoul Ubac und Pierre Pallut. – Textbeiträge von Alberto Giacometti, Martin Heidegger, Jean Leymarie, P. A. Benoit, Marc Chagall, Daniel-Henry Kahnweiler u.a. – Gutes Exemplar.

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Lot 1216
Deutsche Dichter aus Prag. Ein Sammelbuch herausgegeben und eingeleitet von Oskar Wiener. Mit 9 ganzseitigen Porträts von Friedrich Feigl. Wien Leipzig, Strache, 1919. 400 S., 2 Bl. 21,1 x 14,5 cm. Neuer Pergamentband mit goldgeprägtem Rückentitel unter Verwendung des Original-Pappbandes mit der Illustration von Friedrich Feigl auf dem vorderen Deckel (diese minimal angestaubt und fleckig). [*]
Schätzpreis 240 €
Seltene erste Ausgabe der umfangreichen Sammlung Prager Literatur. – Eins von 200 handschriftlich nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Bütten. – Raabe 123. – Mit Beiträgen von F. Adler, O. Baum, M. Brod, E. Faktor, R. Fuchs, V. Hadviger, E. E. Kisch, P. Kornfeld, P. Leppin, F. Mauthner, G. Meyrink, R. M. Rilke, J. Urzidel, F. Werfel, O. Wiener u. a. – Tadellos.

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Lot 1217 Diederichs Verlag
Erzieher zu Deutscher Bildung. Bände 2, 6 und 9. 3 Vorzugsausgaben der Reihe. Mit 3 montierten Porträts. Jena und Leipzig, Diederichs, 1904-1907. 18,5 x 11 cm. Original-Pergamentbände mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel, reicher Deckelvergoldung und Kopfgoldschnitt (teilweise etwas fleckig bzw. gebräunt).
Schätzpreis 360 €
Jeweils eins von 100 handschriftlich nummerierten Exemplaren auf Büttenpapier im Ganzpergamentband von E. R. Weiss. – Band 2: Schlegel, F. Fragmente. 2 Bl., 180 S., 2 Bl. – Name auf Vorsatz, 2 Bl. etwas gebräunt. – Band 6: Schleiermacher, F. Harmonie. XXIV, 171 S., 1 Bl. – Name auf Vorsatz, 2 Bl. etwas gebräunt. – Band 9: F. W. Schelling. Schöpferisches Handeln. 334 S., 1 Bl. – 3 Bl. etwas gebräunt.

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Lot 1218 Döhl, Reinhard
bedepequ. Stuttgart, Edition Hansjörg Mayer, 1967. 38 nn. Bl. 32 x 33 cm. Original-Kartonage mit Ringheftung und Deckeltitel (etwas fleckig, Bezug am hinteren Deckel leicht eingerissen). [*]
Schätzpreis 300 €
Eins von 200 nummerierten und signierten Exemplaren. -Mit einer mehrzeiligen eigenhändigen Widmung von Döhl in Rot und Schwarz, datiert Pfingsten 1970.

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Lot 1219 Domela, César
Sammlung von 6 eigenhändigen Briefen an Herrn Mastenbroek, 7 (1 mit Widmung) Schriften bzw. Katalogen, 2 (1 mit Widmung) Typoskripten über sein Werk, 3 signierten Photos mit Werken sowie einigen Zeitungsausschnitten. Ca. 1950-1965. Unterschiedliche Formate und Einbände (teils mit leichten Gebrauchsspuren).
Schätzpreis 240 €
Schöne Sammlung zum Werk von César Domela. Die Briefe von Domela an Mastenbroek auf holländisch. Die beiden Typoskripte (1 von R.V. Gindertael 1951, 1 zur Domela-Konferenz 1954 in Brasilien) auf Französisch. Die Photos zeigen Objekte. – Unter den Katalogen bzw. Schriften ist auch das Werk: Domela. Six reproductions en couleurs. Preface de W. Kandinsky. Um 1943. – Mit Widmung für Herrn und Frau Mastenbroek. – Teils mit Gebrauchsspuren.

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Lot 1220 Dubuffet, Jean
Parade funèbre pour Charles Estienne. Paris, Editions Jeanne Bucher, 1967. 15 durchgehend in Original-Siebdruck illustrierte, nach Art eines Blockbuchs gebundene Bl., 1. Bl. (Kolophon). 27,3 x 21,8 cm. Original-Kartonage mit illustriertem Original-Umschlag (Rücken etwas gebräunt, minimal angestaubt und fleckig, hinterer Deckel schwach knickspurig).
Schätzpreis 360 €
Erste Ausgabe. – Eins von 400 (GA 450) nummerierten Exemplaren. – Dubuffets Hommage an den berühmten humanistischen Anatomen, Naturforscher und Buchdrucker “Carolus Stephanus” (1504-1564), der durch seinen Bruder Robert Estienne in den Diebstahl der “Grecs du roi” verwickelt wurde. – Innen sehr guter Zustand.

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Lot 1221 Dubuffet, Jean
Tremolo sur l’oeil. Veilhes/Lavaur, Gaston Puel, 1963. 8 Bl. 21,5 x 17 cm. Illustrierte Original-Kartonage (schwach angestaubt, Ecken minimal bestoßen).
Schätzpreis 600 €
Erste Ausgabe. – Eins von 300 Exemplaren. – Basierend auf Dubuffets mit Tuschezeichnungen illustriertem Manuskript, wurde der Band im Sommer 1963 von Serge Lozingot auf der Presse des Künstlers als Lithographie abgezogen (Webel II, S. 60). – Kolophon auf dem hinteren Innendeckel der Kartonage. – Sehr gutes Exemplar.

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Lot 1222 Edition Augenweide – Kowalski, Jörg, Hans-Ulrich Prautzsch und Ulrich Tarlatt
Rauhnachtträume. Mit je 4 (teils farbigen) signierten Original-Siebdrucken von Guillermo Deisler, Ulrich Tarlatt und Steffen Volmer. Halle/Bernburg, 1989. Unpaginiert als Blockbuch gebunden. 40 x 24 cm. Original-Pappband mit ausgestanztem Stern im Vorderdeckel im Original-Pappschuber (eine Ecke leicht gestaucht). [*]
Schätzpreis 240 €
Dritter Druck der Edition Augenweide. – Eins von XX (GA 120) römisch nummerierten Künstler-Exemplaren. – Alle Arbeiten signiert. – Henkel/Russ B 125 und S. 93. – Tadelloses Exemplar.

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Lot 1223 Einstein, Carl
Entwurf einer Landschaft. Illustré de lithographie par C.-L. Roux. Mit 5 blattgroßen Original-Lithographien von Gaston-Louis Roux. Paris, Galerie Simon, 1930. 9 Bl. 25,6 x 19,8 cm. Original-Kartonage mit Deckeltitel in Pergaminumschlag (dieser minimal gebräunt und lichtrandig).
Schätzpreis 900 €
Erste Ausgabe. – Eins von 90 (GA 102) nummerierten Exemplaren auf Hollande van Gelder gedruckt, im Druckvermerk vom Autor und Künstler signiert. – Raabe/Hannich-Bode 65,10 – Skira 320. – Monod 4178. – Der lyrische Texte Carl Einsteins wurde von der “Editions de la Galerie Simons” herausgegeben, die Daniel Henry Kahnweiler 1920 gegründet hatte. Der Pariser Kunsthändler und der Berliner Kunsttheoretiker hatten sich in den 1920ern kennengelernt. Die beiden verband bis zu Einsteins Selbstmord 1940 eine enge Freundschaft, ihr Briefwechsel wurde 1993 herausgegeben. – Titel in Rot und Schwarz, sauberer und breitrandiger Druck auf chamoisfarbenem Papier. – Das Frontispiz minimal fleckig. – Sehr gutes Exemplar.

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Lot 1224 Einstein, Carl – Minkewitz, Reinhard
Zu Carl Einstein “Schulze”. Farbradierung. Point Presse, 1990. Nummeriert, bezeichnet und signiert. 27 x 39 cm. Lose eingelegt in Original-Hülle. Typographie Kirsten Hunger. [#]
Schätzpreis 240 €
Anlässlich des 50. Todestags von Einstein herausgebeben. – Eins von nur 25 Exemplaren. Der zugehörige Text “Schulze” wurde auf der Hülle wiederabgedruckt. – Gut.

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Lot 1225 Elskamp, Max
L’alphabet de Notre Dame La Vierge. Mit 58 ganzseitigen Bild-Text-Holzschnitten mit farbigen Bordüren in Gelb, Blau und Schwarz. Anvers, Buschmann für Conservatoire de la tradition populaire, 1901. 27 x 20,5 cm. Blauer Halbmaroquinband mit reicher Rückenvergoldung und Kopfgoldschnitt, Original-Broschur mit farbigen Deckelholzschnitten eingebunden (diese leicht gebräunt, Einband minimal berieben und bestoßen, Rücken leicht geblichen).
Schätzpreis 300 €
Eins von 100 (GA 215) Exemplaren auf Holländisch Bütten. – Schönes Alphabet des belgischen Symbolisten Max Elskamp (1862-1931), dessen Werk stark von seinem katholischen Glauben geprägt war. – “Alphabet ‘incunable’ sans lettres mobiles” (Monod). – Links auf den Doppelseiten jeweils eine Initiale und der dazu gewählte Begriff oder Vers, rechts die bildliche Darstellung, jeweils gerahmt von einer üppigen floralen Bordüre. Auch Titelei und Druckvermerke sind in Holz geschnitten und verziert. – Ursprünglich als Blockbuch gebunden, hier aufgeschnitten, das erste leere Blatt mit kleinem Aufkleber des “Nederlandsche Boekhandel”. – Selten.

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Lot 1226 Entartete Kunst
Automobil mit Fahrer vor dem Münchener Ausstellungsgebäude “Entartete Kunst”, Eingang Galeriestraße. Vintage. Silbergelatine. Um 1937. 6 x 6 cm. [#]
Schätzpreis 300 €
Soweit lesbar, lautet das Kennzeichen Y 8882, gehörte also zum Regierungsbezirk Düsseldorf. Eventuell war der Fahrer extra zur Ausstellung nach München gefahren. – Knickspur im linken Bildbereich mit kleiner Beschädigung, sonst recht gut.

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Lot 1227 Entartete Kunst
Entartete “Kunst”. Ausstellungsführer (Deckeltitel). Führer durch die Ausstellung Entartete Kunst. Mit zahlreichen Abbildungen. Berlin, Verlag für Kultur- und Wirtschaftswerbung, um 1937/1938. 30 S., 1 Bl. 21 x 14,5 cm. Illustrierter Original-Karton (nachgedunkelt, etwas fleckig und knickspurig, beide Deckel mit kleinem Eckabriss). [*]
Schätzpreis 300 €
Vgl. Hüneke, S. 356 (in: Baron, Entartete Kunst, 1992) – Bolliger 9, 701 – Reed/Rifkind 4. – Es gibt vom Katalog mindestens drei in Text und Bild leicht voneinander abweichende Fassungen, von denen hier die erste vorliegt. Sie ist auf recht schlechtem Papier gedruckt und nennt auf Seite 29 Richard Haizmann einen Juden, was nach Haizmanns direkter Intervention bei Göring Ende 1938 für die zweite Ausgabe geändert wurde. – Beigegeben: original-photographische Postkarte “Entartete Kunst”, Berlin. Mit Abbildung des Ausstellungsgebäudes. Frankiert und abgestempelt 10.4. (19)38. 9 x 13,5 cm. Unbeschriftet. – Insgesamt ordentlich.

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Lot 1228 Entartete Kunst
Entartete “Kunst”. Ausstellungsführer (Deckeltitel). Führer durch die Ausstellung Entartete Kunst. Mit zahlreichen Abbildungen. Zwei unterschiedliche Exemplare. Berlin, Verlag für Kultur- und Wirtschaftswerbung, 1937 / 1938. 30 S., 1 Bl. 21 x 15 cm. Illustrierter Original-Karton (berieben und gebräunt, Rücken teils eingerissen und geklebt). [*]
Schätzpreis 300 €
Vgl. Hüneke, S. 356 (in: Baron, Entartete Kunst, 1992) – Bolliger 9, 701 – Reed/Rifkind 4. – Es gibt vom Katalog mindestens drei in Text und Bild leicht voneinander abweichende Fassungen, von denen hier die ersten zwei vorliegen. Die erste ist auf recht schlechtem Papier gedruckt und nennt auf Seite 29 Richard Haizmann einen Juden, was nach Haizmanns direkter Intervention bei Göring Ende 1938 für die zweite Ausgabe geändert wurde. Auch ist die zweite Ausgabe auf besserem, weißem Papier gedruckt und im Format um Millimeter kleiner. Die dritte, hier nicht vorliegende Ausgabe wäre u.a. an der geänderten Verlagsadresse “In den Zelten” zu erkennen. – Gebräunt, teils etwas fleckig, das Exemplar der zweiten Ausgabe berieben, etwas wasserwellig und mit falscher Datierung auf dem ersten Blatt.

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Lot 1229 Entartete Kunst
Forbidden art in the Third Reich. Paintings by German artists whose work was banned from museums and forbidden to exhibit. Mit 9 Textabbildungen. Boston, Institute of Modern Art, 1945. 4 Bl. 22,5 x 14 cm. Illustrierte Original-Broschur (minimal berieben und gebräunt). [*]
Schätzpreis 600 €
Selten. Eigentlich der Katalog zur ersten Nachkriegs-Ausstellung der Galerie Nierendorf, hier die Variante für Boston, ohne Hinweis auf Nierendorf, mit entsprechendem Eindruck für Boston. Dokumentiert Arbeiten von Hofer, Beckmann, Mataré, Scharl, Dix und Klee. – Innen nur wenig angestaubt, insgesamt gut.

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Lot 1230 Entartete Kunst
Gequälte Leinwand – Seelische Verwesung – Krankhafter Phantasten – Geisteskranke Nichtskönner. Seht Euch das an! Urteile selbst! Besucht die Ausstellung “Entartete Kunst”. Flugblatt zur Ausstellung in den Hofgarten-Arkaden. Druck auf rotem Papier. München, ohne Druckvermerk, 1937. 20 x 13,5 cm. [#]
Schätzpreis 450 €
Ohne Knickspuren, wohlerhalten.

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Lot 1231 Entartete Kunst – Gies, Ludwig
Kruzifix für Lübeck (1921/1922) auf der Ausstellung “Entartete Kunst”. Original-Photographie. Vintage. Silbergelatine. Um 1937. 13,5 x 8,5 cm. [#]
Schätzpreis 300 €
Ohne Hinweis auf den Photographen oder den Ort der Ausstellung, ungelaufen. Links und rechts vom Kruzifix wurden die Hinweistafeln mitphotographiert und kennzeichnen die Aufnahme so als Teil der Ausstellung. Das Kruzifix war eine Auftragsarbeit von Heise, wurde erstmals 1922 auf der Deutschen Gewerbeschau ausgestellt, sofort heftig angefeindet und schon damals teilzerstört. Es gilt als verschollen. – Minimal bestoßen und fleckig, gut.

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Lot 1232 Entartete Kunst – Hoffmann, Heinrich
Großer Kopf (1912) von Otto Freundlich. Original-Photographie. Vintage. Silbergelatine. Um 1937. Format: 14 x 9,5 cm. [#]
Schätzpreis 450 €
Verso mit Angabe des Photographen und gedruckter Legende zur Ausstellung “Entartete Kunst”. Nicht gelaufen. – Motiv von besonderer Bedeutung: der Kopf diente – in etwas abweichender Fassung – als Deckelillustration für den Katalog zu Ausstellung und wurde zu DEM Symbol für den Umgang der Nazis mit “entarteter Kunst”. Hoffmann hatte augenscheinlich im Atelier eine ganze Serie geschossen, denn die Vorlage für die Deckelillustration wurde aus etwas anderer Perspektive und mit etwas anderer Lichtführung photographiert als beim Bild hier. Das Original der Skulptur gilt als verschollen. – Sehr gut erhalten.

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Lot 1233 Entartete Kunst
Original-Eintrittskarte für die Ausstellung “Entartete Kunst” in Düsseldorf im Ausstellungspalast im Ehrenhof, Juni-Juli 1938. Berlin, Druck bei Bireka, 1938. 29 x 70 mm (eine Ecke zur Entwertung abgerissen, Faltspur). [#]
Schätzpreis 600 €
Seltener Beleg zur reichsdeutschen “Tournee” der Ausstellung. – Insgesamt gut.

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Lot 1234 Entartete Kunst – Struck
Ausstellung der NSDAP Berlin. Entartete Kunst. Original-Photographie des Ausstellungsgebäudes (Haus der Kunst am Königsplatz/Platz der Republik). Vintage. Silbergelatine. Um 1938. 9 x 14 cm. [#]
Schätzpreis 300 €
Gelaufen, verso mit kurzem Grußtext an einen Empfänger in Kassel, mit dem Berliner Sonderstempel zur Wander-Ausstellung, datiert 19.4.(19)38 – nur einen Tag vor Führers Geburtstag ! – Gering bestoßen, links oben fleckig und kleine nachgefärbte Fehlstelle, sonst ordentlich.

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Lot 1235 Ernst, Max
Fiat modes – pereat ars. Mit 8 Offsetlithographien von Max Ernst. Berlin, Rainer, 1970. 1 Bl. 44,5 x 32,5 cm. Lose Blatt in brauner Original-Kartonmappe mit Deckeltitel.
Schätzpreis 240 €
Nachdruck des 1919 als Huldigung Giorgio de Chiricos geschaffenen Albums. – Papierbedingt etwas gebräunt, sonst sehr gut erhalten.

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Lot 1236 Estnische Avantgarde
Drei Titel zur estnischen modernistischen Typographie. Unterschiedliche Formate und Einbände (Gebrauchsspuren).
Schätzpreis 300 €
Vorhanden sind I. F. Molnart. Kurat. 1924. – II. H. Ronk. Kaasaegsed. 1926. – III. H. Raudsepp. Porunud aru önnistus. 1931. – Papierbedingt teils gebräunt, Molnar mit Wasserrand im unteren Bereich, sonst ordentlich.

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Lot 1237 Exil – Freier Deutscher Kulturbund in Grossbritannien (Hrsg.)
11 Hefte der Schriftenreihe. London, August 1942-1945. Und: The war as seen by children. London, The Refugee Children’s Evacuation Fund, 1943. 24 S. 20,6 x 13,5 cm. Leinenband der Zeit mit goldgeprägtem Rückentitel “F.D.K.B”, Original-Broschuren eingebunden (Einband leicht berieben und bestoßen).
Schätzpreis 450 €
Erste Ausgaben. – Vorsatz mit montiertem Typoskript der “Birmingham Branch” des F.D.K.B. für den “hochverehrten, langjährigen Vorsitzenden Professor Dr. Arthur Liebert”, datiert “Februar 1946”. – Der Philosoph war 1939 nach England emigriert und unterrichtete in Birmingham, wo er den Freien Deutschen Kulturbund und die im Juli 1942 eröffnete Freie Deutsche Hochschule leitete. – Vorhanden sind: I. Unser ist der Morgen. August 1942. – Exil-Archiv 6047. – II. Women under the Swastika. Dezember 1942. – Exil-Archiv 6564. – Beide mit den Original-Broschuren nach René Graetz. – III. Gekabelt aus Moskau. Juli 1943. – Exil-Archiv 1826. – IV. Erich Weinert: Die fatale letzte Patrone. August 1943. – Sternfeld/Tiedemann 534. – V. Der falsche Magier. November 1943. – VI. Jürgen Kuczynski: Freie Deutsche damals und heute. 1944 – VII. Hans Siebert: Fall Professor Huber. September 1943 – VIII. Theodor Plivier: Der Igel. März 1944. -IX. Das Wesen der Freiheit. Juni 1944. – X. Rita Hausdorff: Silesian Story. 1944 – XI. Karl Wollf: Schiller und die Idee der Freiheit. Januar 1945. – Zu den Mitgliedern des “Freien Deutschen Kulturbundes in Großbritannien” (Free German League of Culture), 1939 von deutschen und österreichischen Emigranten in London gegründet, gehörten u. a. John Heartfield und Oskar Kokoschka sowie der Komponist Ernst Hermann Meyer. – Der zwischengebundene Ausstellungskatalog “The war as seen by children” mit einem Vorwort von J. G. Siebert und der Eröffnungsrede von Oskar Kokoschka zeigt u.a. 20 Reproduktionen von Kinderzeichnungen. Der “Refugee children’s Evacuation Fund” hatte bereits 1941 eine Ausstellung zusammengestellt, die im Klubhaus des F.D.K.B. in Hampstead von Julian Huxley, dem späteren ersten Generaldirektor der UNESCO, eröffnet wurde. Im Januar 1943 wurde die deutlich erweiterte Ausstellung in den Londoner “Cooling Galleries” eröffnet. – Papierbedingt etwas gebräunt, teils knapp beschnitten (ohne Textverlust).

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Lot 1238 Exil – Fried, Erich
Oesterreich. Gedichte. Geschrieben 1944-1945 in England. Gewidmet dem Andenken Stefan Brills. Zürich, Atrium, 1946 (recte London, 1945). 31 S. 18,4 x 12,4 cm. Original-Broschur mit Original-Umschlag (dieser leicht gebräunt).
Schätzpreis 240 €
Erste Ausgabe dieser frühen Exilveröffentlichung. – Deutsches Exil-Archiv 1673 – Sternfeld/Tiedemann 150. – Mit eigenhändiger signierter Widmung Erich Frieds “Mit Dank und guten Wünschen” und dem Zusatz “in Wirklichkeit ist das schon Ende vorigen Jahres – 1945 – erschienen, nur vordatiert um nicht zu veralten”. Außerdem hat Fried die eingedruckte Jahreszahl “MCMXLVI” durchgestrichen und durch “1945” ersetzt. – Frieds zweiter Gedichtband erschien im Atrium Verlag, der in London von Kurt Leo Maschler betrieben wurde. – Gutes Exemplar.

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Lot 1239 Exil
Sammlung von 23 linken bzw. antifaschistischen Kleinschriften meist in englischer Sprache und meist aus dem Exil. Unterschiedliche Formate. Teils in Montagetechnik gestaltete, illustrierte Original-Broschuren (gering bestoßen, teils etwas gebräunt).
Schätzpreis 300 €
Viele Schriften zu Österreich und der CSSR. Vorhanden sind u.a.: L. Spira, We are not alone. London, um 1943 (Rückdeckel fehlt); G. Schaffer, Can the German people revolt?. London, Januar 1944; S. Kahn, The National Committee Free Germany. London, 1943; J. Kostmann, Restive Austria. London um 1940; La otra Alemania. Das andere Deutschland. Dezember 1943; H. Kahle, They plotted against Hitler. London Juli 1944. – Weitere. – Papierbedingt gebräunt, selten Marginalien, vereinzelt wasserrandig, insgesamt recht gut.

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Lot 1240 Exil
Sammlung von 25 linken bzw. antifaschistischen Kleinschriften meist in deutscher Sprache und meist aus dem Exil. Unterschiedliche Formate. Teils in Montagetechnik gestaltete, illustrierte Original-Broschuren (gering bestoßen, teils etwas gebräunt).
Schätzpreis 360 €
Vorhanden sind u.a.: Deutschland-Information des ZK der KPD. No. 1/1938; Das Recht auf Bildung. Straßburg 1937; Der rote Student. November 1931; Zweimal auf der Flucht. Schutzbündler berichten. Wien 1936; Weg und Zeil. Prag, August-September 1937; Br. Grimm, Gau Schweiz? Zürich 1939; Aufruf. Streitschrift für Menschenrecht. Prag. November 1933; Marxistische Tribüne. Hg. von der SAP. Oktober 1936. Mit einem Beitrag von Willy Brandt; Marxistische Tribüne. Hg. von der SAP. November-Dezember 1937; Sind die Deutschen in der Tschechoslovakei unterdrückt? Prag, 1937; Freundschaft. Monatsschrift der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei. Juli 1933. – Weitere. – Papierbedingt gebräunt, selten Marginalien, insgesamt recht gut.

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Lot 1241 Exil – Zweig, Stefan
Schachnovelle. Buenos Aires, Pigmalion, 1942. 97 S., 3 Bl. (die letzten beiden weiß). 20,3 x 13,5 cm. Illustrierte Original-Kartonage mit Rücken- und Deckeltitel in Pergamin-Umschlag (Kapitale minimal bestoßen).
Schätzpreis 3600 €
Erste Ausgabe von Stefan Zweigs letzter Veröffentlichung. – Eins von 250 (GA 300) nummerierten Exemplaren. – Klawiter F 110. – “Das Original dieses Buches wurde vom Verfasser wenige Stunden vor seinem Tod seinem Freund und Übersetzer Alfredo Cahn zugeschickt und erscheint als Liebhaberdruck” (Druckvermerk). – Unaufgeschnitten, papierbedingt leicht gebräunt. – Eine der seltensten Zweig-Editionen in nahezu verlagsfrischem Zustand.

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Lot 1242 Exlibris
Sammlung von 106 Exlibris. Verschiedene Techniken. Meist Deutschland, ca. 1900-1920. 9 x 5,5 cm bis 16 x 12 cm. Auf Kartons montiert.
Schätzpreis 240 €
Trägerkartons teils mit handschriftlichen Angaben zum Künstler. Vereinzelt auch spätere Drucke. – Gut erhalten.

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Lot 1243 Exlibris
Sammlung von ca. 100 heraldischen Exlibris. Verschiedene Techniken. Meist Deutschland, ca. 1900-1920. 8,5 x 6 cm bis 23 x 20 cm. Teils auf Kartons montiert, teils gesteckt.
Schätzpreis 240 €
Trägerkartons teils mit handschriftlichen Angaben zum Künstler. Vereinzelt auch spätere Drucke. – Gut erhalten.

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Lot 1244 Exlibris
Sammlung von ca. 350 Exlibris. Verschiedene Techniken. Meist Deutschland, ca. 1900-1920. 6,5 x 5,5 cm bis 19,5 x 14,5 cm. Auf Kartons montiert.
Schätzpreis 300 €
Trägerkartons teils mit handschriftlichen Angaben zum Künstler. Vereinzelt auch spätere Drucke, mit wenigen Doubletten. – Insgesamt gut erhalten.

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Lot 1245 Exlibris
Sammlung von über 80 meist jüdischen Exlibris. Meist Niederlande. Ca. 1900-1940. Unterschiedliche Techniken und Formate. Ca. 6 x 2,5 cm bis 20,5 x 13,5 cm. Gesteckt in modernem Ringordner. [*]
Schätzpreis 300 €
Die Entwürfe stammen u.a. von I. Spreekmeester, P. Wolbrand, M. Pot und C. Beekman für Leo Polak, Joseph Gompers, Judith Pezaro, Hein Kohn, Simon de Vries jr., Nathan Stodel, Lodewijk Polak, Rabbiner Dünner, Sam Goudsmit u.a. – Beiliegend: 23 Buchhandelsschildchen meist jüdischer Händler in Amsterdam sowie 2 Graphiken zur Erinnerung dem “Barmizwaknaben” von der Synagogengemeinde zu Breslau. 1919. 20,5 x 13,5 cm.

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Lot 1246 Exlibris – Vogeler, Heinrich
Exlibris für Rena Fränkels. Original-Radierung. In der Platte (und eigenhändig ?) monogrammiert. Worpswede, 1912. Plattengröße: 10,5 x 8 cm. Blattgröße: 15 x x 12 cm. Auf Karton mit handschriftlicher Bezeichnung gesteckt.
Schätzpreis 240 €
Seltenes Exlibris für Rena Fränkeld. – Oberer Rand mit schwachem kleinen Fleck, sonst sehr guter Zustand.

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Lot 1247 Expressionismus – Butterlin, Hanns Otto
Ixtaccihuatl. Der Azteken Legende vom Berge der schlafenden Frau. Mit 5 Original-Holzschnitten des Künstlers. Berlin, AR Meyer, 1921. 14 S., 1 Bl. 16,5 x 12 cm. Illustrierter Original-Pappband (etwas bestoßen und fleckig). [*]
Schätzpreis 240 €
Erste Ausgabe. – Nicht bei Raabe/H. – Auf dem ersten Blatt mit dreizeiliger eigenhändiger Widmung des Künstlers an seine Großeltern, datiert Berlin, 7.II.(19)21. Die fünf Originale finden sich auf dem Vorderdeckel, auf den Spiegeln sowie im Text. Butterlin (1900-1956) lebte schon seit 1907 in Mexiko, unternahm aber zahlreiche Reisen in die USA und nach Europa. Wie es zum Kontakt mit AR Meyer kam, ist wohl nicht bekannt. – Block lose, papierbedingt etwas gebräunt, sonst recht gut.

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Lot 1248 Expressionismus
Genius. Zeitschrift für werdende und alte Kunst. Herausgegeben von C.G. Heise und H. Mardersteig und K. Pinthus. Jahrgang I, 2. Hälfte. Mit 3 Original-Graphiken und zahlreichen, teils farbigen Tafeln und Abbildungen. München, Wolff, 1919. 35 x 27 cm. Original-Broschur (Block lose, Rücken etwas fleckig, Hinterdeckel und Rücken etwas feuchtwellig). [*]
Schätzpreis 240 €
Söhn, HDO 120. – Rifkind Coll. S. 837 – Reed 275 – Jentsch 72. – Raabe, Zeitschriften 74. – Enthält Original-Holzschnitt von Franz Marc (Tierlegende, Lankheit 831,3), eine Original-Lithographie von Iganz Epper sowie eine Original-Radierung von Heinrich Nauen. – Titelei und Inhaltsverzeichnis lose, montierte Tafeln teils mit Ausriss an der Montierung, leicht gebräunt.

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Lot 1249 Expressionismus
Genius. Zeitschrift für werdende und alte Kunst. Hrsg. von C. G. Heise und H. Mardersteig (Band I mit K. Pinthus). Jahrgänge I-III in 3 Bänden. Mit 16 (1 kolorierten) Original-Graphiken und zahlreichen, teils farbigen Tafeln und Abbildungen. München, Wolff 1919-21. 35 x 27 cm. Original-Halbpergamentbände mit goldgeprägten Rückenschildern und goldgeprägten Deckelvignetten (Kanten und Ecken leicht berieben und leicht bestoßen, Deckel etwas beschabt, vereinzelt etwas berieben und fleckig, Bindung von Band 1 etwas gelockert).
Schätzpreis 1200 €
Söhn, HDO 120. – Rifkind Coll. S. 837 – Reed 275 – Jentsch 72 – Raabe, Zeitschriften 74. – Enthält Original-Holzschnitte von K. Schmidt-Rottluff (2, Schapire 189 und 274), R. Seewald (kolor., Jentsch H 77 III), F. Marc (Lankheit 831,3), E. Heckel (Dube 264), F. Masereel, M. Kaus und A. Rouveyre; desweiteren Original-Lithographien von K. Caspar, I. Epper, G. Ehrlich, E. Scharff, A. Archipenko (Karshan 23), C. Hofer (Rathenau L 34) und A. Kanoldt (Ammann L 10) sowie eine Original-Radierung von H. Nauen. – “Repräsentative Kunstzeitschrift unter Einbeziehung der expressionistischen Dichtung. Führende Museumsleute und Kunsthistoriker nehmen zur expressionistischen Kunst in eingehenden Würdigungen und Untersuchungen Stellung. Daneben Abhandlungen zur älteren Kunst … Im jeweils zweiten Teil eines Buches (Dichtung und Menschheit) Proben neuer, meist expressionistischer Dichtungen, philosophische Abhandlungen und Übersetzungsproben.” (Raabe) – “Genius became one of the most scholarly and attractive art journals of the time” (Reed). – Vereinzelt minimal fleckig, insgesamt sehr gut erhalten.
Volume I-III. With 16 (1 coloured) original graphics. Bound in original half vellum (occasionally mildly rubbed and spotted). Minor foxing. Fine copies.
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Lot 1250 Expressionismus – Grosz, George
Prospekt zur Zeitschrift “Neue Jugend” / Verlag Neue Jugend Berlin”. Deckelzeichnung von Grosz. Mit einem Gedicht von J.R. Becher und einer Vorbemerkung (von Wieland Herzfelde?). Berlin ohne Druckvermerk, 1917. Doppelblatt. 21,5 x 16,5 cm (gefaltet, unterschiedlich gebräunt, kleine Randläsuren).
Schätzpreis 240 €
Vgl. Dietzel/H. 2152 – Hermann 277 – Seltener Subskriptionsprospekt mit der angehängten Bestellkarte. Um während des Krieges bei den Zensurbehörden nicht eine neue Publikationslizenz beantragen zu müssen, übernahm W. Herzfelde den Namen einer 1914 erschienenen Zeitschrift und setzte sie in Heft- und Seitenzählung scheinbar fort. Die ‘Neue Jugend’ (1.1916/17) ist aber inhaltlich und redaktionell ein neues Blatt. Die Zeitschrift wurde nach Heft 11/12 des ersten Jahrgangs verboten. – Ordentlich.

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Lot 1251 Expressionismus – Hoddis, Jakob van (das ist: Hans Davidsohn)
Weltende. Mit einem Original-Holzschnitt von A. Krapp. Berlin, Die Aktion, 1918. 28 S., 2 Bl. 21,5 x 13,5 cm. Rote Original-Broschur mit montiertem Deckelschild und neuer Fadenheftung (etwas fleckig und wasserrandig, Rücken und vorderer Deckel professionell restauriert).
Schätzpreis 360 €
Der Rote Hahn 19. – Erste Ausgabe. – Raabe/Hannich-Bode 129,1. – Die erste und einzige Buchveröffentlichung des Dichters, der mit dem titelgebenden Gedicht den literarischen Expressionismus nahezu im Alleingang begründete. – Papierbedingt etwas gebräunt, zwei Blätter schwach wasserrandig, die letzten beiden Blätter mit roten Verfärbungen im unteren Rand.

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Lot 1252 Expressionismus – Jung, Franz
Das Trottelbuch. Leipzig, Theodor Gerstenberg (vormals Richard Sattlers Verlag), 1912. 122 S., 1 weißes Bl. 19,8 x 13 cm. Farbig illustrierter Original-Leinenband von Franz Henseler (gering geblichen, minimal fleckig und bestoßen).
Schätzpreis 600 €
Erste Ausgabe des Erstlingswerks. – Raabe/Hannich-Bode 145.1. – Die Frühexpressionisten um Franz Pfemferts “Aktion” waren von dem neuen “Barbaren” begeistert, dessen “Trottel” sich in einer Welt voller Säufer, Raufbolde und mannstoller Weiber bewegt. – 1918 übernahm Pfemfert für seinen Verlag “Die Aktion” die Restauflage von Gerstenberg und brachte sie mit einem neuen Titelblatt heraus. – Papierbeding leicht gebräunt, zwei Blatt mit Braunfleckchen, Klammerung minimal angerostet, insgesamt gutes Exemplar.

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Lot 1253 Expressionismus – Kandinsky, Wassily und Marc, Franz (Hrsg.)
Der Blaue Reiter. Mit 35 (4 handkolorierten) Tafeln, 106 Abbildungen, 8 Vignetten und 3 Musikbeilagen. München, Piper, 1912. 2 Bl., 131 S., 1 Bl. Anzeige (von 5), S. 132-140 (Verzeichnis “Artikel” und “Reproduktionen”). 30,2 x 22,5 cm. Dekorativer blauer Halbmaroquinband der Zeit mit reicher Rückenvergoldung und Kopfgoldschnitt, eingebundenem Original-Umschlag mit Holzschnitt von Kandinsky in Schwarz und Blau. (Minimal berieben, Ecken leicht bestoßen).
Schätzpreis 3600 €
Erste Ausgabe. – Roethel 141 – Eine der wichtigsten Programmschriften des Expressionismus und der Moderne. Mit Textbeiträgen von den Herausgebern, Macke, Schönberg u. a. Illustrationen von Arp, Kandinsky und Marc. Musik von Alban Berg, A. Schönberg und Anton von Webern, darüber hinaus Abbildungen von Werken der meisten bedeutenden Künstler der Moderne. – Mit nur einem Anzeigenblatt (Moderne Galerie Heinrich Thannhauser), das zwischen Musikbeilagen und Inhaltsverzeichnis eingebunden ist; erstes Seidenhemdchen fast lose, knittrig und mit Eck- und Randausriss, zweites Leibchen mit restauriertem Eckausriss.
First edition. – With 35 (4 hand-coloured) plates, 106 illustrations, 8 vignettes and 3 musical inserts. Blue half leather binding with rich gilding to spine (minimally rubbed, corners slightly bumped), orig. wrappers with woodcut in black and blue by Kandinsky bound in. With only one advertising page bound in between the musical inserts and table of contents; first tissue guard almost loose showing crease marks, loss to one corner and to the edge, second tissue guard with restored loss to corner.
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Lot 1254 Expressionismus
Das Kunstblatt. III. Jahrgang 1919. Hrsg. von Paul Westheim. Mit dem signierten und datierten Original-Holzschnitt von Conrad Felixmüller sowie 3 (von 10) weiteren Original-Holzschnitten und zahlreichen Abbildungen im Text und auf Tafeln. Potsdam, Kiepenheuer, 1919. 383 S. 28 x 21,5 cm. Halbleinen der Zeit mit goldgeprägtem Rückentitel (leicht berieben, minimal bestoßen).
Schätzpreis 450 €
Söhn III, 31803/05/10/11 – Schlawe II 35. – Seltener Jahrgang der bedeutendsten Zeitschrift des künstlerischen Expressionismus. – Mit dem signierten und datierten Original-Holzschnitt “Mutter” (Söhn 157b) von Conrad Felixmüller sowie den Holzschnitten von W. Grothein “Raucher” (Rifkind 823), André Derain “Stilleben” und Willi Zierrath “Turm” (Rifikind 3155). – Vorderer Deckel der Original-Broschur von Heft 1 vorgebunden. – Es fehlen die Original-Graphiken von O. Müller, L. Feininger, H. Campendonk, O. Gleichmann, M. Burchartz, A. Kerschbaumer und Ch. Rohlfs sowie die Original-Kartonagen und Werbung. – Papierbedingt nur leicht gebräunt, Bindung teils etwas gelockert, die Holzschnitte in sehr gutem Zustand.

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Lot 1255 Expressionismus
Das Kunstblatt. II. Jahrgang 1918. Hrsg. von Paul Westheim. In 2 Bänden. Mit 12 Original-Graphiken und zahlreichen Abbildungen im Text und auf Tafeln. Potsdam, Kiepenheuer, 1917. 391 S., 3 Bl. 28,2 x 21,2 cm. Spätere Leinenbände mit Rückenschild (minimal angestaubt).
Schätzpreis 1200 €
Söhn III, 31701-31712 – Schlawe II, 35. – Der komplette zweite Jahrgang des bedeutendsten Organs des künstlerischen Expressionismus mit Original-Holzschnitten von Erich Heckel (Frühlingslandschaft, Dube 255), Karl Schmidt-Rottluff (Menschenpaar, Schapire 199), Georg Schrimpf (Akt IX, Hoffmann/Präger 1916/3), Max Pechstein (Säugling, Krüger H 179), Gottfried Graf (Mädchen mit Paradiesvogel, Hüll H 20) und Christian Rohlfs (Tod mit dem Sarg, Vogt 104), außerdem mit einem Original-Linolschnitt von August Macke (Komposition 3 Akte) sowie den Original-Lithographien von Werner Gothein (Kuß), Otto Baumberger (Kreuzabnahme), Otto Gleichmann (Weltentrückte), Max Pechstein (Nach dem Bade, Krüger L 266) und Ludwig Meidner (Gebet). – Die Original-Kartonagen und Werbung getrennt im zweiten Band zusammengebunden. – Papierbedingt nur leicht gebräunt, nur wenige Blatt minimal braunfleckig, die Original-Graphiken in sehr gutem Zustand.

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Lot 1256 Expressionismus
Menschen – Dresdner Montagsblatt. Früher: Menschen. Herausgegeben von der Sozialistischen Gruppe der Geistesarbeiter. Nr. 19. Zum Ersten Mai. Mit einem Titelholzschnitt (signiert P). Doppelblatt. 46 x 31 cm. (Gefaltet, gebräunt, Randläsuren).
Schätzpreis 600 €
Raabe Zs. 39 – Organ des Dresdener Expressionismus, von Stiemer im Umfeld des Dresdener Verlags von 1917 begründet. Hier die sehr seltene Fortführung im zweiten Quartal 1919, bis zur Nummer 26 unter diesem veränderten Titel erschienen. Raabe ohne Hinweis auf den Künstler “P”, nicht bei Söhn, da kein Original. – Gering lichtspurig, recht gut.

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Lot 1257 Expressionismus
Menschen. Montagsblatt-Dresden. Herausgegeben von der Sozialistischen Gruppe der Geistesarbeiter (Herausgeber Heinar Schilling, Redakteur Walter Rheiner). Nummer 13 (30). 24.März 1919. Doppelblatt. 48 x 32 cm. (Gefaltet, gebräunt, Randläsuren).
Schätzpreis 360 €
Raabe Zs. 39 – Organ des Dresdener Expressioniusmus, von Stiemer im Umfeld des Dresdener Verlags von 1917 begründet. Seltene, unbebilderte Nummer mit Beiträgen von Rheiner, R. Müller, Gorki. – Randläsuren teils mit Filmoplast fixiert, ordentlich.

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Lot 1258 Expressionismus – Pfister, Kurt
Deutsche Graphiker der Gegenwart. Mit 23 Original-Graphiken und 8 Abbildungen auf Tafeln. Leipzig, Klinkhardt & Biermann, 1920. 41 S., 1 Bl. 33 x 24 cm. Illustrierte (R. Seewald) Original-Halbleinwand mit Rücken- und Deckeltitel (Hinterdeckel mit Feuchtspur, Ecken und Kapitale etwas bestoßen, Kanten etwas beschabt, etwas fleckig und gebräunt).
Schätzpreis 2000 €
Söhn, HDO I, 108. – Bedeutende Sammlung expressionistischer Original-Graphik. – Söhn I 108. – Komplettes Exemplar mit allen Graphiken und Tafeln. – Enthält drei Selbstporträts in Original-Lithographie von Lovis Corinth (Schwarz 409), Käthe Kollwitz (Klipstein 145) und Max Liebermann (Schiefler 307), desweiteren Original-Lithographien und Original-Holzschnitte von E. Heckel “Jüngling” (Dube 226 B), O. Müller “Badende”, M. Beckmann “Pierrot und Maske” (Gallwitz 146), E. Barlach “Gruppe im Sturm” (Schult 162), Schmidt-Rottluff “Frauenkopf” (Schapire 191), G. Grosz “Er hat Hindenburg verspottet”, P. Klee “Riesenblattlaus” (Kornfeld 77 II b), L. Feininger “Hansaflotte” (Prasse W 115), A. Kubin “Auf der Flucht” (Raabe 126), Grossmann “Der Boxer”, Pechstein “Weib vom Manne begehrt” (Fechter 157), Felixmüller “Selbstbildnis” u.a. – Besitzvermerk auf Vorsatz, die Seidenhemdchen teils etwas gebräunt und fleckig, Block angeplatzt, eine Tafel etwas gelockert, leicht gebräunt.

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Lot 1259 Expressionismus – Rheiner, Walter
Der bunte Tag. Erste Gedichte, Gedicht-Fragmente, Prosa-Versuche, Skizzen, Novellistische Fragmente. Dresden, Dresdner Verlag von 1917, 1919. 121 S., 4 Bl. 23,4 x 15 cm. Original-Pappband mit montiertem Deckelschild (dieses schwach fleckig und gebräunt, der Buntpapierbezug partiell minimal geblichen und berieben, leicht aufgebogen).
Schätzpreis 1200 €
Dichtung der Jüngsten, Band 12/13. – Erste Ausgabe. – Raabe/Hannich-Bode 245, 6. – Eins von 90 nummerierten und vom Autor im Druckvermerk signierten Exemplaren der Vorzugsausgabe “auf holzfreies Dickdruckpapier abgezogen und in Pappband mit handgearbeitetem Künstler-Überzugspapier gebunden”. Zehn weitere Exemplare wurden in Leder gebunden. – Enthält in Paris und Köln entstandene Gedichte, Gedicht-Fragmente, Prosa-Versuche und Skizzen aus den Jahren 1912-14, 1915 im Krieg verfasste novellistische Bruchstücke sowie eizelne Versuche aus dem Jahr 1911. Rheiner selbst umreißt im Vorwort seinen künstlerischen “Weg vom naiven, unbeholfenen, naturalistisch-impressionistischen Gedicht zur bewußt sprachrevolutionären radikal expressionistischen Symphonie”. – Klammerheftung teilweise etwas angerostet, die unbeschnittenen Blattkanten partiell leicht gebräunt, nur vereinzelte Blatt schwach stockfleckig.

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Lot 1260 Expressionismus – Rheiner, Walter
Kokain. Novelle. Mit 7 ganzseitigen Illustrationen nach Zeichnungen von Conrad Felixmüller. Dresden, Dresdener Verlag von 1917, 1918. 43 S., 2 weiße Bl. 31 x 22 cm. Original-Kartonage mit farbig illustriertem Kleisterpapierbezug, montiertem zweifarbigen Deckelschild und Original-Fadenheftung (unteres Kapital mit kleinerer Fehlstelle sowie kleinen Bezugsfehlstellen am oberen Kapital, am Rücken und in der unteren Ecke des vorderen Deckels, insbesondere an den Kanten etwas berieben). [*]
Schätzpreis 3600 €
Erste Ausgabe des ersten Vorzugsdrucks des Dresdener Verlags von 1917. – Eins von 100 nummerierten Exemplaren (GA 300) der Vorzugsausgabe, im Druckvermerk vom Verfasser signiert. – Söhn 231 – Raabe 245, 5 – Lang 58. – Schöner breitrandiger Druck auf bläulichem Bütten, Titel in Rot und Schwarz. – Die Zeichnungen entstanden Anfang September 1918 in Klotzsche bei Dresden, wohin Felixmüller mit seiner frisch Angetrauten kurz zuvor gezogen war. – Felixmüller sollte dem Autoren der autobiographisch inspirierten Novelle, die von einem Abhängigen handelt, der sein Elend mit einem Schuss in den Mund beendet, mit dem großformatigen Ölgemälde “Der Tod des Dichters Walter Rheiner” ein Denkmal setzen, nachdem dieser 1925 in einer Berliner Absteige einer Überdosis Morphium erlegen war. – Spiegel etwas knittrig, Schrift teilweise etwas durchgedruckt, ansonsten sehr schönes Exemplar; selten!

