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Lot 1570 Aktphotographie
Acht erotische Aufnahmen. Farbdrucke auf Transparentfolie nach Original-Photographien. Wohl Deutsch, um 1960. 20,5 x 14,5 cm. [#]
Nachverkaufspreis 160 €
Wohl für Leuchtkästen gedacht, was den Vorteil hätte, dass dann beide Hände frei wären … – Dazu eine Doublette. – Minimal kratzspurig, gut erhalten.

Lot 1571 Aktphotographie
Sammlung von 18 Bänden, überwiegend zur erotischen Photographie. Mit überaus zahlreichen, meist farbigen Aktphotos. Um 1990-2010. Unterschiedliche Formate und Einbände (nur ganz kleine Gebrauchsspuren). [*]
Nachverkaufspreis 300 €
Vorhanden sind u.a.: I. Bellocq. Photographs from Storyville. Introduction by Susan Sontag. 1990. – II. Sports Illustrated. Knockouts. Five decades of swimsuit photography. 2001. – III. A.H. Bitesnich. Nudes. 2001. – IV. Greg Fiedler. Naked New York. 1997. – V. Vial. Paris Naked. 2009. – Weitere. – Gut erhalten.

Lot 1572 Arétin, Pierre
La putain errante. Dialogue de Madelaine et Julie. Mit 12 handkolorierten Original-Radierungen von André Collot. Paris, ohne Verlag, 1930. 83 S. 18,5 x 15 cm. Lose Lagen im bedruckten Original-Umschlag in Pappmappe im Schuber (Mappe und Schuber etwas berieben). [*]
Nachverkaufspreis 300 €
Eins von 150 nummerierten Exemplaren. – Dutel 2275. – Breitrandiger Druck in Schwarz/Gold auf Perlmutt-Japan. – Die Illustrationen sind eindeutig erotisch, durchaus mit Witz. In zurückhaltender, aber frischer Kolorierung. Der nicht genannte Künstler ist André Collot. – Vier Jahre später erschien eine weitere Ausgabe des Werks, ebenfalls von Collot, aber abweichend illustriert. – Teilweise etwas fingerfleckig bzw. leicht stockfleckig.
One of 150 numbered copies. – With 12 hand-coloured orig. etchings. Loose sheets in orig. chemise, cardboard covers and slipcase. – Minor staining in places.

Lot 1573 Bayros, Franz – Aretino, Pietro
Geschichten aus Aretino. Nicht im Handel. Mit Frontispiz, Titel und 14 Tafeln von Choisi-Nérac (das ist Franz Bayros). Siena (fingiert), gedruckt für Heinrich Conrad und seine Freunde, 1907. 203 S., 1 Bl. 21,5 x 14,5 cm. Original-Pergamentband mit goldgeprägten Vorderdeckelfileten, goldgeprägtem Rückenschild und Kopfgoldschnitt (Einband und Schnitt etwas fleckig).
Zuschlag 280 €
Nummeriertes Exemplar einer wohl nur kleinen Auflage. – Hayn/Gotendorf I, 112 – Brettschneider 5. – Schönes Exemplar.

Lot 1574 Bayros, Franz – Studer, Heinrich
Die Geburt der Venus. Mit farbigem Frontispiz von Franz Bayros. Leipzig, Amalthea, 1918. 61 S., 1 Bl. 26 x 18 cm. Original-Halblederband mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel (etwas fleckig und berieben).
Zuschlag 170 €
Eins von 120 nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe. – Hayn-Gotendorf IX, 565 – Brettschneider 85. – Auf der Rückseite des Titelblatts vom Verfasser nummeriert und von Verfasser und Künstler signiert. – Druck bei Drugulin, Leipzig. – Innen schönes Exemplar.

Lot 1575 Bayros, Franz von
Götterliebschaften. Mit 11 Lichtdruck-Tafeln. Wien, Artur Wolf, 1914. Drucktitel. 34 x 26 cm. Lose in illustrierter Original-Halbpergamentmappe (etwas fleckig, Kapitale leicht gestaucht, kleines Signaturschild auf dem vorderen Deckel).
Zuschlag 220 €
Eins von 500 (GA 550) nummerierten Exemplaren. – Hayn-Gotendorf IX, 44. – Die Deckblätter der Tafeln mit den Gedichten von Bayros. – Deckblätter leicht gewellt, minimal fingerfleckig.

Lot 1576 Boccaccio, Giovanni
Boccacio contos eróticos. Mit 10 Original-Lithographien und 2 Extra-Suiten. Impresso na Casa Grande Fauno em Ninive, um 1960. 3 Bl., VI, 1 Bl., 86 S., 1 Bl. 28,5 x 19 cm. Lose Lagen in bedruckter Original-Broschur in Leinendecke im Leinenschuber (Decke und Schuber etwas fleckig).
Zuschlag 200 €
Eins von 50 nummerierten Exemplaren auf Whatman-Papier mit zwei Extra-Suiten. – Eine Extra-Suite der Illustrationen eines unbekannten Künstlers auf “Sépia”, die andere Suite wurde von den zerstörten Platten, also unvollständig und etwas schwach abgezogen. – Sehr gut erhalten.

Lot 1577 Borde, Charles
Parapilla, poeme en cinq chants, traduit de l’italien. Mit gestochenem Frontispiz, Holzschnitt-Titelvignette und 5 gestochenen Tafeln. A Londres, (Paris, Cazin), 1782. 43 S. 12,5 x 7,5 cm. Dunkelroter Lederband der Zeit mit Rücken- und Deckelvergoldung (etwas fleckig und berieben).
Zuschlag 500 €
Seltene anonym erschienene Ausgabe. – Cohen/R. 176 – Gay III, 629 – Kearney 269 – Pia 995. – Die Tafeln gestochen von Elluin nach Borel. – “Erzählt wird die Geschichte dieses wunderbaren Instrumentes, das alle Damen entzückt. Es gelangt zuerst an die berühmte Donna Capponi in ein Nonnenkloster, von dort in die Hände der Lucrezia Borgia, wobei die Ausschweifungen der Päpste geschildert werden, und das Gedicht schließt mit einem obszönen Gespräch zwischen Lucrezia und Alexander VI.” (Bilder-Lexikon II, 152). – Vortitel im Bug verstärkt, ein Blatt mit restauriertem Eckabriss, stellenweise leicht fleckig.

Lot 1578 Brusylowskyj, Anatolyj Rafaylowytsch
Frauenakt mit Hahn. Mischtechnik auf starkem Papier. Rechts unten kyrillisch signiert und datiert. 1989. Blattgröße: 66,5 x 89,5 cm.
Nachverkaufspreis 300 €
Erotische Arbeit des 1932 geborenen ukrainisch-russischen Künstlers, der in Moskau und Köln lebt und arbeitet. Brusylowskyj gehörte zu den Russischen Nonkonformisten, die während der Tauwetter-Periode eine Gegenbewegung zum Sozialistischen Realismus formten. – Mit leichten Randläsuren, etwas gewellt, leicht knickspurig.

Lot 1579 Brusylowskyj, Anatolyj Rafaylowytsch
Frauenakt mit Ratten. Mischtechnik auf starkem Papier. Rechts unten kyrillisch signiert und datiert. 1988. Blattgröße: 68 x 88,5 cm.
Nachverkaufspreis 300 €
Mit leichten Randläsuren, etwas gewellt, im unteren Rand ca. 2 cm, im oberen ca. 1 cm eingerissen, leicht knickspurig.

Lot 1580 Büschel, Johann Bernhard Gabriel
Kanthariden. Mit gestochenem Frontispiz. Rom, bey Giovanni Tossoni (das ist Berlin, Himburg), 1788. 1 Bl., 339 S. 16 x 9,5 cm. Dekorativer Halblederband im Stil der Zeit mit farbigem Rückenschild und reicher Rückenvergoldung. [*]
Zuschlag 200 €
Zweite anonym erschienene Ausgabe. – Hayn-Gotendorf III, 512 – Holzmann/Bohotta II, 11722. – Sammlung von erotischen Prosastücken, obszönen Gedichten und kleinen Theaterstücken. – Büschel (1758-1813) war Regimentsquartiermeister in Leipzig. – Vorsatz mit altem Besitzeintrag, etwas gebräunt und teils fleckig.

Lot 1581 Chorier, Nicolas
Die Gespräche der Aloisia Sigäa. Mit 15 Farbtafeln. Ohne Ort und Verlag, ca. 1930. Illustriertes Titelblatt. 31,5 x 22 cm. Lose in Halbleinwand-Mappe (etwas berieben). [*]
Nachverkaufspreis 160 €
Eins von 15 nummerierten Exemplaren. – Die 15 Illustrationen, in Pastellfarben mit hohem Rosaanteil für viel nackte Haut, zeigen viele eindeutig pornografische, pralle Sexszenen, gerne auch zu dritt oder viert. Die künstlerische Qualität ist eher dürftig, nicht hingegen die prächtige Ausstattung der Damen und Herren. – Jedes Blatt trägt eine Textzeile mit Angabe einer Seitenzahl, die exakt mit der Aloisia-Ausgabe “Die Gespräche der Aloisia Sigäa. Privatdruck. Wien, Druck- und K.-Verlag Elbemühl, ca. 1930 korrespondiert. – Eventuell war diese Illustrationsmappe für eine nicht realisierte Vorzugsausgabe gedacht. – Titel etwas gebräunt.

