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Lot 1369 Adolph, B
Ohne Titel (Lüsterner Greis mit nackter Muse). Aquarell auf Karton. Links unten signiert. 20. Jahrhundert. Blattgröße: 24 x 31,5 cm. Unter Passepartout montiert.
Nachverkaufspreis 160 €
Fein ausgeführte und sehr humorvolle Zeichnung. – Unten mit Wasserrand bis in den Darstellungsbereich reichend.

Lot 1370 Aktphotographie
Album mit 140 Original-Photographien. Vintages. Vorwiegend Silbergelatineabzüge. Wohl deutsch, um 1950. Montiert. 51 x 37 cm. Textileinband der Zeit (Ecken und Kanten bestoßen, ein wenig verstaubt). [*]
Zuschlag 950 €
Formate der Photos: Ca. 24 x 18 cm bis 23 x 30 cm. – Die professionellen Aufnahmen zeigen schwarzweiß Abzüge (7 Farbphotos) von Frauen in verschiedenen Posen, meistens in einem Photostudio. Ansprechende Aktstudien, leider ohne Hinweis auf den Photographen. – Wenige Abzüge etwas knickspurig, selten etwas fleckig beziehungsweise verkratzt, Trägerkartons vereinzelt wenig fleckig.

Lot 1371 Aktphotographie – Mandel, Julien
Album mit 86 Original-Photopostkarten mit erotischen Aktdarstellungen. Vintages. Bromsilbergelatineabzug. Meist, im Negativ signiert, nummeriert und Firmenmarke AN Paris (Armand Noyer), ca. 1910-1920. Hoch- und Querformate, Kartengröße: 13,6 x 8,6 cm. Gesteckt im Leinenalbum der Zeit. 18 x 13,5 cm. [*]
Nachverkaufspreis 1000 €
Julien Mandel (1893-1961) war ein bekannter Kunst- und Erotikphotograph, der in den 1920er und 1930er Jahren in Frankreich und später in Brasilien arbeitete. In Paris arbeitete er für Firmen wie Armand Noyer, Les Studios und die Neue Photographische Gesellschaft. – Photopostkarten vereinzelt an den Bildkanten leicht bestoßen, insgesamt sehr guter Zustand.

Lot 1372 Aktphotographie – Müller-Diemitz, u.a
Der vollendete Akt. Ein Bilderbuch der Nacktheit. Bände I. bis III. (alles Erschienene). Mit zahlreichen Aufnahmen. Leipzig, Parthenon, 1931. Nicht paginiert. 23,5 x 16 cm. Original-Halbleinenband mit montiertem Deckelphoto (Ecken und Kanten gering berieben). [*]
Nachverkaufspreis 300 €
Unter den Bildern jeweils mit Angabe des Photographen bzw. der Agentur. Darunter sind: F. Drtikol, R. und L. Herrlich, G. Riebicke, J. Pesci, E. Schertel, M. v. Bucovich d’Ora, T. Manasse u.a. – Auf dem Vorsatz mit Besitzerstempel, sonst innen gute Exemplare.

Lot 1373 Bayros, Franz – Franciscus Amadeus (das ist: Franz Blei)
Fleurettens Purpurschnecke. Mit 20 Tafeln auf Japan und Buchschmuck von Franz von Bayros. Wien, C. W. Stern, 1905. 4 nn. Bl., 131 Bl. 28,5 x 22,5 cm. Illustrierter Original-Pappband im modernen Halbpergamentschuber (Pappband leicht fleckig, leicht berieben, leicht wellig). [*]
Zuschlag 300 €
I. Publikation der Gesellschaft österreichischer Bibliophilen. – Eins von 500 (GA 560) nummerierten Exemplaren. – Brettschneider 49: “Beschlagnahmt”. – Hayn-Gotendorf II, 320: “Eines der schönsten und üppigsten der neueren Erotica, gänzlich vergriffen.” – Illustrierte Vorsätze. – Schönes Exemplar.

Lot 1374 Bayros, Franz von
Aus dem Orchideengarten. Mappe mit 14 (statt 15) montierten Bildbeilagen von Franz von Bayros. Wohl Privatdruck, um 1900. Bildgröße: 10,5 cm x 11,5 cm. Blattgröße: 30 x 22 cm. Lose Tafeln in Original-Kartonmappe. [*]
Zuschlag 300 €
Seltene Mappe mit schönen, im typischen Stil von Bayros gehaltenen, erotischen Lichtdrucken. – Trägerkartons leicht gebräunt, sonst gut erhalten.

Lot 1375 Bayros, Franz von – Cleland, John
Die Memoiren der Fanny Hill. 2 Bände. Mit zwei illustrierten Vortiteln und 6 farbigen erotischen Tafeln von Franz von Bayros. Paphos im Jahr der Cythere (das ist: Wien, Stern), 1906. 2 Bl., 198; 2 Bl., 204 S. 1 Bl. 17,5 x 11 cm. Hellbraune Original-Lederbände (signiert: “Karl Kreis, Wien VII.”) mit geprägtem Rückentitel und Kopfgoldschnitt (leicht berieben und etwas fleckig). [*]
Zuschlag 240 €
Eins von 800 nummerierten Exemplaren. – Brettschneider 38 – Hayn-Gotendorf I, 618. – Die Übersetzung besorgte Dr. Erich Feldhammer (das ist: Franz Blei). – Zweiseitig unbeschnitten. Gutes Exemplar.

