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Lot 1645 Plakate – Balzer, Peter
Stelvio-Post. Stilfserjoch. Farblithographie auf Papier. Zürich, Orell-Füssli, 1896. Bildgröße: 68 x 47,5 cm. Blattgröße: 80 x 56 cm. [#]
Nachverkaufspreis 400 €
Schönes Plakat der Stelvio-Postkutsche mit dem Fahrplan für 1896. – Oberer Rand mit kleinem hinterlegten Einriss, leicht knickspurig, sonst sehr gut erhalten.

Lot 1646 Plakate
Bauten des Fünfjahrplanes. Pionierrepublik Wilhelm Pieck Werbellinsee. Farbiges Plakat. Offset. Dresden, Ratsdruckerei, 1952. Ca. 85 x 60 cm. Gerollt. [#]
Nachverkaufspreis 200 €
Im Bildbereich mit für uns nicht auflösbarem Künstlersignet “E.S.”. Zeigt einen Zug Junger Pioniere vor den Bauten und dem See. – Papierbedingt etwas gebräunt, Ecken teils mit Fehlstellen und Nadellöchern, eine Ecke mit Tesafilmrest, Bildbereich insgesamt gut.

Lot 1647 Plakate – Fuchs, Heinz
Arbeiter! Wollt ihr satt werden. Ohne Kohle keine Lebensmittel. Arbeit bringt Brot. Acker u. Bergbau rufen euch. Farbig lithographiertes Plakat. Berlin, Werbedienst der deutschen sozialistischen Republik. Magdeburg, Druck bei Wohlfeld, um 1919. 76 x 94 cm. [#]
Zuschlag 600 €
Unbezeichnet. – Vogel, Dissertation 2001 (ausführlich) – Uebe 393 (zum Signet des Werbedienstes) – vgl. ‘Verführungen’ S. 72 (ähnliche Arbeit von Fuchs) – ‘Kunst Kommerz Visionen’ S. 257 (zur Vita von Fuchs) – ‘Politische Plakate der Weimarer Zeit’, 13 (Fuchs als Entwerfer). – Der ‘Werbedienst’ war Ende 1918 aus der ‘Bufa’, dem ‘Bild- und Filmamt’ der Obersten Heeresleitung hervorgegangen und machte bis zu seiner Auflösung Mitte Februar 1919 fleißig Propaganda für den Sozialismus. Die (teils nicht signierten) Plakate des Werbedienstes stammten von Künstlern aus dem Umfeld der Novembergruppe wie Max Pechstein, Heinrich Richer, A.M. Cay, Heinz Fuchs (1886-1961) u.a. Auch vorliegendes Plakat mit der Nummer 63 ist nicht signiert, ist aber für Fuchs in der Literatur gesichert. Interessanterweise verkürzen sowohl das DHM wie die Wiener Stadt- und Landesbibliothek den Namen des Werbedienstes um das Wort ‘sozialistisch’. – Etwas breitrandiger als die sonst auftauchenden seltenen Exemplare. – Geglättete Faltspuren, etwas knitterig und fleckig, papierbedingt gebräunt, Randläsuren, insgesamt gut.

Lot 1648 Plakate – Gasch, Walter
Fünfte Kunstausstellung Deutscher Künstler Verband Dresden. Einfarbiges Plakat. Offset. Ohne Druckvermerk (Dresden, 1931). 89,5 x 59 cm. [#]
Nachverkaufspreis 240 €
In der Vorlage bezeichnet. Gasch (1886-1962, die Daten sind durch seinen Grabstein gesichert) war Mitglied der zwischen 1926 und 1939 bestehenden Gruppe “Deutscher Künstler Verband”, wohl eine ziemlich deutschnationale Vereinigung. Der Druck des Plakats in braun erscheint adäquat, die Schlange, die da von markiger, sicher kerndeutscher Hand gewürgt wird, steht sicher für die “entartete Kunst”, die Gasch schon 1933 aus den Dresdener Museen zu entfernen half. Er war da Führer der “Gaufachgruppe der Bildenden Künste” geworden, einen Posten, den er allerdings schon Ende 1933 wieder verlor, wohl als ein Opfer interner NS-Intrigen. – Gerollt, im Rand knick- und knitterspurig, papierbedingt gering gebräunt.

Lot 1649 Plakate – Lechter, Melchior
Grosse Berliner Kunstausstellung 1897. Farbig lithographiertes Plakat. Berlin, Druck bei Otto von Holten, 1897. Bildgröße: 63,5 x 44 cm. Blattgröße: 68,5 x 48 cm. Unter Passepartout montiert. [#]
Nachverkaufspreis 600 €
Berühmtes Plakat zur Berliner Kunstausstellung 1897. – Privater Sammlerstempel mit Signatur-Nummer im unteren rechten Bildbereich sowie verso, im oberen rechten Titelbereich mit restaurierter Läsur, etwas randknickspurig und mit wenigen kleinen, restaurierten Randeinrissen.

Lot 1650 Plakate
Rasmussens Thulefahrt. Zwei Jahre im Schlitten (…). Zweifarbiges Plakat unter Verwendung eines Porträts des Autors. Buchdruck und Offset. Ohne Druckvermerk. (Frankfurt?), 1926. 68 x 48 cm. [#]
Nachverkaufspreis 160 €
Werbung für das gleichnamige Buch, das 1926 in Frankfurt im Societäts-Verlag erschienen war. – Gerollt. Neu auf Papier doubliert, papierbedingt etwas gebräunt, sonst frisch.