Lot 1582 Collot, André – Louys, Pierre
Scènes de péripatéticiennes. Douze douzains de dialogues ou petites scènes amoureuses. Mit farbiger Titelvignette und 11 Farbtafeln nach André Collot. Ohne Ort und Verlag, 1903 (das ist 1937). 132 S., 2 Bl. 28,5 x 19,5 cm. Halblederband der Zeit mit goldgeprägtem Rückentitel und eingebundener Original-Broschur (etwas berieben und beschabt).
Nachverkaufspreis 200 €
Eins von 200 nummerierten Exemplaren. – Dutel 2366. – Vereinzelt leicht fleckig, Tafeln papierbedingt leicht gebräunt.

Lot 1583 Collot, André
Symphonies Amoureuses. Suite de seize gravures à la pointe-sèche rehaussées. Mit 16 kolorierten Original-Radierungen von André Collot. Paris, imprimé aux dépens de bibliophiles et non mis dans le commerce, um 1960. Doppelblatt (Vortitel, Titel und Druckvermerk). 38,5 x 29 cm. Lose Lagen in einem Umschlag mit Titel und einer weiteren Radierung als Deckelillustration, in einer Halbleinwand-Mappe im Schuber (Mappe und Schuber leicht berieben). [*]
Zuschlag 600 €
Eins von 84 (GA 100) nummerierten Exemplaren auf Velin à la forme de Rives. – Dutel 2478. – Die Radierungen im Großformat (29 x 21 cm) tragen jeweils einen musikalischen Titel und zeigen sehr frei, deutlich und durchaus humorvoll diverse pornografische Situationen. Die Blätter sind jeweils so gestaltet, dass sich in der Mitte eine Zentralszene befindet, die koloriert wurde. Um sie herum gruppieren sich diverse kleine Nebenszenen. – Der nicht genannte Künstler ist André Collot. – Teilweise leicht fingerfleckig.
One of 84 (total 100) numbered copies. – With 16 orig. col. etchings. Loose sheets with illustr. chemise and half-cloth portfolio with slip-case. – Minor finger-staining in places.

Lot 1584 Crébillon, C. P. J. de
La nuit et le moment. Mit Frontispiz und 15 Tafeln in Pochoir-Kolorit, 3 Textholzschnitte von Berthomé Saint-André und 1 Extrasuite. Paris, Éditions de la Nef d’Argent, 1943. 79 S., 1 Bl. 24,5 x 17,5 cm. Roter Halblederband der Zeit mit etwas Rückenvergoldung, Kopfgoldschnitt, goldgeprägtem Rückentitel und eingebundenem vorderen Original-Umschlag und rote Halbledermappe, beides im Pappschuber mit Lederkante (Gelenke etwas berieben, vorderes Gelenk oben leicht angeplatzt, Rücken leicht aufgehellt, Schuber aufgehellt und etwas berieben).
Nachverkaufspreis 200 €
Eins von 3 (GA 1500) nummeriertern Exemplaren der Vorzugsausgabe, hier ohne Original-Zeichnung und zweite Extra-Suite. – Monod 3300. – Kaum fleckiges gutes Exemplar.

Lot 1585 Dignimont, André – Léautaud, Paul
Amours. Mit 5 Vignetten und 19 (6 doppelblattgroßen) aquarellierten Lithographien sowie 1 signiertem Original-Aquarell mit Widmung für Michael Simon und kleiner Original-Zeichnung, ebenfalls mit Widmung für Michael Simon. Paris, Lubineau, 1958. 145 S. 29 x 20 cm. Lose Bogen in Original-Umschlag in privatem Leinwandschuber.
Nachverkaufspreis 240 €
Eins von 25 (GA 575) römisch nummerierten Mitarbeiter-Exemplaren, hier mit den zwei Original-Zeichnungen, jeweils mit Widmung des Künstlers für Michael Simon. – Monod 6958. – Sehr gutes Exemplar.

Lot 1586 Exlibris – Bayros, Franz von
Die Bayros-Mappe I. Mit 12 erotischen Exlibris in Heliogravure unter Passepartout montiert. München, Senger, um 1910. 1 Doppelblatt. 29 x 23 cm. Lose in Original-Halbpergamentmappe mit goldgeprägtem Deckeltitel (etwas fleckig).
Nachverkaufspreis 160 €
Eins von 500 nummerierten Exemplaren. – Brettschneider 24. – “Die Bayros-Mappe I ist in einer einmaligen handschriftlich nummerierten Ausgabe von fünfhundert Exemplaren hergestellt worden” (Titel).

Lot 1587 Exlibris – Bayros, Franz von
Die Bayros-Mappe I und II. Mit insgesamt 32 signierten erotischen Exlibris in Heliogravure unter Passepartout montiert. München, Senger, um 1910. Jeweils 1 Doppelblatt. Lose in Original-Halbpergamentmappe mit goldgeprägtem Deckeltitel (etwas fleckig).
Zuschlag 650 €
Jeweils eins von 500 nummerierten Exemplaren. – Hier zusätzlich jede Tafel rechts unten signiert. – Brettschneider 24 und 25. – “Die Bayros-Mappe I (und II) ist in einer einmaligen handschriftlich nummerierten Ausgabe von fünfhundert Exemplaren hergestellt worden” (Titel). – Titel leicht fleckig, sonst sehr gut erhalten.

Lot 1588 Exlibris
Sammlung von ca. 200 erotischen Exlibris. Verschiedene Techniken und Formate. Teils signiert, datiert und nummeriert. Meist Niederlande, meist 2. Hälfte 20. Jahrhundert. Ca. 23 x 15,5 bis 25 x 15,5 cm (Kartons). Auf Kartons montiert.
Zuschlag 650 €
Die umfangreiche Sammlung beinhaltet u.a. Entwürfe von de Beus, Hampl, Hlavaty, Husla, Jepkes, Janousek, Kaljo, Kotrba, Kraty, Kons, Okas, Pauwels, Schenk, de Vries, Weidenhaus, Whyts und Zwiers. – Mit wenigen Doubletten und Varianten. – Gut erhalten.

Lot 1589 Fingesten, Michel
2 erotische Exlibris (Original-Farblithographie und Original-Radierung) und 2 erotische Original-Farblithographien. Signiert. Verschiedene Formate. Unter Passepartouts montiert (3) und lose.
Zuschlag 800 €
Umfasst: I. Exlibris für Dr. Elephant. Farblithographie. – Deeken 144. – Leicht gebräunt. – II. Exlibris für Mantero. Original-Radierung. – Deeken 425. – Etwas fleckig. – III. Erotische Farblithographie “Grosswäscherei Amanda Schnirwind”. – Deeken 603. – IV. Erotische Farblithographie “Lissi Nillinger erteilt energischen Unterricht und Nachhilfestunden. Spezialität: Französisch nur mündlich…” – Nicht bei Deeken.

Lot 1590 Fingesten, Michel
Sammlung von 1 signierten erotischen Original-Bleistiftzeichnung und 2 signierten Original-Radierungen. Unter Passepartouts gesteckt.
Zuschlag 160 €
Vorhanden: I. Frauenakt mit Putten und Skelett. Original-Bleistiftzeichnung. Rechts unten signiert. Blattgröße: 17 x 20,5 cm. – Fleckig. – II. Intermezzi. Erotische Original-Radierung. Rechts unten signiert, links unten nummeriert, Exemplar 13/15. Plattengröße: 20 x 13 cm. Blattgröße: 36 x 27 cm. – Rechts unten mit dem Vermerk “aus Paraphrasen über das Thema Liebe”. – III. Der Kranke Pegasus. Original-Radierung. Links unten signiert, rechts unten bezeichnet. Rechts oben mit dem Vermerk “Probedruck”. – Plattengröße: 12 x 16 cm. Blattgröße: 16,5 x 23,5 cm. – Etwas gebräunt und im Rand leicht fleckig.

Lot 1591 Flagellantismus
Sammlung von 14 farbigen Original-Zeichnungen in verschiedenen Techniken. Ca. 1920-1940. 18 x 14 cm bis 26 x 19 cm. Unter Passepartouts gesteckt, teils auf Kartons montiert.
Zuschlag 2400 €
Die Sammlung beinhaltet meist Buntstiftzeichnungen sowie aquarellierte Feder- und Bleistiftzeichnungen von wahrscheinlich vier oder fünf verschiedenen Künstlern. – Die Szenen zeigen bis auf zwei Ausnahmen (Frau und Mann) die Bestrafung von Frauen bzw. Mädchen durch Frauen mit Peitschenhieben auf das entblößte Gesäß. – Gut erhalten.