Lot 1376 Berthommé Saint-André, Louis – Musset, Alfred de
A. de M. Gamiani ou deux nuits d’excès. Édition réalisée par les soins et au profit exclusif des “Vrai Amateurs Romantiques” (Groupment de bibliophiles). Mit 20 erotischen Farblithographien auf Tafeln sowie deren Extra-Suite in Schwarzweiß mit Randglossen. Weiterhin 14 schwarzweiße Lithographien im Text, sowie deren Suite mit wichtigen Remarquen auf 12 gefalteten Bögen. Ohne Ort, Verlag und Jahr (das ist: Henri Pasquinelli, um 1940). 102 S. 32 x 28,5 cm. Original-Interimsbroschur; die Bögen gefaltet (43,5 x 56 cm) in einem Umschlag, beides eingelegt in eine spätere Halblederdecke mit goldgeprägtem Rückentitel in einem marmorierten Pappschuber mit Lederkante. [*]
Nachverkaufspreis 300 €
Eins von 100 (GA 697) nummerierten Exemplaren auf Chiffon de Rives und den Suiten auf Japan. – Pia 533 – Drouot, Imp. Biblio. 182 – Dutel 1650. – Die Illustrationen des anonym bleibenden Künstlers sind von Berthommé Saint-André. Sehr üppig und teils auch drastisch-erotisch illustrierte Ausgabe. – Vereinzelt leicht fleckig, sonst schönes Exemplar.

Lot 1377 Blooys, Hans William Leopold van
Sammlung von 10 erotischen Offsetdrucken, signiert und nummeriert. 1978-79. 65 x 79.5 cm. Lose in Leinwandmappe.
Nachverkaufspreis 160 €
Jeweils eins von 150 Exemplaren, rechts unten in Bleistift signiert und nummeriert. Im Druck datiert 1978 und 1979. – Ein Blatt mit Knickspur bzw. Schabstelle im linken unteren Rand, vereinzelt gering fleckig.

Lot 1378 Boylesve, René, (das ist: René Tardiveau)
Les Bains de Bade. Mit 6 Original-Radierungen von A. Rassenfosse. Paris, Société des Dilettantes, 1911. 120 S., 4 (1 w.) Bl. 25,5 x 19,5 cm. Halblederband der Zeit mit goldgeprägtem Rückentitel und hinten eingebundener vorderer Original-Broschur (Kanten etwas berieben, Rücken leicht aufgehellt, Broschur fleckig).
Zuschlag 160 €
Eins von 200 (GA 225) nummerierten Exemplaren auf Hollande Van Gelder. – Monod 1843. – Unbeschnitten. – Stellenweise leicht braunfleckig (Tafeln nicht betroffen).

Lot 1379
Der Bund der Teufel. Mit 4 montierten Photographien von Zeichnungen. Wien, 1932. 240 S. 18,5 x 14 cm. Leinenband der Zeit (leicht berieben, Ecken etwas bestoßen, 4 kleine Fehlstellen im Bezug).
Nachverkaufspreis 160 €
Eins von 300 Exemplaren. – Seltene wohl einzige Ausgabe. – Kein Exemplar im KVK nachweisbar. – Fortsetzung des Romans “Weisse Sklavinnen” von 1922 (Hayn-Gotendorf IX, 181), dessen Inhalt zu Beginn zusammengefasst wird. – “Infolge mannigfacher Hemmungen war es dem Verlag nicht möglich, den 2. Band unmittelbar im Anschluss des ersten folgen zu lassen” (S. 5). – Jasper Anderson (“ein Mischblut”) und sein Freund Lord Askott rächen sich für ihre ungerechte Behandlung an den Töchtern der höheren Gesellschaft der US-amerikanischen Südstaaten. – Druck teils etwas schwach, stellenweise leicht braunfleckig, sonst gut erhalten.

Lot 1380 Collot, André
Les Voyeurs. Douze compositions gravées a l’eau-forte. Mit 12 Original-Radierungen. Paris, um 1930. 2 Bl. (Titel und Impressum). 22,5 x 28 cm. Lose im Original-Büttenumschlag mit radierter Deckelvignette (Kanten leicht berieben, Kapitale mit kleinen Fehlstellen). [*]
Nachverkaufspreis 400 €
Eins von 200 (GA 210) nummerierten Exemplaren auf Arches à la forme. – Dutel 2657. – Es gibt etwas zu gucken: Masturbation mit einer Flasche; die ältere Frau und der kleine Page; die Blasnummer am Strand; Esel und Mädchen; der Pater mit dem kleinen Jungen etc. Dem Thema gemäß geschieht das nie allein, sondern es finden sich immer irgendwo ein paar Augen, die das Treiben beobachten. Rares Mappenwerk von A. Collot, der als Künstler nicht genannt wird. – Die Tafeln vereinzelt am äußeren Rand leicht braunfleckig.

Lot 1381 Collot, André (zugeschrieben) – Caylus, Comte de
La Fée Paillardine ou La Princesse Ratée. Conte inédit. Mit 10 erotischen kolorierten Tafeln und einem Frontispiz. Londres (das ist: Paris), ohne Verlag (das ist: Robert Télin), 1931. 116 S. 24,5 x 19 cm. Lose Lagen in einer blauen Samtbroschur mit goldgeprägter Deckelvignette im Pappumschlag im Schuber (der empfindliche Samteinband mit kleinen Druck- und Farbspuren, Pappumschlag etwas berieben, Schuber etwas berieben und bestoßen). [*]
Nachverkaufspreis 300 €
Erste Ausgabe. – Eins von 10 (GA 160) Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Japon impérial. – Dutel 1554 – Pia 451f (mit falscher Angabe 1921) – Simonson, Midi, 175. – Illustriert mit zehn zartkolorierten Tafeln und einem Frontispiz, sie zeigen sehr deutliche, phallus-orientierte Szenen mit viel Sinn für Humor. Die Kapitelanfänge sind mit vier in Gold geprägten Vignetten geschmückt, sie zeigen wie das Titelblatt dickliche Putten, die alles andere als geschlechtslos sind. Die Illustrationen werden A. Collot zugeschrieben. Laut Pia handelt es sich um einen Text aus dem 18. Jahrhundert, der sich in der Sammlung von Pierre Louys befand und hier zum ersten Mal veröffentlicht wurde. – Unbeschnitten und teils unaufgeschnitten. – S. 80, die darauf folgende Tafel und S. 81 mit Braunfleck, sonst gut erhalten.