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Lot 1261 Expressionismus – Rheiner, Walter
Das schmerzliche Meer. Frühe und neue Gedichte. Dresden, Dresdner Verlag von 1917, 1918. 1 Bl., 177 S. 22,8 x 15 cm. Original-Pappband (etwas gebräunt und angestaubt, Kanten leicht berieben, Ecken minimal bestoßen).
Schätzpreis 300 €
Dichtung der Jüngsten, Band II/III. – Erste Ausgabe. – Raabe/Hannich-Bode 245, 3 – Jentsch 40. – Die umfangreichste Lyriksammlung des 1925 mit 30 Jahren verstorbenen Kokainisten, gewidmet “Fo, meiner Frau”. Rheiner, eigentlich Walter Heinrich Schnorrenberg, hatte Amalie Friederike Olle 1918 geheiratet. Als seine Mutter ihn 1924 entmündigen ließ, reichte sie in seinem Namen die Scheidung von der von ihr aufgrund ihrer sozialen Herkunft verachteten Schwiegertochter ein. – Papierbedingt leicht gebräunt, die zweiseitig unbeschnittenen Seiten etwas angerändert und teils mit kleineren Läsuren.

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Lot 1262 Expressionismus – Rheiner, Walter
Das tönende Herz. Gedicht. Mit einem signierten Original-Holzschnitt von Conrad Felixmüller. Dresden, Felix Stiemer Verlag (ausgestrichen und überstempelt “Dresdner Verlag von 1917”), 1918. 83 S. 21,8 x 13,5 cm. Schwarze Original-Kartonage mit rotem montierten Deckelschild (Kanten minimal berieben, Ecken leicht bestoßen, unteres Kapital mit kleiner Restaurierung).
Schätzpreis 1800 €
Dichtung der Jüngsten, Band IV. – Äußerst seltene erste Ausgabe von Rheiners Erstveröffentlichung. – Eins von hundert Exemplaren der “vorläufigen Kriegsausgabe mit einem Porträtholzschnitt des Autors von Felix-Müller”, von Rheiner im Druckvermerk nummeriert und signiert. – Raabe/Hannich-Bode 245, 1 – für den Holzschnitt vgl. Jentsch 40 – Söhn 129 D. – Rheiners erste Buchveröffentlichung enthält neben Gedichten (Mottogedicht, Ostergedicht, Berlin, Der junge Dichter, Der irdische Gesang) die zwei Prosastücke “Der Tod des Schwärmers Gautier Fémin” und “Die Erniedrigung”. – Die erste im Januar 1918 gedruckte Auflage erschien noch im Felix Stiemer Verlag. Zusammen mit diesem hatten Rheiner und Felixmüller 1917 die “Expressionistische Arbeitsgemeinschaft Dresden” gegründet, die Ende des Jahres in der “Gruppe 17” aufging. Der “Dresdener Verlag von 1917” brachte dann ein Jahr später eine erweiterte Auflage des Bandes heraus. – Das vorliegende Exemplar ist also ein interessantes Zeugnis der Übergangszeit, bei dem sowohl auf dem Titel als auch auf dem Vortitel der Hinweis auf den Stiemer Verlag ausgestrichen und der Stempel “Dresdner Verlag von 1917” daneben gesetzt wurde. – Vortitel mit alter handschriftlicher Widmung und altem Namenseintrag, der montierte Holzschnitt leicht gebräunt und in den Ecken etwas leimspurig, die Seiten papierbedingt minimal gebräunt, die Ecken nur wenig bestoßen.

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Lot 1263 Expressionismus
Vierzehn Postkarten mit Abbildungen expressionistischer und avantgardistischer Gemälde und Zeichnungen. Überwiegend München, Goltz, um 1924-30. [#]
Schätzpreis 2000 €
Die Postkarten dokumentieren u.a. Arbeiten von Josef Eberz, Carlo Mense, Georg Schrimpf, Paul Klee, George Grosz, A. von Jawlensky und Erich Thum. – Nicht gelaufen. – Gering bestoßen, angestaubt und gebräunt, insgesamt recht gut.

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Lot 1264 Expressionismus – Vogeler, Heinrich
Oktoberbrief 1920 (der Arbeitsgemeinschaft Barkenhof). Mit einem Original-Holzschnitt-Initial. Worpswede, 1920. Einblattdruck. 45,5 x 29,5 cm.
Schätzpreis 360 €
Sehr seltener Beleg für die kurzlebige Utopie. Die Arbeitsgemeinschaft bestand auf dem Barkenhoff (die Schreibweise oben mit nur einem “f” ist Vogeler-typisch) von Anfang 1920 bis Anfang 1921, dann wurde sie in Arbeitsschule Barkenhoff umgenannt. – Vgl. ausf. Fähnders (online) in seinem Vortrag 2016 – Druck auf gutem weißem Papier. – Quergefaltet, kleine Randläsuren, minimal fleckig, angesichts der Seltenheit gut.

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Lot 1265 Expressionismus – Vogeler, Heinrich
Weihnachtsbrief (1920 der Arbeitsgemeinschaft Barkenhof). Mit einem Original-Holzschnitt-Initial. Worpswede, Druck der Handpresse des Barkenhof, 1920. Einblattdruck. 45,5 x 29,5 cm.
Schätzpreis 360 €
Sehr seltener Beleg für die kurzlebige Utopie. – Vgl. ausf. Fähnders (online) in seinem Vortrag 2016 (besonders S. 11 mit o.a. Zitat aus dem Flugblatt) – Druck auf gutem weißem Papier. – Quergefaltet, kleine Randläsuren, minimal fleckig, angesichts der Seltenheit gut.

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Lot 1266 Expressionismus
Das Wissen um Expressionismus. Führer durch die Ausstellung der Abstrakten. Saal 27, 28, 29, 30. Sommer 1926. Grosse Berliner Kunstausstellung. Mit 42 Abbildungen auf 32 Tafeln. Titel und typographische Gestaltung von Oscar Nerlinger. Berlin, Das Kunstarchiv, 1926. 42 S., 1 Bl. 23 x 15,5 cm. Illustrierte Original-Kartonage (etwas angestaubt, Rücken mit kleinen Fehlstellen).
Schätzpreis 300 €
Veröffentlichung des Kunstarchivs Nr. 10. – Sehr seltener Ausstellungsführer, von O. Nerlinger typographisch gestaltet. – Die farbige Ausgestaltung der Ausstellungsräume der Abstrakten vom Bauhaus Dessau. – Beteiligt waren 62 Künstler mit 184 Werken. – Papierbedingt etwas gebräunt.

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Lot 1267 Fekete, Esteban – Tschechow, Anton
Rothschilds Geige. Erzählung. Mit 3 signierten Original-Farbholzschnitten von E. Fekete. Offenbach, Edition Huber, 1971. 20 S., 2 Bl. als Blockbuch gebunden. 34,5 x 22,5 cm. Handgebundener Original-Leinenband (von Th. Zwang) mit montiertem Farbholzschnitt auf dem Vorderdeckel (leicht fleckig).
Schätzpreis 240 €
Eins von 150 (GA 160) nummerierten Exemplaren. – Paschke 309-311. – Die Farbholzschnitte jeweils von fünf Holzstöcken vom Künstler selbst auf der Handpresse gedruckt. – Schönes Exemplar.

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Lot 1268 Film
Sammlung von über 350 Karteikarten zu deutschen und internationalen Schauspielern. Mit ca. 170 in die Karten montierten Miniatur-Diapositiven. Deutschland, ca. 1928-1930. 14 x 9 cm. Lose in einem zeitgenössischen Holzkasten mit Register. [#]
Schätzpreis 450 €
Wohl von einem Filmjournalisten erstellte umfangreiche Schauspielerkartei. Auf den Karten sind meist die Geburtsdaten, die Adresse und eine Filmographie der einzelnen Schauspieler verzeichnet. Die meist in die linke obere Ecke montierten Diapositive von 1 bis 1,5 x 1,5 bis 2,2 cm. Vereinzelt mit späteren Eintragungen bis in die 1950er Jahre. – Unter den Schauspielern (auch einige Stummfilmstars) u.a. Josefine Backer (sic!), Nils Asther, Greta Gabo, Gary Cooper, Wilhelm Dieterle, Lilian Harvey und Buster Keaton. – Gut erhalten.

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Lot 1269 Film
SOS Eisberg. Sammelalbum mit montierten Sammelbildern sowie zahlreichen Abbildungen in Tiefdruck. Farbige Einbandgestaltung von Georg Goedecker. Berlin, UFA, 1933. 12 Bl. 22 x 16 cm. Farbig illustrierte Original-Broschur (etws nachgedunkelt und leicht wellig, Rücken mit Einrissen, Fußkapital mit kleiner Fehlstelle). [*]
Schätzpreis 300 €
Komplett mit allen Bildern. Enthält auch Äußerungen von L. Riefenstahl, Sepp Rist, Kurzbiographien der Beteilgten, Beschreibungen der Dreharbeiten u.a. – Blatt etwas gewellt, innen sauber, insgesamt gut.

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Lot 1270 Film
Zehn Pressephotos zur amerikanischen Filmindustrie. Original-Photographien. Vintages. Silbergelatine. Montiert. Beverly Hills, De Wan u.a., um 1950-1965.
Schätzpreis 240 €
Format: 18 x 24 cm. Verso meist mit montierten Zetteln mit Pressetext, teils mit Studiostempel. Zeigt u.a.: Edward G. Robinson, Lex Barker, Harry M. Warner, Jane Russell, Red Skelton, Bing Crosby, diverse Ehrengäste bei Uraufführungen u.a. – Verso Tesafilmspuren ohne Farbdurchschlag, nur geringe Kratzspuren, sonst recht gut.

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Lot 1271 Fischer, Oskar
8 Stunden! Stellungnahme führender Künstler zum Achtstundentag. Publikation der Künstlerhilfe. Mit 18 Illustrationen. Berlin, Neuer Deutscher Verlag, 1924. 36 S. 24 x 19,5 cm. Original-Broschur mit einer Photomontage von Oskar Fischer (Ecken des Vorderdeckels mit Knickspur, leicht angestaubt und etwas fleckig).
Schätzpreis 600 €
Nicht bei Bolliger. – Seltene Publikation progressiver Künstler und Schriftsteller im politischen Kampf für den Achtstundentag in Deutschland. Mit Textbeiträgen von M. Barthel, K. Hiller, E. Mühsam, Mynona, E. Piscator, E. Toller u.a. sowie Illustrationen von K. Kollwitz, G. Grosz, O. Nagel, H. Baluschek, O. Dix, H. Zille u.a. – Obere Ecke mit leichter Knickspur, sonst schönes Exemplar. – Dabei: Fischer, Oskar. Sammlung von sechs Werbebroschuren, alle von O. Fischer gestaltet. Ca. 1930er Jahre. 15 x 11 cm bis 21 x 15 cm. Original-Broschuren. – Die Werbeblätter für Versicherungen und Siegperle-Werk. – Verso mit Spuren einer alten Montierung, eine Broschur gestempelt, eine Broschur mit Mittelfalte.

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Lot 1272 Fluxus – Beveren, Peter van (Hg.)
Art Information Festival Vleeshal – Townhall Middelburg september 13 – october 19. 1975. Mit zahlreichen, teils photographischen Abbildungen. Middelburg, 1975. 234 S. 29,7 x 21 cm. Original-Karton mit Ordnerschiene (gering fleckig und leicht knickspurig).
Schätzpreis 300 €
Seltene Mail-Art-Sammlung für das Festival mit Beiträgen von Woody Van Amen, Ben d’Armagnac, John Armleder, Anna Banana, John Baldessari, Robert Barry, Ben Vautier, Joseph Beuys, Christian Boltanski, Marcel Broodthaers, Stanley Brouwn, Gerrit Dekker, Hans Peter Feldmann, Robert Filliou, Ken Friedman, Sigurdur Gudmundsson, Marten Hendriks, Allen Kaprow, Joseph Kosuth, Sol Lewitt, Richard Long, Mario Merz, Pieter Mol, Maurizio Nannucci, Bruce Nauman, Arnulf Rainer, Dieter Roth, Allen Ruppersberg, Edward Ruscha, Yves De Smet, Robert Smithson, Richard Tuttle, Wolf Vostell, Lawrence Weiner u.a. – Sehr gut erhalten.

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Lot 1273 Fluxus
Ephemera. A monthly journal of mail and ephemera works. Heft 1-12 (alles Erschienene). Mit zahlreichen Abbildungen und Einlagen. Amsterdam, Other Books and So, 1977-1978. Jeweils 3-4 Bl. 32 x 23 cm. Lose Lagen.
Schätzpreis 600 €
Die von Ulises Carrión, Aart van Barneveld und Salvador Flores herausgegebene Zeitschrift veröffentlichte Beiträge, die die Redakteure über das internationale Mail Art-Netzwerk erhielten. Das Magazin ist ein wichtiges Beispiel für Mail Art: Veröffentlichungen im Stil einer Zusammenstellung, die die Vernetzung der Mail Art in ihrem Produktionsprozess unterstreichen. Wie Guy Schraenen schreibt, zeugt Ephemera von Carrións Vorstellung von Mail Art als eine “cultural strategy”, die Vorstellungen von Subjektivität und Urheberschaft ablehnt und “revealing an immense diversity in the aesthetics, conception, and geographical origins of the works” (Schraenen, Guy. A Story to Remember. 2016, S.22). – Heft 7: Sonderausgabe von Ulises Carrión, die ausschließlich aus einem photokopierten handgeschriebenen Text besteht. – Heft 10: Sonderausgabe “Langwe Jart”, mit visueller Poesie der nordamerikanischen Künstler Anna Banana und Bill Gaglione. – Hefte 11 und 12: Sonderausgaben zu Ungarn und Brasilien. – Das versiegelte Heft 5 noch ungeöffnet. – Papierbedingt etwas gebräunt, minimale Randläsuren, insgesamt sehr gut erhalten.

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Lot 1274 Fluxus – Hendricks, Jo(h)n
Manipulations. A Judson Publication. Mit zahlreichen Abbildungen und Einlagen. New York, Judson Gallery, 1967. 26,5 x 19 cm. Lose Blätter in einem von Ralph Ortiz gestalteten Umschlag (etwas gebräunt, mit kleinen Einrissen).
Schätzpreis 400 €
Eins von 500 Exemplaren. – In der Judson Gallery in New York fanden vom 12. bis zum 22. Oktober 1967 die “12 Evenings of Manipulations” sogenannte “destructionist art happening” statt, dazu hier zahlreiche Beiträge u.a. zu Lil Picards “Construction Destruction Construction”, Geoff Hendricks “Sky / Change”, Malcolm Goldsteins “State of the nation”, Carolee Schneemann “Divisions + Rubble” und Jean Toches “Labyrinths and Psychological Stress”. Der Beitrag “Peace Object” von Lil Picard enthält ein montiertes transparentes Beutelchen mit grünem und braunem Farbaufstrich und körnigem schwarzem (verbranntem?) Inhalt, der Beitrag von Bici Hendricks ein lose eingelegtes transparentes Tütchen mit einer amerikanischen Flagge, “Defrost the American Flag”. – Der Künstler Hendricks, Gründungsmitglied der GAAG (Guerilla Art Action Group), war von 1966 bis 1968 Direktor der Judson Gallery in der Judson Memorial Church in New York City. 1967 und 1968 kuratierte er zahlreiche Destruction Art-Events und die Ausstellung DIAS USA 68. – Gut erhalten.

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Lot 1275 Fluxus
Interfunktionen. Heft 3. Herausgegeben von F. W. Heubach. Mit signierten Arbeiten von Richard Long, Wolf Vostell, Diter Rot, Jörg Immendorff, Johannes Stüttgen sowie zahlreichen Abbildungen. Köln, 1969. 146 S. 29,5 x 22,5 cm. Illustrierter Original-Karton (Hinterdeckel mit Unterstreichungen der Namen der signierten Arbeiten in Rot). [*]
Schätzpreis 1200 €
Eins von 50 Exemplaren der Vorzugsausgabe. – Mit der Brotscheibe von Vostell, der Zeichnung von Diter Rot, der signierten Visitenkarte der Lidl-Akademie von Immendorff sowie der signierten Arbeit von Stüttgen. – Ohne die lose beiliegende Fluxusbeigabe. – Block vor dem Blatt mit der Brotscheibe angeplatzt, wenige kleine Brotstückchen beiliegend, wenige Blatt papierbedingt gebräunt, sonst innen schönes Exemplar.

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Lot 1276 Fluxus
Interfunktionen. Heft 4. Herausgegeben von F. W. Heubach. Mit 6 signierten Original-Graphiken und 1 signierten Schallplatte sowie zahlreichen Abbildungen. Köln, 1970. 182 S. 29,5 x 21 cm. Original-Karton (Rücken etwas gebräunt und mit 3 Einrissen, etwas angestaubt). [*]
Schätzpreis 1200 €
Eins von 60 Exemplaren der Vorzugsausgabe. – Sohm 318. – Eine der wichtigsten Avantgarde-Zeitschriften der 70er Jahre. – Mit den Arbeiten von Panamarenko (Folie: “Das Flugzeug”), Dennis Oppenheim (Farbphoto: “decomposed room with object”), Keith Arnatt (maschinenschriftliche Karte: “An exhibition proposal”), Joseph Beuys, (“Iphigenie Materialien mit Hauptstromstempel”; S/K 18), Diter Rot (Blatt: “kein Kommentar”), Claus Böhmler (“Blatt mit authentischen Strichen”), Maurizio Kagel (Schallplatte: “Der Umweg zur Höheren SubFidelität). – Das Blatt von Diter Rot leicht randknickspurig und durch die Übermalung etwas wellig, insgesamt schönes Exemplar.

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Lot 1277 Fluxus
Interfunktionen. Heft 5. Herausgegeben von F. W. Heubach. Mit signierten Arbeiten von Joseph Beuys, Claus Böhmler, Peter Hutchinson sowie der Feder von Lothar Baumgarten und zahlreichen Abbildungen. Köln, 1970. 169 S. 29,5 x 21 cm. Original-Karton (Hinterdeckel mit Knickspur in der unteren Ecke, Kanten etwas berieben). [*]
Schätzpreis 1200 €
Eins von 60 Exemplaren der Vorzugsausgabe. – Sohm 318 – Mit den Arbeiten von Joseph Beuys (Signatur und handschriftlicher Text in Bleistift), Peter Hutchinson (Dia. Signiert und nummeriert), Claus Böhmler (signierte Übermalung), Lothar Baumgarten (Feder). – Besitzstempel auf Innendeckel, sonst gutes Exemplar.

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Lot 1278 Fluxus – Rook, Gerrit Jan de (Hg.)
Stempelkunst Stamp-Art. 2nd edition. Und: Stampart. Mit zahlreichen Abbildungen. Utrecht, exp/press, um 1978 und Amsterdam, Daylight Press, April 1976. Jeweils ca. 80 Bl. 29,5 x 21 cm. Geklammerte Original-Broschuren mit gestempelten Umschlagstiteln (leicht knickspurig und leicht fleckig).
Schätzpreis 360 €
Der Künstler, Kunstkritiker und selbstständige Ausstellungsmacher Gerrit Jan de Rook gründete u.a. 1968 die Zeitschrift “Bloknoot” für konkrete und visuelle Poesie und 1970 seinen Verlag exp / press. In den Jahren 1973-1976 organisierte de Rook in den Niederlanden und Belgien etwa zwanzig Ausstellungen über visuelle Poesie und Stampart, wobei auch die vorliegenden Publikationen entstanden. – I.: Beinhaltet die Arbeiten von über 100 internationalen Künstlern, u.a. Albrecht D., Anna Banana, Mirella Bentivoglio, Michel Bertrand, Peter van Beveren, Robin Crozier, Ecart, John Evans, Robert Filliou, Bill Gaglione, Johan van Geluwe, Les Levine, Maurizio Nannucci, Tom Ockerse, Clemente Padín, Genesis P-Orridge, Endre Tót, Cosey Fanni Tutti, Ulay, Jirí Valoch, Ad Gerritsen, Michael Gibbs, Timm Ulrichs und Herman de Vries. – II.: Der Ausstellungkatalog entstand “on the occasion of the Stamp Art Show held at Other Books and So, Amsterdam, from april 27 to may 15, 1976” (Vortitel) und beinhaltet die Arbeiten von über 100 internationalen Künstlern: Dieter Roth, Ulises Carrion (auch Umschlagsentwurf), Hervé Fischer, Jürgen Elsässer, Michael Gibbs, Klaus Groh, Gábor Tóth, Anna Banana, Karl Heinz Krüll, Costa Pinheiro, Timm Ulrichs, Ben Vautier etc. – Gut erhalten.

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Lot 1279 Fluxus – Vautier, Ben
For Nine Directions in Art. Ausstellungskatalog der Gallery Amstel 47. Mit photographischen Abbildungen. Amsterdam, Amstel, 1964. 6 Bl. 13 x 18 cm. Lose Lagen im illustrierten Original-Umschlag (leicht knickspurig). [*]
Schätzpreis 240 €
Die Ausstellung “For Nine Directions in Art” in der Gallery Amstel 47 in Amsterdam fand vom 22.11-12.12.1964 statt. – Beiliegend: Flugblatt zu einer Ausstellung Vautiers in der Gallery Ono in London sowie ein weiterer Zettel.

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Lot 1280 Fluxus – Vostell, Wolf
310 Ideen T.O.T. (Technological Oak Tree). 310 Ideen. Ausgeloest durch die Natur von Vermont. Für Dick Higgins (1970-1972). Mit 319 bedruckten (310 nummerierten) und 5 Blanko-Karteikarten (zuzüglich 10 Doubletten). Hinwil, Galerie Howeg, um 1972. 8 x 14 x 9,5 cm (Karteikartenbox), 12,4 x 7,5 cm (Karten). Lose in Original-Karteikartenbox aus Karton mit aufgedrucktem Titel und 2 montierten Original-Photographien, eine in, eine auf den Deckel geklebt (letztere insbesondere entlang der Ränder etwas berieben und schwach fleckig, die Box minimal wasserrandig und gebräunt).
Schätzpreis 600 €
Eins von 170 Exemplaren, vom Künstler auf der Titelkarte nummeriert und signiert. – Neben den 310 nummerierten “Ideen-Karten”, zwei Karten mit der Titelei sowie sieben Karten mit den Zwischentiteln: Wind, Temperatur, Geraeusche, Barometer, Lichtstärke, Humidity und Zeit. – Die ersten zehn Karten (Zwischentitel Wind und Wind 1-9) als Doublette, die fünf Blankokarten mit dem eingedruckten Fußtext “T.O.T. Environment von Vostell in West Cover Vermont U.S.A.”. – Teils minimal lichtrandig, die ersten Karten schwach gebräunt.

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Lot 1281 Fluxus – Vostell, Wolf, François Dufrêne und Alain Jouffroy
TPL (Tombeau de Pierre Larousse). Mit zahlreichen Serigraphien nach Décollagen von Wolf Vostell. Wuppertal, Verlag der Kalender, 1961. 30 Bl. (unpaginiert) nach Art eines Blockbuchs gebunden. 29,2 x 30,6 cm. Original-Kartonage mit Original-Umschlag (dieser etwas gebräunt und lichtrandig, insbesondere der hintere Deckel fleckig, Kanten minimal berieben, mit nur einem kurzen Randeinriss).
Schätzpreis 450 €
Konkrete Poesie im Wechsel mit Vostells “Décollagen”, die er “in den Jahren 1956 bis 1961 in den verschiedensten Straßen einiger europäischer Großstädte gefunden und ausgewählt” hat. – Die Texte von François Dufrêne “Décollagen” (Abrisse) und Wolf Vostell “Oreille pour un Tombeau” (Ohr für ein Grab). Mit einer Einführung von Alain Jouffroy. – Papierbedingt minimal gebräunt.

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Lot 1282 Fluxus – Wijers, Louwrien
Woman is the jewel of mankind. Man has to make her shine. Um 1970. 1 Bl. (Einführung), 7 Bl. Text in Siebdruck. 26,3 x 26,3 cm. Lose Blätter.
Schätzpreis 360 €
Wohl nur in sehr kleiner Auflage erschienener Text der niederländischen Künstlerin Louwrien Wijers, der wohl anlässlich einer Ausstellung in der Battiliem Gallery in New York entstand. – Wijers beteiligte sich an der Fluxus-Bewegung und arbeitete von 1968 bis 1986 immer wieder mit Joseph Beuys. Wie Beuys betrachtet sie Schreiben und Sprechen als Skulptur. – Papierbedingt teils etwas gebräunt, Ecken teils leicht bestoßen.

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Lot 1283 Förg, Günther – Pound, Ezra
Alba. 7 Gedichte. Mit einem Essay von Reiner Speck. Mit 1 signierten Original-Aquarell, 3 signierten Original-Lithographien (Umschlag und Vorsätze) sowie zahlreichen, teils farbigen Abbildungen von G.Förg. Köln, Walther König, 1997. 31 Bl. S. 63-77, 1 Bl. 33 Bl. 30 x 41 cm. Original-Leinwand mit Original-Umschlag und Trasparentumschlag in Original-Leinenschuber (dieser etwas lichtrandig, Umschlag an den Kanten teils leicht berieben). [*]
Schätzpreis 1500 €
Eins von 30 (GA 260) nummerierten Exemplaren der Vorzusgausgabe B mit dem Original-Aquarell. Druckvermerk vom Künstler signiert und datiert. – Herausgegeben von der Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig in Köln anlässlich der Verleihung des Wolfgang-Hahn-Preises 1996 an Günther Förg. – Schönes Exemplar.

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Lot 1284 Franke, Eberhard
Spaziergang zur Insel. Mit 15 signierten Original-Radierungen von E. Franke. Berlin, Edition S. Reinert, 1977. 2 Bl. 26,5 x 38,5 cm. Lose in illustrierter Original-Kassette.
Schätzpreis 300 €
Erste Ausgabe. – Eins von 40 (GA 50) nummerierten Exemplaren. – Schöne Folge von Radierungen aus dem Berliner Stadtleben, darunter Café in der Hauptstraße, Hermannplatz, Neue Welt, Oranienstraße, Yorkeck, Großbeerenstraße, Nach dem Sportpalast, Winterfeldplatz, Tegelcenter, Fährhaus Heiligensee, Insel Scharfenberg etc. – Tadelloses Exemplar.

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Lot 1285
Führer der deutschen Buchkunst. Mit 6 (5 signierten) Original-Graphiken und zahlreichen teilweise ganzseitigen, farbigen und montierten Abbildungen und Tafeln. Leipzig, Buchgewerbeverein, 1924. Titel, 105 S., 1 Bl. 32,5 x 25 cm. Original-Halbpergamentband (signiert: Enders, Leipzig) mit 2 Rückenschildern und etwas Rückenvergoldung (Deckel etwas berieben).
Schätzpreis 240 €
Sonderdruck des Archivs für Buchgewerbe und Gebrauchsgraphik. 61. Jahrgang, Heft 1. – Eins von 350 nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Van Gelderbütten im Handeinband mit den signierten Original-Graphiken. – Enthält drei signierte Original-Lithographien von F.W. Kleukens, G.A. Mathey und E. Preetorius, eine signierte Original-Radierung von H. Steiner-Prag, einen signierten Original-Holzschnitt von F.H. Ehmcke und ein Schriftblatt von Rudolf Koch. – Unbeschnitten.

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Lot 1286 Futurismus
Exhibition of works by the Italian Futurist painters. Ausstellungskatalog mit einigen Abbildungen. London, Sackville Gallery, 1912. 36 S. 15 x 12 cm. Orignal-Broschur (Klammerung gering korrodiert mit kleiner Papierverfärbung).
Schätzpreis 360 €
Originalausgabe des seltenen Katalogs. – Enthält auch programmatische Texte (Manifest von 1910 in englischer Sprache) bzw. Eigenäußerungen von Marinetti, Boccioni, Carra, Russolo, Balla und Severini. – Innen sauber, insgesamt gut.

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Lot 1287 Genet, Jean
Journal du Voleur. Ohne Ort, Aux dépens d’un ami, Genf, Skira, 1949. 309 S., 1 Bl. 29 x 20 cm. Lose Lagen in Original-Umschlag im Pappschuber.
Schätzpreis 450 €
Erste Ausgabe des autobiographischen Romans. – Nr. 1 von 400 (GA 410) nummerierten Exemplaren auf “vélin a la forme des papeteries de Lana”, Druckvermerk vom Autor signiert. – Unbeschnitten und unaufgeschnitten, schönes Exemplar.
First edition. – One of 400 (total 410) numbered copies, colophon signed by author. – Loose sheets with orig. wrappers and slip-case. – Uncut and unopened. – Fine copy.
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Lot 1288 Genet, Jean
L’enfant criminel et ‘Adame Miroir. Mit 1 photographischen Textillustration. Paris, Paul Morihien, 1949. 50 S., 2 Bl. 19,5 x 14,5 cm. Illustrierte Original-Broschur.
Schätzpreis 240 €
Erste Ausgabe. – Eins von 50 nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Marais Crève-Coeur. – Unbeschnitten. Frisches Exemplar.
First edition. – One of 50 numbered copies. – Orig. illustr. wrappers. – Uncut. Fine copy.
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Lot 1289 Genet, Jean
Miracle de la rose. Lyon, L’Arbaléte, 1946. 537 S., 1 Bl., 2 weiße Bl. 29 x 23 cm. Original-Leinwand in nummerierter Holzkiste (hinterer Einbanddeckel mit kleinem Fleck).
Schätzpreis 300 €
Erste Ausgabe. – Eins von 475 nummerierten Exemplaren, “tous réserves aux soucscripteurs”. – Bei der Holzkiste handelt es sich wohl um die Original-Versandkiste des Verlages. – Unbeschnitten und unaufgeschnitten, schönes Exemplar.
First edition. – One of 475 numbered copies. – Orig. cloth in numbered wooden box. – Uncut and unopened. Fine copy.
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Lot 1290 Genet, Jean
Poèmes. Lyon, L’Arbalète, 1948. 107 S., 2 Bl. 29 x 22,5 cm. Original-Broschur mit Original-Umschlag mit Photomontage von Douchan Stanimirowitch und bedruckter Klarsichtfolie.
Schätzpreis 300 €
Erste Ausgabe. – Eins von 1000 nummerierten Exemplaren auf Lafuma. – Mit einer beiliegenden typographishen Verlagsankündigung für das Buch. – Unbeschnitten, schönes Exemplar. – Dabei I. Derselbe. Chants secrets. Lyon, L’Arbalète, 1948. 45 S., 1 Bl. 29 x 19,5 cm. Original-Broschur mit Original-Umschlag mit Lithographie von Émile Picq auf dem Vorderdeckel. – Erste Ausgabe. – Eins von 400 (GA 402) nummerierten Exemplaren auf Lafuma. – Mit einer beiliegenden typographischen Verlagsankündigung für das Buch. – Unbeschnitten, papierbedingt leicht gebräunt, letztes Blatt mit kleinem Randeinriss, insgesamt schönes Exemplar. – Dabei: II. Derselbe. Haute surveillance. Paris, Gallimard, 1949. 135 S. 21 x 14,5 cm. Original-Broschur. – Eins von 20 (GA 23) römisch nummerierten Exemplaren auf Lafuma-Navarre. – Erstmals 1947 erschienen. – Unbeschnitten, schönes Exemplar.

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Lot 1291 Genet, Jean
Pompes funèbres. Paris, Bikini, 1947. 310 S., 2 Bl., 2 weiße Bl. 25,5 x 17 cm. Original-Broschur mit Original-Umschlag.
Schätzpreis 300 €
Erste Ausgabe des umstrittenen Werkes. – Eins von 450 (GA 495) nummerierten Exemplaren auf “vélin pur fil de Lana, à la forme”. – Unbeschnitten, papierbedingt leicht gebräunt, insgesamt schönes Exemplar.
First edition. – One of 450 (total 495) numbered copies. – Orig. wrappers. – Uncut. Slightly browned due to paper else a fine copy.
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Lot 1292 George, Stefan
Das Jahr der Seele. Titelillustration und Ausstattung Melchior Lechter. Berlin, Blätter für die Kunst, 1897. 26 (das erste weiß) Bl. 19 x 14,5 cm. Schwarzer Lederband (um 1930) mit goldgeprägtem Deckeltitel und beigebundenem vorderen Original-Umschlag (etwas berieben, Deckel mit Knickspur, Kapital etwas bestoßen).
Schätzpreis 450 €
Erste Ausgabe. – Landmann 82 – Raub A 7 – Schauer II, 15. – Eins von 200 (GA 206) auf starkem hölländischen Bütten. – Initiale und Überschriften in Rot und Blau.

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Lot 1293 Georg-Müller-Verlag – Gautier, Théophile
Mademoiselle de Maupin. Deutsch von A. Schurig. Mit 10 ganzseitigen kolorierten Lithographien und zahlreichen kolorierten Textvignetten von Karl Walser. München und Leipzig, G. Müller, 1913. 245 S., 1 Bl. 28 x 22 cm. Original-Maroquin mit Blindprägung und goldgeprägter Vignette auf dem Vorderdeckel sowie Kopfgoldschnitt (Rücken etwas gedunkelt, untere Ecke des Vorderdeckels und unterer Bugbereich mit Wasserrand, Ecken leicht bestoßen, Kanten leicht berieben).
Schätzpreis 300 €
Eins von 50 (GA 1000) nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe in Maroquin. – Badorrek-Hoguth A 8.1 – Hayn/Gotendorf IX, 226 (gibt 1914 an) – Fromm 10479. – Erste Ausgabe dieser Übersetzung und mit den Illustrationen von K. Walser. – “In einer schönen großen Type gedruckt und mit reizendem Buchschmuck und graziösen, duftigen Bildern geziert von Karl Walser” (Hayn/Gotendorf). – Schönes Exemplar.

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Lot 1294 Georg-Müller-Verlag – Hayn, Hugo und Alfred N. Gotendorf (Hg.)
Bibliotheca Germanorum erotica et curiosa. Verzeichnis der gesamten deutschen erotischen Literatur mit Einschluß der Übersetzungen, nebst Beifügung der Originale. Dritte ungemein vermehrte Auflage. Bände 1-8. München, Georg Müller, 1912-1914. 24,5 x 17 cm. Schwarze genarbte Original-Maroquinbände mit goldgeprägtem Deckel- und Rückentitel, vergoldetem Supralibros (“BGEC”) sowie Kopfgoldschnitt (gering bestoßen und berieben, Band 3 mit zwei Druckspuren auf dem Vorderdeckel, vereinzelt gering ausgebunden, insgesamt gut). [*]
Schätzpreis 600 €
Alles in Vorzugsausgabe Erschienene ! Eins von sicher nur wenigen, nicht nummerierten Exemplaren auf Bütten in Ganzleder. Die Bände enthalten kein Kolophon, der Subskriptionsprospekt von 1912 sprach seinerzeit von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe, ob diese Zahl tatsächlich erreicht wurde scheint angesichts der Seltenheit zweifelhaft. Der Supplementband von Paul Englisch erschien erst 1929, aber nicht mehr in einer Vorzugsausgabe. – Beigegeben: Reprint des Supplementbandes, 1968 in Halbleder. – Teils etwas gebräunt bzw. stockfleckig und dezent wasserspurig, Spiegel meist mit Spuren entfernter Exlibris bzw. Textzettel, insgesamt angesichts der Seltenheit noch gut.

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Lot 1295 Georg-Müller-Verlag
Umfangreiche Sammlung von Ausgaben deutschsprachiger Autoren. 16 Werke (2 Doubletten) in 37 Bänden. Unterschiedliche Formate. Überwiegend Original-Halbleder (wenige Gebrauchsspuren).
Schätzpreis 450 €
Vorhanden sind: K.Ph. Moritz. Anton Reiser. 2 Bände. 1911. – Zobeltitz. Das Kasserol. 1923. – Dasselbe, zweites Exemplar (anderes Bezugspapier) – Rumohr. Geist der Kochkunst. 1922. – Des Baron von Vaerst Gastrosophie oder Lehre von den Freuden der Tafel. 2 Bände. 1922. – Fr. Gräffer. Kleine Wiener Memoiren. 2 Bände. 1918-1922. Original-Leinwand. – Dasselbe, Original-Halbleder. – Fr. Schiff (Balzac). Lebensbilder. 2 Bände. 1913. Original-Leinwand. – L. Thürheim. Mein Leben. 4 Bände. 1914 / 1923. Original-Leinwand. – E.M. Arndt. Märchen und Jugenderinnerungen. 2 Bände. 1913. – Fritsche. Miniaturen. 1916. Luxusausgabe in Ganzleder. – Reichardt. Vertraute Briefe. 2 Bände. 1915. Vorzugsausgabe auf Bütten in Halbpergament. – O.J. Bierbaum. Gesammelte Werke. 7 Bände (alles). 1921-1922. – O. Ludwig. Sämtliche Werke. Bände 1-3 und 6 (alles). 1912-1914. – L. Tieck. Märchen und Geschichten. 2 Bände. 1914. – Richter. Eipeldauer Briefe. 2 Bände. 1917-1918. Original-Halbleinwand.

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Lot 1296 Gerhardt, Rainer Maria
FRAGMENTE. blaetter für Freunde. gesammelt von r. m. gerhardt, freiburg, stadtstrasse 7. als manuskript vervielfaeltigt. die rechte der autoren werden nicht berührt. Hefte 1, 2 und 6. Freiburg, 1948-1950. 12; 10; 10 Bl. 15 x 21 cm. Klammerheftung (gebräunt, teils etwas fleckig, Klammerung angerostet, die Hefte 1 und 2 mit größeren Randläsuren, Fehlstellen und Feuchtigkeitsspuren entlang der rechten Kante).
Schätzpreis 300 €
Drei Hefte der Reihe, die als hektographierte Typoskripte erschienen. – Pörksen, Bibliogr. S. 498, 2 (unter “Bisher Unveröffentlichtes – Nachlaß”) – Derselbe. Umkreisung: das Gesamtwerk, 473 (unter “Verleger und Übersetzer”) – Killy IV, 127: Die Bedeutung G.s ist zwar in den USA, bis heute aber nicht in der BR Deutschland erkannt worden. – Rainer M. Gerhardt (1927-1954), in Wien und Karlsruhe aufgewachsen, studierte ab 1947 in Freiburg, wo er zusammen mit Klaus Bremer, Renate Zacharias u.a. zu den Gründern der “Gruppe der Fragmente” gehörte und den gleichnamigen Verlag gründete. Gerhardts Ziel war es, dem deutschen Lesepublikum die internationale Literatur der Moderne, darunter die Lyriker Ezra Pound, T. S. Eliot, Delmore Schwartz oder Theodore Roethke sowie zeitgenössische deutsche Dichtung aus der “Gruppe der Fragmente” vorzustellen. Der früh verstorbene Gerhardt, der “nicht einmal die Andeutung einer Wohnung besass” hatte sich “für die Idee, die Dichtung, und zwar die anspruchsvollste und schwierigste Dichtung der Moderne aller Länder, ins Zentrum des geistigen Lebens zu rücken, buchstäblich aufgeopfert” (Anders Andersch). – Die Hefte wurden auf Matrizen geschrieben und in der Freiburger Quäker-Bibliothek, in der seine Mitstreiterin Renate Gerhardt als “Headsister” arbeitete, “vervielfaeltigt”. Da die ersten beiden Hefte auf einer amerikanischen Schreibmaschine getippt wurden, enthalten sie keine Umlaute. – Mit vereinzelten, wohl eigenhändigen Korrekturen von Gerhardt in Bleistift. – Gebräunt, die Hefte 1 und 2 rechts durchgehend mit Feuchtigkeitsspuren. – Dabei: Derselbe. Der Tod des Hamlet. Freiburg, Gruppe der Fragmente, 1950. 21 S., 1 Bl. 19,3 x 12 cm. Original-Kartonage mit rotem Deckeltitel (dieser etwas angestaubt). – Eins von 575 (GA 600) nummerierten Exemplaren der Normalausgabe.

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Lot 1297 Gilbert and George
Zwei frühe Schriften in nummerierten Exemplaren. London, Art for all, 1970-71. 20 x 12 cm. Original-Kartonagen (etwas nachgedunkelt und fleckig). [*]
Schätzpreis 450 €
Vorhanden sind: I. To be with art is all we ask. Eins von 300 nummerierten Exemplaren. – II. A day in the life … Eins von 1000 nummerierten Exemplaren. – Innen sauber, insgesamt recht gut.

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Lot 1298 Götz, Karl Otto
META. Monatsschrift für zeitgenössische experimentelle Kunst und Poesie. Nummern 4, 5, 6 und 10 (von 10, davon 5 und 6 doppelt vorhanden). Zusammen 6 Hefte. Mit 2 handkolorierten original-graphischen Arbeiten und 1 Lithographie. Frankfurt, Eigenverlag, 1951-53. 18,5 x 20 cm. Illustrierte Original-Broschuren (gebräunt, teils fleckig und berieben).
Schätzpreis 750 €
Seltene frühe Zeitschrift zum europäischen Informel. Mit Text- und Bildbeiträgen von: L.v. Döry, E. Jaguer, Lucebert, G. Gerrits, RAD Stolpe, Fr. Mon u.a. – Die beiden von G.O. Götz handkolorierten Titelholzschnitte von Ger Gerrits auf Heft 6 und die beiliegende Original-Lithographie von R.A.D. Stolpe in Heft 10. – Wenig fleckig und knickspurig.

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Lot 1299 Goldschmitt, Bruno
Die Schriften Salomos. Mit 8 blattgroßen, monogrammierten Holzschnitten von Bruno Goldschmitt. München, Julius Schröder, 1922. 90 S., 2 Bl. 32,7 x 25,5 cm. Handgebundener Original-Pergamentband mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel, Innenkantenvergoldung sowie Kopfgoldschnitt (signiert: Knorr & Hirth, München). [*]
Schätzpreis 240 €
Meisterwerke der Weltliteratur mit Original-Graphik, Band 10. – Eins von 100 (GA 250) nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe, bei der alle Holzschnitte monogrammiert wurden, im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Rodenberg 433, 10 – Sennewald 22,3. – Auf starkem Velinbütten, unbeschnitten. – Kolophon mit kurzem Randeinriss, sonst tadelloses Exemplar.

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Lot 1300 Graf, Oskar Maria
Amen und Anfang. Mit 1 signierten Original-Titelholzschnitt von Georg Schrimpf. München, Bachmair, 1919. 65 S., 1 Bl. 27 x 20 cm. Illustrierter Original-Halbleinenband mit goldgeprägtem Rückentitel (gering lichtspurig).
Schätzpreis 900 €
Erste Ausgabe. – Lang 306 – Raabe 89, 2 – Pfanner 2. – Eins von 300 nummerierten Exemplaren, Druckvermerk von Oskar Maria Graf signiert. – “Der Einfluß des Expressionismus ist auch in diesem zweiten Buch von OMG noch deutlich erkennbar. Mehrere der darin enthaltenen Gedichte fallen in den Bereich der Arbeiterdichtung. Die Veröffentlichung wurde durch Freunde des Dichters gefördert, die … davon überzeugt waren, daß es sich hier um einen ganz Großen handelt, dem der Weg erleichtert werden soll.” (Pfanner). – Unbeschnitten, vereinzelt minimal fleckig, schönes Exemplar.

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Lot 1301 Grieshaber, HAP
Totentanz von Basel. Mit den Dialogen des mittelalterlichen Wandbildes. Mit 40 Original-Farbholzschnitten von Grieshaber. Dresden, VEB Verlag der Kunst, 1966. 1 Bl., 40 nummerierte Doppelblatt, VII S., 1 Bl. 45,5 x 36 cm. Original-Leinwand mit blindgeprägter Deckelillustration und Rückentitel mit Original-Schutzumschlag (Umschlag fleckig).
Schätzpreis 270 €
Spindler 65, 4 – Fürst 66/1-40c. – Der Text auf Deutsch, Französisch und Englisch. Mit einem Nachwort von Wilhelm Boeck und Rudolf Mayer. – Sehr gutes Exemplar.

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Lot 1302 Grossmann, Rudolf
Lebenskomödie. Zwölf Lithographien von Rudolf Grossmann. Mappe mit 11 (statt 12) signierten und kolorierten Original-Lithographien. Berlin, Propyläen-Verlag, 1921. 3 Bl. 57 x 42 cm. Original-Halbleinenmappe mit Deckeltitel (berieben, gebräunt und fleckig, Flügel mit Einrissen).
Schätzpreis 240 €
Eins von 250 nummerierten Exemplaren. – Mit einem zweiseitigem Text von Julius Elias. – Mit den Lithographien: Partenkirchen, Der Olymp, Aus der “jiddischen Schweiz”, Der Spaziergang, Am Hippodrom, Tänzerin, Pas de deux, Ball Mundt etc. – Es fehlt das Blatt “Vom Ballett”. – Mit Randknickspuren, leicht gebräunt. – Dabei: I. Derselbe. Badeszene. Kaltnadelradierung auf Velin. Links unten signiert. Um 1920. Plattengröße: 27,5 x 20 cm. Blattgröße: 33 x 27 cm. Unter Passepartout montiert. – Leicht randknickspurig. – II. Derselbe. Zwei stehende weibliche Akte. Kolorierte Lithographie auf Papier. Links unten signiert. Blattgröße: 48 x 36 cm. – Mit Knickspuren und Randläsuren, zwei kleine Randausrisse, leichte Wurmspuren im rechten oberen Rand.