Lot 1592 Flagellantismus
Sammlung von 15 (10 farbigen) Original-Zeichnungen in verschiedenen Techniken. Ca. erste Hälfte 20. Jahrhundert. 24,5 x 15 cm bis 38,5 x 29 cm. Meist unter Passepartouts gesteckt, teils montiert.
Zuschlag 980 €
Die Sammlung beinhaltet aquarellierte und Bleistiftzeichnungen und teils aquarellierte Federzeichnungen von verschiedenen Künstlern. – Eine Serie von vier Zeichnungen und zwei einzelne Zeichnungen mit recht derben sadomasochistischen Szenen mit Dominas, Wäscheklammern, Streckbank, Nägeln etc. sowie zwei lesbische Szenen und zwei Zeichnungen von V. Collarin, 1911 (u.a. “Penis Victor”). – Gut erhalten.

Lot 1593
Folge von 20 erotischen Federzeichnungen. Um 1960. 20 x 15 cm. Unter Passepartouts gesteckt.
Zuschlag 600 €
Die kunstvoll und detailliert ausgeführten Zeichnungen dokumentieren die zahlreichen erotischen Abenteuer eines Urlaubers: Am Strand, im Ruderboot, in der Umkleidekabine, im See, auf dem Hotelflur, zu viert im Hotelzimmer, auf der Toilette etc. – Gut erhalten.

Lot 1594
Folge von 21 erotischen Postkarten. Berlin Steglitz, Photoverlag Franz Rehfeld, um 1920. 14,8 x 10 cm.
Zuschlag 160 €
Die Sammlung von Photopostkarten von jungen bekleideten Frauen in aufreizenden Posen umfasst die Motive: “Der Backfisch Gerti” Serie Nr. 75, Folge A. Bild Nr. 1-12. – “Der Backfisch Dolly” Serie Nr. 70, Folge A. Bild Nr. 2-5, 7, 10, 11. – “Hohe Stiefelchen Modell Gerda” Serie Nr. 41, Bild Nr. 5 (auf das Format 14 x 9 cm beschnitten). – “Das rassige Weib in Ungarn” Serie Nr. 101, Folge A, Bild Nr. 5. – Kanten teils etwas bestoßen, etwas gewellt.

Lot 1595
Folge von 2 erotischen handkolorierten Original-Lithographien. Um 1850. Bildgröße: 25 x 21 cm. Auf Kartons montiert, unter Passepartouts gesteckt (Trägerkartons bestoßen und etwas fleckig).
Zuschlag 560 €
Die Lithographien von oder im Stil von dem französischen Maler und Lithographen Achille Jacques Jean Marie Devéria (1800-1857) zeigen ein Paar und einen Dreier. – Eine Graphik oben mit zwei kleinen nachgezeichneten Eckabrissen. – Beigegeben: Französische kolorierte Original-Lithographie als Klappbild mit einem beweglichen Teil. Um 1850. 33 x 25 cm. Unter Passepartout montiert. – Mit der Unterschrift “M’sieur Thomas j’veux restée fille”. Bei aufgeklappter Türe sieht man einen jungen Mann, der mit einer Bediensteten schäkert, schließt man die Tür wird ein hinter der Tür stehender Soldat als Nebenbuhler sichtbar. – Papierbedingt etwas gebräunt, im Rand etwas fleckig, bewegliche Tür neu montiert.

Lot 1596
Folge von 4 erotischen aquarellierten Bleistiftzeichnungen korpulenter Frauen. Wohl Deutschland, um 1920. 24 x 17,5 cm. Unter Passepartouts montiert, lose in späterer Halbleinenmappe.
Nachverkaufspreis 300 €
Die “Korpulente Damen in Dessous” (Deckeltitel) präsentieren sich selbstbewusst in verschiedenen Posen.

Lot 1597
Folge von zwölf erotischen chinesischen Seidenmalereien. Gouache auf Seide. China, wohl 2. Hälfte 19. Jahrhundert. 12 x 16 cm. Unter Passepartous montiert. In moderner Halbleinenmappe mit irrigem Deckeltitel “Shunga”.
Zuschlag 400 €
Die freizügigen Szenen zeigen die Paare in außergewöhnlich schönen traditionellen Kostümen beim Liebesspiel. – Durch die Montierung teils leicht leimschattig, teils etwas knickspurig, zwei Zeichnungen leicht braunfleckig, teils etwas gebräunt, jedoch insgesamt gut erhalten und von frischer Farbigkeit.

Lot 1598 Gay, Jules
Bibliographie des ouvrages relatifs à l’amour, aux femmes, au mariage et des livres facétieux, pantagruéliques, scatologiques, satyriques etc. 3me édition. 6 Bände. Turin und London, Gay und Quaritch, 1871-1873. 22,5 x 17 cm. Schwarze Halblederbände der Zeit mit goldgeprägtem Rückentitel und Rückenvergoldung (leicht berieben).
Nachverkaufspreis 300 €
Eins von 100 nummerierten Exemplaren der Ausgabe “sur grand papier”. – Bayer-L. 32 – Deakin 41b: “A most useful reference book for bibliographers. Each edition contains notes, which are not always helpful. This bibliography concentrates mainly on French books, on which it is the principal authority.” – Vorsätze mit gelöschten Bibliotheksstempeln. Gutes Exemplar, dekorativ gebunden.
One of 100 numbered copies. – 6 vols. Contemp. black half calf, gilt. – Endpapers with erased stamps. – Decoratively bound.

Lot 1599 Gross, Arnold
Sammlung von 7 erotischen Filzstiftzeichnungen. 4 monogrammiert und datiert, 1 signiert und datiert. Wohl Budapest, 1969. 19 x 23,5 cm bis 33,5 x 46 cm. 4 auf Kartons montiert und unter Passepartouts gesteckt, 3 unter Passepartouts gesteckt in moderner Halbleinenmappe mit Deckeltitel.
Zuschlag 550 €
Die humoristischen Zeichnungen im karikaturistischen Stil, die teils etwas an Robert Crumb erinnern, sind untypisch für den aus Rumänien stammenden und in Budapest lebenden Maler und Graphiker Arnold Gross (1929-2015). – Zwei Blätter verso mit Skizzen. – Zwei Blätter leicht stockfleckig, sonst gut erhalten.

Lot 1600 Grundner, Helmut
5 aquarellierte erotische Bleistiftzeichnungen. 1 signiert, 4 monogrammiert. 31 x 22 cm. Unter Passepartouts montiert, lose in neuer Halbleinenmappe.
Zuschlag 200 €
Der 1906 geborene Maler, Graphiker und Illustrator Helmut Grundner besuchte ab 1923 die Vereinigten Staatsschulen zu Berlin und studierte bei Emil Orlik und Ludwig Bartning. Er war später auch als Modezeichner, Filmreparateur und Maler naturwissenschaftlicher Darstellungen tätig. – Gut erhalten.

Lot 1601 Grunert, Oskar E
Brennende Menschen. Ein Beitrag zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten. Schauspiel in 2 Akten und einem Vorspiel in Versen. Die Schaubühne im Dienste der hygienischen Volksbelehrung! Ohne Ort und Jahr, um 1920. 49 einseitig getippte Durchschlagsseiten. 27,5 x 21 cm. Geklammerte schlichte Kartonage (etwas fleckig). [*]
Nachverkaufspreis 200 €
Bei diesem Typoskript handelt es sich um ein sozialkritisches Theaterstück, das wohl kurz nach dem 1. Weltkrieg entstanden ist. Ob es sich bei dem Autor Oskar E. Grunert um jenen Oskar Grunert handelt, der kurzfristig 1946 einen Abteilungsleiterposten für “Parteischulung, Kultur und Erziehung” in der Kaderschulung der KPD / SED innehatte, kann nur vage vermutet werden (vgl. M. Schmeitzner, Schule der Diktatur, Dresden 2001, S. 76ff.). – Bei dem Theaterstück geht es um die Verbindung von sozialer Ungerechtigkeit und Ausbeutung einerseits und bürgerlich überkommenen Moralvorstellungen andererseits als Ursachen von Prostitution und Geschlechtskrankheiten. Angeprangert wird die sexuelle Abstinenz als “Grundlage gewisser körperlicher und geistiger Krankheiten” (S. 9). Die Handlung spielt in einer Arztpraxis, in der die verschiedenen Protagonisten, Opfer und Täter dieses syphilitisch sozialkritischen Reigens auftreten, aufeinandertreffen. – Letzte Seite mit einem Stempel des Polizeikommissariats in Karlsbad (deutsch/tschechisch), vielleicht ein Hinweis auf Zensur bzw. Konfiszierung. – Erste und letzte Seiten leicht stockfleckig, vereinzelt leicht fingerfleckig.