Lot 1382 Corinth, Lovis – Schiller, Friedrich von
Der Venuswagen. Mit 8 farbigen Original-Lithographien. Berlin, Gurlitt, 1919. 1 weißes Bl., 33 S., 2 (1 weißes) Bl. 30,5 x 26 cm. Original-Halbpergamentband mit geprägtem Rückentitel, rosafarbenem Seidenbezug, goldgeprägter Deckelvignette, 2 beinernen Schließen, Kopfgoldschnitt in den grünen Original-Pappkassetten mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel sowie goldgeprägter Deckelvignette (Seidenbezug etwas berieben und mit kleinen Fehlstellen an den Kanten, Kassette an den Ecken geplatzt, lichtrandig, kleine Fehlstellen im Papierbezug).
Zuschlag 320 €
Der Venuswagen, erste Folge, Band I. – Eins von 700 (GA 740) nummerierten und vom Künstler im Druckvermerk signierten Exemplaren. – Lovis Corinths Venuswagen brachte Gurlitt eine Anklage wegen Pornografie ein. – Unbeschnitten. – Vorsätze leicht braunfleckig, sonst gut erhalten.

Lot 1383 Courbouleix, Léon
Folge von 18 Original-Radierungen in Rötel. Um 1930. Plattengröße: 14,5 x 9,5 cm. Montiert unter neuen Passepartouts (31 x 24 cm). In einer Pappmappe der Zeit mit Schließenbändern und montiertem illustrierten Titelschild mit dem Namen Leon Courbouliex (sic) (Mappe berieben und beschabt). [*]
Zuschlag 330 €
Seltene, sehr charmante Radierfolge mit galanten, aber eindeutig erotischen Szenen. – Bibliographisch für uns nicht nachweisbar. – Teils in der Platte monogrammiert oder signiert (da mit “Courbouleix”). Da die Szenen allesamt in einem Rokoko-Ambiente spielen und eine einheitliche Größe haben, könnte es sich bei diesen Radierungen um eine geplante Buchillustration handeln, die aber nicht realisiert wurde. Das würde auch erklären, warum es kein Titelblatt und kein Impressum gibt. – Ränder teils minimal gebräunt.

Lot 1384 Daniel
Schönheit und Ästhetik. Mit 5 vom Künstler kolorierten, signierten und nummerierten Original-Lithographien. Ohne Ort, Weiß, 1978/79. 12 Bl. 39 x 28 cm. Bedruckte Original-Kartonage (fleckig, Kanten, Rücken und Ecken berieben und bestoßen). [*]
Nachverkaufspreis 160 €
Eins von 70 signierten Exemplaren. – Textauswahl, Satz und Gestaltung von Sawatzki. – Die Graphiken zeigen weibliche Akte. – Erstes Blatt mit kleinem Wasserfleck, unterer Bug teils mit leichtem Wasserrand, vereinzelt leicht fleckig, erstes Blatt mit großem handschriftlichen Besitzvermerk.

Lot 1385
Epices. Réflexions sur quelques à cotés de l’amour destinées à personnes expérimentées. Ouvrage orné d’illustrations gravées à l’eau-forte. Mit 24 handkolorierten Radierungen, einer Extra-Suite der 24 Radierungen in dunkelbraunem Bistre mit Randglossen, 1 zusätzlichen, unveröffentlichten Radierung (pointe sèche inédite), 2 Original-Skizzen (Bleistift) sowie einer Original-Zeichnung (vermutlich von André Collot oder George Hoffman (Pseud. Santippa) illustriert). Aux dépens d’un groupe d’amateurs. Ohne Ort und Jahr, um 1950. 103 S. 26 x 20 cm. Lose Lagen im broschierten bedruckten Original-Umschlag im modernen Leinenschuber (Umschlag mit kleinen fachmännisch restaurierten Läsuren und leicht berieben). [*]
Zuschlag 800 €
Sehr seltene erste Ausgabe. – Eins von fünf nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Grand papier d’Arches. – Dutel 1490 (ohne Künstlerzuschreibung) – Ausgestattet mit einer Extra-Suite der 24 Radierungen in Bistre, einer unveröffentlichten Radierung, einer Original-Bleistiftskizze und einer kolorierten Original-Tuschzeichnung. Die Gesamt-Auflage selbst wurde strikt auf 55 Exemplare limitiert. Unser Exemplar enthält zusätzlich eine weitere betitelte Bleistiftskizze mit einem neuen Motiv. – Die eindeutig erotischen Radierungen sind von ausgefallener Phantasie und einem teils extremen schwarzen Humor. Jede dieser gekonnten Illustrationen ist mit pointierten Untertiteln versehen. Weder der Autor noch der Künstler sind bekannt, als Illustrator wird entweder André Collot oder Georges Hoffman vermutet, die stilistisch beide durchaus infrage kommen. – Vereinzelte kleine Stockflecken am Rand.

