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Lot 1089 Plakate
Central-Theater Dresden. Eröffnungsvorstellung Montag, den 21. Nov. 1898. Farblithographisches Plakat. Dresden, Wilhelm Hoffmann, 1898. Format: 69 x 96 cm. [#]
Zuschlag 200 €
Seltenes Plakat zur Eröffnung des Central-Theaters in Dresden 1898. – War gefaltet, rechter Bildbereich mit zwei (12 cm bzw. 5 cm) langen, hinterlegten Einrissen, umlaufend mit kleinen Randläsuren bzw. -einrissen, etwas randknickspurig.

Lot 1090 Plakate – Denissow, W. N
Franzusskaja bulka golodnomu. (Dem Hungrigen ein französisches Brötchen). Zweifarbig lithographiertes Plakat. Moskau, Goßisdat, 1921. 71,5 x 55 cm. [#]
Zuschlag 600 €
Polonski 68 – Autor der Verse ist S. Bassow-Werchojanzew. Herausgeber war die Literarisch-Publizistische Abteilung der Politverwaltung des Revolutionären Militärsowjets der Republik. – Gebräunt, Faltspuren, Randläsuren und kleine Fehlstellen im Rand.

Lot 1091 Plakate – P. A
Kak is chleba sdelat sitez? (Wie ist aus Brot Baumwollstoff zu machen?). Farbig lithographiertes Plakat. Moskau, Volkskommissariat für Nahrungsmittel, 1920. 73 x 49,5 cm. [#]
Zuschlag 600 €
Das Monogramm des Entwerfers wurde wohl nicht aufgelöst. – Polonski Nr. 530 – An die Bauern adressiertes Bürgerkriegs-Plakat: “Das ist ganz einfach, auch aus Brot kann man nicht nur Baumwollstoff, sondern auch vieles andere machen, was ein Bauer braucht.” – Gebräunt, neu auf Papier doubliert, geglättete Faltspuren, recht gut.

Lot 1092 Plakate
Proletariusze wszystkich krajów, Laczcie sie! (Proletarier aller Länder, vereinigt Euch!). Farbig lithographiertes Plakat. Kiew, Polnischer Kommunistischer Verlag, 1920. Ca. 95,5 x 71 cm. [#]
Zuschlag 3300 €
Ohne Hinweis auf den Entwerfer. Gedruckt in der 2. Sowjetischen Photo-Litho-Druckerei, Kiew. – Gefaltet. Kanten neu hinterlegt. Gebräunt, teils restaurierte Knitterspuren, im linken Rand hinterlegte Fehlstelle ohne Bildverlust, geglättete Faltspuren, recht gut und farbfrisch.

Lot 1093 Plakate – S. O
Prawda proti sili, bojem proti sla. (Wahrheit gegen Macht, im Kampf gegen das Böse). Farbig lithographiertes Plakat. Kiew, Allukrainischer Verlag Kiyvska Filija, 1920. 54 x 75 cm. [#]
Zuschlag 1300 €
Das Entwerfermonogramm scheint nicht aufgelöst worden zu sein. – vgl. Polonski 33 – Auf Papier der Ukrainischen Notenbank gedruckt, verso mit Blank-Quittungsformularen. Polonski kennt eine größere Ausführung des Motivs im Minsker Weißrussischen Staatsverlag. – Fleckig, gebräunt, knitterspurig, faltspurig, Randläsuren, teils hinterlegt mit Verfärbung durch Tesafilm.

Lot 1094 Plakate
Wolf Trio. Humoristisches Gesangs-Terzett. Farbig lithographiertes Plakat. Hamburg, Druck bei Friedländer, um 1897. 81,5 x 62 cm. [#]
Zuschlag 500 €
Plakatnummer 932. – Wie bei Friedländer fast immer ohne Hinweis auf den Entwerfer. Lt. Malhotra könnte Henry Schulz in Frage kommen. – Vgl. Malhotra S. 8 (zu Schulz) und S. 281 (zur Datierung) – Mit wenigen, professionell hínterlegten Randeinrissen, gleichmäßig etwas gebräunt, insgesamt sehr gut erhalten.