Lot 1602 Haraucourt, Edmond
Le Sire de Chambley (Edmond H…) La Légende des Sexes. Poemes hystériques. Mit einer zusätzlichen Suite von 12 kolorierten erotischen Original-Lithographien auf Tafeln von George Villa. Imprimé à Bruxelles (das ist: Nevers) pour l’auteur, 1882 (1883). 147 S., 2 Bl. 25 x 15,5 cm. Original-Broschur mit Deckeltitel. Tafeln lose in kartoniertem Umschlag mit Inhaltsverzeichnis, beides eingelegt in Leinwand-Mappe mit Deckelschild im passenden Leinwand-Schuber (Mappe und Schuber berieben und etwas bestoßen). [*]
Nachverkaufspreis 450 €
Für den Textband: Es ist dies die definitive Original-Ausgabe, die nicht im Handel war. – Dutel 444 – Pia 709 – Gay II, 787. – Eins von 100 (GA 212) Exemplaren auf Velin. – Vom Autor nummeriert, signiert und mit einer umfänglichen handschriftlichen Widmung versehen: “Au Général d’Osnobichine, bibliophile et ami des artistes devant qui je ne rougis point d’avoir été si jeune et d’avoir, en ce temps-lá, publié ce livre. Edmond Haraucourt. Edition de 1883. Deuxième série. N°30. Bibliophiles du Cornet”. – General d’Osnobichin wurde nach einer glänzenden militärischen Laufbahn Maler und hielt sich in Künstler- und Schriftstellerkreisen auf. Er gehörte, wie auch Georges Villa, zu den “Bibliophilen du Cornet”. – Zu diesem Werk schuf Georges Villa 1930 einen erotischen Zyklus von zwölf handkolorierten Original-Lithographien in nur 60 nummerierten Exemplaren. Vermutlich war diese Suite (die nicht identisch ist mit den Illustrationen zu der Ausgabe “À l’enseigne de bibliophallus”) den Mitgliedern der “Bibliophilen du Cornet” vorbehalten. Jede Lithographie von Villa monogrammiert und nummeriert. Diese sehr rare Folge von George Villa nicht bei Dutel oder Pia. – Die Suite vereinzelt leicht fingerfleckig.

Lot 1603
In Elysiums Gefilden. Mit 25 Tafeln (in der Paginierung) und 1 Textillustration. Ohne Ort, Verlag und Jahr (um 1925). 127 S. 16,5 x 11,5 cm. Original-Halbleinwand mit goldgeprägtem Deckeltitel (leicht berieben).
Zuschlag 480 €
Eins von 100 nummerierten Exemplaren, das Werk “wird nur an Subskribenten abgegeben und darf weder verkauft, noch verliehen, noch sonst irgendwo weitergegeben werden.” – Kein Nachweis über KVK – nicht bei Hayn-Gotendorf. – Hinteres Innengelenk angeplatzt.

Lot 1604
Japanisches Leporello mit 12 erotischen Farbholzschnitten. Um 1900. 14 x 19,5 cm. In Seidendeckeln (etwas berieben, etwas fleckig, Rückstände eines Deckelschilds).
Nachverkaufspreis 200 €
Die montierten Holzschnitte (12,5 x 18 cm) zeigen japanische Paare in verschiedenen Stellungen beim Liebesspiel. – Leicht fleckig, teils mit leichtem Abklatsch.

Lot 1605 Kardos, Brunó
Négy évszak (Vier Jahreszeiten. Lebensgeschichte männlicher Sexualität). Mit 10 (1 Titelbild, 5 illustrierte Textblätter mit Collagen, 4 erotische Zeichnungen) montierten Original-Mischtechniken. Ohne Ort und Jahr. 25,5 x 35 cm. Original-Karton mit montiertem und illustrierten Titelschild (leicht angerändert und etwas angestaubt).
Zuschlag 650 €
Seltenes und fein gemaltes Erotikon des ungarischen Künstlers Brunó Kardos (1890-1952), in dem die männliche Sexualität in vier Zyklen von der Jugend bis ins Greisenalter gezeigt wird. – Die Illustrationen mit montierten handschriftlichen Texten. – Trägerkartons leicht gebräunt und fleckig sowie mit kleinen Randläsuren, die Mischtechniken farbfrisch.

Lot 1607 Keller, Rudolf
Erotische Märchen. Mit 10 Original-Radierungen von Keller. Ohne Ort, Privatdruck, 1919. 1 Bl. (Titel). 27,5 x 19,5 cm (Tafeln). Unter Passepartouts gesteckt, lose in Leinenmappe mit Deckelschild (berieben).
Zuschlag 400 €
Eins von 250 nummerierten Exemplaren. – Bilder-Lexikon II, 570 – Hobart-Maclean 244 – Polunbi 136 (“unbrauchbar zu machen”). – Keller schuf mit dieser Folge wohl die reizendste erotische Umdeutung klassischer deutscher Märchen, voll Phantasie und starkem künstlerischen Ausdruck. Die Radierungen, in Braundruck und in der Platte signiert, zu Motiven aus Aschenbrödel, Dornröschen, Zwerg Nase, Froschkönig, Hänsel und Gretel, Schneewittchen, Der kleine Däumling u.a. – Tafeln teils im Rand leicht fingerfleckig, Titel etwas fleckig.

Lot 1608 Kiss, Robert
Silhouettes Parisiennes. 6 aquarellierte Original-Radierungen. Ohne Ort und Verlag, um 1900. 30,5 x 20 cm. Lose in Original-Halbleinenmappe mit gestochener, aquarellierter Deckelillustration. (Rücken etwas berieben).
Nachverkaufspreis 200 €
Seltene Mappe. – Die in der Platte signierten und links unten bezeichneten Tafeln mit den Szenen “Le reveil”, “Danse oriental”, “La pluie”, “Au Moulin Rouge”, “Melancolie”, und “La toilette”. – Papierbedingt leicht gebräunt, sonst gut erhalten

Lot 1609 Knoth, Werner
Mädchen. Aktzeichnungen. Mit 6 (5 signierten und 1 monogrammierten) Original-Lithographien. Hamburg, Walter Teigeler, 1946. 2 Bl. (Titel und Vorwort), 49 x 37,5 cm. Lose in illustrierter Original-Halbleinenmappe (etwas fleckig und berieben).
Nachverkaufspreis 160 €
Eins von 250 nummerierten Exemplaren. – Die seltene Folge von Lithographien (4 in Rötel-Ton, 2 in Grau) mit erotischen Aktzeichnungen des Hamburger Malers und Graphikers Werner Knoth, entstand unmittelbar nach seiner Entlassung aus englischer Kriegsgefangenschaft. Mit einer Einführung von Vivian Veltheim. – Text papierbedingt gebräunt, sonst gut erhalten.

Lot 1610 Lagerie, Jouffreau de
Le Joujou des Demoiselles. Mit gestochenem Frontispiz, gestochenem illustrierten Titel (beide: “Ch. Eisen, inv./ N. le Mire sculp.”) und 46 gestochenen Tafeln. Ohne Ort und Verlag, ca. 1780. 20 x 12,5 cm. Lederband der Zeit mit Rückenschild, Rückenvergoldung und goldgeprägten Deckelfileten (etwas bestoßen). [*]
Nachverkaufspreis 240 €
Anonym erschienen. – Vgl. Sander 995 – Cohen 521f. und Dutel I, A 582 bis A 586 (alle mit anderen Ausgaben). – Das obere Drittel der Tafeln jeweils mit einer (meist nicht erotischen) Illustration, der Rest mit erotischen Sonetten, Epigrammen usw. – Erstmals 1752 mit 55 Tafeln erschienene Folge, eine wie hier vorliegende Ausgabe mit 46 Tafeln konnten wir nicht nachweisen. – Teilweise etwas stockfleckig. Gutes Exemplar.
Anonymously published. – With engr. frontispiece, engr. illustr. title and 46 engr. plates. Contemp. full calf, gilt (some rubbing). – Occasional foxing.

Lot 1611
Lettres à Thérèse. Mit 14 erotischen Vignetten, 5 Zeichnungen auf Tafeln und 14 zusätzlichen Original-Radierungen von Jean Trayner. Lausanne, aux dépens de quelques amateurs, 1948. 72 S. 24,5 x 18,5 cm. Roter Halblederband der Zeit mit goldgeprägtem Rückentitel (Rücken berieben). [*]
Zuschlag 300 €
Eins von 500 nummerierten Exemplaren. – Erste Ausgabe dieser höchst erotischen Briefe an eine schamlose Mätresse. – Dutel 1848 und 2298 (für Traynier). – Die erotischen Illustrationen teils skizzenhaft und nicht ohne Witz. – Das Werk wurde 1954 erstmalig verboten. – Das vorliegende Exemplar wurde mit 14 Kaltnadel-Radierungen von Jean Traynier getrüffelt. Sie zeigen sehr pornografische Szenen im mittelalterlichen Ambiente. Er schuf sie für das Werk “Les quinze joies de mariage” von 1947. – Etwas gebräunt, teilweise leicht fingerfleckig.
First edition. – One of 500 numbered copies. – With 14 vignettes, 5 illustrations on plates and 14 extra orig. etchings. Contemp. red calf (rubbed). – Some browning and minor staining.

