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Lot 1625 Anarchismus – Goldman, Emma
Die Ursachen des Niedergangs der Russischen Revolution. Mit einem Vorwort von Rudolf Rocker. Berlin, Der Syndikalist, 1922. 77 S., 1 Bl. 16,5 x 11 cm. Bedruckte Original-Broschur (unteres Kapital mit kleiner Fehlstelle, leicht knickspurig und angestaubt).
Zuschlag 200 €
Einzige Ausgabe. – Die vor allem in den Vereinigten Staaten und Europa aktive Anarchistin, Friedensaktivistin, Antimilitaristin, Atheistin und feministische Theoretikerin Emma Goldman (1869-1940) thematisierte in ihren Schriften u.a. Atheismus, Redefreiheit, Militarismus, Kapitalismus, Ehe, Freie Liebe und Homosexualität. – Titel mit handschriftlichem Besitzvermerk von H.D. Heilmann. – Etwas eselsohrig, vereinzelte Bleistiftanstreichungen, letztes Blatt mit Notiz, sonst gut erhalten.

Lot 1626 Anarchismus – Jung, Franz
An die Arbeitsfront nach Sowjetrußland. Zum Produktionskampf der Klassen. Berlin und Leipzig, VIVA, 1922. 47 S. 18,5 x 12,5 cm. Original-Broschur (Rücken und hinterer Umschlag minimal eingerissen, hinterer Umschlag leicht fleckig).
Zuschlag 200 €
Arbeiterhilfe und Sowjetrußland, Band 1. – Erste Ausgabe. – Wilpert-Gühring² 25. – Herausgegeben vom Auslandskomitee zur Organisierung der Arbeiterhilfe für die Hungernden in Russland. – Sehr gut erhalten.

Lot 1627 Anarchismus
MAD. Materialien, Analysen, Dokumente. Anarchistische Hefte. 6 Hefte in 5 Heften UND: REVOLTE. Anarchistische Zeitschrift. 1971-1975. 7 Hefte. Hamburg, 1971-1975. 29,5 x 21 cm. Illustrierte Original-Broschuren.
Zuschlag 260 €
Pasterny, Gegenkultur 78 und 82 – Jenrich 212 und 260. – Seltene, von der Föderation Neue Linke (FNL) Hamburg, die sich als Föderation autonomer, anarchistischer Stadtteil- und Basisgruppen sah, herausgegebene libertäre Zeitschrift. – Vorhanden: MAD: Heft 2, 3, 4/5, Sonderheft 1 und 2. – Revolte: 6, 7, 8, 10/11(2), 12, 13 und 14. – “Mit der Zeitschrift MAD sollten für die “Bewegung Materialien und Mittel zur Propaganda erarbeitet” werden, so daß die einzelnen Hefte jeweils mit einem Themenschwerpunkt erschienen sind… Die Umbenennung der Zeitschrift in REVOLTE sollte schon durch den Titel den zukünftigen Schwerpunkt deutlich machen, der nunmehr auf der Diskussion von theoretischen und praktischen Problemen gelegt wurde” (DadA Projekt DA-P0000382). – Zu den Redakteuren gehörten P. Gallissaires, M.K. Markunin, Lutz Schulenburg und Hanna Mittelstädt. – Ein Sonderheft zum Rauchhaus. – Beiliegend: Zahlreiche Zeitungsauschnitte der Zeit von Heilmann zu in der Publikation behandelten Themen. – Gut erhalten.

Lot 1628 Anarchismus
Sammlung von über 55 Ausgaben verschiedener anarchistischer Zeitschriften. Verschiedene Orte, 1970-1979.
Zuschlag 260 €
Die Sammlung beinhaltet u.a.: Anarcho-Info. 7 Ausgaben. Frankfurt, 1970-1971. – Jenrich 23. – Fanal. 2 Ausgaben. Tübingen, um 1970. – Jenrich 92. – Der Drache(n). Anarchistisch-antiautoritäre Arbeiterzeitung. 6 Ausgaben. Berlin, 1972-1974. – Jenrich 77: “wurde auch in Ostberlin verbreitet”. – Befreiung. 20 Ausgaben. Mühlheim, Berlin, Köln, 1970-1975. – der schwarze gockler der im dunkeln kräht. Jahrgang 1: Heft 0 und 11. Karlsruhe, 1978-1979. – Jenrich, 276. – Schwarze Presse. Heft 1. Heidelberg, 1975. – Jenrich 281. – Le combat syndicaliste. 5 Ausgaben. Paris, 1977. – Anarchistische Hefte. 2-4. Berlin, Anarchistischer Arbeiterbund, um 1970. – Luzifer. Heft 1 und 2. Berlin, Libertäres Forum, 1979. – 7 Flugblätter und 2 Protokolle zu verschiedenen Aktionen. Ca. 1970-1972. – Insgesamt guter Zustand.

Lot 1629 APO und Gegenkultur – Breitenstein, Klaus
Der Schah von Persien kommt nach Berlin. Für Kinder gezeichnet & gedichtet von einem 18jährigen Lehrling. Mit 18 ganzseitigen Abbildungen. Berlin, Rote Steine, um 1967. Titelblatt, 42 S. 21 x 29,5 cm. Geklammert.
Zuschlag 550 €
Wohl nur in sehr kleiner Auflage erschienene satirische Publikation im Stil eines Kinderbuchs zum Schahbesuch Anfang Juni 1967. – Das Heft wurde vom proletarischen Lehrlingstheater “Rote Steine” herausgegeben. Aus der Zusammenarbeit mit Dietmar Roberg, Blalla Hallmann und anderen für das Straßentheater Hoffmann’s Comic Teater (HCT) und das Lehrlingstheater Rote Steine entwickelte sich 1970 durch die Hinzunahme von Kai Sichtermann (Bass) und Wolfgang Seidel (Schlagzeug) die Band “Ton Steine Scherben”. – Titel und letztes Blatt leicht fleckig, Titel mit handschriftlichem Besitzvermerk von H.D. Heilmann, sonst gut erhalten.

Lot 1630 APO und Gegenkultur – Die Tödliche Doris
Chöre und Soli. Mit acht farbigen Miniphon-Schallplatten, einem batteriebetriebenen Abspielgerät und einem Begleitbuch. Berlin, Gelbe Musik, 1983. 30 S., 1 Bl. (Begleitbuch). Alles in der bedruckten Original-Pappkassette (Kanten berieben, etwas beschabt, leicht fleckig, leicht knickspurig, 2 Ecken des Deckels eingerissen, dort alt mit Klebestreifen repariert).
Zuschlag 650 €
Die bei Ursula Blocks “Gelbe Musik” erschienene Box “gilt als erstes musikalisch generiertes Multiple” (k-strich.de, K’ Galerie). – Die im Umfeld der Punk-Bewegung und der Kunsthochschule Westberlin enstandene Band wurde 1980 von den Kunststudenten Wolfgang Müller und Nikolaus Utermöhlen (im Begleitheft “Vermöhlen”) gegründet, später kamen Käthe Kruse und Tabea Blumenschein zur Band hinzu. – “Bei ihrer Auflösung 1987 war die Tödliche Doris international bekannt. Ausstellungen, Filmvorführungen und Konzerte führten in zahlreiche Städte innerhalb Deutschlands und nach New York, Amsterdam, Brüssel, Basel, Helsinki, Budapest, Warschau, Wien, Paris, Bordeaux und Tokio. Die Tödliche Doris war Teilnehmerin der documenta 8 in Kassel. Das Museum of Modern Art in New York, das Musée d’Art Moderne Paris sowie zahlreiche weitere Museen weltweit luden die Gruppe zu Auftritten und Filmvorführungen ein.” (k-strich.de). – Beiliegende Original-Batterie leicht angerostet, Funktion des Miniphon-Abspielgeräts nicht geprüft, kleines Plastikteil des Verschlusses auf der Rückseite abgebrochen, Verschluss trotzdem funktionstüchtig, Miniphon-Platten wohl ungespielt.

Lot 1631 APO und Gegenkultur – Lenin, Wladimir Iljitsch
Werke. 34 (von 42) Bände. Berlin, Dietz, 1968-1969. Ca. 21 x 14,5 cm. Blindgeprägte Original-Leinenbände in Lederoptik.
Zuschlag 280 €
Beigegeben: Vier Bände verschiedener Lenin-Ausgaben aus dem Dietz Verlag. Berlin, 1965-1970. – Die kunstvolle Rückengestaltung (mit Nagellack?) durch H.D. Heilmann, “Mörder”, “Doof”, “Sau!” etc., entstand nach Auskunft der Familie nach einem handfesten Streit zwischen Bernd Rabehl und H.D. Heilmann. – Teils mit handschriftlichen Besitzvermerken, Anstreichungen, Notizen und eingelegten Notizzetteln von H.D. Heilmann. – Gut erhalten.

Lot 1632 APO und Gegenkultur – Marx, Karl und Friedrich Engels
Werke. 27 (von 44) Bände in 29 Bänden. Berlin, Dietz, 1965-1969. Ca. 22 x 14,5 cm. Goldgeprägte Original-Leinenbände in Lederoptik (teils etwas fleckig).
Zuschlag 160 €
Beigegeben: Vier Bände verschiedener Marx und Engels-Ausgaben aus dem Dietz Verlag. Berlin, 1953-1969. – Die kunstvolle Rückengestaltung (mit Nagellack?) durch H.D. Heilmann, “Lüge!”, “Idiot”, “Gelogen” etc., entstand nach Auskunft der Familie nach einem handfesten Streit zwischen Bernd Rabehl und H.D. Heilmann. – Beigegeben: Marx, Karl und Friedrich Engels. Die deutsche Ideologie. Berlin, Dietz, 1960. – Vorsatz mit einer Notiz Heilmanns aus dem Jahr 1969 unter seinem Namenseintrag von 1964: “Wenn man manche Unterschriften des HDH aus früheren Epochen betrachtet, fällt sofort deren ungewöhnlich profilneurotischer Ductus auf, was einigen Aufschluß über die Psychopathie desselben zu geben vermag. Das erkannte höchstselbst Hans-Dieter Heilmann, Tollhaus, im Oktober 1969.” – Teils mit handschriftlichen Besitzvermerken, Anstreichungen, Notizen und eingelegten Notizzetteln von H.D. Heilmann. – Gut erhalten.

Lot 1633 APO und Gegenkultur – Pieper, Werner (Hg.)
Grüner Zweig. 25 Ausgaben (darunter 2 Doubletten). Löhrbach, Der Grüne Zweig, Ca. 1973-1980. 14,5 x 10 bis 29,5 x 21 cm. Meist illustrierte Original-Broschuren (teils leicht berieben und leicht fleckig).
Zuschlag 200 €
Pasterny, Gegenkultur 106. – Pieper verlegte in der Reihe `Der grüne Zweig` die ersten Schriften zu Themen wie Naturkost, Indianerkultur, Geomantie, Jonglieren wie auch die deutschsprachigen Erstausgaben von Autoren der amerikanischen psychedelischen Bewegung wie Timothy Leary, John C. Lilly und Terence McKenna. – Die Sammlung umfasst die Nummern 18, 20, 20/25/30, 27, 30(2), 44-48, 51 (2), 54-58, 60, 62, 64, 68, 76, 103 und 112. Darunter u.a. ein Plakat (61 x 41,5 cm) mit den Forderungen des Flugzeugentführeres und Umweltaktivisten Raphael Keppel. – Elster Silberflug, Zeitenwende. Liederbuch. – Nordamerikanische Indianer heute. – Natürliche Ernährung das neue Bewußtsein. – Gartenbau. – Bölling, Einfach anders Leben. – Prigann, Hermann. …weiter… – Rippchen (das ist Pieper), MDMA. Die neue Sympathiedroge. – Der Kolumnist, Verleger, Psychonaut und Drogenberater Werner Pieper (Roland Rippchen, Hugo Hampel, Aki Kwiatkowski) veröffentlicht seit über 50 Jahren Bücher und Zeitschriften “über Sex, Drogen und Rock ‘n’ Roll, Hacker, Rituale und Fäkalien. Und immer wieder entdeckt der Wissenshändler vermeintliche Randgebiete, lange bevor sie populär werden” (Brandeins 2001, Peter Lau, Lebensverändernde Maßnahmen). – Insgesamt gut erhalten.

Lot 1634 APO und Gegenkultur
Sammlung von 21 alternativen Publikationen, 1 Plakat und 2 Flugblättern zu Sanierung, Mieterkampf, Stadtplanung etc. Meist Berlin, ca. 1970-1980.
Zuschlag 300 €
Die Sammlung enthält u.a.: Betonzeit. Ein Pamphlet gegen die Stadtlandschaft und ihre Verbesserungen. Herausgegeben vom Büro für antiutopische Forschungen (Lutz Bredlow). Köln, 1980. 107 S. Illustrierte Original-Broschur (Kanten berieben, leicht fleckig). – Versuch der Sanierung des märkischen Viertels als Beispiel einer Strategie zur Demokratisierung des Planungsprozesses in der Stadt- und Regionalplanung. Berlin, um 1970. 138 S. – Wohnungskampf in Frankfurt. Herausgegeben vom Häuserrat Frankfurt. München, Trikont, 1974. 245 S. – Berichte der Mieterinitiativen in Hamburg. Hamburg, 1974. 51 S. – Berliner Mieterrecht für Mieter. Herausgegeben von der Roten Hilfe. Berlin, um 1973. 144 S. – KOZ. Kreuzberger Obdachlosenzeitung. Heft 6. Berlin, 1973. 10 S. – Kapitalismus und Wohnungsbau. Um 1973. 33 S. – Mieter bleibt heiter, der Wohnungskampf geht weiter. Ein Magazin des Christlich-Demokratischen Fernsehens (CDF) über Hausbesitzer, Spekulanten und andere Chaoten. Herausgegeben von K. Piks in Zusammenarbeit mit dem Häuserrat Frankfurt Diskus, Frankfurt, 1971. – Handbuch für Hausbesetzer. Bonn, Bad Godesberg, Verlagskollektiv Rote Klinke, ca. 1972. 85 S. – Sanierung, Wohnungsnot, Instandbesetzungen, Gewalt und Gegengewalt, kriminelle Vereinigungen und Amnestie. Straffreiheit für alle in den Auseinandersetzungen um die verfehlte Städtebaupolitik Verfolgten. Herausgegeben vom Aktionskomitee Amnestie. Berlin, um 1973. 23 S. – Wie verhalte ich mich bei einer Kündigung? Beidseitig bedrucktes Plakat der Aktionsgemeinschaft Westend. Berlin, 1974. – Teils mit handschriftlichen Besitzvermerken, Anstreichungen, Notizen und eingelegten Notizzetteln von H.D. Heilmann.

Lot 1635 APO und Gegenkultur
Sammlung von 27 Publikationen zu einem alternativen Gesundheitssystem. Meist Berlin, ca. 1970-1975.
Zuschlag 200 €
I. Die Irren-Offensive. Zeitschrift von Ver-rückten gegen Psychiatrie. Nr. 2. Berlin, 1983. – Herausgegeben von der Irren-Offensive, autonome Selbsthilfe-Organisation von Psychiatrie-Opfern. – II. die rote infusion. Organ der Basisgruppe Medizin. Nr. 2. – III. Gesundheitspolitisches Forum. Kollektives Organ im Gesundheitssektor arbeitender Gruppen. Nr. 1 und 2. 1973. – IV. Kritische Krankenhaus Presse. Nr. 1. – V. Unsere Krankheit – Ihr Profit. Pharmaindustrie in der BRD. Arbeitskreis kritischer Mediziner. – VI. Für eine ausreichende medizinische Versorgung der werktätigen Bevölkerung. Arbeitsmaterialien zum Kongress am 28.3. 1974. – VII. Dokumente aus der Neurologischen Universitätsklinik Heidelberg. Direktor Prof. Dr. Heinz Gänsehirt. 2. Auflage. Herausgegeben vom Sozialistischen Heidelberger Studentenbund. – VIII. Vier Publikationen zum Sozialistischen Patientenkollektiv Heidelberg. – IX. Bassin, Alexander. Daytop Village. Berlin, Release 1973. – X. Menschenversuche in der BRD. Hamburg, Arbeiterkampf, um 1977. – XI. Pharma-Info. Basisgruppe Pharmazie Berlin. Nr. 1 und 2. 1970. – XII. Elf weitere Publikationen der Zeit zum Thema. – Insgesamt gut erhalten. – Nicht eingehend kollationiert, augenscheinlich komplett. Ohne Rückgaberecht.

Lot 1636 APO und Gegenkultur
Sammlung von 4 Publikationen und zahlreichen Flugblättern der Kommune I. Berlin, 1967-1968. Ca. 29,5 x 21 cm. Original-Broschuren.
Zuschlag 650 €
Die Sammlung beinhaltet: I. Willkommen, Kanonenfutter. 17 nn. Bl. Kommune I, 17. und 18. Februar 1968. – II. Das ist eine Möglichkeit. Verblöden ist eine andere. Kommune I, 17. November 1967. 11 S. – III. Zwei Exemplare: Kommune I. Gesammelte Werke gegen uns. Um 1968. 1 Bl., 60 S. – IV. Pionk. Berlin, um 1968. 18 S. Geheftet (erstes Blatt aus Heftung teils ausgerissen). – V. 13 Flugblätter der Kommune, darunter vier Doubletten. – VI. Flugblätter 1-15 geheftet. – VII. Flugblatt 16 und “Noch etwas der Broschüre hinterher…”. 8 S. Mit Anklageschriften gegen die Kommune. Geheftet. – Insgesamt gut erhalten.

Lot 1637 APO und Gegenkultur
Sammlung von 6 Flugblättern und einer Zeitschrift der AA-Kommune. Berlin und Wien, ca. 1972-1976.
Zuschlag 200 €
Die Sammlung zur vom Aktionskünstler Otto Muehl gegründeten Aktionsanalytischen Organisation (AAO) oder AA-Kommune umfasst: I. aa Nachrichten Psycho-Physische-Reparatur-Kommune. 2. Auflage. 24 S. 29 x 20,5 cm. Illustrierte Original-Broschur. – II. Flugblatt zu “AA-Bazar-Tebra” in Berlin. – “Demnächst: Latz-Jeans aus den USA”. – III. Flugblatt zum AA-Kommunenfest in Berlin. Rückseitig mit Werbung für die Kommunen-Kneipe Meisengeige. – IV. Flugblatt zum Maifest der AA-Organisation. Rückseitig mit Werbung für die Kommunen-Kneipe Meisengeige. – V. Selbstdarstellung der AAO. Doppelblatt mit grundlegenden Texten der AAO und Veranstaltungshinweisen. – VI. FF. Frauen Forderung. Flugblatt mit 8 Forderungen von 60 Frauen aus der AAO. – VII. Flugblatt zu einem Intensivlehrgang der AAO. – Gut erhalten.

Lot 1638 APO und Gegenkultur
Sammlung von Programmen, Flugblättern und Aufklebern zum “Treffen in TUNIX” 1978. Berlin, 1977-1978.
Zuschlag 180 €
“Die Repression des Staates war allgegenwärtig, die Stimmung eisig, und nach dem Deutschen Herbst würde ein politischer Winter einziehen: Da beschlossen im Dezember 77 ein paar Spontis (beim Bier nach dem samstäglichen Kicken hinter der West-Berliner Kongresshalle), dem drohenden Erstickungstod der Linken ein neues Lebenszeichen entgegenzusetzen: einen lokalen Kongress mit dem irreführenden Namen TUNIX, der die Utopien noch einmal feiern sollte… Der Anwalt Christian Ströbele und der investigative Reporter Günther Wallraff stellten das Projekt “tageszeitung” vor… Buchläden, Ökobauernhöfe, Bürgerinitiativen, alternative Reisebüros – ein linkes Gründungsfieber war ausgebrochen. Befreit von der heiligen Pflicht des Revolutionärs, die Revolution zu machen, konnte man etwas Neues unternehmen.” (Deutschlandfunk Kultur, Der TUNIX-Kongress 1978, 24.01.2018). – Die Sammlung beinhaltet u.a.: Treffen in TUNIX. Westberlin 27.-29.1.1978. Illustriertes Doppelblatt in dem Themenschwerpunkte und teilnehmende Organisationen vorgestellt werden. – Mit einer Doublette. – Treffen in TUNIX. Endgültiges Programm. Doppelblatt mit Veranstaltungsprogramm, einer Liste teilnehmender Kneipen und Gaststätten und einem Wegweiser für Frauen. – Mit zwei Doubletten mit Anstreichungen und Notizen von Heilmann. – Zwei Aufkleber zum Kongress. – Aufruf zur Reise nach TUNIX. Doppelblatt des Koordinationsausschuß TUNIX. – Sechs Flugblätter zu verschiedenen Veranstaltungen auf dem Kongress. – Teils etwas knickspurig. Beigegeben: TUWAT. Spektakel in Bärlin ab 25.8. Doppelblatt und einfaches Flugblatt zum TUWAT Kongress 1981 der sich gegen die vom Berliner Senat angekündigte Räumung von besetzten Häusern richtete. Bei den Räumungen, die nach Verzögerungen am 22. September 1981 stattfanden, starb der Hausbesetzer Klaus-Jürgen Rattay unter bis heute nicht aufgeklärten Umständen, als er von einem Bus erfasst wurde. – Gut erhalten.

Lot 1639 APO und Gegenkultur
Sammlung von über 2000 Aufklebern (Spuckis) der West-Berliner Studentenbewegung. Meist Berlin, ca. 1968-1971. 5,5 x 8 cm bis 21,5 x 15,5 cm.
Zuschlag 400 €
Die Sammlung umfasst ca. 60 verschiedene Motive (teils in Farbvarianten) in unterschiedlicher Stückzahl. Zahlreiche Motive zur Mai-Demonstration 1968, zu einer Mahler Solidaritätsdemonstration am 4.11., gegen Kiesinger, Springer, Vermieter, Faschismus in Griechenland, Notstandsgesetz, US-Imperialismus, für “Nulltarif”, Teufel, Nordvietnam etc. – Sehr gut erhalten. – Beigegeben: Ca. 30 Postkarten und Flugblätter der West-Berliner Studentenbewegung. Meist Berlin, ca. 1968-1971. – Gut erhalten.

Lot 1640 APO und Gegenkultur
Sammlung von Zeitschriften, Kleinschriften und Flugblättern der Hausbesetzerszene. Berlin, Hamburg, Bremen, Frankfurt und Rüsselsheim, ca. 1973-1981.
Zuschlag 180 €
Die Sammlung beinhaltet: I. Instand-Besetzer-Post. Heft 10-17, 19, 22-24 und 31 sowie 3 Doubletten – “Viele Ausgaben boten Tipps zu alternativen Sanierungstechniken … wichtigstes Thema blieb aber der ‘Häuserkampf’: die Entwicklung von Strategien gegen die Wohnungsbaupolitik des Berliner Senats, die Information über neue Besetzungen, drohende Räumungen und Aufrufe zu gemeinsamen Aktionen (museum-digital.de). – II. Tommy Weisbecker Haus. Zwei vierseitige Publikationen der Besetzer mit je einer Doublette. – III. Wir greifen an. Publikation der Stadtteilgruppe Hohenfelde, Hamburg. – IV. Fabrikzeitung. Heft 3 und 4. Berlin, 1979-1980. – Publikation der “Fabrik für Kultur, Sport und Handwerk e.V.” in der Kurfürstenstraße 14. – V. Das Ostertorviertel gehört uns UND: Der Kampf geht weiter. Zwei Publikationen von Hausbesetzern im Ostertorviertel, Bremen. – VI. Dokumentation Hausbesetzung in Rüsselsheim. Internationales Jugendzentrum. 92 S. Publikation der Hausbesetzer. – VII. Kettenhofweg 51. Wohnungskämpfe in Frankfurt. Dokumentation des Häuserrates und des AStA Uni Frankfurt. – Mit zahlreichen beigelegten Zeitungsauschnitten zu Hausbesetzungen der Zeit. – VIII. Drei Flugblätter: Bethanien gehört uns allen! – Rock für die Instandhaltungsbesetzer. – Kornstraße bleibt! – Insgesamt gut erhalten. – Nicht eingehend kollationiert, augenscheinlich komplett. Ohne Rückgaberecht.

Lot 1641 APO und Gegenkultur
Sammlung von Zeitschriften, Rundschreiben, Flugblättern etc. des SDS Ca. 1963-1974.
Zuschlag 300 €
Die umfangreiche Sammlung beinhaltet u.a.: SDS Info. 18 Ausgaben. Herausgegeben vom Bundesvorstand des SDS. 1969-1970. – SDS-Korrespondenz 4 Ausgaben. 1966-1968. – 12 Ausgaben von Zeitschriften verschiedener regionaler SDS. 1969-1974. – neue kritik. 15 Ausgaben. Dortmund, Westdeutscher Verlag, 1963-1966. – Hunderte Blatt Flugblätter, Rundschreiben, Protokolle von SDS-Veranstaltungen und Aktionen ca. 1965-1968. – Mit Notizetteln und Notizen von H.D. Heilmann.

Lot 1642 APO und Gegenkultur
Sammlung von Zeitschriften und Flugblättern zum Tod von Georg von Rauch und zum Georg-von-Rauch-Haus. Berlin, ca. 1971-1972.
Zuschlag 160 €
Die Sammlung umfasst u.a.: Wie starb Georg von Rauch. Doppelblatt vom 17.12.1971. – In 8 Ausgaben. – Wie starb G. Rauch wirklich? Ausgabe der LIM. Zeitung für Lehrlinge und Jungarbeiter. Berlin, Januar 1972. 17 S. – 13 Flugblätter zum Tod von Rauch. Berlin, 1971. Mit Flugblättern der Roten Hilfe, der marxistisch-leninistischen Hochschulgruppe TU, FU und PH u.a. – 10 Zeitschriften und Flugblätter des Rauch-Hauses bzw. der Trebegänger des von Rauch Hauses. – Freiheit für alle Gefangenen. Herausgegeben von der Knastgruppe des Georg-von-Rauch-Hauses. 1972. 11 S. – Mit einer Doublette. – Beigegeben: Einige Zeitungsausschnitte und Notizen von Heilmann zum Thema. – Gut erhalten.