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Lot 1303 Grosz, George
Ecce Homo. Mit 84 Lithographien und 16 farbigen Tafeln. Berlin, Malik-Verlag, 1923. 2 Bl., 1 Bl. 36,5 x 26,5 cm. Illustrierter Original-Karton (etwas fleckig und angestaubt, etwas angerändert, Kapital etwas bestoßen).
Schätzpreis 2400 €
Dückers S I C – Lang 38 – Lewis 275 – Herrmann 155 – Gittig/Herzfelde 59. – Ausgabe C, die neben der Ausgabe A die vollständigste aller Ausgaben ist, mit den Offsetlithos und den farbigen Aquarellen. – Das erste große Sammelwerk von G. Grosz, das ihm und seinen Verlegern Gumpert und Herzfelde gleich eine Anklage wegen Verbreitung von unzüchtigen Bildern einbrachte. – Die ersten Blatt oben mit Druckspur, eine Tafel mit Randeinriss. Gutes und vollständiges Exemplar.

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Lot 1304 Grosz, George
Hintergrund. 17 Zeichnungen zur Uraufführung des “Schweijk” in der Piscator-Bühne. Berlin, Malik, 1928. Titel, 17 lose Tafeln. 17 x 26,5 cm. Illustrierte Original-Kartonmappe (Exlibris auf Innendeckel der Mappe, 1 Flügel mit Randeinriss, leicht knitterig).
Schätzpreis 360 €
Hermann 165 – Mit den Tafeln 2, 9 und 10, die zur Anklage von Grosz und Wieland Herzfelde wegen Gotteslästerung führten und beschlagnahmt wurden. Sie fehlen in einem Drittel aller Exemplare. – Leicht gebräunt, sonst sehr gut erhalten.

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Lot 1305 Grosz, George
Zwei schwarzweiße Postkarten nach Werken des Künstlers. München, Galerie für Neue Kunst / Goltz, um 1924. Nicht gelaufen. [#]
Schätzpreis 300 €
Eine nach der Zeichnung “Explosion”, die andere nach dem Aquarell “Der Mensch ist gut”. – Papierbedingt etwas gebräunt, gering bestoßen, eine recto mit dezentem Wasserrand.

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Lot 1306 Grünbein, Durs
Ghetto-Hochzeit. Mit zahlreichen Illustrationen von Via (Volker) Lewandowsky. Berlin, Ursus Press, 1988. 14 nn. Bl. 36,5 x 25,5 cm. Illustrierte Original-Kartonage mit Blockbuchbindung (etwas gebräunt). [*]
Schätzpreis 300 €
Ursus Press 11. – Eins von 35 nummerierten und von beiden Künstlern signierten Exemplaren. – Henkel/Russ, B92. – Schönes Exemplar.

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Lot 1307 Gruppe Spur
SPUR Nr. 4 – 6 (von 7). Herausgegeben von der Gruppe SPUR. Mit zahlreichen, teils original-lithographischen Abbildungen. München, 1960-61. 29,5 x 30 cm. Illustrierte Original-Broschuren (etwas angestaubt, lichtrandig und fleckig, Deckel von Heft 5 mit 3,5 cm langem Randeinriss).
Schätzpreis 300 €
Sohm, Fröhliche Wissenschaft, Nr. 71. – Je eins von 1000 bzw. 1500 Exemplaren. – Vorhanden: Heft IV. Die Verfolgung der Künstler. – Heft V. Spezialnummer über den unitären Urbanismus. – Heft VI. Spur im Exil. Skandinavische Ausgabe. Mit original-lithographischen Abbildungen sowie einem Vorwort von Asger Jorn. – Insgesamt erschienen 7 Hefte, wobei die ersten 6 Nummern 1961 wegen des Verdachts der Obszönität und Religionsbeschimpfung beschlagnahmt wurden. – Papierbedingt etwas gebräunt, Heft 5 durchgend am Rand eingerissen.

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Lot 1308 Gruppe SYN
Sammlung von 12 Kleinschriften. Mit zahlreichen, teils farbigen Abbildungen. Unterschiedliche Orte und Verlage, 1965-1973. 21 x 11,5 cm bis 29,5 x 21 cm. Original-Broschuren (teils leicht angestaubt). [*]
Schätzpreis 240 €
Die Künstlergruppe SYN um Bernd Berner, Rolf-Gunter Dienst, Klaus Jürgen-Fischer und Eduard Micus formierte sich 1965 und stellte erstmals im Mai in der Mainzer Galerie Baier aus. 1966 schloss sich der auf Ibiza lebende Légers-Schüler Erwin Bechtold der Gruppe an und eröffnete ihr die Möglichkeit, auch in Spanien auszustellen. – Die Sammlung umfasst u.a. einen frühen Flyer zu einer Ausstellung in der Wiener Galerie am Griechenbeisl (November/Dezember 1965), einen Kalender der Galerie Margarete Lauter in Mannheim (Januar/Februar 1966), ein Faltblatt der Galeria René Métras in Barcelona (Oktober 1967) mit dem SYN 12-Punkte-Plan auf Spanisch sowie Broschüren zu Ausstellungen im Nassauischen Kunstverein Wiesbaden (Juni/Juli 1967), in der Galerie Mickery und der Reekum Galerij in den Niederlanden (Februar/März 1968), im Kasseler Kunstverein (April/Mai 1969) und dem Aachener Gegenverkehr e.V. (April/Mai 1970), in der Pfalzgalerie Kaiserslautern (Oktober/November 1972) und schließlich in der Städtischen Kunsthalle Recklinghausen (März/April 1973). – Aus der Sammlung von Rolf-Gunter Dienst. – Insgesamt gut erhalten.

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Lot 1309 Günzerodt, Werner
Die verbrannte Taube. Zwölf jiddische Gedichte. Nachdichtungen aus dem Jiddischen von Werner Günzerodt. Mit 15 Blindprägungen und Original-Radierungen von Rainer Herold. Leipzig, Hochschule für Grafik und Buchkunst, 1968. 23 Doppelbl. 27,5 x 18,5 cm. Original-Pergamentband mit schwarzem Rückentitel im blindgeprägten Original-Halbleinwandschuber (Schuber leicht kratzspurig).
Schätzpreis 240 €
Eins von 50 Exemplaren (dieses nicht nummeriert) im Druckvermerk von Rainer Herold signiert. – “Diese kleine Auswahl jiddischer Lyrik ist dem 25. Jahrestag des Aufstandes im Warschauer Ghetto gewidmet” (Nachwort). – Auf verschiedenen Papieren gedruckt.

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Lot 1310 Hauptmann, Gerhart
Sonette. Mit 8 (Titel, 3 Illustrationen, 3 Seiten Text, Druckvermerk) blattgroßen Original-Radierungen von H. M. Avenarius. Berlin, Tillgner, 1921. 31 x 26 cm. Original-Ganzpergamentband mit goldgeprägtem Deckeltitel und goldgeprägter Deckelillustration (leicht angestaubt).
Schätzpreis 300 €
Erstes Buch der deutschen Kleinmeister. – Eins von 25 (GA 300) nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Japan in Ganzpergament, Druckvermerk von Hauptmann und Avenarius signiert. – Pinkus-L. II, 1, 38 – Hoefert 1847. – Unbeschnitten. Gutes Exemplar.

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Lot 1311 Heartfield, John
Jeder Deutsche hat das Recht … Die deutsche Rechtsprechung im Klassenkampf gegen linksgerichtete Literatur. Berlin, M. Winkler für die Vereinigung linksgerichteter Verleger, 1926. 63 S. 20,7 x 13,5 cm. Original-Broschur mit farbiger Umschlagillustration von John Heartfield (mit Bibliotheksschildchen, vorderer Deckel mit kleinem Stempel, Kapitale etwas beschädigt, kleinere Fehlstellen am Rücken und an zwei Ecken, partiell etwas knittrig, Spuren einer blauen Beschriftung).
Schätzpreis 1500 €
Sehr seltene erste Ausgabe! – Dok.-Bibl. VI 191 (zusammen mit zwei weiteren Pamphleten) – nicht bei Siepmann und im Katalog Blickfang, ebenso nicht bei Herzfelde und in den Heartfield-Katalogen von M. Pinkus und der Dt. Akademie der Künste zu Berlin. – Die Denkschrift der Vereinigung linksgerichteter Verleger ist ein “interessantes kulturpolitisches Pamphlet gegen die Verfolgung linksgerichteter Autoren, Publikationen, Zeitschriften etc. mit aufschlussreichen Gerichtsdokumenten .. Wirkungsvoller Umschlag von Heartfield.” (Dok.-Bibl.) – Seine Umschlagillustration zeigt einen Stapel Bücher, darunter ein Titel von George Grosz und ein Band der satirischen Arbeiterzeitung “Der Knüppel”, der von Justizias Schwert aufgespießt wird. Im Hintergrund verweist der “Artikel 118” auf das in der Weimarer Reichsverfassung garantierte Recht auf Meinungsfreiheit. Die Veröffentlichung der Denkschrift fällt wohl zusammen mit einem 1926 im Reichstag eingebrachten “Gesetz zur Bewahrung der Jugend vor Schund- und Schmutzschriften”, das u.a. von den Kirchen, den bürgerlichen Parteien und Sittlichkeitsvereinen unterstützt wurde, während die Arbeiterparteien und die linke Intelligenz ein “Zensurgesetz” befürchteten. – Zum hier denunzierten, schon zuvor praktizierten “Kultur-Terror der deutschen Justiz” gehört ebenso die Verurteilung eines Buchhändlers wegen des Verkaufs marxistischer Schriften wie der “Vernichtungskampf gegen revolutionäre Zeitschriften” oder das Verbot, auf eine im Ausland erschienene Aufklärungsschrift zur Verhütung hinzuweisen. – “Man darf sagen, daß mit dieser Publikation die progressiven Kräfte der Weimarer Republik die Versuche der Reaktion, fortschrittliche Literatur unschädlich zu machen, parierten” (Wolfgang Schütte in seinem Nachwort zum Reprint von 1988). – Titel mit kleinem Besitz- und Bibliotheksstempel, beide gelöscht, verso mit Bibliotheksnummern, minimal gebräunt und eselsohrig.

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Lot 1312 Heckel, Erich
Ausstellung Kunsthütte Chemnitz. Mit 16 Tafeln und Original-Umschlag mit Original-Farbholzschnitt in Braun und Schwarz von Erich Heckel. Chemnitz, 1930. 15 S. 21,5 x 16,5 cm. Original-Umschlag (Deckel lose, etwas gebräunt, Innendeckel mit Jahreszahl “1963” im unteren Rand).
Schätzpreis 300 €
Dube 346. – Der leporelloartige Umschlag zeigt neben einer Ansicht der Stadt Chemnitz mit Heckel als Hochseilartist auch ein Gruppenbild aller vier Meister der “Brücke”: Heckel, Kirchner, O. Mueller und Schmidt-Rottluff. – Block lose, Titel und letzte weiße Seite etwas stockfleckig. – Auf dem hinteren Innnendeckel montiert: Erich Heckel. Gemälde, Aquarelle, Graphik. Katalog zur Ausstellung “Neue Kunst” 1916. 23 S. 19,5 x 15 cm. Original-Broschur (etwas stockfleckig).

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Lot 1313 Heckel, Erich
Graphik der Gegenwart, Band 1: Erich Heckel. Mit 4 (3 farbigen) Original-Holzschnitten, 1 Original-Holzschnitt-Vignette und zahlreichen Abbildungen. Berlin, Euphorion, 1931. 30 (3 w.) Bl. 24 x 16 cm. Illustrierter Original-Pappband (Deckel leicht gebogen, Gelenke angeplatzt und etwas berieben, Ränder etwas gebräunt).
Schätzpreis 300 €
Dube 348-352. – Mit den Original-Holzschnitten auf den Einbanddeckeln in Blau und Schwarz, den beiden Vorsätzen in Rot und Blau, “Zirkus” und “Matrosen”, sowie dem Frontispiz “Stadion” und dem figürlichen Monogramm EH. – Innen schönes Exemplar.

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Lot 1314 Heckel, Erich – Dube, Annemarie und Wolf-Dieter
Erich Heckel. Das graphische Werk. 2 Bände. Mit 4 signierten und datierten Original-Graphiken von E. Heckel sowie zahlreichen Abbildungen und Tafeln. New York, Rathenau, 1964-65. 35; 39 S. 29,5 x 23,5 cm. Original-Leinwandbände.
Schätzpreis 600 €
Band 2 in einer von 50 nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe, hier allerdings ohne Nummer. Mit den signierten Original-Graphiken: “Radierung” und “Lithographie” (jeweils in Holzschnitt), Stilleben (Radierung) und Dünental (Lithographie). – Band 1 in der Normalausgabe (eins von 600 nummerierten Exemplaren, hier ohne Nummer) mit beiliegendem Holzschnitt “Zwei Männer am Tisch”. – Der erste Band behandelt die Holzschnitte, der zweite die Radierungen und Lithographien.

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Lot 1315 Heck, Georg
Liebessonate. Eine Linolschnittfolge in 7 Bildern. Mit 8 Original-Linolschnitten (inkl. Umschlag). Frankfurt am Main, Werkhof, o.J. (um 1950). 26 x 20 cm. Original-Kartonage mit Deckelillustration (am Rücken eingerissen, vorderer Deckel mit kurzem Randeinriss, leicht gebräunt und angestaubt).
Schätzpreis 240 €
Eins von 250 handschriftlich nummerierten Exemplaren, im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Die sieben Linolschnitte zeichnen den Weg eines Künstlers nach, der erst von einer “Treulosen” betrogen und dann verlassen wird. Nach einsamen Nächten in der “Leeren Stätte” findet er über eine “Heiratsanzeige” “Neues Liebesglück” und landet schließlich auf dem “Standesamt”. – Die als Leporelle in den Umschlag montierten Linolschnitte wurden bei Wilhelm Vogel in Frankfurt gedruckt. – Der Frankfurter Expressionist war von 1928 bis 1932 Meisterschüler von Max Beckmann an der Städelschen Kunstschule. 1933 wurden seine Werke als entartete Kunst auf dem Römerberg verbrannt und er erhielt Ausstellungsverbot. Zwei Jahre später wurde sein berühmtestes Werk, die 1929 entstandenen Fresken im Casino des I.G.-Farben-Hochhauses von Hans Poelzig übertüncht. – Eine Leporellofalz gerissen. – Äußerst seltene Mappe, nur ein Eintrag im KVK.

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Lot 1316 Hesse, Hermann
Neue Gedichte. Typoskript mit handschriftlichem Titel, eigenhändig unterzeichnet und datiert “Sommer 1917”, und aquarellierter Titelvignette sowie mit 12 (9 aquarellierten) Federzeichungen von Hermann Hesse. Tessin, 1917. 12 Bl. 23 x 18 cm. Lose im Karton-Umschlag der Zeit (dieser teils mit Einrissen und kleineren Fehlstellen am Rücken). [*]
Schätzpreis 6000 €
Sehr schönes Original-Typoskript mit insgesamt zwölf illustrierten Gedichten und einem handschriftichen Titelblatt. Pro Blatt ein Gedicht, das mit einer, meist aquarellierten, Federzeichnung eröffnet wird. Die hübschen Zeichnungen zeigen meist Tessiner Landschaftsansichten, darunter den Lago Maggiore, die Dorfkirche von Monti della Trinità oder einen idyllischen Wasserfall mit Brücke. – Die Sammlung entstand wahrscheinlich bei einem Aufenthalt in der Villa von Hilde Jung-Neugeboren in Locarno-Monti, wo sich Hesse in der Gesellschaft von Freunden wie Jakob Flach oder Ernst Kreidolf von der anstrengenden Arbeit in der Kriegsgefangenen-Fürsorge erholte. So enthält das Album neben Gedichten wie “Frühling in Locarno” oder “Sommernacht” auch einen “einem im Felde gefallenen Freunde” gewidmeten Nachruf. Eröffnet wird die Sammlung mit “Maler-Freude”, das neben drei weiteren Gedichten auch in der im Berner Hesse-Archiv bewahrten 1917/18 entstandenen Handschrift “für Emil Molt und seine Bertha” (Ms-Lq-391) enthalten ist. – Hesse fertigte solche Sammlungen von sechs oder zwölf Gedichten in mehreren Exemplaren und schenkte sie Freunden oder verkaufte sie an Liebhaber seiner Gedichte. Die Manuskripte oder Typoskripte sind allesamt besondere Einzelstücke, da sie in der Auswahl der Gedichte und Illustrationen variieren. In einem Brief von 1934 an Nora Schadow erläuterte Hesse ausführlich die Herstellung und Verkauf solcher illustrierter Manuskripte: “Ich habe solche Handschriften seit langen Jahren je und je in Mußezeiten hergestellt, die ersten während es Krieges, und der Ertrag war damals für die Fürsorge für deutsche Kriegsgefangene in Frankreich bestimmt, in deren Leitung ich war.” – Neben den bereits genannten, sind folgende Gedichte enthalten: “Gedächtnis der Mutter”, “Neues Erleben”, “Wenn auch -“, “Regenzeit”, “Wanderung im Herbst”, “Ländlicher Friedhof” (mit einer handschriftlichen Korrektur), “Einsamer Abend” und “Rückkehr”. – Papierbedingt gering gebräunt, das Titelblatt etwas gebräunt, die Aquarelle farbfrisch.

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Lot 1317 Hoberg, Reinhold
Die graphischen Techniken und ihre Druckverfahren. Eine Darstellung. Mit 6 signierten Original-Graphiken und zahlreichen, teils ganzseitigen Abbildungen. Berlin, F. Gurlitt, 1923. 175 S., 2 Bl. 30,5 x 22 cm. Illustrierte Original-Halbleinwand mit Rücken- und Deckeltitel (leicht berieben und gebräunt, Leinenrücken mit winzigem Riss).
Schätzpreis 240 €
Das graphische Jahr Fritz Gurlitt, II. – Bolliger II, 216 – Söhn, HDO 517. – Eins von 950 (GA 1000) nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe. – Enthält die signierten Original-Graphiken: F. Meseck “Löwe und Reiher” (Radierung), R. Grossmann “Zeichnender” (Steinradierung), L. Corinth “Kurfürst Friedrich der Weise” (Lithographie), G. W. Rössner “Idylle mit Kahn” (Lithographie), C. Berend “Sitzende Frau” (Lithographie) und R. Hoberg “Winterlandschaft” (Holzschnitt). – Die schöne Deckelillustration wurde von H. Meid entworfen. – Eine “hervorragende Darstellung der Graphischen Techniken und ihrer Druckverfahren von Reinhold Hoberg” (Dok.-Bibl.). – Schönes Exemplar.

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Lot 1318 Hohlwein, Ludwig
Sammlung von 31 überwiegend farbig lithographierten Postkarten nach Entwurf des Künstlers. München, um 1908-50. [#]
Schätzpreis 300 €
Formate 9,5 x 13,5 cm bis 11,5 x 17 cm. Überwiegend aus den Jahren 1908 und 1909 aus der Reihe “Zukunftsbilder aus dem Tiergarten der Stadt München”. Eine wurde für den Akademischen Architekten-Verein München entworfen, fünf Karten mit Sternzeichen stammen aus der Nachkriegszeit. – Nur ein oder zwei Stück gelaufen, gering bestoßen und gebräunt, insgesamt farbfrisch.

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Lot 1319 Hundertdrucke – Meister, Ernst
Schein und Gegenschein. Mit 3 signierten Original-Radierungen von Emil Schumacher. Duisburg, G. Hildebrandt, 1969. 8 Bl. 39,5 x 27,5 cm. Flexible Original-Leinwand mit montiertem Rückenschild im Original-Pappschuber.
Schätzpreis 1200 €
Hundertdruck V. – Eins von 100 nummerierten Exemplaren, im Druckvermerk vom Autor signiert. – Druck der Radierungen (mit Prägedruck) bei H. Kätelhön, Wamel. – Tadelloses Exemplar.

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Lot 1320 Huysmans, Joris-Karl
L’oblat. Paris, Stock, 1903. 3 Bl., 448 S., 1 Bl. 18,8 x 12 cm. Halbmaroquin der Zeit mit reicher Rückenvergoldung und Kopfgoldschnitt, Original-Broschur eingebunden (Halblederband minimal berieben, Rücken etwas geblichen).
Schätzpreis 360 €
Erste Ausgabe “achevé d’imprimer le 25 février 1903”. – Exlibris des lothringischen Künstlers Alfred Pellon für den Metzer Kunstliebhaber und Regierungsrat Alfons Federspil lose einliegend. – Papierbedingt leicht gebräunt, teils minimal fleckig. – Dabei: I. Derselbe. La cathédrale. Paris, Stock. 1898. 488 S., 1 Bl. 18,8 x 11,5 cm. Halbmaroquin der Zeit mit reicher Rückenvergoldung und Kopfgoldschnitt, Original-Broschur einegebunden (Halblederband minimal berieben, Rücken leicht fleckig und geblichen). – Erste Ausgabe “achevé d’imprimer le 24 janvier 1898”. – Innendeckel mit Exlibris von A. Federspil. – II. Derselbe. Croquis parisiens. A vau l’eau. Un dilemme. Paris, Stock, 1905. 332 S. 18,5 x 11 cm. Halbleinenband der Zeit mit goldgeprägtem Rückenschild (leicht berieben, Rücken etwas geblichen). – Dritte Ausgabe. – Innendeckel mit Exlibris von A. Federspil. – Papierbeding gebräunt. – Kleine Huysmans-Sammlung aus der Bibliothek des Metzer Kunstmäzens Alfons Federspil.

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Lot 1321 Huysmans, Joris-Karl
Sainte Lydwine de Schiedam. Paris, Stock, 1901. 368 S. 18,7 x 11,5 cm. Halbmaroquin der Zeit mit goldgeprägten Rückenschildchen (minimal berieben, etwas fleckig).
Schätzpreis 300 €
Erste Ausgabe. – Vortitel mit eigenhändiger Widmung des Autors “A M. Vallier-Boiséguin Hommage de JKHuysman”. – Innendeckel mit Exlibris des lothringischen Künstlers Alfred Pellon für den Metzer Kunstliebhaber und Regierungsrat Alfons Federspil. – Papierbedingt leicht gebräunt.

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Lot 1322 Insel-Bücherei
Drei Ganzleder-Bände der IB und ein Ganzpergamentband. 18,5 x 12 cm. Original-Lederbände mit goldgeprägtem Verlagssignet auf dem Vorderdeckel und Goldschnitt und farbig bemalter Ganzpergamentband (meist nur gering berieben).
Schätzpreis 360 €
Vorhanden sind: I. IB 149. Dostojewski. Der Großinquisitor. 56.-63. Tsd. Schwarzes Ganzleder. – II. IB 11-1 B. J.P. Jacobsen. Mogens. 51.-60. Tsd. Braunes Ganzleder. – III. IB 22. R. Huch. Liebesgedichte. 21.-30. Tsd. Dunkelblaues Ganzleder. – IV. IB 350. Geistliche Auslegung des Leben Jesu. Eins von 200 Exemplaren der VA im bemalten Pergamentband. – Huch und Jacobsen anfangs mit Besitz- und Geschenkvermerk, papierbedingt etwas gebräunt, recht gut.

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Lot 1323 Insel-Bücherei – le Fort, Gertrud von
Das Gericht des Meeres. Erzählung. Leipzig, Insel, 1943. 53 S., 1 Bl. 18 x 12 cm. Original-Pappband mit montiertem Original-Titelschild (gering berieben und bestoßen). [*]
Schätzpreis 1200 €
Insel-Bücherei 210 – Seltene Ausgabe, da zu den Kriegsverlusten zu zählen. Das Rückenschild fehlt original beim sehr seltenen kriegszerstörten Teil der Auflage, so wie hier. Ein späterer Besitzer hat dann ein kleines privates handschriftliches Schildchen auf den Rücken montiert. – Papierbedingt gebräunt, sonst recht gut.

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Lot 1324 Insel-Bücherei
Sammlung von 23 Bändchen in Ganzleder. Leipzig, Frankfurt und Berlin, 1992-2016. 17,5 x 18 x 11 cm. Limitierte und teils nummerierte Original-Ganzlederbände mit goldgeprägten Rückentiteln, teils mit goldgeprägter Deckelvignette, 17 der Bändchen im schmucklosen Original-Pappschuber (meist verlagsfrisch, nur ganz vereinzelt minimal berieben bzw. bestoßen). [*]
Schätzpreis 750 €
Vorhanden sind u.a. I. IB 1421. Luther. Tischreden. 2016. – II. IB 1225. Chamisso. Schlemihl. 2001. – III. IB 1245. Pindar. Ode. Picasso. 2003. – IV. IB 1137. Verlaine. Gedichte. 1993. – V. IB 1150. Rilke. Wie soll ich meine Seele halten. 1994. – VI. IB 1308. Grünbein. Lob des Taifuns. 2008. – Weitere. – Gut.

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Lot 1325 Insel-Bücherei
Seit über 70 Jahren: Die schöne Insel-Bücherei. Die Reihe für Sammler und Entdecker. Sammlung von 50 Bänden. Frankfurt am Main, Insel-Verlag, 1961-1983. 18 x 12 cm. Original-Pappbände, meist mit montiertem Deckelschild, im Original-Pappschuber mit Deckel (Kanten leicht berieben).
Schätzpreis 450 €
Die Sammlung wurde etwas verspätet zum 70jährigen Jubiläum der berühmten Reihe als Sonderedition herausgegeben. – Die enthaltenen Bände geben von der Nr. 23 (Rudolf G. Binding, Der Operngesang) über die Nr. 592 (Arthur Rimbaud, Gedichte) bis zur Nr. 1014 (Goethe, Iphigenie auf Tauris) einen repräsentativen Querschnitt durch das Programm. – Verlagsfrisch.

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Lot 1326 Insel-Bücherei
Vier Ganzleder-Bände der IB. 18,5 x 12 cm. Original-Lederbände mit goldgeprägtem Verlagssignet auf dem Vorderdeckel und Goldschnitt (meist nur gering berieben).
Schätzpreis 360 €
Vorhanden sind: I. IB 349-1 Zweig. Die Augen des ewigen Bruders. 121.-140. Tsd. Hellbraunes Ganzleder. – II. IB 43. Rilke. Das Marienleben. Dunkelbraunes Ganzleder. – III. IB 165-3. Zweig. Sternstunden. Dunkelblaues Ganzleder. – IV. IB 5-a. Verhaeren. Hymnen an das Leben. 11.-30. Tsd. Schwarzes Ganzleder. – Alle anfangs mit Besitz- oder Geschenkvermerk, papierbedingt etwas gebräunt, recht gut.

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Lot 1327 Insel-Bücherei
Zwei Jubiläumskassetten: 75 Jahre Insel-Bücherei 1912-1987. Und: Hundert Jahre Insel Verlag 1899-1999. 25 und 22 Bände (inklusive der Bibliographien). Frankfurt am Main, Insel-Verlag, 1987-1999. 18 x 12 cm. Original-Pappbände mit montiertem Deckelschild, in den farbig bedruckten Original-Pappschubern (diese an den Kanten etwas berieben, einer mit einer Bestoßung).
Schätzpreis 300 €
Die Sammlungen wurden 1987 zum 75jährigen Jubiläum der Insel-Bücherei und 1999 zum hundertjährigen Jubiläum des Insel Verlags als Sondereditionen herausgegeben. – Die enthaltenen Bände geben von Rilkes “Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke” (Nr. 1) über Brechts “Buckower Elegien” (Nr. 810, zweimal vorhanden) bis zu Unselds “Goethe und der Ginko” (Nr. 1188) einen repräsentativen Querschnitt durch das Programm. – Beide Kassetten enthalten zudem je eine den jeweiligen Zeitraum betreffende, von Herbert Kästner herausgegebene und überarbeitete Bibliographie. – Verlagsfrisch.

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Lot 1328 Insel Verlag
Sammlung von 15 Werken in 24 Original-Ganzledereinbänden. Leipzig und Frankfurt am Main, Insel-Verlag, 1959-1991. 18 x 11 cm. Original-Ganzlederbände mit goldgeprägten Rückenschildern oder -titeln, teils mit goldgeprägter Deckelvignette, meist im Original-Schutzumschlag und bis auf zwei im Original-Pappschuber (meist verlagsfrisch, ein Band minimal berieben und bestoßen, ein Band mit Wasserfleck auf dem Rückenschild).
Schätzpreis 360 €
Die Sammlung beinhaltet die folgenden Werke: I. Adalbert Stifter. Gesammelte Werke. 6 Bde. 1959. – II. Hans Carossa. Briefe. 3 Bde. 1978-81. – III. Derselbe. Sämtliche Werke. 2 Bde. 1978. – IV. Erzählungen aus Tausendundein Tag. 2 Bde. 1963. – V. Erzählungen aus Tausendundein Nächten. 1966. – VI. Friedrich von Schiller. Die Räuber. (1967). Faksimile des Erstdruckes von 1781 mit zwei Kupferstich-Kopien. – VII. Johann Wolfgang von Goethe. Reise-, Zerstreuungs- und Trost-Büchlein. 1978. – VIII. Derselbe. West-östlicher Divan. 1986. – IX. Joseph Freiherr von Eichendorff. Aus dem Leben eines Taugenichts. 1981. – X. Derselbe. Gedichte. 1984. – XI. Oscar Wilde. Das Bildnis des Dorian Gray. 1991. – XII. Annette von Droste-Hülshoff. Sämtliche Gedichte. 1988. – XIII. Adalbert von Chamisso. Peter Schlemihls wundersame Geschichte. 1984. – XIV. Heinrich Heine. Reisebilder. 1982. – XV. Johann Beer. Die teutschen Winter-Nächte & Die kurzweiligen Sommer-Tage. 1963. – Sehr gute Exemplare.

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Lot 1329 Janssen, Horst
Lamme. 72 Drawings for a Diary. January 24, 1993 – February 28, 1994. Mit meist ganzseitigen Abbildungen und 2 signierten, datierten und nummerierten Original-Radierungen von Horst Janssen. Hamburg, St. Gertrude, 1994. 78 S. 31,5 x 42,5 cm. Bordeauxroter Original-Seideneinband mit farbigem illustrierten Original-Schutzumschlag im Original-Schuber. [*]
Schätzpreis 600 €
Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit den beiden in Rotbraun auf Japan gedruckten Original-Radierungen. – Tadelloses Exemplar.

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Lot 1330 Joyce, James
Werke. Frankfurter Ausgabe. Sieben Bände (in neun). Mit 14 Faksimilebeilagen. Frankfurt am Main, Suhrkamp, 1969-1992. 20,2 x 13 cm. Schwarze Original-Kalblederbände mit goldgeprägten olivgrünen Lederrückenschildern in Original-Cellophanschutzumschlägen, zusammen im Original-Pappschuber (dieser an den Kanten minimal berieben).
Schätzpreis 450 €
Erste deutsche Werkausgabe, davon 6 Bände in der Erstauflage. – Redaktion Klaus Reichert unter Mitwirkung von Fritz Senn. – Band 1: Dubliner. 1992 (fünftes Tausend). – Band 2: Stephen der Held. Porträt des Künstlers als junger Mann. 1972. – Band 3/I und 3/II: Ulysses. 1976 (dritte Auflage). – Band 4/I: Kleine Schriften. 1974. – Band 4/II: Gesammelte Gedichte. Anna Livia Plurabelle. Englisch und Deutsch. 1981. – Band 5-7: Briefe I-III. 1969-1974. Mit Registern. – Die teils gefalteten Beigaben sind Faksimiles von Briefen, Manuskriptblättern und sechs von Joyce’ Tochter Lucia gezeichneten und kolorierten Initialen. – Die vollständige Frankfurter Ausgabe in einem schönen Exemplar der Ledervorzugsausgabe. – Sehr gut erhalten.

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Lot 1331 Jugendstil – Kreissig, Theodor
Sammlung moderner Innenräume. Mappe mit 13 (statt 17) farbigen Tafeln. Dresden, um 1910. 31 x 40,5 cm. Lose Blätter in Original-Kartonhülle (etwas fleckig und leicht angerändert).
Schätzpreis 360 €
Sehr seltenes Mappenwerk, kein Exemplar über KVK nachweisbar. – Die schönen Tafeln zeigen verschiedene Innenräume im Jugendstil. – Es fehlen vier Tafeln. – Eine Tafel bis an den Darstellungsrand beschnitten, teils mit kleinen Randläsuren, vereinzelt mit kleinem Wasserrand bzw. etwas berieben, etwas fingerfleckig. – Dabei: Derselbe. Moderne Entwürfe in Schablonen. Mit 56 farbigen Tafeln. Dresden, ca. 1910. 30 x 40 cm. Original-Karton (Rücken mit Papier überklebt, Hinterdeckel mit Einriss im Bugbereich, fleckig). – Katalog mit prachtvollen Jugendstil-Entwürfen für Decken, Wände, Treppenhäuser etc. – Teils im Falzbereich mit Einriss, etwas fleckig.

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Lot 1332 Jugendstil – Robert, Philippe
Feuilles d’automne. Préface de Philippe Godet. Mit 18 montierten Farbtafeln sowie ornamentalen Bordüren, zahlreichen Initialen, ornamentalen Titeleinfassungen, Zierleisten und Vignetten von Eugène Grasset. Le Ried-sur-Bienne, Selbstverlag des Verfassers, 1909. 45 S., 1 Bl. 52 x 39 cm. Ornamental illustrierter Original-Leinwandband im bedruckten Original-Pappschuber (dieser etwas angestaubt, berieben und leicht bestoßen).
Schätzpreis 500 €
Erste Ausgabe. – Exemplar Nummer 180 einer nicht genannten Auflage. – L’Art Ancien, Kat. Jugendstil 505 – Longchamp 2497. – Das luxuriös ausgestattete Jugendstilwerk entspringt der kongenialen Zusammenarbeit zweier Wegbereiter des Schweizer Art Nouveau: Eugène Grasset (1845-1917) und Philippe Robert (1881-1930). Roberts Arbeiten waren zunächst rein botanischen und zoologischen Darstellungen gewidmet, gewannen aber, vom Jugendstil beeinflusst, zunehmend ornamentalen Charakter. – Eugène Grasset, “the first book and poster artist of his generation to create a typographic font” (Garvey 386), trug die außergewöhnliche Schrifttype bei, die reich mit farbigen Bordüren verziert, zu den wichtigsten Beiträgen des Schweizer Jugendstils gehört. – Die 18 leuchtend farbigen Tafeln – die ersten zwölf zeigen naturalistische Blätterstudien, die folgenden sechs stilisierte Arrangements (Entwürfe für Fayence-Vasen, Papiermuster, Stoffe, Tapeten etc.) – wurden auf Kunstdruckpapier gedruckt und auf hellgraues Fabriano-Bütten montiert. – Jede Tafel mit den Pflanzennamen in Französisch und Latein, gedruckt mit kleiner Bordüre auf einem Seidenvorblatt. – Diese teils leicht knickspurig, sehr schönes Exemplar.

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Lot 1333 Kästner, Erich
Die dreizehn Monate. Berlin, Dressler, um 1960. S. (3)-33. 18,5 x 12,5 cm. Original-Lederband mit goldgeprägtem Deckeltitel und floralen goldgeprägten Vignetten.
Schätzpreis 500 €
Eins von 10 Exemplaren der von Kästner selbst veranlassten Vorzugsausgabe im Lederband. – Die durch Kästner selbst gestalteten Vignettenstempel (Schneeglöckchen) wurden nach der Erstellung der 10 Exemplare vernichtet. Mit einer eigenhändigen datierten und signierten Widmung Kästners an seinen Buchbinder Karl-Heinz Kurtz auf dem Vorsatz. – Ohne den Vortitel. – Gut erhalten.

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Lot 1334 Kästner, Erich
Gesammelte Schriften für Erwachsene. Band 1: Gedichte. München und Zürich, Droemer und Knaur, 1969. 360 S. 18 x 11,5 cm. Flexibler Original-Leinwandkartonage (Ecken leicht bestoßen, leicht angestaubt).
Schätzpreis 300 €
Mit mehrzeiliger eigenhändiger, datierter und signierter Widmung Kästners an den “Meister der Buchbindekunst” Karl-Heinz Kurtz aus dem Jahr 1969. – Der Berliner Buchbinder Karl-Heinz Kurz war über längere Zeit für Kästner tätig.

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Lot 1335 Kästner, Erich
Lärm im Spiegel. Mit 11 Textillustrationen von Rudolf Grossmann. Leipzig/Wien, Weller, 1929. 110 S., 1 Bl. 20,6 x 19 cm. Original-Broschur (ohne den illustrierten Umschlag, beide Deckel gelöst und ebenso wie der noch vorhandene Rückentitel etwas wasserrandig und mit Fehlstellen).
Schätzpreis 750 €
Erste Ausgabe von Kästners zweiter Veröffentlichung. – Wilpert/Gühring 2. – Vortitel mit vierzeiliger eigenhändiger Widmung des Autors “Für & Co. / frisch aus dem Ofen”, signiert “Ihr Brotherr” und datiert “15. April 29”. – Auf Seite 88 findet sich zudem eine ebenfalls mit Bleistift ausgeführte eigenhändige Korrektur von Kästner. – Der handschriftliche Besitzvermerk “Mechnig Friedenaus 1929” findet sich auf dem hinteren Innendeckel. – Elfriede Mechnig war erst im Herbst des Jahres 1928 von Erich Kästner in einem Berliner Kaffeehaus mit den Worten “Wollen Sie mir helfen, berühmt zu werden?” angesprochen worden. Die enge Zusammenarbeit der beiden bezeichnete Kästner selbst als “Firma Kästner & Co.”, worauf die Widmung ganz offensichtlich Bezug nimmt und somit ein frühes Zeungis von Kästners Wertschätzung für seine Privatsekretärin ist, die ihm 45 Jahren zur Seite stehen sollte. – Provenienz: ehemals Sammlung Elfriede Mechnig, zu Lebzeiten von ihr weiterverschenkt. – Innen papierbedingt leicht gebräunt, vereinzelte Seiten dezent fingerfleckig.

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Lot 1336 Kästner, Erich
Till Eulenspiegel. Nacherzählt von EK. Mit vielen Bildern von Walter Trier. Basel und Mährisch-Ostrau, Atrium, 1938. 47 S. 26,5 x 20 cm. Farbig illustrierter Original-Pappband (gering nachgedunkelt und bestoßen, Kapitale neu überklebt).
Schätzpreis 1200 €
Widmungsexemplar von Kästner für die “Liebe & Co” (das ist Elfriede Mechnig), auf dem Vorsatz mit vierzeiliger, monogrammierter und datierter eigenhändiger Widmung: “Sylvester 1938/39 / Liebe & Co ! / Prost Neujahr !/ Ihr EK”. – Provenienz: Ehemals Sammlung Elfriede Mechnig, von ihr zu Lebzeiten weiterverschenkt. – Innen papierbedingt leicht gebräunt, nur vereinzelt etwas fleckig, sonst insgesamt gut.

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Lot 1337 Kästner, Erich
Original-Porträtphotographie Kästners. Vintage. Silbergelatine. Um 1968. 22,5 x 15,5 cm. Unter Passepartout montiert.
Schätzpreis 450 €
Mit mehrzeiliger eigenhändiger, datierter und signierter Widmung Kästners an seinen Buchbinder Karl-Heinz Kurtz aus dem Jahr 1968. Wie häufig bei Kästnerphotos befindet sich die Widmung auf seiner weißen Manschette. – Gut erhalten.

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Lot 1338 Kafka, Franz
Ein Hungerkünstler. Vier Geschichten. Berlin, Die Schmiede, 1924. 85 S., 1 Bl. 19,8 x 13,5 cm. Original-Pappband mit grünem Buntpapierbezug und montiertem Rücken- und Deckelschild in Blau-Rot nach dem Entwurf von Georg Salter (etwas angestaubt, Rücken geblichen, Rückenschild etwas fleckig und mit einer winzigen Fehlstelle, Rücken berieben, das vordere Gelenk zur Hälfte angeplatzt und mit einer kleinen Bezugsfehlstelle).
Schätzpreis 600 €
Erste Ausgabe. – Dietz 66 – Caputo-Mayr/Herz 28 – Raabe/Hannich-Bode 146, 7. – Die in der Reihe “Die Romane des XX. Jahrhunderts” erschienenen Erzählungen (Erstes Leid, Eine kleine Frau, Ein Hungerkünstler, Josefine, die Sängerin) sind das einzige Buch, das Kafka einem anderen Verleger als Kurt Wolff anvertraute, nachdem er Rudolf Leonhard vom Schmiede-Verlag u.a. durch Ernst Weiß kennengelernt hatte. – Der “Hungerkünstler” erschien zwar erst nach Kafkas Tod, “aufgrund der aktiven Teilnahme Kafkas an der Herstellung seiner gültigen Textgestalt ist es jedoch nur im äußerlichsten Sinne des Wortes als posthume Publikation zu bezeichnen” (Ludwig Dietz). – Zweiseitig unbeschnitten, papierbedingt minimal gebräunt. – Gutes Exemplar der selteneren Einbandvariante.

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Lot 1339 Kafka, Franz
Das Urteil. Eine Geschichte. Leipzig, Kurt Wolff, 1916 (auf dem Umschlag: 1917). 28 S., 2 Bl. 22 x 13 cm. Original-Kartonage mit schwarz und gelb gedrucktem Original-Schutzumschlag (dieser angestaubt und gering fleckig, an Kapitalen und Rücken mit Fehlstellen sowie kleineren Randläsuren, Kartonage ebenfalls mit lädierten Kapitalen sowie einem etwa 2 cm großen Loch im hinteren Deckel). [*]
Schätzpreis 450 €
Der jüngste Tag, Band 34 (die letzte Veröffentlichung Kafkas in dieser Reihe). – Erste Einzelausgabe. – Dietz 31 – Hemmerle 20 – Raabe/Hannich-Bode 146, 4 – Göbel 253. – Der Text erschien erstmals 1913 im Jahrbuch Arkadia. – Eines der wenigen von Kafka selbst geschätzten Werke, weshalb er sich bei seinem Verleger mit Nachdruck für eine Einzelveröffentlichung der Erzählung einsetzte: “Sie ist auch die mir liebste Arbeit und es war daher immer mein Wunsch, daß sie, wenn möglich, einmal selbständig zur Geltung komme.” (Kurt Wolff, Briefwechsel eines Verlegers, 1966/67, S. 39). – Unbeschnitten, Blattkanten teils etwas angerändert.

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Lot 1340 Kaldewey Press – Kaldewey, Gunnar A
Wolken. (Düsseldorf 1981/82). 22 Seiten auf Aluminiumfolie mit photographischem Hintergrund. 16 x 43 cm. Original-Einband (Christian Zwang, Hamburg) aus Aluminiumdeckeln und Stahlscharnieren in Original-Leinenkassette.
Schätzpreis 500 €
2. Druck der Kaldewey-Press. – Eins von 30 (GA 60) Exemplaren der deutschen Ausgabe. In der Plexiglas-Bindung auf Bütten. – Von Lucius 59 – Dubansky-Strauss 48/2. – “Printed in blueletterpress on a black letterpress background of a photographic of a cloud formation, each page individually sprayed in white, pink, and blue” (von Lucius). – Buchblock lose, leicht wellig, sonst sehr gut erhalten.

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Lot 1341 Karikatur – Kay, A. M
Nur ein Beatle – doch sie sehn ihn dennoch lieber als den Lenin. Original-Karikatur. Blei und Aquarell auf leichtem Karton. (Zürich). 4.5.(19)66. Signiert und datiert. 50,5 x 34 cm. [*]
Schätzpreis 300 €
Kay (eigentlich Kaiser) ist vor allem für seine Art deco-Plakate, Musiktitel und Inserate seiner Berliner Zeit bekannt. Bis ins hohe Alter war er aber als Illustrator und Karikaturist tätig. – Minimal bestoßen und angestaubt, verso montierter Textzettel mit Klebespuren, die aber nicht durchschlagen, sonst gut.

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Lot 1342 Karikatur
Krokodil. Satirische Zeitschrift. Umfangreiche Sammlung von 345 Nummern der Jahre 1960 bis 1973. Moskau, Verlag der Prawda. 34 x 27 cm. Illustrierte Original-Broschuren (Gebrauchsspuren). [*]
Schätzpreis 500 €
Propagandistisches Satireblatt in russischer Sporache. Vorhanden sind die Jahrgänge 1960 (komplett in 36 Heften); 1963 und 1964 (jeweils komplett in 36 Heften); 1965 (Hefte 1 bis 12 und 14-36 von 36, ohne Heft 13); 1967 (komplett in 36 Heften); 1968 und 1969 (jeweils komplett in 36 Heften); 1973 (Hefte 2-36 von 36, ohne Heft 1). Als Doubletten dabei Jahrgang 1964 (28 Hefte von 36 ohne 3, 5, 7, 27 bis 30 und 36) und Jahrgang 1965 (31 Hefte von 36 ohne 1, 2, 3, 4 und 13). – Gefaltet, etwas gebräunt fleckig und knickspurig, kleine Randläsuren. – Nicht eingehend kollationiert, ohne Rückgaberecht.

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Lot 1343 Kaschnitz, Marie Luise
Steht noch dahin. Mit 10 (8 ganzseitigen) Original-Holzschnitten von Norbert Klora. Ohne Ort, Selbstverlag, 1981. 13 nn. Bl. 43,5 x 33 cm. Illustrierter Original-Pappband in Blockbuchbindung (etwas fleckig und angestaubt, stellenweise etwas berieben).
Schätzpreis 240 €
Eins von 15 Exemplaren. – Letztes Blatt mit dem eigenhändig signierten und datierten Vermerk Kloras: “Dies ist eins von 15 rundum handgefertigten Büchern!”. – Beigegeben: Dieselbe. Das ewige Licht. Mit 4 Original-Lithographien von Rolf Escher. Neu-Isenburg, Edition Tiessen, 1987. 15 S., 1 Bl. 30 x 20 cm. Original-Kartonage mit Original-Schutzumschlag. – 51. Druck der Edition Tiessen. – Eins von 26 von A bis Z bezeichneten Exemplaren für die Mitarbeiter. – Im Druckvermerk von Escher signiert. – Sehr gut erhalten.