Lot 1612 Lobel-Riche – Benoit, Pierre
L’Atlantide. Edition définitive. Illustrée de vingt-quatre eaux-fortes originales par Lobel-Riche. Mit 72 (24 farbigen) Original-Radierungen im Text und auf Tafeln von Lobel-Riche. Paris, Michel, 1922. 194 S., 2 Bl. 33 x 25 cm. Brauner Ganzmaroquinband mit silbergeprägtem Rückentitel, geometrischer Rückenvergoldung und intarsiertem Pergament auf den Deckeln sowie Kopfgoldschnitt (Kanten leicht berieben).
Zuschlag 400 €
Eins von 50 (GA 582) nummerierten Exemplaren einer Vorzugsausgabe, die drei Suiten der Illustrationen enthält. – Carteret IV, 69 – Mahé I, 221. – Die Radierungen der zusätzlichen Suiten oft mit meist erotischen Remarquen. – Mit dem Exlibris des französischen Sammlers und Juristen André Morillot. – Eine Radierung mit Randeinriss, sonst gutes, dekorativ gebundenes Exemplar.
One of 50 numbered copies, with 3 suites of the illustrations. – With 72 (24 col.) orig. etchings on plates and in text. Full brown morocco, inlaid vellum to covers, gilt. – One plate with tear to margin.

Lot 1613 Louys, Pierre
3 richtige Töchter ihrer Mutter. Original-Übersetzung aus dem Französischen von einem unbekannten Verfasser. 2 Bände. Mit 8 Illustrationen auf Tafeln. Wien, Privatdruck, 1930. 119; 121 S. Schmucklose Original-Leinwandbände (Rücken unter Verwendung des Original-Bezuges restauriert, etwas fleckig). [*]
Zuschlag 450 €
Wohl erste deutsche Ausgabe von Louys Werk “Trois filles de leur mère”. – Eins von 500 in der Maschine nummerierten Exemplaren “nur für Sammler und Bibliophile”. – Polunbi II, 142 (“eingezogen, unbrauchbar zu machen”. Zahlreiche Verbote) – Zum Künstler: Bilderlexikon IV, 48. – Klandestin erschienen und ebenso illustriert. – Der Künstler ist Benis (Pseudonym für Peters in Magdeburg). – Ein ungemein zotiges Werk in entsprechender Sprache und ein Loblied auf den Analkoitus. – Laut Vorwort ist “dieses Buch kein Roman. Es ist die wahre Geschichte bis auf wenige Einzelheiten.” – Vorsätze erneuert.

Lot 1614 Marx, Marcia
2 Original-Farblithographien. Links unten nummeriert, rechts unten signiert, unten mittig bezeichnet. Um 1975. Blattgröße: 55,5 x 76 cm.
Nachverkaufspreis 160 €
I. Simon sez. Exemplar: A.P. XIV/XV. – Rechter Rand ca. 1 cm eingerissen, Rand stellenweise leicht knickspurig und leicht fleckig. – II. Ring around the Rosy. Hochformat. Exemplar: A.P. XIV/XV. – Rand stellenweise leicht knickspurig und leicht fleckig.

Lot 1615 Meisel, Fritz
5 Radierungen zu Balzac’s Contes drolatiques, die schöne Imperia. Mit 5 signierten Original-Radierungen. Weimar, Reiher, 1922. 39 x 32,5 cm. Unter Passepartouts montiert in Original-Halbpergamentmappe von Otto Dorfner mit goldgeprägtem Rückentitel (etwas berieben und fleckig).
Nachverkaufspreis 200 €
Eins von 100 im Druckvermerk (auf dem hinteren Innendeckel) nummerierten Exemplaren. – Hayn/Gotendorf IX, 36. – Hugo Otto Fritz Meisel (1897-1960) war ein Schüler von Walther Klemm am Staatlichen Bauhaus in Weimar. Er war später als Zeichner für die Filmgesellschaften UFA, Tobis und Terra sowie für verschiedene Zeitungen tätig. – Der Reiher-Verlag Weimar wurde von Otto Dorfner zusammen mit Walther Klemm gegründet. – Die Radierungen, in Braun, gedruckt auf der Presse des Verlages, d.h. in der Werkstatt des Bauhauses. – Gut erhalten.

Lot 1616 Meyer-Eberhard, Kurt
Erotika. Mappe mit 10 signierten Original-Radierungen auf Karton. Alle lose unter Passepartout gelegt. Ohne Ort, Privatdruck, ca. 1920. 2 Bl. 43,5 x 34 cm. Lose in Original-Halbpergamentmappe mit Buntpapierbezügen (leicht berieben). [*]
Zuschlag 1300 €
Eins von 100 nummerierten Exemplaren “nur für Private und Sammler hergestellt. Die Blätter sind Handdrucke des Künstlers” (Druckvermerk). – Äußerst seltene Folge mit sodomitischen, teils ins Groteske reichenden Darstellungen des als Tiermaler bekannten deutschen Künstlers Kurt Meyer-Eberhard (1895-1977). Er studierte an der Großherzoglich-Sächsischen Hochschule für Bildende Kunst in Weimar bei Max Thedy, Theodor Hagen und Walther Klemm, dessen Meisterschüler er 1916 wurde. Im Wintersemester 1919/1920 kehrte Meyer-Eberhard aus München nach Weimar an das neu gegründete Staatliche Bauhaus zurück. Er besuchte dort den Akt- und Porträtkurs bei Lyonel Feininger. 1920 heiratete er die Bauhausstudentin Luise Gertrud Neumann und siedelte im gleichen Jahr endgültig nach München über. – Enthält die Radierungen: Die Schaukel, Zeitvertreib, Das Verlangen, Aufstieg, Horch!, Neckerei, Begegnung, Liebelei, Buddha und Boa, Faun mit Zentauerin. – Titel und Druckvermerk etwas gebräunt, sonst tadelloses Exemplar.

Lot 1617 Mirabeau, Honoré Gabriel Comte de Riquetti
L’Adam lascif ou Lettres a la Marquise. Avec des figures finement gravées pour animer par l’image ces billets fort galamment troussés. Mit 19 (10 ganzseitigen) erotischen Original-Radierungen von Gaston Barrett. Au Carquois d’Argent (das ist: Paris, um 1950). 184 S. 24 x 19 cm. Lose unbeschnittene Büttenlagen, im betitelten und mit kleiner Vignette illustrierten Original-Umschlag in Pappdecke und Schuber. [*]
Zuschlag 330 €
Erste Ausgabe, anonym und ohne Nennung des Künstlers erschienen. – Dutel 951. – Eins von 50 (GA 353) römisch nummerierten Exemplaren auf Hollande à la fleur. Das eindrucksvolle Werk ist illustriert mit 19 erotisch-pornografischen Radierungen, zehn davon ganseitig, die anderen halbseitig im Text. – Das Werk selbst wird Mirabeau zugeschrieben. – Frisches Exemplar.
First edition. – With 19 (10 full-page) orig. etchings. Loose sheets in orig. illustr. chemise , orig. cardboard covers and slipcase. – Fine copy.

Lot 1618 Musset, Alfred de
Gamiani ou deux nuits d’excès. Fac-similé du texte original orné des 12 lithographies de Devéria & Grévedon. Mit 12 kolorierten lithographischen Tafeln. Paris, aux dépens d’un amateur, 1926. 75, 26 S. 33 x 24,5 cm. Grüner Ganzmaroquinband der Zeit mit goldgeprägtem Rückentitel, floralen Rückenornamenten in Gold und Rot, goldgeprägter Innenkantenvergoldung und Kopfgoldschnitt in grün marmoriertem Schuber (etwas berieben, Schuberkanten etwas angeplatzt). [*]
Zuschlag 1400 €
Eins von 100 (GA 360) Exemplaren der kolorierten Fassung. – Dutel 1640. – Der Text besteht aus vier Teilen; einer ‘Notice bibliographique’ von André de Sermanmagny, Bibliophile (das ist: André Warnod), einer Einführung ‘Préface’ und dem eigentlichen Text sowie dem faksimilierten Text der Original-Ausgabe von 1833. – Die Illustrationen erheben dieses Werk zu einer der schönsten und seltensten Gamiani-Ausgaben. Die Kolorierung in frischer Farbigkeit und durch Eiweiß gehöht. – Teilweise leicht gebräunt, stellenweise etwas fingerfleckig.
One of 100 (total 360) numbered copies of the coloured version. – With 12 col. lithogr. plates. Contemp. green morocco, richly gilt, t.e.g., in slip-case (somewhat rubbed, edges of slip-case partly burst). – Occasional minor browning resp. staining.