Lot 1643 APO und Gegenkultur – Schröder, Jörg und Barbara Kalender
Schröder erzählt. Folge 1-60, Schwarze Serie 1-20 (von 28), 4 Sondernummern und 1 (von 2) Treuegabe. Berlin, März, 1990-2013. 30 x 21 cm. Original-Broschuren, diese bis Folge 40 in 4 Original-Kunstlederkassetten mit Deckelschildern (Broschuren teils leicht knickspurig und etwas angestaubt).
Zuschlag 700 €
“Jörg Schröder erzählt Barbara Kalender, anschließend werden die Tonbandabschriften von beiden redigiert. Autobiographische Stränge werden verknüpft mit Ereignissen aus dem privaten und öffentlichen Leben, die Erzählungen handeln also von realen Figuren. Es werden Roß und Reiter genannt, nichts ist verschlüsselt. Aus diesem Grunde provozierte Schröders Erzählmanier von Anfang an gerichtliche Auseinandersetzungen… Weil wir zu solchen frustrierenden Auseinandersetzungen keine Lust mehr hatten, erfanden wir einen Buchtyp, der ohne Lager auskommt… Sollte sich jemand durch unsere Texte beschwert fühlen, kann er zwar den weiteren Vertrieb einer Folge unterbinden lassen, aber nicht in ein Buchlager vollstrecken – denn es gibt keines!” (maerz-verlag.de). – Alle Hefte mit handschriftlichem Besitzeintrag und Nummerierung. – Mit einigen Randnotizen von Heilmann in Bleistift. – Beigegeben: Schriftwechsel zwischen Schröder/Kalender und H.D. Heilmann. Ca. 1991-2014. Mit zwei Photos. In ca. 65 kopierten, meist mehrseitigen Briefen von Heilmann und ca. 45 teils handschriftlichen, meist signierten Briefen und Postkarten von Schröder und Kalender werden meist Themen aus den Heften diskutiert. Nach einer Meinungsverschiedenheit um eine 2014 erschienene Festschrift (“Dokument der Schande” Heilmann) bricht der Kontakt ab. – Beigegeben: Audiokassette von Heilmann mit “Schröder-Scheiße” beschriftet. – Insgesamt gut erhalten.

Lot 1644 APO und Gegenkultur
Sehr umfangreiche Sammlung von Hunderten Flugblättern, Zeitschriften, Kleinschriften, Protokollen, Notizen, Aufsätzen etc. Berlin, ca. 1969-1975. In 20 teils beschrifteten Mappen.
Zuschlag 600 €
Die Sammlung beinhaltet Studienunterlagen H.D. Heilmanns sowie Flugblätter, mehrseitige Informationsblätter, Zeitschriften etc. verschiedener libertärer, sozialistischer und kommunistischer (Studenten-) Organsisationen. – Etwas angestaubt und knickspurig.

Lot 1645 APO und Gegenkultur
Sehr umfangreiche Sammlung von Hunderten Flugblättern, Zeitschriften, Protokollen, Notizen, Aufsätzen etc. Berlin, ca. 1965-1969. Lose in 14 teils beschrifteten Mappen.
Zuschlag 350 €
Die Sammlung beinhaltet Studienunterlagen H.D. Heilmanns sowie Flugblätter, mehrseitige Informationsblätter, Zeitschriften etc. verschiedener libertärer, sozialistischer und kommunistischer (Studenten-) Organsisationen. – Etwas angestaubt und knickspurig.

Lot 1646 APO und Gegenkultur – Staeck, Klaus
Konsumgedenktage ’68. Kalender. Mit 13 montierten Original-Holzschnitten. Heidelberg, edition tangente, 1967. 1 Bl. 41 x 29,5 cm. Lose Kartons (Bindung gelöst).
Nachverkaufspreis 160 €
Eins von 500 (GA 550) nummerierten und signierten Exemplaren. – Zwei Graphiken vom Trägerkarton gelöst, sonst sehr gut erhalten.

Lot 1647 APO und Gegenkultur – Teufel, Fritz
Kurzer Briefwechsel zwischen Fritz Teufel und H.D. Heilmann. Berlin, 25.10.-21.11 1967. 1 maschinenschriftlicher Brief Teufels und 2 Briefe Heilmanns in Kopie. Je 29,5 x 21 cm. Falzspuren.
Zuschlag 180 €
I. Brief von Heilmann an Teufel, in dem er ihn zunächst bittet, Kunzelmann davon abzuhalten, seiner Frau “es immer schmackhaft zu machen” der Kommune 1 beizutreten (“dabei hat sie von mir schon 1 Sohn!!”). Dann berichtet er von einem irrtümlich erhaltenen Päckchen, mit Teufels Absender an Dutschke, das er nach einiger Zeit ungeöffnet in den Müll schmeißt, da es sich wohl, dem Geruch nach zu urteilen, um einen “Doppelbrief Scheisse” handelte. – II. Teufel antwortet, dass es etwas naiv von Heilmann wäre zu glauben, dass es sie stören würde, wenn seine Frau schon ein Kind hätte, “Wenn Sie keine Lust hat, ist das was anderes… Du bräuchtest mir nicht zu schreiben in der Manier eines schwäbischen Nachwuchs-Patriarchen” und “Dem anti-autoritären Rudi tust Du übrigens unrecht, wenn Du meinst, er hätte uns aus dem SDS ausgeschlossen…”. – Mit maschinenschriftlichem Umschlag. – III. Brief von Heilmann an Teufel, wohl Teil eines Päckchens, mit dem er Teufel ein Handtuch und “Xälz” seiner Mutter schicken wollte. Beiliegend ein Adressauschnitt, wohl zum Paket mit dem Vermerk “Annahme behördlicherseits verweigert”.

Lot 1648 APO und Gegenkultur – Westdeutsche Bob Dylan Befreiungsfront (Hg.)
Dokumente zum Protest in der Popmusik. Wiesbaden, um 1972. 4 Bl. Geheftet.
Zuschlag 160 €
Anhand von Textauszügen aus verschiedenen Quellen werden fragwürdige Investitionen Dylans (“20.000 Dollar an Aktien der Firma Ling-Tempco-Vought… der Bomben herstellt”) und die Kommerzialisierung der “alternativen” Musikindustrie kritisiert. – “Die Jugend im Westen wird von den Rock-Imperialisten genauso mißbraucht und ausgebeutet, wie die Völker in der sog. ‘Dritten Welt'” (S.4). – Beigegeben: Acht alternative Musikzeitschriften bzw. Fanzines. I. Guten Morgen. Berlin, Volksmund, Ton Steine Scherben, um 1973. 60 S. 30 x 20,5 cm. Illustrierte Original-Broschur. – “Wir haben uns zusammengesetzt, Bilder, Comics und Artikel rausgesucht… Geschichten aufgeschrieben… Andern gesagt sie solln aufschreiben…dann haben wir alles zusammengestellt” (Vorwort). – II. Torn & Ripped. No. 11. London, 1978. 22 S. Geheftete Blätter. – Bekanntes Punk-Fanzine aus London. – III. T4. Um 1980. Elf kopierte gefaltete Doppelblätter im gestempelten Original-Briefumschlag. – Deutsches Punk-Fanzine. Mit Rezensionen von Essential logic, Teenage Jesus and the Jerks etc. – IV. Session. Die Zeitschrift der Berliner-Musiker-Initiative. Heft 2, 4 und 5. – V. Unsere Stimme. Zeitung für eine Musik. Nr. 2 mit Doublette. Berlin, 1977. – Insgesamt gut erhalten.

Lot 1649 APO und Gegenkultur
Zentralrat der umherschweifenden Haschrebellen. Es ist Zeit zu zerstören. Rauschgift. Terror. Mit zahlreichen Abbildungen. Berlin, Selbstverlag, um 1969. 23 nn. Bl (2 Bl. doppelt 1 Bl. vierfach eingebunden). 29,5 x 21 cm. Geheftete illustrierte Original-Broschur (hinterer Umschlag lose).
Zuschlag 500 €
Der “Zentralrat der umherschweifenden Haschrebellen” war eine hauptsächlich im Jahr 1969 ironisch verwendete Eigenbezeichnung einer militanten linksextremen Organisation. – Zu den bekanntesten Mitgliedern des Zirkels gehörten Dieter Kunzelmann, Ralf Reinders, Michael “Bommi” Baumann, Ronald Fritzsch, Norbert “Knofo” Kröcher, Bernhard Braun, Georg von Rauch und Thomas Weisbecker. Die gewaltsamen Tode Rauchs und Weisbeckers zwischen Dezember 1971 und März 1972 (beide wurden beim Versuch der Festnahme durch Polizisten erschossen) führten dann unmittelbar zur Bildung der Bewegung 2. Juni. – Mit kopierten Zeitungsartikeln, Berichten über Aktionen, Comics etc. – Wie immer mit einer zu Vergleichsexemplaren leicht abweichenden, wohl dem beeinträchtigten Kurzzeitgedächtnis geschuldeten, Kollation. – Gut erhalten. – Beiliegend: Zum ersten Mai. Flugblatt vom 29.4.1970 in drei Exemplaren. – Die Verfasser (wohl aus dem Umfeld der Haschrebellen) berichten von verschiedenen militanten Aktionen: Brandanschlag des “Kommando Free Bommi” auf das Kammergericht nach der Entlassung von Karl Pawla. – Anschlag des “Kommando Max Hölzl” auf die Bank für Gemeinwirtschaft. – Missglückter Anschlag des “Kommando Michele Frirk” auf das US-Kasino Harnack-Haus. – Missglückter Brandanschlag auf die Auslieferung des Springer Verlag. – Gut erhalten.

Lot 1650 APO und Gegenkultur – Feminismus
Auf-stellungs-kata-log von Nutten und Nüttchen e.V. (eigen-nütziger Verein) für Huren und Hürchen. Mit zahlreichen Abbildungen. Berlin, 1987. 26 nn. Bl. 29,5 x 21 cm. Geheftet.
Zuschlag 160 €
Seltene frühe und wohl einzige Publikation des Vereins “Nutten & Nüttchen e.V.”, der sich für Belange von Sexarbeiterinnen einsetzt. – Der wohl erst 1989 von Laura Meritt und Sarah Claasen offiziell gegründete Verein initiierte die erstmalige Ausrufung des Internationalen Hurentags in Deutschland am 2. Juni 1989 in Berlin, der seitdem jährlich begangen wird und an den Streik der Sexarbeiterinnen in Lyon 1975 erinnert, den Beginn der Hurenbewegung. – Meritt ist Inhaberin des ältesten europäischen Sexshops in Europa, gründete einen lesbischen Escortservice und initiierte den den PorYes Award. – Wir “begrüßen alle Schwestern bei “Nutten & Nüttchen” mit der Parole: Ficken statt Stricken. Denn hinterm Hurizont geht’s weiter. Prostnost!” (TAZ Von Soldatinnen und Huren, 12.12.1996). – Gut erhalten.

Lot 1651 APO und Gegenkultur – Feminismus
Sammlung von 26 femministischen Zeitschriften. Meist Berlin. 29,5 x 20,5 cm bis 42,5 x 31 cm.
Zuschlag 220 €
Die umfangreiche Sammlung von seltenen feministischen Frauenzeitschriften umfasst: I. Lila Eule. Zeitung für diejenigen, die erst in der Dämmerung ihren Flug beginnen. Bremen, 1978. Mit einer Doublette. – II. Rosa Eule. Zeitung für diejenigen, die erst in der Dämmerung ihren Flug beginnen. Bremen 1978. – III. Tango feminista. Erlebtes und Gedachtes aus der Berliner Frauenbewegung. Berlin, um 1975. – IV. Clio. Eine periodische Zeitschrift zur Selbsthilfe. Nummer 0. Berlin, Frauenselbstverlag, 1976. V. Lesbenpresse. Nr. 1. Berlin, 1975. – VI. Else kämpft. PH Frauenblatt. Nr. 2. Berlin, 1977. – VII. Hexenschuss. Berufsschulzeitung für Mädchen. Berlin, 1971. – VIII. Neben widerspruch. Heft Februar und Oktober 1975. Berlin, 1975. – IX. efa. Emanzipation – Frauen – Argumente. Heft 2, 3 und 5. Berlin, 1973-1974. – X. Frauen haben ein Haus besetzt. Das Frauenhaus in Kopenhagen. Berlin, um 1973. – XI. §218 Zeitung. Berlin, um 1973. – Diese Unterdrückung wird stabilisiert durch die Erziehung der Frauen in Familie, Schule, Berufsausbildung. Berlin, um 1975. – XII. Zwölf weitere feministische Zeitschriften. Darunter Courage (8), Emma, Frauen Offensive, Womans Voice und Frauenzeitung. – Insgesamt gut erhalten. – Nicht eingehend kollationiert, augenscheinlich komplett. Ohne Rückgaberecht. Beigegeben: 15 Flugblätter verschiedener feministischer Organisationen. Meist Berlin, um 1975. – Teils mit leichten Läsuren. – Beigegeben: Acht feministische Buchpublikationen. 1975-1990. – Teils etwas berieben.

Lot 1652 APO und Gegenkultur – Feminismus
Die schwarze Botin. Frauenhefte. Heft 1-6 und 8. Berlin, viva Frauendruck, 1976-1978. 29,5 x 20,5 cm. Illustrierte Original-Broschuren (leicht berieben und leicht fleckig).
Zuschlag 200 €
Pasterny, Gegenkultur, 132. – Die feministische Zeitschrift mit anarchistischen Tendenzen wurde von Brigitte Claasen und Gabriele Goettle herausgegeben. – Enthält u.a. Beiträge von Elfriede Jelinek, Christa Reinig, Gerburg Treusch-Dieter und Gisela von Wysocki. – “Sie sieht in der bisherigen Entwicklung der deutschen Frauenbewegung eher ein ‘Rührstück’ der ‘Neuen Weiblichkeit’. ‘Bühnen mit geblümten Vorhängen geben den Blick frei auf geblümte Frauen, die vor geblümten Kulissen unverblümt Seichtigkeiten von sich geben’, heißt es im Vorwort zur ersten Nummer. Und weiter erfährt man, daß die Arbeit der Schwarzen Botin da beginnen soll, ‘wo der klebrige Schleim weiblicher Zusammengehörigkeit sein Ende hat'” (Die ZEIT “Die Frau als Frau”, 2.11.1979). – “Besonders scharf formulierten die West-Berliner Feministinnen Brigitte Classen und Gabriele Goettle ihre Bedenken gegen ‘Emma’: Zwar wolle man ‘Frau S.’ eine ‘gewisse journalistische Fertigkeit und das echte Anliegen’ nicht absprechen, doch ‘marktfreundlicher Journalismus’ und die Interessen der Frauenbewegung seien letztlich unvereinbar” (DER SPIEGEL “Kampf um Emma” 29.11.1976). – Gut erhalten.

Lot 1653 APO und Gegenkultur – International
Sammlung von 12 Publikationen von und über die I.R.A. und Sinn Fein. Ca. 1970-1977.
Zuschlag 160 €
Die Sammlung enthält u.a.: Limpkin, Clive. The Battle of Bogside. Mit zahlreichen, teils ganzseitigen Abbildungen. Middlesex, Penguin, 1972. ca. 200 S. (unpaginiert). – Mit zahlreichen eingelegten Zeitungsausschnitten von Heilmann. – The Littlejohn Memorandum. Spies in Ireland. The murder machine unmasked. The true story of british and irish espionage services active in Ireland to day. Herausgegeben von Clann Na Heireann. London, um 1974. – Die I.R.A. Sinn Fein. Info 1-7 und eine Sondernummer (Info 1 in 2 Varianten). Verschiedene Herausgeber. – Irland. Zur Geschichte des irischen Befreiungskampfes. Herausgegeben vom Westdeutschen Irlandsolidaritätskomitee. Um 1976. 72 S., 18 S., 1 Bl. – Get these gunmen out of Ireland! Herausgegeben von der roten Zelle Anglistik, Berlin. Um 1972. 31 S. – Zwei Flugblätter. Ein Flugblatt der Autonomen Vorbereitungsgruppe zur Irlanddemo. – Ein Flugblatt des Westdeutschen Irlandsolidaritätskomitees. – Beigegeben: A PIG publication. Ohne Ort, Verlag, Herausgeber, um 1972. 76 S. – “We have a lot to learn. Too often we allow the pigs to fuck us over” (Vorwort). – Dokumentation und Ratgeber zum Vorgehen der Polizei in Großbritannien. – Gut erhalten.

Lot 1654 APO und Gegenkultur – International
Sammlung von 32 Zeitschriften, Kleinschriften, 3 Plakaten und 4 Flugblättern zu verschiedenen Strömungen der US-amerikanischen Gegenkultur. Ca. 1966-1974.
Zuschlag 220 €
Die Sammlung umfasst u.a.: Where it’s at. A Newspaper of common sense and survival for G.I.’s. Eine Ausgabe. Um 1968. – 6 Handbücher der CCCO. “An Agency for military draft counceling”. USA, 1972. Je 15-30 S. – Turning The Regs around. A Handbook on military law and counseling. Herausgegeben vom The Bay Area turning The Regs Around Committee. 120 S. – Red Power. Indianer in der Gegenwart. Herausgegeben von der American Indian Movement Support Group, Hamburg. Um 1974. 26 S. – Black Flag. Organ of the Anarchist Black Cross. Zwei Ausgaben. 1974. – Freedom. Anarchist weekly. Eine Ausgabe. 1974. – Zwei Solidaritätsplakate zu Angela Davis. Ein Plakat (mit Doublette) des Angela Davis Solidaritätskomitee Offenbach. Ein Plakat der Zeitschrift “plakat”, Stuttgart. – Panderma 12. Freedom for Timothy Leary. Basel, Carl Laszlo, 1974. – Umschlag knickspurig und etwas eingerissen. – Learey, Timothy und Joanna. Neurologic. San Francisco, Level Press, 1973. 64 S. – Teils mit handschriftlichen Besitzvermerken und Bleistiftanstreichungen von H.D. Heilmann.

Lot 1655 APO und Gegenkultur – International
Sammlung von 40 Zeitschriften und Kleinschriften sowie Flugblättern zum israelisch-palästinensischen Konflikt. Ca. 1964-1974.
Zuschlag 120 €
Die Sammlung enthält u.a.: Das palästinensische Volk und die arabischen Völker werden siegen! Mit zahlreichen ganzseitigen Abbildungen Peking, Verlag für fremdsprachige Literatur, 1970. – Palästina. Interviews mit Kämpfern der PLO Al Fatah und PFLP. Hamburg, Arbeiterkampf, 1974. 120 S. – Al-Djabha. Die Front. Zeitschrift des Befreiungskampfes der Völker des Nahen Ostens. 11 Ausgaben. Heidelberg, 1970-1974. – Al-thaura. Die Revolution. Organ des Palästina Komitees Bonn. Nr. 1/74. Bonn, 1974. 31 S. – Palästinensische Revolution. Resistentia Schriften. 5 Ausgaben. Frankfurt, Resistentia, 1969-1971. – Zeitschrift für Probleme der Gesellschaft und der deutsch-israelischen Beziehungen. Nr. 15-23. Berlin, 1964-1967. – Demokratische Volksbefreiungsfront für Palästina F.P.D.L.P. Die Spontaneität der Massen und die Theorie des Volkskrieges. Venceremos Sanantaser. Heidelberg, Asta-Press, 1969. 57 S. – Fünf Flugblätter verschiedener Organisationen zum Thema. – Insgesamt gut erhalten.

Lot 1656 APO und Gegenkultur – International
Sammlung von 49 Zeitschriften, Kleinschriften, mehrseitigen Informationsblättern sowie 35 Flugblättern zum Vietnamkrieg. Ca. 1966-1974.
Zuschlag 400 €
Die Sammlung enthält u.a.: The North Vietnam forces in the S.E.A. war. Mit zahlreichen Abbildungen. Tokyo, Mannosuke, 1973. 126 S. Original-Kartonage (knickspurig, mit kleinem Eckabriss). – Text auf Japanisch. – Zwei Franzosen in Vietnam. 1968-1972. Berlin 1973. 11 S. – Das Volk Vietnams wird triumphieren! Die USA-Agressoren werden geschlagen werden. 2.-5. Folge. Mit zahlreichen Abbildungen. Peking, Verlag für fremdsprachige Literatur, 1966. – Nixon ist ein tollwütiger Hund. Berlin, Verlag für internationale Solidarität, 1972. 32 S. – An Giang. Revolutionary development in an pacified province. Herausgegeben vom Ministry of Information of the Republic of Viet-Nam. Mit zahlreichen Abbildungen. Um 1968. – Amis raus aus Indochina. Herausgegeben von Kai Ehlers. Hamburg, Reents, um 1973. 15 S. – Krieg und Frieden in Vietnam. Herausgegeben von lotta communista. Mailand, 1973. 6 S. – Film und Fernsehen in Vietnam 1920-1974. Herausgegeben vom Initiativkomitee für die Stärkung des revolutionären vietnamesischen Filmwesens. Köln, um 1974. 60 S. – A Study of the So-Called “War of Liberation” in South Vietnam. Wohl USA, um 1970. 47 S. – Viet-Nam behind war news headlines. A people’s progress. USA, um 1970. – Building a new society. Herausgegeben vom Ministry of Information & Open Arms. Um 1967. 14 S. – Peace Treaty in Vietnam. Prepared by the Austin Peace treaty coalition. Austin, um 1970. 8 Bl. – Teils mit handschriftlichen Besitzvermerken und Bleistiftanstreichungen von H.D. Heilmann. – Gut erhalten.

Lot 1657 APO und Gegenkultur – International
Sammlung von 50 Zeitschriften und Kleinschriften sowie Flugblättern zu verschiedenen Konflikten in Lateinamerika. Meist Berlin, ca. 1970-1978.
Zuschlag 220 €
Die Sammlung enthält u.a.: Lateinamerika Heute. Nr. 1-4, 6/7, 8 und 4 Sonderhefte. München, Aela, ASTADRUCK, 1970-1973. – Rettet Chiles Patrioten. Herausgegeben von der Chile Arbeitsgruppe Salvador Allende. Berlin, um 1976. 19 S. – Colombia aktuell. Herausgegeben von der Kolumbiengruppe Berlin. Um 1975. 11 S. – America Press. Wer sind die Tupamaros. Nr.1. Düsseldorf, 1974. 16 S. – Palabra del Fidel. Berlin, Neuer Kurs, um 1970. 28 S. – Pogrom. Herausgegeben von der Gesellschaft für bedrohte Völker. 3 Ausgaben. Hamburg, 1973-1975. – Casa o mierda. Haus oder Scheiße. Chile 1972. Freiburg und Santiago de Chile, Venceremos, 1972. 21 S., 6 S., a-j. – Unidad. Zeitschrift über Lateinamerika. Nr. 5. Um 1978. 31 S. – Acht Flugblätter zum Thema. – Insgesamt gut erhalten.

Lot 1658 APO und Gegenkultur – International
Sammlung von Zeitschriften und Kleinschriften sowie Flugblättern zu Konflikten in Spanien, Portugal, Griechenland, verschiedenen afrikanischen Ländern und Iran. Ca. 1967-1980.
Zuschlag 160 €
Die Sammlung enthält u.a.: Acht Flugblätter und vier mehrseitige Informationsblätter zu Griechenland. Verschiedene Organisationen, ca. 1967-1973. – Sieben Zeitschriften und Kleinschriften sowie ein Plakat zu Portugal uns Spanien. Ca. 1970-1973. – Darunter: Doppelblatt der E.T.A. auf Deutsch an “Revolutionäre in Westdeutschland. – Programme und Erklärungen der E.T.A. 21 S., 4 Bl. – Portugal Spanien. Zwei Ausgaben. – Plakat der Partido Communista Portugues. – Vierzehn Kleinschriften und acht Flugblätter zu Iran und Schahbesuch. – Proletarisch revolutionäres AYDINLIK Zentralorgan der Marxisten-Leninisten der Türkei. Heft 1-5 in 4 Heften. Deutsche Ausgaben. 1971. – Zehn Kleinschriften und sechs Flugblätter zu verschiedenen Konflikten in Afrika. Ca. 1970-1974. – Darunter Revolutionäres Afrika. Nr. 1 Wien, Komitee südliches Afrika, 1974. 31 S. – africa in lotta. No. 3. Zürich, 1973. – Der Kampf der Völker Afrikas gegen Kolonialismus, Imperialismus und Neokolonialismus. Herausgegeben von der roten Hilfe. 48 S. Berlin, um 1970. – Teils mit handschriftlichen Besitzvermerken und Bleistiftanstreichungen von H.D. Heilmann. – Insgesamt gut erhalten.

Lot 1659 APO und Gegenkultur – Pädagogik
Berliner Heimerzieher Zeitschrift. (HEZ) 18 Hefte in 17 Heften. Berlin, Rossa, 1972-1974. 30,5 x 21 cm bis 34 x 24 cm. Original-Broschuren.
Zuschlag 160 €
Pasterny, Gegenkultur 153. – Die alternative Pädagogik-Zeitschrift HEZ wurde von “Erziehern in Praxis und Ausbildung, Studenten des Theorie-Praxis-Seminars (TPS) an der Pädagogischen Hochschule Berlin für Heimerziehung” herausgegeben und übte radikale Kritik an Heimleitern und Trägern von Jugendheimen. – Mit den Nummern 1. Jg. 2; 2. Jg. 3-14; 3. Jg. 3-5, 15. – “Ein Produkt der späten Heimreformbewegung in den 1970er und 1980er Jahren. Eine Zeit, die von tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungen und großer Polarisierung geprägt war” (hez-igfh.de). – Insgesamt gut erhalten. – Nicht eingehend kollationiert, augenscheinlich komplett. Ohne Rückgaberecht.

Lot 1660 APO und Gegenkultur – Pädagogik
Kinderfest im M.V. ein Gesellschaftsspiel. Bericht über ein Lernspiel, in dem Arbeiterkinder mit den Widersprüchen der kapitalistischen Gesellschaft konfrontiert werden und zu kollektivem und gesellschaftlichem Handeln aktiviert werden. Mit einem Plakat. Berlin, 1971. 84 S. 29,5 x 21 cm. Illustrierte Original-Broschur.
Nachverkaufspreis 160 €
Seltene Dokumentation eines 10tägigen Kinderspiels mit 200 Kindern im Märkischen Viertel. – “Dieses Heft berichtet über Funktion und Ablauf des 10tägigen Spielablaufs auf dem Bauspielplatz im Märkischen Viertel… Die in diesem Heft geschilderten Erfahrungen mit der Reaktion der Kinder auf die gesellschaftliche Wirklichkeit sind eine Zusammenfassung der Erfahrungen, die die an diesem Gesellschaftsspiel beteiligten Betreuer und Initiatoren bei ihrer Arbeit in den Jugendfreizeitheimen gemacht haben, bei ihrer Theaterarbeit mit und für Kinder und bei der Arbeit im Projekt Spielumwelt im Spielklub für Kinder in der Kulmerstraße. Die Konzeption des Gesellschaftsspiels und die Spielstadt wurden von der Arbeitsgruppe Spielumwelt in der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst entwickelt.” (S. 1). – “10 Tage lang entfaltet Fort Monopol mit seinen Kommandanten, dem Bankherren… seine Macht… Am 10. Tag wurde Fort Monopol gestürmt.” – Mit einem Plakat (69 x 60,5 cm) mit Photographien des offensichtlich recht handgreiflichen Kinderspiels. – Beigegeben: Fests Magazin. Kinder- und Jugendzeitung des Spielclubs Kulmer Straße. Nr 2. Berlin, Spieleclub Kulmerstr., 1971. 63 S. Illustrierte Original-Broschur (leicht fleckig). – Beigegeben: Kinderspielclub Johannisplatz Nr. 1-3 Erfahrungsbericht. Berlin, 1972-1973. – Was ist ein Abenteuerspielplatz. Berlin, um 1972. 20 S. – Gut erhalten.