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Lot 1344 Kaschnitz, Marie Luise – Adorno, Theodor W
Sammlung von 9 Publikationen (darunter 6 Erstausgaben und 2 Sonderdrucke) mit eigenhändigen Widmungen von Adorno an Kaschnitz. Verschiedene Orte und Verlage, 1953-1965. Original-Leinenbände (2), Original-Pappbände (3) und Original-Broschuren (diese teils etwas berieben und fleckig).
Schätzpreis 750 €
Alle Widmungen auf den Titelblättern, signiert (“Teddie” bzw. “Theodor Adorno”) und datiert. – Die Sammlung beinhaltet die Titel: I. Versuch über Wagner. Frankfurt, Suhrkamp, 1952. – Erste Ausgabe. – Zweizeilige Widmung. – II. Der getreue Korrepetitor. Frankfurt, Fischer, 1963. – Erste Ausgabe. – Dreizeilige Widmung. – III. Aufzeichnungen zu Kafka. Sonderdruck aus “Die neue Rundschau”, 64. Jahrgang 1953, Heft 3. – Zweizeilige Widmung. – IV. Zur Naturgeschichte des Theaters. Sonderdruck aus “Neue Deutsche Hefte”. – Dreizeilige Widmung. – V. Noten zur Literatur I-III. 3 Bände. Frankfurt, Suhrkamp, 1958-1965. – Alle in erster Ausgabe. – Jeweils mit einer Widmung. – VI. Einleitung in die Musiksoziologie. Frankfurt, Suhrkamp, 1962. – Erste Ausgabe. – Dreizeilige Widmung. – Einige Lagen lose, Broschur eingerissen. – VII. Drei Studien zu Hegel. Frankfurt Suhrkamp, 1963. – Insgesamt gut erhalten.

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Lot 1345 Kaschnitz, Marie Luise – Adorno, Theodor W. und Max Horkheimer
Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente. Amsterdam, Querido, 1947. 310 S., 1 Bl. 20,5 x 13 cm. Original-Leinenband mit goldgeprägtem Deckel- und Rückentitel, Kanten etwas berieben).
Schätzpreis 300 €
Erste Ausgabe. – Sternfeld-Tiedemann 230. – Grundlegendes Werk zur Kritischen Theorie der Frankfurter Schule. – Titelblatt mit einer eigenhändigen zweizeiligen, signierten und datierten Widmung Adornos an Kaschnitz und ihren Mann, Frankfurt 9.10.1952. – Etwas gebräunt.

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Lot 1346 Kaschnitz, Marie Luise – Ausländer, Rose
Inventar. Mit 4 (inklusive Umschlag; 3 signierten und datierten) Original-Farbsiebdrucken von Otto Piene. Duisburg, Hildebrandt, 1972. 39 x 26,5 cm. Illustrierte Original-Kartonage mit bedrucktem, transparentem Original-Schutzumschlag (Kanten etwas berieben).
Schätzpreis 360 €
Hundertdruck XIII. – Eins von 100 nummerierten Exemplaren. – Druckvermerk von der Autorin, drei Graphiken vom Künstler signiert. – Vortitel mit einer eigenhändigen Widmung Ausländers an die “sehr verehrte und bewunderte Marie Luise Kaschnitz in herzlicher Verbundenheit”. – Untere Ecke leicht gestaucht.

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Lot 1347 Kaschnitz, Marie Luise – Diego, Gerardo
Gedichte. Versos. Mit 9 Tafeln mit Illustrationen von Peter Kuckei. Berlin, Studio Neue Literatur, 1964. 89 S., 14 Bl. 29,5 x 20 cm. Original-Kartonage mit typographisch gestaltetem Original-Schutzumschlag in Blockbuchbindung (Schutzumschlag etwas gebräunt, am Rücken minimal eingerissen).
Schätzpreis 300 €
studio bibliothek 2. – Eine der wohl nur drei Veröffentlichungen, die in Ensslins zusammen mit ihrem Kommilitonen und Freund Bernward Vesper gegründetem Verlag erschienen. – Papierbedingt gebräunt. – Beiliegend: Maschinenschriftlicher, eigenhändig signierter Brief von Gudrun Ensslin an Kaschnitz. Mit Verlagsbriefkopf. Berlin, 13.2.1965. 29,5 x 20,5 cm. – Ensslin bedankt sich für einen “freundlichen und großzügigen” Brief und bittet Kaschnitz um ihre Meinung zu dem vorliegenden Gedichtband von Diego, außerdem beklagt sie sich über die wenigen Rezensionen zu ihrer ersten Veröffentlichung “Gegen den Tod. Stimmen deutscher Schriftsteller gegen die Atombombe” in der auch ein Beitrag von Kaschnitz enthalten ist. – Mit Falzspuren.

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Lot 1348 Kaschnitz, Marie Luise – Edschmid, Kasimir
Frühe Satiren 1917-1920. Mit 6 signierten Original-Lithographien. Darmstadt, Privatdruck, 1960. 8 nn. Bl. 32,5 x 32 cm. Blindgeprägte Original-Kartonage (leicht gewellt, leicht fleckig).
Schätzpreis 240 €
Eins von 100 nummerierten Exemplaren. – Mit Graphiken von Bruno Erdmann, Carl Gunschmann, Bernd Krimmel, Helmut Lortz, Wilhelm Loth und Peter Steinforth. – Titel mit einer signierten und datierten Widmung von Edschmid an Marie Luise Kaschnitz. – Die ersten vier Blätter oben im Bug mit kleinem schwächer werdenden Wasserrand, leicht gewellt.

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Lot 1349 Kaschnitz, Marie Luise – Fischer, Lothar
Federzeichnung. Tusche auf Papier. Rechts unten signiert und datiert. 28.3.1970. 28,4 x 28,4 cm.
Schätzpreis 240 €
Links unten mit eigenhändiger Widmung von Fischer an Kaschnitz. – Leicht knickspurig und leicht fleckig.

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Lot 1350 Kaschnitz, Marie Luise
Folge von 4 Original-Radierungen. 3 im unteren Rand bezeichnet. Plattengröße: 24,5 x 22,5 cm (3) und 20 x 22 cm. Blattgröße: 39 x 27 cm (2), 35 x 27,5 cm und 33,5 x 48 cm. Unter Passepartouts montiert.
Schätzpreis 240 €
Die Illustrationen eines uns unbekannten Künstlers entstanden wohl für eine nicht realisierte illustrierte Ausgabe des Gedichtbands “Lange Schatten” von Kaschnitz. – Drei der Graphiken im unteren Rand mit handschriftlichen Titeln von Gedichten (Gespenster, Der schwarze See und Das rote Netz) aus Kaschnitz` Gedichtband “Lange Schatten” von 1960. Alle rechts unten mit Seitenzahl, eine Graphik als Probedruck bezeichnet. –

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Lot 1351 Kaschnitz, Marie Luise – Gowa, Henry
Ich lebte. Mit 6 nummerierten und signierten Original-Lithographien von Gowa. Offenbach, Kumm, 1963. 7 Bl. Text. 55 x 38,5 cm. Lose in Original-Halbleinenmappe mit Deckeltitel (leicht fleckig).
Schätzpreis 300 €
Eins von 150 im Druckvermerk nummerierten und von der Autorin und vom Künstler signierten Exemplaren auf Zerkall Werkdruckbütten. – Wilpert-Gühring 23. – Teils leicht gebräunt, Titel etwas angestaubt. – Beigegeben: Gowa, Henry. Impressions de Nice. Été 1947. Mit 10 montierten Farbtafeln. Saarbrücken, Édition de la Sarre, 1948. 2 Bl. 38 x 28 cm. Lose in Original-Leinenmappe mit Deckeltitel (etwas fleckig). – Titel mit eigenhändiger datierter und signierter Widmung an Kaschnitz vom 30.12.1962. – Titel gebräunt und mit leichten Randläsuren, Trägerkarton der Tafeln leicht gebräunt. – Beiliegend: Rede von Michel Faré gehalten im Kunstkabinett anläßlich der Ausstellungseröffnung von Henry Gowa. Faltblatt. Frankfurt, 1964. Mit einem beiliegenden eigenhändig signierten und datierten Brief Gowas zur Übersendung des Faltblatts an Kaschnitz, 30.1.1964. – Mittelfalz.

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Lot 1352 Kaschnitz, Marie Luise – Hölderlin, Friedrich
Gedichte. Jena, Lichtenstein, 1920. 342 S. 21,5 x 14 cm. Original-Pappband mit goldgeprägtem Rückentitel (berieben, fleckig, lichtrandig, oberes Kapital mit schmaler Fehlstelle).
Schätzpreis 300 €
Enthält einige eigenhändige Anmerkungen, An- und Unterstreichungen von Kaschnitz in Bleistift, besonders in den Gedichten “Der Einzige” und “Patmos”. – Papierbedingt gebräunt, Vorsatz mit handschriftlichem Besitzvermerk von Kaschnitz. – Beiliegend: Der Einzige (spätere Fassung). Typoskript auf Durchschlagpapier mit eigenhändigen Anmerkungen von Marie Luise Kaschnitz in Bleistift. 2 Bl. Ca. 29,5 x 20,5 cm. Das Typoskript enthält Auszüge einer Version (“spätere Fassung”) von Hölderlins Gedicht “Der Einzige” und Kommentare zu den verschiedenen Versionen des Gedichts (von Kaschnitz?), die handschriftlichen Anmerkungen von Kaschnitz nur auf einer der beiden Seiten. – Mit Falzspuren, etwas knickspurig und mit Randläsuren. – Beiliegend: Versöhnender, der du… Typoskript auf Durchschlagpapier mit eigenhändiger Anmerkung von Marie Luise Kaschnitz in Bleistift. 1 Bl. 29 x 21 cm. – Das Typoskript enthält Auszüge des Gedichts “Versöhnender der du” von Hölderlin und einem Kommentar dazu (von Kaschnitz?) mit einer eigenhändigen Anmerkung von Kaschnitz. – Kaschnitz hatte in der DIE ZEIT-Ausgabe vom 11. Dezember 1959 in der Serie “Mein Gedicht” Hölderlins “Hälfte des Lebens” ausgewählt. – Mit Falzspuren.

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Lot 1353 Kaschnitz, Marie Luise – Ortner, Jörg
Avenue Emile Zola. Radierung auf Bütten. Unten signiert und datiert. Paris, 1973. Plattengröße: 59 x 78 cm. Battgröße: 76,5 x 94,5 cm.
Schätzpreis 240 €
Im unteren Rand mit der Widmung Ortners an Kaschnitz: “Mück für Marie Luise Kaschnitz abgezogen. Vom Herzen die Töne h – e – g – fis, Ostern Paris 1973, Jörg O.” – Im weißen Rand leicht knickspurig und leicht angeschmutzt. – Beigegeben: Avenue Emile Zola: pente. Radierung auf Bütten. Unten signiert und datiert. 1973. Plattengröße: 30,5 x 43 cm. Blattgröße: 47 x 59 cm. – Im unteren Rand mit der Widmung Ortners an Kaschnitz: “Mück für Marie Luise Kaschnitz abgezogen. Von Herzen. Ostern 1973 Jörg O.” – Weißer Rand leicht fleckig.

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Lot 1354 Kaschnitz, Marie Luise
Sammlung von 12 Original-Graphiken (davon 8 mit Widmung an Kaschnitz), 1 Original-Tuschzeichnungen und 2 Original-Aquarellen. Ca. 1960-1972. Verschiedene Formate.
Schätzpreis 240 €
Die Sammlung beinhaltet: I. Bendixen, Klaus. Original-Aquarell auf Karton. 63,5 x 34,5 cm. – II. Derselbe. 2 Original-Farblithographien. Rechts unten signiert. Exemplar 25/120 und 19/120. 24,5 x 21 cm und 30 x 23,5 cm. – Etwas gebräunt, leicht knickspurig und leicht fleckig. – III. Derselbe. Original-Farblithographie. Rechts unten signiert. Exemplar mit der Nummerierung 2/66 und 19/60 (?). 70 x 50 cm. – Mit einer eigenhändigen Widmung des Künstlers an Kaschnitz. – Etwas kratzspurig. – IV. Bienek, Horst. Original-Lithographie. Unten signiert und datiert. Exemplar: 5/50. 64 x 51 cm. – Mit einer eigenhändigen Widmung des Künstlers (der eigentlich als Schriftsteller bekannt ist) an Kaschnitz. – Knickspurig und etwas fleckig. – V. Ehrlich, Georg. Original-Zeichnung. Rechts unten mit Künstlerstempel. 18 x 12 cm. – Bauer-Ehrlich, Bettina. Original-Aquarell. 21 x 11,5 cm. – Beide Werke lose in einem Ausstellungskatalog von Georg Ehrlich zusammen mit einem zweiseitigen eigenhändigen Begleitbrief von Bettina Bauer-Ehrlich an Kaschnitz. – VI. Glentke. 8 Original-Holzschnitte. Davon 6 unten signiert, datiert und mit Widmung an Kaschnitz, 1 signiert und datiert und 1 unsigniert. Ca. 21,5 x 18 cm bis 41,5 x 31 cm. 3 auf Kartons montiert. Teils etwas knickspurig und mit leichten Randläsuren, 1 Blatt mit Montierungsspuren. – Die Sammlung stammt aus dem Nachlass von Dieter Schnebel und seiner Frau Iris Kaschnitz-Schnebel (Tochter von Marie Luise Kaschnitz).

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Lot 1355 Kaschnitz, Marie Luise
Sammlung von 12 Original-Photographien von Marie Luise Kaschnitz. Ca. 1930-1965. Teils Vintage, meist spätere Abzüge. Formate von 12,5 x 17,5 cm bis 34 x 29,5 cm.
Schätzpreis 240 €
Wohl Privat- und Pressephotographien. – Drei Photos verso mit Atelierstempel, einer davon von Barbara Klemm. – Drei Photos etwas knickspurig, teils leicht kratzspurig.

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Lot 1356 Kaschnitz, Marie Luise
Sammlung von 49 Büchern (davon 24 mit Widmungen an und 3 von Kaschnitz) aus der Bibliothek von Marie Luise Kaschnitz. Verschiedene Orte und Verlage, ca. 1908-1973. Ca. 9,5 x 7 cm bis 26 x 21 cm. Verschiedene Einbände (teils etwas berieben und bestoßen, 4 Titel mit Fehlstellen am Rücken)
Schätzpreis 300 €
Die Sammlung umfasst Titel entweder mit handschriftlichen Besitzvermerken (“Lou”, “Leu”, “Marieluise” oder “Marie Luise Kaschnitz”) oder Widmungen an bzw. von Kaschnitz. Die Widmungen von Kaschnitz an Paul Celan, Kaschnitz Bruder und einen Unbekannten; die Widmungen an Kaschnitz u.a. von Hans Carossa, Klaus Reichert, Johannes Poethen, Margarete Hannsmann, Walther Eidlitz (2), Albrecht Goes und Felix Braun. – Die Sammlung stammt aus dem Nachlass von Dieter Schnebel und seiner Frau Iris Kaschnitz-Schnebel (Tochter von Marie Luise Kaschnitz). – Keine Titelliste vorhanden, sollte vorbesichtigt werden.

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Lot 1357 Kersting, Walter Maria
Industrieform. Umfassende Präsentationsmappe zu seinen Entwürfen. Mit 45 Orignal-Photographien. Überwiegend Vintages. Silbergelatine. 1960. 32 x 22 cm. Gesteckt in Kunststoff-Album der Zeit (etwas fleckig und bestoßen). [#]
Schätzpreis 360 €
Das aufwendige Album wurde sicher in nur wenigen Exemplaren (wenn nicht überhaupt nur in diesem ?!) hergestellt und dokumentiert neben Entwürfen der Vorkriegszeit Arbeiten der mit seinen zwei Söhnen gegründeten “Kersting Modellbauwerkstätten” in Waging. Die Photos sind überwiegend im Format 12 x 17 cm, verso meist mit Studiostempel (u.a. Zettler München). Häufig hat Kersting (1892-1970) jeweils die alte Ausführung eines Objekts seinem neuen Entwurf gegenübergestellt. Anfangs kommt nach dem maschinenschriftlichen Titel ein maschinenschriftliches, von Kersting eigenhändig unterzeichnetes Vorwort mit Bezug zu Krupp-Essen. Dokumentiert werden u.a.: TN-Telefone, das Haus von Krauss im Erzgebirge, Adler Nähmaschinen, Buderus-Öfen, Einbauküchen, Meßwerkzeuge, Ventilatoren, Registrierkassen, Pfauter Industriemaschinen u.a. Das letzte Photo zeigt eine wandgroße Modellzeichnung einer Maschine, davor ein Herr in weißem Kittel und ein älterer Herr – letzterer dürfte Kersting selber sein. – Abzüge verso teils mit Spuren älterer Montage, insgesamt gut.

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Lot 1358 Kessler, Harry Graf
Die Kinderhölle in Berlin. Mit 8 ganzseitigen Abbildungen nach Photographien. Berlin, Die Deutsche Nation, 1920. 7 S. 23 x 15,4 cm. Original-Broschur (papierbedingt etwas gebräunt, oberer Rand 2 cm eingerissen).
Schätzpreis 300 €
Die deutsche Nation. Sonderheft November 1920 – Erste Ausgabe, selten. – Sozialkritische Studie über Kinderarmut in Berlin. – Etwas gebräunt, 2 cm Einriss im oberen Rand.

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Lot 1359 Kessler, Harry Graf
Richtlinen für einen wahren Völkerbund. Gedruckt für Harry Graf Kessler, Kurthstrasse 1 a in Weimar (Sekretariat). Weimar, 1920. 9, (3) S. 22,5 x 14,5 cm. Original-Broschur (etwas angestaubt und fleckig, Klammerung erneuert, kleine Korrosionsspuren im Bereich der alten Klammerung).
Schätzpreis 450 €
Eine von mehreren Ausgaben des Jahres 1920, hier ohne weiteren Druckvermerk, dem Schriftbild des Exemplars der Kessler-Gesellschaft nach aber der Erstdruck. – Innen im Bereich der alten Bindung kleine Spuren früherer Korrosion, sonst sauber.

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Lot 1360 Khodossievitch-Leger, Nadia – Czwiklitzer, Christoph
Suprematisme de Nadia Khodossievitch-Leger. Mit 1 signierten und nummerierten Original-Farblithographie und 1 vergoldeten Metallskulptur auf dem Vorderdeckel von N. Khodossievitch-Leger sowie 1 farbiges montiertes Porträt und 93 montierte farbige Tafeln. Paris, Editions Art C. C. 1972. 34,5 x 26 cm. Original-Wildlederband mit goldgeprägtem Rückentitel und auf dem Buchdeckel montierter Skulptur in Original-Plexiglaskassette mit Titelblatt (Einband mit leichten Druckstellen der Kassette, Kaschierung des Titelblatts der Kassette teils gelöst, Verklebung der Kassette an einer Kante gelöst).
Schätzpreis 600 €
Eins von 250 nummerierten Exemplaren der Luxusausgabe, im Druckvermerk von Verfasser und Künstlerin signiert. – Mit der Skulptur Broche-Suprématisme VII. 1970 (d’après une maquette: Formes géométriques dans l’espace III 1924-1967). – Vorsatz mit kleinem Einriss, sonst sehr gut erhalten.

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Lot 1361 Kippenberger, Martin – Diederichsen, Diedrich
Popocatepetl. 10 Jahre Schallplatten. Konzeption: Martin Kippenbeger und Jörg Schlick. Mit 43 schwarzweißen Tafeln österreichischer Künstler. Graz, Forum Stadtpark, 1989. 240 S. 1 Bl. 18,5 x 12 cm. Original-Pappband (etwas berieben).
Schätzpreis 240 €
Erste Ausgabe. – Eins von 500 Exemplaren. – Deutsch-spanische Parallelausgabe. – Innen sehr gut erhalten.

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Lot 1362 Kirchner, Ernst Ludwig
Ausstellung Ernst Ludwig Kirchner. Katalog zur Ausstellung in der Kunsthalle Bern vom 5. März bis 17. April 1933. Mit 6 Original-Holzschnitten von E.L. Kirchner und 22 Abbildungen auf Tafeln. Bern, 1933. 51 S., 4 Bl. 22,5 x 15,5 cm. Original-Karton (obere Ecke mit Stauchspur).
Schätzpreis 750 €
Dube 741-743, 744 II, 751 II und 843 II. – Kornfeld 244 – Rifkind Coll. 1485 – Seltener Ausstellungskatalog mit sechs Original-Holzschnitten zur legendären Berner Ausstellung mit 296 Werken. Mit einem Text von Max Huggler und dem von Kirchner selbst unter seinem Pseudonym Louis de Marsalle verfassten biographischen Notizen. – Obere Ecke teils mit leichter Stauchspur, sonst schönes Exemplar.

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Lot 1363 Kirchner, Ernst Ludwig – Grohmann, Will
Kirchner-Zeichnungen. 100 Tafeln und zahlreiche Holzschnitte im Text. Mit 18 (1 in Rot und Blau) Original-Holzschnitten (inklusive zweifarbigem Titel und Holzschnitt auf Vorderdeckel). Dresden, Arnold, 1925. 37 S., 5 Bl. 27 x 21 cm. Illustrierte Original-Halbleinwand mit Rücken- und Deckeltitel (leicht gebräunt, minimal angestaubt, Deckel mit Kratzspur).
Schätzpreis 450 €
Arnolds graphische Bücher 2. Folge, Bd. 6 – Schauer II, 20. – Eins von 2000 (GA 2225) Exemplaren der Normalausgabe, hier unnummeriertes Exemplar der späteren Bindequote ohne den Holzschnitt auf dem Hinterdeckel. – Gutes Exemplar.

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Lot 1364 Kleemann, Peter
Vier Farben Handzeichen. Mit 4 transparenten, tpyographisch bedruckten Plastikfolien und 7 (von 8; 3 farbigen) Offsetdrucken auf Karton, 1 Karton verso signiert, datiert und nummeriert. Wiesbaden, Edition Rind, 1972. Blattgröße: 38 x 38 cm. Lose Blätter. [*]
Schätzpreis 240 €
Exemplar 3/70, datiert “68/72”. – Die seltene Folge “Vier Farben Handzeichen” entstand 1968 und wurde anlässlich der Ausstellung “Peter Kleemann demonstriert Vier Farben Gestik” im Museum Wiesbaden ausgestellt. – Es fehlt das rote Blatt. – Letzte Graphik verso etwas angestaubt. – Beiliegend: Katalog zur Ausstellung. Mit einigen Abbildungen. Wiesbaden, 1972. 8 Bl. 29,5 x 21 cm. Original-Heftung.

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Lot 1365 Klemm, Walther – Defoe, Daniel
Das Leben und die ganz ungemeinen Begegenheiten des weltberühmten Engelländers Robinson Crusoe, welcher durch Sturm und Schiffbruch, worin alle seine Reisegefährten elendiglich ertrunken, auf der amerikanischen Küste, bei dem Ausflusse des großen Stromes Orinoko, auf eine unbewohnte Insul geraten, achtundzwanzig Jahre darauf gelebet und zuletzt durch Seeräuber wunderbarerweise davon befreiet worden. Von ihm selbst beschrieben und, nach der dritten engelländischen Edition, auf vornehmes Begehren, ins Teutsche übersetzt, nachmals in dieser gekürzten Form an Tag gegeben. Mit 12 signierten Original-Lithographien von Walther Klemm. Leipzig, Friedrich Dehne, 1919. 53 S., 1 Bl. 31 x 25,5 cm. Bordeauxroter Original-Ganzlederband (signiert: “Hübel & Denck, Leipzig”) mit goldgeprägtem Rückentitel und Kopfgoldschnitt (leicht berieben).
Schätzpreis 360 €
Erste Ausgabe mit diesen Illustrationen. – Eins von wenigen (50?) Exemplaren der Vorzugsausgabe (GA 300) auf Zanders-Bütten, im Ganzlederband und mit zwei zusätzlichen Original-Lithographien. – Sennewald 19, 2 und Lang 102 (beide mit der Normalausgabe mit nur 10 Lithographien). – Sehr gutes zweiseitig unbeschnittenes Exemplar.

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Lot 1366 Kleukens-Presse – Petrarca, Francesco
Sonetti. Seguiti dalle Traduzioni dei Poeti Romantici Tedeschi. Frankfurt, Kleukens-Presse, 1923. Unpaginiert. 27,5 x 19 cm. Original-Halbpergamentband mit goldgeprägtem Rückentitel.
Schätzpreis 240 €
12. und letzter Druck der Kleukens-Presse – Eins von 250 nummerierten Exemplaren. – Rodenberg 104, 12 – Schauer II, 67 – Speck/Neumann 546. – Breitrandiger Pressendruck auf hellgrauem Bütten, Titel und Zwischentitel in Rot und Schwarz. – Petrarcas Sonetten in italienischer Sprache folgen Nachdichtungen deutscher Romantiker (vornehmlich J. D. Gries, J. G. Reinhold und A. W. Schlegel). Die Übersetzungen wurden von K. Vietor gesammelt. – Gutes Exemplar.

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Lot 1367 Kley, Heinrich – Vergilius, Maro Publius
Aeneis. Travestiert von Alois Blumauer. Mit 22 (8 ganzseitigen) Illustrationen von Heinrich Kley. München, Verlagsgesellschaft München (Berthold Sutter), 1910. 2 Bl., 144 S. 28,5 x 22 cm. Original-Pergamentband mit goldgeprägtem Rückentitel und goldgeprägter Deckelvignette sowie Kopfgoldschnitt (Rücken etwas angestaubt, wenig fleckig, leicht aufgebogen). [*]
Schätzpreis 240 €
Eins von 90 (GA 990) nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Old Stratford im Ganzpergamentband. – Druck der Offizin Poeschel & Trepte, Leipzig. – Papierbedingt minimal gebräunt, schönes Exemplar.

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Lot 1368 Klimt, Gustav – Koschatzky, Walter (Hrsg.)
Gustav Klimt. 25 Zeichnungen ausgewählt und bearbeitet von Alice Strobl. Mit 25 farbigen Faksimile-Tafeln . Graz/Wien, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1964. 14 S., 1 Bl. 50,5 x 36 cm. Original-Leinenmappe mit montiertem Deckelschild und Rückentitel, im Original-Halbleinwandschuber (dieser etwas lichtrandig).
Schätzpreis 300 €
Veröffentlichungen der Albertina 1. – Alle Tafeln unter Passepartout montiert. – Mit einem Text von Alice Strobl. – Die Drucke entstanden nach Zeichnungen Klimts aus den Jahren 1888-1918. – Sehr gutes Exemplar der monumentalen Faksimilemappe.

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Lot 1369 Klinger, Max – Apulejus
Amor und Psyche. Ein Märchen des Apulejus. Aus dem Lateinischen von Reinhold Jachmann. Illustrirt in 46 (15 ganzseitige, 31 montierte) Original-Radirungen und ornamentirt von Max Klinger. München, Theodor Stroefer, 1880-1881; (der Einband datiert 1881). 4 Bl., LXVIII S. 36 x 26,5 cm. Illustrierte Original-Leinwand mit goldgeprägtem Rückentitel, reicher Rückenvergoldung, gold-, silber- und schwarzgeprägtem Deckel sowie Ganzgoldschnitt.
Schätzpreis 900 €
Erste Ausgabe. – Singer 64-109: “Die entzückenden Illustrationen zu Amor und Psyche sind das einzige radierte Werk Klingers, das die Schrift eines Dichters recht eigentlich illustriert.” – Das Johannes Brahms gewidmete Werk erschien in sehr kleiner Auflage, da nur bei Bedarf Abzüge hergestellt wurden. Die 31 radierten Vignetten wurden auf China abgezogen und aufgewalzt, die 15 ganzseitigen Radierungen wurden auf starkem, bräunlichen Papier abgezogen, extra angefalzt und mit Trennblättern geschützt. – Mit dem radierten Exlibris von Jaromir Stretti-Zamponi (1882-1959) für Mosmir Helcelet. – Tadelloses Exemplar.

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Lot 1370 Kokoschka, Oskar
Londoner Ansichten. Englische Landschaften. Einführung von J. Tomes. Mit 1 signierten und nummerierten Original-Lithographie von Kokoschka und zahlreichen farbigen, montierten Tafeln. München, Bruckmann, 1972. 26 x 34 cm. Original-Leinwand im Original-Pappschuber (Schuber fleckig, etwas bestoßen, eine Kante angeplatzt).
Schätzpreis 360 €
Eins von 200 nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe mit der Lithographie “London Tower Bridge”, diese signiert, datiert und nummeriert. Die Graphik lose unter Passepartout, dieses mit eingebunden. – Tadelloses Exemplar.
One of 200 numbered copies of the Edition-de-Luxe with orig. lithograph, signed, dated, and numbered by the artist. Orig. cloth in orig. cardboard slip-case. – Fine copy.
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Lot 1371 Kokoschka, Oskar
O Ewigkeit – Du Donnerwort. So spanne meine Glieder aus. Offenbarung St. Joh., Kap. XIV, V. 13. Lithographien von Oskar Kokoschka. Worte der Kantate nach Joh. Seb. Bach. Mit Titelillustration, original-lithographischem Selbstporträt und 10 ganzseitigen Original-Lithographien von Oskar Kokoschka. Berlin, Gurlitt, 1918. 12 Bl. 1 (weißes) Bl. 55 x 40 cm. Original-Pergament mit Rückenschild (diese mit kleinen Randläsuren, Deckel aufgebogen, leicht fleckig).
Schätzpreis 3600 €
Erste Buchausgabe, in der Reihe “Die Neuen Bilderbücher”, erstmals 1914 als Mappenwerk in gleicher Auflage erschienen. – Wingler/Welz 58-68 – Artist and the Book 150 – Lang S. 32 f u. S. 101-107 (Abb.) – Jentsch 28 – Rifkind/Davis 1564 – Eins von 100 (GA 125) nummerierten Exemplaren, im Druckvermerk signiert. – “Ein anders wichtiges Illustrationswerk ist 1914, noch vor Ausbruch des Krieges entstanden. Es handelt sich um die elf Lithographien zu den Worten der Johann-Sebastian-Bach- Kantate “O Ewigkeit – Du Donnerwort, so spanne meine Glieder aus” … Bereits 1917 wies der Musikwissenschaftler Paul Bekker in Westheims ‘Kunstblatt’ darauf hin, daß die Lithographien mit der Bach-Kantate “nicht mehr viel als die Überschrift gemein” hätten. Nun war zwar Kokoschka durch ein Klavier-Vorspiel seines Freudes Leo Kestenberg zu dieser Kantate gekommen, aber er hatte von vornherein nicht im Sinne, Musik zu interpretieren, sondern Bilder zum Text zu zeichnen. Und auch da hat sich Kokoschka viel stärker durch die Grundstimmungen – Verzweiflung, Furcht, Hoffnung – leiten lassen denn von einzelnen Textstellen. “O schwerer Gang zu letztem Kampf und Streite”, darum geht es im doppelten Sinne: Das verwirrende, umstülpende und tief eingreifende Erlebnis der Frau in Gestalt der Alma Mahler und – wiederum – die Ahnung einer Gefahr, erotisch wie gesellschaftlich. So nimmt es nicht weiter wunder, wenn die Gestalt des Mannes immer wieder die Züge Oskar Kokoschkas annimmt und die Frau oft genug an die Erscheinung Alma Mahlers denken läßt” (Lang). – Das Frontispiz zeigt das berühmte Selbstporträt mit Zeichenstift. – Vereinzelt Seiten gelockert und leicht knickspurig, sonst schönes sauberes Exemplar.

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Lot 1372 Korch, Claus – Grimm, Brüder
Die zwölf faulen Knechte. Mit 12 signierten Original-Kaltnadelradierungen im Text von Claus Korch. Berlin, Handpresse Martin Fock, 1984. 14 Bl. 30 x 23 cm. Lose Blatt in Original-Leinenmappe mit montiertem Titelschild.
Schätzpreis 240 €
Nicht bei Spindler. – Eins von 20 nummerierten Exemplaren. – Schöner Druck auf kräftigem Velin. – Buchbindearbeiten: Katharina Wewerke. – Seltenes Werk mit Radierungen des erst kürzlich verstorbenen deutschen Bildhauers und Graphikers Claus Korch (1936-2019). – Tadelloses Exemplar.

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Lot 1373
Kriegszeit. Künstlerflugblätter. (Wochenschrift, später Monatsschrift). Begründet und herausgegeben von Paul Cassirer und Alfred Gold. Nr. 1-9, 13-16, 18-27, 29-48, 51-56, 58-65, insgesamt 57 (von 65) Nummern in 55 Heften. Mit zahlreichen Original-Lithographien. Berlin, Cassirer, 1914-1916. Je 1 Doppelblatt, Hefte 18/19 und 64/65 je 2 Doppelblatt. 47,5 x 32 cm. Lose Hefte (diese etwas kratzspurig und fleckig).
Schätzpreis 400 €
Söhn I, 134. – Mit Original-Lithographien von Barlach, Kollwitz, Liebermann, Meid, Slevogt, Trübner, Unold, Walser, Baluschek, Behrens, Hettner u.a. – Von Heft 53 nur ein Blatt vorhanden, drei Hefte im Falz durchgerissen, teils papierbedingt gebräunt, teils mit Randläsuren bzw. Randeinrissen.

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Lot 1374
Krieg und Kunst. Original-Steinzeichnungen der Berliner Sezession. Folge 13-28 und 30 in 17 Heften. Mit 69 (statt 73; 17 farbigen) Original-Lithographien. Berlin, Bard, 1915-1918. 42 x 34 cm. Original-Kartonagen mit Passepartout-Ausschnitt (Kartonagen teils etwas gebräunt und mit kleinen Randläsuren).
Schätzpreis 300 €
Söhn IV, 432. – Mit zum Teil farbigen, meist im Stein signierten Original-Lithographien von L. Corinth, E. Büttner, E. Oppler, H. Struck, P. Kleinschmidt, F. Stuckenberg, M. Melzer, Ph. Franck, E. Spiro, E. Pottner, H. Thoma, A. Oberländer, Ch. Berend-Corinth, O. Schoff u.a. – Die Lithographien teilweise etwas gebräunt und stockfleckig, einige Blätter mit Randläsuren bzw. -einrissen.

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Lot 1375 Krull, Germaine
La leçon de travail dans un parc. Mit Abbildungen nach Photos von G. Krull. Paris, L’Office d’Editions d’Art pour les laboratoires du D. Debat, um 1930. 12 Bl. 31 x 24 cm. Illustrierte Original-Broschur (etwas bestoßen und knickspurig, rechte untere Ecke des Vorderdeckels fehlt).
Schätzpreis 240 €
Seltene Firmenwerbung, großzügig gestaltet. Wer sich hinter dem Mitarbeiter/ der Mitarbeiterin “Helce” verbirgt, konnten wir nicht eruieren. Die teils montierten Abbildungen aus Labor, Industrie, Verkehr etc. – Innen sauber.

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Lot 1376 Kruse, Max
Farbig lithographierte illustrierte Einladungskarte zu Kruses 70. Geburtstag. Berlin, 1924. 30 x 23,5 cm. [*]
Schätzpreis 240 €
Die von einem uns unbekannten Künstler illustrierte Einladungskarte lädt im Namen von Max Liebermann, Arthur Kampf, Hugo Lederer, Fritz Klimsch, Fritz Stahl, Ludwig Manzel und Gabriele Reuter zu Kruses 70. Geburtstag in das Restaurant Wallerstein in der Fasanenstraße 78 in Berlin zu “einer geselligen Zusammenkunft seiner Freunde”. – Waagrechter Mittelfalz, dort ca. 1 cm eingerissen, oben und unten leichte Randläsuren, oben leicht lichtrandig. – Einliegend in: Stahl, Fritz. Max Kruse. Mit Frontispiz-Porträt, 12 (2 farbigen) Tafeln und einigen montierten Textabbildungen. Berlin, Wasmuth, 1924. 37 S. Original-Halbpergamentband (etwas berieben und leicht fleckig).

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Lot 1377 Kujacic, Mirka
Ribari (Fischer). Dvadesetjedan drvo-linorez. Mit 21 Original-Holzschnitten und 5 Textholzschnitten. Belgrad, Zadruzna Stamprija, 1934. 9 nn. Bl. 31 x 34,5 cm. Original-Pappband mit farbigem Original-Holzschnitt mit bedrucktem Original-Schutzumschlag (Pappband gebräunt, Umschlag fleckig, mit teils hinterlegten oder überklebten Einrissen und Fehlstellen).
Schätzpreis 360 €
Einzige Ausgabe. – Titelblatt mit handschriftlicher signierter und datierter Widmung des Künstlers an den NS-Kulturfunktionär, Architekten und Künstler Karl Wollermann, der später von seinem Amt als Direktors der Braunschweiger Hochschule für Bildende Künste, aufgrund seiner Vergangenheit im Nationalsozialismus, zurücktreten musste: “En souvenir de bonne amitié a très cher et camarade Karl Wollermann de son ami fidèle MKujacic 1934”. – Die Veröffentlichung befindet sich auch in der Sammlung “Most important publications from the first half of the 20th century” im Museum für Zeitgenössische Kunst Belgrad. – Papierbedingt etwas gebräunt, sonst gut erhalten.

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Lot 1378
Kunst und Künstler. Illustrierte Monatsschrift für Bildende Kunst und Kunstgewerbe. Jg. XI, Hefte 1-12 in 1 Band. Mit 38 Original-Graphiken im Text und auf Tafeln sowie zahlreichen, vereinzelt farbigen Tafeln und Textabbildungen. Berlin, B. Cassirer, 1912-1913. 7 Bl. 639 S. 31,5 x 26 cm. Halbleinwand der Zeit mit Rückentitel (Ecken und Kapitale etwas bestoßen, fleckig und berieben).
Schätzpreis 300 €
Söhn HDO VI, 645. – Mit Original-Lithographien von Ernst Barlach (13), Rudolf Grossmann (2), Max Liebermann (3), Lovis Corinth, Max Beckmann (7), Werner Schmidt (11) und Hans Meid. – Stellenweise mit leichtem Wasserrand, leicht gebräunt und gering fleckig.

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Lot 1379 Laske, Oskar – Shakespeare, William
Der Sturm. Deutsch von Richard Schaukal. Mit zahlreichen (3 blattgroßen) farbigen Original-Lithographien im Text von Oskar Laske. Wien, Verlag der Österreichischen Staatsdruckerei, 1925. 114 S., 2 Bl. 30 x 21 cm. Farbig lithographierter Original-Pappband (Minimal angestaubt, hinterer Deckel etwas wasserrandig). [*]
Schätzpreis 240 €
Eins von 210 (GA 350) nummerierten Exemplaren auf Dokumentenpapier, im Druckvermerk von Schaukal und Laske signiert . – Sennewald 25,3. – Innen tadellos.

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Lot 1380 Lasker-Schüler, Else
Mein blaues Klavier. Neue Gedichte. Jerusalem, Druck der Jerusalem Press (für Moritz Spitzer/Tardish Books), Juni 1943. 45 S., 1 Bl. 22 x 14 cm. Illustrierter Original-Pappband (Gelenke und Rücken mit teils größeren Fehlstellen, Deckel minimal fleckig und berieben).
Schätzpreis 900 €
Erste Ausgabe des letzten zu Lebzeiten der Dichterin erschienenen Werks. – Eins von 305 (GA 330) Exemplaren der Normalausgabe, im Druckvermerk handschriftlich nummeriert. – Raabe/Hannich-Bode 182, 21 – Sternfeld/Tiedemann, 296 – Klüsener/Pfäfflin, 313 und 315 – Kupper 262. – Die Dichterin ließ sich 1939 endgültig in Jerusalem nieder, wo sie Anfang 1945 starb. Ihr Buch widmete sie “Meinen unvergesslichen Freunden und Freundinnen in den Städten Deutschlands – und denen, die wie ich vertrieben und nun zerstreut in der Welt, In Treue!”. Die Einbandillustration nach einer Zeichnung der Dichterin betitelte sie “Prinz Jussuf (e. l. Sch.) – Abschied von den Freunden”. – Papierbedingt gebräunt, Bindung teils gelockert.

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Lot 1381 Lasker-Schüler, Else
Das Peter Hille-Buch. Stuttgart und Berlin, Axel Juncker, 1906. 86 S., 1 (weißes) Bl. 19 x 15 cm. Etwas späterer Lederband mit goldgeprägtem Rückentitel und Kopfgoldschnitt (Rücken und Kanten berieben).
Schätzpreis 300 €
Erste Ausgabe. – Raabe/Hannich-Bode 182, 3. – Der Druckvermerk nennt zehn von der Verfasserin signierte Exemplare auf Japan. – Vorliegendes Exemplar auf Japan gedruckt, jedoch ohne Signatur der Verfasserin. – Zweiseitig unbeschnitten.

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Lot 1382 Lenk, Thomas – Mon, Franz
Aufenthaltsraum. Mit 7 (einer davon separat, signiert und doppelblattgroß) Original-Siebdrucken von Thomas Lenk. Duisburg, G. Hildebrandt, 1972. 20 Bl. 40,5 x 27,5 cm. Schwarzer blindgeprägter Original-Leinenband in Blockbuchbindung im Pappschuber (leicht fleckig, Schuber etwas gebräunt). [*]
Schätzpreis 300 €
Der Hundertdruck XI. – Eins von 100 nummerierten Exemplaren mit der separaten, zweifach signierten, doppelblattgroßen (40 x 53 cm) Original-Graphik von Th. Lenk. Spindler 157, 11. – Das Blatt vor dem Druckvermerk sowie drei weitere Tafeln von Franz Mon signiert. – Druck auf schwarzem Papier in der Helvetica-Grotesk. – Beiliegend: Eine datierte und monogrammierte Original-Zeichnung. Filzstift auf Papier. 1970. 33 x 24 cm.

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Lot 1383 Leopardi, Giacomo
L´Infinito in tutte le lingue che l´hanno saputo pronunciare. Urbino, Edizioni I.S.A., 1997. 157 Bl. 31,5 x 23 cm. Gold- und blindgeprägter Velourlederband mit intarsiertem Original-Aquarell und goldgeprägtem Rückentitel von der Buchbindermeisterin Hedwig Roling sowie goldgeprägte, samtbezogene Einlage zum zusätzlichen Schutz des Einbands in einer schwarzen Leinenkassette mit goldgeprägtem Deckeltitel und -vignette. [*]
Schätzpreis 1200 €
Eins von 1300 handschriftlich nummerierten Exemplaren. – Enthält Leopardis berühmtes Gedicht “Das Unendliche” in 68 Versionen bzw. Übersetzungen (davon 7 deutsche). – Der aufwendig gestaltete Meistereinband der Buchbinderin Hedwig Roling aus dem Jahr 1998 wurde für den Einbandwettbewerb “Prima Mostra Internazionale de Rilegatura d’Arte in Italia/ Maestro Rilegatore de “‘L’Infinito'” angefertigt. Beiliegend: ein Zertifikat zum Einbandwettbewerb. – Der Vorsatz aus Roma-Bütten und der Schnitt mit einem Original-Aquarell (Panorama einer Hügellandschaft) versehen. Vorderer und hinterer Vorsatz mit handvergoldeter Silhouette eines Dorfes in Hanglage. – Tadellos.

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Lot 1384 Leppin, Paul
Severins Gang in die Finsternis. Ein Prager Gespensterroman. Mit Frontispiz und illustriertem Umschlag von Richard Teschner. München, Delphin, 1914. 148 S., 2 Bl. 17,5 x 11,5 cm. Illustrierte Original-Broschur (Kanten berieben, etwas knickspurig, Rücken mit kleinen Fehlstellen, hinterer Umschlag etwas fleckig). [*]
Schätzpreis 300 €
Sammlung abenteuerlicher Geschichten, Band 4. – Seltene erste Ausgabe. – Reihentitel mit einer eigenhändigen dreizeiligen signierten und datierten Widmung Leppins an Otto Pick “in herzlicher und freundschaftlicher Verehrung Prag, Feber, 1914”. – “Als ‘deutsch-böhmischen Baudelaire’ (Max Brod), als ‘Troubadour des alten Prag’ (Otto Pick) bezeichneten Zeitgenossen den Bohemien und Bürgerschreck L… Der ‘Prager Gespensterroman’ ist Porträt eines Verzweifelten und Hymne an das alte Prag zugleich” (Killy VII, 236). – Bindung gelockert, Reihentitel etwas fleckig und mit leichten Randläsuren, teils mit Bleistiftanstreichungen.

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Lot 1385 Lüpertz, Markus
Der Kunst die Regeln geben. Ein Gespräch mit Heinrich Heil. Mit einer separaten monogrammierten und nummerierten aquarellierten Original-Kaltnadelradierung von Markus Lüpertz. Zürich, Ammann, 2005. 195 S., 2 Bl. 20,5 x 12,5 cm. Original-Leinenband mit Original-Schutzumschlag. Zusammen mit der Graphik in Original-Leinenkassette mit Deckeltitel (37,5 x 27,5 cm).
Schätzpreis 500 €
Eins von 30 römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe B (Gesamtauflage der Vorzugsausgabe: sechzig Exemplare) mit der aquarellierten Original-Graphik. Plattengröße: 28 x 19,5 cm. Blattgröße: 36 x 26 cm. – Tadelloses Exemplar.

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Lot 1386 Lüpertz, Markus
Der Kunst die Regeln geben. Ein Gespräch mit Heinrich Heil. Mit einer separaten monogrammierten und nummerierten zweifarbigen Original-Kaltnadelradierung von Markus Lüpertz. Zürich, Ammann, 2005. 195 S., 2 Bl. 20,5 x 12,5 cm. Original-Leinenband mit Original-Schutzumschlag. Zusammen mit der Graphik in Original-Leinenkassette mit Deckeltitel (37,5 x 27,5 cm).
Schätzpreis 360 €
Eins von 30 arabisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe A (Gesamtauflage der Vorzugsausgabe: sechzig Exemplare) mit der Original-Graphik. Plattengröße: 28 x 19,5 cm. Blattgröße: 36 x 26 cm. – Tadelloses Exemplar.