Lot 1619 Nantel, Vicomte de
Ma vie de garçon. Faits et gestes du Vicomte de Nantel. Compositions de Emmanuel Blanche. Mit 16 kolorierten Textillustrationen, 8 kolorierten Tafeln und 4 aquarellierten Original-Tusch- und Bleistiftzeichnungen. Paris, aux dépens d’un amateur, 1945. 133 S. 28,5 x 22,5 cm. Roter Halbmaroquinband der Zeit mit goldgeprägtem Rückentitel und reicher Rückenvergoldung (Deckel leicht berieben). [*]
Zuschlag 400 €
Eins von 100 (GA 345) nummerierten Exemplaren auf Velin mit einer Extra-Suite der Tafeln in Braun und vier zusätzlichen aquarellierten signierten bzw. monogrammierten Original-Zeichnungen. – Vicaire IV, 302. – Die Illustrationen sind galant und nicht ohne Witz; die Damen sind meist nackt oder lassen tiefes Dekolleté sehen. Diese Zeichnungen sind zwar nicht pornografisch jedoch von eindeutiger, um nicht zu sagen delikater Erotik. – Sehr schönes Exemplar.
One of 100 (total 345) numbered copies with an extra suite in brown tone and 4 extra orig. water-coloured signed resp. monogr. drawings. – Contemp. red half morocco, richly gilt. – Fine copy.

Lot 1620 Notton, Tavy – Baudelaire, Charles
A une courtisane. Mit 16 (10 ganzseitigen) Original-Radierungen und einem radierten Frontispiz mit dem Porträt Baudelaires von Tavy Notton. Paris, aux depens de quelques amateurs, 1949. 44 nn. S. 25,8 x 17,6 cm. Lose Lagen in der Original-Broschur aus starkem Bütten mit Fronttitel in Pappmappe im Pappschuber (Mappe und Schuber etwas berieben und bestoßen). [*]
Nachverkaufspreis 160 €
Eins von 50 (GA 197) nummerierten Exemplaren auf Montval, hier jedoch ohne die Extra-Suite und das Croquis original. – Dutel 943 – Pia 6. – Das Werk beeindruckt besonders durch die expressiven Original-Radierungen. Sie zeigen kräftige nackte Leiber, die sich teilweise in fast dramatischer, verbissener Weise paaren. – Laut Pia werden die Radierungen “T. N.” zugeschrieben (das ist: Tavy Notton). – Durchgängig leicht stockfleckig, die Radierungen mit leichtem Abklatsch auf den gegenüberliegenden Seiten.
One of 50 (total 197) numbered copies, this copy without extra-suite and croquis original. – With 16 (10 full-page) orig. etchings. Loose sheets with orig. chemise, cardboard covers and slipcase. – Minor foxing throughout, slight offsetting of plates.

Lot 1621 Philipp, Martin Erich
Sammlung von 6 erotischen Radierungen. Alle rechts unten signiert, 4 nummeriert, 2 datiert. Um 1921. Blattgrößen: 14 x 10 cm bis 25,5 x 33 cm. Plattengrößen: 10 x 7,5 cm bis 15,5 x 23 cm. Unter Passepartouts montiert.
Zuschlag 380 €
I. Moralischer Kater II. Links unten bezeichnet. – II. Entblättert. Exemplar: 7/25. Links unten bezeichnet. – III. Liebe. Exemplar: 3/25. Links unten bezeichnet. – IV. La Visite. 3. Zustand, Exemplar 3/4. 12.6.1921. – In der Platte bezeichnet. – V. La Sieste. 2. Zustand, Exemplar 4/4. 20.6.1921. – In der Platte bezeichnet. – VI. Frau mit Spiegel. In der Platte monogrammiert “MEPH” – Teils papierbedingt leicht gebräunt.

Lot 1622 Pierre, Frédéric
Meme les dieux ont envi de toi. Mit 5 datierten, signierten und nummerierten Original-Farbradierungen. Aix en Provence, 1991. 2 Bl. 28,5 x 22,5 cm. Lose Lagen in Leinenkassette.
Zuschlag 200 €
Eins von 21 nummerierten Exemplaren. – Das erste Doppelblatt mit handschriftlichem Titel und handschriftlichem Gedicht des Künstlers. Die rechts unten datierten und signierten und links unten nummerierten Graphiken auf Doppelblättern, diese handschriftlich bezeichnet. – Sehr gut erhalten.

Lot 1623 Safft, Roderich von
Daphnis und Chloe. Mit 12 signierten Original-Radierungen. (Ohne Ort und Verlag, um 1950). 1 Bl. (radiertes Tafelverzeichnis). 31 x 36,5 cm. Lose in grüner Original-Leinenmappe mit radiertem Deckelschild (dieses etwas kratzspurig, Mappe etwas berieben und angestaubt, Gelenke an den Kapitalen minimal eingerissen, vorderer Deckel mit kleinem Fleck). [*]
Zuschlag 200 €
Der deutsche Maler und Bildhauer Roderich Jerusalem von Safft (1886-1967) schuf zahlreiche Ehrendenkmäler, u.a. 1936 das Kriegerdenkmal in Ludwigshafen-Mundenheim. – Jede Radierung links unten mit Bleistift bezeichnet und eigenhändig vom Künstler signiert sowie als “Eigendruck” bezeichnet. – Tafelverzeichnis verso signiert und nummeriert (Nummer 37). – Tafelverzeichnis schwach lichtrandig, im Rand minimal gebräunt, ein Blatt mit Eselsohr.

Lot 1624
Sammlung von 31 (5 aquarellierte, 23 mit Buntstift teilkolorierte) erotischen Bleistiftzeichnungen und einer Federzeichnung. Deutschland, um 1930. 10 x 11 cm (23) und 18 x 14 cm (6). Montiert auf Kartons in Kartonage der Zeit (26) und unter Passepartouts montiert (6) in Halbleinenmappe der Zeit (beides etwas berieben).
Zuschlag 800 €
Umfasst eine Folge von 23 mit Buntstift kolorierten Zeichnungen, die ein Paar beim Liebesspiel zeigen und 8 weitere explizite Zeichnungen, teils mit deutschem Text. – Gut erhalten.

Lot 1625
Sammlung von 34 erotischen und ankolorierten Federzeichnungen auf Pergaminpapier. Wohl Deutsch, um 1925. Gesteckt in modernes Album. 31 x 29 cm. [#]
Zuschlag 300 €
Hochwertige, leider unsignierte Arbeiten, etwas an Künstler wie Philipp Zehbe u.a. erinnernd. Bildformate: 5 x 9 cm bis 20 x 14 cm. Zeigt eine junge leichtbekleidete Frau vor Spiegel, mit einem Buch, rauchend, mit einem Kätzchen etc. – Papier leicht gebräunt und knitterig, selten minimal verwischt, gut.

Lot 1626
Sammlung von 4 aquarellierten Bleistiftzeichnungen. Erste Hälfte des 19. Jahrhunderts. 19 x 14,5 cm bis 29 x 22 cm. Unter Passepartouts montiert in moderner Halbleinenmappe.
Zuschlag 280 €
Folge von vier hübschen erotischen Zeichnungen im Stil von Wilhelm von Kaulbach. – Teils leicht fleckig.

Lot 1627 Sartori, Emil
(Die Bonbonnière. Lieferung 3: Der Hirschpark. Galante und artige Sammlung duftiger Phantasien von Emil Sartori.) Mit 6 Aquatintatafeln Wien, C. W. Stern-Rosner, 1907. 8 Bl. 34,5 x 29 cm (Tafeln) und 19,5 x 16,5 cm (Text). Unter Passepartouts gesteckt, Tafeln mit montierten Titelschildern auf den Passepartouts in moderner Halbleinenmappe mit Deckelschild.
Nachverkaufspreis 200 €
Eins von 500 (GA 530) nummerierten Exemplaren des auf Subskription erschienenen Privatdrucks, der nicht im Handel erhältlich war. – Hayn-Gotendorf IX, 43 – Brettschneider 33. – Das Werk erschien insgesamt in fünf Lieferungen, Hayn-Gotendorf nennen lediglich drei Lieferungen mit zusammen 18 Tafeln, Brettschneider nennt 14 Tafeln von Bayros (in den ersten zwei Lieferungen). Umfasst die Tafeln: “Die Tänzerin”, “Die Jungfrau”, “Die Pfauenfeder”, “Minie”, “Haremsfest”, “Urteil der Parisia”. – Jede Tafel mit einem (zwei mit zwei) zugehörigen Textblatt. – Innendeckel der Mappe mit montiertem, kopierten Titelblatt. – Gut erhalten.

Lot 1628 Sassy, Attila (Pseudonym: Aiglon)
Ópium-álmok. Songes d’opium. 2. Auflage. Mappe mit zynkographischem Titel und 8 erotischen Zynkographien. Budapest, 1918. 1 Bl. 32,5 x 24 cm. Original-Broschurmappe mit erotischer Deckelillustration (Rücken etwas rissig, etwas knickpsurig und leicht fleckig, Hinterdeckel mit 2 Zahlenstempeln).
Zuschlag 1200 €
Zweite Ausgabe, erstmals 1909 privat in kleiner Auflage erschienen. – Das von Aubrey Beardsley beeinflusste Werk des ungarischen Künstlers Attila Sassy (1880-1967) gilt als ein Höhepunkt der ungarischen Art Nouveau. – Textblatt mit Läsuren im oberen Rand, Titelblatt etwas fleckig, sonst nur leicht fleckig und gebräunt, vereinzelt mit kleinen Randknickspuren. – Sehr selten.