Lot 1661 APO und Gegenkultur – Pädagogik
Sammling von über 100 Publikationen zu alternativer Pädagogik. Ca. 1968-1975.
Zuschlag 160 €
Die Sammlung beinhaltet u.a.: Informationsdienst des sozialistischen Lehrerbundes. Heft 6-11, 13 und 14. Offenbach, 1971-1973. – Reihe Roter Pauker. Sechs Ausgaben. – Erziehung und Klassenkampf. Nr. 1-6 und 8. Frankfurt, 1971-1972. – Info Sozialarbeit. Heft 1-4. Offenbach 1972-1973. – Kommunistische Erziehung I-III. Herausgegeben vom Arbeitskreis Antiautoritäre Erziehung, SDS Kiel. – Dokumentation zur politischen Disziplinierung demokratischer und sozialistischer Lehrer. Gruppe Neuköllner Lehrer. Herausgegeben von Maria Stammerjohann. Berlin, 1972. – Kampf gegen die Schulmisere. Herausgegeben vom Arbeitskreis junger Lehrer. Lüneburg, 1970. – Zur Strategie und Praxis proletarischer Erziehung. Herausgegeben vom Roten Kollektiv proletarischer Erziehung, RotKol. Berlin 1970. – Über 80 weitere Publikationen zu alternativer Pädagogik. – Darunter ca. 20 Raubdrucke früherer Publikationen. – Beigegeben: PPI. Politisch pädagogische Informationen. Ausgabe 1-4 und 6-10. Herausgegeben vom Politisch-pädagogischen Arbeitskreis, Sozialistischen Lehrerbund, Initiativgruppe. Berlin, 1972.- Beigegeben: Zwietracht. Zeitung des ASTA der PH Berlin. Vier Ausgaben. 1977-1978. – Beigegeben: stud paed. Studentenzeitschrfit für die PH Berlin. Acht Ausgaben. 1964-1966. – Insgesamt gut erhalten.

Lot 1662 APO und Gegenkultur – Pädagogik
Sammlung von 14 antiautoritären und sozialistischen Kinder- und Jugendbüchern. Meist Berlin, ca. 1970-1974.
Zuschlag 550 €
Die Sammlung beinhaltet u.a.: Antiautoritäre Kindergeschichten 1-3.: 2,4,6,8 Wird hier ein Freßsack umgebracht? – Die Wundermauer. Der Knecht. Die rote Fahne. – Die Kunst deinen Drachen gegen den Wind steigen zu lassen. Berlin, COOP-Verlag. – Rotes Kinderbuch, Nr. 1 und 2. Die Hauptsache ist, dass man zu lernen versteht. – Oder die Bullen sind Papiertiger. Berlin, Nierenstein, 1969. – Das rote Kinderbuch 1-3. Die Klassen. 1970. – Die rote Fahne. 1971. – Wie Said der Träumer zu Said dem Verräter wurde. 1971. – Kinderbücher 1, 3 und 4. Die Geschichte von Makamuk und Gaukuk… – Wie das Geld sich zwischen die Leute stellt. – Die roten Bremer Stadtmusiker. (München, Libresso, um 1969). Aus dem Verlag der DKP. – Zwei Bücher mit gebrochener Bindung, ein Buch unschön geklebt. – Beigegeben: 2 Jahre Arbeit mit Kinder- und Jugendbüchern. Herausgegeben vom Kinderbuchladen Kreuzberg, Großbeerenstraße. – Mit einigen von Heilmann eingelegten Zeitungsausschnitten. – Insgesamt gut erhalten.

Lot 1663 APO und Gegenkultur – Pädagogik
Sammlung von 9 Publikationen verschiedener alternativer selbstverwalteter Jugendzentren. Berlin, Bielefeld, Rüsselsheim und Hannover, um 1973.
Zuschlag 120 €
I. Dokumentation des selbstverwalteten Jugendzentrums Drugstore. 31 S. – Publikation des Jugendzentrums Drugstore, Potsdamer Str. 180, Berlin. – II. Selber machen. Herausgegeben vom Schöneberger Jungarbeiter-Schüler Zentrum, Belziger Str. 4-6, Berlin. 21 S. – III. Selber machen II. Herausgegeben vom Schöneberger Jugendarbeiter-Schüler Zentrum, Belziger Str. 4-6, Berlin. 31 S. 1973. – IV. Das Kinderhaus haben Sie uns genommen. Das Zentrum werden Sie nicht bekommen. Herausgegeben vom Schöneberger Jugendarbeiter-Schüler Zentrum. 19 S. – V. dokumentation AJZ. Der Brackwerder Hausbesetzung und der Bewegung um das Arbeiterjugendzentrum. 124 S. – VI. Dokumentation Hausbesetzung in Rüsselsheim. Internationales Jugendzentrum. 92 S. – VII. Dokumentation unabhängiges Jugendzentrum Hannover. 55 S. – VIII. Bürgerinitiative Putte. Spielplatz, Jugendladen, Schülerladen, Wohngemeinschaft soll abgerissen werden! Wir müssen besetzen. Info Nr. 1. – Publikation der Bürgerinitiative Putte zum Hausprojekt Rügener Str. 20, Berlin. – IX. Juck-Sex. Unsere Forderungen. 12 S. – Publikation aus dem Umfeld des Jugendheims Spirale, Westfälische Straße 16, Berlin. – Teils leicht knickspurig und leicht gebräunt.

Lot 1664 APO und Gegenkultur – Pädagogik
Sammlung von Kleinschriften, Zeitschriften, Plakaten und Flugblättern von und über verschiedene Kinder- und Schülerladenkollektive. Ca. 1970-1973.
Zuschlag 120 €
Die Sammlung beinhaltet: Verein für fortschrittliche Erziehung. Kinderladenkollektiv 1. Informationsdienst. Drei Ausgaben. Nürnberg, ca. 1970-1972. – Kinderladenkollektiv II. Dokumantationen zum Schülerladen Rote Freiheit, Berlin. Herausgegeben von der Roten Zelle Pädagogik, Hannover. Um 1970. – Zur Kritik und Selbstkritik der Arbeit in den Schülerläden Westberlins. Herausgegeben vom Schülerladen Lichterfeld, Berlin. 1970. – Schülerladenbericht Falkensteinstrasse. Anfang 1969 – Mitte 1970. – Fünf Zeitschriften. Streikende Lehrerstudenten machten ein Kinderfest. – Kinderzeitung. Heft 1 Berlin, 1973. – Kita. Zeitschrift für Berliner Kinder, Eltern und Erzieher. 3/79. – Drei Publikationen des Zentralrats der sozialistischen Kinderläden West-Berlin. Berlin 1969-1970. – Drei Plakate. Helft den Kinderläden. Stuttgart, plakat, um 1970. – Kinder- und Jugendtheater rote Grütze. Berlin, 1973. – Kinderzentrum Berlin. Kinderzentrum Kollektiv, Rosenbergstraße, Berlin. – Sechs Flugblätter. Zu Kinderfesten, Spendenaufruf, Räumung eines Jugendzentrums, Streik der Kindergärtnerinnen und Strafversetzung von Erziehern. – Insgesamt gut erhalten.

Lot 1665 APO und Gegenkultur – Pädagogik – Wengoborski, Brigitte
Fünf Finger sind eine Faust. Mit 18 ganzseitigen Abbildungen. Berlin, Basis, 1970. 19 nn. Bl. 25 x 21 cm. Illustrierte Original-Kartonage (etwas fleckig und leicht bestoßen).
Zuschlag 390 €
Seltene erste Ausgabe des antiautoritären Kinderbuchs. – Bilderwelt 1871. – Entwurf und Druck durch das sozialistische Verlagskollektiv im Basis Verlag Birnstiel, Reinke, Schilling. Illustrationen von Brigitte Wengoborski. – “Das Zusammenhalten der Finger in einer Faust ist hier vorzüglich in einer fast abstrakten Geschichte dargestellt. Da die Geschichte so bedeutungsvoll ist, wüßte man auch gern, was die Farben bedeuten.” (Bilderwelt). – “Der Versuchscharakter dieser Bücher drückt sich darin aus, daß sie lange Zeit unangetastete hierarchische Gefälle Autor/Leser nicht akzeptieren wollen und den Spieß umdrehen möchten…. Beispielhaft ist dafür das im Berliner Basis Verlag herausgebrachte Bilderbuch ‘Fünf Finger sind eine Faust'” (Kaminski, Antizipation und Erinnerung. M&P, 1992 S. 59). – Selbstverständlich leicht fingerfleckig.

Lot 1666 APO und Gegenkultur – Plakate
Plakat. Über 100 Ausgaben (darunter wenige Doubletten). Mit ca. 40 Plakaten. Ca. 1968-1974. Teils Doppelblätter, diese häufig rückseitig mit Plakat. 42 x 30 cm bis 61 x 43,5 cm (aufgefaltet).
Zuschlag 310 €
Pasterny, Gegenkultur 80. – Herausgegeben von der Stuttgarter Projektgruppe Presse & Information in der APO bzw. Plakat-Kollektiv Stuttgart. – Teils mit dem Untertitel: Für Beschäftigte der Daimler Benz AG. Geschrieben und hergestellt von Kollegen des Werkes Untertürkheim und Sindelfingen. – “Wegen ‘Verunglimpfung von Verfassungsorganen’ erstattete Kanzler Kiesinger Anzeige gegen die ‘Stuttgarter Projektgruppe Presse und Information in der Apo’. Gegen 35 Mitglieder des Herausgeber-Kollektivs, das eine monatliche “Plakat”-Zeitung fertigt, läuft bereits eine richterliche Voruntersuchung. In der Juli-Ausgabe hatten die Jung-Autoren eine Photomontage mit Kiesinger, Franco und Hitler (unteres Bild) gezeigt, um des Kanzlers NS-Vergangenheit und Franco-Bewunderung (Kiesinger nach einem Spanien-Besuch: ‘Bei Franco hat mich die präzise Analyse und die Klarheit seiner Gedanken beeindruckt’) ins Bild zu setzen.” (Der Spiegel 35/1969). – Mit zahlreichen Sondernummern und Flugblättern der Projektgruppe. – Gut erhalten.

Lot 1667 APO und Gegenkultur – Plakate
Sammlung von 8 Plakaten der APO. Meist Berlin, ca. 1967-1971. 30 x 42 cm bis 60,5 x 42,5 cm.
Zuschlag 160 €
Die Sammlung enthält: “Ermordet – Wir kämpfen weiter.” Zum Tod von P. Schelm, G. von Rauch und T. Weisbecker. – “Freiheit für alle Gefangenen. Vietcong, Black Panther, FNL…” – “Alle Macht den Räten – Nicht der Partei.” Plakat der 883 zum Kronstadt-Kongress am 11.5.1971. – Plakat “Kommandeur der berliner Polizei SS-Werner” zum Tod Ohnesorgs. – “Blutsauger mit Schosshund” Solidaritätsplakat für Günter Amendt. – “Anschlag auf Fabrikdirektor nach Massenkündigungen. In West Berlin sind Bomben nötig.” Plakat der Aktionsgruppe Neukölln. – “Nicht an die Wand drücken lassen – sich gemeinsam wehren!” Plakat zum 1. Mai. – “la grégaire solitude” Plakat der französischen Studentenbewegung. Esquisses, Grenoble. – Mit Falzspuren, teils etwas knickspurig.

Lot 1668 APO und Gegenkultur – Plakate
Sammlung von 8 Plakaten des Projekts Lehrlingsrolle der Elefanten Press Galerie. Berlin, um 1972. Ca. 83 x 59 cm bis 56 x 61 cm.
Zuschlag 160 €
Die Sammlung beinhaltet die Nummern, 1-3, 5-8 und 10 der Serie Projekt Lehrlingsrolle der 1972 von Studenten des Fachbereichs Kulturwissenschaft der TU Berlin, darunter Tom Fecht, gegründeten Elefanten Press Galerie. – Mit Motiven von Rainer Hachfeld, Friedrich Karl Waechter, Chlodwig Poth, Amelie Glienke, Jürgen Holtfreter u.a. – Vier Plakate verso mit Text. – Teils leicht knickspurig, insgesamt guter Zustand.

Lot 1669 APO und Gegenkultur – Plakate
Sammlung von 9 Plakaten der APO. Meist Berlin, ca. 1967-1969. 42,5 x 30 cm bis 83,5 x 59 cm.
Zuschlag 260 €
Die Sammlung enthält: Zwei Plakate gegen die Springerpresse “Enteignet Springer”, “Haut den Springer”. – Plakat zu einer Veranstaltung der Studentenvertretung der TU “Pressekonzentration in Berlin” am 20.11.1967. – “Geheimdienst, Notstand, Konterrevolution” Plakat von Rainer Hachfeld. Mit montierten Angaben zu einer Veranstaltung am 31.5.1968 im FU Audimax (Ränder mit Montierungsspuren, kleine Randfehlstellen und kleine Einrisse, ein Riss in der Abbildung. – Plakat “Augstein abtreten – Schluß mit der Pressemanipulation” – Plakat “Sozialdemokratische Gewalttäter. Schmidt/Genscher Bande” im Stil eines RAF-Fahndungsplakats, von der Antiimperialistischen Einheitsfront. – Plakat “Kommandeur der berliner Polizei SS-Werner” zum Tod Ohnesorgs. – “Neo-Nazis raus!” zu einer “Kampfdemonstration” am 14.12.1968 u.a. zum Fall Rehse. – Mit Falzspuren, ein Plakat leicht fleckig.

Lot 1670 APO und Gegenkultur – Polizei und Justiz
Rote Hilfe. Nachrichten und Mitteilungen. 1-21 und 23 sowie 4 weitere regionale Ausgaben. Berlin (bis Heft 13) bzw. Hamburg, Frankfurt, Berlin und München, 1972-1973. Zeitungsfaltung.
Zuschlag 200 €
Beigegeben: Zehn Publikationen der Roten Hilfe zu verschiedenen Prozessen und Haftbedingungen. Um 1973. – Darunter: Solidarität mit den Genossen der RAF. Widerstand gegen die Klassenjustiz. – Peter Paul Zahl. Reden vor Gericht. – Horst Mahler. Wolf Biermann. – Das Komplott zwischen Gerichtspsychiatrie und Justiz. – Politische Justiz.

Lot 1671 APO und Gegenkultur – Polizei und Justiz
Rote Robe. Organ des Südwestdeutschen Referendarverbandes. 20 Ausgaben. Heidelberg, 1970-1974. 28,5 x 21 cm bis 30 x 20,5 cm.
Zuschlag 160 €
Seltene kritische juristische Zeitschrift. – Pasterny, Gegenkultur 82. – “Wir legen Wert darauf, nicht weiter mit Ihnen identifiziert zu werden” (Martin Bauer, Vorsitzender des Deutschen Juristenverbandes in einem Brief an die Redaktion Heft 2/70, S. 31.) – Enthält u.a. Beiträge zu Mieterschutz, “Klassenjustiz”, Mahlerprozess, Lohnkampf, Berufsverboten, Vorbeugehaft, KPD-Verbot etc. – Teils leicht gebräunt und mit leichten Randläsuren.

Lot 1672 APO und Gegenkultur – Polizei und Justiz
Sammlung von 13 Publikationen zu Haftbedingungen politischer Häftlinge, 8 “Knastzeitungen” sowie Flugblätter und 3 Plakate. Ca. 1970-1978.
Zuschlag 160 €
Enthält u.a.: Die Bewegung 2. Juni. gefürchtet-bewundert-geliebt! Kinder unserer Zeit. Berlin, 1980. 6 Bl. – Folter an Gefangenen aus der Bewegung 2. Juni. Dokumentation. Berlin, Prozeßbüro, 1977. 71 S. – Isolationshaft in der JVA Berlin-Tegel Haus III. Zusammengestellt von betroffenen Strafgefangenen. 16 S. – Folter in den Gefängnissen der BRD? Hamburg, 1973. – Bericht über Vernichtungshaft und Isolationsfolter in Gefängnissen der BRD und Westberlins (1970-1974) Widerstandsaktion. Arbeitsgruppe Menschenrechte im Strafvollzug. Berlin, um 1974. 64 S. – Ausbeutung im Knast. Dokumentation. München, Rote Hilfe, um 1974. 34 S. – Knastblatt. Zeitung westberliner Knastgruppen. Nr. 1. Berlin, 1978. – Orkus. Unzensierte Knastzeitung. Nr. 3. – Stimmen der Lumpen. Der große und der kleine Knast. Berlin, 1972. 43 S. – Nachrichtendienst der Gefangenenräte. Nr. 3. Frankfurt, um 1974. – Teils mit handschriftlichem Besitzvermerk von H.D. Heilmann. – Insgesamt gut erhalten.

Lot 1673 APO und Gegenkultur – Polizei und Justiz
Sammlung von 24 kritischen Publikationen und einem Plakat zum Vorgehen der Polizei. Meist Berlin, 1966-1980.
Nachverkaufspreis 160 €
Die Sammlung enthält u.a.: Handlungsanweisungen beim Einmarsch feindlicher Polizei und Truppen. Herausgegeben von der Gruppe 1. April. Um 1975. 52 S. – Polizeibericht. Berliner Polizeieinsätze 1979/80. Eine Dokumentation mit einem Interview mit Alt-Bischof Scharf. Herausgegeben von den Deutschen Jungdemokraten. Berlin, 1980. 46 S. – Dokumentation über die Polizeiüberfälle am 5.3.75. Herausgegeben vom Georg-von-Rauch-Haus et al. Berlin, um 1975. 112 S. – Es geht um deine Sicherheit! Die Schattenseiten der KOB’s. Wie der Staat die Gesellschaft in den Griff kriegen will. Berlin, um 1977. 69 S. – Dokumentation zu Vorgehen der Berliner Polizei. Anlässlich der Demonstrationen vom 10.12.1966 und 17.12.1966. Zeitgenössische Wegweiser: Polizeiknüppel. Herausgegeben vom AStA der FU-Berlin. 23 S., 2 Bl. – Neue Techniken der Repression. Herausgegeben vom Marxistisch Scholings Kollektief. Breda, um 1975. 36 S. – Politische Disziplinierung. Dokumentation des Vorbereitungskollektivs am FB 10. Um 1972. 58 S., 2 Bl. – 125 Jahre Berliner Schutzmannschaft sind genug! Beidseitig bedrucktes Plakat. 60 x 42 cm. – Teils mit handschriftlichen Besitzvermerken, Bleistiftanstreichungen und eingelegten Notizzetteln von H.D. Heilmann.

Lot 1674 APO und Gegenkultur – Polizei und Justiz
Sammlung von kritischen 20 Dokumentationen von Prozessen gegen politische Aktivisten. Meist Berlin, ca. 1975-1980.
Nachverkaufspreis 160 €
Enthält Berichte über die Prozesse gegen Schnepel, Reckes, Maecker, Heinrich, Bind, Marks, Adzersen, Roth, Schult, Kunzelmann, Hammerschmidt, Bixler, Meyer u.a. sowie Die Prozess Depesche des Öffentlichkeitsausschuß “2. Juni-Prozeß”. 4 Ausgaben. Berlin, 1978-1979. – Beigegeben: Drei Schriften und mehrere Flugblätter zum Fall Ernest Mandel. Um 1972. – Beigegeben: Fünf kritische Publikationen zu juristischen Themen: Richter Kupke in den Tod getrieben. – Dokumentation zum Hungerstreik von 128 Gerichtsreferendaren. – Gespräche mit Verteidigern. – 88a in Aktion oder wie man Bücher verbrennt ohne sich die Finger schmutzig zu machen. – Meinung und Presse sind frei…, näheres bestimmen Staatsanwalt und Polizei. Um 1975. – Teils mit handschriftlichen Besitzvermerken, Bleistiftanstreichungen und eingelegten Notizzetteln von H.D. Heilmann.

Lot 1675 APO und Gegenkultur – RAF
2 Fahndungsflugblätter zur RAF. Wiesbaden, BKA, 1977. 29,5 x 21 cm und 30,5 x 22,3 cm (gefaltet).
Zuschlag 280 €
Vorhanden sind: I. Entführung und vierfacher Mord in Köln. Fahndungsflugblatt des BKA Wiesbaden zur Entführung Hans-Martin Schleyers. Beidseitig bedruckt mit mehreren Abbildungen. Gesucht werden Friederike Krabbe, Willy Peter Stoll und Rolf Clemens Wagner. – Minimal eselsohrig. – II. Dringend gesuchte Terroristen. Fahndungsflugblatt des BKA Wiesbaden. Doppelblatt. Mit Fahndungsphotos von 16 Personen, die im Zusammenhang mit den Morden an Buback, Ponto, und Schleyer gesucht werden. Mit Texten auf Englisch, Italienisch, Spanisch, Griechisch, Türkisch und Kroatisch. – Etwas gebräunt und knickspurig. – Dabei: Hinweise in Berlin nimmt der Polizeipräsident … entgegen. Zwei in Rot gedruckte Handzettel (Doublette). 10,5 x 15 cm. – Mit mehreren Berliner Telefonnummern sowie dem Hinweis “Die Stimmen der Entführer können Sie unter der Rufnummer 1166 hören”. – Leicht gebräunt.

Lot 1676 APO und Gegenkultur – RAF
Sammlung von 13 Kleinschriften, 1 Plakat und 8 Flugblättern mit RAF-solidarischen Inhalten. Meist Berlin, ca. 1973-1978.
Zuschlag 950 €
Die Sammlung enthält u.a.: Buback ein Nachruf. Eine Dokumentation. Herausgegeben von 42 namentlich genannten Professoren und 4 Rechtsanwälten. Berlin, Das politische Buch, um 1977. 21 S. – Erneute Veröffentlichung des Buback Nachrufs des Göttinger Mescalero (das ist Klaus Hülbrock). – Komitee Freiheit für Horst Mahler. Stand 1976. Berlin, 1976. 37 S., 10 S. – Die Unbeugsamen von der Spree. Interview mit Ronald Fritzsch, Gerlad Klöpper, Ralf Reinders, Fritz Teufel. Berlin, Knastverlag, 1978. 80 S. Original-Broschur mit Tarntitel. – Zur Bewegung 2. Juni. – Keine Auslieferung von Astrid in deutsche Isolationshaft. Wir wollen, dass sie leben kann. 55 S. – Stammheim und Menschenrechte. Herausgegeben vom Komitee zur Verteidigung demokratischer Grundrechte. Berlin, Druckwalze, 1978. 19 S. – Irmgard Möller berichtet. Herausgegeben von Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten. Berlin, 1977. 59 S. – Die Polizei ist der bewaffnete Handlanger der Politiker, Hausbesitzer, Fabrikbesitzer… Plakat der 883 zum Tod von Petra Schelm. 36,1 x 42,5 cm. Falzspuren. – 8 Solidaritätsflugblätter. Darunter: Schauprozesse in Frankfurt. – Ausländische Presse zu Stammheim: “Es war Mord”. – Die beste rote Hilfe ist die RAF. – Hände weg von Mahler. – Beigegeben: Empell, Hans Michael. Dokumentation zu meiner Nicht-Einstellung in den juristischen Vorbereitungsdienst der Freien und Hansestadt Hamburg. Stuttgart, 1976. – Mit einem kurzen Briefwechsel zwischen Empell und Heilmann, der über die Frankfurter Rundschau Kontakt zu Empell suchte, um die in der Dokumentation enthaltenen Berichte über die Pressekampagne gegen RAF-Anwälte zu erhalten. – Insgesamt gut erhalten.

Lot 1677 APO und Gegenkultur – RAF
Sammlung von 4 Publikationen der Roten Armee Fraktion. Verschiedene Orte und Jahre.
Zuschlag 330 €
Die Sammlung beinhaltet: I. Rote Armee Fraktion: Stadtguerilla & Klassenkampf. Dem Volk dienen. 27.4.1972 (laut handschriftlicher Notiz von Heilmann). 59 S. – II. Rote Armee Fraktion: Das Konzept Stadtguerilla. Zwischen uns und dem Feind einen klaren Trennungsstrich ziehen! Mao. Amsterdam, Niemec, 1971. 8 nn. Bl. 30,5 x 21,5 cm. Mit einer Doublette mit handschriftlichen Notizen Heilmanns. – III. Rote Armee Fraktion: Das Konzept Stadtguerilla. Zwischen uns und dem Feind einen klaren Trennungsstrich ziehen! Mao. Amsterdam, Niemec, 1971. 14 S. 41,5 x 30 cm. Geheftet. IV. Die Lücken der revolutionären Theorie schließen. Die RAF aufbauen! 70 S. Original-Broschur mit dem Umschlagtitel “Verkehrsrechts- und Verkehrsaufklärungsheft”. Mit einigen von Heilmann eingelegten Zeitungsartikeln. – Beigegeben: Letzter Text von Ulrike. Herausgegeben vom Internationalen Komitee zur Verteidigung politischer Gefangener in Westeuropa. Eigenverlag, 1976. 1 Bl., 67 S. Illustrierte Original-Broschur. – Beigegeben: Armed resistance in West Germany. Documents from the Red Army Fraction. Um 1975. 64 S. Illustrierte Original-Broschur. – Insgesamt gut erhalten. – Nicht eingehend kollationiert, augenscheinlich komplett. Ohne Rückgaberecht.