Lot 1651 Werbung
Das Plakat. Zeitschrift des Vereins der Plakatfreunde. 5 Hefte. Mit teils farbigen und montierten Abbildungen. Berlin, 1914-21. 29 x 22,5 cm. Farbig illustrierte Original-Broschuren (Rücken teils mit Fehlstellen, ein Rücken neu überklebt, Randläsuren). [*]
Nachverkaufspreis 300 €
Vorhanden sind: I. November 1914 (noch als “Mitteilungen des Vereins…”). Schwerpunkt Kriegsplakat. – II. Januar 1917. Schwerpunkt Hurra-Kitsch. Österreichische Kriegsgraphik. – III. März 1919. Schwerpunkt Frauen und Werbung. Chauvinismus in der Reklame. – IV. Juli-August 1921. Schwerpunkt Hamburger Reklamekunst. Otto Eckmann. – V. Juni 1921. Schwerpunkt Walter Kampmann. – Papierbedingt teils gebräunt, vereinzelt fehlen montierte Beilagen, Seiten teils angerändert und lose.

Lot 1652 Werbung
Das Plakat. Zeitschrift des Vereins der Plakatfreunde. Herausgegeben von Hans Sachs. 7. Jahrgang 1916. 6 Hefte (in 5, so komplett) mit den Beilageheften “Politik, Kunst, Reklame” und “Werbemittel für Tabakwaren”. Mit zahlreichen, teils farbigen und montierten Abbildungen im Text und auf Tafeln. Berlin, Collignon, 1916. 28,5 x 23 cm. Etwas neuere Halbleinwand mit eingebundenen illustrierten Original-Umschlägen (berieben und etwas bestoßen). [*]
Nachverkaufspreis 300 €
Komplettes Exemplar dieses Jahrgangs, der wichtigsten deutschen Zeitschrift zur Plakatkunst. Enthält anfangs den ausführlichen (40seitigen !) Rückblick zum 10jährigen Bestehen des Vereins, mit Angaben zu Mitgliederzahl, zur Vereinszeitschrift, zu den veranstalteten Ausstellungen etc. Dann Beiträge von bzw. zu: Lucian Bernhard, Hugo Frank, Carlo Egler, Emil Orlik, Buch- oder Lesezeichen, Wilhelm Schnarrenberger, Kubismus und Plakat, Tabakwerbung u.a. Die Umschläge wurden mit beigebunden. – Anfangs alter Bibliotheksstempel mit Löschungsvermerk, Deckel teils etwas knapp beschnitten, teils papierbedingt gebräunt, insgesamt gut.

Lot 1653 Werbung
Sammlung von ca. 340 Apfelsinenpapieren. Farbig bedrucktes Pergaminpapier. Überwiegend Italien und Spanien, um 1950-1970. Meist um die 24 x 24 cm. [#]
Zuschlag 200 €
Umfassender Überblick über die verwendeten Motive: diverse Ornamente, die Früchte selber, Tiere, Gebäude, allerlei Gegenstände etc. – Knitterig, kleine Randläsuren, ordentlich. – Beigegeben: Heft mit weiteren ca. 150 montierten Apfelsinenpapieren bzw. Etiketten von Obstkisten. Um 1920-50. Weiter dabei: Fachbuch California orange box labels. 1985. Mit zahlreichen Farbabbildungen.

Lot 1654 Werbung
So ist Halle. Halle ist schön. Herausgegeben vom Verkehrsamt der Stadt Halle. Mit Abbildungen im Text. Photo Hans Finsler. Typographie Hass (beide Burg Giebichenstein). Halle, Druck bei Karras und Koennecke, um 1930. 32 S. 24,5 x 17 cm. Farbig illustrierte Original-Broschur (Name und Eckknickspur auf Vorderdeckel, Hinterdeckel mit Randeinriss und Kratzspur sowie kleiner Eckfehlstelle).
Zuschlag 300 €
Legendäres Werbeheft, ganz im Sinne der Neuen Typographie gestaltet und Beleg, dass die Burg zu Unrecht im Schatten des Bauhauses stand. – Gering fleckig, sonst innen gut erhalten. – Dabei: I. Pfaff, Otto. Burg Giebichenstein. Zehn Jahre Werkstatt-Arbeit und Erziehung auf Burg Giebichenstein 1920-1930. Mit Abbildungen. Halle, Eigenverlag Pfaff, 1930. 32 S., 6 Bl. 25 x 17,5 cm. Illustrierte Original-Broschur (gering beschabt und bestoßen, kleine Randläsuren). Sehr seltene Eigenschrift zur Buchbinder-Werkstatt. – Das Photo auf dem Umschlag stammt von Hans Finsler. – Das letzte Blatt lose. – Dabei: II. Luther in Halle. Gestaltung und Typographie Rose Schneidewind (Burg Giebichenstein). Halle, um 1930. 32 S. 25 x 17,5 cm. Original-Broschur (Rücken mit kleinen Läsuren). – Innen gut erhalten. – Dabei: III. Stadttheater Halle. Spielzeit 1927/28 Nr. 17. Unpaginiert. 23 x 15 cm. Original-Broschur (leichte Mittelfalte, etwas fleckig und berieben). – Gut erhalten.

Lot 1655 Werbung – Volz, Hermann
Sammlung von 60 Original-Werbeentwürfen in unterschiedlichen malerischen Techniken. Mainz, um 1950-70. [#]
Nachverkaufspreis 300 €
Formate: 3 x 8 cm bis 20 x 30. Meist Entwürfe für die Sektkellerei Gerhardt in Nierstein (Etiketten, Werbeflyer, Werbegeschenke etc.). Verso gelegentlich die montierte Visitenkarte des Künstlers. Volz (1923-1985) schuf auch plastische Arbeiten, Buchillustrationen u.a. – Dabei: ca. 25 weitere Blatt mit Andruckmustern und Entwürfen als weitere Arbeitsbelege des Künstlers. – Gelegentlich etwas knickspurig und angestaubt, ordentlich.