Lot 1629 Sedaine, Michel-Jean
La tentation de Saint Antoine, ornée de figures et de musique. (Und:) Pour le jour de Saint Pierre. (Und:) Le pot-pourri de Loth, orné de figures et de musique. 3 Teile in 1 Band. Mit insgesamt 2 gestochenen Frontispizen, 17 gestochenen Kupfertafeln und 40 gestochenen Notenseiten. A Londres (das ist: Paris, Cazin), 1782. I: 11 num. Bl. II: 5 S. III: 11 (1-7, 9-12) num. Bl. 12,3 x 7,5 cm. Lederband der Zeit mit Rückenschild und -vergoldung, Deckelfileten, Steh- und Innenkantenvergoldung sowie Ganzgoldschnitt (Schild mit kleiner Fehlstelle). [*]
Nachverkaufspreis 300 €
Dutel A-1050 – Cohen/R. 948 – Gay-Lem. III, 1188f. – Pia 1404 – Die erste Ausgabe von “La tentation de Saint Antoine” und “Le pot-pourri de Loth” erschien 1781, jedoch ohne den Teil “Pour le jour de Saint Pierre”, der hier in der Erstausgabe vorliegt. Die Kupfer stammen von Borel-Elluin. – Vortitel, Frontispiz und Titel zu “Tentation” unten gestempelt, die ersten vier Blatt im oberen Rand schwach wasserfleckig, stellenweise leicht fingerfleckig. Insgesamt jedoch gutes Exemplar dieser seltenen Ausgabe.
3 titles in 1 volume, “Pour le jour de Saint Pierre” in first edition. – With 2 engr. frontispieces, 17 engr. plates and 40 engr. pages with musical notes. Contemp. full calf, richly gilt, a.e.g. – Minor browning. – A very good copy, decoratively bound.

Lot 1630
Séduction. Jeunes amours. Avec des gravures sur cuivre par un artiste célèbre. Mit 11 (inklusive Frontispiz) kolorierten Kaltnadel-Radierungen. Paris, aux dépens d’un amateur pour le profit de quelques autres, 1939. 143 S. 24,5 x 20 cm. Lose Lagen im Original-Umschlag im Kartonumschlag im Pappschuber (Rücken des Kartonumschlags und Schuber leicht gebräunt und leicht fleckig).
Zuschlag 330 €
Eins von 79 (GA 99) nummerierten Exemplaren nur für Subskribenten. – Dutel 2377 (nur 10 Illustrationen) – vgl. Pia 1367f. – Illustriert mit elf ganzseitigen, erotisch-pornografischen Original-Radierungen, in zarten Farben von Hand koloriert. – Sie zeigen diverse Spiele, darunter auch lesbische. Das ebenfalls handkolorierte Frontispiz mit sechs kleinen erotischen Darstellungen. – Der Künstler ist unbekannt; er zeichnet sehr realistisch mit offenbarer Freude an erogenen Zonen und eindeutigen Szenen. – Unbeschnitten. – Schönes Exemplar.

Lot 1631 Stika, Jaroslav
Sla panenka do hajecku chytila tam ptacka (Das verliebte Vögelchen). Mit 9 ganzseitigen Illustrationen. Prag, 1940. 12 nn. Bl. 15 x 11,5 cm. Schwarze Original-Broschur mit einem kleinen Vogel auf dem Vorderdeckel (etwas knitterig und mit Einrissen an den Kapitalen). [*]
Zuschlag 160 €
Eins von 200 handschriftlich nummerierten Exemplaren. – Reizende kleine Bildergeschichte des tschechischen Künstlers, gedruckt abwechselnd auf hellgrauen oder rosafarbenen Täfelchen. Neben zwei Blättern Titel und einem Blatt Impressum finden sich neun Tafeln mit Illustrationen. – Man sieht ein kleines Vögelchen, dass ein im Grase sitzendes Landmädchen anfliegt. Sie lüftet bereitwillig die Röcke, zeigt Busen, ist schließlich ganz nackt und lässt sich von dem kleinen Vögelchen von vorne und hinten beglücken. Das letzte Bild zeigt sie vor einer Wiege mit einem Baby; im Hintergrund durch ein Fenster ist das stolz tirilierende Vögelchen zu sehen. – Vorsätze und einige Tafeln etwas stockfleckig.

Lot 1632
Die Stufenleiter der Wollust oder Die Kunst, die Vergnügen der Liebe auf dreissig verschiedene Arten zu geniessen. Dritte vermehrte & revidirte Auflage. Mit 40 montierten Original-Photographien. Paris, Europäische Pippelgesellschaft (sic!), ca. 1890. 53 S. 17 x 10,5 cm. Spätere Halbleinwand. [*]
Nachverkaufspreis 400 €
Nicht im KVK. – Vgl. Hayn-Gotendorf VII, 477 (mit Verlagsangabe “Bukarest, Sam. Hecht, ca. 1895”): “Der Inhalt der 30 Ueberschriften nicht wiederzugeben. Verboten vom L. G. Wien, 21. IV. 1896, §516”. – Hayn-Gotendorf gibt auch noch 30 separat verkaufte Original-Photographien zu dem Werk an (“Schwerlich noch cplt. aufzutreiben”); ob die hier montierten Bilder mit diesen in einem Zusammenhang stehen, können wir mangels Vergleichsexemplaren nicht belegen. – Die montierten Photographien (ob nun verlagsseitig oder getrüffelt) zeigen meist abphotographierte pornographische Zeichnungen bzw. Gemälde, allerdings sind auch vier Photographien mit lebenden Darstellern und eine eines weiblichen Unterleibes zu finden. – Vorderes Innengelenk geplatzt, teils gelockert, ein Textblatt beschädigt, eins lose, das letzte hinterlegt, Photographien teilweise stärker verblasst.

Lot 1633 Székely, Alexander Sándor
Faust I. Mappe mit 71 (inklusive Einbandillustration) Original-Bleistiftzeichnungen mit deutschen Zitaten aus Goethes “Faust”. 1959. 30,5 x 22 cm. Lose in Original-Broschur-Mappe mit Original-Zeichnung auf dem Vorderdeckel sowie signierter Widmung des Künstlers (mit kleinen Einrisse am Rücken und den Flügelkanten, leicht gebräunt, fleckig und angestaubt).
Zuschlag 1700 €
Äußerst umfangreiche Folge von Bleistiftzeichnungen des ungarischen Künstlers Alexander Székely (1901-1968) zu Goethes “Faust”, erzählt als eine erotisch aufgeladene Variante. In Qualität und Umfang wohl eines der stärksten Erotik-Werke des Künstlers. – Papierbedingt etwas gebräunt, teils mit Randknickspuren, vereinzelt mit kleinen Randläsuren und leicht fleckig, insgesamt gut erhalten.

Lot 1634 Székely, Alexander Sándor
Fidibusz. Mit 10 (3 Aquarelle, 1 Kreidezeichnung, 6 Tuschzeichnungen) erotischen Original-Zeichnungen. Budapest, 1943. 31 x 21,5 cm. Original-Umschlag mit Klammerheftung (Vorderdeckel etwas knickspurig, leicht gebräunt und etwas angestaubt).
Nachverkaufspreis 300 €
Humoristisches Erotikon, dass sich als Zeitschrift für Abonnenten tarnt. – Die erotischen Zeichnungen des ungarischen Künstlers Alexander Székely (1901-1968) zeigen anzügliche Szenen mit humoristischen, handschriftlichen Texten auf Ungarisch. Die Zeichnungen tragen Titel wie: Schöne Schenkel, Feine Familie, Flitterwochen, Im Salon etc. – Leicht gebräunt und fleckig, insgesamt gut erhalten.

Lot 1635 Székely, Alexander Sándor
Les Copins. Mappe mit 13 (inklusive Umschlagzeichnung) Original-Rötelzeichnungen, 12 Blätter rechts unten monogrammiert und datiert. 1952. 33,5 x 24,5 cm. Lose in Original-Broschur-Mappe mit Original-Zeichnung und handschriftlichem Titel auf dem Vorderdeckel (Rücken und Flügel mit langen Einrissen, angerändert und leicht fleckig).
Zuschlag 300 €
Die erotischen Zeichnungen des ungarischen Künstlers Alexander Székely (1901-1968) zeigen eine Ménage-à-trois beim intensiven Liebesspiel. – Ein Blatt mit kleinem Randabriss, sonst sehr gut erhalten.

Lot 1636 Tichy, Gyula
Egy Tusos Üveg Mesei (Was ein Tuschfläschchen erzählt). Hg. von Simon Polláck. Mit Frontispiz, 35 Tafeln und 3 Vignetten. Budapest, 1909. 7 Bl. 30,5 x 23,5 cm. Illustrierte Original-Broschur (Kapitale mit Fehlstellen, Rücken an 2 Stellen mit Klebeband überklebt, Vorderdeckel mit Feuchtfleck, 2 Ecken mit kleinem Abriss, etwas angestaubt).
Zuschlag 400 €
Eins von 25 Exemplaren. – Mit eigenhändiger Widmung und Unterschrift des Künstlers für Györgyi Kalman, datiert Dezember 1909. – Seltenes Erotikwerk des ungarischen Jugendstil-Künstlers Gyula Tichy (1879-1920). – Klammerung gerostet, teils leicht randknickspurig, Vortitel mit Braunfleck, gering gebräunt und fleckig.