Lot 1678 APO und Gegenkultur – RAF
Sammlung von 5 Publikationen und 3 Fahndungsplakaten der Roten Armee Fraktion. Verschiedene Orte und Jahre.
Zuschlag 1500 €
Die Sammlung beinhaltet: I. Rote Armee Fraktion: Das Konzept Stadtguerilla. Zwischen uns und dem Feind einen klaren Trennungsstrich ziehen! Mao. Amsterdam, Niemec, 1971. 14 S. 41,5 x 30 cm. Geheftet. – II. Rote Armee Fraktion: Das Konzept Stadtguerilla. Zwischen uns und dem Feind einen klaren Trennungsstrich ziehen! Mao. Amsterdam, Niemec, wohl Ende April 1971 (laut handschriftlicher Notiz von Heilmann). 8 nn. Bl. 30,5 x 21 cm. – III. Die Aktion des Schwarzen September in München – Zur Strategie des antiimperialistischen Kampfes. Den antiimperialistischen Kampf führen! Die Rote Armee aufbauen! Wohl Ende November 1972 (laut handschriftlicher Notiz von Heilmann). 23 S. – IV. Alle Macht dem Volk durch Eroberung der Gewalt… 1974. 10 nn. Bl. 30,5 x 21,5 cm. – V. Die Lücken der revolutionären Theorie schließen. Die RAF aufbauen! 70 S., 3 Bl. Original-Broschur mit dem Umschlagtitel “Der bewaffnete Kampf in Westeuropa”. – VI. Drei Fahndungsplakate der RAF. 41,5 x 29 cm. Plakat “Anarchistische Gewalttäter. Baader/Meinhof-Bande”. – Plakat “Gesuchte anarchistische Gewalttäter”. – Plakat mit bei den Anschlägen zwischen dem 11. und 24. Mai 1972 verwendeten Material. – Alle Plakate stark knitterspurig, mit kleinen Randfehlstellen und Einrissen, ein Plakat mit, wohl von Heilmann, ausgestrichenen Porträts. – Beigegeben: Bewaffneter Kampf. Texte der RAF. Auseinandersetzung und Kritik. Utrecht, Rote Sonne / van Houden, 1973. 279 S., 1 Bl. Original-Broschur. – Beigegeben: Die Prozesserklärung von Rolf (Heißler). Erklärung der RAF zu Haig, Ramstein, Kroesen. Gegen Geiselstatus + Mord – Zusammenlegung sofort!. Um 1972. 18 S. – Insgesamt gut erhalten. – Nicht eingehend kollationiert, augenscheinlich komplett. Ohne Rückgaberecht.

Lot 1679 APO und Gegenkultur – Umweltschutz – Bund gegen den Mißbrauch der Tiere e.V. (Hg.)
Sammlung von 7 Plakaten (darunter 2 Doubletten). München, um 1955.
Zuschlag 100 €
Seltene Plakate des bereits 1922 unter dem Namen “Verein gegen die Vivisektion von Tieren” gegründeten Vereins, der im Nationalsozialismus verboten wurde und sich 1952 in München erneut unter neuem Namen gründete. – Drei Plakate (eine Doublette). 41,5 x 29,5 cm. – Vier Plakate (eine Doublette). 59 x 41,5 cm. – Mit Forderungen zu einem “anständigen” Tierschutzgesetz. – Drei Plakate mit Adressstempel des Vereins im Rand, ein Plakat mit handschriftlicher Korrektur der Telefonnummer. – Mit Falzspuren, die beiden Doubletten mit transparenten Klebestreifen in den Ecken und kleinen Einrissen. – Beigegeben: Reichs-Tierschutzbund (Hg.) Eine Schande! Keiner hilft! Helft Alle mit! Schiebt! Nr. 396. Berlin, Reichs-Tierschutzbund, zwischen 1933-1945. 31,5 x 47 cm. Mit vier Doubletten. – Alle Exemplare mit kleinen Randeinrissen und kleinen Randfehlstellen, etwas gebräunt.

Lot 1680 APO und Gegenkultur – Umweltschutz
Sammlung von 7 Kleinschriften, 2 Comics und 21 Flugblättern der deutschen Anti-Atomkraft-Bewegung. Ca. 1975-1978.
Zuschlag 170 €
Die Sammlung umfasst: I. Sieben Kleinschriften: Lieder zu Marckolsheim und Wyhl. – Gesundheit oder Atomkraft. Medizinische Argumente gegen Atomkraftwerke. – Gefährdung durch Atomkraft. Arbeitskreis Umweltschutz Uni Freiburg, – Kein sofortiger Baubeginn des KKW-Wyhl. März 1975. – Frauen erklären Atom und Blei den Krieg. Frauenkollektiv Freiburg. 1974. – Dokumentation zur Uranwirtschaft der BRD. Arbeitskreis Strahlenschutz Freiburg. – Dokumentation zur Strahlengefährdung. Arbeitskreis Strahlenschutz Freiburg. – II. Zwei seltene Comics: Asterix und das Atomkraftwerk. – Asterix in Bombenstimmung. – 21 Flugblätter verschiedener Anti-Atomkraft-Organisationen gegen verschiedene Kraftwerke und Atommülllager. Darunter: Der Uransinnige. Nr. 1-3. Freiburg, 1978. – Teils leicht gebräunt, teils leicht knickspurig.

Lot 1681 APO und Gegenkultur – Umweltschutz
Sammlung von Zeitschriften und Flugblättern der Alternativen Liste zur Wahl 1979. Berlin, 1979.
Zuschlag 120 €
Im Gegensatz zum wenig später gegründeten Landesverband der Grünen verzeichnete die Alternative Liste für Demokratie und Umweltschutz sehr schnell Mitgliederzuwächse und Wahlerfolge. Einen ersten Erfolg erzielte die AL bei der Wahl 1979, als sie auf Anhieb 3,7 Prozent der Stimmen erhielt. Damit verfehlte sie auf Landesebene zwar den Einzug ins Parlament, zog aber in vier Bezirksverordnetenversammlungen (Kreuzberg, Schöneberg, Tiergarten und Wilmersdorf) ein. – Die Sammlung umfasst: I. Erstes Programm der AL zu den Wahlen 1979. 35 S. – II. Zwei Parteizeitungen. Um 1979. – III. Bereich Jugend. Parteizeitung. Berlin, um 1979. 6 nn. Bl. – IV. Neun Flugblätter der AL. – Beigegeben: 6 Zeitschriften, 4 Kleinschriften und 4 Flugblätter verschiedener Umweltschutzorganisationen. Meist Berlin, ca. 1978-1981. – Mit den Zeitschriften: Umweltschutzforum Berlin, Dicke Luft Heft 5 und 7, Strobokurier und Umweltmagazin. – Mit Flugblättern der Initiative Westtangente, Interessengemeinschaft für gesunde Luft, Verein gegen tierquälerische Massentierhaltung. – Mit den Programmen der “Giftgrüne Woche” 1982 und 1981, dem Programm und der Informationenbroschüre zum alternativen Umweltfestival 1978 auf dem Oktoberfestgelände. – Insgesamt gut erhalten.

Lot 1682 APO und Gegenkultur – Zeitschriften
883 Hannover. Heft 1-5 (wohl alles Erschienene). Berlin, Selbstverlag, April 1972 – Oktober 1972. 30,5 x 21,5 cm. Lose Lagen.
Zuschlag 330 €
Seltene von der Agit 883 inspirierte Zeitschrift. – Eberlein (1996), Nr.96 – Nicht bei Pasterny. – “883 unterstützt Selbstorganisation der Arbeiter, Schüler und Studenten, die gegen den Staat, das Lohnsystem und die Bürokratie kämpfen…” (Heft 1, S.4). – Herausgegeben von Thomas Knauf, Gerd Baumann und Detlev Hinzpeter. – Beigegeben: 883 Bremen. Heft 1 (von 3). Bremen, Selbstverlag, 1973. 10 S. Lose Lagen. – Gut erhalten. – Nicht eingehend kollationiert, augenscheinlich komplett. Ohne Rückgaberecht.

Lot 1683 APO und Gegenkultur – Zeitschriften
Agit 883. 40 Hefte (darunter einige Doubletten). Mit zahlreichen, teils ganzseitigen Abbildungen, 1 Plakat und 4 Flugblättern. Berlin, 1969-1971. Ca. 2-6 Bl. pro Ausgabe. Ca. 42,5 x 30,5 cm. Lose Lagen (Zeitungsfaltung, etwas gebräunt und angestaubt, teils knickspurig, teils mit Randläsuren und kleineren Einrissen).
Zuschlag 150 €
Pasterny, Gegenkultur 71 – Jenrich 80. – Umfangreiche Sammlung der bekannten anarchistisch-libertären Zeitschrift aus West-Berlin, die mit wechselnden Untertiteln und unterschiedlich zusammengesetzter Redaktion von Februar 1969 bis Februar 1972 erschien. Das kollektive Zeitungsprojekt wurde von Dirk Schneider, nach der Erschießung des Studenten Benno Ohnesorg durch die Polizei am 2. Juni 1967, als Plattform einer linken Gegenöffentlichkeit konzipiert. – Vorhanden sind hier die Nummern: 1, 11, 12, 42, 45, 48, 49, 60, 64, 67, 71 (5; alle mit montiertem Schild), 74 (5), 75 (4), 76 (5), 77 (6) und 79 (4). Darunter befinden sich die beschlagnahmten Nummern 60, 67, 71, 74 und 75. Alle Ausgaben der Nummer 71 mit dem Aufkleber “4000 Exemplare dieser Ausgabe beschlagnahmt”. – Zwei Exemplare eines Plakats zum Tod von Petra Schelm. – Vier Ausgaben des Sonderhefts zu Paul Mattick. – Zwei Solidaritäts-Flugblätter, eines davon mit vier Doubletten. – 4 Flugblätter der Redaktion der 883. – Beigegeben: Agit 88a. Nr. 2. – Nicht eingehend kollationiert, augenscheinlich komplett. Ohne Rückgaberecht.

Lot 1684 APO und Gegenkultur – Zeitschriften
Agit 883. 68 (von 94) Hefte. Mit zahlreichen, teils ganzseitigen Abbildungen, 5 Flugblättern, 2 Plakaten und 2 Sondernummern. Berlin, 1969-1998. Ca. 2-6 Bl. pro Ausgabe. Ca. 42,5 x 30,5 cm. Lose Lagen (Zeitungsfaltung, etwas gebräunt und angestaubt, teils knickspurig, teils mit Randläsuren und kleineren Einrissen).
Zuschlag 300 €
Pasterny, Gegenkultur 71 – Jenrich 80. – Umfangreiche Sammlung der bekannten anarchistisch-libertären Zeitschrift aus West-Berlin, die mit wechselnden Untertiteln und unterschiedlich zusammengesetzter Redaktion von Februar 1967 bis 1972 (bzw. 1998) erschien. Das kollektive Zeitungsprojekt wurde von Dirk Schneider, nach der Erschießung des Studenten Benno Ohnesorg durch die Polizei am 2. Juni 1967, als Plattform einer linken Gegenöffentlichkeit konzipiert. – Vorhanden sind hier die Nummern: 1-4, 6-13, 15, 19, 22, 26, 35-53, 55-65, 67-89 und 91 sowie die “neue 883” Nr. 1 von 1970. Darunter befinden sich die beschlagnahmten Nummern 26, 53, 58-63, 67-75 und 84. Nummer 71 mit dem Aufkleber “4000 Exemplare dieser Ausgabe beschlagnahmt”. Heft 80 mit der Beilage der RAF. – In Ausgabe 62 vom 5. Juni 1970 erschien die erste öffentliche programmatische Erklärung der RAF “RAF, Die Rote Armee aufbauen!”, deren Abdruck Holger Meins durchgesetzt hatte. Das Heft kam auf den Index und der verantwortliche Redakteur Karl musste untertauchen. Über die Frage der aktionistischen Linie und der Einstellung gegenüber der RAF zerstritt sich die letzte Redaktion und es kam im April/Mai 1971 zur Abspaltung einer Gruppe, die fortan die Zeitung Fizz herausgab. – Mit den gefalteten Plakaten: “Die Polizei ist der bewaffnete Handlanger der Politiker…”, 61 x 42 cm. – “Wahlbums”. – Mit den Sondernummern: 883-Sondernummer der “Info Berliner Undogmatischer Gruppen”. Nr. 158. 3.5.1977. – Sonderausgabe zu Paul Mattick. – Mit zwei Solidaritäts-Flugblättern und drei Flugblättern der 883-Redaktion.- Nicht eingehend kollationiert, augenscheinlich komplett. Ohne Rückgaberecht.

Lot 1685 APO und Gegenkultur – Zeitschriften
Anrisse. Zeitung der Studenten der Technischen Universität Berlin. 16 Hefte. Berlin, 1968-1969. 47 x 31,5 cm. Zeitungsfaltung.
Zuschlag 120 €
Studentenzeitung, die von der Studentenvertretung der Technischen Universität Berlin herausgegeben wurde. – Mit den Nummern 63-71, 74-78 und zwei Sondernummern (FU-Spiegel und Wohnheimkampagne). – Beigegeben: 1. Mai. Zeitung der Arbeiter, Schüler & Studenten. Berlin, Lezinsky, 1968. – Herausgegeben von dem späteren SPD-Politiker Tilman Fichter, dem Architekten und Publizisten Peter Neitzke und Wolfgang Hohmann. – Nicht eingehend kollationiert, augenscheinlich komplett. Ohne Rückgaberecht.

Lot 1686 APO und Gegenkultur – Zeitschriften
Bambule. Nr. 1-8/9 (wohl alles Erschienene). Herausgegeben von Klaus Hemme. Berlin und Hannover, 1972-1973. 42,5 x 30,5 cm. Zeitungsfaltung (teils mit leichten Randläsuren).
Zuschlag 200 €
Pasterny, Gegenkultur 72 – Jenrich 41. – “Inhaltlich und konzeptionell deutlich mit 883, Fizz oder Hundert Blumen verwandt” (Jenrich 88). – Heft 5 erschien mit dem Zusatztitel “883 Hannover” da “883 hannover + bambule berlin = eine Zeitung” (S. 2). – Insgesamt gut erhalten. – Nicht eingehend kollationiert, augenscheinlich komplett. Ohne Rückgaberecht.

Lot 1687 APO und Gegenkultur – Zeitschriften
Berliner Anzünder. Heft 0-4 (alles Erschienene). Mit zahlreichen Abbildungen. Berlin, 1972. 42,5 x 30,5 cm. Zeitungsfaltung (teils mit leichten Randläsuren).
Zuschlag 180 €
Pasterny, Gegenkultur 72 – Jenrich 46. – Die erste Ausgabe des Berliner Anzünder, herausgegeben von einem anonymen Redaktionkollektiv, erschien kurz nach der letzten Ausgabe der FIZZ und hatte eine ähnlich undogmatisch-anarchistische Orientierung. Sie wurde inhaltlich durch die Berichterstattung über das Georg von Rauch-Haus und die Rote Armee Fraktion (RAF) geprägt. Heft 0 mit einer Entstehungsgeschichte der Zeitung. – Beigegeben: Drei einseitig bedruckte Umschläge der Zeitschrift. Heft 2(2) und 4. – Insgesamt gut erhalten. – Nicht eingehend kollationiert, augenscheinlich komplett. Ohne Rückgaberecht.

Lot 1688 APO und Gegenkultur – Zeitschriften
berliner EXTRA dienst. Jahrgänge I-VIII komplett mit 788 Ausgaben. Mit zahlreichen Abbildungen. Berlin, 1967-1974. 29,5 x 21 cm (Jg. 1-Jg. 4 April) und 23,5 x 16,5 cm.
Nachverkaufspreis 300 €
Sehr umfangreiche Sammlung der kompletten ersten acht Jahrgänge in 788 Ausgaben, darunter wenige Doppelnummern. – Pasterny, Gegenkultur 72 – “Den Berliner Extradienst, der Ende der sechziger Jahre und auch noch in den Siebzigern als ein Zentralorgan der außerparlamentarischen Opposition galt, haben wir massiv gefördert. Dessen Gründer Carl Guggomos, Deckname ‘Gustav’, der beim SPD-Vorwärts gearbeitet hatte, geriet alsbald redaktionell wie materiell in Nöte. Über zahlreiche ohnehin vorhandene Ostkontakte lief Guggomos dann beim DDR-Verband der Journalisten und damit auch bei uns auf. Guggomos und sein Extradienst hätten ohne unsere redaktionellen Beiträge und ohne unser Geld gar nicht leben können.” (Der Spiegel 22.7.1991 “Treffen auf der Parkbank. Die Ex-Stasi-Offiziere und Herbert Brehmer über Tricks gegen Geheimdienste und Medien”). – Herausgeber des Informationsdienstes war die EXTRA-Dienst GmbH, deren Gesellschafter neben Barthel und Guggomos Klaus Meschkat, Lothar Pinkall und Horst Mahler waren. Mahler, obschon Gesellschafter, beteiligte sich Anfang 1969 an einer Kampagne gegen den EXTRA-Dienst, die zur Gründung der “Rote Presse Korrespondenz” führte. – Beigegeben: Zwei Titel aus der berliner EXTRA bibliothek. I. Die Zukunft der Kirche ist schon vorbei. 1969. II. berliner wortführer. 1969. – – Teils leicht angestaubt, Bindung teils etwas gelöst, insgesamt gut erhalten. – Nicht eingehend kollationiert, augenscheinlich komplett. Ohne Rückgaberecht.

Lot 1689 APO und Gegenkultur – Zeitschriften
Charlie Hebdo. 33 Hefte. Mit zahlreichen Abbildungen. Paris, 1973-1980. 36,5 x 30 cm. Zeitungsfaltung.
Nachverkaufspreis 160 €
Die Sammlung der französischen Satire-Zeitschrift umfasst die Hefte: 133, 390, 397, 398, 401, 410, 429, 432, 434-438, 442-445, 447, 496-503, 512-514, 521-523 und 526. – Teils mit leichten Randläsuren und etwas knickspurig. – Nicht eingehend kollationiert, augenscheinlich komplett. Ohne Rückgaberecht.

Lot 1690 APO und Gegenkultur – Zeitschriften
Charlie Kaputt. Heft 1-4 (alles Erschienene). Mit zahlreichen Abbildungen. Berlin, Selbstverlag, 1968-1969. 43 x 30,5 cm. Lose Lagen.
Zuschlag 200 €
Pasterny, Gegenkultur 73 – Jenrich 61. – Seltene, unregelmäßig erscheinende anarchistische Zeitschrift, die in enger Verbindung zu “linkeck” stand und von der Pots-Kommune herausgegeben wurde. Redaktion: Buchloh, Heike, Homann, Blößer, Schmitz und Tomayer. – Insgesamt gut erhalten. – Nicht eingehend kollationiert, augenscheinlich komplett. Ohne Rückgaberecht.

Lot 1691 APO und Gegenkultur – Zeitschriften
Colloquium. Eine deutsche Studentenzeitschrift. 111 Hefte in 95 Heften. Berlin Colloquium-Verlag, 1952-1971. 29,5 x 21 cm. Illustrierte Original-Broschuren (teils leicht fleckig).
Nachverkaufspreis 160 €
Die umfangreiche Sammlung umfasst: Jg. 6: 9, 10, 12. – Jg. 7: 2-4, 8-12. – Jg. 8: 1-6. – Jg. 17: 11, 12. – Jg. 18: 1,2, 4-12. – Jg. 19: 1-12 (komplett). – Jg. 20: 1-12 (komplett). – Jg. 21: 1-7, 9-12. – Jg. 22: 2-12. – Jg. 23: 1-12 (komplett). – Jg. 24: 2-4, 6-12. – Jg. 25: 1-12 (komplett). – Die Westberliner Studentenzeitung wurde von Otto Hess (1911-1997), einem Mitbegründer der Freien Universität und Gründer des Colloquium-Verlags herausgegeben. – Im Redaktionskolleg waren Studentenschaften von zwölf Berliner Hochschulen vertreten. – Die Studentenzeitung “war das zentrale Informations- und in gewissem Sinn Identifikationsblatt der Westberliner Studenten. Gleichzeitig war das ‘Colloquium’ eine unabhängige Informationsquelle vor allem für Studenten der DDR, die wiederum als Korrespondenten genutzt wurden…” (Lienert, Zwischen Widerstand und Repression. 2011). – Insgesamt gut erhalten.

Lot 1692 APO und Gegenkultur – Zeitschriften
FIZZ. 10 Hefte (alles Erschienene). Mit zahlreichen Abbildungen. Berlin, Selbstverlag, 1971-1972. 43 x 31 cm. Lose Lagen (teils etwas gebräunt und etwas fleckig).
Zuschlag 440 €
Anarchistische Untergrund-Zeitschrift, zu deren Mitbegründern Peter-Paul Zahl (1944-2011) zählte, nachdem er sich aus der Redaktion der Agit 883 zurückgezogen hatte. – Pasterny, Gegenkultur 74. – FIZZ galt als Sprachrohr des Berliner Blues, insbesondere der darin verorteten Gruppe der sogenannten Haschrebellen. Aus deren Mitte rekrutierte sich ein wesentlicher Teil der von staatlicher Seite dem Linksterrorismus zugeordneten Gruppierung “Tupamaros West-Berlin”, die Anfang 1972 in der “Bewegung 2. Juni” aufgehen sollte. Ein zentrales Thema in den Heften war der bewaffnete Kampf der RAF. – Von den zehn erschienenen Nummern wurde nur eine nicht verboten (“war wohl das Versehen einer Urlaubsvertretung”, Vorwort zum Reprint). – Teils etwas gebräunt und mit kleineren Randläsuren. – Nicht eingehend kollationiert, aber augenscheinlich komplett. Ohne Rückgaberecht.

Lot 1693 APO und Gegenkultur – Zeitschriften
FU-Spiegel. Informationen für die Studentenschaft. 41 Ausgaben. Berlin, 1963-1969. 29,5 x 20,5 cm bis 40,5 x 31,5 cm. Illustrierte Original-Broschuren und Zeitungsfaltung (8).
Zuschlag 120 €
Herausgegeben von des AStA der Freien Universität Berlin. – Die Sammlung beinhaltet die Nummern 34-67, 70 und 71 sowie sieben Doubletten und fünf Sondernummern zum Streik Ende 1968, als Gemeinschaftsausgabe mit den “Anrissen”, Zeitung des AStA der TU Berlin. – Teils mit leichten Randläsuren, insgesamt gut erhalten.

Lot 1694 APO und Gegenkultur – Zeitschriften
Graswurzelrevolution. Für eine gewaltfreie, herrschaftslose Gesellschaft. 28 Hefte in 20 Heften. Berlin, 1974-1980. 29,5 x 20,5 cm bis 43 x 31,5 cm. Geheftete Original-Broschuren bzw. Zeitungsfaltung.
Nachverkaufspreis 160 €
Pasterny, Gegenkultur 75. – Seltene frühe Nummern der heute noch erscheinenden “Libertär-sozialistischen Zeitschrift für gewaltfreie, herrschaftslose Gesellschaftveränderungen durch Macht von unten” (Heft 7). – Die Sammlung beinhaltet: Heft 7, 9/10, 11/12, 14/15, 16, 18/19, 20/21, 24, 27/28, 33, 34/35, 36/37, 38, 40, 41, 44, 45, 46, 48 (Sondernummer Frauen und Militär) und die Sondernummer “Soziale Verteidigung”. – Die inhaltlichen Schwerpunkte der 1972 von Wolfgang Hertle gegründeten Zeitschrift liegen insbesondere auf den Themenbereichen Gleichberechtigung, Antimilitarismus, Ökologie und Antifaschismus. – Guter Zustand. – Beiliegend: Was heisst Graswurzelrevolution. Flugblatt, um 1972. – Etwas knickspurig und mit Randläsuren.

Lot 1695 APO und Gegenkultur – Zeitschriften
Hannoversche Fresse. 6 (von 10?) Hefte. Hannover, Eigendruck, 1973-1974. 29,5 x 21 cm. Geheftet.
Zuschlag 100 €
Pasterny, Gegenkultur 90 – Jenrich 142. – “Die Zeitschrift entstand im Sommer 1973 nachdem die 883 in Hannover eingegangen war. Seit Dezember waren auch zwei Anarchisten beteiligt, die Artikel veröffentlichten (unter dem Namen APH – Anarcho Presse Hannover) und den Bereich Finanzen und Vertrieb übernahmen. Nach verschiedenen Auseinandersetzungen gründete die anarchistische Fraktion eine eigene Zeitschrift: die “Neue Hannoversche Fresse”. Sie erschien nur mit einer Nummer und ging dann in die “Norddeutsche Fresse” über.” (Projekt DadA DA-P0000881). – Beigegeben: Neue Hannoversche Fresse. Heft 1 (alles Erschienene). Hannover, Selbstverlag, 1974. Geheftet. – Beigegeben: Norddeutsche Fresse. Heft 1. Hannover Selbstverlag, 1974. – Insgesamt gut erhalten.

Lot 1696 APO und Gegenkultur – Zeitschriften
Hundert Blumen. Heft 1-9 (alles Erschienene) und Sonderdruck 1 und 2 (von 3; RAF und Vietnam). Berlin, Hundert-Blumen-Kollektiv, 1972-1973. 42,5 x 30,5 cm. Zeitungsfaltung.
Zuschlag 420 €
Pasterny, Gegenkultur 75 – Jenrich 151. – Die in unregelmäßigen Abständen erschienene Zeitschrift wurde vom Hundert-Blumen-Kollektiv (u.a. Helmut Höge, Sabine Körner, Paul Nellen, Ellen Kraft und Achmed Khammas) herausgegeben und trat die Nachfolge der eingestellten Publikationen Agit 883, Fizz, Linkeck und Charly Kaputt an (Hundert Blumen, Nr. 1). Der Zeitschriftentitel war frei nach den Worten von Mao Zedong gewählt: “Lasst Hundert Blumen blühen, lasst hundert Schulen miteinander wetteifern” – “Wenn wir in der ‘Hundert Blumen’ bestimmte Vorstellungen von politischen Aktionen vertreten, Aktionen, an denen wir uns selber beteiligen und deren gemeinsamer Charakter darin liegt, daß sie lustvoll sein sollen für die Beteiligten, dann deswegen, weil wir davon überzeugt sind, daß man Leute nur dann dazu bekommt, sich an einer Sache zu beteiligen, wenn das Mitmachen mehr Spaß macht als das Zuschauen.” (Nr.1, S.2) – Sonderdruck mit “Stellungnahme der RAF zu den Bombenattentaten” auf das Springer Verlagsgebäude vom 19.5.1972. – Insgesamt gut erhalten. – Nicht eingehend kollationiert, augenscheinlich komplett. Ohne Rückgaberecht.