Lot 1095 Plakate – Zietara, Valentin
Werbeentwurf für Macholl Cognac München. Tuschzeichnung, weiß gehöht, rechts oben signiert und ortsbezeichnet. Blattgröße: 40 x 29,5 cm. München, um 1925. Auf Trägerpappe montiert. [#]
Zuschlag 200 €
Valentin Zietara (1883-1935) war ein in München tätiger deutsch-polnischer Graphiker. 1914 gründete er zusammen mit Franz Paul Glass, Friedrich Heubner, Carl Moos, Emil Preetorius und Max Schwarzer die Künstlergenossenschaft “Die Sechs”, eine der ersten Künstlergruppen zur Vermarktung von Werbeaufträgen, speziell Plakaten. Zusammen mit Ludwig Hohlwein war Valentin Zietara einer der prägenden Werbegraphiker im süddeutschen Raum Anfang des 20. Jahrhunderts. – Leicht fingerfleckig, sonst gut erhalten.

Lot 1096 Werbung
Festschrift aus Anlaß des 50jährigen Bestehens der Menck und Hambrock GmbH Altona-Hamburg am 1. Febr. 1918. Sonderausgabe. Mit Zeichnungen von Willy Habl. Hamburg, Eigenverlag, 1918. 21 Bl. 33 x 25 cm. Original-Pappband mit vergoldetem Deckelsignet (gering bestoßen und angestaubt, etwas fleckig, Kapitale mit kleinen Fehlstellen)).
Nachverkaufspreis 200 €
Eins von nur 150 nummerierten Exemplaren der Ausgabe, angesichts der Zeitläufte geradezu luxuriös ausgestattet. Bringt anfangs einen mehrseitigen Text zur Firmengeschichte, dann folgen die Bilder von Habl, die Szenen aus der Produktion und dem Einsatz zeigen. Habl (1888-1964) war Schüler von Friedrich Adler und C.O. Czeschka. Die Firma existierte von 1868 bis 1978, stellte anfangs Dampfkessel her, später die berühmten Bagger. – Papierbedingt etwas gebräunt, unterschiedlich braunfleckig.

Lot 1097 Werbung
Gerson Mode. 7 Hefte. Mit zahlreichen photographischen sowie farbigen Abbildungen nach Modeentwürfen. Berlin, Otto Elsner (Druck), 1937/39. 36 x 27 cm. Farbig illustrierte Original-Broschuren (etwas angestaubt, teils leicht fleckig, Kanten etwas berieben, Rücken teils etwas eingerissen). [*]
Zuschlag 200 €
Vgl. G. Kessemeier, Ein Feentempel der Mode oder eine vergessene Familie, 2013. – Das Konfektionshaus Hermann Gerson, ab 1848/49 am Werderschen Markt ansässig, gilt als das erste Berliner Kaufhaus. Unter Führung der kunstsinnigen Familie Freudenberg avancierte Gerson’s Bazar seit 1889 zu einem der bedeutendsten Häuser der deutschen Mode- und Möbelindustrie, das eng mit namhaften Künstlern, Architekten und Modeschaffenden wie Hermann Muthesius, Walter Gropius oder Paul Poiret zusammenarbeitete. 1936 wurde es arisiert und von den Gebrüdern Horn übernommen, die jedoch weiterhin den Namen Gerson führten. – Vorhanden sind die Hefte 3-6, 1937 und 8-10, 1938 mit Umschlagillustrationen von Gusti Kämmerling, V. Wiencke, Porth und Alice Bronsch. – Lose einliegend einige Werbeblätter. – Teils leicht stockfleckig und mit kleineren Randläsuren.

Lot 1098 Werbung – Hinkefuß, Carl Ernst und Wilhelm H. Deffke
Handelsmarken und Fabrikzeichen. Eine Werbeschrift. Berlin, Wilhelmwerk – Pflegestätte Deutscher Werkkunst, 1917. Mit 47 teils farbig lithographierten Abbildungen. 37 nach Art eines Blockbuchs gebundene Bl. 20,9 x 21,2 cm. Original-Broschur mit blindgeprägter Deckelvignette, im Original-Umschlag mit Rücken- und Deckeltitel sowie Vignette (dieser insbesondere am Rücken angestaubt und etwas fleckig, leicht bestoßen und mit kleineren Randläsuren).
Zuschlag 380 €
Nummeriertes Exemplar der Vorzugsausgabe. – Sehr schön gestaltete Schrift: vom in der Antiqua von Peter Behrens gesetzten Text, über den vorzüglichen Druck auf schönem Papier bis hin zum Layout von Hinkefuß und Deffke. – Dabei: Maschinenschriftliches Begleitscheiben auf dem Briefpapier des Wilhemwerks zum Prospekt der “Handelsmarken und Fabrikzeichen” an Alfred Budil, zwei mehrfach gefaltete Werbeblätter, zwei Bestellkarten, eine Marke sowie zwei Original-Entwürfe in Tusche auf Karton, wohl von “Ingenieur Budil, Prokurist der Firma K. & Th. Möller GmbH, Brackwede” (verso).