Lot 1386
Erotisches Amulett in Beinschnitzerei. Deutsch, um 1870-1890. 6 x 5 cm. Mit Schnur.
Nachverkaufspreis 450 €
Sich zu einem Kreis formendes Trio aus einem Mann und zwei Frauen. – Sehr gut erhalten.

Lot 1387 Exlibris
Sammlung von ca. 180 erotischen Exlibris. Verschiedene Techniken und Formate. Überwiegend Polen und Skandinavien. 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts. Meist lose, teilweise montiert und unter Passepartouts in drei Philatelie-Alben gesteckt. Formate: 30 x 23 cm. [*]
Zuschlag 200 €
Die meisten Exlibris stammen von polnischen Künstlern, wie Jozef Szuszkiewicz, Jerzy Druzrycki, Daniel de Tramecourt, Stefania Dretler-Flin und anderen, sowie dänischen Künstlern, darunter Poul Saebye und Anni Lippert.

Lot 1388 Flagellantismus
Les desserts d’amour. 10 fotografische Reproduktionen von Zeichnungen und Titelblatt. Privatdruck. Ohne weitere Angaben (Deutschland, um 1920). 15 x 11 cm. Montiert auf Karton, gebunden im Halbleinenband der Zeit mit Kordelbindung (berieben). [*]
Zuschlag 160 €
Diese seltene Mappe ist nur in photographischer Reproduktion erschienen. In der Abbildung nummeriert als eins von 42 Exemplaren (im Impressum ohne Nummer). – Polunbi 2, 25 (verzeichnet unter diesem Titel eine “Mappe”, ohne weitere Angaben). – Jede Abbildung ist fortlaufend nummeriert und trägt einen französischen Titel. Dargestellt ist die Geschichte eines jungen Mädchens, das offenbar von einem älteren Paar aufgenommen wird und durch diverse Züchtigungen auch anderen zum Teil flagellantischen und weiteren Spielchen zur Verfügung steht. Sehr direkte und drastische Darstellung, künstlerisch ansprechend gezeichnet.

Lot 1389
Der Franz und seine Eier. 10 Tafeln mit lithographierten Abbildungen und unterlegtem Text. Ohne weitere Angaben, um 1900. 14 x 10 cm. Neue Fadenbindung in einem neuen Umschlag mit Titelschild. [*]
Zuschlag 180 €
Seltenes drastisches Volks-Erotikon. – Hayn-Gotendorf IX, 198 – Polunbi 60. 1, 23 (“eingezogen” und “unbrauchbar zu machen”). – Illustriert und in holprigen Reimen erzählt wird die Geschichte von Franz und Käthe, die seit einem Jahr verheiratet sind, aber noch nicht gevögelt haben. Sie holen sich Rat beim Pfarrer, der führt ihnen vor, wie es geht und dann machen sie es selber. Dem Franz sind dabei seine Eier zu schwer, er bindet sie an einen von der Decke hängenden Strick, aber dann kracht unter ihm … Mit einer langen Verbotsgeschichte. Die Tafeln mit fachmännisch hinterlegten Einrissen, braun- und fingerfleckig.

Lot 1390 Geetere, Frans de
Spasmes. Mit 12 Original-Radierungen. Ohne Ort, Verlag und Jahr (um 1930). 2 Bl. (Einleitung und Impressum). 40 x 30 cm. Schwarze Original-Halbleinenmappe mit montiertem Deckelschild (Mappe berieben und bestoßen, Leinenband am Rücken der Mappe erneuert wie auch das Deckelschild). [*]
Nachverkaufspreis 500 €
Dutel 2449. – Eins von 149 (GA 150) nummerierten Exemplaren auf Vélin d’Arches mit dem Vermerk “Ne se vende nulle part”. – Die zwölf explizit erotischen und künstlerisch herausragenden Radierungen unter betitelten Seidenhemdchen. Das Werk erschien anonym, was bei der sexuellen Eindeutigkeit der Szenen auch nicht verwundert, und ist ohne Zweifel das Chef d’oeuvre érotique von Geetere. – Die zwölf Radierungen tragen die Titel: The Back Door, Paysage, Idylle, Post Coïtum, Confidence, Fidélité, Coulisses, Bachelières, Assaut, En Visite, Les Deux Soeurs, Introduction. – Vorwort etwas lichtrandig, Seidenhemdchen teils mit Knickfalten und teils mit kleinen Randeinrissen.
One of 149 (total 150) numbered copies. – With 12 orig. etchings. Orig. black half cloth portfolio with mounted title label to cover (rubbed and bumped, cloth spine and title label renewed). – Introduction pages with marginal fading, tissue-guards creased and with small marginal tears.

Lot 1391 Grekoff, Elie – Rimbaud, Arthur
Poèmes. Les Stupra. Album dit Zutique (extraits). Mit 17 erotischen Kupferstichen. Paris, A l’Angelot Maudit, 1948. 47 S. 20 x 13 cm. Lose Büttenlagen im illustrierten Original-Umschlag in Original-Pappdecke mit illustrierten Innenspiegeln im Pappschuber (Schuber berieben und mit kleinen Fehlstellen im Bezug, Umschlag etwas gebräunt). [*]
Zuschlag 160 €
Handschriftlich nummeriertes Exemplar. – Dutel 2461. – Die Kupferstiche, davon 13 auf Tafeln, zeigen erotische Szenen in jeder Mischung. Der nicht genannte Künstler ist Elie Grekoff (auch Grecoff). Die Innenseiten des Deckels und des Umschlags mit einem stilisierten Penis bzw. einer Scheide geschmückt. Durchgehend in lila/schwarz gedruckt. – Vereinzelt etwas fingerfleckig.