Lot 1697 APO und Gegenkultur – Zeitschriften
Impuls. Kritische Zeitschrift fur Studenten. 7 Nummern in 6 Heften aus den Jahren 1963-67. Mit zahlreichen Abbildungen. Graz, 1963-1967. Unterschiedliche Formate. Original-Heftung (1 Heft mit Randeinriss am Vorderdeckel, etwas gebräunt).
Zuschlag 200 €
Sieben Nummern der seltenen Grazer Studentenzeitschrift unter der Redaktion des späteren Medienpioniers Hans Preiner (1941-2010). Mit Beiträgen in Text und Bild von und über Simon Wiesenthal, Wolfgang Brauer, Barbara Frischmuth, Josef Mikl, Barbara Pflaum, Gerhard Roth, Peter Pongratz, Th. W. Adorno u.v.a. – Vereinzelt mit kleiner Randläsur, papierbedingt etwas gebräunt.

Lot 1698 APO und Gegenkultur – Zeitschriften
Info BUG. Info Berliner undogmatischer Gruppen. 92 Hefte. Berlin, agit druck, 1974-1978. 28,5 x 21 cm. Illustrierte Original-Broschuren (teils mit leichten Randläsuren).
Zuschlag 200 €
Pasterny, 76 – Jenrich 161. – Die anarchistische Stadtzeitung mit überregionaler Verbreitung war eines der wichtigsten Diskussionsorgane zur Umsetzung autonomer Ideen, sie wurde nach dem Verbot ab 1977 (Heft 179) illegal mit wechselnder Bezeichnung vertrieben. – Die Sammlung umfasst die Ausgaben 1-18, 21, 23-43, 44, 46-52, 55, 57-64, 69, 81, 94, 99, 105, 106, 111, 114, 116, 119, 127, 128, 131, 132, 134, 138, 139, 143, 143b, 154, 159, 173, 184 (4), 185/1007, 186/1008, 187, 190, 192, 193, 194, 1002, 1005, 1011, 1012, 1022 und 1024/1025. – Darunter die beschlagnahmten Nummern 49, 51, 52, 105, 114, 143b. – “Im Dezember hatte der LANGE MARSCH zu einer Diskussionsveranstaltung eingeladen, um Fragen der Undogmatischen Linken möglichst öffentlich zu diskutieren. Der ersten Veranstaltung folgen nun regelmäßige Treffen jeweils Mittwochs in der FU. … Im Unterschied zu den eher langfristigen Konzepten des LM machte die GUM Ende Januar konkrete Vorschläge für erste Organisierungsschritte. Ein Vorschlag ist dieses INFO.” (Heft Nr.1, 1974). – “Das Info-BUG verstand sich als Organ und Mittel der Gegenöffentlichkeit, in dem Berichte, Termine, Aktionen u.ä. der Szene unzensiert veröffentlicht wurden. Nach der Verhaftung der Agit-Drucker, die die einzig faßbaren beteiligten Personen des ohne Impressum erschienenen Infos waren, mußte es eingestellt werden” (DadA Projekt DA-P0000824). – Beigegeben: Zehn Flugblätter und drei Kleinschriften zum Agit-Prozess. Teils mit mehrfachen Doubletten. Mit Berichten und Kommentaren zum Prozess gegen die drei agit-Drucker. – Beigegeben: Info Hamburger undogmatischer Gruppen. Heft 6 und 18. 1974. – Insgesamt gut erhalten. – Nicht eingehend kollationiert, augenscheinlich komplett. Ohne Rückgaberecht.

Lot 1699 APO und Gegenkultur – Zeitschriften
Juristen Blatt. Der guillotinierte Landbote für die gesamte Lesewelt in Dahlem, Moabit und Umgebung. Den critischen Commilitones förderlich… Nr. 1, 3, 8/9 und 10. Berlin, 1968-1969. 29,5 x 20,5 cm. Geheftet (mit handschriftlichem Besitzvermerk von H.D. Heilmann).
Nachverkaufspreis 160 €
Seltene kritische Zeitschrift der ad-hoc-Gruppe der Juristischen Fakultät der FU. – Enthält Beiträge von Rudolf Wiethölter (emeritierter Professor), Clemens Kuby, Hugo Lüders, Klaus-Uwe Benneter (ehemaliger Justiziar der SPD-Bundestagsfraktion), Vigdis Henze, Willi Pressmer, Mathias Greffrath (Autor) etc. – Beigegeben: Gesetz und Recht. Allerhöchst-privilegierte volkstümliche Zeitschrift für deutsches Recht und deutsche Rechtswissenschaft. Nr. 1, 2 und Sondernummer Arbeitsrecht. Heidelberg 1969. – Kritische Zeitschrift der Basisgruppe Jura Heidelberg. – Mit handschriftlichem Besitzvermerk von H.D. Heilmann. – Beigegeben: Wiethölter, R. Recht und Politik. Heidelberger Rede und Diskussion. Herausgegeben von der Basisgruppe Jura Heidelberg. – Insgesamt gut erhalten. – Nicht eingehend kollationiert, augenscheinlich komplett. Ohne Rückgaberecht.

Lot 1700 APO und Gegenkultur – Zeitschriften
Der lange Marsch. Zeitung für eine neue Linke. 46 Hefte in 44 Heften. Mit zahlreichen Abbildungen. Berlin, Zuckererbsen-Verlag, 1973-1979. 31,5 x 23,5 cm bis 42,5 x 30,5 cm. Original-Broschuren, lose Lagen und geheftet (teils gebräunt, teils mit leichten Randläsuren).
Zuschlag 160 €
Pasterny, Gegenkultur 77. – Die umfangreiche Sammlung umfasst die Hefte 2-32 und 34-47 sowie den Sonderdruck aus Heft 7 und 8. – Verantwortlicher Redakteur war C.R. Lamsche, Beiträge wurden unter anderen von Wolf Biermann, Heinz Brandt, Peter Brückner, Rudi Dutschke, Erich Fried, Wolf-Dieter Narr, Theo Pirker, Otto Schily, Günter Wallraff und Peter-Paul Zahl geschrieben. – Erscheint ab Heft 28 unter dem Titel “Zeitung für eine neue Linke. Der lange Marsch geht weiter”, ab Heft 34 unter “Neuer langer Marsch. Zeitung für eine neue Linke” und ab Heft 39 “Langer Marsch. Zeitung für eine neue Linke”. – Insgesamt gut erhalten. – Nicht eingehend kollationiert, augenscheinlich komplett. Ohne Rückgaberecht.

Lot 1701 APO und Gegenkultur – Zeitschriften
Linkeck. 10 Hefte (alles Erschienene) und 4 Doubletten Mit zahlreichen Abbildungen. Berlin, Linkeck-Verlag, 1968-1969. 43,5 x 31,5 cm. Zeitungsfaltung (teils mit leichten Randläsuren).
Zuschlag 300 €
Pasterny, Gegenkultur 77 – Jenrich 211. – Eine der ersten antiautoritären deutschsprachigen Zeitschriften wurde von der Berliner Kommune “Linkeck” herausgegeben. – “Aus der Konkursmasse der Linkeck-Druckerei entstand 1970 der heute noch (bis 2014) bestehende und sich dem Anarchismus verpflichtet fühlende ‘Karin Kramer Verlag'” (Jenrich 82). – Die Nummern 1 bis 6 wurden wegen diverser Delikte (Beleidigung, Verbreitung unzüchtiger Schriften, Aufruf zu Gewalttaten und Verstoß gegen das Warenzeichengesetz etc.) beschlagnahmt. – Es erschienen die Nummern 1, 2, 3, 3a, 4, 5, 6, 7, 8 (gemeinsame Nummer mit “Radikalinski”) und 9. Die Hefte 2 (2), 6 und 7 liegen als Doubletten vor. – Nicht eingehend kollationiert, augenscheinlich komplett. – Papierbedingt gebräunt, teils leicht fleckig, teils mit kleinen Randläsuren (Heft 2 und 5 stärker betroffen). – Beigegeben: Flugblatt oder unbekannte Ausgabe von Linkeck. 43,5 x 31,5 cm. – Etwas gebräunt.

Lot 1702 APO und Gegenkultur – Zeitschriften
Der Messe-Blödler. – Der deprimierte Verleger. – Der Risterer. Zeitschrift für exzessive Blindmuster Technik. – Der Messebulle. Wohl Heft 1-4 (mit verschiedenen Titeln) der gleichen Zeitschrift. Um 1970. Jeweils 3-5 geheftete farbig hektographierte DIN-A4 Blätter.
Zuschlag 190 €
Die humoristische linke Zeitschrift enstand wohl anlässlich einer oder verschiedener Frankfurter Buchmessen. Enthält zahlreiche, teils derbe Karikaturen gespickt mit Sponti-Sprüchen “Mein Herz ist jung, ich bin voller Schwung, drin wohnen darf nur MAO-TSE-TUNG!” und bissigen Kommentaren zu Politik und Buchhandel. – In Heft 4 wird als “Verandwordrich im Linne des Plessegewetzes: Projektgruppe MSP (Marodieren – Schänden – Plündern)” genannt. – Beigegeben: Hunderte Verlagsprogramme, Flugblätter und Rundschreiben verschiedener linker und alternativer Verlage und Buchhandlungen. Meist Deutschland, ca. 1970-1975. – Darunter 17 Ausgaben der Bücher-Info des Karin Kramer Verlags, zwei Sonderausgaben der TAZ zur Buchmesse 1983 und 1985 jeweils mit Beiträgen von Heilmann.

Lot 1703 APO und Gegenkultur – Zeitschriften
MVZ. Märkische Viertel Zeitung. 16 Ausgaben. Berlin, MVZ, 1970-1973. 30 x 21 cm. Illustrierte Original-Broschuren (Rückenbindung teils gebrochen).
Zuschlag 100 €
Die MVZ erschien zwischen 1969 und 1973 monatlich und wurde von Studenten der Pädagogischen Hochschule Berlin initiiert, die im Rahmen ihrer sogenannten Theorie-Praxis-Seminare unter dem Label “Handlungsforschung” in das neu entstehende Wohnviertel am Nordberliner Stadtrand 1969 politisch intervenierten. – Beinhaltet die Hefte 9/70, 10/70, 1-7/71, 1/72, 2/72, 3/72 (als neue MVZ), 4/72, 5/72, 1/73 und 2/73. – “Die neuen BewohnerInnen dieser Großsiedlung fanden zwar komfortable Wohnungen, aber keine städtische Infrastruktur vor. Das waren sie vom Wedding, wo sie herkamen, anders gewöhnt. Von dort hatten sie die traditionelle Widerständigkeit der alten ArbeiterInnenbewegung mitgebracht. Um 1968 beteiligten sich zudem auch linke Studierende und Intellektuelle wie Ulrike Meinhof an der Stadtteilarbeit. Mit der Moabiter Viertel Zeitung, … hatten die MieterInnen sogar ein eigenes Sprachrohr. (TAZ 8.10.2015 Interview mit Simon Lengemann). – Gut erhalten.

Lot 1704 APO und Gegenkultur – Zeitschriften – Pieper, Werner (Hg.)
Humus. Zeit Schriften für Herz Hand & Hirn in Stadt & Land & Unterwegs. Heft 1-6 in 5 Heften. Löhrbach, Die grüne Kraft, 1980-1981. 29,5 x 20,5 cm. Illustrierte Original-Broschuren (leicht berieben, teils mit leichten Randläsuren).
Nachverkaufspreis 160 €
Seltene frühe “beste alternativ/grüne/spirituelle/no-wave-Zeitschrift Deutschlands” (Pflasterstrand). – Pasterny, Gegenkultur 107. – Der Kolumnist, Verleger, Psychonaut und Drogenberater Werner Pieper (Roland Rippchen, Hugo Hampel, Aki Kwiatkowski) veröffentlicht seit über 50 Jahren Bücher und Zeitschriften “über Sex, Drogen und Rock ‘n’ Roll, Hacker, Rituale und Fäkalien. Und immer wieder entdeckt der Wissenshändler vermeintliche Randgebiete, lange bevor sie populär werden” (Brandeins 2001, Peter Lau, Lebensverändernde Maßnahmen). – “Für Beiträge im Kompost gab es nie Honorar, doch für einige längere Artikel im HUMUS Naturalien: 10 mit Herz, Hand & Hirn-Logo bedruckte Trips.” Pieper, Ich hatte einen Kiffer in Berlin). – Beigegeben: Fünf Doubletten. Heft 1/2 (2), Heft 3, Heft 5 und Heft 6. – Jeweils ein Exemplar von Heft 1/2 und Heft 5 mit beiliegender Ausgabe von “Kompost”. – Beiliegend: Korrespondenz mit einigen Briefen zwischen Pieper und Heilmann. – Ca. April 1980 – Oktober 1981. – In den Briefen tauschen sich die Freunde Heilmann und Pieper über private und wissenschaftliche Themen aus.- Beiliegend: Realität Nix Bla Bla… Musik aus dem Odenwald. Plakat. 61 x 40,5 cm. – Insgesamt gut erhalten. – Nicht eingehend kollationiert, augenscheinlich komplett. Ohne Rückgaberecht.

Lot 1705 APO und Gegenkultur – Zeitschriften – Pieper, Werner (Hg.)
Kompost. Magazin für Kommunen, Landleben, Körnerbewußtsein. 21 Hefte (darunter 7 Doubletten). Löhrbach, Die grüne Kraft, 1974-ca. 1980. Illustrierte Original-Broschuren (teils leicht fleckig).
Nachverkaufspreis 160 €
Seltene Zeitschrift die später durch Piepers HUMUS abgelöst wurde. – Pasterny, Gegenkultur 108. – Umfasst die Hefte 14-21, 25, 26(2), 27(6), 29, 31, 32 (2) und 2 Hefte ohne Nummer. – Der Kolumnist, Verleger, Psychonaut und Drogenberater Werner Pieper (Roland Rippchen, Hugo Hampel, Aki Kwiatkowski) veröffentlicht seit über 50 Jahren Bücher und Zeitschriften “über Sex, Drogen und Rock ‘n’ Roll, Hacker, Rituale und Fäkalien. Und immer wieder entdeckt der Wissenshändler vermeintliche Randgebiete, lange bevor sie populär werden” (Brandeins 2001, Peter Lau, Lebensverändernde Maßnahmen). – “Für Beiträge im Kompost gab es nie Honorar, doch für einige längere Artikel im HUMUS Naturalien: 10 mit Herz, Hand & Hirn-Logo bedruckte Trips” (Pieper, Ich hatte einen Kiffer in Berlin). – Insgesamt gut erhalten. – Nicht eingehend kollationiert, augenscheinlich komplett. Ohne Rückgaberecht.

Lot 1706 APO und Gegenkultur – Zeitschriften
Politikon. Göttinger Studentenzeitschrift für Niedersachsen. 15 Hefte in 14 Heften. Göttingen, 1968-1974. 29,5 x 21 cm. Illustrierte Original-Broschuren (leicht berieben, ein Umschlag leicht eingerissen, teils mit handschriftlichem Besitzvermerk von H.D. Heilmann).
Zuschlag 100 €
Seltene Göttinger Studentenzeitschrift die vom Club Politikon e.V. herausgegeben wurde. – Pasterny, Gegenkultur 80 – Jenrich 250. – Die Sammlung umfasst die Hefte 22 und 31-44, die Nummern 40 und 41/42 doppelt vorhanden. – “Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre Sprachrohr der räte-kommunistischen Bewegung mit undogmatischer, anarchistischer Ausrichtung… In verschiedenen Artikeln wird die zunehmend autoritär-dogmatische Struktur des Göttinger SDS kritisiert (Ausschluss der Politikon-Redakteure Anfang 1970, s. “Was tut’s ?” in Nr.31, S. 9-14) und auf anarchistische Alternativen (z.B. Spanien) eingegangen.” (DadA Projekt DA-P0000892). – Gut erhalten.

Lot 1707 APO und Gegenkultur – Zeitschriften
Radikalinski Heft 1-5 und 7. Mit zahlreichen Abbildungen. Berlin, Selbstverlag, 1968-1969. 42,5 x 31 cm. Lose Lagen.
Zuschlag 200 €
Die “Berliner Schüler-Underground-Zeitung” stand mit “linkeck” in enger Verbindung. Es wurden Text und Interviews übernommen und eine Gemeinschaftsausgabe herausgegeben (Radikalinski Nr. 6.1969). – Mit Heft 2 als Doublette. – “Radikalinski” setzte auf die revolutionäre Sprengkraft der sexuellen Befreiung. “Aus unbekannter Quelle verfügt die Redaktion über einen größeren Vorrat an Antibabypillen… Wendet euch an die Redakteure” (Heft 1). – Etwas gebräunt, teils mit Randläsuren und Knickspuren. – Nicht eingehend kollationiert, augenscheinlich komplett. Ohne Rückgaberecht.

Lot 1708 APO und Gegenkultur – Zeitschriften
Radikal. Sozialistische Zeitung für Westberlin. 37 Ausgaben in 36 Heften. Berlin, Radikal Verlag, 1976-1981. 42,5 x 30,5 cm. Zeitungsfaltung.
Zuschlag 200 €
Seltene anarchistisch-libertäre Stadtzeitung. – Pasterny, Gegenkultur 82 – Jenrich 253. – Beinhaltet die Ausgaben: 1, 4, 5, 9, 11, 15, 22, 27, 29(2), 30, 33, 34, 41, 44, 47, 48, 49, 53, 55, 56, 57, 58, 61, 62 (2), 63, 64, 65, 76, 77, 78, 81, 84, 90/91, 96(2), Extrablatt “es gibt viele menschen einzusperren” und “Innere Unruhe” zu Straßenschlachten und Plünderungen im Dezember 1980. – “Die Berliner Stadtzeitung ‘radikal’ wurde 1976 als ein Diskussionsforum für die verschiedenen Fraktionen, Gruppierungen und Parteien der Linken gegründet. Seit der stärkeren Ausbreitung der Basisbewegungen gegenüber den bis dahin dominierenden K-Gruppen bestimmten immer mehr Berichte von und über undogmatischen, autonomen und anarchistischen Gruppen den Charakter der Zeitschrift. ‘Radikal’ verstand sich von Anfang an als “Zeitung von der Bewegung – für die Bewegung”. Dementsprechend wurde die zum Teil anspruchsvolle Theoriediskussion immer in Verbindung mit der Mobilisierung zu Aktionen geführt. Durch die offensive Thematisierung von militanten Aktionsformen wurde die ‘radikal’ vor allem in den Jahren 1980-1984 zum Organ des Häuserkampfes in der autonomen Bewegung.” (Projekt DadA). – Teils mit leichten Randläsuren. – Nicht eingehend kollationiert, augenscheinlich komplett. Ohne Rückgaberecht.

Lot 1709 APO und Gegenkultur – Zeitschriften
Revolutionärer Zorn. Zeitung der Revolutionären Zelle. Heft 1 und 2 (von 6?). Berlin, 1975-1976. 12 S.; 12 S. 43 x 30 cm. Zeitungsfaltung.
Zuschlag 160 €
Pasterny, Gegenkultur 82. – Ausgaben zum Mai 1975 und 1976. – “Die Festnahme der Führungskader der RAF 1972 führte dem linksextremistischen Spektrum die Nachteile einer geschlossen im Untergrund operierenden Terrorgruppe deutlich vor Augen… Daraus erwuchs die Idee, eigenständige Kleingruppen (‘Revolutionäre Zellen’, RZ) zu gründen, die keine zusammenhängenden Strukturen aufweisen und aus der Legalität heraus operieren sollten… Demnach bestanden die streng voneinander abgeschotteten Gruppen meist aus drei bis fünf Mitgliedern, die in der Regel unauffällig, bürgerlich (Beruf, Studium etc.) lebten und in ihrer Freizeit Anschläge planten und ausführten. Sie wurden deshalb bald auch als ‘Feierabendterroristen’ bezeichnet. Konzept und Strategie der RZ wurden in konspirativ vertriebenen Szeneschriften (zunächst ‘REVOLUTIONÄRER ZORN’, dann auch ‘radikal’, ‘INTERIM’ etc.) propagiert. Immer wieder waren darin auch Bauanleitungen für Spreng- und Brandsätze zu finden. Auf diese Weise sollten potenzielle Nachahmer – überwiegend aus dem militanten autonomen Spektrum – zu eigenen Aktionen und zur Gründung von “Resonanz-RZ” ermuntert werden. In kaum einer Taterklärung fehlte deshalb auch der Aufruf “Schafft viele Revolutionäre Zellen!” (www.verfassungsschutz-bw.de, Revolutionäre Zellen). – “Das Ziel des Konzeptes der RZ war im Unterschied zur RAF, daß es darum ging, nachmachbare Aktionen, die vermassbar sind, durchzuführen. Das, was die RZ als Gruppe macht, sollte jeder machen können. Man wollte kein Patent auf den bewaffneten Kampf haben, aber praktisch eine Hierarchie von Aktionsformen schaffen, bei der man sozusagen die Spitze der Interventionsmethode darstellt. Es geht darum, sich in das aufmüpfige Potential reinzudiffundieren” (Enno Schwall in ZAG Nr. 36/37, 2000, S. 30-32). – Gut erhalten.

Lot 1710 APO und Gegenkultur – Zeitschriften
Sammlung verschiedener libertärer und sozialistischer Schülerzeitungen. Meist Berlin, Stuttgart, ca. 1968-1975.
Zuschlag 100 €
Die Sammlung beinhaltet: I. Der Demostrazzer. Unabhängige Schülerzeitung. Nr. 7 und 8. – II. Der Pförtner. Ausgabe Januar/Februar 1969. – III. Radikalinski. Berliner Schüler-Underground-Zeitung. Nr. 1. 1968. – IV. Radau. Zeitung für die Interessen der Arbeiterkinder. Nr. 3, 5 und 6. Berlin, 1970. – V. Rokost. Rote Korrespondenz Steglitz. Sozialistische Steglitzer Schülerzeitung. Nr. 1-4. Berlin, 1972. – VI. Rotkehlchen. Nr. 2. Stuttgart, 1968. – VII. Der rote Arthur. Heft 0. Herausgegeben von den Schülern des Canisius-Kollegs. 15 x 10 cm. – Schülerzeitung des Canisius-Kollegs Berlin, einem privaten katholischen Gymnasium in Berlin-Tiergarten unter der Trägerschaft des Jesuitenordens. – Roter Punkt. Lehrlings & Schüler Magazin. Heft 1, 3 und 5. Berlin, 1971. – Neun weitere Schülerzeitungen. darunter Contrapost, Orakel, Neuer roter Turm, Kontakte etc. – Beigegeben: Umschlag mit zahlreichen Flugblättern, Rundschreiben etc. verschiedener alternativer Schüler- und Lehrerorganisationen. Darunter ein Flugblatt zum Zeugnisverbrennungshappening auf dem Theodor-Heuß-Platz am 30.3.1968. – Beigegeben: Zahlreiche zeitgenössische Zeitungsausschnitte zur Schülerbewegung. – Teils etwas gebräunt oder knickspurig. – Nicht eingehend kollationiert, augenscheinlich komplett. Ohne Rückgaberecht.

Lot 1711 APO und Gegenkultur – Zeitschriften
Sammlung von 30 Ausgaben verschiedener libertärer Stadtteilzeitungen aus Westberlin. Berlin, ca. 1970-1974.
Nachverkaufspreis 160 €
Die Sammlung enthält u.a.: K. Kreuzberger Stadtteil-Zeitung. 12 Ausgaben (darunter 2 Doubletten.) 1970-1973. – Kreuzberger neue Zeitung. 1972-1979. – Bethanien-Zeitung. Nr. 6. Um 1974. – Charlotte. Stadtteil-Zeitung Charlottenburg. 2 Ausgaben. 1973. – Neuköllner Stadtteil-Zeitung. Zum 1. Mai 1973. – Fidibus. Zeitung für die Siedlung Lichterfelde und für den Knast. Nr. 2 und 4. 1972-1973. – Kreuzberg gehört uns. Nr. 1. Um 1973. – Gut erhalten.

Lot 1712 APO und Gegenkultur – Zeitschriften
Sammlung von 32 libertären Studentenzeitschriften aus Frankfurt a.M. Frankfurt a.M., 1971-1979. Original-Broschuren und Zeitungsfaltung.
Nachverkaufspreis 160 €
Die Sammlung beinhaltet: I. Pflasterstrand. Eine Zeitung der Linksradikalen in Frankfurt. / Stadtzeitung für Frankfurt. Heft 0(2), 1, 2, 9, 40, 65 und 125. – II. Die Fuzzy. Heft 2/3 und Sondernummer Juli 1976. – Vorgängerpublikation des Pflasterstrand. – III. Informations-Dienst zur Verbreitung unterbliebener Nachrichten. 13 Ausgaben und 2 Doubletten. 1974-1979. – IV. Diskus. Frankfurter Studentenzeitung. 9 Ausgaben. 1971-1974. – V. Schwarzes Frankfurt. Organ zur Verdeutlichung rückschrittlicher Stadtpolitik. Extrablatt. Um 1974.

Lot 1713 APO und Gegenkultur – Zeitschriften
Sammlung von 8 Ausgaben verschiedener New Age-Zeitschriften. Ca. 1975-1977.
Nachverkaufspreis 160 €
Die Sammlung enthält: New Age Zeitschrift der neuen Welt. Nr. 1/2. Herrsching, New Age Edition, 1975. – Middle Earth. Zwei Ausgaben. Wehrheim, Iris, 1975-1976. – Zero. Zeitschrift für ganzheitliches Leben. Fünf Ausgaben. Mühlheim, Zero, ca. 1976-1977. – Insgesamt gut erhalten.

Lot 1714 APO und Gegenkultur – Zeitschriften
Sammlung von 95 Ausgaben (darunter wenige Doubletten) libertärer Zeitschriften. Ca. 1967-1981.
Zuschlag 300 €
Die Sammlung enthält u.a.: Carlo Sponti. 6 Ausgaben. Heidelberg, 1974-1977. – Oberbaum Blatt. 4 Ausgaben und ein Extrablatt. Berlin, Oberbaumpresse, 1967. – Alleine machen sie dich ein. 3 Ausgaben (mit 2 und 1 Doublette). Berlin, um 1974. – Die LOG Zeitung. 3 Ausgaben. Hattersheim, Hau, 1974-1975. – Nachrichten für Unzufriedene. 3 Ausgaben. Um 1974. – In den Rändern gelocht. – Schlapper Klang. Organ für Kultur, Wahnsinn und repressive Subsysteme. Nr. 1. Herausgegeben vom Jos Fritz Kollektiv. 1977. – Der Schlachter zwoo… Killt die Sau. Zeitung für die Jugendbewegung in Vießlingen-Scheissingen. Villingen-Schwenningen, Glasbruch&Steinhagel, um 1975. – Wildes Huhn. Nr. 4. Salzgitter, um 1976. – DA²=! Übersicht über die erste Ausstellung in den DADhAnova Aktionsräumen. 23.6-31.8.1975. – Fünftausend Mark. Reichspunknote. Nr. 8. Um 1978. – Das grüne Bärlin. Berlin, Guhl, 1981. – Frankfurter Gemeine. Stadtzeitung der Direkten Aktion. Nr. 5. Frankfurt, 1972. – ELDA. Grosse Freiheit Presse Hamburg. 2 (von 3) Ausgaben. Herausgegeben von der Internationalen Wurzelpacker-Gesellschaft. – Päng. 4 Ausgaben. Um 1980. – it London, Knullar, 1968-1975. – Insgesamt gut erhalten. – Nicht eingehend kollationiert, augenscheinlich komplett. Ohne Rückgaberecht.