Lot 1637 Timlich, Karl
Priaps Normalschule, die Folge guter Kinderzucht. Ein kleiner Roman in gefühlvollen und zärtlichen Briefen. Berlin, 1789. 1 Bl., 168 S. 16,5 x 10,5 cm. Dekorativer neuer Ganzlederband im Stil der Zeit mit reicher Rückenvergoldung, goldgeprägtem Rückentitel auf farbigen Rückenschildchen und goldgeprägten Fileten auf beiden Deckeln. [*]
Zuschlag 1600 €
Äußerst seltene, anonym erschienene Erstausgabe. – Holzmann-Bohatta III, 7020 – Hayn-Gotendorf VI, 296: “Höchst seltene Original-Ausgabe” – Englisch, Geschichte der erotischen Literatur, 202: Das Werk “will nichts weiter, als die Wollust malen, allerdings so reizend als möglich. … Der Verfasser war ein gewisser Karl Timlich, Meister in verschiedenen Künsten, Kupferstecher, Fechtlehrer, Schriftsteller … 1789 läßt er im geheimen ‘Priaps Normalschule’ erscheinen, das mit zu den besten Werken der erotischen Weltliteratur gehört. In 25 Briefen läßt der Verfasser Wilhelm und Heinrich einerseits, Ernestine und Fiekchen anderseits ihre Liebesabenteuer bis zu dem für Fiekchen gar nicht erbaulichen Ende ihrer Liebeslaufbahn erzählen. Das Werk gewinnt dadurch noch seine besondere Bedeutung, weil es uns in schonungslosem Realismus ein unvergleichliches Sittenbild bietet. Derb sind zwar die Ausdrücke, aber nie widerlich oder unflätig, und ein bezaubernder Humor strahlt mit vergoldendem Lichte über dem Ganzen. Allein die Zeitgenossen wußten Timlichs Verdienste wenig zu würdigen. Der Verfasser erhielt fünf Monate Gefängnis, das Erotikon wurde mit Ausnahme von fünf nicht erreichbaren Exemplaren eingestampft.” – Kein Exemplar der Erstausgabe im KVK nachzuweisen. – Zweiseitig unbeschnitten, Titel in der oberen Ecke mit gelöschtem Eintrag, die ersten beiden Blatt neu eingefalzt, in den Ecken teils mit gelöschten Kreuzchen in Violett.

Lot 1638 Ulrich, Gerhard
Frau im Pelzmantel. Bleistift auf Papier. Rechts unten monogrammiert und datiert. Berlin, 6.12.1930. 47,5 x 34 cm. Unter Passepartout gesteckt.
Nachverkaufspreis 160 €
Der Maler und Graphiker Gerhard Ulrich (1903-1988) studierte an der Berliner Kunstgewerbeschule, dann an der Hochschule bei Ludwig Bartning und Emil Orlik, und war später Orliks Meisterschüler und Assistent. Ulrich war in Berlin und Gütersloh tätig. – Rechte untere Ecke etwas knickspurig, rechte obere Ecke mit leichten alten Montierungsspuren.

Lot 1640 Vérineau, Alexandre de (das ist: Louis Perceau)
Au bord du lit. Stances. Illustrées de onze eauxfortes originales par Lucas. O (das ist: Luc Lafnet). Mit 11 Original-Radierungen von Luc Lafnet. Erotopolis, à l’Enseigne des Bacchantes (das ist: Paris, Maurice Duflou), 1927. 39 S. 22,5 x 16,5 cm. Bedruckte Original-Kartonage (leicht fleckig). [*]
Zuschlag 300 €
Eins von 350 (GA 360) nummerierten Exemplaren, die nicht im Handel waren. – Dutel 1055 – Pia 94f. – Rares Werk, das durch die verwendeten Pseudonyme nur Kennern die wahre Autorenschaft und Herkunft verriet. Lafnet, ebenfalls unter Pseudonym, schuf dafür elf erotische Darstellungen. Die Illustrationen zeigen klassische, leidenschaftliche Stellungen, fast ausnahmslos pornografisch. Als Frontispiz die Darstellung einer nackten Frau, umgeben von Putten und Teufelchen, die ihr einen Phallus reichen. – Heftung gelockert, schwacher Abklatsch der Radierungen, minimal fingerfleckig.
One of 350 (total 360) numbered copies. – With 11 orig. etchings. Orig. printed boards. – Binding loosened, minor offsetting of plates.

Lot 1641 Vertès, Marcel – Mac Orlan, Pierre
Les Jeux du Demi-Jour. Avec douze lithographies de Vertès. Mit 12 lithographierten Tafeln und 1 lithographierten Titelvignette (auf dem Umschlag wiederholt). Paris, Les arts et le livre, 1926. 2 Bl., III, 45 S., 1 Bl. 39,5 x 25 cm. Blauer Halbmaroquinband der Zeit mit goldgeprägtem Rückenschild und eingebundener vorderer Original-Broschur (stellenweise etwas aufgehellt, minimal berieben, Umschlag etwas fleckig und doubliert).
Nachverkaufspreis 600 €
Erste Ausgabe. – Eins von 500 (GA 600) Exemplaren auf Vélin pur Fil Lafuma, dieses Exemplar nicht nummeriert. – Monod 7552. – Vortitel mit einer eigenhändigen vierzeiligen signierten Widmung und einer Original-Federzeichnung von Vertès: “a l’ange gardien dr. Brille son ami Vertès”. Die Zeichnung (10 x 20 cm) zeigt, wie ein spärlich bekleideter kleiner Mann mit Brille (Dr. Brille?) von einem Engel auf den “Bonne voie” geführt wird. – Innenspiegel mit kleinem Sammlungsschild des niederländischen Schriftstellers Gerrit Komrij. – Die ersten Blätter teils leicht fingerfleckig, sonst gut erhalten.
First edition. – One of 500 (total 600) numbered copies, this copy not numbered. – With 4-line dedication and orig. drawing by Vertès to half- title. – With 12 lithogr. plates. Contemp. blue half morocco, orig. wrapper bound in (partly faded). – First few leaves with minor finger-staining else fine.

Lot 1642 Voltaire, Francois Marie Arouet de
La Pucelle d’Orleans, poeme, divisé en vingt chants. Nouvelle edition corrigée, augmentée & collationnée sur le manuscript de l’auteur. Mit 20 Kupferstichtafeln nach Gravelot. Genf, Cramer, 1762. 2 Bl., VIII, 358 S. 21 x 12 cm. Dekorativer roter Maroquinband im Stil der Zeit mit reicher Rückenvergoldung und Steh- und Innenkantenvergoldung sowie Ganzgoldschnitt. [*]
Zuschlag 200 €
Cohen 520 – Sander 2011. – Das bereits 1725 oder 1726 begonnene, frivol-komische Epos kam durch den Diebstahl des Manuskriptes 1755 unerlaubterweise gedruckt in die Öffentlichkeit. Voltaire musste sich als Autor bekennen, lehnte jedoch das berüchtigte “Eselsabenteuer” als unterschoben ab. – Vorliegende Ausgabe ist die erste mit den vom Autor abgemilderten, angefochtenen Seiten. Mit dem eigens vom Autor verfassten Vorwort “Don Apuleius Risorius, bénédictin”.- Die Seitenzählung 273-276 wurde übersprungen. – Eine Tafel etwas stärker gebräunt, nur vereinzelte Blatt minimal fleckig, schönes Exemplar in dekorativem Einband.

Lot 1643 Voltaire, Francois Marie Arouet de
La Pucelle d’Orléans, poeme, divisé en vingt-un chants, avec les notes de M. de Morza (das ist: Voltaire). Nouvelle édition. Mit gestochenem allegorischen Frontispiz und 21 meist erotischen Kupfertafeln. A Londres (Paris?), 1775. XV, 447 (recte 451) S. 20 x 12 cm. Geglätteter Kalbslederband der Zeit mit rotem Rückenschild, reicher floraler Rückenvergoldung, goldgeprägten Deckelfileten und Stehkantenvergoldung (Kapital mit schmaler Fehlstelle, Ecken bestoßen, etwas fleckig). [*]
Zuschlag 300 €
Bengesco I, 500 – Sander 2017 – Cohen/Ricci 1031: “Les figures, gravées avec soin … On les attribué à Desrais; elles existent avant la lettre.” – Tafeln teils schwach gebräunt. Schönes Exemplar.

Lot 1644
Zwei Frauen im Boudoir. Mischtechnik auf Holz. Wohl Anfang 20. Jahrhundert. Bildgröße: 23 x 17,5 cm. Gerahmt.
Nachverkaufspreis 200 €
Hübsche erotische Rokoko-Szene mit zwei Frauen. – Bildkanten durch die Rahmung leicht berieben, Rahmen mit kleinen Restaurierungen.