Lot 1392 Heinse, Wilhelm
Die Kirschen. Mit 7 signierten Original-Lithographien von Wilhelm Wagner. Berlin, Gurlitt, 1920. 1 weißes Bl., 45 S., 2 (1 weißes) Bl. 30,5 x 25 cm. Original-Lederband mit goldgeprägtem Rückentitel und blindgeprägter Deckelvignette (Kanten und Rücken etwas berieben, Rücken leicht aufgehellt, vorderes Gelenk minimal angeplatzt, oberes Kapital leicht eingerissen, Ecken etwas gestaucht).
Zuschlag 160 €
Der Venuswagen, erste Folge, Band VIII. – Eins von 40 (GA 740) nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe auf starkem Bütten und in Ganzleder, alle Graphiken und Druckvermerk vom Künstler signiert. – Unbeschnitten. – Schönes Exemplar.

Lot 1393 Holtei, Karl von
Don Juan. Dramatische Phantasie in sieben Akten; von einem deutschen Theaterdichter. Paris, Pierre Marteau (das ist: Leipzig, Wigand), 1834. VIII, 336 S. 19,5 x 11,5 cm. Roter Halblederband (signiert: “Ferd Bakala Wien”/ 1922) im Stil der Zeit mit goldgeprägtem Rückentitel und Rückenvergoldung sowie beigebundenem Original-Umschlag. [*]
Nachverkaufspreis 200 €
Seltene erste Ausgabe, anonym erschienen. – Holzmann-Bohatta 4084 – Goedeke IX, 523, 84 – Borst 1718 – Houben II, 289 – Hayn-Gotendorf III, 470: “Erotische Komödie, ‘frei von den Fesseln, die zufällige Bühnenform, Theater, Theater-Censur, Hofetikette und Prüderie des tugendsamen Publikums.’ Nur in kleiner Auflage gedrucktes Werk, ‘das an sittenlosem Schmutz mehr aufgenommen hat, als eine grobe Vorstellung des Titelhelden rechtfertigt’ (Goedeke, 1. Aufl. III, p. 648 u. 650.) Ziemlich rar, da vom Verfasser möglichst unterdrückt worden.” – “Daneben gehen auch stark homosexuelle Episoden. Einzelne Szenen dieses von elementaren Leidenschaften durchbrausten erotischen Don Juan-Dramas sind jedenfalls von hinreißender Gewalt” (Bilderlexikon II, 512-514). – Zweiseitig unbeschnitten. – Teilweise etwas gebräunt.

Lot 1394
Kleiner Globus mit erotischem Inhalt. Zweiteilig aus Pappmaché, innen im Deckel Wachsmodelle einer entblößten Frauenbüste und eines Podex. Herstellermarke PWB. Um 1900. Duchmesser: 7,5 cm (außen kleinere Fehlstelle, etwas angestaubt, innen gut erhalten). [*]
Zuschlag 280 €

Lot 1395 Kronhausen, Phyllis und Eberhard
The Drs. Kronhausen present the first international exhibition of erotic art. Lund’s Konsthall. Museum of Art, Sweden. 3 May – 31. July 1968. Ausstellungsplakat. Dänemark, Sandberg, 1968. 101,5 x 70 cm. Auf dicke Pappe aufgezogen mit Leinenstreifen eingefasst. [#]
Nachverkaufspreis 160 €
Die erste internationale Ausstellung für erotische Kunst wurde von dem us-amerikanischen Sexualwissenschaftler- und Psychoanalytiker-Ehepaar Eberhard und Phyllis Kronhausen gegen einige Widerstände organisiert. – Die Ausstellung bestand hauptsächlich aus der privaten Kunstsammlung des Ehepaars und wurde anschließend in San Francisco im Museum of Erotic Art (1970-1973) gezeigt. – Mit einer großen erotischen Illustration des japanischen Künstlers Sugimura Jihei. – Stellenweise leicht fleckig, mit zwei gestanzten Löchern im oberen Rand, die Druckangabe im unteren Rand durch den Leinenstreifen verdeckt. – Dabei: Katalog zur Ausstellung. 30 S. und Abbildungsteil.

Lot 1396 Lamm, Erich (zugeschrieben)
Alraune. 10 Heliogravüren. Um 1920. Blattgröße: 24,5 x 34 cm. Lose Tafeln. [*]
Zuschlag 400 €
Die Folge erotischer Blätter ist bibliographisch nicht nachzuweisen. Sie ist aber offenbar so komplett, da der Polizeikatalog Polunbi zwei Verbote einer Mappe mit diesem Titel und derselben Tafelanzahl verzeichnet. – Polunbi 9 (“unbrauchbar zu machen”) – Polunbi 2, 8 (“eingezogen”). – Der Titel ergibt sich aus einer Illustration, in der “Alraune” in der Platte auftaucht. Dieses Blatt zeigt eine künstliche Befruchtung. Es ist offensichtlich, dass die Folge inspiriert ist von Hans Heinz Ewers Roman “Alraune. Die Geschichte eines lebenden Wesens” (München 1913), der eben mit einer Befruchtungsszene beginnt. Die Geschichte, die deutlich voyeuristisch-reißerische Elemente der Zeit bediente, fand schon nach kurzer Zeit in großen Auflagen Verbreitung und wurde mehrfach verfilmt. Diese rare Illustrationsfolge zeigt diverse Sex-Szenen, teils ekstatisch, mit Katze, unter Drogen. Die Zuschreibung zu Lamm als Künstler ergibt sich aus gewissen Ähnlichkeiten zu seinem Mappenwerk “Liebesstufenleiter”. – Ränder leicht berieben, Ecken vereinzelt minimal gestaucht.