Lot 1715 APO und Gegenkultur – Zeitschriften
Sammlung von Zeitschriften, Kleinschriften und Flugblättern der Westberliner Schwulenbewegung. Berlin, 1975-1981.
Zuschlag 550 €
Die Sammlung beinhaltet: I. Berliner Schwulenzeitung. 13 Ausgaben. Berlin, Rosa Winkel, 1978-1979. – Pasterny, Gegenkultur 135. – II. Schwuchtel. Eine Zeitung der Schwulenbewegung. 6 Ausgaben und eine Doublette. 1975-1977. – Pasterny, Gegenkultur 135. – Die Gründer des 1977 eröffneten Schwulencafés Anderes Ufer kamen aus dem Herausgeberkreis. – III. Mann O Mann. Zeitung für Männer. 1 Ausgabe und eine Doublette. Berlin, um 1975. – Pasterny, Gegenkultur 135. – IV. Mannsbild. Zeitung für Männer. Ausgabe Sommer 1976. Berlin, Mann o Mann Männerselbstverlag, 1976. – Pasterny, Gegenkultur 135. – V. HAW INFO. Homosexuelle Aktion Westberlin. Nr. 15. Berlin, 1976. – Beiliegend eine vierseitige “vorläufige Grundsatzerklärung der Homosexuellen Aktion Westberlin. – VI. Schwul. Lehrer, Erzieher, Sozialarbeiter, Pfarrer, Schüler. – Eltern, Kollegium, Öffentl. Meinung, Gesetzgeber, Kirche, Staat. Berlin, 1973. – Publikation der Homosexuellen Aktion Westberlin. – VII. Pfingstaktion ’73. Publikation der Homosexuellen Aktion Westberlin. – VIII. Schwul sein heißt: sich wehren! Positionen im Schwulenkampf. Hamburg, 1978. Publikation der Homosexuellen Hamburg. – IX. 28 Flugblätter verschiedener Organisationen der Schwulenbewegung. Verschiedene Orte, ca. 1975-1980. – Unter den Verfassern: Teestube Kommunikationszentrumhomosexualität München, Homosexuelle Aktionsgruppe Kassel, Homo Heidelbergensis, Rosa Hilfe Freiburg, Rotzschwul, Deutsche Homophile Organisation etc. – Die Zeitungen teils mit kleinen Randläsuren, vereinzelt mit kleinen Fehlstellen. – Nicht eingehend kollationiert, augenscheinlich komplett. Ohne Rückgaberecht.

Lot 1716 APO und Gegenkultur – Zeitschriften
s’Blättle. Stadtzeitung für Stuttgart und Umgebung. 38 Ausgaben. Stuttgart, 1979-1986. 35 x 25 cm. Lose Lagen.
Zuschlag 130 €
Pasterny, Gegenkultur 87. – Die ursprünglich als unpolitische Stadtzeitung gegründete Publikation radikalisierte sich Anfang der 80er Jahre und wendet sich immer stärker autonomen und militanten Themen zu. Nach zahlreichen Ermittlungsverfahren gegen die Herausgeber und der Beschlagnahme von Heften wurde die Kontaktadresse Anfang 1986 in die Niederlande verlegt. Daraufhin wird die Zeitschrift nur noch sporadisch und illegal in Groningen herausgegeben. Die letzte Ausgabe erscheint im Juni 1987 (vgl. DadA DA-P0000902). – Insgesamt gut erhalten. – Nicht eingehend kollationiert, augenscheinlich komplett. Ohne Rückgaberecht.

Lot 1717 APO und Gegenkultur – Zeitschriften
Schwarze Protokolle zur Theorie der linken Bewegung. Heft 1-16 und 124 (alles Erschienene). Berlin, 1972-1978. 29,5 x 21 cm. Illustrierte Original-Broschuren (teils etwas berieben und fleckig, teils mit handschriftlichem Besitzvermerk von H.D. Heilmann).
Zuschlag 300 €
Pasterny, Gegenbewegung 83. – Jenrich 282. – “Die Schwarzen Protokolle sind eine Zeitschrift zur Kritik der traditionellen sozialistischen Theorien: in der Hauptsache einerseits des Marxismus Leninismus, in seiner radikalen ebenso wie in seiner sogenannten revisionistischen Fassung, andererseits der Theorien der westlichen Sozialdemokratie bis zurück zu ihren Ursprüngen. Im Mittelpunkt steht die Kritik der politischen Partei als proletarisches Kampfinstrument, analog hierzu die des ‘sozialistischen Staates’ in den ‘Übergangsgesellschaften’. Als wesentlichen Teil dieser Arbeit betrachten wir die begriffliche Analyse der Theorie der Sowjetökonomie.” (Heft 1, Editorial). – “In der Hochzeit der ML-Bewegung wendet sich diese Zeitschrift bewußt gegen den Dogmatismus und die Selbstgefälligkeit der Linken und findet so geradezu zwangsläufig zu anarchistischen Standpunkten indem an libertäre Traditionen angeknüpft wird.” (Projekt DadA DA-P0000831). – Mit Beiträgen von Uli Becker, Uli Bohnen, Murray Bookchin, Cajo Brendel, Maurice Brinton, Peter Brückner, U. Gaday, H.D. Heilmann, Franz Jung, Peter Lacrima, H. Melchinger, Nicolaus Sombart, K. Vollmar, Erich Wollenberg und Peter-Paul Zahl. – Die Zeitschrift wurde von Peter Ober und Hansjörg Viesel, einem engen Freund Heilmanns herausgegeben. – Mit zahlreichen Anmerkungen, Unterstreichungen, beigelegten Notizzetteln und Zeitungsausschnitten von H.D. Heilmann. – Teils mit gebrochener oder gelöster Bindung durch die zahlreichen Beilagen. – Acht Doubletten. Heft 3, 6, 13 (2), 14 (3) und 16. – Heft 16 stärker beschädigt. – Beigegeben: Schwarze Protokolle. Nr.1-124. Nürnberg, Reprint aktuell, 1978. – Gut erhalten.

Lot 1718 APO und Gegenkultur – Zeitschriften
SKLAVEN. Sprachrohr der Loe Bsaffot. 0-45 und 50 (von 50) Hefte in 40 Heften. Mit zahlreichen Abbildungen. Berlin, BasisDruck, 1994-1999. 28 x 21 cm bis 31 x 21,5 cm. Geheftete Broschuren (teils leicht gebräunt).
Zuschlag 150 €
Zeitschrift aus Ostberlin, die mit ihrem Titel “SKLAVEN” auf ein Zeitschriftenprojekt des Schriftstellers Franz Jung aus dem Jahr 1927 Bezug nimmt. – Mit zahlreichen Illustrationen verschiedener Künstler, u.a. A.R. Penck. – “Obwohl nicht der Anspruch erhoben wird, den Anarchismus zu vertreten, finden sich viele Bezüge zur libertären Bewegung u.a. durch die enge Verbindung zu den Künstlern am Prenzlauer Berg, die ein großangelegtes Freigeld-Experiment veranstaltet haben. Initiiert wurde dies von dem ‘Ostanarchisten’ (Der Spiegel, 1996, Nr.25, S.168ff.) – “Neben Erstabdrucken von Franz Jung, Erich Mühsam und Ernst Fuhrmann finden sich auch literarische Beiträge von Papenfuß oder Kapielski. In verschiedenen Aufsätzen befassen sich die Autoren mit Problemen der ‘Nach-Wende’ und setzen sich kritisch mit der Geschichte der DDR-Opposition auseinander.” (Projekt DadA DA-P0001080). – “So reagierten einige im Prenzlauer Berg neu angesiedelte Westlinke äußerst sauer auf das Manifest der ‘Bewegung wider den Abschaum’, mit dem die zwei ‘Jungsklaven’ Norman Gorek und Matthias Herberg einen dialektischen Siebenpunkteplan zur Vernichtung der ‘Salonlinken’ in und zwischen den Schickeria-Lokalen um den Wasserturm vorlegten” (TAZ 21.7.1994). – Mit vereinzelten Notizen und Notizzetteln von Heilmann. – Beiliegend: Zwei Briefe. I. Kopie eines vierseitigen Briefs von Heilamnn an einen “flüchtigen Wahlverwandten” (wohl Mitglied der Redaktion) in dem er einen Artikel kritisiert. – II. Handschriftlicher Brief von S. Ret an Heilmann in dem er Heilmann zu einer “Jung-Runde” einlädt. – Gut erhalten.

Lot 1719 APO und Gegenkultur – Zeitschriften – Subversive Aktion (Hg.)
Anschlag. Jahrgang 1 und 2. Heft 1 (4 Exemplare), Heft 2 (5 Exemplare) und Heft 3 (alles Erschienene). Berlin, Selbstverlag, 1964-1966. 29,5 x 21 cm. Geheftete Blätter.
Zuschlag 400 €
Seltene (v.a. Heft 3) Zeitschrift mit grundlegenden Texten zur Studentenbewegung. – “Die ‘Subversive Aktion’ setzt sich im wesentlichen aus zwei Komponenten zusammen: dem von der ‘Situationistischen Internationale’ herkommenden ‘utopisch-aktionistischen Revolutionsmodell’ der Münchner Sektion um Dieter Kunzelmann und den ‘historisch-ökonomischen Analysen’ der ‘Berliner Schule’ um Rudi Dutschke und Bernd Rabehl, die von einer marxistisch-kritischen Position her argumentiert.” (Dutschke, Mein langer Marsch. 1980. S.211) – Enthält Beiträge von Böckelmann, Frank; Joffé, A. (das ist Rudi Dutschke); Kunzelmann, Dieter; Menzel, R. (das ist Bernd Rabehl). Als Redakteure werden Herbert Nagel und Frank Böckelmann (Heft 1), Dieter Kunzelmann und Herbert Nagel (Heft 2) sowie F. Böckelmann, H. Nagel und Karl-Heinz Neumann genannt. – “Nach der Auflösung der ‘Subversiven Aktion’ in ihrer bisherigen Form und Umbenennung in ‘Studiengruppe für Sozialtheorie’ im April 1966 wurde die Zeitschrift eingestellt. Nach 1966 erfolgte noch – im Herbst 1967 – eine Zusammenarbeit mit der Gruppe GEFLECHT innerhalb der anarchistischen Fraktion des SDS-München, wobei man sich an mehreren politischen Happenings in Schwabingen beteiligte.” (Projekt DadA DA-P0000552). – Zwei Exemplare von Heft 1, ein Exemplar von Heft 2 und Heft 3 mit handschriftlichen Korrekturen, teils mit Durchschlagpapier, teils eigenhändig von Heilmann. – Teils leicht knickspurig und leicht gebräunt, je ein Exemplar von Heft 1 und 2 im Rand gelocht. – Beigegeben: Fünf Flugblätter der subversiven Aktion. Stuttgart, Nürnberg, München Berlin, ca. 1963-1964. DIN A4 (3) und DIN A3. U.a. zum Katholikentag 1964, Bundespräsidentenwahl 1964, zum Tod Kennedys 1963. – Unverbindliche Richtlinien Band 1 (mit 5 Doubletten). Herausgegeben von Christofer Baldeney, Radolphe gasché und dieter Kunzelmann. München, Selbstverlag, um 1962. 33 S. – Insgesamt gut erhalten.

Lot 1720 APO und Gegenkultur – Zeitschriften
das tau. Nr. I-III (alles Erschienene). Zürich, Fehr, 1966. 29,5 x 21 cm bis 32 x 23,5 cm. Geheftet.
Zuschlag 240 €
Pasterny, Gegenkultur 83. – “Erste Schweizer Zeitschrift, die sich nach 1945 in der situationistischen und anarchistischen Tradition begreift. Sie wurde von Künstlerkreisen herausgegeben ” (Projekt DadA, DA-P0000776). – Mit den Untertiteln: Kunstfragen in der Konfrontation mit der Zeit (Nr.1); Weder herrschen noch sich beherrschen lassen (Nr.3). Herausgegeben von Fredy G. Fehr. – Enthält Beiträge von G. Bautz, L.-F. Celine, Mario Gobbi, Johannes Grün, Richard Lohse und Erich Mühsam. – Mit handschriftlichen Besitzvermerken und Bleistiftanstreichungen von H.D. Heilmann. – Leicht knickspurig.

Lot 1721 APO und Gegenkultur – Zeitschriften
Traumstadt. Hefte 0-4 und 6. Berlin, Buchladenkollektiv SP, Ca. 1978-1980. 29,5 x 20,5 cm. Illustrierte Original-Broschuren (leicht berieben).
Zuschlag 160 €
Sehr seltene anarchistisch-libertäre Zeitschrift. – Pasterny, Gegenkultur 99. – Unter den in jedem Heft wechselnden Herausgebern Andreas Hallen, Jürgen Weber, Martin Soder, Arno Reinhard, Eckart Wähner und Stefan M. Saarbach. – Mit Beiträgen zu Antifaschismus, Feminismus, Hausbesetzungen, politischen Gefangenen, Agitprozeß, Rauchhaus etc. – Insgesamt gut erhalten.

Lot 1722 APO und Gegenkultur – Zeitschriften
WIR WOLLEN ALLES. 25 (von 27) Hefte und 2 Sondernummern. Gaiganz, München und Frankfurt a.M., Politladen Erlangen, 1973-1975. 42,5 x 30,5 cm. Zeitungsfaltung (teils leicht gebräunt).
Zuschlag 80 €
Fast komplette Reihe der seltenen Zeitschrift. – Pasterny, Gegenkultur 84. – Jenrich 335. – Ohne Nummer 21 und 24. Mit der Sondernummer “Häuserratszeitung” und einer Sondernummer zum Bergarbeiterstreik im Oktober 1973. – “Anfang der 70er Jahre bildeten sich aus dem linksradikalen spontaneistischen Lager in verschiedenen Orten (Köln, Frankfurt a.M., München, Hamburg, Bremen) sogenannte Betriebsprojektgruppen, die sich in Abgrenzung zu den ML-Gruppierungen an den Methoden des italienischen Operaismus orientierten. Dabei wurde die Arbeiterklasse, im Unterschied zur Avantgarde-Theorie des Marxismus-Leninismus, als revolutionäres Subjekt wieder aufgewertet. Durch die politische Intervention in den Betrieben sollte das praktische Eingreifen mit einem Erkennen des tatsächlichen Bewußtseins der Arbeiter(klasse) verbunden werden. ‘Wir wollen alles’ wurde als gemeinsame Zeitschrift dieser Gruppen herausgegeben” (DadA Projekt DA-P0000596). – Gut erhalten. – Nicht eingehend kollationiert, augenscheinlich komplett. Ohne Rückgaberecht.

Lot 1723 APO und Gegenkultur – Zeitschriften
Der (zornige) Metzger. 5 Ausgaben (darunter 1 Doublette). Duisburg, 1973-1974. 31 x 21 cm bis 42,5 x 30 cm. Lose Lagen, Zeitungsfaltung (teils leicht gebräunt).
Zuschlag 160 €
Pasterny, Gegenkultur 78 – Jenrich 222. – Mit den Nummern, 20, 21(2), 23 und 24. – Der Herausgeber Helmut Loeven, Inhaber des Antiquariats Weltbühne in Duisburg, charakterisiert die Zeitschrift in Nr.39 (1987), S.2 wie folgt: “DER METZGER hat nicht unwesentliche literarische und politische Aufgaben zu erfüllen: Er ist die einzige satirische Zeitschrift in der BRD. – Er ist – wie’s scheint – eine seltene Ausnahmeerscheinung: eine linke Zeitschrift, die auf Sprache und Stil wertlegt (anstatt deren Niedergang zu beschleunigen), die gutes Deutsch und einen bewußten Umgang mit Ausdrucksmitteln für ein selbstverständliches Wesensmerkmal linker Literatur hält, die einzige linke Zeitschrift, die den Linken ‘auf’s Maul schaut’. – Er hält nicht alles, was die Linken über Bord geworfen haben, für Ballast. – Er ist – wie’s scheint – die einzige linke Zeitschrift, die in allen Fragen eine linke Position vertritt…” – Mit Beiträgen von P.P. Zahl, Geer, Crumb, Leary, Ploog etc. – Gut erhalten.

Lot 1724 Donaldismus – Barks, Carl
Maschinenschriftlicher signierter Brief an H.D. Heilmann. Auf privatem Briefbogen mit illustriertem Briefkopf. Temecula, 17.10.1982. Voll signiert. 27,5 x 21,5 cm. In gelaufenem Briefumschlag mit gedrucktem illustrierten Absender.
Zuschlag 200 €
Im als Kopie beiliegenden Brief Heilmanns an Barks vom 4.10.1982 bezieht sich Heilmann zunächst auf einen Aufsatz des Schriftstellers und Zeichners James Thurber und stellt Barks dann einige Fragen zu Thurber und zu Barks Kontakten zu deutschen Philosophen, Emigranten und zu deutschen Vorfahren. Heilmann schrieb den Brief als Susanna “Susi” Heilmann, da er gehört hatte, dass die wahrscheinlikchkeit einer Antwort Barks bei weiblichen Absendern höher sein sollte. – Barks antwortet, von Thurber fast nur die Comics im New Yorker zu kennen und “I have no contact with the works of german poets and philosophers or American, either. I have very little formal education. I had a few contacts with german emigrants during the Nazi period…”. Er berichtet weiter von seinen Vorfahren aus Holland und Schweden und gibt zu bedenken “… so maybe some cute German girls married some handsome Barks boys…” – Falzspuren, sonst sehr gut erhalten. – Beigegeben: Barks revisited. Doctora Fuchs gewidmet. Aufsatz von H.D. Heilmann. In zwei Varianten: Als 16 Bl. kopiertes Typoskript mit Korrekturen und 7 Bl. als Kopie zur Veröffentlichung in einer Zeitschrift. Um 1984. – “Am Kampftag des Donaldismusses, dem denkwürdigen 1. April 1984 – einem tristen Sonntag im ehedemenen Arbeiterneukölln – wedelte Verf. diese vor den don. Massen mit seiner Barks-Korrespondenz auf dem Karl-Marx-Platz: man schritt zur feierlichen Umbenennung in ‘Carl-Barx-Platz’…” (S.1).

Lot 1725 Donaldismus
D.O.N.A.L.D. ’81 Kongress. Donaldisten aller Länder, ähh… na ihr wißt schon! Siebdruck. Ca. 87,5 x 62 cm.
Nachverkaufspreis 160 €
Das Plakat zum 4. Kongress in Großhansdorf wurde von Heilmann mit zahlreichen Objekten getrüffelt: Postkarte, Zeitungsauschnitte, Photo etc. – Ecken mit Nadellöchern, etwas knickspurig, leicht fleckig.

Lot 1726 Donaldismus
Donald-Kongress-80 Donald, diese hehre Ente lieben wir mit vehemente. Siebdruck. Ca. 86 x 60,5 cm.
Zuschlag 160 €
Das Plakat zum 3. Kongress in Frankfurt am Main wurde von Heilmann mit zahlreichen Objekten getrüffelt: Donaldistische Aufkleber, Ronald-McDonal-Fahne, Zeitungsartikel, “Die goldene Pfeife”, Aktien des ZK VOPO etc. – Mit einigen kleinen Randeinrissen, Einrissen und kleinen Fehlstellen durch montierte Objekte, etwas fleckig.

Lot 1727 Donaldismus
D.O.N.A.L.D. Kongress ’88 in München. Siebdruck. Ca. 85,5 x 61 cm.
Nachverkaufspreis 160 €
Plakat zum 11. Kongress in München. – Etwas knickspurig, leicht fleckig, Rand mit kleinen Nadellöchern. – Beigegeben: Vier Aufkleber zum Kongress. 8,5 x 6 cm.

Lot 1728 Donaldismus – Fuchs, Erika
Sammlung von 17 eigenhändigen signierten Briefen und einer Postkarte von Fuchs an H.D. Heilmann. München, 1990-1996. Je 1-6 teils beidseitig beschriebene Blätter, teils mit gedrucktem Briefkopf, in den gelaufenen Original-Couverts (Couverts teils etwas eingerissen).
Zuschlag 350 €
– Sehr gut erhalten. – Beigegeben: 18 Briefe von H.D. Heilmann an Fuchs. Kopien maschinenschriftlicher und handschriftlicher meist mehrseitiger Briefe. Berlin, 1990-1996. – Etwas angestaubt und knickspurig. – Beigegeben: Vier Audiokassetten. Zwei 90 Minuten und zwei 120 Minuten. Von Heilmann beschriftet: I. “Helene Jacobs 10.1.91 – Erika Fuchs 11.1.91 – Erika Fuchs Forts.” – II. “Städtefahrt Kumersdorf – Erika Fuchs 11.1.91 (Schluß) 20.1.91 (Anfang)” – III. “Erika Fuchs 20.1.91 Forts. – 28.1.91” – IV. “Erika Fuchs 28.1.91 – 4.3.91 (Russland) – Forts. 4.3.91”. – Die nicht auf Funktion und Inhalt geprüften Kassetten enthalten wohl mehrere Interviews Heilmanns mit Fuchs. – Gut erhalten.

Lot 1729 Donaldismus – Fuchs, Erika
Sammlung von 21 eigenhändigen signierten Briefen von Fuchs an H.D. Heilmann. München, 1997-2001. Je 1-6 teils beidseitig beschriebene Blätter, teils mit gedrucktem Briefkopf, in den gelaufenen Original-Couverts (Couverts teils etwas eingerissen).
Zuschlag 350 €
– Sehr gut erhalten. – Beigegeben: 19 Briefe von H.D. Heilmann an Fuchs Kopien maschinenschriftlicher und handschriftlicher meist mehrseitiger Briefe. Berlin, 1997-2001. – Etwas angestaubt und knickspurig. – Beigegeben: Materialsammlung von H.D. Heilmann zu Erika Fuchs. – Enthält zahlreiche Notizen, Korrespondenz, Kopien, Zeitungsauschnitte etc. zu Fuchs, ihrer Verwandtschaft, Fuchs-Museum etc. – Lose in fünf Mappen.

Lot 1730 Donaldismus
Der Hamburger Donaldist (bis Heft 51) und Der Donaldist. Verschiedene Herausgeber. Hamburg, 1980-2018. Ca. 29 x 21 cm. Original-Broschuren.
Zuschlag 440 €
Die Sammlung beinhaltet die Hefte 1-54, 56-65, 67-79 81, 82 (als Kopie), 83-88, 90-155 sowie die Sonderhefte 6 und 9 (des Hamburger Donaldisten) 55 (Stadtplan) und 58 (Kochbuch) sowie 6 Doubletten. – Beigegeben: 44 MifüMis. Mitteilungen für Mitglieder. Ca. 1978-2019. – Beigegeben: Sieben D.O.N.A.L.D.-Kalender und ein Adventskalender Jahrgänge: 1979, 1985/86, 1986/87, 1988/89, 1992/93, 1993/94 und 2012 (Kalender der verbotenen Dinge). – Beigegeben: Fünf Weihnachtsgaben der D.O.N.A.L.D. 1986, 1998, 2014, 2017. Comics, Katalog der Plakate und ein Button. – Beigegeben. Der Donaldist aus Magdeburg. Nr. 89. Magdeburg, 1994. – Der lautere Donaldist. Aus Achim, Bremen, Oldenburg. Nr. 80. 1992. – Dokumente aus der heroischen Epoche der D.O.N.A.L.D. Die Ära Storch. Mit einer Einführung von X, PdD. (1996). – Beigegeben: Sammlung von ca. 50 Einladungskarten, Rundschreiben etc. zu verschiedenen donaldistischen Veranstaltungen. – Teils mit handschriftlichen Besitzvermerken und vereinzelten Bleistiftanstreichungen von H.D. Heilmann.

Lot 1731 Donaldismus – Lieser, Jörg “Lissy”
Paul der Marsianer. 11 Hefte. Berlin, 1979-1984. UND: Shamango der Rächer. Dem Guten verschworen + dem Bösen abhold. 7 Ausgaben. Berlin, Macoco, 1978-1982. Original-Broschuren.
Zuschlag 160 €
I. Je eins von 10-40 vom Küstler nummerierten und signierten Exemplaren. Mit den Nummern 1, 3-6, 8-12 und 14 (Nummern 1 und 8-12 in 2. Ausgabe, Heft 14 nicht signiert). – II. Je eins von 25 signierten und nummerierten Exemplaren. – Seltene Comics des Donaldisten Jörg Lieser (Lissy Löffelspecht) der mit Heilmann und anderen den 7. Donaldistenkongress in Berlin organisierte und mit Macoco (Marsianische Comic-Cooperative) und seiner und Heilmanns G.U.N.D.E.L./AO (Gruppe Undogmatischer Nichtstorchistischer Epigonen Löffelspechts/ Aufbauorganisation) einige “antistorchistische” Publikationen veröffentlichte. – Beigegeben: Der Wolf von Wolfsburg. Sahamanogo Extra 9. 1979. – Eins von 20 signierten und nummerierten Exemplaren (hier mit 25? nummeriert). – Beigegeben: Das Grosse Macoco Gesamtprogramm. 1983. – Guter Zustand.

Lot 1732 Donaldismus – Reiche, Volker
Sammlung von 3 mehrseitigen eigenhändigen signierten Briefen. Mit 7 (6 kolorierten) Tuschzeichnungen und 4 montierten Photos. Königstein, 12.10.1984-2.3.1995.
Zuschlag 160 €
Handschrifltiche Briefe des Comiczeichners (u.a. Strizz in der FAZ) Volker Reiche, der ab 1979 sechs Donald-Duck-Geschichten für den niederländischen Oberon-Verlag zeichnete, die aber erst 1993 bis 2002 veröfentlicht wurden. – Umfasst: – I. Vierseitiger Brief vom 12.10.1984, in dem Reiche im Konflikt zwischen den Donaldisten Heilmann, von Storch und Lieser versucht zu vermitteln und andere donaldistische Themen erörtert. – II. Vierseitiger Brief vom 17.1.1995, in dem er Heilamnn für ein zugesandtes “Interviewle” dankt und ihn dazu befragt. – III. Achtseitiger Brief vom 2.3.1995, in dem Reiche von privaten Angelegenheiten, seinem Freund dem Zeichner Bernd Pfarr, seiner Arbeit, Donaldismus etc. berichtet. – Gut erhalten.