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Lot 1387 Machemer, Gabriel
Hasenzeichnungen von Gabriel. (Rückentitel). Mit 29 aquarellierten Federzeichnungen von Gabriel Machemer. Halle, 2008-2010. 35,5 x 26,5 cm. Roter Leinenband mit goldgeprägtem Rückentitel.
Schätzpreis 300 €
Alle mit einem Stempel nummerierten Handzeichnungen wurden vom Künstler signiert und datiert sowie meist auch betitelt. – Der Schriftsteller und Künstler Gabriel Machemer (geb. 1977)betreibt seit 1998 den Kunst- und Aktionsraum “Hühnermanhattan” auf dem Gelände der ehemaligen VEB Neontechnik Werke in Halle, den der “pictor celerrimus” mit dem Verkauf einer umfangreichen Serie von Hasen- und Eselbildern finanzierte. – Ein Blatt gestempelt “August 2008 – 12. April 2009 10000 Hasen Gabriel Machemer Zeichnungen”. – Sehr guter Zustand.

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Lot 1388 Mack, Heinz – Domin, Hilde
Höhlenbilder. Gedichte 1951-1952. Drei Ätzungen und eine Titelätzung von Heinz Mack. Mit 3 doppelten Silberätzungen auf Folien. Duisburg, Guido Hildebrandt, 1968. 12 Bl. 40 x 27 cm. Silberfarbene Original-Kartonage mit transparentem Folienumschlag mit Silberätzung (Hinterdeckel leicht berieben und kratzspurig).
Schätzpreis 600 €
Hundertdruck IV – Eins von 100 nummerierten Exemplaren, im Druckvermerk von Mack und Domin signiert. – Spindler 157.4. – Die drei Ätzungen im Band wurden leicht versetzt jeweils auf zwei Folien gedruckt. – Block lose, Bindung gebrochen, Text und Folien teils lose, ansonsten aber sauberes und wohlerhaltenes Exemplar.

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Lot 1389 Malik-Verlag – Graf, Oskar Maria
Zur freundlichen Erinnerung. Acht Erzählungen. Berlin, Malik, 1922. 127 S. 19,3 x 12,5 cm. Original-Halbleinenband mit farbiger Deckelillustration von George Grosz (Kapitale mit zwei kleinen Fehlstellen, etwas geblichen, leicht gebräunt und berieben, minimal bestoßen).
Schätzpreis 300 €
Unten und Oben, Band I. – Erste Ausgabe. – Hermann 149 – Gittig 57 – Herzfelde 57 – Raabe/Hannich-Bode 89, 6. – Titel mit eigenhändiger Widmung für “Franz Flachslander”, signiert und datiert “Oskar M. Graf München, den 12 Okt. 1922”. – Es handelt sich möglicherweise um Franz Alois Flachslander, der 1946 in der London Gazette als “Art Editor” auftaucht und 1923/25 mit dem Neuen Merkur korrespondierte. – Papierbedingt gebräunt, die ersten zehn Blatt in den oberen Ecken etwas fleckig.

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Lot 1390 Marcks, Gerhard
Orpheus. 10 Holzschnitte zu den Versen des Ovid. Mit 12 (10 signierten) Original-Holzschnitten (davon einer auf dem Mappendeckel, einer auf dem Textheft und zwei auf dem Titelblatt). Hamburg, Hauswedell, 1948. 6 nn. Bl. (Textheft). 49 x 41 cm und 35 x 23 cm (Textheft). In Original-Halbleinenmappe mit Deckelschild (etwas berieben).
Schätzpreis 750 €
Eins von 150 Exemplaren. – Lammek H 180.1-8, 10, 11, 13 und 14. – Auf elfenbeinfarbenem handgeschöpften Velin. Jeweils (Deckelschild unsigniert, die zwei Holzschnitte auf dem Titel mit einer Signatur) unten rechts mit Bleistift signiert. – Blattgrößen: von 46 x 34 bis 46 x 38 cm. – Textheft leicht knickspurig und leicht fleckig, Titel minimal fleckig.

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Lot 1391 Mariannenpresse – Schleef, Einar
Vom Leichtfuß. Mit farbigen Holzschnitten und Klischeedrucken von Bernhard Jäger. Berlin, 1998. Unpaginiert. 32 x 22 cm. Original-Pappband.
Schätzpreis 300 €
97. Veröffentlichung der Edition Mariannenpresse. – Exemplar “X” (GA 100), Druckvermerk vom Künstler signiert. – “Die Paginierung der Seiten war leider nicht möglich, da die Zahlen weggelaufen waren” (aus dem Druckvermerk). – Tadelloses Exemplar. – Dabei: Jansen, Johannes. Dickicht Anpassung. Wasserzeichen, Papier: Gangolf Ulbricht. Berlin, Edition Mariannenpresse, 1997. 10 Bl. 45 x 35 cm. Original-Karton mit Fadenheftung. – 91. Veröffentlichung der Edition Mariannenpresse. – Eins von 100 nummerierten Exemplaren, Druckvermerk von Jansen und Ulbricht signiert. – Schönes Exemplar.

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Lot 1392 Mathèy, Georg Alexander – Bethge, Hans
Satuila oder vom Zauber der Südsee. Mit 3 radierten Vignetten und 6 ganzseitigen Original-Radierungen von Georg Alexander Mathèy. Berlin, Morawe & Scheffelt, 1921. 40 S., 1 Bl. 21,8 x 17,5 cm. Roter Original-Ganzmaroquinband (signiert: “Bruno Scheer, Berlin”) mit goldgeprägtem Rückentitel, goldgeprägter Deckelvignette, goldgeprägten Deckel-, Steh- und Innenkantenfileten sowie Kopfgoldschnitt (leicht fleckig).
Schätzpreis 300 €
Eins von 50 nummerierten, vom Dichter und Künstler signierten Exemplaren der Vorzugsausgabe. Von Bruno Scheer mit der Hand in rotes Maroquin gebunden. – Lang 222. – Aus der Bibliothek von Robert Saitschick, mit dessen Exlibris auf dem Vorsatz. – Sehr gutes Exemplar.

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Lot 1393 Matisse, Henri
Poèmes de Charles d’Orléans. Manuscrits et illustrés par H. Matisse. Mit 100 Original-Farblithographien von H. Matisse. Paris, Tériade, 1950. 100 S., 2 Bl. 41,5 x 27,5 cm. Lose Lagen in illustrierter Original-Broschur im Original-Pappschuber mit Rückenschild (dort Lasche restauriert).
Schätzpreis 1800 €
Eins von 1200 nummerierten Exemplaren, Druckvermerk vom Künstler signiert. – Rauch 174 – Cramer 36 – The Artist and the Book 202 – Garvey/Wick 35. – Druck der Lithographien auf Vélin d’Arches bei Mourlot. – “In den fünfziger Jahren gestaltete Matisse mehrere Werke der älteren französischen Literatur mit Farblithographien. Davon ist das zu den Dichtungen von Charles d’Orléans (1394-1465), einem Neffen des französischen Königs Ludwig XI., besonders reichhaltig illustriert. Es zeichnet sich durch den vollständig von Matisse mit Feder geschriebenen, geradezu kalligraphischen Text aus, der dem Buch einen besonderen Charakter von Frische und Spontaneität verleiht ähnlich Matisses berühmten Buch Jazz, in dem ebenfalls strahlende Farbigkeit und flüssig-harmonisch geschriebener Text in ein wohlkalkuliert spannungsvolles Miteinander treten.” (Lucius, Bücherlust 33) – Schönes Exemplar.
One of 1200 numbered copies, impressum signed by artist. – With 100 orig. col. lithographs. Loose sheets in illustr. orig. wrappers with orig. slip-case. – Fine copy.
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Lot 1394 Mauclair, Camille
Louis Legrand, peintre et graveur. Mit 6 radierten Tafeln, 17 teils farbigen Tafeln sowie zahlreichen Textabbildungen. Paris, Floury und Pellet, 1910. 2 Bl., 273 S., 1 Bl. (Verlagswerbung). 26,5 x 20 cm. Dekorativer roter Halbmaroquinband mit reicher Rückenvergoldung und Kopfgoldschnitt, farbig illustrierte Original-Broschur eingebunden (leicht berieben, minimal fleckig).
Schätzpreis 240 €
Études sur Quelques Artistes Originaux. – Erste Ausgabe. – Carteret IV, 29 – vgl. Mason/Ludman S. 191. – “Ouvrage très interessant pour l’oeuvre de Legrand, car il donne tous les aspects de son talent” (Carteret). – Innendeckel mit Exlibris des lothringischen Künstlers Alfred Pellon für den Metzer Kunstliebhaber und Regierungsrat Alfons Federspil. – Papierbedingt minimal gebräunt.

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Lot 1395 Meerbaum-Eisinger, Selma
Blütenlese. Gedichte. Herausgegeben von Hersch Segal. Mit 13 Abbildungen, davon 8 ganzsseitige nach Zeichnungen von Mosche Krinitz. Rechovot, Privatdruck, 1976. 96 hektographierte Bl. 27,2 x 21,3 cm. Illustrierte Original-Broschur mit Rücken aus schwarzem Klebeband (dieses mit längeren Einrissen und Fehlstellen, die Deckel stockfleckig und mit kleineren Randläsuren, vorne die untere Ecke abgerissen, hinten mit zwei roten Flecken).
Schätzpreis 450 €
Seltene erste Ausgabe. – Selma Meerbaum, Ausstellungskatalog des Zentrums für verfolgte Künste im Kunstmuseum Solingen, 2014. – Die 57 Gedichte der Cousine Paul Celans entstanden im Winter 1941/42 im Czernowitzer Ghetto, bevor die 18jährige nach Transnistrien deportiert wurde, wo sie im Dezember entkräftet an Flecktyphus starb. Das Album konnte Selma vor der Deportation einem Bekannten zustecken, der es ihrer Freundin Else Keren übergab. Mit dieser gelangte die “Blütenlese” nach Israel und schließlich zu Hersch Segal, ihrem ehemaligen Klassenlehrer, der Selmas Lyrik als Privatdruck in einer Auflage von 400 Exemplaren herausgab. Die hektographierten Blatt zeigen sowohl seine maschinenschriftliche Übertragung der Gedichte sowie Selmas Handschrift und die Zeichnungen ihres Freundes Mosche Krinitz.- Das erste Blatt mit einer handschriftlichen Widmung auf Hebräisch, datiert 5.9.1976. – Papierbedingt etwas gebräunt, die letzten Blatt mit einem Braunfleck.

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Lot 1396 Meid, Hans
Don Juan. Radierungen. (Deckeltitel). Mit 9 (von 15) signierten Original-Radierungen. Berlin, Cassirer, 1912. 52 x 44,5. Lose meist unter Passepartout in Original-Halbpergamentmappe mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel (berieben und etwas bestoßen).
Schätzpreis 450 €
Eins von 90 (GA 100) Exemplaren auf Bütten, hier ohne den radierten Titel und 5 (von 14) Original-Radierungen. – Vgl. Jentsch 82-96 – Lang 124 und Schauer I, 214. – Die Tafeln römisch nummeriert: II, III, IV, V, VII, IX und XI, zwei Tafeln nicht nummeriert. – Teilweise etwas, eine Graphik etwas stärker stockfleckig.

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Lot 1397 Meid, Hans – Brentano, Clemens
Die Geschichte vom braven Kasperl und dem schönen Annerl. Mit 12 signierten Original-Radierungen von H. Meid. Berlin, Eigenbrödler Verlag, 1925. 62 S., 1 Bl. 27 x 19,5 cm. Pappband der Zeit mit hübschem Buntpapierbezug und handschriftlichem Rückentitel (Kanten und Gelenke etwas berieben):
Schätzpreis 300 €
Eins von 100 (GA 550) nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe, bei der der Druckvermerk und alle Radierungen signiert wurden. – Jentsch XLV und 485-96 a – Lang 131 – Pommeranz-Liedtke S. 205. – Druck bei Otto von Holten. – Papierbedingt leicht gebräunt, Block angeplatzt.

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Lot 1398 Meyer, Christoph – Hölderlin, Friedrich
Lebenslauf. Unikat mit 10 doppelblattgroßen farbigen Original-Zeichnungen und handgeschriebenen Textseiten sowie Einbandzeichnungen auf beiden Einbanddeckeln von Christoph Meyer. Berlin, 2014. 7 Bl. 51,5 x 33,5 cm. Original-Halblederband mit bemalten Deckeln. [*]
Schätzpreis 4000 €
Unikat. Vorsatz mit handschriftlichem Textauszug aus dem Talmud sowie signierter und datierter Widmung von Meyer “für Luc Bondy”. – Die von Meyer handgeschriebenen Textpassagen werden als freie, über die Seiten geführte Schrift zusammen mit den gezeichneten Ornamenten und Figuren zum integralen Bestandteil der Buchseiten. – Künstlerbücher des Berliner Zeichners, Graphikers und Gründers der Alligator Press, Christoph Meyer (geb. 1954), sind u.a. im Besitz der National Library Dublin oder der Akademie der Künste Berlin. – Tadellos.

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Lot 1399 Meyer, Christoph – Mandelstam, Ossip
Gedichte. Unikat mit 21 (1 doppelblattgroßen) farbigen Original-Zeichnungen und handgeschriebenen Textseiten von Christoph Meyer. Berlin, 2013-16. 10 Bl. 51,5 x 33,5 cm. Original-Leinwand mit Deckeltitel. [*]
Schätzpreis 4500 €
Unikat. Das “Künstlermalbuch” ist auf der vorletzten und letzten Seite vom Künstler signiert. – Die Texte stammen aus dem Werk: Mandelstam, Ossip. “Tristia. Gedichte 1916-1925”. Übersetzt und herausgegeben von Ralph Dutli. Erschienen im Fischer-Verlag. – Künstlerbücher des Berliner Zeichners, Graphikers und Gründers der Alligator Press, Christoph Meyer (geb. 1954), sind u.a. im Besitz der National Library Dublin und der Akademie der Künste Berlin. – Tadellos.

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Lot 1400 Miniaturbücher
Koran in Miniaturausgabe. Um 1900. Ca. 120 nn. Bl. 2,3 x 1,7 cm. Ornamental goldgeprägter Pappband der Zeit mit Goldschnitt.
Schätzpreis 450 €
Text auf Arabisch. – Teils mit breiten ornamentalen Bordüren versehen. – Im Rand teils leicht gebräunt.

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Lot 1401 Miro, Joan – Leiris, Michel
Joan Miro. Der Lithograph. Band 1 (von 6). Mit 12 (inklusive Umschlag; 5 doppelblattgroßen) Original-Farblithographien von J. Miro. Paris, 1972. 231 S., 2 Bl. 33 x 26 cm. Original-Leinenband mit farbigem Original-Umschlag. [*]
Schätzpreis 300 €
Deutsche Ausgabe. – Druck der Lithographien bei Mourlot. – Schönes Exemplar.

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Lot 1402 Miro, Joan – Prévert, Jacques und G. Ribemont-Dessaignes
Joan Miro. Mit 10 (9 farbigen, 4 doppelblattgroßen, 2 auf dem Umschlag) Lithographien von Joan Miro und zahlreichen, teilweise farbigen Tafeln und Abbildungen. Paris, Maeght Editeurs, 1956. 219 S. 23,5 x 20 cm. Original-Kartonage mit Original-Umschlag (Rücken leicht gebräunt, Umschlag leicht knickspurig). [*]
Schätzpreis 450 €
Cramer 39. – Die farbige Lithographie S. 66 ist eine Zusammenarbeit des Künstlers und der Verfasser. Gutes Exemplar.

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Lot 1403 Molnár, C. Pal
10 fametszet az ujtestamentumhoz (10 Holzschnitte zum Neuen Testament). Mit 10 monogrammierten Original-Holzschnitten. Budapest, David Löbl und Sohn, 1933. 2 Bl. 37 x 27 cm. Lose in illustrierter Original-Kartonmappe (etwas knickspurig und mit kleinen Randläsuren).
Schätzpreis 240 €
Schöne Holzschnittfolge des ungarischen Künstlers C. Pal Molnár (1894-1981) mit Szenen aus dem Neuen Testament. – Sehr gut erhalten. – Beiliegend: Maschinenschriftliches Anschreiben des Verlegers. Datiert: Budapest 1933. 30 x 21 cm. – Leicht fleckig und mit Randläsur im Unterrand.

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Lot 1404 Montblanc
Agatha Christie. Montblanc Meisterstück. Limited Edition. Zweierset mit Kugelschreiber und Bleistift. Jeweils mit 925er Sterling Silberschlange mit roten Rubinaugen und Original-Box (diese leicht berieben).
Schätzpreis 750 €
Eins von 25000 (Kugelschreiber) bzw. 7000 (Bleistift) nummerierten Exemplaren. – Kaum benutzt. – Provenienz: Aus der Sammlung Peter Gorsen.

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Lot 1405 Mühlenhaupt, Kurt
Auszüge aus dem unveröffentlichten Manuskript “Roter Mohn u. Nackte Mädchen”. Mit 11 (10 ganzseitigen) Kugelschreiber-Zeichnungen, 1 handschriftlichem Titelblatt und 7 maschinenschriftlichen Seiten mit handschriftlichen Korrekturen. Berlin, ohne Jahr. 29,5 x 21 cm. Klammerheftung. [*]
Schätzpreis 900 €
Reich mit Original-Zeichnungen versehenes Typoskript, das auf sechs Seiten die humorvolle Geschichte “Et war ein schöner Tag. Ein halbe Bartgeschichte” erzählt, die Mühlenhaupt “unter der Pudelmütze ausbrütete”. Die typischen Mühlenhaupt-Zeichnungen zeigen ihn mit Mütze und mit Hut sowie Szenen aus der Geschichte. – Erste und letzte Seite etwas angestaubt und fleckig, leicht gebräunt und knickspurig.

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Lot 1406 Mühlenhaupt, Kurt – Morosow, Wassilij
Freie Schule. Erinnerungen eines Schülers an Leo Tolstois Schule zur Zeit der Bauernbefreiung mit einem Bilderzyklus “Landleben im alten Rußland” von Curt Mühlenhaupt. Mit 24 Abbildungen von Radierungen und einer signierten und datierten, doppelblattgroßen Zeichnung (Aquarell und Bleistift) von C. Mühlenhaupt über Vorsatz und Titel. Lindenfels, Verlag Freie Nachbarschaftsgesellschaft, 1978. 173 S. 40,5 x 30,5 cm. Illustrierte Original-Leinwand (minimal angestaubt).
Schätzpreis 240 €
Erste deutsche Ausgabe. – Die Zeichnung zeigt einen bärtigen Russen im Pelzmantel und ist mit “1979” datiert. – Schönes Exemplar.

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Lot 1407 Nerlinger, Oskar
die abstrakten e.v. internationale Vereinigung der expressionisten, futuristen, kubisten, konstruktivisten. mitgliedskarte. ortsgruppe dresden. Klappkarte. Dresden, um 1930. Aufgefaltet 7 x 21 cm (etwas nachgedunkelt und gebräunt).
Schätzpreis 240 €
Typographisch gestaltet von Nerlinger (?), aber nicht bezeichnet. – Die Gruppe “die abstrakten” existierte von 1925 bis 1932 (Wilhelmi, Künstlergruppen 3). Nerlinger war Mitbegründer bzw. Kopf der Gruppe, ab 1928 gewählter Leiter. Wilhelmi gibt an, dass es auch eine Ortsgruppe Dresden um Kesting gegeben haben soll, zu der es keine detaillierten Angaben gibt. Mit der vorliegenden Mitgliedskarte ist die Existenz bestätigt und die Kunstwissenschaft kann Adresse und Telefonnummer zur Kenntnis nehmen: Münchner Str. 5, Ruf: 45560, Postscheckkonto Dresden. – Rückseitig mit dem Vermerk: Nachlass Edmung Kesting. – Im Innenteil unbedruckt mit kleiner Bleistiftzeichnung wohl von junger Hand.

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Lot 1408 Neue Werkkunst – Delfs, Wilhelm
Neue Stadtbaukunst Dortmund (Deckeltitel abweichend: Neue Bauten in Dortmund). Mit zahlreichen Abbildungen auf Tafeln. Berlin u.a. F.E. Hübsch, 1928. XIV, 2 Bl., 65 Tafeln, IX Tafeln. 26,5 x 20 cm. Weinrotes Ganzleder mit silberfarbener Deckel- und Rückenprägung (ganz gering bestoßen und beschabt). [*]
Schätzpreis 300 €
Neue Stadtbaukunst – Jaeger 0131 (gering abweichende Paginierung) – Eins von sicher nur wenigen Exemplaren einer Vorzugsausgabe in Ganzleder, anfangs mit zusätzlichem Kartonblatt mit (gedruckter) Dedikation vom Autor und dem OBB Eichhoff an Oskar Mulert, bis 1933 Präsident des Dt. Städtetages. – Spiegel und Vorsätze etwas braunfleckig, sonst innen sauber und insgesamt gut.

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Lot 1409 Neue Werkkunst – De Vries, Heinrich
Willhelm Riphan. Mit zahlreichen Abbildungen auf Tafeln. Berlin u.a., F.E. Hübsch, 1927. 7 Bl., 33 Tafeln. 26,5 x 20 cm. Original-Leinwand (Vorderdeckel deutlich fleckig, Rücken und Rückdeckel weniger). [*]
Schätzpreis 360 €
Neue Werkkunst – Jaeger 0098 – Auf dem Vorblatt mit eigenhändiger, zweizeiliger Widmung von Riphahn “meinem l. Freund u. Förderer als (ein Wort unleserlich). W. Riphahn”. – Innen sauber.

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Lot 1410 Neue Werkkunst
Drei Bände der Reihe: C. am Ende. E. Ebert. H. Herkommer. Mit zahlreichen Abbildungen auf Tafeln. Berlin u.a., F.E. Hübsch, 1929. 26,5 x 20 cm. Original-Leinwand (teils etwas nachgedunkelt und angestaubt, etwas fleckig, Rücken bei Herkommmer stärker berieben). [*]
Schätzpreis 300 €
Jaeger 0002, 0017 und 0040. – Alle Titel mit bei Jager nicht beschriebenem Inseratenteil: C. am Ende 43 Seiten, Ebert 15 Seiten und Herkommer 28 Seiten. – Innen nur vereinzelt etwas fleckig bzw. braunfleckig, insgesamt ordentlich.

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Lot 1411 Neue Werkkunst
Drei Bände der Reihe: J. Krämer (Einband J. Krämer). Gemeinde Wien – Am Fuchsenfeld. C. Schiemichen. Mit zahlreichen Abbildungen auf Tafeln. Berlin u.a., F.E. Hübsch, 1927-1929. 26,5 x 20 cm. Original-Leinwand (2 Bde.) und Original-Halbleinwand (Fuchsenfeld) (teils etwas nachgedunkelt und angestaubt, bei Fuchselfeld Bezug teils angelöst). [*]
Schätzpreis 300 €
Jaeger 0060, 0095 und 0097 – Schiemichen mit bei Jaeger nicht beschriebenem Inseraten-Anhang (29 Seiten). – Innen nur vereinzelt etwas fleckig bzw. braunfleckig, Inseratenanhang bei Schiemichen teils fleckig, sonst insgesamt ordentlich.

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Lot 1412 Neue Werkkunst
Drei Bände der Reihe: Klophaus-Schoch-zu Putzlitz. F. Fuss. F.A Breuhaus de Groot. Mit zahlreichen Abbildungen auf Tafeln. Berlin u.a., F.E. Hübsch, 1927-1930. 26,5 x 20 cm. Original-Leinwand. (Teils etwas nachgedunkelt, angestaubt und fleckig, Breuhaus stärker). [*]
Schätzpreis 300 €
Jaeger 0010, 0030 und 0053. – Klophaus mit (Original ?)-Schuber. Breuhaus mit bei Jaeger nicht beschriebenem Inseratenteil (37 Seiten) sowie nicht erwähnten Farbtafeln im Tafelteil bzw. Inseratenteil. – Innen nur vereinzelt etwas fleckig bzw. braunfleckig, insgesamt ordentlich.

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Lot 1413 Neue Werkkunst
Drei Bände der Reihe: K. Schneider (Einband J. Molzahn). O. Fischbeck. Kurz und Herbert. Mit zahlreichen Abbildungen auf Tafeln. Berlin u.a., F.E. Hübsch, 1927-1930. 26,5 x 20 cm. Original-Leinwand (2 Bde.) und Original-Halbleinwand (Kurz und Herbert). (Teils etwas nachgedunkelt, angestaubt und braunfleckig, bei Molzahn Gelenke teils angeplatzt). [*]
Schätzpreis 360 €
Jaeger 0025, 0067 und 0098 – Fischbeck mit bei Jaeger nicht beschriebenem Inseraten-Anhang (16 Seiten). – Innen nur vereinzelt etwas fleckig bzw. braunfleckig, insgesamt ordentlich.

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Lot 1414 Neue Werkkunst
Drei Bände der Reihe: M.E. Lesser. G. Bestelmeyer (erste Auflage). G. Bestelmeyer (zweite Auflage). Mit zahlreichen Abbildungen auf Tafeln. Berlin u.a., F.E. Hübsch, 1928-1929. 26,5 x 20 cm. Original-Leinwand (teils etwas nachgedunkelt und angestaubt, bei Bestelmeyer 2 Gelenke angeplatzt). [*]
Schätzpreis 300 €
Jaeger 0005, 0006 und 0069. – Innen nur vereinzelt etwas fleckig bzw. braunfleckig, insgesamt ordentlich.

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Lot 1415 Neue Werkkunst
Drei Bände der Reihe Neue Werkkunst bzw. Der deutsche Architekt: Brüder Gerson. O. Kaufmann. J. Franke.. Mit zahlreichen Abbildungen auf Tafeln. Berlin u.a., F.E. Hübsch bzw. Dt. Architektur-Bücherei, 1928-1930. 26,5 x 20 cm. Original-Leinwand (2 Bde.) und Original-Pappband (Gerson) (Gelenke des Pappbands geklebt, Rücken teils etwas verblichen, etwas nachgedunkelt und angestaubt). [*]
Schätzpreis 300 €
Jaeger 0031 (Paginierung beim vorl. Exemplar abweichend XIII, 2 Bl., 69 Taf., 2 Bl.), 0049 (Paginierung hier deutlich abweichend: XVII, 2 Bl., 71 S., 1 Bl., 10 S. Inserate) und 0155 (mit bei Jaeger nicht beschriebenem Inseratenteil von 31 S.) – Gerson anfangs mit Stempel des Hamburger Architekten Hans Buschow. – Innen nur vereinzelt etwas fleckig bzw. braunfleckig, insgesamt ordentlich.

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Lot 1416 Neue Werkkunst
Drei Bände der Reihe: O.E. Schweizer (Einband W. Baumeister). M. Kurz. D. Böhm. Mit zahlreichen Abbildungen auf Tafeln. Berlin u.a., F.E. Hübsch, 1929-1930. 26,5 x 20 cm. Original-Leinwand (teils etwas nachgedunkelt, angestaubt bzw. fleckig, Kapitale und Gelenke vereinzelt gering lädiert). [*]
Schätzpreis 360 €
Jaeger 0008, 0066 und 0103. – Böhm mit bei Jaeger nicht beschriebenem Inseratenteil (24 Blatt), ebenso bei Kurz (29 Seiten)- – Innen nur vereinzelt etwas fleckig bzw. braunfleckig, insgesamt ordentlich.

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Lot 1417 Neue Werkkunst – Fries, H. de
Thilo Schoder. Mit zahlreichen Abbildungen auf 56 Tafeln. Berlin, Hübsch, 1929. VIII S., 2 Bl. 26 x 20,5 cm. Original-Leinwand (Kapitale gering berieben).
Schätzpreis 300 €
Erste Ausgabe. – Jaeger 0099 – Vorderer Spiegel mit altem Besitzstempel, sonst insgesamt sauberes Exemplar.

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Lot 1418 Neue Werkkunst – Osborn, Max
Michael Rachlis. Räume. Mit zahlreichen Abbildungen auf Tafeln. Berlin u.a., F.E. Hübsch, 1929. 9 Bl., 34 Taf., 38 S. Inserate. 26,5 x 20 cm. Original-Pappband mit vergoldetem Deckel- und Rückentitel (berieben, fleckig, hinteres Gelenk geklebt). [*]
Schätzpreis 360 €
Neue Werkkunst – Jaeger 0087 (mit etwas abweichender Paginierung, ohne Hinweis auf den Anzeigenteil) – Auf dem Vorblatt mit ganzseitiger 19zeiliger (!) eigenhändiger Widmung von Rachlis an den Maler Benno Wulfsohn, datiert 2.11.(19)31: “Benno dem Wulfsohn, der mich schon mit und ohne Kragen gesehen hat … zur Erinnerung an die Zeiten, wo wie beide so klein waren… “. – Innen anfangs und am Ende braunfleckig.

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Lot 1419 Neue Werkkunst – Piper, Carl Anton
Architekt Hermann Distel in Arbeitsgemeinschaft mit Architekt A. Grubitz. Mit zahlreichen Abbildungen auf Tafeln. Berlin u.a. F.E. Hübsch, 1929. XIII, 68 S. 26,5 x 20 cm. Braunes Ganzleder mit goldfarbener Deckel- und Rückenprägung im (Original ?)-Schuber (Band nur ganz gering bestoßen und beschabt, insgesamt frisch). [*]
Schätzpreis 300 €
Jaeger 0015 – Eins von sicher nur wenigen Exemplaren einer Vorzugsausgabe in Ganzleder. – Vorsatz und die ersten zwei Blatt mit Spuren eines entfernten Exlibris und mit Leimdurchschlag, sonst innen sauber.

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Lot 1420 Neue Werkkunst – Ritter, Hubert
Neue Stadtbaukunst Leipzig. Mit zahlreichen Abbildungen auf Tafeln. Berlin u.a. F.E. Hübsch, 1927. 2 Bl., XXVIII, 78 S., 1 Bl. 26,5 x 20 cm. Grünes Ganzleder mit goldfarbener Deckel- und Rückenprägung (etwas bestoßen und beschabt, vordere untere Ecke etwas stärker bestoßen). [*]
Schätzpreis 300 €
Neue Stadtbaukunst – Jaeger 0138 – Eins von sicher nur wenigen Exemplaren einer Vorzugsausgabe in Ganzleder, anfangs mit zusätzlichem Kartonblatt mit (gedruckter) Dedikation vom Autor (datiert April 1928) an Oskar Mulert, bis 1933 Präsident des Dt. Städtetages. – Spiegel, Vorsätze sowie erstes und letztes Blatt etwas braunfleckig, sonst innen sauber.

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Lot 1421 Neue Werkkunst
Thilo Schoder. Architekt. Mit einem Vorwort von K. Gröbe sowie Abbildungen auf Tafeln. Berlin, Maul, um 1926. 25 Bl. 28,5 x 22,5 cm. Typographisch gestaltete Original-Broschur (etwas angestaubt, bestoßen und nachgedunkelt bzw. etwas lichtrandig).
Schätzpreis 360 €
Nicht zur Reihe Neue Werkkunst gehörig, aber wegen des Themas hier eingereiht. Anfangs mit dreizeiliger handschriftlicher Widmung von Juni 1926, unterzeichnet “Thilo”, sicher der Architekt selber. Dokumentiert Arbeiten seit der Frühphase, die noch die Handschrift von van de Velde erkennen lässt. – Beigegeben: zwei Einzelhefte von “Der Neubau” (Juni und September 1930) mit Abbildungen zu Schoder. – Gering fleckig, insgesamt gut.

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Lot 1422 Neue Werkkunst – Werner, Hermann
Moderner Berliner Zweckbau. Band I: Verwaltungsgebäude. Vorwort von Fritz Hellwag. Mit zahlreichen Abbildungen. Berlin u.a., Deutsche Architektur-Bücherei, 1932. 24 S., 25 Tafeln, 35 S. 26,5 x 20 cm. Original-Leinwand (etwas angestaubt und fleckig, Kopfkapital gering bestoßen). [*]
Schätzpreis 240 €
Der deutsche Architekt 1 – Jaeger 0169 (mit abweichender Paginierung, ohne Hinweis auf den Reihentitel) – Zu legendären und teils noch vorhandenen Berliner Bauten: Kathreiner-Haus, Rhenania-Ossag-Haus (später Shell-Haus/ Bewag), Berolina-Haus am Alex, Europa-Haus, Haus des Dt. Metallarbeiterverbandes (IG Metall) etc. Der Anhang stellt ausführende Firmen und ihre Arbeiten vor. – Wenige Seiten etwas braunfleckig, sonst innen sauber und vollständig.

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Lot 1423 Odenbach, Marcel
Ich mache die Schmerzprobe – 1984. Videokassette mit original-photographischer Hülle (Film-Still). Diese verso signiert und nummeriert, das Etikett der Videokassette ebenfalls signiert und datiert. Exemplar 2/25. 6:30 min, color. Editors: Marcel Odenbach, M. Ferber; Musik: “Don Giovanni”, Mozart; Produktion Video-Inn, Köln. – Photographische Hülle aufgefaltet 21 x 28 cm.
Schätzpreis 300 €
Marcel Odenbach studierte Dipl. Ing. an der Technischen Hochschule in Aachen. Ab 1992 war er Professor an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung, Karlsruhe, seit 2010 ordentlicher Professor für Film und Video an der Kunstakademie Düsseldorf. Er gilt als einer der wichtigsten deutschen Videokünstler. Hier wohl sein bekanntestes Werk, in der das männliche Bodybuilding als aufgeladene Metapher für autoritäre Strukturen dargestellt wird. – Abspielbarkeit nicht überprüft, Hülle an einer Ecke etwas knickspurig, sonst augenscheinlich gut.

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Lot 1424 Ono, Yoko
Fluxus newspaper No. 8 (recte: 9). Mit Abbildungen und dem Erläuterungszettel. New York, Fluxus, 1970. 2 Bl. 55 x 43,5 cm und 51 x 15 cm. Gefaltet (etwas knick- und knitterspurig). [#]
Schätzpreis 360 €
Das große Blatt von der Künstlerin eigenhändig im Jahr 2008 signiert und datiert. Das Blatt dokumentiert in 123 Abbildungen nach Photos von Peter Moore die “Fluxfesat presenation” von Ono-Lennon. Beteiligt waren darüber hinaus Vostell, Flynt, Maciunas, Higgins u.a. – Insgesamt gut erhalten.

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Lot 1425 Ono, Yoko
This is not. Programmatische Texte zur gleichnamigen Ausstellung. Syracuse, 1971. Doppelblatt. 56 x 42 cm. Gefaltet (etwas knick- und knitterspurig). [#]
Schätzpreis 360 €
Von der Künstlerin eigenhändig im Jahr 2007 signiert und datiert. Das Blatt dokumentiert neben den Texten auch den Ausstellungsgrundriss. Beteiligte Künstler waren auch Freunde von Ono-Lennon. Zur Eröffnung kamen u.a. Ringo Starr, Bob Dylan, Phil Spector, Andy Warhol, Jack Nicholson, John Cage, Dennis Hopper u.a. – Insgesamt gut erhalten.

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Lot 1426 Ottersbach, Heribert C
Walhalla-Projekt. Neunzehn zweifarbige Lithographien. Mit einer Einleitug von S. D. Sauerbier. Mit einem signierten und nummerierten Original-Holzschnitt von Ottersbach. Meerbusch, K. Mönter, 1991. 6 Bl. (Text). 32,5 x 24 cm. Doppelgefalteter Original-Pappband mit getuschter Original-Zeichnung (Bildgröße: 32,5 x 97 cm). [*]
Schätzpreis 300 €
1. Druck der Edition 33. – Eins von 5 (GA 43) römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe mit dem lose beiliegenden signierten Original-Holzschnitt. Druckvermerk vom Künstler signiert. – Die Einbände aller Exemplare als Unikate mit handgetuschter Deckelillustration. – Schönes Exemplar.

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Lot 1427
Pe 18 “materialien zur zeitgenössischen Kunst”. Hrsg. von Klaus Hoffmann. Mit 6 signierten Original-Graphiken sowie einer collagierten Original-Zeichnung. Neukirchen Sebbüll, 1966. 1 Bl., 43 S. 29,5 x 21 cm. Original-Pappdeckel mit Leinenrücken (obere rechte Ecke leicht gestaucht, minimal lichtrandig).
Schätzpreis 240 €
Eins von 100 Exemplaren (GA 150, davon 50 als reine Textausgabe). – Der seltene Band enthält signierte, meist auch datierte und teils nummerierte Arbeiten folgender Künstler: I. Otmar Alt. Handkolorierte Lithographie. – II. Jürgen Claus. Dreifarbiger Siebdruck auf Silberpapier. – III. Raimund Gierke. Prägedruck. – IV. Heinz E. Hirscher. Collagierte Zeichnung. – V. Frieder Nake. Vierfarbige Computergraphik. – VI. Heimrad Prem. Lithographie. – VII. Johannes Schreiter. Radierung. – Außerdem mit der Erstveröffentlichung von Karl Otto Götz’ Text “Zur Fraktur meiner Bilder 1953-1966” und der “Rede zur Verleihung des ‘Carl-Einst-Preises der jungen deutschen Kunstkritik 1966’ an Horst-Egon Kalinowski”. – Papierbedingt minimal gebräunt.

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Lot 1428 Peiser, Curt
Gedichte. Berlin, Elena Gottschalk, (Ende 1926 ?). 1 Bl. 33 S., 1 Bl. 22 x 14 cm. Rohseideneinband, Doppelblätter nach Art eines Blockbuches gebunden (angeschlissen, Faden teils gerissen, gebräunt und fleckig).
Schätzpreis 450 €
Erste und einzige Ausgabe, in nur 100 nummerierten und signierten Exemplaren erschienen. Von uns online kein Exemplar in einer deutschen Bibliothek nachweisbar. Möglicherweise das letzte Buch des Verlages, der ab 1923 für nur ca. drei Jahre bestand. Auf dem Vortitel mit eigenhändigem, signiertem und auf Februar 1927 datiertem Widmungsgedicht Peisers an eine junge Freundin “Ein Stückchen Kind und ein Stückchen Weib …”. Curt (Alexander) Peiser (geboren 1877 in Liegnitz, gestorben 1942 in Bombay) war ein bekannter satirischer Dichter und vor allem für seine Schüttelreime (etwa zum Schach!) bekannt (was hier aber keine Rolle spielt). Fast zehn Jahre lang lieferte er Schüttelreime für die Berliner Illu und den Ullstein-Verlag. Außerdem verfasste er Chansontexte (etwa für Claire Waldoff) und übersetzte Gedichte und Lieder aus fremden Sprachen (Englisch, Französisch). Die vorliegende Publikation blieb wohl wegen der Subskription und der geringen Auflage weitgehend unbemerkt. Lediglich Martin Hausdorff, Laudator zu Peisers 60. Geburtstag (September 1937 im Breslauer Jüdischen Gemeindeblatt) verwies auf diese “kleine Auslese seiner empfindungstiefen, formvollendeten Lyrik”. Es handelt sich hier um Liebes- und Naturgedichte, ganz anders als das von Peiser in der Wochenpresse sonst publizierte. Peisers Schwester Lucie war eine verheiratete Gottschalk, evtl. bestanden familiäre Verbindungen zum Verlag? Das könnte die Art der Veröffentlichung erklären. – Lose dabei: 16 Blatt Typoskripte (überwiegend Durchschläge mit weiterer Lyrik), teils unbezeichnet, teils maschinenschriftlich mit Peisers Namen bezeichnet. Ein Typoskript mit einem Gedicht von Kipling, von Peisers Hand englisch niedergeschrieben, die deutsche Übersetzung maschinenschriftlich, von Peiser eigenhändig signiert. – Papierbedingt etwas gebräunt und braunfleckig, die Typoskripte knitterig, angesichts der Seltenheit insgesamt gut.

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Lot 1429 Philosophie – Adorno, Gretel
Zwei maschinenschriftliche Briefe und eine beglaubigte Abschrift ihres Erbvertrages. Frankfurt, 1970. 6 Bl. (Erbvertrag) und 2 Bl. (Briefe).
Schätzpreis 240 €
In den signierten (“Gretel”) Briefen an das mit dem Ehepaar Adorno befreundete Ehepaar Iris Schnebel-Kaschnitz und Dieter Schnebel geht es um den Verbleib und die Veröffentlichung von Theodor Adornos Nachlass, der über ein Jahr zuvor überraschend verstorben war. – In der beglaubigten Abschrift des Erbvertrages (Anlage zum Brief vom 11.9.1970) von Gretel Adorno wird der Verbleib von Theodor Adornos Nachlass nach dem Tode seiner Frau bei der Frankfurter Luisa Haeuser-Stifung für Kunst- und Kulturpflege geregelt. – In der Anlage zum Brief vom 19.10.1970 befindet sich ein signiertes Schreiben von Heinz Schneider-Schott, dem Inhaber des Mainzer Verlags B. Schott, in dem dieser eine Veröffentlichung des Nachlasses ablehnt. – Die promovierte Chemikerin Margarete (“Gretel”) Adorno (1902-1993) unternahm kurze Zeit später einen Suizidversuch, durch dessen Folgen sie für den Rest ihres Lebens erheblich beeinträchtigt und pflegebedürftig wurde. – Beiliegend: Einige zeitgenössische Zeitungsauschnitte zum Tod Adornos.

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Lot 1430 Philosophie – Adorno, Theodor W
Druckfahne, Korrekturexemplar und Typoskript. Ca. 1961-1966. 17 Bl. (Typoskript), 10 Bl. (Druckfahne), S. 19-33 (Korrekturexemplar). 29,5 x 21 cm, 24-35 x 17 cm und 24,5 x 17,5 cm. Klammergeheftet (2; 1 Blatt lose) und Rückenbroschur.
Schätzpreis 300 €
I. Druckfahne des Textes “Voraussetzungen”. Mit einer 3-zeiligen unleserlichen Widmung Adornos an Iris Schnebel-Kaschnitz(?) Mit einigen handschriftlichen Korrekturen im Text von Schnebel-Kaschnitz(?). – II. Korrekturexemplar des Textes “Form in der neuen Musik. Mit einer eigenhändigen signierten unleserlichen Widmung “Teddy März 1966”. Mit einigen handschriftlichen Korrekturen von fremder Hand im Text. – III. Typoskript des Textes “Der Artist und der ganze Mensch. Zu einem Buch von Paul Valery” (handschriftlicher Titel). Mit einer eigenhändigen monogrammierten Widmung. Mit einigen handschriftlichen Korrekturen von fremder Hand im Text. – Etwas gebräunt

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Lot 1431 Philosophie – Adorno, Theodor W
Eigenhändiges monogrammiertes Erratablatt. Bleistift und Tinte auf Papier. Um 1940. Doppelblatt. 34 x 27 cm.
Schätzpreis 300 €
Die erste Seite mit 13 Zeilen eigenhändiger Anmerkungen Adornos, wohl zu seiner Komposition “Klage. Sechs Lieder für Singstimme und Klavier”. – Rechts unten monogrammiert. – Etwas fleckig und gebräunt, Randläsuren. – Beigegeben: Kopien von handschriftlichen Notenblättern zahlreicher Werke Adornos. Über 400 Blatt. Teils geheftet, meist lose Blätter. – Teils knickspurig und gebräunt.

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Lot 1432 Philosophie – Adorno, Theodor W
Kierkegaard. Konstruktion des Ästhetischen. Tübigen, Mohr, 1933. 4 Bl., 165 S. 24,2 x 16,5 cm. Blaue Original-Broschur mit der Original-Bauchbinde (Umschlag teils etwas geblichen und am unteren Rand leicht bestoßen, unteres Kapital minimal eingerissen, die Bauchbinde mit nur einem winzigen Randeinriss).
Schätzpreis 360 €
Erste Ausgabe der ersten Buchveröffentlichung Adornos. – Himmelstrup 5572 – Enc. Jud. II, 304. – Mit seiner Dissertation “Kierkegaard – Konstruktion des Ästhetischen” wurde Adorno im Februar 1931 an der Frankfurter Universität habilitiert. Die zwei Jahre später erschienene, stark überarbeitete Buchausgabe, die noch unter seinem bis zur Emigration 1934 geführten ursprünglichen Namen Wiesengrund-Adorno veröffentlicht wurde, widmete er “Meinem Freunde Siegfried Kracauer”. – Außergewöhnlich gut erhaltenes Exemplar mit der überaus seltenen Bauchbinde.

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Lot 1433 Philosophie – Adorno, Theodor W
Sammlung von 9 Publikationen (darunter 6 Erstausgaben) mit eigenhändigen Widmungen von Adorno an Iris Schnebel-Kaschnitz. Verschiedene Orte und Verlage, 1956-1966. Original-Leinenbände (4), Original-Pappband und Original-Broschuren (4) (teils leicht berieben und fleckig).
Schätzpreis 600 €
Die Übersetzerin und Tochter von Marie Luise Kaschnitz, Iris Schnebel-Kaschnitz war mit Adorno durch seine Freundschaft mit ihrer Mutter bekannt und studierte auch später bei ihm. – Alle Widmungen auf den Titelblättern bzw. Vorsatz (2), signiert (“Teddie” bzw. “Theodor”) und datiert. – Die Sammlung beinhaltet die Titel: I. Negative Dialektik. Frankfurt, Suhrkamp, 1966. – Erste Ausgabe. – Vierzeilige Widmung. – II. Der Korrepetitor. Frankfurt, Fischer, 1963. – Erste Ausgabe. – Dreizeilige Widmung. – III. Quasi una fantasia. Frankfurt, Suhrkamp, 1963. – Erste Ausgabe. – Vierzeilige Widmung. – IV. Soziologische Exkurse. Europäische Verlagsanstalt, 1956. – Zweizeilige Widmung. – V. Jargon der Eigentlichkeit. Frankfurt, Suhrkamp, 1964. – Erste Ausgabe. – Vierzeilige Widmung. – VI. Dissonanzen. Göttingen, Vandenhoeck & Ruprecht, 1956. – Erste Ausgabe. – Fünfzeilige Widmung. – VII. Kierkegaard. Frankfurt, Suhrkamp, 1962. – Dreizeilige Widmung. – VII.Eingriffe. Frankfurt, Suhrkamp, 1963. – Zweizeilige Widmung. – IX. Schönberg, Arnold. Fünfzehn Gedichte aus: Das Buch der hängenden Gärten von Stefan George. Nachwort von Theodor W. Adorno. Wiesbaden, Insel, 1959. – Zweizeilige Widmung. – Insgesamt gut erhalten.