Lot 1397 Louys, Pierre
Le Trophée des Vulves Légendaires. (Neuf Sonnets sur les Héroïnes de Wagner rêvés au pied du Venusberg en Août 1891). Mit 18 Radierungen von Fernand Hertenberger im Text. Paris, Aux Dépens d’un Groupe de Bibliophiles Parisiens, 1948. 41 nn. S. 23,5 x 18 cm. Ungebundene Lagen im Original-Umschlag mit Deckeltitel (leicht gebräunt). [*]
Zuschlag 330 €
Erste Ausgabe von neun unveröffentlichten Sonetten von Pierre Louys. – Eins von 246 (GA 300) nummerierten Exemplaren auf Vélin pur chiffon du Marais. – Dutel 2534 – Pia 1334 – Simonson, Midi, 277 – Simon 69. – Der nicht genannte Künstler der sehr freizügigen und expressiven Radierungen ist Fernand Hertenberger. Er verbildlicht in eindeutiger und plastischer Manier den mächtigen Sexualtrieb von Wagners Heroinen. Die “Justification” hat ein Druckbild in Form eines Penis. – Ohne das Titelblatt. – Leicht angestaubt, im Rand papierbedingt leicht gebräunt.

Lot 1398 Maele, Martin van – Choderlos de Laclos, Pierre-Ambroise-François
Les Liaisons Dangereuses. Édition publiée d’aprés le texte original avec une étude sur Choderlos de Laclos et une bibliographie des ‘Liaisons Dangereuses’ par Ad. van Bever. Vingt eaux-fortes originales par Martin van Maele. Mit gestochenem Frontispiz-Porträt, 1 gefalteten Faksimiletafel und 20 Original-Radierungen von Martin van Maele sowie 1 Extra-Suite. Paris, Chevrel, 1908. 2 Bl., XXIX, 1 Bl., 384 S. 2 Bl. 26 x 17 cm. Halblederband der Zeit mit goldgeprägtem Rückentitel, Kopfgoldschnitt und eingebundener Original-Broschur (Kanten berieben, Rücken aufgehellt, Broschur etwas fleckig). [*]
Nachverkaufspreis 200 €
Eins von 30 (GA 225) Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einer doppelten Suite in Rötel und Druck auf Japan. – Unbeschnitten. – Teils leicht fingerfleckig.

Lot 1399 Meseck, Felix
Lust. 10 Kaltnadelarbeiten. Mit 1 signierten Radierung auf dem Mappendeckel und 8 (statt 10) signierten Original-Kaltnadelradierungen auf Bütten. Berlin, Fritz Gurlitt, (um 1922). 1 Bl. (Druckvermerk). 38 x 31 cm. Lose in Original-Halbleinenmappe mit radierter Deckelillustration (etwas angestaubt).
Nachverkaufspreis 200 €
Siebzehntes Werk der Gurlitt-Presse. – Eins von 60 (GA 70) nummerierten Exemplaren. – Bilderlexikon IV, 670 – Vollmer III, S. 377. – Der Künstler behandelt in schmalen Linien erotische Themen; vom zarten Liebeswerben bis hin zu fast orgiastischen und bacchantischen Szenen, aber auch Zurückweisung, Erschöpfung, Alter. – Druckvermerk gebräunt, sonst gut erhalten.

Lot 1400 Mirabeau, Comte de
Le Libertin de Qualité. Nouvelle Edition accompagnée d’une Notice bibliographique par HELPEY Bibliographe poitevin (das ist: Louis Perceau). Ouvrage orné de 20 Eaux-fortes. Mit 10 handkolorierten Radierungen auf Tafeln und 10 Radierungen im Text. Alencon, Chez Jean-Zacharie Malassis, 1929. 244 S. 23 x 16,5 cm. Original-Broschur (leicht braunfleckig, Rücken fachmännisch restauriert). [*]
Nachverkaufspreis 350 €
Eins von 100 nummerierten Exemplaren auf Vélin d’Arches (GA 320). – Dutel 1853. – Hier abweichend, und so bibliographisch nicht dokumentiert, mit allen Radierungen auf Tafeln von Hand koloriert. Unikat. – Unbeschnitten. – Im Schnitt und einige Seiten schwach braunfleckig.

Lot 1401 Musset, Alfred de
A.D.M. Gamiani ou deux nuits d’excès. Fac-similé du texte original orné des 12 lithographies de Devéria & Grévedon. Mit 12 kolorierten Original-Lithographien. Paris, aux dépens d’un amateur, 1926. 75 S. und 26 S. (Faksimilierter Text der Original-Ausgabe) 33 x 24,5 cm. Dunkelroter Halblederband mit goldgeprägtem Rückentitel (Kanten und Rücken berieben). [*]
Nachverkaufspreis 600 €
Eins von 100 (GA 360) Exemplaren der kolorierten Fassung auf Papier Montgolfier, hier jedoch mit einer Nummer der unkolorierten Fassung. – Dutel 1640 – Pia 531f – Drouot, Imp. Biblio. 179 – vgl. Hobart & Maclean 73ff. – Der Text besteht aus vier Teilen: einer “Notice bibliographique” von André de Sermanmagny, Bibliophile (das ist: André Warnod), einer Einführung “Préface” und dem eigentlichen Text sowie dem faksimilierten Text der Original-Ausgabe von 1833. – Die Illustrationen erheben dieses Werk zu einer der schönsten und seltensten Gamiani-Ausgaben. Die Kolorierung in frischer Farbigkeit und durch Eiweiß gehöht. – Schönes Exemplar.