Lot 1733 Donaldismus
Sammlung von 20 Veröffentlichungen, 1 Siebdruck und 1 Gouache aus dem donaldistischen Umfeld. Ca. 1982-1985.
Zuschlag 300 €
Die Sammlung beinhaltet u.a.: Häuserkampf in Entenhausen. Berlin, Mesakkat, 1982. 38 S., 1 Bl. – Worte von Tick, Trick, Track. Herausgegeben vom Vorsitzerpel der Jugendorganisation der D.O.N.A.L.D. Waldemar Waldmeister. Germering, Fähnlein Fieselschweif Verlag, 1984. 39 S. – Donald Punk. Nazi ducks fuck off. Artwürgers Prodakschen, 1982. – Weg mit Vulgärdonaldismus und Kommerzialismus! Enhet pa gammeldonaldismens Grunn! Wählt Peter Peinlich. Großhansdorf, 1981. – Alternativ-Comic. Nr. 1. 8 S. – Das Entenhausener Amtsblatt. Natürlich abhängig und parteilich. Nr. 1. – Donald. Gouache. 27,5 x 20,5 cm. – Links unten monogrammiert “J S” – Carl Barks. Nr. 1. Donald Ducks Atombombe. Deutsche Erstveröffentlichung. Macoco, 1984. – Eins von 50 Exemplaren. – Zack! Zack! Aus’m sack. Xmas 1984. Daumenkino. Mit zwei Doubletten. – Siebdruck von Donald. 22,5 x 17 cm. – Insgesamt gut erhalten.

Lot 1734 Donaldismus
Sammlung von 35 Veröffentlichungen der Macoco (Marsianische Comic-Cooperative) und G.U.N.D.E.L./AO (Gruppe Undogmatischer Nichtstorchistischer Epigonen Löffelspechts/ Aufbauorganisation). Berlin, 1983-1988.
Zuschlag 260 €
Die Sammlung enthält u.a.: Macoco Spezial. 17 Ausgaben. 1983-1984 – Macoco Presse-Spiegel. 8 Ausgaben. 1984-1985. – Worte des Vorsitzenden Donald Duck. Macaco/Gundel. In 3 verschiedenen Ausgaben: 1. Ausgabe, 1983, eins von 6 nummerierten Exemplaren. – 4. Ausgabe, 1984, eins von 20 nummerierten Ausgaben. – 5. Ausgabe, eins von 300 nummerierten Exemplaren. – Bulletin der G.U.N.D.E.L. 8 Ausgaben. 1983-1988. – Die unwürdigen Neffen present: das erste donaldistische Liederbuch. Berlin, Cäcilien und Macoco, 1983. 12 S. – Sing along mit der G.U.N.D.E.L. 1. donaldistisch-gundelianisches Liederbuch. Berlin, Macoco, 1983. 12 S. – Mit einigen eingelegten Notizzetteln und handschriftlichem Besitzvermerk von H.D. Heilmann – Insgesamt gut erhalten.

Lot 1735 Donaldismus
Sammlung von 3 Aufsätzen bzw. Redemanuskripten und Notizen Heilmanns, 4 Original-Photos und einem Plakat zum 7. D.O.N.A.L.D.-Kongresses in Berlin. Berlin, 1984.
Zuschlag 200 €
Die Sammlung beinhaltet: Maschinenschriftliches Manuskript der Rede Heilmanns auf dem Kongress. 7 S. und 17 Kartons mit montierten Comics zum Text. – Mit zahlreichen Korrekturen, Notizen etc. – Ich bin Donaldist. Maschinenschriftlicher Aufsatz oder Rede Heilmanns. 2 S. – Mit zahlreichen Korrekturen – Twilight des Donaldismus. Maschinenschriftlicher Aufsatz oder Rede Heilmanns. 5 S. – Mit zahlreichen Korrekturen. – 4 Original-Photographien. Zwei Photos zeigen Heilmann auf dem Kongress bei einer musikalischen Darbietung (wahrscheinlich der “Unwürdigen Neffen”) am Waschbrett und Signalhorn. – Ein Photo zeigt Heilmann an einer Windmaschine an der Berliner Mauer, bei einer von ihm geplanten Aktion zum Kongress: “Auf ihrem Berliner Kongreß 1984 hatten die Donaldisten mithilfe einer Windmaschine und Tausenden von gasgefüllten Luftballons “Aufrufe zur Gründung Donaldistischer Zirkel und Zellen” auf das Territorium der DDR losgelassen” (Höge, Autonomer Widerstandsforscher, TAZ 23.6.2019). – Drohbrief an Heilmann. Mit montierten Abbildungen und montierter Signatur “ein Freund”. – “Geschmackloser hans-dieter himmler, unterlassen sie umgehend ihre verbrecherischen neofaschistischen umtriebe in der D.O.N.A.L.D….” – Plakat zum 7. Kongress in der UFA-Fabrik, Tempelhof. Siebdruck. 88 x 62 cm. – Mit einigen Randeinrissen, kleineren Randfehlsttellen, einer kleinen Fehlstelle in der Abbildung, Rand etwas fleckig und mit Rückständen von Klebeband.

Lot 1736 Donaldismus
Sammlung von Veröffentlichungen, Protokollen, Korrespondenz und Notizen zur Vorbereitung des 7. D.O.N.A.L.D.-Kongresses in Berlin. Meist herausgegeben vom ZK VOPO (Zentral Koordinator zur Vorbereitung – Planung – Organisation), Berlin, 1983-1984.
Zuschlag 160 €
Der ZK VOPO bestand aus den Donaldisten Harmlos, Heilmann, Kunze, Stempel und Lieser. – Die Sammlung beinhaltet u.a.: Illustrierte Geschichte der Berliner donaldistischen Bewegung. 7 Ausgaben. – Je eins von 10-30 Exemplaren. – Bulletin d’D.O.N.A.L.D. 7 Ausgaben. 1983-1984. – 6 Macoco Sonderhefte zum Kongress. Darunter eine Heilmann-Extra-Ausgabe. 1984. – Zahlreiche Protokolle, 6 ZK VOPO Aktien, Korrespondenz und Notizen von Heilmann zum Kongress in 3 mit “ZK VOPO” gestempelten Mappen. – Gut erhalten.

Lot 1737 Donaldismus
Umfangreiche Sammlung von Korrespondenz Heilmanns mit verschiedenen Donaldisten. Ca. 1980-2000.
Zuschlag 160 €
Die Sammlung beinhaltet zahlreiche Briefe, Post- und Einladungskarten verschiedener Donaldisten, darunter Patrick Bahners, Gangolf Seitz, Alexandra Gerstner, Michael Finck, Jörg Lieser, Andrew Hood, Alexander Gerstner und Maikel Das. – Mit zahlreichen Briefen Heilmanns an verschiedene Donaldisten in Kopie. – In zwei Briefe an den Journalisten und Donaldisten Patrick Bahners schreibt Heilmann im Namen eines Professors Namlieh (Palindrom) und gibt vor, bei ihm in der neurologischen Klinik der Universitätsklinik Charlottenburg in Behandlung zu sein. Heilmann fälschte dafür die entsprechenden Briefköpfe und lässt Namlieh Bahners zunächst bitten “die Korrespondenz mit Heilmann fortzusetzen”, um seine Kontakte zur Aussenwelt nicht abreißen zu lassen. Zwei Monate später folgt ein Brief von Namlieh in dem er Bahners bittet, keine weiteren donaldistischen Veröffentlichungen mehr zu schicken, da es “etwas fragwürdig ist, ob unser Haus noch weiter in der Unterstützung solcher Außenkontakte unserer Patienten einen Sinn sehen darf”. – Fast drei Jahre später schreibt Heilmann, erneut im Namen Namliehs, zwei Leserbriefe zu einem Artikel über Trainspotter, an die Frankfurter Rundschau, wovon einer am 10.4.1989 gekürzt veröffentlicht wird. – Beigegeben: Hunderte Zeitungsauschnitte, Kopien und Notizen Heilmanns zu donaldistischen Themen. – Teils etwas knickspurig und mit leichten Läsuren.

Lot 1738 Gegenkultur vor 1945 – Grulich, Paul
Dämon Berlin. Aufzeichnungen eines Obdachlosen. Berlin, Deutscher Verlag, 1907. 77 S., 1 Bl. 22 x 14,5 cm. Illustrierte Original-Broschur (Kanten leicht berieben, etwas knickspurig, Kapitale mit kleiner Fehlstelle, hinterer Umschlag fleckig und mit kleinem Eckabriss).
Zuschlag 450 €
Sonderabdruck aus “Das Deutsche Blatt” Berlin. – Einzige Separatausgabe. – “Der Maler Paul Grulich zog ohne irgendwelche Mittel 4 Wochen lang durch Berlin. Oftmals wird seine Situation so bedrohlich, daß er aufzugeben gedenkt. Er erlebt an seiner eigenen Person das Schicksal der Obdachlosen. Nur so ist die Dichte und Unmittelbarkeit seines Berichtes zu erklären. Seine Beschreibungen des Hungers, der Kälte, des Regens, der schwierigen Arbeitssuche, der ausgesprochen schlechten Arbeitsbedingungen stehen in einem bezeichnenden Kontrast zu den Darstellungen C. Liebichs und Fr. v. Bodelschwinghs” (drstefanschneider.de, Grulich, Dämon Berlin). – “Paul Grulichs Dämon von Berlin… Ivan Golls Soddom Berlin und die in Alfred Döblins Alexanderplatz viel zitierte Hure Babylon stehen jenen Lobgesängen gegenüber in denen das moderne Berlin enthusiastisch gefeiert wurde” (Ralf Beil und Claudia Dillmann (Hg.). Gesamtkunstwerk Expressionismus. 2010). – Titel mit handschriftlichem Besitzvermerk von H.D. Heilmann. – Heilmann verwendete die Umschlagsillustration für den Umschlag seiner beiliegenden Veröffentlichung “Kurt Tucholsky in Berlin”. Berlin, 1983. 6 Bl. – Gut erhalten.

Lot 1739 Gegenkultur vor 1945 – Landmann, Robert (das ist Emil Hermann Werner Ackermann)
Monte Verità Ascona. Die Geschichte eines Berges. Mit 4 Tafeln mit photographischen Abbildungen. Berlin, Schultz, 1930. 308 S. 20 x 12,5 cm. Original-Kartonage mit illustriertem Original-Umschlag (Umschlag etwas fleckig, mit kleinen Randfehlstellen, stellenweise auf Kartonage montiert, hinterer Umschlag mit großer Fehlstelle).
Zuschlag 170 €
Seltene erste Ausgabe. – Der Schriftsteller und Verleger Emil Hermann Werner Ackermann (1892-1982, Pseudonyme u.a. Rico Gala, Robert Landmann, W.A. Fieldmann oder W.A. Kermann) war von 1923-1928 Miteigentümer der Künstlerkolonie Monte Verità in Ascona, Schweiz. – Schnitt leicht fleckig, sonst sehr gut erhalten. – Beigegeben: Doublette. Schutzumschlag mit Randfehlstellen, unschön mit transparenten Klebestreifen “restauriert”. – Vorsatz mit handschriftlichem Besitzvermerk von H.D. Heilmann. – Innen sehr gut erhalten.

Lot 1740 Gegenkultur vor 1945
Sammlung von 13 Publikationen zu Theosophie, Anthroposophie und Monismus. 1903-1932. Original-Broschuren (Kapitale teils etwas eingerissen, 2 Rücken verstärkt, kleinere Läsuren, teils etwas fleckig).
Nachverkaufspreis 160 €
Die Sammlung enthält u.a.: Penzig, Otto. Theosophie und die Theosophische Gesellschaft. Berlin, 1914. 77 S. Halbleinenband der Zeit. – Dohmann, J. Sektenspiegel. Der Deutschen Gemeinschaftsbewegung, ihren Freunden und Gegnern. Chemnitz und Dresden, Gemeinschaftsverein, 1927. 76 S. Original-Kartonage. – Domroese, Waldemar. Wenn es keinen Gott gibt, was dann? Hamburg, Hartung, 1921. 32 S. Original-Broschur. – Mit Bleistiftanstreichungen. – E. de la Sauce. Stoff und Bewegung. Philosophische Betrachtungen vom Standpunkte eines Ingenieurs. Berlin, Schall & Rentel, 1903. 75 S. Illustrierte Original-Kartonage. – Teils mit handschriftlichem Besitzvermerk und Bleistiftanstreichungen von H.D. Heilmann. – Teils etwas fleckig, insgesamt gut erhalten.

Lot 1741 Gegenkultur vor 1945
Sammlung von 17 antimilitaristischen und pazifistischen Schriften. Verschiedene Orte und Verlage, 1919-1938. Original-Broschuren und 1 Original-Halbleinenband (teils etwas fleckig und berieben, kleinere Läsuren).
Zuschlag 160 €
Die Sammlung beinhaltet: 1904-1914-1924. Guerre a la guerre. Rapport de la demonstration antimilitariste revolutionaire a la Haye, le 27 juilliet 1924. Edition du Bureau International Antimilitariste. 1924. 23 S. Illustrierte Original-Broschur. – Reichel, Karl Ferdinand. Die pazifistische Presse. Eine Übersicht über die in deutscher Sprache veröffentlichten pazifistischen Zeitschriften und Zeitungen. Würzburg, Triltsch, 1938. 3 Bl., 99 S., 2 Bl., Original-Broschur (Rückstände einer Rückensignatur, leicht wasserrandig). – Rechte untere Ecke durchgehend leicht gewellt. – Beckert, P. Das neue Gesetz. der Weg zum Frieden durch die “Partei ehrlicher Arbeit”. Friedenspreis-Arbeit. Dessau, Salzmann, 1925. 31 S. Original-Broschur (fleckig, kleine Randeinrisse). – Freie Miliz und kein neuer Militarismus Anregungen und Richtlinien von einem Frontsoldaten. Wien und Leipzig, Anzengruber und Suschitzky, 1919. 56 S. Original-Broschur. – Beckers, Hans. Wie ich zu Tode verurteilt wurde. Leipzig, Oldenburg, 1928. X, S. 11-116. Original-Broschur (etwas berieben, Kapitale mit Fehlstellen). – Der Frieden. Stimmen von Rechts bis Links. Gerechtigkeit. Erstes Sonderheft. Berlin, Engelmann, 1919. 80 S. Original-Broschur (etwas fleckig). – Umschlag gestempelt “Ergebenst überreicht von der Deutschen Liga für Völkerbund”. – Erstes Blatt an der Klammerung etwas ausgerissen. – Teils mit handschriftlichen Besitzvermerken, Bleistiftanstreichungen und eingelegten Notizzetteln von H.D. Heilmann. – Insgesamt gut erhalten.

Lot 1742 Gegenkultur vor 1945
Sammlung von 32 Publikationen zur Reformpädagogik. 1919-1932. Meist Original-Broschuren.
Nachverkaufspreis 160 €
Die Sammlung beinhaltet: Die neue Erziehung. Sozialistische pädagogische Zwei-Wochenschrift. Jahrgang 1919: Heft 7, 10-20, 22-26. Jahrgang 1920: Heft 1. Berlin, Gesellschaft und Erziehung, 1919-1920. Original-Broschuren (etwas fleckig, Rücken und Ränder teils mit Einrissen). – Sesemann, Heinrich. Die Vergesellschaftung von Kindern in der Unterrichtsarbeit. Osterwieck, Zickfeld, 1933. 4 Bl., 51 S. Bibliotheks-Halbleinenband (Rückensignatur, etwas fleckig). – Titel verso, Innenspiegel und letztes Blatt mit gelöschtem Stempel. – Lyon, Otto. Das Pathos der Resonanz. Leipzig, Teubner, 1900. 2 Bl., 202 S. Illustrierter Original-Leinenband (leicht berieben). – Liber, Benzion. Kind und Elternhaus. Eine Stimme aus Amerika. Berlin, Hensel, 1927. 172 S. Original-Pappband (ohne Rücken, Deckel gelockert, leicht fleckig). – Rettet die Kinder! Herausgegeben vom sozialistischen-dissidentischen Lehrer-Kampf-Bund (LKB). Göttingen, Öffentliches Leben, 1928. 31 S. Original-Broschur (etwas fleckig und berieben). – Titel oben und unten mit ca. 3 cm breiten Fehlstellen. – Teils mit handschriftlichen Besitzvermerken, Bleistiftanstreichungen und eingelegten Notizzetteln von H.D. Heilmann.

Lot 1743 Judaica – Ben-Saar (Rubinstein)
Der jüdische Vatikan in Sadagora 1850-1950. Lose Blätter aus dem Tagebuche von Ben-Saar. Tel Aviv, 1954 und 1958. 62 S. (inklusive vorderem Umschlag); 100 S. ca. 22,5 x 17,5 cm. Illustrierte Original-Kartonagen (etwas fleckig und gebräunt, mit kleinen Randfehlstellen).
Nachverkaufspreis 160 €
Seltene einzige Ausgabe. – Mit den Untertiteln: Werdegang und Glanzzeit 1850-1914. Historische Notizen, Humoresken und Lieder. – Auf den Trümmern des Vatikans 1914-1915. Invasionskalender, Humoresken, Lieder. – Jüdische Geschichte des Mikrorajon von Czernowitz, Sadhora (deutsch Sadagora). – Mit einigen von Heilmann eingelegten Notizzetteln, ein Vorsatz mit handschriftlichem Besitzvermerk von H.D. Heilmann.

Lot 1744 Judaica
Feldgebetbuch für die jüdischen Mannschaften des Heeres. Berlin, Itzkowski, 1914. 29 S. 21 S. 12,5 x 9,5 cm. Flexibler Leinenband der Zeit (leicht fleckig, 1 Klammer ausgerissen).
Zuschlag 170 €
Seltene erste Ausgabe. – Herausgegeben vom Verband der deutschen Juden. – Kontrovers gedruckter deutsch-hebräischer Paralleltext. – Enthält Morgen-, Abend-, Nacht-, Tisch-, Sabbat-, Neumond-, Fest- und Bußtaggebete sowie Chanukalied, Psalmen und Volkslieder. – Mit einigen eingelegten Notizzetteln von H.D. Heilmann. – Stellenweise leicht fleckig, Titel und Innenspiegel stärker.

Lot 1745 Judaica – Kartell jüdischer Verbindungen e.V. (Hg)
Adreßbuch 1926. Ohne Ort und Verlag, 1926. 119 S. 2 Bl. (Anzeigen). 23 x 15,5 cm. Bedruckte Original-Kartonage (etwas fleckig und gebräunt, Kapitale mit kleinen Fehlstellen und restauriert).
Zuschlag 500 €
Seltenes Verzeichnis aller 1926 im KJV organisierten jüdischen Verbindungsstudenten. Mit einem alphabetischen Verzeichnis und einem Register nach Orten und Berufen. – Das Kartell Jüdischer Verbindungen (KJV), entstand am 14. Juli 1914 aus der Fusion des Kartells Zionistischer Verbindungen (KZV) mit dem Bund Jüdischer Corporationen (BJC), und war ein Korporationsverband jüdischer Studentenverbindungen im Deutschen Reich. Nach rassisitischen Beschlüssen des Burschentags in Eisenach 1920, fasste der KJV einen Gegenbeschluss, der mit Nichtjüdinnen verheiratete Mitglieder zum Austritt aufforderte. Aktivitäten in Deutschland fanden ab 1933 nicht mehr statt. – Vorsatz mit handschriftlichem Besitzvermerk von H.D. Heilmann und Erich Littmann. – Papierbedingt gebräunt und etwas brüchig, Titelblatt zur Hälfte gelöst. – Beigegeben: Der zionistische Student. Flugschrift des KZV (Kartell zionistischer Verbindungen). Berlin, Jüdischer Verlag, um 1916. 2 Bl., 64 S. Bedruckte Original-Broschur. – Stellenweise leicht braunfleckig.

Lot 1746 Judaica – Kartell jüdischer Verbindungen e.V. (Hg)
Adreßbuch 1929. Berlin, 1929. 170 S. 1 Bl. 23,5 x 15,5 cm. Bedruckte Original-Kartonage (etwas fleckig, berieben und gebräunt, Kapitale mit kleinen Fehlstellen).
Zuschlag 160 €
Seltenes Verzeichnis aller 1929 im KJV organisierten jüdischen Verbindungsstudenten. Mit einem alphabetischen Verzeichnis und einem Verzeichnis nach Orten und Berufen. – Das Kartell Jüdischer Verbindungen (KJV), entstand am 14. Juli 1914 aus der Fusion des Kartells Zionistischer Verbindungen (KZV) mit dem Bund Jüdischer Corporationen (BJC), und war ein Korporationsverband jüdischer Studentenverbindungen im Deutschen Reich. Nach rassisitischen Beschlüssen des Burschentags in Eisenach 1920, fasste der KJV einen Gegenbeschluss, der mit Nichtjüdinnen verheiratete Mitglieder zum Austritt aufforderte. Aktivitäten in Deutschland fanden ab 1933 nicht mehr statt – Vorsatz mit handschriftlichem Besitzvermerk von H.D. Heilmann. – Papierbedingt gebräunt, teils leicht braunfleckig.

Lot 1747 Judaica – Kartell jüdischer Verbindungen e.V. (Hg)
Adreßbuch 1932. Berlin, 1932. 222 S. 1 Bl. 23,5 x 15,5 cm. Bedruckte Original-Kartonage (etwas fleckig und gebräunt, Kapitale mit kleinen Fehlstellen).
Zuschlag 360 €
Seltenes Verzeichnis aller 1932 im KJV organisierten jüdischen Verbindungsstudenten. Mit einem alphabetischen Verzeichnis und einem Verzeichnis nach Orten und Berufen. – Das Kartell Jüdischer Verbindungen (KJV), entstand am 14. Juli 1914 aus der Fusion des Kartells Zionistischer Verbindungen (KZV) mit dem Bund Jüdischer Corporationen (BJC), und war ein Korporationsverband jüdischer Studentenverbindungen im Deutschen Reich. Nach rassisitischen Beschlüssen des Burschentags in Eisenach 1920, fasste der KJV einen Gegenbeschluss, der mit Nichtjüdinnen verheiratete Mitglieder zum Austritt aufforderte. Aktivitäten in Deutschland fanden ab 1933 nicht mehr statt. – Vorsatz mit handschriftlichem Besitzvermerk von H.D. Heilmann. – Papierbedingt gebräunt, teils leicht braunfleckig.

Lot 1748 Judaica – Rosenheim, Uri
Leuchtkugeln. Band 1 (alles Erschienene). Sein Wimmern – Sterblicher. Sein Schimmern todlos. Tel Aviv, M. Noy, 1974. 140 S. 22 x 15,5 cm. Illustrierte Original-Broschur (leicht fleckig, Ecken leicht bestoßen).
Nachverkaufspreis 160 €
Seltene einzige Ausgabe. – Der literarische Nachlass des Bibliothekars und Schriftstellers Uri Felix Rosenheim (1912-1973), “durchweg in deutscher Sprache ist reich an philosophisch vertieften Prosadichtungen” (Vorwort). – Es erschien wohl nur der erste Band einer geplanten vierbändigen Werkausgabe. – Der Umschlag wurde von Abraham Pincas gestaltet. – Papierbedingt leicht gebräunt, sonst gut erhalten.

Lot 1749 Judaica – Seligsohn, Julius Ludwig
Die Einwanderung nach U.S.A. Berlin, Jüdischer Kulturbund in Deutschland, 1940. 112 S. 23 x 16,5 cm. Illustrierte Original-Kartonage (leicht knickspurig, Kapitale mit kleinen Fehlstellen, hinterer Umschlag mit kleinem Eckabriss).
Zuschlag 800 €
Einzige Ausgabe. – Wohl eine der letzten jüdischen Veröffentlichungen im nationalsozialistischen Deutschland. – Der Jurist und das Vorstandsmitglied der Reichsvereinigung der Juden in Deutschland Julius Ludwig Seligsohn (1890-1942) wurde Aufgrund seines öffentlichen Protestes gegen die Deportationen von Juden aus Baden und der Pfalz im November 1940 durch die Gestapo festgenommen und starb im Februar 1942 im KZ Sachsenhausen, angeblich an Lungenentzündung. – Die Erlöse des Ratgebers kamen der “Wanderabteilung der Reichsvereinigung” zugute. – Titel mit handschriftlichem Besitzvermerk und Notizen, der Text mit einigen Anstreichungen und eingelegten Notizzetteln von H.D. Heilmann. – Gut erhalten.

Lot 1750 Judaica – Sommerfeld, Adolf
Das Ghetto von Berlin. Aus dem Scheunenviertel. Kriminalroman. Berlin, Continent, 1932. 19 x 13 cm. Bedruckter Original-Leinenband mit illustriertem Original-Schutzumschlag (Einband leicht bestoßen und leicht fleckig, Schutzumschlag etwas fleckig, Ränder verso teils mit Gewebeband verstärkt, mit kleinen hinterlegten Einrissen).
Nachverkaufspreis 160 €
Das dunkelste Berlin, Band 1. – Zweite Ausgabe. – Seltene Publikation des (jüdischen?) Kunstmalers, Autors, Dramaturgs, Drehbuchautors und Filmregisseurs Adolf Sommerfeld (1870-1943). – “Antisemitische Schmonzette” (TAZ, Geisel, 11.12.1993 zu einer Neuauflage des Titels). – “Dieses Buch ist zwar keine Milieustudie, schildert aber doch etwas vom Leben in den dunklen und schmalen Gassen hinter dem Alexanderplatz, wo etwa zu Beginn dieses Jahrhunderts viele Juden aus Osteuropa gestrandet sind.” (TAZ, Karwelat 5.12.1992 ebenfalls zur Neuauflage). – Der Schutzumschlag wurde vom Autor illustriert. – Stellenweise etwas fleckig, Block an zwei Stellen gebrochen.