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Lot 1434 Philosophie – Adorno, Theodor W
Sammlung von 9 Publikationen (darunter 6 Erstausgaben) mit eigenhändigen Widmungen von Adorno an Iris Schnebel-Kaschnitz. Verschiedene Orte und Verlage, 1952-1965. Original-Leinenbände (2), Original-Pappbände (4) und Original-Broschuren (2; teils leicht berieben).
Schätzpreis 600 €
Die Übersetzerin und Tochter von Marie Luise Kaschnitz, Iris Schnebel-Kaschnitz war mit Adorno durch seine Freundschaft mit ihrer Mutter bekannt und studierte auch später bei ihm. – Alle Widmungen auf den Titelblättern bzw. Vorsatz (1), signiert (“Teddie” bzw. “Theodor”) und datiert. – Die Sammlung beinhaltet die Titel: I. Versuch über Wagner. Frankfurt, Suhrkamp, 1952. – Erste Ausgabe. – 2-zeilige Widmung. – II. Noten zur Literatur I-III. 3 Bände. Frankfurt, Suhrkamp, 1961-1965. – Band II und III in erster, Band I in zweiter Ausgabe. – Jeweils mit einer Widmung. – III. Mahler. Frankfurt, Suhrkamp, 1960. – Erste Ausgabe. – Dreizeilige Widmung. – IV. Henkel, Krug und frühe Erfahrung. Sonderdruck aus “Ernst Bloch zu Ehren” Frankfurt, Suhrkamp, 1965. – Zweizeilige Widmung. – V. Moments musicaux. Frankfurt, Suhrkamp, 1964. – Dreizeilige Widmung. – VI. Drei Studien zu Hegel. Frankfurt, Suhrkamp, 1963. – Vierzeilige Widmung. – VII. Philosophie der neuen Musik. Frankfurt, Europäische Verlagsanstalt, 1966. – Vierzeilige Widmung. – Insgesamt gut erhalten.

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Lot 1435 Philosophie – Benjamin, Walter
Gesammelte Schriften. Unter Mitwirkung von Theodor W. Adorno und Gershom Scholem herausgegeben von Rolf Tiedemann und Hermann Schweppenhäuser. Bände I-VII in 14 Bänden. Frankfurt, Suhrkamp, 1986-1991. 20,3 x 12,5 cm. Blaue Original-Leinenbände mit Rückentitel und Original-Schutzumschlägen, in blauem Original-Leinenschuber (dieser minimal angestaubt).
Schätzpreis 240 €
Die Bände VII 1/2 in der ersten Auflage, der Rest in der zweiten und dritten Auflage bzw. siebentes Tausend. – Band I (1-3): Abhandlungen; Band II (1-3): Aufsätze, Essays, Vorträge; Band III: Kritiken und Rezensionen; Band IV (1-2): Kleine Prosa, Baudelaire-Übertragungen; Band V (1-2): Das Passagen-Werk; Band VI: Fragmente vermischten Inhalts, Autobiographische Schriften; Band VII (1-2): Nachträge. – Tadellos.

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Lot 1436 Picabia, Francis – Roger-Milés, L
Exposition de Tableaux par F. Picabia. Ouverte du 17 au 31 Mars 1909. Préface de L. Roger-Milés. Mit 6 Heliogravüren. Paris, Georges Petit, 1909. 12 S. 28,5 x 23 cm. Original-Broschur (untere Ecke des Vorderdeckels mit kleinem Abriss, mit kleinen Randläsuren).
Schätzpreis 360 €
Früher und seltener Ausstellungskatalog auf BFK-Rives, verzeichnet 34 Werke. Mit den Abbildungen in Heliogravüre von den Werken “Bords du Loing, à Saint-Mammès. Effet d’Automne”; “L’Eglise de Montigny; effet de Soleil”; “Bords du Loing; effet de Soleil”; “Soleil de Novembre; effet d’automne”; “Effet d’Automne; Soleil du matin”; “Les Pommes”. – Papierbedingt etwas gebräunt, Block angeplatzt.

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Lot 1437 Picasso, Pablo – Mourlot, Fernand
Picasso Lithographie II-IV (von 4). 3 Bände. Mit 6 (davon 3 Umschläge; 1 farbigen) Original-Lithographien von Pablo Picasso und zahlreichen meist farbigen Abbildungen. Monte Carlo, Sauret, 1950-64. 32 x 24,5 cm. Original-Karton mit Original-Umschlägen (Umschlag von Band 2 mit kleinen Rücken- und Randläsuren sowie längerem Einriss am unteren Flügel). [*]
Schätzpreis 750 €
Band 2 leicht gebräunt, Block von Band 3 geplatzt.

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Lot 1438 Picasso, Pablo – Radiguet, Raymond
Les Joues en Feu. Poèmes ancien et poèmes inédits 1917-1921. Mit Porträt-Frontispiz von P. Picasso. Paris, Grasset, 1925. 104 S., 1 Bl. 16 x 11,5 cm. Original-Broschur mit montiertem Titel und Autorennamen (gering fleckig).
Schätzpreis 240 €
Eins von 30 (GA 1400) extra handschriftlich nummerierten HC-Exemplaren auf Lafuma, mit handschriftlichem Vermerk “plus 30 Lafuma HC”. – Schönes Exemplar. – Dabei: Balzac, Honoré de. Le père Goriot. Mit einer Original-Lithographie von Pablo Picasso als Frontispiz. Paris, Sauret, 1952. 372 S., 2 Bl. 22,5 x 16,5 cm. Original-Karton mit Original-Umschlag im Original-Pappschuber (dieser an den Kanten etwas berieben, Umschlag am Rücken und Deckelrand etwas geblichen). – Eins von 3000 nummerierten Exemplaren auf Vélin d’Arches. – Schönes Exemplar.

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Lot 1439 Pirchan, Emil
Weinwunder. Ein Spiel in Sinntänzen. Mit 7 ganzseitigen und 1 lose beiliegenden halbseitigen (Lesezeichen) handkolorierten Original-Lithographien des Verfassers. Berlin, Die Wende, 1918. 44 S. 14,5 x 17,5 cm. Original-Karton mit Kopfgoldschnitt in chinesischer Blockbindung mit Schutzumschlag und Original-Pappschuber.
Schätzpreis 300 €
Eins von 215 nummerierten und vom Verfasser signierten Exemplaren. – Sehr gut erhalten.

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Lot 1440 Raamin-Presse – Thomas, Dylan
Die Nachgänger. Aus dem Englischen übersetzt von Erich Fried. Mit 29 Original-Radierungen im Text und 1 losen, signierten und nummerierten Original-Radierung von Roswitha Quadflieg. Hamburg, Raamin-Presse, 1977. 24 S., 2 Bl. 37,5 x 23 cm. Original-Pappband im Original-Pappschuber (Kanten etwas berieben, Rücken mit kleinen Fehlstellen im Bezug). [*]
Schätzpreis 360 €
8. Druck der Raamin Presse. – Eins von 20 (GA 120) nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe mit der losen Original-Radierung (von S. 9). – Spindler 71. – Druckvermerk von der Künstlerin signiert. – Gestaltung, Handsatz und Druck von Roswitha Quadflieg. – Gut erhalten.

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Lot 1441 Rackham, Arthur – Wagner, Richard
Der Ring des Nibelungen I und II. 2 Bände. Mit zusammen 63 auf Tafeln montierten farbigen Illustrationen von Arthur Rackham. Frankfurt, Rütten & Loening, 1910-1911. 3 Bl., 172 S., 1 Bl.; 3 Bl., 196 S., 1 Bl. 25,5 x 19 cm. Original-Halbpergamentbände mit Rückenvergoldung, goldgeprägtem Deckel- und Rückentitel und Kopfgoldschnitt mit Original-Schutzumschlägen in Original-Pappschubern mit Deckelschildern (Umschlag und Schuber von Band 1 etwas gewellt, Schuber etwas berieben und lichtrandig, Umschläge leicht gebräunt).
Schätzpreis 450 €
Erste deutsche Ausgabe mit Rackhams Illustrationen. – Beinhaltet: Das Rheingold & Die Walküre (I) und Siegfried & Götterdämmerung (II). – Titel und Einbandzeichnung von Walther Tiemann.

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Lot 1442 Rainer, Arnulf
Die Bibel illustriert von A. Rainer. Vollständige Ausgabe des Alten und Neuen Testamentes nach den Grundtexten übersetzt und herausgegeben von V. Hamp, M. Stenzel und J. Kürzinger. Mit 160 Farbtafeln. Augsburg, Pattloch, 1998. 1 Bl., 1221 S., 1 Bl.; 15 Bl. (Begleitheft). 35 x 26 cm. Schwarzer Original-Halblederband mit schwarzen Holzdeckeln, Vorderdeckel mit geätzem Metallkreuz und geschnittener Signatur von A. Rainer und Original-Kartonage (Begleitheft) in Original-Pappkassette mit lederbezogenem Unterteil (Kassette etwas fleckig). [*]
Schätzpreis 1200 €
Eins von 3000 nummerierten Exemplaren. – Mit dem Textheft “Ihre Arnulf-Rainer-Bibel” zur Entstehung der Bibel. – Tadelloses Exemplar.

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Lot 1443 Reinhardt, Ad
Twenty five years of abstract painting. Mit zahlreichen, teils farbigen, teils ganzseitigen Abbildungen. New York, Betty Parsons Gallery, 1960. 8 Bl. (unpaginiert). 30,2 x 22,8 cm. Original-Broschur (etwas angestaubt, berieben und bestoßen).
Schätzpreis 300 €
Die Biographie auf dem hinteren Innendeckel mit eigenhändigen Einträgen des Künstlers bis 1965. – Teils minimal fleckig, Ecken etwas knickspurig. – Dabei: I. Literatur- und Ausstellungsliste von Ad Reinhardt, ebenfalls mit eigenhändigen Ergänzungen. – II. Porträtphotographie. Silbergelatine. Vintage. 18 x 11,5 cm. Verso von Ad Heinhardt signiert. – Im rechten Rand minimal ausgesilbert.

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Lot 1444
Die Reise in das Bücherland. Deutsche Handschrift mit einer kolorierten Manuskript-“Karte des Bücherlandes” nach Alfons Woelfle. 1947. Leporello mit 9 Seiten (inklusive Titel). 16,2 x 11 cm. Mit Buntpapier bezogene Pappdeckel mit roten Bindebändchen aus Bast (diese etwas ausgefranst, Kanten leicht berieben).
Schätzpreis 240 €
Der Autor des Manuskripts, auf der letzten Seite datiert und signiert “16.9.1947 von Kotik”, berichtet von der Reise eines gewissen “Leserich” ins Bücherland, nachdem er, bereits als Kind von Lotte Baron-Raas “Kasperls Reise ins Schokoladenland” (Dresden, Walter Flechsig, 1936) geprägt, auf Alfons Woelfles 1938 in München bei Ernst Heimeran verlegte Phantasiekarte gestoßen war. – Eine zweifach gefaltete, etwas vereinfachte Nachzeichnung von Woelfles beliebter Karte ist in den vorderen Innendeckel geklebt (30,3 x 21 cm). – Papierbedingt etwas gebräunt.

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Lot 1445 Richter, Gerhard
66 Zeichnungen Halifax 1978. Mit 66 Tafeln. Köln, Walther König, 1997. 14 Bl. 18 x 13 cm. Original-Broschur mit illustriertem Original-Schutzumschlag.
Schätzpreis 300 €
Eins von 300 signierten Exemplaren (GA 2000). – Vom Künstler auf dem Vortitel signiert und datiert. – Die Zeichnungen entstanden während Richters Gastprofessur am Nova Scotia College of Art and Design, Halifax, im Sommersemester 1978. – Tadellos.

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Lot 1446 Rilke, Rainer Maria – Balthus (das ist: Comte Balthazar Klossowski)
Mitsou. Quarante images. Preface de Rainer Maria Rilke. Mit 40 Holzschnitten. Zürich, Rotapfel-Verlag, 1921. 13 S., 1 Bl., 40 Tafeln. 25 x 19,5 cm. Original-Karton (oberes Kapital mit kleiner Fehlstelle, etwas gebräunt und leicht fleckig).
Schätzpreis 750 €
Erste Ausgabe. – Ritzer E 36 – Mises 225 – Das Erstlingswerk des damals zwölfjährigen Balthus mit 40 Holzschnitten, die das Verschwinden seiner Katze illustrieren. Rilke schrieb dazu nicht nur das poetische Vorwort, sondern organisierte zudem auch die Vertragsverhandlungen sowie zum Teil auch die Distribution des Werkes und wurde langjähriger Liebhaber von Balthus’ Mutter. – Unbeschnitten, Innengelenke angeplatzt, sonst schönes Exemplar.

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Lot 1447 Rixdorfer Drucke – Kuhlmann, Quirinus
Recht dunkelt mich das Dunkel. Mit 21 (2 gefalteten, 20 signierten) Original-Holzschnitten und mehreren Original-Textholzschnitten von G. B. Fuchs, Uwe Bremer, Ali Schindehütte, J. Vennekamp und A. Waldschmidt. München, Hanser, 1964. 42 x 30 cm. Als Blockbuch gebundener illustrierter Original-Halbleinenband (vorderer Deckel etwas lichtrandig, Rücken aufgehellt, Kanten leicht berieben).
Schätzpreis 450 €
Eins von 99 nummerierten Exemplaren. – Spindler 127. 3. – Handpressendruck. – Der gesamte Text des mystisch-barocken Ekstatikers in Handsatz mit den verschiedenartigen Typen der Rixdorfer Werkstatt gesetzt. – Beiliegend: Werbeplakat der Rixdorfer Drucke, 40,5 x 58 cm. – Papierbedingt leicht gebräunt, sonst gut erhalten.

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Lot 1448 Rössner, Georg Walter
Englische Reise ein Bilderbuch f. Erwachsene mit 19 handkolorierten Originallithos. Mit 20 (19 kolorierten) Original-Lithographien von Georg Walter Rössner. Berlin, gedruckt bei A. Rogall, 1919. 14,5 x 23,5 cm. Illustrierte Original-Kartonage mit Deckeltitel (etwas gebräunt und angestaubt).
Schätzpreis 240 €
Erschienen in einer Auflage von 100 Exemplaren. – Leicht gebräunt.

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Lot 1449 Rössner, Georg Walter
Lustige Spazierfahrt (Deckeltitel). Mit 16 (inklusive Deckel) Original-Aquarellen von Georg Walter Rössner. 1920er Jahre. 8 Doppelblatt. 21,5 x 30 cm. Lose in illustrierter Halbleinwand-Mappe mit Deckeltitel (Deckelbezug im Rand mit Läsuren und etwas gebräunt).
Schätzpreis 450 €
Unikat. – Wohl Vorlage für ein Bilderbuch, das nicht veröffentlicht wurde. – Den Aquarellen gegenüber jeweils der montierte maschinenschriftliche Text. – Im Rand leicht gebräunt.

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Lot 1450 Rössner, Georg Walter
Widmungen und Buchzeichen. Mit 10 (4 kolorierten) signierten montierten Original-Graphiken von Georg Walter Rössner. Dresden, Richter, 1915. Illustrierte Original-Halbleinwand mit Deckeltitel (etwas fleckig und angestaubt).
Schätzpreis 300 €
“Diese Sammlung erschien in einer Auflage von 12 nmumerierten Exemplaren. Die einzelnen Drucke sind vom Künstler selbst abgezogen und signiert.” – Unter dem Druckvermerk von Rössner datiert “15. Mai 1915” und signiert. – Etwas gebräunt.

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Lot 1451 Rot, Dieter
Gesammelte Werke. Band 6. bok 3 c. Wiederkonstruktion des buches aus dem Verlag forlag ed 1961. Düsseldorf und Köln, edition hansjoerg mayer, 1971. Ca. 300 Bl. 23 x 17 cm. Original-Broschur (gering bestoßen und vergilbt).
Schätzpreis 360 €
Eins von 900 nicht nummerierten Exemplaren der Normalausgae. – Dobke S. 156. – Einer der selteneren Bände der Werkausgabe, von dem vermutlich gar nicht so viele Stück tatsächlich entstanden. – Innen sauber, insgesamt recht gut.

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Lot 1452 Roth, Dieter
Durchmesser der von Wiener gesehenen Wesen / wie es kommt, dass der Oswald Wiener sieht (…). Offsetlitho nach der Kneipenzeichnung. Berlin, um 1973. 24,5 x 21 cm,
Schätzpreis 300 €
Von Rot links oben im schwarzen Bereich signiert und datiert, gegen das Licht aber erkennbar. Basiert sicher auf einer der Kneipenzeichnungen aus Wieners “Exil”. – Gering bestoßen und knickspurig.

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Lot 1453 Roth, Dieter
Eine Bastel-Novelle. Nr. 1-2 (von 3). Mit 1 doppelblattgroßen, losen Farbtafel. Stuttgart, Hansjörg Mayer, (1974)-1975. 40 S.; 40 S. 22 x 15 cm. Farbig illustrierte Original-Broschuren.
Schätzpreis 450 €
Dobke, Bücher, S. 216ff. – Enthält: I. Eine Bastel-Novelle von Max Plunderbaum. – II. Eine Bastel-Novelle von Fax Hundetraum. – In Aufmachung und Design persiflieren die Hefte wunderbar die Groschenhefte des Bastei-Verlages. – Gut erhalten.

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Lot 1454 Roth, Dieter
Eine Frage? Reykjavik, 1971. 24 Bl. 21 x 14,5 cm. Original-Broschur (gering bestoßen, etwas angestaubt und gebräunt).
Schätzpreis 300 €
Eins von 200 nummerierten Exemplaren, von Roth signiert und datiert. – Innen sauber.

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Lot 1455 Roth, Dieter
Die ersten sieben Essays. Stuttgart, Hansjörg Meyer, 1971 und Reykjavik, Verlag, 1971-72 sowie Zürich/Stuttgart und London/Luzern, 1981. Unterschiedliche Formate und Original-Broschuren bzw. lose Blatt in gelber Original-Plastikhülle (Nr. 7) (die Broschuren teils etwas lichtrandig und gebräunt, mit vereinzelten kleinen Randläsuren oder Fleckchen).
Schätzpreis 1500 €
Dobke, Bücher, H 1-7 und S. 204 – vgl. Dieter Roth, Bücher, Kestner Gesellschaft, 1974, Nr. 48, 49, 54, 55, 56, 58 (I.-VI.) – Komplette Reihe der sechs Essaybände und das erste “Kopierbuch”. Laut Dopke handelt sich um “keine Essays im traditionellen Sinn, sondern um monothematische, häufig streng seriell aufgebaute Texte”. Er erwähnt zwei weitere “Kopierbücher”, die die Essay-Reihe fortführen, jedoch erst 1988/89 erschienen. – I. Franz Eggenschwiler. Der Jüngling, der Mann, die Zeit, das Werk. 61 S., 1 Bl. (Dopke H1 erwähnt 64 S.). Stuttgart, Hansjörg Meyer, 1971. – Unnummeriertes Exemplar (GA 400). – Original-Rotaprintdrucke. – II. 2 Probleme unserer Zeit. 1971. 48 S., 2 Bl. (Dopke H2 erwähnt 60 S.) Buchdruck. – Unaufgeschnitten. – III. Wer war Mozart? 1971. 8 Bl. Buchdruck. – Unaufgeschnitten. – IV. Wer ist der der nicht weiss wer Mozart war. 1971. 8 Bl. Buchdruck. – Unaufgeschnitten. – V. Eine Frage? 1971. 22 Bl. (Dopke H5 erwähnt 64 S.) Buchdruck. – VI. Über das Verhalten des Allgemeinen zu oder gegenüber dem Besonderen bzw. des Besonderen zu oder gegenüber dem Allgemeinen. 1972. 2 weiße Bl., 496 S., 2 weiße Bl. (Dopke H6 erwähnt 504 S.) Buchdruck. – Unaufgeschnitten. – Durch “Vorwort, Nachwort, Apparat wird wahre Gelehrsamkeit parodiert (Dopke). – II.-VI.: Reykjavik, Verlag. Jeweils eins von 200 nummerierten und signierten, meist auch von Roth datierten Exemplaren. – VII. Der Moralist. Essay Nr. 7. (Zürich, Galerie Stähli; Stuttgart und London, Hansjörg Mayer; Luzern, Dieter Roth’s Verlag 1981). – Eins von 60 nummerierten Exemplaren. – 41 lose nummerierte Schwarzweiß-Kopien in einer gelben “transparenten (Plastik-)Hülle”, wie von Roth auf dem letzten Blatt (S. 41) angewiesen. Hier beschreibt er auch genau, wie das Kopieren der 41 von ihm gelieferten Seiten ausgeführt werden soll. – – Die Schrift von “Der Moralist” am oberen Rand teils nicht mitkopiert (betrifft hauptsächlich die Nummerierung), die broschierten Exemplare insgesamt sehr gut.

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Lot 1456 Roth, Dieter
Gesammelte Werke. Bände 2, 4, 5, 10, 11, 13, 15, 18, 19 und 20 (von insgesamt 25 erschienenen). Stuttgart, London und Reykjavik, Hansjörg Mayer und Verlag Reykjavik, 1971-1972. 23 x 17 cm. Illustrierte Original-Kartonagen (etwas bestoßen und nachgedunkelt).
Schätzpreis 600 €
Wichtig ist die Werkausgabe vor allem wegen der Nachbildungen der nur in Kleinstauflagen und Unikaten entstandenen frühen Schnittbücher. Band 20 mit eigenhändigem Besitzvermerk von Ossi Wiener. – Papierbedingt unterschiedlich gebräunt, sonst recht gut.

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Lot 1457 Roth, Dieter
Gesammelte Werke. Band 6. bok 3 c. Wiederkonstruktion des Buches aus dem Verlag forlag ed 1961. Düsseldorf und Köln, edition hansjoerg mayer, 1971. Ca. 300 Bl. 23 x 17 cm. Original-Broschur, lose in Original-Einbanddecke mit zwei montierten farbig gefassten Gips-Croissants (?) (diese mit kleinen Absplitterungen).
Schätzpreis 5000 €
Nummer 36 von 100 nummerierten und signierten Exemplaren der auch ironisch als “Luxusausgabe” bezeichneten Vorzugsausgabe, bei jedem Exemplar ist die Form der aufmontierten Objekte anders. Einer der selteneren Bände der Werkausgabe. – Innen sauber, insgesamt gut.

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Lot 1458 Roth, Dieter
Quadrat-Blatt. Mit 60 beidseitig bedruckten Offset-Tafeln. Hilversum, de Jong, 1965. Ein Textdoppelblatt. 25,5 x 25,5 cm. In der Original-Pappmappe (diese an den Gelenken mehrfach eingerissen, partiell stärker lichtrandig und mit Klebespuren, ein Flügel lose).
Schätzpreis 360 €
Erste Ausgabe. – Eins von 1000 Exemplaren. – Dobke, Bücher B 8 – Kestner Gesellschaft, Dieter Roth, Bücher, 1974, Nr. 20. – Das Portfolio erschien innerhalb der berühmten “Kwadraat-Bladen”, einer Werbereihe der holländischen Druckerei de Jong. – 1961 hatte Roth das “Daily Mirror Book” ediert, das aus zerschnittenen Tageszeitungen bestand. Für das “Quadrat-Blatt” vergrößerte er 120 der ursprünglich nur 2 x 2 cm großen Ausschnitte auf 25 x 25 cm. – Insbesondere in den Rändern gebräunt und teils minimal knickspurig. – Dabei: Persinformatie mit einer Biographie von Dieter Roth. Hektographiertes Blatt auf Briefpapier der Steendruckkerij de Jong & Co.

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Lot 1459 Roth, Dieter
Ein Tagebuch (aus d. Jahre 1982). Mit zahlreichen Abbildungen nach Polaroid-Aufnahmen. 154 Bl. (unpaginiert). (Bern, Eidgenössische Drucksachen- und Materialzentrale, 1982). 29,7 x 21 cm. Gelocht mit Metallschienenheftung (Deckblatt am oberen Loch etwas eingerissen, minimal angestaubt).
Schätzpreis 450 €
Dopke L 11 und C 10, L 12 und C 11. – Katalog zur Biennale die Venezia 1982; mit Björn und Vera Roth. – Deckblatt mit eigenhändiger Widmung in Rot: “Liebe Freunde, darf ich Euch dies ein wenig beklekkerte Exemplar * (ist ein vollständiges (1. + 2. Teil zusammen) schicken? Ich habe es noch gefunden. (Schicke dann den ersten Teil zum Mitdemschoneingetroffenenzweitenzusammentun, sobald in die Schweiz komme) die schönsten Grüße! D.R.” datiert “Stuttg. 28.2.83”. – Das “beklekkert” bezieht sich wohl auf eine vorherige, in Rot und Schwarz durchgestrichene Widmung. – Photokopien der an “Commissario Claude Loewer” und “Vice Commissario Cäsare Menz” addressierten Tagebuchaufzeichnungen mit zahlreichen Polaroids, die von Januar bis Mai 1982 entstanden. Sie erschienen als Katalog zum Schweizer Biennale Beitrag in Venedig 1982. – Enthält das Vorwort (6 Bl.), die von 1-315 nummerierten Einträge und die 4. Abteilung (nur 3 Bl., I. 11-14). – Gutes Exemplar. – Dabei: Derselbe. Ein Tagebuch (aus dem Jahre 1982)/ A Diary (from the year 1982). Basel, Dieter Roth Verlag, 1984 (2. Auflage). Unpaginiert. 31,2 x 22,2 cm. Original-Broschur (etwas lichtrandig, Kapitale mit minimalen Läsuren). – Gutes Exemplar.

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Lot 1460 Roth, Dieter
Das Tränenmeer. Bände 1-3 (von 5). Mit zahlreichen Abbildungen. Stuttgart, Hansjörg Mayer, 1973-74. Fadenheftung ohne Umschlag (1-2) mit Bauchbinde bzw. Schutzpapier bzw. Original-Broschur (3) (gering bestoßen und angestaubt, Hülle eingerissen, Binde und Hülle mit Tesafilmspuren).
Schätzpreis 750 €
Jeweils eins von 200 nummerierten und signierten Exemplaren. – Unbeschnitten und weitgehend unaufgeschnitten, insgesamt gut.

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Lot 1461 Roth, Dieter
Über das Verhalten des Allgemeinen zu oder gegenüber dem Besonderen bzw. des Besonderen zu oder gegenüber dem Allgemeinen. Ein Essay. Reykjavik, Hansjörg Mayer, 1972. 496 S., 1 Bl. 23 x 14 cm. Original-Broschur mit Original-Umschlag (dieser am Unterrand des Vorderdeckels wie meist mit leichter Knickspur).
Schätzpreis 450 €
Eins von 200 nummerierten und signierten Exemplaren. – Dobke, Bücher G 9 und S. 201. – Innen wie stets minimal gebräunt, sonst schönes, weitgehend unaufgeschnittenes Exemplar.

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Lot 1462 Roth, Dieter
Wer ist der, der nicht weiss wer Mozart war? Reykjavik, 1971. 8 Bl. 23 x 15,5 cm. Original-Broschur mit Original-Umschlag (etwas angestaubt und nachgedunkelt).
Schätzpreis 300 €
Eins von 200 nummerierten Exemplaren, auf dem Vorsatzblatt von Roth signiert, nummeriert und datiert. – Dobke, Bücher H 4. – In schneller Folge erschienen 1971 die Essays von Dieter Roth, darunter zunächst “Wer war Mozart?”, gefolgt vom vorliegenden. – Auf dünnem grünlichen Papier gedruckt. – Unaufgeschnitten, innen tadellos.

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Lot 1463 Roth, Dieter
Wer war Mozart? Reykjavik, 1971. 8 Bl. 26 x 19 cm. Original-Broschur mit Original-Umschlag mit Umschlagillustration von Peter Roesch (etwas nachgedunkelt, lichtrandig).
Schätzpreis 300 €
Eins von 200 nummerierten Exemplaren, von Roth signiert und datiert. – Dobke, Bücher H 4, S. 206. – Unaufgeschnitten, erste und letze Seite mit Bräunung, sonst sauber.

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Lot 1464 Roth, Dieter
2 Probleme unserer Zeit. Reykjavik, 1971. 48 S., 2 Bl. 22,5 x 15 cm. Original-Broschur (gering bestoßen, etwas gebräunt).
Schätzpreis 360 €
Eins von 200 nummerierten Exemplaren, von Roth signiert und datiert. Mit gedruckter Widmung “Dieser Buchling sei Ossi Wiener gewidmet”. – Weitgehend unaufgeschnitten, erstes und letztes Blatt gebräunt, sonst innen tadellos.

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Lot 1465 Roth, Dieter – Hamilton, Richard und Dieter Roth
Plakat zu den Ausstellungen in Barcelona u.a. in sieben unterschiedlichen Ausführungen. Offset. Stuttgart, Mayer, 1977. Gerollt. In originaler Versandhülse des Verlags.
Schätzpreis 2200 €
Sehr seltene Suite in allen sieben Varianten. Format: 60 x 42 cm. Die Ausstellung wurde in verschiedenen Städten Europas und in Großbritannien gezeigt. – Gut erhalten.

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Lot 1466 Roth, Dieter u.a
Kopiks No. 1. Basel, Dieter Roth Verlag, 1985. 32 einseitig bedruckte Blätter (schwarzer und roter Druck auf grünem Papier). 35 x 25,5 cm. Klammerheftung.
Schätzpreis 300 €
Erste und einzige Nummer dieser Zeitschrift, herausgegeben anlässlich einer Ausstellung des “Dieter Roth Verlags” in der Petersen Galerie, Berlin. – Unser Exemplar signiert von Dieter, Björn und Vera Roth sowie einer weiteren Person. – Dieter Roth 3: Vorläufige Listen, Zeitschriften Nr. 26. – Wohl nur in kleiner Auflage erschienen und sehr selten. – Im Bereich der Klammerung mit kleiner Knickspur, sonst tadellos.
First and only issue of this magazine. Rare. Signed by Dieter, Björn and Vera Roth. – Minor creasing around staples, elso a very good copy.
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Lot 1467 Roth, Dieter und Richard Hamilton
Canciones de Cadaques. Zwei 45er-Schallplatten in farbig bedruckter Original-Hülle. Barcelona und Stuttgart, 1976. 18,5 x 18,5 cm (minimal berieben).
Schätzpreis 360 €
Spanisches Hundegebell, mit Gesang von Rot, Hamilton u.a. Eins von 500 nicht nummerierten Exemplaren der Normalausgabe (dazu kamen 60 Mitarbeiterexemplare). Nicht abgespielt, aber augenscheinlich ungespielt. – Insgesamt gut.

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Lot 1468 Rühm, Gerhard
Acht Titel, davon drei eigenhändig signiert. Unterschiedliche Formate und Einbände (Gebrauchsspuren). [*]
Schätzpreis 300 €
Vorhanden sind u.a.: I. Die Frösche. 13.-17. Tsd. 1972. Signiert. – II. Gerhard Rühm wird 60 – 12.2.1990. Signiert. – III. Bücher Bilder. Bilder Bücher. 1976. Signiert. – IV. Ophelia und die Wörter. 1972. – Weitere. – Gut erhalten.

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Lot 1469 Sachs, Nelly
Legenden und Erzählungen. Berlin, F. W. Mayer, 1921. 124 S. 18,9 x 12,5 cm. Original-Pappband mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel (Kapitale minimal eingerissen, vorderes Gelenk mit kurzem Riss und schwach wasserfleckig, Kanten minimal bestoßen).
Schätzpreis 750 €
Erste Ausgabe der ersten Veröffentlichung. – Killy X, 103. – Von der als “graziös und lieblich” (Hilde Domin) charakterisierten Sprache ihrer frühen Texte distanzierte sich Nelly Sachs später. Ein Widmungsexemplar ihres gedruckten Erstlingswerks schickte sie Selma Lagerlöf und knüpfte somit die Verbindung nach Schweden, die ihr später zur lebensrettenden Emigration verhalf. – Papierbedingt etwas gebräunt. – Sehr gutes Exemplar der überaus seltenen Erstveröffentlichung.

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Lot 1470 Salomé (das ist: Wolfgang Ludwig Cihlarz)
Stehend im Stacheldraht. Tunten Televison. Konzept für Salome Performance. Für meine Schwestern in Österreich und auf der ganzen Welt. Mit 14 (1 teilkolorierten) photographischen Abbildungen mit Standbildern aus dem Performance-Video. Berlin, 1977. 1 Textblatt. Geklammert.
Schätzpreis 300 €
Konzept für eine Video-Performance zur “Sichtbarmachung der Homosexuellenunterdrückung speziell in Österreich”. Unter der 1. Abbildung mit Widmung von Salome: “Für die Scheibenpissereien, während meiner 24 Stundenperformance. Fräulein Gerda Kropp in memoriam”, signiert und datiert 1977. Salome studierte an der Universität der Künste (UdK) bei Ulrich Knispel und war später Meisterschüler bei Karl Horst Hödicke. 1977 gründete Salomé gemeinsam mit seinen Künstlerkollegen Helmut Middendorf, Bernd Zimmer, Rainer Fetting, Anne Jud, Berthold Schepers, Rolf von Bergmann und anderen die “Galerie am Moritzplatz”. Mit ungewöhnlichen Performances stellte er sich selbst in Filmen und Hörspielen dar. – Ein Blatt lose, Klammerung gelockert, leicht knickspurig.

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Lot 1471 Satire
General-Katalog der Modell-Central-Gesellschaft für die gefeiertsten, beliebtesten, bekanntesten Typen und Gestalten der zeitgenössischen bildenden Künstler ersten und zweiten Ranges. Mit Frontispiz und zahlreichen, teils ganzseitigen Abbildungen. Wien, Genossenschaft der bildenden Künstler Wiens, 1895. 48 S. 23,5 x 15,5 cm. Illustrierte Original-Broschur (Rücken eingerissen, hinterer Umschlag mit Randfehlstellen).
Schätzpreis 300 €
Sehr seltene Satire auf den Wiener Kunstbetrieb der Zeit. – Nur ein Exemplar über den KVK nachweisbar. – Laut Vorwort ist es den beiden Gründern der Modell-Centralgesellschaft “Venceslav Noltschew” und “St. Andrée Vandergroll” gelungen “eine große Anzahl von Damen und Herren aus den besten Gesellschaftskreisen zu bestimmen, sich unseren ‘bildenden Künstlern’ als Modelle zur Verfügung zu stellen und zwar in selbstlosester Weise, da der Reinertrag ihrer Honorare der Durchführung eines grossartigen, noch nicht dagewesenen Kunst-Hebungsapparates gewidmet ist, welcher alle 19 Bezirke Wiens umfassen wird”. Die verschiedenen, teils mit Abbildungen versehenen Modelle werden in zwei Abteilungen präsentiert: I. “Modernste Genre. Archaisten, Secessionisten, Symbolisten, Veristen, Pleinairisten, Impressionisten etc.” – Mit Modellen von Bastien-Lepage, Bartels, Böcklin, Burne Jones etc. – II. “Älteres Genre. Retardisten, Abdicisten, Prae-Artisten, Mezzo-Veristen, Quasi-Stylisten, Kitschisten etc. – Mit Modellen von Alma-Tadema, Blaas, Defregger, Dietz etc.” – Darauf folgt “Wie Modelle betrachtet und verwendet sein wollen und sollen” und “Symbolismus. Anhängliches und Nachträgliches” mit verschiedenen satirischen Gedichten. – Als Mitarbeiter am Text werden scherzhaft Rosa Mayreder, Wenzel Ottokar Noltsch sowie Philipp Schumacher genannt. – Erstes und letztes Blatt etwas gebräunt.

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Lot 1472 Schaukal, Richard
Die Mietwohnung. Eine Kulturfrage. Glossen. Mit 14 ganzseitigen photographischen Abbildungen. Darmstadt, Alexander Koch, 1907. 41 S., 11 Bl. 22,5 x 16 cm. Original-Pergamentband mit goldgeprägtem Deckeltitel und Kopfgoldschnitt (minimal angestaubt, etwas aufgebogen. [*]
Schätzpreis 240 €
Erste Ausgabe. – Eins von 10 “Luxus-Exemplaren auf echtem hollandischen Bütten”, im Druckvermerk vom Verfasser signiert und handschriftlich nummeriert. – Die Photos zeigen u.a. Einrichtungen von Peter Behrens, Joseph Hoffmann und Koloman Moser. – Zweiseitig unbeschnitten, Bindung teils minimal gelockert, sehr gutes Exemplar.

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Lot 1473 Schleime, Cornelia
Eine etwas umständliche Art sein Herz zu verlieren. Katalog zur Ausstellung in der Galerie Sander, Darmstadt 1998. Mit der doppelblattgroßen Original-Gouache “Am Morgen Champania am Abend Kavier in der Nacht die ganze Hand” mit Widmung “Für Peter von Conny”, Berlin, den 24. Okt. 2001 sowie zahlreichen Abbildungen. Darmstadt, 1998. 175 S. 30,5 x 24 cm. Original-Pappband. [*]
Schätzpreis 360 €
Die schöne Zeichnung (Blattgröße: 30 x 47,5 cm) befindet sich auf dem vorderen Innendeckel und fliegenden Vorsatz. – Titel mit kleinem Farbfleck, sonst sehr gut erhalten.

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Lot 1474 Schlotter, Eberhard
Schwarze Spiegel. Zehn Ver-Ätzungen zu einer Erzählung von Arno Schmidt. Mit 10 signierten und nummerierten Original-Radierungen von E. Schlotter. Hofheim am Taunus, Edition Galerie Stübler, 1984. 6 Bl. 41 x 36,5 cm. Lose in Original-Leinenkassette mit montiertem Rücken- und Deckelschild (minimal berieben).
Schätzpreis 600 €
Eins von 90 (GA 100) nummerierten Exemplaren. – Schlotter WVZ III, 2091-2100. – Die mit Bleistift signierten und nummerierten Radierungen auf Guarro-Bütten (Plattenmaße: 20 x 24,5 cm bis 28,1 x 35,5 cm) in je einem Umschlag mit dem aufgedruckten Titel. – Mit einem Vorwort von Jan Philipp Reemtsma in Form eines Briefes an Herrn Stübler und einer Antwort von E. Schlotter “Lieber Herr Reemtsma” sowie Schlotters Aufsatz “Über die Radierung”. – Provenienz: Aus dem Nachlass des Schriftstellers, Übersetzers und Literaturkritikers Hans Wollschläger (1935-2007). – Wollschläger und Schlotter waren seit den späten 1950er Jahren befreundet. Der Kontakt kam wohl über Arno Schmidt zustande, der Schlotter seit 1955 gut kannte und mit Wollschläger seit 1957 regelmäßig korrespondierte (vgl. Bargfelder Ausgabe. Briefe von und an Arno Schmidt, Band 3 und 4). – Tadellos.

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Lot 1475 Schlotter, Eberhard – Goethe, Johann Wolfgang von
Faust II, Teil I. Akt: Die Erfindung des Papiergeldes. Mit 24 (4 ganzseitigen signierten und nummerierten) Original-Radierungen von E. Schlotter. Darmstadt, 1984. 17 Bl. 55 x 82,5 cm. Lose in Original-Leinenflügelmappe mit schwarzgeprägtem Deckeltitel (minimal lichtrandig, Flügel leicht knittrig).
Schätzpreis 750 €
Eins von 111 (GA 133) Exemplaren, im Druckvermerk vom Künstler nummeriert und signiert. – Das in Schwarz und Gold gedruckte Titelblatt mit einer eigenhändigen signierten Widmung des Künstlers: “Ja, ja lieber Han, am farbigen Abglanz! Lasst uns ein wenig darüber nachdenken. In der Zwischenzeit einen meiner guten Wünsche in die nächste Etappe, von Deinem Schlotter”. – Breitrandiger Druck auf kräftigem Hahnemühle-Bütten. – Provenienz: Aus dem Nachlass des Schriftstellers, Übersetzers und Literaturkritikers Hans Wollschläger (1935-2007). – Wollschläger und Schlotter waren seit den späten 1950er Jahren befreundet. Der Kontakt kam wohl über Arno Schmidt zustande, der Schlotter seit 1955 gut kannte und mit Wollschläger seit 1957 regelmäßig korrespondierte (vgl. Bargfelder Ausgabe. Briefe von und an Arno Schmidt, Band 3 und 4). – Ein Blatt mit schwacher Knickspur in der oberen rechten Ecke, sonst tadellos.

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Lot 1476 Schmidt, Arno
Leviathan. Hamburg u.a., Rowohlt, 1949. 116 S. 19,3 x 11,7 cm. Hellgrüner Original-Pappband mit Deckelillustrationen nach einer Zeichnung von Karl Staudinger, im transparenten Original-Cellophanumschlag (dieser mit größeren Rissen und kleineren Fehlstellen, der Pappband entlang der Ränder leicht gebräunt).
Schätzpreis 240 €
Erstausgabe der ersten Buchveröffentlichung von Arno Schmidt. – Wilpert/Gühring II, 1. – Mit eigenhändiger Widmung von Michael Rutschky an Kurt Scheel: “Als Du, lieber Kurt, 30 wurdest, beschloss ich …, dass Du, wenn Du 60 wirst, das Buch bekommst … . Jetzt ist es also soweit, lieber alter Freund, und hier kommt die Gabe von Deinem” Michael Rutschky (gestempelt). – Bewegendes Zeugnis der langen Freundschaft von Kurt Scheel (1948-2018) und Michael Rutschky (1943-2018), dessen Nachfolge er 1980 beim “Merkur” angetreten hatte. Scheel, der seinen an Krebs leidenden Freund bis zu seinem Tod im März 2018 begleitete und danach dessen schriftlichen Nachlass ordnete, verstarb nur wenige Wochen nach seinem langjährigen Weggefährten. – Papierbedingt gebräunt.

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Lot 1477 Schmitt, Carl
Der Leviathan in der Staatslehre des Thomas Hobbes. Sinn und Fehlschlag eines Politischen Symbols. Hamburg, Hanseatische Verlagsanstalt. 1938, 132 S., 2 Bl. 20 x 12,5 cm. Blauer Original-Leinenband mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel (Kanten etwas berieben und bestoßen).
Schätzpreis 240 €
Erste Ausgabe. – Arbeitsexemplar aus dem Besitz des Mitbegründers und Chefredakteurs des “Merkur” Hans Paeschke mit Anmerkungen und Anstreichungen in Bleistift und vereinzelt in Kugelschreiber. – Interessantes Zeugnis von Paeschkes intensiver Beschäftigung mit dem Werk des wohl umstrittensten deutschen Staats- und Völkerrechtlers. Der 1952 in der Monatszeitschrift veröffentlichte Essay “Die Einheit der Welt” von Carl Schmitt hatte dazu geführt, dass zahlreiche Autoren Paeschke mit Kündigung drohten. – Provenienz: Aus dem Nachlass von Hans Paeschke. – Papierbedingt leicht gebräunt, wenige Blatt etwas eselsohrig.

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Lot 1478 Schnebel, Dieter
Für Git. Offsetlithographie. 50 x 100 cm.
Schätzpreis 240 €
Inklusive einer Doublette der Graphik. – Im Rand leicht fleckig. – Beigegeben: Sammlung von 3 signierten Original-Aquarellen, 2 signierten Original-Zeichnungen und 3 (2 signierten) Original-Graphiken aus dem Nachlass von Schnebel. – Darunter eine Original-Kohlezeichnung von Olga Bernatzky sowie eine Graphik von Horst Janssen. –

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Lot 1479 Schnebel, Dieter
Versuche 1. Fragmente für Kammerensemble (und Stimme). Collagierter Plakatentwurf. Wohl Kaiserslautern, um 1955. 44 x 56 cm. Mittelfalz, etwas knickspurig und angestaubt, leichte Randläsuren.
Schätzpreis 240 €
Von Schnebel eigenhändig erstellter Plakatentwurf zu seiner experimentellen Komposition Versuche 1. Fragmente für Kammerensemble (und Stimme). – Verso mit Bleistiftskizze.

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Lot 1480 Schnebel, Dieter – Adorno, Theodor W
Zur Metakritik der Erkenntnistheorie. Studien über Husserl und die phänomenologischen Antinomien. Stuttgart, Kohlhammer, 1956. 252 S. 21,5 x 13,5 cm. Original-Leinenband mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel (etwas fleckig und lichtrandig).
Schätzpreis 300 €
Erste Ausgabe. – Vortitel mit einer eigenhändigen datierten zweizeiligen Widmung von Heinz-Klaus Metzger an Dieter Schnebel. – Mit einigen Unterstreichungen. – Vorsatz mit gestempeltem Besitzvermerk, erste und letzte Blätter leicht gebräunt. – Beiliegend: Eigenhändiger 12-zeiliger Brief von Heinz-Klaus Metzger an Dieter Schnebel. Kugelschreiber auf Papier. 14.3.1957. 29,5 x 21 cm. Falzspuren. – Metzger gratuliert Schnebel zum 27. Geburtstag, zu seinem Stockhausen-Aufsatz, schenkt ihm das oben genannte Buch und berichtete von seinem Arbeitsalltag. – Beigegeben: Walser, Robert. Dichtungen und Prosa. Band II. Unveröffentlichte Prosadichtungen. Genf, Holle, 1954. 345 S. 3 Bl. 19 x 12 cm. Illustrierter Original-Leinenband (etwas fleckig). – Mit eigenhändiger datierter Widmung von Metzger an Schnebel zu seinem 28. Geburtstag auf dem Vorsatz. – Vorsatz mit handschriftlichem und gestempeltem Besitzvermerk von Schnebel.