Lot 1402
Die Philosophie in Collision mit der Liebe, oder Abt Magazeni und sein Zögling. Eine mehr als wahrscheinliche Geschichte. Mit 4 Kupfertafeln. Leipzig, Ignaz Alberti, 1792. 12 Bl., 338 S., 3 Bl. 15,2 x 9 cm. Halblederband der Zeit mit handschriftlichem Rückenschild (Ecken und Kanten bestoßen). [*]
Zuschlag 400 €
Erste Ausgabe, anonym erschienen. – Hayn-Gotendorf VI, 182: “Selten, besonders mit allen Kupfern” – nicht bei Holzmann-Bohatta. – Titel mit überklebtem Ausschnitt (kein Textverlust), teilweise leicht gebräunt, Lagen teils etwas gelockert.

Lot 1403 Prassinos, Mario – Apollinaire, Guillaume
Le cortège priapique. Mit 16 Original-Radierungen von M. Prassinos. Ohne weitere Angaben (das ist: Paris, Ende 1940). 12 Bl. 25,5 x 16,5 cm. Lose Büttenlagen im erotisch illustrierten Original-Umschlag (Kanten leicht berieben). [*]
Zuschlag 260 €
Eins von 130 (GA 160) nummerierten Exemplaren. – Pia (Fayard) 278 – Dutel 1304 – Drouot, Imp. Biblio. 13 – Simonson, Domaine Privé, 231 (“un des meilleurs érotiques résolument modernes”). – Die 16 Radierungen in Rötel wurden in den Text gedruckt. Die Darstellungen sind deftig und eindeutig, nicht ohne Witz und gewollter Naivität. Der rotbraune Umschlag ist mit Darstellungen bedruckt, die an naive Wandkritzeleien mit Kreide erinnern. Vermutlich wurde dieser Umschlag von Dubuffet entworfen. – Minimal fleckig.

Lot 1404 Rops, Félicien
Das Weib. Mit 30 Lichtdrucktafeln, davon 3 farbig. Wien, C. W. Stern, 1910. 34 x 26 cm. 1 Bl. (Inhaltsverzeichnis), 1 Bl. (Verlagswerbung). Illustrierte Original-Halbleinenmappe (stärker berieben und leicht fleckig, Flügel restauriert). [*]
Zuschlag 240 €
Erste Ausgabe. – Hayn-Gotendorf IX, 504. – Die Mappe erschien in nur 700 Exemplaren als Privatdruck im renommierten C. W. Stern Verlag, der ersten Adresse für bibliophile Erotica im Wien der Jahrhundertwende. Die Mappe zeigt ein beeindruckendes “Panoptikum” auch erotischer Weiblichkeit aus dem Oeuvre F. Rops. – Das Blatt mit der Verlagswerbung bringt verso die handschriftliche Übersetzung von alter Hand des in französischen Titeln gehaltenen Inhaltsverzeichnisses. – Titelverzeichnis etwas stockfleckig und angestaubt, Tafeln leicht fingerfleckig, vereinzelte winzige Stockfleckchen.

Lot 1405 Rops, Felicien – Rouir, Eugene
Félcien Rops. Catalogue raisonné de l’oeuvre gravé et lithographié. 3 Bände. Mit zahlreichen Abbildungen. Bruxelles, C. van Loock, 1987-1992. 37,5 x 26,5 cm. Rot geprägte blaue Original-Leinenbände mit Rücken- und Deckeltitel (minimal fleckig). [*]
Zuschlag 400 €
Eins von 500 nummerierten Exemplaren. – Umfassendste durchgehend illustrierte Bibliographie. – Tome I: Les lithographies. Tome II: Les eaux-fortes, cat. 273-663. Tome III.: Les eaux-fortes, cat. 664-975. – Innen tadellos.

Lot 1406
Sammlung von 13 erotischen Original-Aquarellen. Frankreich, um 1950. 12 x 16 cm bis 34 x 24 cm. Gerahmt.
Zuschlag 360 €
Gut erhalten.

Lot 1407
Sammlung von 14 erotischen Original-Aquarellen und aquarellierten Original-Zeichnungen sowie 1 Original-Bleistiftzeichnung. Frankreich, 1. Hälfte 20. Jahrhundert. 19,5 x 13 cm bis 26 x 20 cm. Auf Kartons montiert, in Halbleinwandmappe.
Zuschlag 330 €
Einige Zeichnungen mit französischer Bezeichnung (“Soixante-neuf” etc.). – Gut erhalten.

Lot 1408
Sammlung von 23 erotischen Original-Graphiken in verschiedenen Techniken (Radierung, Lithographie u.a.). Teils signiert und nummeriert. 18.-20. Jahrhundert. Verschiedene Formate, teils unter Passepartout. Lose in Halbledermappe.
Nachverkaufspreis 200 €
Dabei: Cheesman, Thomas. Venus. Nach Titian. Kolorierter Punktierstich; Holstein, Pieter. Love me. Kolorierte Original-Radierung, signiert, nummeriert (17/40). Weitere Werke von Berenice, K. Ondeicka, M. Erazim, A. Spronk u.a. – Vereinzelt gering fleckig.