Lot 1099 Werbung – Knab, Albert (Hg.)
Monatshefte für graphisches Kunstgewerbe. (Fortsetzung von: Monatshefte für Lithographie und das gesamte graphische Kunstgewerbe). Jahrgang 2 in 12 Heften. Mit 60 überwiegend farbig lithographierten Tafeln (so komplett). Berlin, Hessling, 1903-1904. 40 x 29,5 cm. Original-Broschuren (etwas knickspurig, Falze teils gerissen). [*]
Zuschlag 1000 €
Ab diesem Jahrgang erschien die Zeitschrift unter dem etwas veränderten o.a. Titel, zum Ende des Jahrgangs wechselte sie den Verlag und erschien dann bis 1908 bei Flemming in Glogau. Exzellent gedrucktes Periodikum, das sich hauptsächlich der Werbung widmete: Plakat, Inserat, Buchumschlag etc. Unter den dokumentierten Künstlern: A. Knab, E. Schneidler, H. Varges, H. Wieynck, E.R. Weiss, G. Belwe, F.W. Kleukens, W. Belling, E. Neumann, C. Schnebel u.a. – Papierbedingt teils etwas gebräunt, teils kleine Randläsuren, insgesamt recht gut.

Lot 1100 Werbung – Knab, Albert (Hg.)
Monatshefte für Lithographie und das gesamte graphische Kunstgewerbe. Jahrgang 1 in 12 Heften. Mit 58 (von 60) überwiegend farbig lithographierten Tafeln. Berlin, Hessling, 1902-1903. 40 x 29,5 cm. Original-Broschuren (etwas knickspurig, Falze teils gerissen). [*]
Zuschlag 800 €
Exzellent gedrucktes Periodikum, das sich hauptsächlich der Werbung widmete: Plakat, Inserat, Buchumschlag etc. Es fehlen in Heft 4 die Tafel 30 und in Heft 10 die Tafel 47. Knab (1870 – um 1948) war seit 1895 in Berlin tätig, um 1900 zusammen mit J. Klinger im Atelier “Knab-Klinger”, später Lehrer und Herausgeber von Fachzeitschriften, darunter dieser. Unter den dokumentierten Künstlern: A. Knab, H. Wieynck, Fr. Christophe, E.R. Weiss, H. Varges, H. Hirzel, C. Schnebel, L. Sütterlin, E. KLeinhempel u.a. – Papierbedingt teils etwas gebräunt, teils kleine Randläsuren, insgesamt recht gut.

Lot 1101 Werbung
Logo eines knieenden Mannes mit kleinem Fabrikgebäude. Gebürsteter Eisenguss. Montiert. Um 1930. Ca. 19 x 13 cm. [*]
Zuschlag 160 €
Die Firma konnten wir leider nicht identifizieren, es gibt auch keinen Hinweis auf Entwerfer oder Gießerei. – Kleine Kratz- und Korrosionsspuren, ordentlich.

Lot 1102 Werbung
Mitteilungen der erziehungswissenschaftlichen Anstalt der Thüringischen Landesuniversität Jena. Hefte 1 bis 5 (alles!). Jena bzw. Weimar, Frommann bzw. Boehlau, 1925-1929. 25 x 18 cm. Illustrierte Original-Broschuren Gestaltung von Walter Dexel / Christoph Natter ? (etwas angestaubt und leicht stockfleckig).
Zuschlag 240 €
Die Angaben zum Entwerfer des Einbandes divergieren. Die Bände haben den typischen Dexel-Touch der Zeit, auf den Rückdeckeln der Hefte 1 sowie 3-5 steht aber “Umschlagentwurf Chr. Natter Jena”, auf Heft 2 steht “Umschlagdruck Chr. Natter Jena”. Natter (1880-1941) war in der Tat Maler und Graphiker, aber auch einer der bedeutendsten Kunstpädagogen seiner Zeit und seit 1930 als Nachfolger Dexels Leiter des Jenaer Kunstvereins. Denkbar, dass Natter Dexel an den Verlag vermittelte. Eine endgültige Entscheidung über den Entwerfer muss angesichts mangelnder Quellen offen bleiben. – Innen sauber, insgesamt recht gut.