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Lot 1481 Schnebel, Dieter
Die ALLDIE Grundsteinkiste. Mit 395 Farbtafeln. Langenberg, Kunsthaus Langenberg e.V., um 1996. 28,5 x 43,5 cm. Lose in Original-Holzkiste mit gestempeltem Deckeltitel (etwas fleckig, etwas bestoßen).
Schätzpreis 300 €
Auf der Holzkiste nummeriertes und vom Herausgeber Norbert Bauer signiertes Exemplar. – Die Tafeln rückseitig mit Informationen zum jeweiligen Künstler bedruckt. – Um dem 1994 gegründeten Verein “Kunsthaus Langenberg e.V.” finanziell auf die Beine zu helfen, entwickelte der damalige Vorsitzende des Vereins, Norbert Bauer, ein Benefizprojekt auf Basis der “Grundsteinkiste”, einem “Triptychon” aus drei in einer Holzkiste gelagerten Kalksandsteinen. Der Konzeptkünstler lud Künstlerkollegen dazu ein, diese Kiste für das Kunsthaus zu bearbeiten. 395 Maler, Bildhauer, Photographen, Objektkünstler, aber auch Komponisten folgten dieser Einladung und so entstand ein in der Kunstwelt einmaliges konzeptionelles Gesamtkunstwerk. Unter den teilnehmenden Künstlern u.a. Emil Schumacher, Günther Uecker, Markus Lüpertz, Georg Baselitz, Ulrich Erben, Rune Mields und Timm Ulrichs. – Beiliegend: 48 verso nummerierte und signierte Farbtafeln mit dem Beitrag von Dieter Schnebel zur Grundsteinkiste. – Beiliegend: Informationsbroschüre zum Projekt. 6 lose eingelegten Blätter, darunter ein signiertes Anschreiben von Bauer und ein Formular für die teilnehmenden Künstler. – Sehr gut erhalten.

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Lot 1482 Schnebel, Dieter – Rühm, Gerhard
Leselied zum 14.3.1990. Bleistift auf Notenpapier. 1990. Rechts unten signiert. 34 x 27 cm.
Schätzpreis 450 €
“Leselied” von Dieter Rühm zum 60. Geburtstag von Dieter Schnebel. – “Vielen singt man Lieder, dies ist nur für Dieter”. – Im Rand leicht knickspurig.

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Lot 1483 Schnebel, Dieter
Sammlung von 30 Büchern (davon 16 mit Widmungen) aus der Bibliothek von Dieter Schnebel. Verschiedene Orte und Verlage, ca. 1844-1998. Ca. 15 x 10,5 cm bis 32 x 30 cm. Verschiedene Einbände (teils etwas berieben und bestoßen).
Schätzpreis 300 €
Die Sammlung aus der Bibliothek des bekannten Komponisten, Musikwissenschaftlers und Theologen Dieter Wolfgang Schnebel(1930-2018) umfasst Titel entweder mit gestempelten oder handschriftlichen Besitzvermerken oder Widmungen an Schnebel. Die Widmungen u.a. von Nanne Meyer (2), Herbert Hoven, Johannes Geccelli, Ulli Schmidt-Langhoff, Oskar Pastior, Iris Schnebel-Kaschnitz, Gerhard Rühm und Philipp Brucker (2). – Beigegeben: 10 Widmungsexemplare an Iris Schnebel-Kaschnitz. Die Übersetzerin und Tochter von Marie Luise Kaschnitz, Iris Schnebel-Kaschnitz, war seit 1970 mit Dieter Schnebel verheiratet. – Die Widmungen (teils auch an ihren Mann) u.a. von Marie Luise Kaschnitz, Kien (Josef Kienlechner), Werner Marx und Ulrike Zeller (beiliegender Brief). – Keine Titelliste vorhanden, sollte vorbesichtigt werden.

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Lot 1484 Schnebel, Dieter
Sammlung von 8 Notizheften und losen Blättern mit eigenhändigen Aufzeichnungen. Wohl Freiburg, Tübingen und Darmstadt, ca. 1949-1956. Tinte auf meist liniertem oder kariertem Papier. Ca. 180 beschriebene nn. Bl. Ca. 21 x 14,5 cm. Schwarze Schulhefte und lose Blätter.
Schätzpreis 300 €
Die eigenhändigen Aufzeichnungen des bekannten Komponisten, Musikwissenschaftlers und Theologen Dieter Wolfgang Schnebel (1930-2018), wohl meist Vorlesungsmitschriften, dürften während Schnebels Studium in Freiburg und danach bei den Darmstädter Ferienkursen und an der Universität Tübingen entstanden sein. – Die Hefte und Texte u.a. mit den Titeln: Privatmusikseminar (Formalkunde), Musikgeschichte – Wiener Klassik, Musikgeschichte – Musik seit Wagner I und II, Bachs Klavierwerke, Rhythmus, Tempo und Dynamik in der Musik, Der musikalische Rhythmus als Stilprinzip, Vorlesung von Prof. Dr. W. Gurlitt etc. – Gut erhalten.

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Lot 1485 Schütte, Ernst – Wilde, Oscar
Der Priester und der Messnerknabe. Deutsch von Ernst Sander. Mit 2 Original-Holzschnitten von E. Schütte. Hannover, Zweemann, 1919. 32 S., 1 Bl. 23 x 13,5 cm. Original-Halbpergamentband (vorderes Gelenk und Rücken teils eingerissen, etwas berieben und aufgebogen).
Schätzpreis 240 €
Eins von 100 Exemplaren im Halbpergamentband, von Ernst Schütte im Kolophon nummeriert und signiert, dieses ist auf das letzte Blatt gestempelt. – Hayn-Gotendorf IX, 630. – Innen sehr gutes Exemplar.

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Lot 1486 Schwendter, Rolf
Entwurf einer “Gruppe 2000”. Ein Vorschlag. Umdruck des Typoskripts. München u.a., Januar-April 1974. 62 S. 20,5 x 14,5 cm. Original-Broschur mit verstärktem Rücken (etwas bestoßen und gebräunt).
Schätzpreis 240 €
Erste Ausgabe, wohl der Zweitling des dreifach Promovierten. Schwendter, geboren 1939 in Wien als Rudolf Scheßwendter, gestorben 2013 in Kassel, war ein österreichischer Schriftsteller und Sozialwissenschaftler. Wikipedia nennt ihn “eine Zentralfigur verschiedener Bewegungen wie der Gesundheitsläden, der deutschen Antipsychiatrie und des Mannheimer Kreises “Kritische Psychiatrie”, des Theoriearbeitskreises Alternative Ökonomie in der Arbeitsgemeinschaft Sozialpolitischer Arbeitskreise (AG SPAK). Er baute die “Sozialpolitische Gesellschaft” auf, betreute das jährliche Mainzer Festival “Open Ohr” und sang gelegentlich auf Tagungen in Evangelischen Akademien” – man glaubt das alles fast nicht. – Dabei: vier weitere Texte (in fünf Blatt) des Autors mit Anschreiben und Feedback. Zeitgenössische Kopien, wie seinerzeit versandt. – Etwas gebräunt, teils Aktenlochung ohne Textverlust, ordentlich.

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Lot 1487 Seewald, Richard – Kleist, Heinrich von
Penthesilea. Ein Trauerspiel. Mit signiertem lithographischen Titel und 20 (5 handkolorierten) signierten Original-Lithographien von R. Seewald. München, Goltz, 1917. 129 S. 31 x 22,5 cm. Roter Original-Maroquinband (von A. Köllner in Leipzig) mit goldgeprägter Deckelvignette, Rückentitel, Innenkantenvergoldung und Kopfgoldschnitt (Rücken minimal nachgedunkelt, hinterer Deckel mit kurzer tiefer Kratzspur und zwei winzigen Beschabungen).
Schätzpreis 2000 €
Eins von 25 nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe (“Museumsausgabe”) auf van Geldern, im Druckvermerk von Seewald signiert. – Jentsch L 36-56 – Schauer II, 114. – Alle Lithographien vom Künstler signiert. – Wenige Blatt im oberen Rand leicht gebräunt.

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Lot 1488 Seghers, Anna
Aufstand der Fischer von St. Barbara. Frankfurt am Main, Suhrkamp, 1954. 133 S., 1 Bl. 18,2 x 11 cm. Original-Pappband mit goldgeprägtem Rückentitel und Original-Schutzumschlag von Rudolf Kroth (dieser mit kleineren Randläsuren und etwas wasserrandig).
Schätzpreis 300 €
Titel mit eigenhändiger Widmung “Für Frau Nadine Wolff”, signiert und datiert “Anna Seghers 14 Okt. 1954”. – Gutes Exemplar.

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Lot 1489
Sellecatessen. Bilder einer Reise. Mit 30 signierten Original-Graphiken. Nürnberg, Akademie der Bildenden Künste, 1992. 3 Bl. 32,5 x 25 cm. Original-Pappband mit Deckeltitel (oberes Kapital etwas berieben).
Schätzpreis 240 €
Eins von 50 Exemplaren. – Die Graphiken (darunter Lithographien, Siebdrucke, Radierungen und Prägedrucke) entstanden im Anschluss an eine Studienreise im September/Oktober 1991 nach La Selleta Alcanar in Spanien, an der Gerhard Amelang, Udo Buley, Astrid Dehner, Christoph Gerling, Doris Kabutke, Isabella Kandsberger, Elisabeth Maier, Sonja Koenigk, John Pöllot, Bettina Untermann, René Winter und Fred Ziegler teilnahmen. – Sehr guter Zustand.

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Lot 1490 Serbische Avantgarde – Drainac, Rade
Srce na pazaru (Herz auf dem Markt). Belgrad, 1929. 45 S., 1 Bl. 20,5 x 13,5 cm. Original-Broschur (etwas bestoßen und gebräunt).
Schätzpreis 750 €
Erste Ausgabe, auf dem ersten Blatt mit dreizeiliger eigenhändiger Widmung des Autors. Drainac (eigentlich Radojko Jovanovic, 1899-1943) war sowohl in Kreisen der serbischen wie der französischen Avantgarde unterwegs und verfasste Gedichte, Erzählungen und Essays. – Unbeschnitten und breitrandig, papierbedingt gebräunt.

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Lot 1491 Serbische Avantgarde
Zwei Titel zur serbischen modernistischen Typographie. 1930-1932. 25 x 17,5 cm. Illustrierte Original-Broschuren (gering bestoßen, dezent knickspurig).
Schätzpreis 240 €
Vorhanden sind zwei Hefte der avantgardistischen Zeitschrift “Modra Ptica” (Blauer Vogel) in unterschiedlicher Deckelgestaltung. – Etwas gebräunt und braunfleckig, recht gut.

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Lot 1492 Serbische Avantgarde
Zwei Titel zur serbischen modernistischen Typographie. Unterschiedliche Formate. Illustrierte Original-Broschuren (Gebrauchsspuren).
Schätzpreis 240 €
Vorhanden sind I. Zeitschrift Tyvot. Februar 1933. – II. Zeitschrift Saturn. 1940. – Etwas gebräunt und braunfleckig, recht gut.

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Lot 1493 Seydel, Hans
Mit Theodor Fontane durch die Mark Brandenburg. I. Folge. Havelland, Potsdam und Umgebung. Mit 10 Original-Radierungen von Hans Seydel. Berlin, Amelang, (um 1910). 2 Bl. 46 x 34 cm. Lose in Original-Leinenmappe mit goldgeprägtem Deckeltitel und Wappenvignette (stärker berieben und fleckig, der untere Flügel fehlt, die beiden anderen an den Gelenken eingerissen).
Schätzpreis 300 €
Die schönen, bei Giesecke & Devrient gedruckten Radierungen zeigen die Friedenskriche in Potsdam, Sacrow, die Pfaueninsel, Nedlitz, Bornstädt, Falkenrehde, Caput, Baumgartenbrück, Alt Geltow und Werder. – Der Architektur- und Landschaftsmaler, Radierer und Lithograph Hans Seydel (1866-1916) hatte in Berlin bei Otto Brausewetter, in Karlsruhe bei Gustav Schönleber und in Wien bei William Unger studiert. – Leicht gebräunt und minimal fleckig, wenige Blatt schwach randknickspurig.

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Lot 1494 Shakespeare, William
Die tragische Geschichte von Hamlet Prinzen von Daenemark in deutscher Sprache. Neu übersetzt und eingerichtet von Gerhart Hauptmann. Begleitet von Auszügen die den Geschichten von Saxo Grammaticus und Francois de Belleforest und der Hystorie of Hamblet entnommen sind. Mit zahlreichen Figurinen und Holzschnitten gezeichnet und geschnitten von Edward Gordon Craig. Leipzig, Edition Leipzig, 1967. XIV, 202 S., 3 Bl. 36 x 23,5 cm. Original-Halbpergamentband mit Rückentitel und Kopfgoldschnitt im Original-Schuber (Schuber leicht bestoßen).
Schätzpreis 240 €
Faksimileausgabe nach dem Druck der Cranach Presse, Weimar 1928. – Begleitheft in Lasche im hinteren Innendeckel. – Gutes Exemplar.

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Lot 1495
Signatur. Zeit, Schrift, Bild. Elf Nummern der Reihe (von 40 erschienenen Nummern). Kunstobjekte in Buchform mit meist farbigen Illustrationen. Remagen und Rolandseck, Rommerskirchen, 1990-2002. 30 x 30 cm. Illustrierte Original-Broschuren in den originalen Acrylglas-Schubern mit Aufhängung (nur ein Schuber leicht kratzspurig).
Schätzpreis 450 €
Jeweils eins von 990 signierten und nummerierten Exemplaren. – Vorhanden sind die “Objekte” Nr. 12. Lucebert, 1990. – 13. Gerhard Altenbourg, 1989. -19. Jochen Gerz, 1993 (2 Exemplare). – 22. Janosch, 1995 (2 Exemplare). – 28. Jürgen Brodwolf, 1998. – 29. Per Kirkeby, 1998. – 30. Aziz Elhihi, 1999. – 32. Michel Tournier, 2000. – 33. Dieter Schnebel, 2000. – 34. Bernd Zimmer, 2001. – 36. Friederike Mayröcker, 2002. – Elf Nummern der Reihe, von denen jede einzelne “als Gesamtkunstwerk von jeweils einem Künstler geschaffen, ein einmaliges Objekt malender Dichter und dichtender Maler” ist (Druckvermerk). – Ab Band 22 mit je einer signierten Original-Graphik, ab Band 33 mit je einer CD. – Unter den Original-Graphiken Arbeiten von Janosch, Brodwolf, Kirkeby, Schnebel, Zimmer, Mayröcker u.a. – Verlagsfrisch. – Dabei: Rommerskirchen, Theo. viva signatur si! 20 Jahre Signatur. Remagen-Rolandseck, 2005. 128 S. Original-Pappband mit Original-Umschlag. – Zwei Exemplare. – Mit einem eigenhändigen Brief des Autors an Dieter Schnebel. Signiert und datiert Februar 2005. – Ein Exemplar mit beriebenem Schutzumschlg, das andere verlagsfrisch.

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Lot 1496 Slowakische Avantgarde
LUK. Litteratura umenie kritika. Ausstattung Ludovit Fulla. Bratislava, 1930. S. 33-64. 22,5 x 17,5 cm. Illustrierte Original-Broschur (minimal bestoßen und gebräunt).
Schätzpreis 450 €
Eins von nur zwei Heften der Zeitschrift, die Fulla (1902-1980) gestaltet hat. LUK erschien nur zwischen 1930 und 1932 und war ein wichtiges Sprachrohr der slowakischen Moderne. Im vorliegenden Heft finden sich u.a. Beiträge von Pisut, E.B. Lukac, Bezek und Klimes. – Papierbedingt etwas gebräunt, gut.

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Lot 1497 Soziaismus – Kommunismus
Das Neue Bild. Zeitschrift zur Pflege von Film und Foto in der Arbeiterbewegung. Herausgegeben vom Arbeiter-Lichtbild-Bund Deutschlands. 12 Hefte (von 17 unter diesem Titel erschienenen). Mit überaus zahlreichen Abbildungen. Berlin, Neue Gesellschaft, 1930-31. 29,5 x 20,5 cm. Illustrierte Original-Broschuren (etwas bestoßen und angestaubt, kleine Randläsuren).
Schätzpreis 450 €
Erschien von Juli 1930 bis Dezember 1931 und wurde dann als “Der freie Lichtbildner” fortgesetzt. Hier sind vorhanden: Erster Jahrgang 1930, Hefte 1 und 3; zweiter Jahrgang, Hefte 1, 2 und 4 bis 11. Die Zeitschrift propagierte die Arbeiter- und Amateurphotographie zu den Themen Alltag, Sport, Natur, aber auch Strafvollzug, Photographie als Kunst (mit Antworten von Max Osborn, Hans Baluschek und Otto Grautoff) etc. – Etwas knick- und knitterspurig., teils gering fingerfleckig, ordentlich.

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Lot 1498 Sozialismus – Kommunismus
Das Flammenzeichen vom Palais Egmont. Offizielles Protokoll des Kongresses gegen koloniale Unterdrückung und Imperialismus, Brüssel 10.-15. Februar 1927. Mit Abbildungen auf Tafeln. Berlin, Neuer Deutscher Verlag, 1927. 284 S. 23,5 x 16 cm. Original-Leinwand (gering angestaubt).
Schätzpreis 240 €
Seltene erste Ausgabe, mit einem Vorwort des Münzenberg-Mitarbeiters Louis Gibarti (d.i. Laszlo Dobos, 1895-1967). Enthält Beiträge von politischen Aktivisten aller Kontinente, z.B. Henry Barbusse, G. Lansbury, Jawahar L. Nehru, Ernst Toller, Alfons Goldschmidt, Theodor Lessing, dazu die Texte der Resolutionen, Grüße etc. Einstein gehörte zum Ehrenpräsidium, sein kurzes Grußwort ist auf Seite 264 abgedruckt. – Kleiner Namenszug auf der Titelei, sonst sauber.

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Lot 1499 Sozialismus – Kommunismus
Illustrierte Jubiläums-Handschrift der Roten Armee. Doroga Bessmertija. Literaturno-chudeshestwenny almanach 25 otdelnowo polka reserva. (Weg der Unsterblichkeit. Literarisch-künstlerischer Almanach des 25. Sonder-Reservebataillons). Handschrift mit 55 teils ganzseitigen Aquarellen (3 monochrom), je 1 ganzseitigen aquarellierten Porträt Stalins und Majakowskis, 5 Bleistiftporträts der Autoren sowie 18 aquarellierten Vignetten und mehreren Initialen. Tinte auf Papier. 20. Februar 1944. 99 Bl. 31 x 22 cm. Original-Leinband mit goldgeprägtem Einbandtitel (Vergoldung und Kanten etwas berieben, Rücken mit kleiner Fehlstelle).
Schätzpreis 1200 €
Nebentitel: Tod den deutschen Okkupanten. – Handschriftlicher Kriegsalmanach mit Versen der Poeten mit Leutnants-Dienstgraden M. Ostanin, S. Solowjow, L. Sysin, S. Kulabuchow, B. Schtschetinin, I. Kolesnikow. Einige der bildlichen Darstellungen nach bekannten Vorbildern, der überwiegende Teil aber im vorgegebenen Rahmen von den Autoren gestaltet. Patriotisches Präsentationsexemplar. – Mehrere Illustrationen unter Seidenpapier. – Teils leicht fingerfleckig, sonst sehr gut erhalten.

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Lot 1500 Sozialismus – Kommunismus
Sammlung von 23 linken bzw. antifaschistischen Kleinschriften in deutscher Sprache. Unterschiedliche Formate. Teils in Montagetechnik gestaltet. Illustrierte Original-Broschuren (gering bestoßen, teils etwas gebräunt).
Schätzpreis 360 €
Viele Titel stammen aus dem KP-Umfeld. Vorhanden sind u.a.: M. Tobler, Moskauer Eindrücke. Zürich, 1927; Schluß mit dem System! KPD, um 1932; 13 Tage Hungerstreik, Hamburg, 1925; Weiße Justiz und Rote Hilfe. MOPR 1926; Aufbau. Erziehungswissenschaftliche Zeitschrift. Juli 1931. Beitrag von Fritz Karsen; Hunderttausend Bauarbeiter arbeitslos. Halle, Wilhelm Koenen, 1929; Hausdurchsuchung – Wie verhälst Du Dich? Tribunal-Verlag um 1932; Wie verhalte ich mich bei Haussuchung und Verhaftung? Hg. von der Roten Hilfe / Tribunal-Verlag Wilh. Pieck. Deckelgestaltung von “PWS”, das dürfte Peter Pewas sein. – Weitere. – Papierbedingt gebräunt, selten Marginalien, insgesamt recht gut.

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Lot 1501 Sozialismus – Kommunismus
Sammlung von 24 linken bzw. antifaschistischen Kleinschriften in deutscher Sprache. Unterschiedliche Formate. Teils in Montagetechnik gestaltete, illustrierte Original-Broschuren (gering bestoßen, teils etwas gebräunt).
Schätzpreis 300 €
Vorhanden sind u.a.: A. Goldschmidt, Wie ich Moskau wiederfand. Rowohlt, 1925; J. Martin, Alte Kameraden. Säulen-Verlag 1929; Der Agitator. August-September 1931; B. Krieger, Das Berliner Schloß in den Revolutionstagen 1918; Schulfront. Organ der sozialistischen Schülergemeinschaften. November 1929; Hindenburg oder Thälmann. Ein Appell. Um 1930; O. Braun, Kirche, SPD und Freidenkertum. Um 1932; A. Losowsky, Die RGI im Angriff. Drei Reden. Um 1930; T. Modotti, 5 000 000 Witwen – 10 000 000 Waisen. Berlin, 1932. – Weitere. – Papierbedingt gebräunt, selten Marginalien, insgesamt recht gut.

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Lot 1502 Sozialismus – Kommunismus
Spitzel-Almanach. Und: Liste der Spitzel und sonstigen Parteischädlinge für das erste Halbjahr 1925 (erster Nachtrag zum Spitzelalmanach). Mit Porträts auf Tafeln. Zusammen 2 Bände. Ohne Ort und Drucker (wohl Berlin, 1925). 225 S.; 41 S. 18 x 12,5 cm. Original-Broschuren (etwas berieben und bestoßen, Band I mit Bibliotheksmärkchen und handschriftlichem Titeleintrag auf dem Vorderdeckel).
Schätzpreis 450 €
Rarissima der KP-Spitzel-Literatur, mit dem noch selteneren Nachtrag. Das Exemplar der Staatsbibliothek Berlin nicht ausleihbar (Kriegsverlust?). Laut Titelei “Unverkäuflich. Eigentum der Organisation. Als Manuskript gedruckt”. Für leitende Funktionäre, die bei Ausscheiden aus der Funktion die Bücher an die Partei zurückgeben mussten. Enthält in Teil 1: Die unterirdischen Feinde der KPD und ihre Bekämpfung. Teil 2: Liste der Spitzel und sonstigen Parteischädlinge von Anfang 1919 bis Ende 1924, mit Bildern; Anhang: Namentliche Liste der wichtigsten Personen aus der Broschüre “Spitzel” von 1922. Der Nachtrag ist entsprechend aufgebaut. Der Hauptband enthält Hinweise auf den Leipziger sog. “Tscheka-Prozess”, der im Frühjahr 1925 mit den Urteilen endete. Daher dürfte der Band um die Jahresmitte 1925 erschienen sein. – Nur gering gebräunt, Band 1 anfangs mit gelöschtem Bibliotheksstempel, leicht gebräunt bzw. braunfleckig, insgesamt aber recht gute Exemplare.

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Lot 1503 Spitz, Ernst
Bekessys Revolver. Deckelillustration von Fritz Krämer. Wien, Saturn 1926. 54 S., 1 Doppelblatt Werbung. 20 x 13,5 cm. Illustrierte Original-Broschur (berieben und bestoßen).
Schätzpreis 360 €
Flugschriften-Reihe 1. – Erste Ausgabe. – Bekessy war so eine Art Springer der k.k-Monarchie, heute ist sein Name allenfalls noch durch KK bekannt, durch diese Broschüre (die den Begriff des Revolver-Journalismus einführte) oder eventuell noch durch den Sohn des Herrn Bekessy, früher in der Bundesrepublik unter seinem Schriftstellernamen Hans Habe bekannt bzw. berüchtigt (Habe phonetisch für H.B. gleich Hans Bekessy gleich Janos Bekessy). In der vorliegenden Broschüre kommt noch ein gewisser Billie Wilder vor, der – Redaktionskollege von Spitz – lt. Spitz Bekessy-kritische Äußerungen an diesen durchgestochen habe. – Breitrandig, teils unaufgeschnitten, Titelblatt mit Spuren eines entfernten Märkchchens mit Klebstoffdurchschlag, Klammerung gering korrodiert, sonst innen sauber.

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Lot 1504 Spoerri, Daniel (Hg.)
Material. Nummern 1 bis 3 (von 4 erschienenen). Mit Cutouts, farbigen Beilagen u.a. Krefeld, Passsagebuchhandlung Dahl, 1958-1959. Nicht paginiert. 20 x 21 cm. Original-Broschuren, Heft 2 mit dem Titelschild (leicht kratzpsurig und bestoßen, Nummer 3 Original-Bindung ersetzt).
Schätzpreis 2000 €
Vorhanden: I. Kleine Anthologie konkreter Dichtung. – II. diter rot. ideogramme. – Dobke Bücher A 4. – III. Emmett Williams. Konkretionen. – Die ersten drei Hefte der wichtigen Fluxus-Zeitschrift von Daniel Spoerri. Es erschienen insgesamt nur vier Hefte (1-3 und 5). – Heft 1 mit Texten von Albers, Aragon, Bremer, Belloli, Gomringer, Heissenbüttel, Dieter Roth u.a. – Die acht Bildseiten in Heft 1 hat Spoerri zusammengestellt. Die Textseiten sind dort in verschiedenen Richtungen gesetzt, sodass man das Heft, um es lesen zu können, immer wieder drehen muss. – Heft 2 mit vier schwarzen Blättern. – Heft 3 ist das erste Werk von Emmett Williams in konkreter Poesie. – Erstes Blatt in Nummer 2 wie immer mit größerem Abriss. – Ein schwarzes Blatt in Heft 2 mit längerem Einschnitt, Heft 3 teils mit leichter Stauchspur, insgesamt gutes Exemplar der seltenen Zeitschrift.

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Lot 1505 Stachelhaus, Heiner
Bechtold. Mit 2 signierten Original-Radierungen von Erwin Bechtold. Stuttgart, Hatje, 1981. 86 S. 51 x 40 cm. Original-Leinenband mit Rücken- und Deckeltitel, in farbig illustriertem Original-Schutzumschlag und Original-Pappmappe (diese etwas berieben und lichtrandig).
Schätzpreis 240 €
Kunst heute 28. – Vorzugsausgabe mit zwei beiliegenden signierten Original-Radierungen (A + B) in einer Kunststoffhülle, bezeichnet als Preuves d’artiste, neben der Auflage von 50 Exemplaren. – Vorsatz mit einer Buntstiftzeichnung und eigenhändigen Widmung von Erwin Bechtold. – Die Vorzugsausgabe erschien anlässlich der Ausstellung von Arbeiten des Künstlers in der Galerie Slominsky in Mühlheim an der Ruhr im Herbst 1982. – Die beiden Radierungen an den Blattkanten leicht gebräunt, sonst sehr gut.

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Lot 1506 Stämpfli, Pierre – Villon, Francois
Ballades et testaments. Mit einer signierten Original-Federzeichnung und 28 teils ganzseitigen Original-Lithographien von P. Stämpfli. Zürich, Editions des Gaules, 1945. 133 S., 1 Bl. 33,8 x 25 cm. Im Ganzlederband mit farbig intarsierter Deckelillustration, Original-Halbpergamentdecke mit goldgeprägtem Rückentitel beiliegend.
Schätzpreis 300 €
Eins von 45 (GA 60) Exemplaren auf Vergé du Marais mit der signierten Original-Zeichnung auf transparentem Papier, im Druckvermerk vom Verleger (Grosclaude) und Künstler signiert sowie mit eigenhändiger fünfzeiliger Widmung von Grosclaude an den Drucker Hans Fretz, datiert und signiert “Zurich 17 Janvier 1946 Grosclaude”. – Unbeschnitten. – Exzellentes Widmungsexemplar für den Drucker im unikalen Einband.

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Lot 1507 Steinlen, Théophile-Alexandre – Morel, Emile
Les Gueules noires. Préface de Paul Adam. Mit 15 lithographischen Tafeln sowie 41 Vignetten von Steinlen. Paris, Sansot & Cie, 1907. 107 S., 2 Bl. 24,5 x 18 cm. Halbmaroquinband der Zeit mit floraler Rückenvergoldung und kleinen roten Intarsien sowie Kopfgoldschnitt, lithographierte Original-Broschur von Steinlen eingebunden (am Rücken und den oberen Kanten etwas geblichen, minimal berieben und fleckig).
Schätzpreis 240 €
Erste Ausgabe “achevé d’imprimer le 23 Mars 1907”. – Innendeckel mit einem Exlibris des lothringischen Dichters und Graphikers Alfred Pellon (1874-1947) für den Metzer Kunstmäzen und Regierungsrat Alfons Federspil.- Schnitt etwas stockfleckig, Bindung angebrochen.

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Lot 1508 Stöhrer, Walter – Klünner, Lothar
Stumme Muse submarin. 33 Liebesgedichte aus fünf Jahrzehnten. Mit 10 signierten und datierten Original-Radierungen sowie 1 zusätzlich eingelegten signierten Gouache über Radierung und einer über beide Deckel gehenden Einbandmalerei von Walter Stöhrer. Berlin, Edition Maldoror, 1997. 60 S. 46 x 35,5 cm. Übermalte Original-Leinwand im Original-Pappschuber. [*]
Schätzpreis 3000 €
Eins von 10 (GA 40) römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe mit der Einbandmalerei und dem zusätzlichen Blatt “Malerei über Radierung”, Druckvermerk von Lothar Klünner, letztes weißes Blatt von Walter Stöhrer signiert. – Enthält 33 Liebesgedichte des Berliner Übersetzers L. Klünner mit den Radierungen von W. Stöhrer. – Tadelloses Exemplar.

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Lot 1509 Struck, Hermann
Die Kunst des Radierens. Ein Handbuch. 2. vermehrte und verbesserte Auflage. Mit 5 Original-Radierungen und 1 Original-Lithographie sowie zahlreichen Textillustrationen und Tafeln. Berlin, Paul Cassirer, 1912. 4 Bl., 246 S., 1 Bl. 23,5 x 19 cm. Original-Pappband mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel sowie goldgeprägter Deckelillustration im Original-Pappschuber (dieser etwas berieben und am Rücken geblichen).
Schätzpreis 360 €
Söhn HDO 264. – Mit den Original-Radierungen von Max Liebermann: “Amsterdamer Judengasse” (Schiefler 73 c), Edvard Munch: “Landschaft” (Schiefler 268 Ib), Hermann Struck: “Alter Jude aus Jaffa”, Andreas Zorn: “Anna, ein Mädchen aus Mora” und Paul Baum: “Aus Sluis”, sowie der Original-Lithographie “Portätskizze”von Max Slevogt. – Exlibris, sehr gutes Exemplar.

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Lot 1510 Struck, Hermann
Die Kunst des Radierens. Ein Handbuch. 3. vermehrte und verbesserte Auflage. Mit 5 Original-Radierungen, 1 Original-Lithographie und zahlreichen schwarz-weißen Textillustrationen und Tafeln. Berlin, Paul Cassirer, 1919. 4 Bl., 275 S. 23,5 x 19 cm. Original-Pappband mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel sowie goldgeprägter Deckelillustration (etwas berieben).
Schätzpreis 300 €
Söhn HDO 264. – Mit Original-Radierungen von Hans Meid: “Der Maler in der Landschaft” (Jentsch 298 b), Paul Baum: “Aus Sluis”, Max Liebermann: “Amsterdamer Judengasse” (Schiefler 73 c), Edvard Munch: “Landschaft” (Schiefler 268 Ib), Hermann Struck: “Alter Jude aus Jaffa” sowie einer Original-Lithographie von Max Slevogt: “Der Bildermann”. – Vorsätze erneuert, sonst schönes Exemplar.

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Lot 1511 Sturm
Drei Sturm-Postkarten. Ungelaufen. Berlin, Sturm- Verlag, um 1912. [#]
Schätzpreis 300 €
Eine zeigt einen Kandinsky von 1914 (ehem. Besitz H. Walden), zwei zeigen typische Wauer-Plastiken. – Papierbedingt gering gebräunt, gering bestoßen, recht gut.

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Lot 1512 Surrealismus – Hugnet, Georges
Non Vouloir. Faltblatt mit 1 Illustration von Joan Miró. Paris, 1940. Ausgefaltet: 19,5 x 29,5 cm.
Schätzpreis 300 €
Eins von 174 (GA 200) Exemplaren. – Mit eigenhändiger Widmung von Georges Hugnet an den belgischen Surrealisten “Paul Nougé amicalement”, datiert “Oct. 40”. – Vorderseite mit zwei Braunflecken, Hinterdeckel mit kleinem Sammlerstempel, sonst sehr gut erhalten.

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Lot 1513 Surrealismus – Hugnet, Georges
Non Vouloir. Mit 4 Zinkographien von Pablo Picasso. Paris, Jeanne Bucher, 1942. 76 S., 2 Bl. 19,5 x 14,2 cm. Original-Broschur (Rücken etwas rissig, Kapitale mit kleinen Fehlstellen).
Schätzpreis 360 €
Erste Ausgabe der erweiterten Fassung. – Goeppert/Cramer 36 – Eins von 400 (GA 426) nummerierten Exemplaren auf “Vélin bouffant”. – Die Illustrationen “gravées au burin”. – Mit eigenhändiger Widmung von Georges Hugnet “à Max Cogniat amicalement” auf dem Vortitel. – Block geplatzt.

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Lot 1514 Surrealismus
La Carte surréaliste. Première Série. Sammlung von 7 (von 21) Postkarten. 1937. Druck auf metallisiertem Karton (6 Stück) bzw. rosa Karton (1 Stück). 14 x 9 cm, (nur gering bestoßen, gut erhalten). [#]
Schätzpreis 450 €
Aus der von Georges Hugnet publizierten Kartenreihe. Mit Arbeiten von: J. Breton, W. Paalen, R. Penrose, M. Jean, D. Maar, G. Hugnet und J. Miro. – Rückseitig mit Nummer, Künstlernamen und Titel bedruckt (englisch, französisch, teils auch deutsch). Außerdem die Aufdrucke “Post Card”, “La Carte Surrealiste Garantie” und “Printed in France”. Ungelaufen. – Die Metallfläche wie stets gering korrodiert, sonst recht gut.

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Lot 1515 Szittya, Emil
82 rêves pendant la guerre 1939-1945. Illustrés par l’auteur. Mit 10 Tafeln nach Gouachen von E. Szittya. Paris, Les Diurnales, 1963. 179 S., 1 Bl. 22,6 x 14 cm. Original-Broschur mit Titel in Rot und Schwarz (schwach gebräunt, Kanten partiell minimal bestoßen).
Schätzpreis 240 €
Erste Ausgabe. – Eins von 200 (GA 220) nummerierten Exemplaren, der Druckvermerk mit der signierten eigenhändigen Widmung an die Züricher Galeristin Colette Ryter: “In großer Freundschaft für Colette Ryter und hoffe auch von Ihrer Seite”, datiert “Paris April 1963 Emile Szittya”. – Raabe/Hannich-Bode 299, 23. – Beiliegend: Eine Karte zur Ausstellung von Szittyas Ölbildern und Gouachen in Ryters Galerie vom 17.09.-21.10.1963, die dann aber bis Dezember 1963 verlängert wurde. – Unbeschnitten, sehr gutes Exemplar.

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Lot 1516 Szittya, Emil
Das Kuriositäten-Kabinett. Begegnungen mit seltsamen Begebenheiten, Landstreichern, Verbrechern, Artisten, religiös Wahnsinnigen, sexuellen Merkwürdigkeiten, Sozialdemokraten, Syndikalisten, Kommunisten, Anarchisten, Politikern und Künstlern. Konstanz, See-Verlag, 1923. 303 S., 8 Bl. 22 x 14,5 cm. Grüner Original-Leinenband mit Rücken- und Deckeltitel im Original-Schutzumschlag (dieser etwas gebräunt und insbesondere am Rücken mit Einrissen und kleineren Fehlstellen, der Leinenband lichtrandig, Rücken deutlich geblichen).
Schätzpreis 240 €
Erste Ausgabe. – Raabe/Hannich-Bode 299, 9. – Vorsatz mit eigenhändiger Widmung des Autors an den Schweizer Publizisten, Verleger und Buchhändler Paul Theodor “Theo” Pinkus (1909-1991). “In Freude widme ich dieses Buch meinem Freunde Pinkus”, datiert und signiert “Zürich, September 1963 Emile Szittya”. – Der ungarische Schriftsteller und Maler Emil Szittya (1886-1964), der abwechselnd in Wien, Berlin, Zürich, Prag und Paris lebte, berichtet im Plauderton von Begegnungen mit berühmten Zeitgenossen wie z. B. Friedrich Adler, Hans Arp, Lenin, Trotzky, Hugo Ball, Magnus Hirschfeld, Karl Kraus, Adolf Loos, Ringelnatz u.v.m. Und natürlich kommen auch die Künstler der Moderne vor, wie Chagall, Picasso oder Kokoschka, über deren Werk er u.a. auch in der “Aktion” berichtete. – Vorsatz mit einem kleinen Stempel, papierbedingt etwas gebräunt, nur die ersten Blatt minimal stockfleckig.

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Lot 1517 Talman, Paul
Buch 1. Mit 3,5 farbigen Folien in Gelb, Blau und Rot. Reykjavik, Forlag ed box 412, 1960. 15 Bl. 20 x 20 cm. Original-Broschur mit Deckeltitel in transparentem Folienumschlag (etwas angestaubt und gebräunt, vorderer Deckel gelöst).
Schätzpreis 900 €
Letztes Blatt verso mit eigenhändiger signierter Widmung “für Laszlo Ihr Paul Talman”, nummeriert “buch nr. 7”. – Im Verlag von Dieter Roth erschienen, ist es eine der wenigen Publikationen, die Roth für andere Künstler in seinem isländischen Verlag herausbrachte. – Paul Talman (1932-1987) gilt als wichtiger Vertreter der schweizerischen konkreten und kinetischen Kunst sowie des abstrakten geometrischen Konstruktivismus. Mit Roth seit seiner Jugend in Bern bekannt, intensivierte sich das Verhältnis mit seinem Umzug 1973 in das ehemalige Schloss Überstorf. Mit dem in Basel ansässigen Sammler Carl Laszlo waren beide seit den 1950er Jahren bekannt, so war Roths erstes Schimmelbild ein Porträt des ungarisch-stämmigen Kunsthändlers. – Das dritte Blatt lose, teils minimal gebräunt. – Sehr selten, nicht im KVK nachweisbar.

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Lot 1518 Tàpies, Antoni – Schmalenbach, Werner
Drei Reden über Antoni Tàpies. Mit 2 Original-Lithographien sowie einer zusätzlichen, signierten Suite der beiden Lithographien von A. Tàpies. St. Gallen, Erker-Verlag, 1977. 22 S., 1 Bl. 22,5 x 18 cm. Original-Karton. [*]
Schätzpreis 450 €
Eins von 75 (GA 500) nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe mit den zusätzlichen zwei Lithographien, im Druckvermerk von Autor und Künstler signiert. – Druck der Lithographien von der Erker-Presse. St. Gallen. – Die beiden Lithographien befinden sich auf dem Vorder- und Innendeckel, die signierte Extrasuite lose beiliegend. – Die drei Reden wurden anläßlich dreier Ausstellungseröffnungen in den Jahren 1962, 1963 und 1976 gehalten. – Tadeloses Exemplar.

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Lot 1519 Theater – Schrickel, Leonhard
Geschichte des Weimarer Theaters von seinen Anfängen bis heute. Mit 63 teilweise farbigen Tafeln und 1 Textabbildung. Weimar, Panses Verlag, 1928. 4 Bl., 288 S. 24,5 x 16 cm. Orangefarbener Ganzlederband mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel, etwas Rücken- und Deckelvergoldung, goldgeprägten Innenkantenfileten sowie Kopfgoldschnitt (hinterer Deckel leicht berieben).
Schätzpreis 360 €
Nr. “I” von 25 römisch nummerierten Exemplaren der vom Verfasser signierten Vorzugsausgabe auf Hadernbütten und “in der Werkstatt Otto Dorfner, Weimar, in Ganzleder gebunden”. – Sehr gutes Exemplar.

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Lot 1520 Thom, Andreas (das ist: Rudolf Csmarich)
Ambros Maria Baal. Ein Roman der Lüge. Mit 1 montierten, signierten und nummerierten Original-Radierung auf Japan von Elfriede Plaichinger-Coltelli. Berlin, Die Wende, 1918. 334 S. 20 x 13,5 cm. Schwarzer Original-Seidenband mit Deckelvignette und -titel sowie Kopfgoldschnitt mit Original-Schutzumschlag aus Transparentpapier im Original-Pappschuber mit Rückentitel (Schutzumschlag am Rücken oben mit Fehlstelle, Schuber leicht gebräunt und etwas fleckig, Einband sehr gut erhalten).
Schätzpreis 240 €
Bücher der Wende, Band 1. – Erste Ausgabe. – Eins von 250 Exemplaren einer nicht bezeichneten Vorzugsausgabe mit der Original-Graphik und im Seideneinband. – Raabe 302, 3. – Buchausstattung vom Autor entworfen. – Die Graphik etwas wellig, sonst sehr gut erhalten.

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Lot 1521 Totentanz – Sattler, Joseph
A modern dance of death. Mit 16 teilweise farbigen Tafeln in Photogravure. Berlin, Stargardt, 1894. 1 Bl. 36,2 x 25,5 cm. Illustrierte Original-Leinwand (etwas fleckig).
Schätzpreis 360 €
Wohl für den englischen Markt gedachte Ausgabe, erschien gleichzeitig auch mit deutschen und französischen Titeln. – Vgl. Pfister 1217 und Katalog “Totentänze” der HAB 77, S. 214: “Ganz im Stil des Symbolismus seiner Zeit und als Folge einer Welt fortschreitender Technisierung entfernt sich Sattler – in Bilderfindung und künstlerischer Umsetzung – erheblich von der traditionellen Gestaltung des Totentanzthemas.” – Die den Tafeln gegenüber montierten Leibchen teilweise mit Läsuren, eine fehlt. Gutes Exemplar.

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Lot 1522 Trakl, Georg
Gedichte. Leipzig, Kurt Wolff, 1913. 65 S., 1 Bl. (Verlagsanzeigen). 21,7 x 13,3 cm. Graue Original-Broschur mit zweifarbigem typographischen Deckel- und Rückentitel (schwach stockfleckig und angestaubt, Kapitale mit größeren Fehlstellen bwz. eingerissen, Ränder mit Läsuren).
Schätzpreis 600 €
Der jüngste Tag, Heft 7/8. – Erste Ausgabe der einzigen zu Lebzeiten des Dichters erschienenen Gedichtsammlung, hier in der ersten Bindequote mit dem von Wilhelm Wagner gestalteten und signierten Umschlag. – Smolen/Stammerjohann 7/8.1.A – Raabe/Hannich-Bode 304, 3. – Dietz 341: “Die tatsächliche erste Auflage ist mit der Jahreszahl ‘1913’ auf dem Titelblatt erschienen und ‘im Mai 1913’ als siebenter und achter Band der Bücherei ‘Der jüngste Tag’ bei Poeschel & Trepte in Leipzig’ gedruckt worden, hat einen Umfang von nur 65 S. und im Unterschied zur zweiten Auflage kein Inhaltsverzeichnis.” – Druck auf starkem Papier. – Nach Werfel, Hasenclever, Kafka, Hardekopf, Emmy Hennings und Carl Ehrenstein eröffnete Trakls Erstling die zweite Serie der legendären Buchreihe. – Albert Soergel schreibt in “Dichtung und Dichter der Zeit” angesichts der Trakl-Ausgaben “das ist nicht Nachahmung, das ist Neugeburt. Das schuf einer, Hölderlin an Wesen und Schicksal ähnlich, aber beschwert durch die Entwicklung dreier Geschlechter nach ihm” (Ausgabe 1927, Band II, S. 433). – Einliegend: Zwei Bestellkarten des Kurt Wolff Verlags. – Unbeschnitten, etwas eselsohrig, nur wenige Blatt schwach fleckig, Bindung gelockert.

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Lot 1523 Tschechische Avantgarde
Sammlung von 7 Schriften bzw. Kleinschriften zur tschechoslowakischen modernistischen Typographie. Unterschiedliche Formate und Einbände (Gebrauchsspuren). [*]
Schätzpreis 360 €
Vorhanden sind u.a.: I. P. Morand. Jen zeme. 1928. Ausstattung von C. Bouda. – II. T. Tzara. Slunna silnice… 1946. Ausstattung Fr. Gross. – III. G. Apollinaire. Zavarazdeny basnik. 1925. – IV. Nova ruska poesie 1910-1930. 1932. – Weitere. – Papierbedingt teils etwas gebräunt, sonst recht gut.

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Lot 1524 Tschechische Avantgarde
Sammlung von 7 Schriften bzw. Kleinschriften zur tschechoslowakischen modernistischen Typographie. Unterschiedliche Formate und Einbände (Gebrauchsspuren). [*]
Schätzpreis 450 €
Vorhanden sind u.a.: I. Fr. Halas. Horec. Frontispiz von Toyen. – II. Haldane. Marxisticka filosofie. 1946. Ausstattung Karel Teige. – III. Dilo J.A. Rimbaud. Prelozil Vit. Nezval. 1930. Ausstattung J. Styrsky. – IV. K. Konrad. Rinaldino. 1927. Ausstattung Karel Teige. Anfangs Widmung des Autors von 1942. – Weitere. – Papierbedingt teils etwas gebräunt, Rinaldino-Rücken fehlt und Deckel lose, sonst noch ordentlich.