Lot 1409
Sammlung von 6 erotischen Original-Zeichnungen. Aquarell über Tusche und Bleistift auf Papier. Unten rechts monogrammiert “TS”, legiert und bezeichnet: “nach HL”. Betitelt und nummeriert 1 bis 7 (Nr. 3 fehlt). Um 1910. Blattgrößen: Ca. 23 x 17 cm.
Zuschlag 850 €
Die Zeichnungen sind oben links nummeriert und auf Deutsch und Französisch betitelt: 1. Marmor, 2. Der Moment, 4. Das Idol, 5. Alles hat seine gute Seite, 6. Liebesgötter und 7. Ein schwieriger Fall. – Die Zeichnungen sind fein ausgeführt und zeigen auf eine humoristische Art das Liebesspiel mit Satyren, einer Marmorskulptur und anderen “Liebesgöttern”. – Papierbedingt etwas gebräunt, teils fingerfleckig.

Lot 1410 Scheurich, Paul
Die königliche Orgie oder Die Österreicherin bei Laune. Eine Oper. Von einem Leibgardisten veröffentlicht am Tage der Pressefreiheit. In Musik gesetzt von der Königin 1789. Mit 6 signierten Original-Lithographien von Paul Scheurich. Berlin, Gurlitt, 1919. 2 weiße Bl., 37 S., 2 (1 weißes) Bl. 30,5 x 25 cm. Original-Lederband mit goldgeprägtem Rückentitel und blindgeprägter Deckelvignette (Kanten und Rücken leicht berieben).
Nachverkaufspreis 200 €
Der Venuswagen, erste Folge, Band VII. – Eins von 40 (GA 740) nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe auf starkem Bütten und in Ganzleder, alle Graphiken und Druckvermerk vom Künstler signiert. – Unbeschnitten. – Teils mit leichtem Tafelabklatsch, sonst schönes Exemplar.

Lot 1411 Székely, Alexander Sándor
Fidibusz. Mit 10 (2 Aquarellen, 3 Kreidezeichnungen, 5 Tuschzeichnungen) erotischen Original-Zeichnungen. Budapest, Junius 1943. 31 x 21,5 cm. Original-Umschlag mit Klammerheftung (Vorderdeckel etwas knickspurig, leicht gebräunt und etwas angestaubt).
Zuschlag 200 €
Humoristisches Erotikon, das sich als Zeitschrift für Abonnenten tarnt. – Die erotischen Zeichnungen des ungarischen Künstlers Alexander Székely (1901-1968) zeigen anzügliche Szenen mit humoristischen, handschriftlichen Texten auf Ungarisch. – Leicht gebräunt und fleckig, insgesamt gut erhalten.

Lot 1412 Székely, Alexander Sándor
Fidibusz. Mit 9 (2 Aquarellen, 1 Kreidezeichnung, 6 Tuschzeichnungen) erotischen Original-Zeichnungen. Budapest, Marcius 1943. 31 x 21,5 cm. Original-Umschlag mit Klammerheftung (Vorderdeckel knickspurig und mit Randläsuren bzw. Randausriss, leicht gebräunt und etwas angestaubt).
Zuschlag 200 €
Humoristisches Erotikon, das sich als Zeitschrift für Abonnenten tarnt. – Die erotischen Zeichnungen des ungarischen Künstlers Alexander Székely (1901-1968) zeigen anzügliche Szenen mit humoristischen, handschriftlichen Texten auf Ungarisch. – Leicht gebräunt und fleckig, insgesamt gut erhalten.

Lot 1413 Székely, Alexander Sándor
Mappe mit 7 erotischen Original-Kohlezeichnungen, 5 Blätter rechts unten monogrammiert und datiert. 1946. Blattgröße: 30 x 20,5 cm. Mit Mittelfalte. Lose im Papierumschlag (dieser etwas angestaubt).
Nachverkaufspreis 300 €
Die erotischen Kohlezeichnungen des ungarischen Künstlers Alexander Székely (1901-1968) zeigen humoristische Phantasien rund um den männlichen Penis. – Mit Titeln wie: Alter Schwanz, Jungfräulich, Bürokrat, Tanz des jungen Schwanzes etc. – Ein Blatt mit Randeinriss, teils mit kleinen Randläsuren, sonst gut erhalten.

Lot 1414 Székely, Alexander Sándor
Sammlung von 10 erotischen Original-Aquarellen. Alle Blätter rechts unten monogrammiert und datiert. Unten links auf Deutsch betitelt. 1964. Blattgröße: 19 x 12 cm. Alle auf grünem Karton montiert.
Zuschlag 500 €
Die erotischen Aquarelle des ungarischen Künstlers Alexander Székely (1901-1968) mit Titeln wie: Der Voyeur, Spleen, Das gefrässige Weib, Gulliver auf der Insel Lesbos, Pegasus, Der Virtuose, Der diskrete Liebhaber, Henry VIII. etc. – Trägerkartons leicht randknickspurig, sonst gut erhalten.

Lot 1415 Székely, Alexander Sándor
Sammlung von 3 erotischen Original-Aquarellen, alle Blätter rechts unten monogrammiert und datiert sowie links unten betitelt. 1942. Blattgröße: 15,5 x 10,5 cm. Alle auf rosafarbenem Karton montiert.
Nachverkaufspreis 200 €
Die frühen erotischen Aquarelle des ungarischen Künstlers Alexander Székely (1901-1968) zeigen eine blonde Frau bei verschiedenen Liebesspielen mit einer anderen Frau bzw. Männern. Mit den Titeln: Wasserstandsbericht, Verbindung und Aufwärmen. – Gering fleckig, sonst sehr gut erhalten.