Lot 1103 Werbung
Mitteilungen des Vereins Deutscher Reklamefachleute. Jahrgang 1914 in 12 Heften (in zehn, in einem Band). Mit zahlreichen, teils farbigen und montierten Abbildungen und Beilagen. Berlin, 1914. 372 Seiten. 29 x 22 cm. Private Halbleinwand mit eingebundenen farbig lithographierten Original-Broschuren (Einbände etwas bestoßen und beschabt, Rückenschild fehlt, Rücken fleckig).
Zuschlag 800 €
Jahrgang der seltenen Zeitschrift mit Beiträgen von und über: L. Fries, P. Leni, C. Schulpig, L. Hohlwein, E. Deutsch, W. Weidenmüller, H. Keune, Krieg und Reklame, Werkbundausstellung Köln u.a. Kriegsbedingt erschienen die Hefte August-September und Oktober-November als Doppelhefte. – Vereinzelt Seiten lose, im Mai-Heft fehlen Seite 179/180 und eine Beilage, im Dezember-Heft fehlen die Seiten 369/370, Inseratenteile vereinzelt mit Ausschnitten, sonst augenscheinlich vollständig und insgesamt recht gut erhalten.

Lot 1104 Werbung
Das neue Frankfurt. Fünf Werbeblätter des Verlages und Blatt 17 des Frankfurter Registers. Frankfurt, Druck für Englert und Schlosser, um 1929-1931. Unterschiedliche Formate (Gebrauchsspuren). [*]
Zuschlag 200 €
Blatt 17 des Registers mit Wagenfeld Leuchten, die Werbeblätter für Veröffentlichungen des Verlages: Schuster, Ein Möbelbuch; Frankfurter Schulbauten 1929; Haesler, Die neue Volksschule in Celle; Fünf Jahre Wohnungsbau in Frankfurt a.M. 1926-1930 u.a. – Papierbedingt gebräunt, kleine Randläsuren, recht gut.

Lot 1105 Werbung
Neue Werkkunst. 3 Werbeblätter des Verlages. Graphische Gestaltung Johannes Molzahn und E.R. Auchter-Arndt. Berlin, Druck für F.E. Hübsch, um 1928. Jeweils Doppelblätter. 26 x 19,5 cm. [*]
Nachverkaufspreis 160 €
Die Werbeblätter (Molzahn für Albinmüller, sonst Auchter-Arndt) für die Titel Wilhelm Kreis, Heinrich Straumer und Albinmüller (noch unter dem geplanten Titel “Monumentalbauten”). – Im Falz mit kleinen Verlusten, dort Doppelblätter mit Filmoplast fixiert, nur kleine Randläsuren, recht gut.

Lot 1106 Werbung – Poiret, Paul (Fondateur)
PAN. Annuaire du Luxe à Paris (Deckeltitel). Mit meist farbigen Anzeigen- und Plakatentwürfen bedeutender französischer Art-Déco-Künstler sowie Vor- und Zwischentiteln auf 125 Tafeln. Paris, Devambez, 1928. 32,2 x 26,8 cm. Original-Leinenband mit Deckeltitel in Schwarz- und Silberprägung von Magnier (etwas angestaubt und minimal fleckig, Ecken leicht bestoßen, unteres Kapital mit Wasserrand). [*]
Zuschlag 1200 €
Sehr seltene, opulent ausgestattete Zusammenstellung künstlerischer Werbegraphik der Zwanziger Jahre mit Anzeigen- und Plakatentwürfen von Aubert, Bellaique, Bonnote, Bompard, Lucien Boucher, Cochet, Cocteau, Collin, Crozet, Deluermoz, Raoul Dufy, Dupas, Y. B. Dyl, Pierre Fau, Foujita, Gesmar, Gus Bofa, Edy Legrand, Libiszewski, Mourgue, Charles Martin, Jean Oberlé, Savin, Sem, de Valerio und Wursi etc. – Sechs Zwischentitel unterteilen die Entwürfe thematisch in “Monsieur et Madame” (Mode und Accessoires), “La Maison”, “La Table”, “Fantasies” (Geschenke und Nippes), “La Ville” (Theater und Restaurants) und “Voyages et Sports”. – Zu den beworbenen Firmen und Etablissements zählen u.a. Hermès, Lanvin, Callot Soeurs, Van Cleef & Arpels, Maxims oder das Moulin Rouge. – Die erste Tafel zeigt eine Photographie des Modeschöpfers Paul Poiret, die letzte Tafel bewirbt die Druckerei Devambez, die das Album in seinem Auftrag realisierte und listet die Namen der Entwerfer auf. – Es fehlt der Titel auf Transparentpapier, sonst vollständiges, sehr schönes Exemplar.
125 plates with mostly col. designs for posters and advertisements. Orig. cloth with title to front cover in black and silver by Magnier (slightly dusted and stained, corners slightly bumped, lower spine end dampstained). – Lacking title on transparent paper, otherwise a complete and fine copy.