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Lot 1525 Tschechische Avantgarde – Teige, Karel
Posmrtna vystava dila Jindricha Styrskeho. Zweifarbig lithographiertes Plakat. Prag, Druck bei Svoboda, um 1950. 86 x 60,5 cm.
Schätzpreis 360 €
Seltenes Ausstellungsplakat mit dem 1938 von Styrsky geschaffenen Werk. Die Typographie des Plakates stammt von Karel Teige. – Gerollt, papierbedingt gebräunt, kleine Randläsuren, insgesamt recht gut.

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Lot 1526 Typographie
Internationale Presse Ausstellung Köln 1928 Pressa. Urkunde für M. Maier Köln. Lithographie auf starkem Papier. Köln, 1928. 44 x 58,5 cm. [#]
Schätzpreis 300 €
Aufwendig unter Verwendung einer Photomontage in sicher nur wenigen Stücken hergestellt. Links mit Monogramm der Druckerei oder des entwerfenden Werbegraphikers, das wir leider nicht entschlüsseln konnten. Mit faksimilierter Unterschrift von Adenauer. – Kanten verso mit Resten alter Montage, teils etwas braunfleckig, insgesamt recht gut.

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Lot 1527 Typographie – Renner, Paul
Für Fotomontage Futura. Illustrierte Werbebroschüre. Um 1927. 2 Bl. 31 x 22,5 cm.
Schätzpreis 300 €
Christopher Burke, Paul Renner, London Hyphen Press, 1998, S. 109, Abb. 78. – Sehr seltene Beilage der “Typographischen Mitteilungen”. – Hervorragend gestaltetes Werbeblatt. – Sehr gut erhalten.

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Lot 1528 Typographie – Renner, Paul
das lichtbild München 1930. Original-Briefbogen des Arbeitsausschusses mit hektographiertem Anschreiben. München, 15.3.(19)30. 1 Bl. 29,5 x 20,5 cm (gebräunt etwas wasserfleckig, gefaltet).
Schätzpreis 240 €
Renner saß im entsprechenden Arbeitsausschuss des Münchner Bundes, gestaltete den Katalog der Ausstellung und hielt die Eröffnungsrede. Zweifelsohne gestaltete er auch den Briefkopf. – Etwas unfrisch.

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Lot 1529 Typographie
Sammlung von ca. 40 Werbezetteln für linke Bücher, Zeitschriften und Buchverlage. Meist 1920er und 30er Jahre. Unterschiedliche Formate und Papiere. Gesteckt in Klarsichthüllen in modernem Ordner.
Schätzpreis 300 €
Schöne Sammlung mit Werbezetteln u.a für: Die Neue Bücherschau 1927; Max Barthel-Abend der SP Zürich – sieht aus wie von Max Bill; W. Münzenberg Solidarität; Festgenossen, A. Hoffmann-Verlag Berlin, Gestaltung Peter Pewas; Verlag der Jugendinternationale Verlagsverzeichnis 1923; Schriftenverzeichnis Der Syndikalist 1927; R. Braune, Junge Leute in der Stadt, Agis-Verlag, nach dem Schutzumschlag von Carl Hofer; zwei Zettel Bibliothek der KI. – Weitere. – Teils mit Mittelfalte, vereinzelt etwas gebräunt bzw. mit kleinen Läsuren, insgesamt gut erhalten.

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Lot 1530 Typographie
Sammlung von ca. 40 Werbezetteln meist für linke und bürgerliche Bücher, Zeitschriften und Buchverlage nebst einigen politischen Kleinschriften. Um 1850-1930. Unterschiedliche Formate und Papiere. Gesteckt in Klarsichthüllen in modernem Ordner.
Schätzpreis 240 €
Schöne Sammlung mit Werbezetteln bzw. Schriften von und zu: Zweites Kapitel des konstitutionellen Catechismus. Flugblatt. Um 1848; Rechnung der Vorwärts-Buchhandlung, 1907. Ausgestellt für einen Herrn Fuchs; Tretjakow, Feld-Herren. Malik. Farbiger Werbeprospekt (Grosz-artig); Flyer des schweizerischen “Kämpfer” zum Verbot. Um 1955; kleiner Katalog der Buchhandlung Dietz Nf. Berlin. 1927; Werbeblatt für die “Neue Truppe”, ADGB; Büchergilde (Berlin), Mitteilungsblatt, April 1935 (unlinks); Prospket über die Bücher von OM Graf. Drei Masken Verlag 1930; zwei Exlibris der Büchergilde; Abo-Einladung für die Bücherwarte. – Weitere. – Teils mit Mittelfalte, vereinzelt etwas gebräunt bzw. mit kleinen Läsuren, insgesamt gut erhalten.

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Lot 1531 Typographie – Sutnar, Ladislav und K. Lönberg-Holm
Catalog design progress. Mit zahlreichen, meist farbigen Abbildungen. New York, Sweet’s Catalog Service, 1950. Unpaginiert. 24,5 x 32 cm. Original-Pappband mit Plastik-Ringbindung (Ringbindung mit 2 kleinen Defekten, Ecken und Kapitale etwas bestoßen, leicht kratzspurig und angestaubt).
Schätzpreis 360 €
Erste Ausgabe. – Hervorragend gestaltetes amerikanisches Designlehrbuch zur Gestaltung von Informationsbroschüren, Katalogen etc. für industrielle Produkte. – Druckvermerk mit eigenhändiger Widmung von Sutnar für Eckhard Neumann, datiert Oct. 19. 1965. – Ohne den Umschlag. – Innen sehr gut erhalten.

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Lot 1532 Typographie – Zwart, Piet
Het boek van PTT. Mit zahlreichen, meist farbigen Textillustrationen. Ausstattung Piet Zwart. Den Haag, PTT, 1938. 1 Bl., 49 S. 25 x 17,5 cm. Farbig illustrierte Original-Broschur (etwas fleckig und berieben, etwas knickspurig, kleine Randläsuren).
Schätzpreis 240 €
Wunderbar verspieltes Werk des avantgardistischen Künstlers. – Etwas gebräunt und fleckig, vorderer Innendeckel mit alten Besitzeinträgen, sonst ordentlich.

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Lot 1533 Typographie
Zwei modernistische Briefumschläge. Ungarn und CSSR, um 1930-32. 10,5 x 21,5 cm und 12,5 x 22,5 cm. Unterschiedliche Papiere (der tschechoslowakische Umschlag gelaufen).
Schätzpreis 240 €
Der Ungarische der Firma Ad. Kojnok. – Etwas gebräunt bzw. verfärbt, gering knitterig.

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Lot 1534 Typographie
Zwei Schriften zur bulgarischen modernistischen Typographie. Unterschiedliche Formate und Einbände (Gebrauchsspuren).
Schätzpreis 300 €
Vorhanden sind: I. Vasilev, O (Hristo Petkov). Ogneniât obråc. (Der lodernde Ring). Sofiâ, Nezavisimost, 1933. Umschlag von Nikola Tuzsuzov. Anfangs Widmung von 1933 (des Autors ?) – II. Redaktion T. Kulev, T. Kozuharov, T. Brslânov. Nova Bulgariâ. Dvusedmino spisanie sa nacionalna kultura i politika. (Das neue Bulgarien). 1. Jg., Heft 10. Sofiâ, Nova Bulgariâ, 1935. – Papierbedingt teils etwas gebräunt, sonst recht gut.

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Lot 1535 Typographie
Zwei Titel zur polnischen modernistischen Typographie. Unterschiedliche Formate. Illustrierte Original-Broschuren (gering bestoßen, dezent knickspurig).
Schätzpreis 240 €
Vorhanden sind: I. Ero-Foto. Heft 4, 1936. – II. Echo powszechnej wystawy krajowej. 1929. – Etwas gebräunt und braunfleckig, recht gut.

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Lot 1536 Uecker, Günther – Gomringer, Eugen
wie weiß ist wissen die weisen. hommage à uecker. Mit 29 meist ganzseitigen Photoabbildungen. Zirndorf, Verlag für Moderne Kunst, 1975. 44 Bl. 32 x 23 cm. Original-Halbleinwand mit Original-Umschlag in Original-Prägedruck von G. Uecker mit Original-Klarsichtfolie im Pappschuber (dieser gering angestaubt und berieben).
Schätzpreis 300 €
Spindler 31. – Der Text von Eugen Gomringer, entstanden 1972, in Verbindung mit Abbildungen von Objekten Günther Ueckers. – Sehr gutes Exemplar mit tadellosem Original-Umschlag.

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Lot 1537 Uecker, Günther
Signatur. Zeit, Schrift, Bild, Objekt 27. Mit der signierten und datierten Original-Aquatinta-Radierung “Stigma” von Günther Uecker. Remagen und Rolandseck, Rommerskirchen, 1997. 14 in der Art eines Blockbuchs gebundene Blatt (unpaginiert). 30 x 30 cm. Illustrierte Original-Broschur mit Leinenrücken und illustriertem Wickelumschlag mit Ausstanzung im originalen Acrylglas-Schuber mit Aufhängung (Schuber leicht kratzspurig, der Umschlag hinten etwas angestaubt und knickspurig.)
Schätzpreis 360 €
Eins von 990 nummerierten Exemplaren. – Der lose beiliegende Handpressen-Kupferdruck von Günther Uecker rechts unten mit Bleistift signiert und datiert sowie mit dem Trockenstempel des Druckers W. Jesse, Berlin. – Van der Koelen L 9702. – Eine von 40 Ausgaben der Reihe “als Gesamtkunstwerk von jeweils einem Künstler geschaffen, ein einmaliges Objekt malender Dichter und dichtender Maler” (Druckvermerk). – Innen sauber, die Graphik in tadellosem Zustand.

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Lot 1538 Uecker, Günther
Studien- und Arbeitsprojekt Mauritius der Uecker-Klasse Kunstakademie Düsseldorf. Düsseldorf, 1994. Schnellhefter und 4 Ausstellungkataloge. 32 x 22,5 cm. In einer Kartonflügelmappe mit Deckelschild (Mappe leicht berieben und angestaubt). [*]
Schätzpreis 240 €
Informationsmappe zu einem Projekt der Uecker-Klasse auf Mauritius vom 15.12.1994 bis 15.1.1995. “Ich bitte Sie hiermit unser Vorhaben zu unterstützen. Als Gegenwert werden ich und die Studenten Ihnen eine Arbeit, die Sie aussuchen können, anbieten” (Anschreiben Ueckers). – Die Mappe enthält: I. Schnellhefter mit vier Blättern mit Erläuterungen des Projekts und einem signierten Anschreiben Ueckers mit weiteren Informationen zum Projekt sowie 20 ganzseitige photographische Abbildungen der Schüler. – II. Überfahrt Perkela. (Ausstellungskatalog) Düsseldorf, 1992. 39 S. Illustrierte Original-Broschur. – III. 8 Zehn. (Ausstellungskatalog). Wuppertal, 1994. 84 S. Illustrierte Original-Broschur. – IV. Loma Kitsi. Düsseldorf 1993. 56 S. Illustrierte Original-Broschur. – V. Künstler und Wissenschaftler. Eine Studie. Düsseldorf, 1987. 76 S. – Sehr gut erhalten.

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Lot 1539 Underground – Schedlinski, Reiner und Andreas Koziol (Hg.)
Ariadnefabrik. 14 Hefte. Mit zahlreichen Illustrationen, Original-Photos und Original-Graphik. Berlin, Selbstverlag, 1987-1990. Jeweils ca. 50 Bl. Ca. 29 x 20,5 cm und 26 x 20,5 cm (1). Illustrierte Original-Kartonage mit Leinenrücken und Farbserigraphie von Christine Schlegel. [*]
Schätzpreis 1500 €
Meist in 60 Exemplaren erschienene Untergrundzeitschrift, u.a. mit Beiträgen von Sascha Anderson, A.R. Penck, Durs Grünbein und Adolf Endler. – Mit den Heften 1987: V, VI. 1988: I-III, V, VI. 1989: I-IV, VI. 1990: I, II. – Ab 1986 gab Schedlinski zusammen mit Andreas Koziol die Untergrundzeitschrift Ariadnefabrik heraus, die sich zum wichtigsten theoretischen Sprachrohr der nicht offiziellen Literaturszene der DDR entwickelte. – “Den Titel entnahmen wir einem Gedicht von Sascha Anderson. Was wir für unser Heft suchten, waren theoretische Texte, die, wie auch Poesie, ihre innere Bewegung durch den Eigensinn formaler Prozesse erzeugen; die nicht faktisch in Gedanken über die Dinge erstarren, sondern die Tatsachen in sich FORTLEBEN, um damit selbst Tatsachen zu schaffen, und Sprache zum Handeln zu bewegen” (Koziol und Schedlinski. Abriss der Ariadnefabrik. 1990). – Teils leicht gebräunt.

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Lot 1540 Underground
Verwendung. Heft 4. Herausgegeben von Egmont Hesse, Andreas Koziol u.a. Mit 1 signierten und nummerierten Original-Lithographie von Veronika Wagner. Berlin, Selbstverlag, 1988. 40 nn. Bl. 29,5 x 21 cm. Illustrierte Original-Broschur (Rücken und Ecken etwas berieben, leicht knickspurig). [*]
Schätzpreis 240 €
Eins von 50 Exemplaren mit der vorliegenden Umschlagserigraphie von Uta Hünninger, die Original-Graphik in einer Auflage von 25 Exemplaren. – Henkel/Russ, Z 25.3. – Typoskript mit Texten von Bob Kaufmann, Rainer Schedlinski, Raja u.a. – Die Publikation erhielt 1990 den Calwer Hermann-Hesse-Preis. In der Begründung der Jury heißt es u.a.: “Mit Verwendung hat die Jury eine jener selbstverlegten und selbstgefertigten Zeitschriften ausgezeichnet, die unabhängig von den offiziellen Verlagen der DDR und gegen Widerstände der Behörden veröffentlicht wurden… Verwendung hat sich vor allem um die zeitgenössische Lyrik und Prosa der DDR verdient gemacht und die Entwicklung neuer literarischer Ausdrucksformen gefördert.” – Mit beiliegendem “Protestblatt” vom 10.8.1988. – Ohne die Schallplatte “Local Moon”.

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Lot 1541 Unterhaltung
Das Bühnen-Lexikon. Mit zahlreichen photographischen Abbildungen. Berlin, Deutscher Bilderdienst, 1932. 324 S., 1 Bl. 28,5 x 22,5 cm. Original-Leinenband mit Deckelvignette und goldgeprägtem Rückentitel (etwas fleckig, Kanten berieben, Bezug stellenweise leicht wellig).
Schätzpreis 300 €
Einzige Ausgabe. – Reich bebildertes Verzeichnis der bedeutendsten darstellenden Künstler der Zeit. Meist wird pro Seite (teils auf 2 Seiten) ein Künstler mit Photo, Lebenslauf, Rezensionen, Engagements, Adresse und Telefonnummer(!) vorgestellt. Text auf Deutsch und Englisch. Mit den Abteilungen: 1. Sänger, Sängerinnen, Dirigenten, Tänzer, Tänzerinnen der Oper. – 2. Schauspieler und Schauspielerinnen. – 3. Artisten. – 4. Kapellen und Tonkünstler. – Titel und vereinzelte Seiten leicht fingerfleckig.

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Lot 1542 Vertès, Marcel – Roger-Marx, Claude
Vertés un et divers. Mit 1 nummerierten farbigen Original-Lithographie und zahlreichen Abbildungen. Paris, Trinckvel, 1961. 150 S., 1 Bl. 33 x 25 cm. Original-Karton mit farbig illustriertem Original-Umschlag im Pappschuber (dieser etwas angestaubt, obere Ecke des Einbandes mit Stauchspur).
Schätzpreis 240 €
Eins von 300 nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe mit der Original-Lithographie. – Obere Ecke durchgehend mit Stauchspur, sonst gutes Exemplar.

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Lot 1543 Vischer, Friedrich Theodor
Auch Einer. Eine Reisebekanntschaft. Leipzig, Singer, 1923. 590 S., 1 Bl. 20,5 x 12 cm. Bibliophiler Pergamentband der Zeit mit kalligraphischem Rücken- und Deckeltitel (der rot geschriebene Autorenname auf Rücken- und Vorderdeckel etwas verblasst, etwas gebräunt). [*]
Schätzpreis 240 €
Eins von 25 römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe “auf schwerem, blütenweißen Bütten.” – Gutes, fleckfreies Exemplar.

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Lot 1544
Vormen van der Kleur. Katalog zur Ausstellung im Stedelijk Museum in Amsterdam 1966/1967. Mit farbigen Siebdrucken von Ellsworth Kelly, Georg Karl Pfahler, William Turnball und Bonies. Amsterdam, 1966. 8 S., 19 Bl. 27 x 27 cm. Lose in Original-Kartonumschlag mit farbig illustriertem Kartonschuber (dieser an einer Kante gelöst, leicht berieben und fleckig, Umschlag leicht fleckig). [*]
Schätzpreis 240 €
Seltener Ausstellungskatalog mit den Siebdrucken von Ellsworth Kelly, Georg Karl Pfahler, William Turnball und Bonies sowie 37 Abbildungen samt Künstlerbiographien von Jose Albers, Max Bill, Richard Paul Lohse, Victor Vasarely, Frank Stella, Allan d’Arcangelo, Robert Indiana, Donald Judd, Gerald Lang u.v.a. – Ein Siebdruck leicht kratzspurig, sonst gut erhalten.

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Lot 1545 Wachtmeister, Rosita
Die Bibel. Vollständige Ausgabe des Alten und Neuen Testamentes nach den Grundtexten übersetzt und herausgegeben. Mit zahltreichen teils doppelblattgroßen, teils goldgehöhten Farbtafeln und 1 signierten und nummerierten Original-Farblithographie von Wachtmeister. Luzern, ars libri, 1999. 1221 S. 29 x 20,5 cm. Illustrierter Original-Leinenband mit Goldschnitt und illustrierte Original-Leinenmappe im Original-Plexiglasschuber (Schuber leicht kratzspurig). [*]
Schätzpreis 300 €
Eins von 399 nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe. – Tadellos.

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Lot 1546 Warhol, Andy
Aspen magazine. Vol I, No. 3. FAB issue. Gestaltet von Andy Warhol und David Dalton. Mit Beilagen in unterschiedlichen Techniken. New York, Roaring Fork Press, 1966. Lose Objekte im Original-Pappkarton. 31 x 23 cm (etwas bestoßen und beschabt, Falze angerissen).
Schätzpreis 360 €
Komplett mit allen Multiples und den separaten Werbebeilagen. Legendäres Underground-Magazin rund um Warhols ‘Factory’. Enthält eine Zeitungsparodie, ein Daumenkino, Werbebeilagen, Texte zu Musik (darunter einer von Lou Reed), eine Musiksingle von Lou Reed und die erste Single von ‘Velvet Underground’ mit ‘Loop’ von John Cale und ‘White wind’ von Peter Walker, Texte zu Drogen u.a. – Innen sauber, insgesamt gut.

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Lot 1547 Warhol, Andy
Interview. 159 Hefte der ersten 19 Jahrgänge. Mit zahlreichen, teils ganzseitigen Abbildungen. New York, Selbstverlag/Brant Publications, 1969-1989. 38 x 28,5 bis 44,5 x 30,5 cm (Schuber). Lose Lagen in 18 verschiedenfarbenen Leinendecken mit Rückentitel, in Pappschubern (diese teils minimal berieben und bestoßen, die Magazine in Zeitungsfaltung, papierbedingt gebräunt, teils mit kleineren Randläsuren, 10 Ausgaben mit größeren, teils überklebten Rissen, 3 Cover mit Kugelschreiber-Gekritzel).
Schätzpreis 1200 €
Umfangreiche Sammlung mit einigen seltenen frühen Nummern sowie zahlreichen Ausgaben aus den 1970er und 1980er Jahren der 1969 von Andy Warhol und dem Journalisten John Wilcock gegründeten Zeitschrift. – Anfangs erschien das Magazin unter dem Titel “Inter/View”, und nachdem Wilcock aus dem Projekt ausstieg, mit dem Untertitel “Andy Warhol’s Film Magazine”, später dann als “Andy Warhol’s Interview”. – Aus dem I. Jahrgang (1969/70) sind vorhanden die Nummern Vol. I, 1-2, 4, 8, 10 und 11, aus dem II. (1971/72) die Nummern Vol. II, 5 sowie #20, #22-24, #26 und #28, aus dem III. (1973) die Nummern #30-33, dann Vol. III, 8 (35) sowie 9 und 10. Der IV. Jahrgang (1974) ist bis auf die Mai-Ausgabe komplett. Im undurchsichtig nummerierten, 1975 erschienenen V. Jahrgang fehlt die Juni-Ausgabe, der VI. (1976) ist komplett (mit der im April erschienenen nicht nummerierten Ginger Rogers-Nummer), im VII. (1977) fehlt nur die Oktober-Ausgabe. Außerdem sind vorhanden 9 Hefte des VIII. Jahrgangs (1978), 7 Nummern des IX. (1979), 4 des X. (1980) und 6 Hefte des XI. Jahrgangs (1981). Im XII. Jahrgang (1982) fehlt nur die Januar-Ausgabe, dafür ist Nr. 5 als Doublette vorhanden. Der XIII. Jahrgang (1983) ist vollständig. Vom XIV. Jahrgang (1984) sind 8 Ausgaben vorhanden, 7 aus Jahrgang XV. (1985), 9 aus Jahrgang XVI. (1986), jeweils 10 aus dem XVII. (1987) und XVIII. Jahrgang (1988) und nur das erste Heft aus dem XIX. Jahrgang (1989). – Vor allem die frühen Ausgaben etwas gebräunt und brüchig, teils mit kleineren Randläsuren und nur vereinzelt schwach wasserrandig oder mit längeren Einrissen, insgesamt gut erhalten. – Besonders schön, in uniform gestalteten Pappschubern präsentierte Sammlung; nicht eingehend kollationiert, ohne Rückgaberecht.

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Lot 1548 Warhol, Andy
Interview. A monthly film journal. Hefte 1-27 (Heft 23 als Doublette), 29, 33, 34 sowie 10 weitere Hefte der Jahrgänge IV und XI, zusammen 41 Hefte. Mit zahlreichen teils ganzseitigen Abbildungen. New York, Selbstverlag, 1969-1982. 41,5 x 28,5 cm. Lose Lagen (Zeitungsfaltung, papierbedingt gebräunt, teils mit kleineren Randläsuren, Cover von Vol. I, 8 mit einem kleinen runden roten Aufkleber).
Schätzpreis 2600 €
Bis Nr. 27 (Nov. 1972) geschlossene Reihe der sehr seltenen ersten Nummern der 1969 von Andy Warhol und dem Journalisten John Wilcock gegründeten Zeitschrift. Die Zeitschrift gilt als Vorläufer heutiger Zeitgeist-, Lifestyle- und Mode-Publikationen. – Anfangs erschien die Zeitschrift unter dem Titel Inter/View, und nachdem Wilcock aus dem Projekt ausstieg, mit dem Untertitel “Andy Warhol’s Film Magazine”. – Der erste Jahrgang ist nummeriert Vol. I, 1-12, der zweite zuerst Vol. II, 1-6, danach geht es weiter mit der Nummerierung #19-#27, #29, #33-34, die Ausgabe von Dezember 1973 mit Cindy Lang auf dem Cover ohne Angabe. Außerdem sind vorhanden die Nummern Vol. IV, 1, 5-(8) (letztere falsch nummeriert), und 12 (Dec. 74) mit Cher auf dem Cover sowie die Ausgabe V, 12 (1975) mit Tatum O’Neal auf dem Cover und zuletzt zwei spätere Ausgaben von 1982 (Vol. XI, 3-4). – Mit kleineren Randläsuren, die ersten Blatt von Vol. IV, 7 (mit Charlotte Rampling auf dem Cover) mit längerem Randeinriss, insgesamt sehr gut erhalten. – Beigegeben: InterView. Hefte 3-5 des Jahrgangs 1979/1980 der deutschen Ausgabe der Zeitschrift. – Nicht eingehend kollationiert, augenscheinlich komplett, ohne Rückgaberecht.

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Lot 1549 Weidemeyer, Carl
7 Radierungen zu “Däumelinchen” von H.C. Andersen. Mit 7 signierten und nummerierten Original-Radierungen. Bremen, Künstlerpresse und Worpswede, 1922. Titelblatt. 36 x 26,5 cm. Lose in Original-Flügelpappmappe mit Pergamentschließe und -gelenken (fleckig, ohne Schließband, berieben, Flügel teils eingerissen).
Schätzpreis 240 €
Eins von 180 (GA 200) nummerierten Exemplaren. – Der Künstler und Architekt Carl Weidemeyer (1882-1976) ließ sich 1906 in Worpswede nieder und pflegte dort freundschaftliche Beziehungen zu Heinrich, Martha und Mieke Vogeler, Paula und Otto Modersohn sowie zu anderen Mitgliedern der Künstlerkolonie und deren Gästen. – Im Rand teils etwas braunfleckig bzw. gebräunt.

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Lot 1550 Wiener Aktionismus
Aktionsraum 1 oder 57 Blindenhunde. Mit 1 Faltplakat, zahlreichen Abbildungen sowie 7 zusätzlichen Photos. München 1969-1971. 93 Bl. 31,5 x 24 cm. In Original-Hefter geheftet, mit rotem Stempel des “Aktionsraum 1” auf dem Vorderdeckel.
Schätzpreis 240 €
Dokumentationsmappe zum legendären “Aktionsraum 1”, das als avantgardistisches Kollektiv in München 1969 gegründet wurde. Zu den legendärsten Aktionen gehörten die “Zerreißprobe” von Günter Brus und das 7. Abreaktionsspiel von Hermann Nitsch. – Mit beiliegendem Poster sowie 6 Photos (Neuabzüge auf PE-Papier) von der Aktion “Zerreißprobe” von Günter Brus. – Sehr gut erhalten.

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Lot 1551 Wiener Aktionismus
Aktionsraum 1. Sammlung von 15 (davon 2 Doubletten) Offset-Plakaten. München 1969-1970. Format: 86 x 51 cm. [#]
Schätzpreis 750 €
Vorhanden sind die Plakate zu den Aktionen von: Attersee, Christian Ludwig. Gruss Attersee ein Film in Farbe von H. Ch. Stenzel. 1970; Schult, HA. Luftaufnahme von Monschau. 1970; Schult, HA. Aktion 20.000 Km. 1970; Schult, HA. Erschossen Jeffrey G. Miller (20): Erschossen Sandy Scheuer. 1970; Scott, Anthony. The longest most meaningless movie in the world. 1970; Penone, Guiseppe. Guiseppe Penone verjüngt ein Brett in einen Baum. 1970; Nemetschek, Peter. Bewohner. 1970; Fabro, Luciano. Fabbro Bekleidung. 1970; Haacke, Hoke & Schult. 70 13. März. Freitag. Prozess. 1. Stockstrasse, Pacelli. 1970 (mit einer Doublette; Tonfello, Fernando. Kreuzwortfelder. 1970; Pläne und Projekt als Kunst. 1969 (mit einer Doublette und einer Variante vor der Schrift); Dibbet, Jan. Das Licht. 1970. – Im “Aktionsraum 1” am Goetheplatz haben auch Brus und Nitsch 1970 wichtige Aktionen realisiert. – Das Dibbets-Plakat nur zur Hälfte vorhanden, ein Plakat mit Faltspuren, teils mit kleinen Randeinrissen bzw. -läsuren, insgesamt aber gut erhalten.

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Lot 1552 Wiener Aktionismus – Brus, Günter
Das Aulicht. Mit 11 farbigen, montierten Offset-Lithographien. Berlin, Fey, 1977. Leporello mit 12 Bl. 42 x 25 cm. Grauer Original-Karton (Vorderdeckel etwas angestaubt). [*]
Schätzpreis 240 €
Eins von 200 nummerierten und vom Künstler signierten Exemplaren. – Innen tadelloses Exemplar.

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Lot 1553 Wiener Aktionismus – Brus, Günter
Die Schastrommel (ab Band 13 unter dem Titel “Die Drossel”) Nr. 9-17. Herausgegeben von Günter Brus. Mit 34 Original-Siebdrucken (inklusive Umschlagillustrationen) sowie zahlreichen Texten, Photos und Zeichnungen der beteiligten Autoren und Künstler. Berlin und Bolzano, 1973-1977. 23 x 17 cm. Meist farbig illustrierte Original-Kartonagen in Siebdruck (8), eine mit Klammerheftung (Nr.10), eine als Umschlag (Nr. 16) (teils minimal gebräunt, berieben und bestoßen).
Schätzpreis 900 €
Neun Ausgaben der legendären Zeitschrift des Wiener Aktionismus. Hefte 9 und 17 in einer Auflage von 1000 Exemplaren erschienen, die Hefte 10-15 in 500 Exemplaren. – Heft 9. Berliner Dichter-Workshop. – Eins von 500 Exemplaren in der Einbandvariante von G. Brus. – Beiliegend zwei gefaltete faksmilierte Tafeln. – Heft 10. Das Licht ist der Schmutz der Sonne. Mit 8 Original-Siebdrucktafeln (+ 2 auf dem Einband). – Vorsatz von G. Brus signiert, datiert und nummeriert “Nr. 209”. – Heft 11. Peter Kubelka filmt Arnulf Rainer. – Heft 12. Dominik Steer. Biometrische Texte. – “Die Drossel”: Heft 13. Katastrophen Vermessung. – Heft 14. G. Brus. Das Namenlos. – Heft 15. H. Nitsch. Partitur der 50. Aktion Schloß Prinzendorf. – Heft 16. Circannual. Mit zehn lose einliegenden zweifarbigen Original-Siebdrucktafeln, verso mit Titeldruck, (+ 2 auf dem Umschlag) und beiliegendem Begleitheft. – Heft 17. H. Nitsch. Die Eroberung von Jerusalem. – Unnummiertes Exemplar. – Gute Exemplare.

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Lot 1554 Wiener Aktionismus – Brus, Günter
Die Schastrommel. Farbiges Plakat in Grün und Rot. Rechts unten signiert und datiert. Siebdruck. Stuttgart, Mayer, 1974. 70 x 40 cm.
Schätzpreis 600 €
Quietschbunte Persiflage auf Wiener Jugendstil-Plakate, wurde in verschiedenen Farbkombinationen gedruckt. – Etwas gebräunt und leicht berieben, linke obere Ecke mit kleinen Braunflecken. – Provenienz: Aus der Sammlung Peter Gorsen.

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Lot 1555 Wiener Aktionismus – Brus, Günter
Die Schastrommel. Farbiges Plakat in Rot und Blau. Rechts unten signiert und datiert. Siebdruck. Stuttgart, Mayer, 1974. 70 x 40 cm.
Schätzpreis 600 €
Quietschbunte Persiflage auf Wiener Jugendstil-Plakate, wurde in verschiedenen Farbkombinationen gedruckt. – Leicht gebräunt und berieben, gering randknickspurig. – Provenienz: Aus der Sammlung Peter Gorsen.

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Lot 1556 Wiener Aktionismus – Brus, Günter
Die Schastrommel. Farbiges Plakat in Türkis und Grün. Rechts unten signiert und datiert. Siebdruck. Stuttgart, Mayer, 1974. 70 x 40 cm.
Schätzpreis 600 €
Quietschbunte Persiflage auf Wiener Jugendstil-Plakate, wurde in verschiedenen Farbkombinationen gedruckt. – Leicht gebräunt und berieben, gering randknickspurig. – Provenienz: Aus der Sammlung Peter Gorsen.

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Lot 1557 Wiener Aktionismus – Nitsch, Hermann
Akustisches Abreaktionsspiel. Langspielplatte mit einer Aufnahme des WDR, Köln, 1972. In originalem Karton mit montiertem Stoff mit Blutflecken und Farbe (ohne das Pflaster). Wien, Edition Galerie Klewan, 1973. 32 x 32,5 cm. Illustrierter Original-Karton (Stoff und Karton gebräunt, Kanten berieben, mit kleinen Läsuren an der Lasche). [*]
Schätzpreis 360 €
Eins von 100 nummerierten Exemplaren, auf dem Stoff von Nitsch signiert und datiert. – Es fehlt das Pflaster auf dem Stoff, die Signatur stärker verblasst. – Plattenhülle an den Kanten gebräunt und mit zwei Einrissen an den Seiten.

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Lot 1558 Wiener Jugendstil
Moderne Graphik. Serie I. Mercantile Originalarbeiten zum praktischen Gebrauch für Lithographen, Buchdrucker und verwandte Gewerbe. Mit 48 farbigen lithographischen Tafeln. Wien, Leipzig, Wolfrum, 1909. 36 x 26,5 cm. Lose Tafeln in illustrierter Original-Halbleinenmappe mit Schließbändern (Hintergelenk geplatzt, berieben und fleckig).
Schätzpreis 360 €
Erste und einzige Ausgabe. – Seltenes Mappenwerk mit farbigen, dekorativen Werbetafeln im Wiener Jugendstil, ausgeführt von den Wiener Ateliers von Otto Morgeneyer und Carl Hofmann. – Vgl. Schneider-Henn, Vorlagenwerke 402 (Serie II von 1912). – Drei Blatt mit kleinem Eckabriss, teils mit kleinem Wasserrand bzw. mit kleinen Randläsuren, etwas fleckig.

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Lot 1559 Wiener Werkstätte – Likarz, Maria
Fünf farbig lithographierte Tischkarten der Wiener Werkstätte. Nicht gelaufen. Ohne Druckvermerk, um 1925. 9 x 7 cm. [#]
Schätzpreis 240 €
Vorhanden sind die Nummern 682, 683, 684, 686 und 697. Nummer 683 verso mit Werbeeindruck der WW Karlsbad, Haus Pelikan. – Minimal bestoßen, papierbedingt gering etwas gebräunt, ohne Knickspuren, insgesamt frisch.

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Lot 1560 Wiener Werkstätte
Sammlung von 3 Druckerzeugnissen der Wiener Werkstätten. Wien, ca. 1908-1928. Verschiedene Formate.
Schätzpreis 240 €
Die Sammlung umfasst: I. Zwei Bogen Einwickelpapiere mit dem Rosensignet. Einer zweifarbig, einer in der dunklen Variante. Um 1905. Je 29,5 x 21 cm. Entworfen von Kolo Moser und Josef Hoffmann. – II. Peche, Dagobert. Die Stoffe der Wiener Werkstätte kauft man von nun an im Stoffladen 1. Maysederg. 4. Lithographie mit dem WW-Signet. Um 1915. 20,5 x 15 cm. Auf schwarzen Karton montiert, Karton unten mit handschriftlicher Bezeichnung. – Lithographie im Rand minimal gebräunt, sonst guter Zustand.

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Lot 1561 Wildberger, Erich
Sammlung von 10 unveröffentlichten Romanen. Typoskripte. Berlin, um 1950. Gelochte DIN-A4-Blätter in modernen Schnellheftern (Hefter bestoßen und mit Randläsuren). [*]
Schätzpreis 450 €
Der Berliner Journalist, Übersetzer und Autor Erich Wildberger (1903-?) wurde v.a. durch seine Nachkriegserzählung “Ring über Ostkreuz” bekannt: “Jeder, der Berlin und den Berliner, diese schnoddrige, nüchterne, tüchtige und warmherzige Menschengattung kennt, wird beim Lesen die typische Berliner Luft förmlich auf der Zunge schmecken. Und wer Berlin nicht kennt, für den wäre kaum eine bessere Einführung in das Wesen dieser einmaligen Stadt denkbar, als die Lektüre von ‘Ring über Ostkreuz'” (Klappentext der Erstausgabe). – Die Sammlung beinhaltet die Titel: I. Ring über Westkreuz. Roman. 154 Bl. – Fortsetzung seines bekanntesten Romans. – II. Geld wie Heu. Roman. 181 Bl. – III. Ursula Mischke und ihr Prinz (Das Mädchen vom Bücherlager). Roman. 186 Bl. – IV. Kiekebusch auf Menschenfang. Tatsachenbericht. 184 Bl. – Der Papierqualität nach zu urteilen eine frühe Arbeit. – Papierbedingt gebräunt, mit leichten Randläsuren. – V. Panzerfaust. Roman. 220 Bl. – VI. Die Dame mit der Pistole. Roman. – Titelblatt etwas knickspurig. – Mit einer beiliegenden Visitenkarte Wildbergers. – VII. Tim wird Präsident. Roman 253 Bl. – VIII. Das Flittchen. Roman 120 Bl. – IX. Delirienwalzer. Roman. – Mit einem zweiten Titelblatt: Gebrüder Kaporski. Roman. 342 Bl. – In 2 Teilen. – X. Die fesche Rosa. Roman. 181 Bl. – Teils mit vereinzelten handschriftlichen Korrekturen. – Insgesamt gut erhalten.

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Lot 1562 Wolfenstein, Alfred
Der Lebendige. Novellen. München, Roland-Verlag, 1918. 50 S., 1 Bl. 19,5 x 13 cm. Original(?)-Halbpergamentband mit goldgeprägtem Rückentitel.
Schätzpreis 360 €
Erste Ausgabe. – Raabe 335, 4. – Eins von 50 römisch nummerierten und vom Verfasser signierten Exemplaren der “Liebhaberausgabe”, die “im Sommer 1918 in der Buch- und Kunstdruckerei Knorr & Hirth zu München gedruckt” wurde. – Zwei Blätter mit kleinen Randläsuren.

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Lot 1563 Zadkine, Ossip – Apollinaire, Guillaume
Sept Calligrammes. Mit 10 signierten und nummerierten Original-Radierungen von Ossip Zadkine. Paris und Basel, Czwiklitzer Art-CC, 1967. 2 leere Bl., 38 Bl., 2 leere Bl. 45 x 32,5 cm. Lose schwarze und weiße Bogen in Original-Leinendecke mit Rückentitel und im Original-Leinwandschuber mit Rücken- und Deckelbeschriftung (Schuber angestaubt und etwas bestoßen).
Schätzpreis 900 €
Eins von 75 nummerierten und vom Künstler und Verleger signierten Exemplaren der englischen Ausgabe auf Vélin d’Arches. – Monod 370. – Es erschienen noch je 75 Exemplare einer französischen und einer deutschen Ausgabe, die sich jedoch nur durch den Druckvermerk unterscheiden. – Titel wie meist mit durchscheinender Klebespur des verso montierten (jetzt losen) Vorwortes.
One of 75 numbered copies of the English edition, signed by artist and publisher. – With 10 signed orig. etchings. Black and white sheets loose in orig. cloth covers and orig. cloth slipcase. – Title with translucent traces of glue of mounted (now loose) foreword verso.
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Lot 1564 Zeitschriften
Titanic. Das endgültige Satiremagazin. 226 Hefte (darunter 10 Doubletten). Mit zahlreichen Abbildungen. Frankfurt a.M., TITANIC-Verlag, 1980-1997. 28 x 21 cm. Illustrierte Original-Broschuren (teils mit Rückständen von alten Adressaufklebern, zum Teil auch kompletten alten Adressaufklebern, teils leicht knickspurig, ein Heft am Rücken gerissen).
Schätzpreis 300 €
Die Titanic wurde 1979 von Robert Gernhardt, F. K. Waechter, Peter Knorr, Hans Traxler und Chlodwig Poth, ehemaligen Mitarbeitern der Satirezeitschrift pardon, gegründet. – “Die Grundhaltung der Zeitschrift ist immer gleich geblieben: Ein klares Ja zum Nein! Gegen Schmidt, gegen Kohl, gegen Schröder. Gegen Unterdrückung, Diktatur, Minderheiten, Mehrheiten und Immobilienmakler. Ist die Welt deshalb besser geworden, konnte auch nur eine Katastrophe verhindert werden? … Natürlich nicht” (Eilers: Das dicke Buch Titanic. Berlin 1999, S. 5). – Die sehr umfangreiche Sammlung umfasst: Jahrgang 1980, Heft 3, 6-11. – 1981, Heft 1-2, 5-12. – 1982-1986, Heft 1-12. – 1987, Heft 1-2, 4-12. – 1988, Heft 1-10, 12. – 1989, Heft 1-6, 8-12. – 1990-1992, Heft 1-12. – 1993, Heft 2-12. – 1994, Heft 1-7, 9-12. – 1995, Heft 1-12. – 1996, Heft 1-9, 11-12. – 1997, Heft 1-9, 11-12. – Insgesamt gut erhalten.

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Lot 1565 Zylla, Klaus – Döring, Stefan
Gedichte 1979-1988. Mit handschriftlichem Text, 14 (inklusive Einbandillustration; 11 signierten) Acrylbildern auf handgeschöpftem Papier. Berlin, 2019. 10 Bl. 32,5 x 40 cm. Original-Umschlag auf handgeschöpftem Papier mit Fadenheftung in Original-Pappkassette mit Acryl-Zeichnung auf dem Vorderdeckel.
Schätzpreis 1200 €
Unikat. – Auf dem Hinterdeckel von Klaus Zylla signiert und mit handschriftlichem Vermerk: “Dieses Unikatbuch entstand im Januar/Februar 2019”. – Äußerst reizvolles Künstlerbuch mit 14 Bildern von Klaus Zylla zu Gedichten von Stefan Döring. – Sehr gut erhalten. – Provenienz: Aus dem Atelier des Künstlers.

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Lot 1566 Zylla, Klaus – Günther, Egon
Fritz und Lou betreten den Raum. – Eine Liebesgeschichte, oder: “Friedrich und Lou” – ein Traktat. Mit 16 übermalten und signierten Serigraphien nach Zeichnungen von Klaus Zylla. Berlin, Edition Galerie auf Zeit, 2007. 16 Bl. 64,5 x 52,5 cm. Illustrierte Original-Halbleinwand (minimal fleckig).
Schätzpreis 600 €
Eins von 40 (GA 60) nummerierten Exemplaren, hier mit den Übermalungen und dem Vermkerk von K. Zylla: “Die Übermalungen entstanden im September und Oktober 2013”. Druckvermerk vom Autor und Künstler signiert. – Erste Ausgabe. – “Die Idee dieses Künstlerbuches geht zurück auf das Friedrich-Nietzsche-Filmprojekt ‘Das Messer (Nietzsche-Liebe, Tod, Verklärung)’ von Egon Günther. Der hier vorliegende Prosatext wurde – in Form dieser Erstveröffentlichung – eigens für dieses Buch geschrieben. Durchaus orthografisch beabsichtigte Eigenheiten folgen den Intentionen des Autors.” (Aus dem Druckvermerk) – Tadellos. – Provenienz: Aus dem Atelier des Künstlers.

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Lot 1567 Zylla, Klaus – Müller, Heiner
Ajax zum Beispiel. Grafiken und Malereien. Mit 4 Original-Mischtechniken, 4 übermalten Serigraphien und 2 Serigraphien von Klaus Zylla, alle Arbeiten signiert. Begleitwort von Egon Günther. Berlin, Galerie auf Zeit, 2006. 12 Bl. 65,5 x 52,5 cm. Farbig illustrierte Original-Halbleinwand.
Schätzpreis 600 €
Exemplar “e.a.” nebem einer Auflage von 60 nummerierten Exemplaren, Druckvermerk von Zylla signiert und mit “2010” datiert. Das Begleitwort von E. Günther signiert. – Die Illustrationen von K. Zylla teils in Serigraphie, Übermalung und Malerei, wodurch jedes Exemplar ein Unikat ist. – Tadelloses Exemplar. – Provenienz: Aus dem Atelier des Künstlers.

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Lot 1568 Zylla, Klaus – The Beatles
I am the Walrus. Mit handschriftlichem Text, 13 (12 signierten) Acrylbildern auf handgeschöpftem Papier. Berlin, 2009. 10 Bl. 50 x 72 cm. Original-Umschlag auf handgeschöpftem Papier mit Fadenheftung in Original-Leinenkassette mit montiertem Stoffbezug mit dem Schriftzug “The Beatles” (Stoffbezug verknittert aufmontiert, Kassette leicht angestaubt, berieben und kratzspurig).
Schätzpreis 1500 €
Unikat. – Auf der letzen Seite von Klaus Zylla signiert und datiert “17.XI.2009” und mit handschriftlichem Vermerk: “This unique artist book was painted in Berlin at Oktober/November 2009”. – Äußerst reizvolles Künstlerbuch zum Text des Beatles-Songs “I am the Walrus” mit 13 schönen Walross-Bildern von Klaus Zylla. – Sehr gut erhalten. – Beiliegend: The Beatles. I am the Walrus. Vinyl-Single. Capitol Records 2056. 1967. In Original-Hülle. – Platte leicht kratzspurig. – Provenienz: Aus dem Atelier des Künstlers.

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Lot 1569 Zylla, Klaus – Wawerzinek, Peter
Schluckspecht. Mit 11 (9 handkolorierten; 1 doppelblattgroßen) farbigen und signierten Siebdrucken von Klaus Zylla. Berlin, Edition Rothahndruck, 2014. 18 Bl. 43,3 x 32,4 cm. Illustrierter Original-Halbleinenband im illustrierten Original-Pappschuber.
Schätzpreis 400 €
Eins von 15 (GA 45) römisch nummerierten Exemplaren auf Zerkall-Bütten mit dem handschriftlichen Vermerk von Klaus Zylla: “Dieses handkolorierte Exemplar hat die Nr. XIV/XV”, datiert 22.IX.15. Druckvermerk von Autor und Künstler signiert. – Die reguläre Nummerierung des Bandes lautet 43/45. – Herrliches Künstlerbuch mit humorvollen Auszügen aus dem Roman “Schluckspecht” von Peter Wawerzinek rund ums Trinken und Saufen, mit nicht minder humorvollen Illustrationen von Klaus Zylla. – Tadelloses Exemplar. – Provenienz: Aus dem Atelier des Künstlers.

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