Lot 1107 Werbung
Sammlung von 15 Prospekten zu Architektur-Büchern der Moderne. Um 1901-1937. Unterschiedliche Formate und Papierarten (Gebrauchsspuren). [*]
Nachverkaufspreis 160 €
Vorhanden sind u.a.: Olbrich. Architektur; Neubauten der Stadt Wien; O. Wagner, Moderne Architektur; Clemens Holzmeister. Bauten; Sörgel. Verirrungen. – Weitere. – Eine Beigabe. – Papierbedingt meist etwas gebräunt, kleine Randläsuren.

Lot 1108 Werbung – Schubert, Walter F
Fünfzig Jahre Carl Goldschmidt Hutfabrik AG Luckenwalde. Holzschnitte, Schutzmarke und gesamte Ausstattung von Karl Schulpig. Berlin, Eigenverlag (Druck bei O. von Holten), 1925. 30 Bl. 28,5 x 22,5 cm. Original-Halbpergament (Vorderdeckel teils etwas lichtspurig, sonst frisch).
Zuschlag 750 €
Exzellent gemachte, geradezu luxuriöse Festschrift in der brillanten Gestaltung von Schulpig. Das 1922 nahe der Innenstadt nach Entwurf von Karl Stodieck errichtete neue Fertigungsgebäude ist hier im Bildteil zu sehen (und kommt an Mendelsohns Steinberg-Bauten nicht heran). – Dabei: Doppelblatt mit gedrucktem Dedikationstext anlässlich der Überreichung 1925. – Insgesamt frisch.

Lot 1109 Werbung
So ist Halle. Halle ist schön. Herausgegeben vom Verkehrsamt der Stadt Halle. Mit Abbildungen im Text. Photo Hans Finsler. Typographie Erwin Hahs (beide Burg Giebichenstein). Halle, Druck bei Karras und Koennecke, um 1930. 32 Seiten. 24,5 x 17 cm. Farbig illustrierte Original-Broschur (gering berieben, knickspurig und fleckig).
Zuschlag 300 €
Legendäres Werbeheft, ganz im Sinne der Neuen Typographie gestaltet und Beleg, dass die Burg zu Unrecht im Schatten des Bauhauses stand. – Gering fleckig, Vorderdeckel gestempelt, sonst recht gut. – Beigegeben: Wo in Halle. Gestaltung und Typographie Lotte Pottel, Burg Giebichenstein. Um 1930. 48 Seiten. Original-Broschur. – Weiter dabei: Stadttheater Halle. Programmheft Der Scheinwerfer. Heft 3, November 1932. Gestaltung und Typographie Roland Busch, Burg Giebichenstein. – Etwas bestossen, Vorderdeckel gestempelt, sonst ordentlich.

Lot 1110 Werbung
Sport im Bild. Die farbige Anzeige. Musterbuch mit zahlreichen, überwiegend farbigen und teils montierten Beispielen für Inserate. Berlin, Scherl, um 1928. 30 Bl. 35,5 x 25 cm. Original-Broschur (gering bestoßen und knickspurig, etwas angestaubt).
Zuschlag 300 €
Sport im Bild war die luxuriöseste Sportzeitschrift der Weimarer Republik. Zum fraglichen Zeitpunkt war ein gewisser Erich Maria Remarque Chefredakteur, der im Blatt nicht nur seinen – lange vergessenen – Rennfahrer-Roman “Station am Horizont” drucken ließ (die Buchausgabe erschien erst 1998), sondern auch viele wichtige zeitgenössische (linke) Autoren zu Wort kommen ließ (Brecht !). Das alles war, wie die hier dokumentierte Werbung, ziemlich autolastig (und zigarettenlastig !), aber luxuriös ganz im Stil der Zeit gehalten. Unter den hier dokumentierten Entwerfern der Inserate: Max Bitroff, A.M. Cay, B. Reuters, H. Pellar u.a. – Die zwei Pergaminblätter am Anfang und am Ende knitterig, sonst innen sauber und insgesamt gut.