Lot 1751 Judaica – Stroh, Heinz
Die Vollendung. Novellistische Studie. Berlin, Alweiss, 1926. 8 nn. Bl. 18,5 x 11,5 cm. Illustrierter Original-Pappband (Kanten etwas berieben, leicht gebräunt).
Nachverkaufspreis 160 €
Einzige Ausgabe. – Der Schriftsteller Heinz Stroh (1899-1952) arbeitete von 1924-1934 als Literatur- und Theaterkritiker bei der Berliner Börsenzeitung. Bei seinem Prag-Aufenthalt 1934 gab Thomas Mann seinem im Exil lebenden Bekannten Stroh ein Interview, war allerdings mit dessen Wiedergabe nicht einverstanden, weil das Interview bei Manns Ausbürgerungsverfahren gegen ihn verwendet wurde. – Bindung gelockert, im Rand leicht gebräunt.

Lot 1752 Judaica
Zeitschrift des Brüdervereins. Brüderverein zu gegenseitiger Unterstützung. Jahrgang 1-4 (von 8). Berlin, 1925-1929. 30,5 x 22,5 cm. Goldgeprägte Original-Leinenbände (Band 3 und 4) und spätere Halbleinenbände (etwas berieben).
Zuschlag 240 €
Der 1815 gegründete jüdische Brüderverein zu gegenseitiger Unterstützung hatte sich zur Aufgabe gemacht “für außerhalb geborene, und hier, fern von allen ihren Angehörigen lebende Personen, als für Brüder eines Schicksals, eine Anstalt zu bilden, die sich zum Zweck mache, durch Belebung und Beförderung des Gemeingeistes und der gegenseitigen Zuneigung ihrer Mitglieder, das moralische und physische wohl derselben sicher zu stellen” (1. Jahrgang, Heft 1, S.3). – “Der “Brüderverein zur gegenseitigen Unterstützung”, 1815 zum Zweck solidarischer Hilfe gegründet, entwickelte sich zum zentralen gesellschaftlichen Verein der Berliner Juden, der 1912 ca. 1500 Mitglieder hatte. 1908-10 wurde das eigene Brüdervereinshaus in der Kurfürstenstrasse errichtet, das ein Zentrum kultureller und geselliger Tätigkeit wurde. 1938 wurde der Verein verboten und sein Vermögen beschlagnahmt, mit ihm auch das Vereinshaus. Die Gestapo richtete dort eine ‘Auswanderungsstelle’ ein, 1939 wurde das Haus ausgerechnet Sitz von Adolf Eichmanns ‘Judenreferat’ IVD4, das für den – natürlich inzwischen entlassenen Geschäftsführer – von tödlicher Bedeutung sein sollte, wurden doch von dort ab 1941 (nun Referat IVB4) die ‘Deportationstransporte’ der Juden zentral organisiert” (stolpersteine-berlin.de, Alice Goldstein). Der Ehemann von Alice, Isidor Goldstein war der letzte Vorsitzende des Vereins. – Mit einigen eingelegten Notizzetteln und Anstreichungen Heilmanns, Bindung von Band 1 etwas gelockert, sonst gut erhalten.

Lot 1753 Judaica
Zeitschrift des Brüdervereins. Brüderverein zu gegenseitiger Unterstützung. Jahrgang 1-8 (alles Erschienene). Berlin, 1925-1933. 30,5 x 22,5 cm. Goldgeprägte Original-Leinenbände (Band 3-8) und spätere Halbleinenbände (leicht berieben, 3 Gelenke leicht angeplatzt).
Zuschlag 1100 €
Der 1815 gegründete jüdische Brüderverein zu gegenseitiger Unterstützung hatte sich zur Aufgabe gemacht “für außerhalb geborene, und hier, fern von allen ihren Angehörigen lebende Personen, als für Brüder eines Schicksals, eine Anstalt zu bilden, die sich zum Zweck mache, durch Belebung und Beförderung des Gemeingeistes und der gegenseitigen Zuneigung ihrer Mitglieder, das moralische und physische wohl derselben sicher zu stellen” (1. Jahrgang, Heft 1, S.3). – “Der “Brüderverein zur gegenseitigen Unterstützung”, 1815 zum Zweck solidarischer Hilfe gegründet, entwickelte sich zum zentralen gesellschaftlichen Verein der Berliner Juden, der 1912 ca. 1500 Mitglieder hatte. 1908-10 wurde das eigene Brüdervereinshaus in der Kurfürstenstrasse errichtet, das ein Zentrum kultureller und geselliger Tätigkeit wurde. 1938 wurde der Verein verboten und sein Vermögen beschlagnahmt, mit ihm auch das Vereinshaus. Die Gestapo richtete dort eine ‘Auswanderungsstelle’ ein, 1939 wurde das Haus ausgerechnet Sitz von Adolf Eichmanns ‘Judenreferat’ IVD4, das für den – natürlich inzwischen entlassenen Geschäftsführer – von tödlicher Bedeutung sein sollte, wurden doch von dort ab 1941 (nun Referat IVB4) die ‘Deportationstransporte’ der Juden zentral organisiert” (stolpersteine-berlin.de, Alice Goldstein). Der Ehemann von Alice, Isidor Goldstein war der letzte Vorsitzende des Vereins. – Mit einigen eingelegten Notizzetteln und vereinzelten Anstreichungen Heilmanns, sonst sehr gut erhalten.

Lot 1754 Judaica
Zwischen den Zeiten. Jüdisches Leben, jüdisches Wissen. Hefte 1-4 (von 9) in 3 Heften. Koblenz, Humanitas, 1947-1948. 20 x 14,5 cm. Illustrierte Original-Kartonagen (etwas berieben und braunfleckig, Klammerung von Heft 1 mit kleinem Einriss).
Zuschlag 160 €
Seltene jüdische Zeitschrift. – Enthält Beiträge bekannter jüdischer Persönlichkeiten: Ralph Giordano, Kurt Lewin, August Kruhm, Hendrik George van Dam, Eva Siewert und Hans-Joachim Schoeps. – Mit einigen eingelegten Notizzetteln und vereinzelten Anmerkungen mit Bleistift von H.D. Heilmann. – Gut erhalten.

Lot 1755 Judaica – Antisemitismus
Anti-Anti-Blätter zur Abwehr. Tatsachen zur Judenfrage. Herausgegeben vom Zentral-Verein Deutscher Staatsbürger Jüdischen Glaubens. Berlin, Philoverlag, 1924. 59 (recte 60) einseitig bedruckte Bl. 15,5 x 10,5 cm. Lose im bedruckten Original-Pappschuber (leicht berieben, Ecken etwas bestoßen).
Zuschlag 160 €
Seltene erste Ausgabe. – Mit den Kapiteln: Rassenfragen, Urteile über die Juden, Jüdische Sittlichkeit, Die Juden im Krieg, Die Antisemiten und Juden und “Verjudung”. – Mit beiliegenden Notizzetteln von H.D. Heilmann. – Gut erhalten.

Lot 1756 Judaica – Antisemitismus
Blutlügen. Märchen und Tatsachen. Herausgegeben vom Zentral-Verein Deutscher Staatsbürger Jüdischen Glaubens. Berlin, Philoverlag, 1929. 36 S. 20,5 x 14 cm. Illustrierte Original-Broschur (Kanten etwas berieben, etwas gebräunt).
Zuschlag 160 €
Einzige Ausgabe. – “Eine Broschüre…, die die völlige Grundlosigkeit der Ritualmordbeschuldigungen bewies” (Mosse, Werner et al. (Hg.). Entscheidungsjahr 1932. S. 426). – Gut erhalten.

Lot 1757 Judaica – Antisemitismus – Braham, Randolph L
The destruction of Hungarian jewry. A documentary account. 2 Bände. New York, Pro arte for the World Federation of Hungarian Jews, 1963. CXXXVI, 416 S.; 2 Bl., S. 417-969, 1 Bl. 28,5 x 21 cm. Original-Leinenbände mit Original-Schutzumschlägen (Ecken und Kapitale leicht bestoßen, Umschläge gebräunt und mit einigen kleineren Einrissen).
Nachverkaufspreis 160 €
Einzige Ausgabe. – Ausführliche Dokumentation der Vernichtung des ungarischen Judentums durch die Nazis. Enthält hunderte faksimilierte Original-Dokumente. – Der in Bukarest geborene US-amerikanische Historiker Randolph Louis Braham (1922-2018) forschte vornehmlich zum Holocaust in Ungarn. Braham gab im Jahr 2014 alle Auszeichnungen des ungarischen Staates zurück, um gegen die Geschichtspolitik der rechtskonservativen Regierung Viktor Orbán zu protestieren, da diese “unter die Geschichtsfälscher” gegangen sei, um den Anteil des Horthy-Regimes am Holocaust in Ungarn schönzureden. – Mit einigen eingelegten Notizzetteln von H.D. Heilmann. – Vorsätze erneuert, stellenweise leicht fingerfleckig.

Lot 1758 Judaica – Antisemitismus – Hinkel, Hans (Hg.)
Judenviertel Europas. Die Juden zwischen Ostsee und Schwarzem Meer. Mit einigen photographischen Abbildungen. Berlin, Volk und Reich, 1939. 351 S. 25 x 19,5 cm. Bibliotheks-Halbleinenband der Zeit (etwas berieben).
Zuschlag 160 €
Einzige Ausgabe. – Die antisemitische Schrift wurde von dem nationalsozialistischen Journalisten, SS-Gruppenführer und Ministerialbeamten Hans Hinkel (1901-1960) herausgegeben. – Mit photographischen Abbildungen auf sechs Kunstdruck-Tafeln und Beiträgen von Hans Hinkel, Karl C. von Loesch, Reinhart Maurach, Hermann Raschhofer, Riekko Vilho Linnala, Turris, Peter-Heinz Seraphim, Wolfgang Mühlberger, Franz Riedl sowie Karl Hermann Theil. – Mit einigen beiliegenden Notizzetteln von Heilmann. – Papierbedingt gebräunt, Titel schwach gestempelt.

Lot 1759 Judaica – Antisemitismus
Okayannoe plem’ya. (Die verfluchte Rasse). Kiew(?), Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete, um 1943. 45 S. (inklusive vorderer Umschlag). 21 x 14,5 cm. Illustrierte Original-Broschur (etwas beriebener Umschlagrücken, hinterer Umschlag leicht fleckig).
Zuschlag 650 €
Seltene wüste antisemitische Broschüre in ukrainischer Sprache, die zum entscheidenden Endkampf gegen das Judentum (semitisch, jüdisch-bolschewistisch, amoralisch etc.) auf den sowjetischen Schlachtfeldern mobilisieren soll. Der Druck erfolgte wohl im besetzten Lemberg, in Verantwortung der Außendienststelle des Reichspropagandaministeriums. Im Vorwort ein Zitat aus einer Rede A. Rosenbergs. – Gut erhalten.

Lot 1760 Judaica – Antisemitismus
Wo Juden unerwünscht sind. Verzeichnis judenfeindlicher Kurorte, Sommerfrischen und Gaststätten. Hamburg, 1930. 16 S. (inklusive Umschlag) 21 x 14,5 cm. Bedruckte Original-Broschur (leicht fleckig, leicht knickspurig, mittig mit waagrechtem Mittelfalz, dort ca. 4 cm eingerissen, Notiz im unteren Rand).
Zuschlag 440 €
Sonderbeilage des Israelitischen Familienblattes, Nr. 21, 22. Mai 1930. – Nur ein Exemplar im KVK nachweisbar. – Beinhaltet Listen mit antisemitischen Kurorten im In- und Ausland, Hotels, Pensionen und “christliche Häuser” im In- und Ausland sowie Einrichtungen in denen Nationalsozialisten verkehren. – Mittig durchgehend mit waagrechtem Mittelfalz, dort etwas eingerissen. – Beiliegend: Brief der Redaktion des Israelitischen Familienblatts an die Pension Burgfried in Münzenberg vom 18.6.1929. – “In gegebener Veranlassung werden wir darauf hinweisen, daß Sie in Ihrem Haus Juden wahrscheinlich nicht gerne sehen. Der Sicherheit halber möchten wir aber hierdurch bei Ihnen anfragen ob dies sich wirklich so verhält…” – Knickspurig, Notiz im unteren Rand.

Lot 1761 Materialsammlungen und Korrespondenz – Baensch, Theodor
Sammlung von Notizen, zahlreichen Photographien und Korrespondenz von und zu Theodor Baensch. Ca. 1942-1973.
Nachverkaufspreis 160 €
Der Buchprüfer Theodor Baensch (1898-1973) wurde 1942 u.a. wegen seiner “eifrigen kommunistischen Betätigung” in “Schutzhaft” genommen und arbeitete dann als Kalfaktor im Untersuchungsgefängnis in der Lehrter Straße. Nach dem Hitlerattentat vom 20. Juli wurde hier auch u.a. Karl Ludwig Freiherr von und zu Guttenberg inhaftiert. “Aber auch zu dieser Zeit, so berichtet Baensch, gab es die Möglichkeit zu verstohlenen Zusammenkünften zwischen ihm und Guttenberg …” (Bottlenberg-Landsberg, Karl Ludwig Freiherr von und zu Guttenberg, 2003, S. 269). – “Wir danken hier auch den Männern und Frauen, die in selbstloser Weise unter großen Gefahren den Gefangenen und den Flüchtlingen geholfen haben. Einen für viele möchte ich nennen: Theo Baensch, der vor wenigen Tagen hier in Berlin zu Grabe getragen wurde. Unsere Freunde, die im Gefängnis in der Lehrter Straße gesessen haben, wissen, was er für alle tat!” (Ludwig Freiherr von Hammerstein, Gedenkworte, 20.07.1973). – Baensch wurde später Referatsleiter Film beim Senator für Volksbildung und Mitglied im Ausschuss der ersten Internationalen Filmfestspiele Berlin 1951. – Enthält umfangreiche Korrespondenz (auch seiner Frau Hertha) u.a. mit dem Widerstandskämpfer Peter Graf Yorck von Wartenburg, Andreas Hermes (Reichminister a.D.), Ministerialrat Fuchs, Willy Zielke und einigen weiteren Filmproduzenten. – Zahlreiche private Original-Photographien. – Kopien der Akten zu seiner Inhaftierung etc. – Mitgliedsausweise verschiedener Organisationen von Hertha Baensch, Ernennungurkunden für Theodor Baensch etc. – Insgesamt gut erhalten.

Lot 1762 Materialsammlungen und Korrespondenz – Buscher, Paulus
Sammlung zu und Korrespondenz mit dem Künstler, Autor und bündischen Widerstandskämpfer Paulus Buscher. Ca. 1988-1991 (Korrespondenz).
Zuschlag 250 €
Sammlung zu dem “Edelweißpirat” Paulus Buscher (1928-2011). – Die Sammlung enthält zwölf Briefe von Buscher an Heilmann, zwei Audiokassetten (60 und 90 Minuten) wohl mit einem Interview, von Heilmann beschriftet “Buscher 10.6.91” sowie Kleinschriften, Zeitungsartikel und Notizen.

Lot 1763 Materialsammlungen und Korrespondenz – Gross, Otto
Sammlung von Hunderten Blatt Korrespondenz und umfangreichem weiterem Material zu Otto Gross. Ca. 1973-1979. Meist gelocht in einem Ordner mit Buchstabenregister.
Zuschlag 650 €
Die umfangreiche Sammlung umfasst u.a. Gross, Otto. Drei Aufsätze über den inneren Konflikt. Bonn, Marcus, 1920. 39 S. 4 Bl. – Ursula von Wiese. Ca. 40-seitiges Typoskript über ihre Zeit in Ascona. 1973. – Korrespondenz Heilmanns u.a. mit Alexandra Adler, Karl Otten, Werner Ackermann Südafrika, S.H. Foulkes, Willy Haas, Aniela Jaffé, Edith Jacobson, Hermann Müller, Paul Parin, Rene Spitz, Max Brods Nachlassverwalterin, Werfel-Archive Los Angeles, zahlreichen internationalen Bibliotheken, Archiven, Psychoanalytikern und Kliniken. – Außerdem: Material für die geplante Veröffentlichung der Werke Gross durch Hans Jörg Viesel und H.D. Heilmann, darunter: 58-seitiges Manuskript Heilmanns, wohl zum Vorwort. – 2 Original-Photographien (spätere Abzüge) von Gross. – Krankenakte von Gross in Kopie (Umschlag im Original) der Heilanstalt Burghölzli, Zürich. – Zahlreiche Notizen, Zeitungsauschnitte, Kopien etc. – Insgesamt gut erhalten.

Lot 1764 Materialsammlungen und Korrespondenz – Jacobs, Helene
Umfangreiche Sammlung zu und Korrespondenz mit der Widerstandskämpferin Helene Jacobs. Ca. 1985-1991 (Korrespondenz).
Zuschlag 180 €
Helene Jacobs (1906-1993) schloss sich einer Gruppe um den Juristen Franz Herbert Kaufmann an, die seit 1940 Juden half. 1943 wurde sie denunziert und anschließend zu Zuchthaus verurteilt. In der Bundesrepublik Deutschland arbeitete Jacobs als Beamtin im Entschädigungsamt in West-Berlin und wurde dort 1963 strafversetzt, weil sie sich zu sehr für die Antragsteller eingesetzt hatte. Sie wurde von der Gedenkstätte Yad Vashem als Gerechte unter den Völkern geehrt. – Die Sammlung beinhaltet u.a.: Briefwechsel zwischen Heilmann und Jacobs. – Einige Briefe verschiedener Absender an Jacobs und Kopien von Jacobs Briefen. – Ein Photo von Jacobs mit Widmung an Heilmann. – Zahlreiche Notizen Artikel, Kleinschriften etc.

Lot 1765 Materialsammlungen und Korrespondenz – Jung, Franz
Sammlung von Korrespondenz, Notizen, Aufsätzen, Zeitungsartikeln etc. zu Franz Jung. Ca. 1980-1998. Lose in 5 Mappen.
Zuschlag 1500 €
Die Sammlung beinhaltet u.a.: Umfangreiche Korrespondenz u.a. mit dem Ehepaar Mierau, Cajo Brendel, Andreas Hansen (Mitherausgeber der Zeitschrift ‘Sklaven’, bei der Heilmann einen umfangreichen Artikel unter dem Titel “Das Schwein Franz Jung” veröffentlichen wollte) etc. sowie zahlreichen Archiven. – Außerdem zahlreiche Zeitungsartikel, Kopien, Notizen etc. – Etwas angestaubt und knickspurig. – Beigegeben: Jung, Cläre M. Die Eroberung des Menschen. Typoskript. 1943. 88 S. – Mit zahlreichen handschriftlichen Korrekturen. – Unter diesem Titel ist für uns keine Veröffentlichung von Cläre Jung nachweisbar. – Papier etwas brüchig und gebräunt, leichte Randläsuren.

Lot 1766 Materialsammlungen und Korrespondenz – Paasche, Hans
Sammlung von Korrespondenz, Notizen, Kleinschriften, Aufsätzen, Zeitungsartikeln etc. zu Hans Paasche. Ca. 1980-1984. Lose in 10 Mappen.
Zuschlag 160 €
Die Sammlung beinhaltet u.a.: Umfangreiche Korrespondenz mit Paasches Tochter Helga und seinem Sohn. – Korrespondenz mit verschiedenen Verlegern und Fernsehleuten zu Paasche-Projekten. – Die Forschungsreise des Afrikaners Lukanga Mukara… Kurt Hartmann gewidmet. Berlin, Gebrüder Mann, 1955. 51 S., 2 Bl. illustrierte Original-Kartonage (etwas fleckig). – Eins von 40 nummerierten Exemplaren. – Zeitungsartikel, Kopien, Notizen etc.

Lot 1767 Materialsammlungen und Korrespondenz
Sammlung von Korrespondenz, Notizen, Aufsätzen, Zeitungsartikeln etc. zur Psychoanalyse und verschiedenen Psychoanalytikern. Ca. 1970-2000. Lose in 8 Mappen.
Zuschlag 160 €
Die Sammlung beinhaltet u.a.: Umfangreiche Korrespondenz mit dem Psychoanalytiker Kurt R. Eissler. Ca. 1974-1979. – Material und Entwürfe zu Heilmanns Publikation “Um Traum und Traumdeutung herum”. – Recherchematerial u.a. zu Sigmund Freud, Ulrich Vollrath, Theodor Zondek (mit 3 Ausgaben seiner Zeitschrift ‘Die weisse Maus’). – Umfangreiche Korrespondenz mit dem Berliner Psychoanalytiker Ludger M. Hermanns. – Etwas angestaubt und knickspurig.

Lot 1768 Materialsammlungen und Korrespondenz
Sammlung von Korrespondenz, Notizen, Kleinschriften, Aufsätzen, Zeitungsartikeln etc. zu Biographien deutscher Widerstandskämpfer im Nationalsozialismus. Ca. 1970-2018. Lose in 24 Mappen und Ordnern.
Zuschlag 600 €
Die Sammlung beinhaltet Recherchematerial und Korrespondenz u.a. zu den Biographien von Heinrich Fomferra, Alfred Scherlinsky (mit einigen Briefen von und an S. u.a. zu Entschädigungsverfahren), Max Mayr (mit einem Brief von ihm an Heilmann), Hans Janocha, Lotte Rambauseck, Hans Schwarz, Karl Frank (Korrespondenz Heilmanns mit A.Frank), Margot Kippenberger (mit einem Brief an H. und kopierten Briefen von ihr an Erich Mielke und Schewardnadse), Hans Schwarz, Ernst Thälmann, Margarete Schützler (mit Original-Photographien und fünf Briefen an H.), Ossip Flechtheim, Irmgard Ruppel (ein Brief an H.), Julius Schaxel, Hans Koch (1897-1995, zehn Briefe an H.), Albrecht (Ali) Höhler, Josef Busch (fünf umfangreiche Briefe an H.) etc. – Dazu Korrespondenz mit u.a. Mathias Bröckers, Paul Michael Lützeler, Harry Wilde – Enthält auch zahlreiche Original-Dokumente der Zeit, Kopien von (Gerichts-) Akten etc. – Etwas angestaubt und knickspurig.

Lot 1769 Materialsammlungen und Korrespondenz
Sammlung von Korrespondenz, Notizen, Kleinschriften, Aufsätzen, Zeitungsartikeln etc. zu Biographien deutscher Juden vor, im und nach dem Nationalsozialismus. Ca. 1970-2018. Lose in über 20 Mappen und Ordnern.
Zuschlag 600 €
Die Sammlung beinhaltet Recherchematerial und Korrespondenz u.a. zu den Biographien von Kurt Tucholsky, Adolph Kohut (Journalist, Literatur- und Kulturhistoriker), Josef Ottenheimer, Theodor Lessing, Paul Mühsam, Elias Hurwicz, Salomon Dembitzer, Leo Baeck, Gunther Reinhold Lys (mit mehreren Briefen an Heilmann), Wilhelm Dosquet.- Dazu Korrespondenz mit u.a. Hilde Schramm, Richard Löwenthal, Marcel Reich-Ranicki (von seinem Sekretär signiert) etc. sowie mit zahlreichen Archiven, christlichen und jüdischen Gemeinden, Organisationen etc. – Enthält auch zahlreiche Original-Dokumente der Zeit, Kopien von (Gerichts-) Akten etc. – Mit Heilmanns Publikation “Tucholsky in Berlin” (4 Exemplare) und wohl der dazugehörigen Materialsammlung. – Etwas angestaubt und knickspurig.

Lot 1770 Materialsammlungen und Korrespondenz
Sammlung von Notizen, Kleinschriften, Aufsätzen, Zeitungsartikeln etc. zu Askona, Monte Verità und Erich Mühsam. Ca. 1970-1977. Lose in einer Mappe.
Zuschlag 240 €
Die Sammlung beinhaltet u.a.: Ascona (Reprint) von Erich Mühsam sowie friends&fiends der Psychopathischen Internationale präsentiert von H.D. Heilmann und H.J. Viesel. Typoskript. 2 S. – Die Münchener Tat-Gruppe. Typoskript. 1973. 4 S. – Monte Verita – Wahrheit und Dichtung. Typoskript. 36 S. – Zahlreiche Notizen, Zeitungsartikel etc. – Insgesamt gut erhalten.

Lot 1771 Materialsammlungen und Korrespondenz
Sehr umfangreiche Sammlung von Korrespondenz, Notizen, Kleinschriften, Aufsätzen, Zeitungsartikeln etc. zu verschiedenen Aspekten des Nationalsozialismus. Ca. 1970-2018. Lose in über 80 Mappen und Ordnern.
Zuschlag 650 €
Die Sammlung beinhaltete zum Teil Recherchen und Korrespondenz zu Projekten beim Hamburger Institut für Sozialforschung bzw. Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur oder der tageszeitung (taz) sowie zu Buchprojekten. – Enthält Sammlungen zu den verschiedensten Bereichen und Personen des Nationalsozialismus: Psychiater, psychiatrische Einrichtungen, “Heilanstalten”, Kinder und Pädagogik, Euthanasie, Rechtsanwälte, Gestapo, SA, SS, verschiedene Konzentrationslager, Holocaust, Bankwesen, RKFDV, SOEG, besetzte Ostgebiete (sehr umfangreiche Sammlung), Wannseekonferenz, Otto Bräutigam, Hans Globcke, Horst Wessel, Heinrich Lübke, Friedrich Sieburg etc. – Dazu Korrespondenz mit zahlreichen Archiven, christlichen und jüdischen Gemeinden, Organisationen etc.; Günter Frankenberg, Helmut Kindler, Ginny G. von Bülow etc.; zahlreichen Zeitzeugen, Journalisten und Autoren. – Enthält auch zahlreiche Original-Dokumente (Ausweise etc.) der Zeit, Original-Photographien, Kopien von (Gerichts-) Akten etc. – Etwas angesatubt und knickspurig. Beigegeben: 3 handschriftliche Tagebücher. ca. 1914-1945.

Lot 1772 Materialsammlungen und Korrespondenz
Sehr umfangreiche Sammlung von Korrespondenz, Notizen, Kleinschriften, Aufsätzen, Zeitungsartikeln etc. zu verschiedenen Forschungsprojekten Heilmanns. Ca. 1970-2018. Lose in über 50 Mappen.
Zuschlag 600 €
Die Sammlung beinhaltet zum Teil Recherchen und Korrespondenz zu Projekten beim Hamburger Institut für Sozialforschung bzw. Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur oder der tageszeitung (taz) sowie zu Buchprojekten. – Enthält Sammlungen zu den verschiedensten Themen: Jugendbewegung, Quäker, FDGB, Hundekot in Berlin, Max Hoelz, Geschichte der Arbeiterbewegung, Gebrüder Suschitzky, Kritische Uni, Bankwesen, CDU/CSU, Pädagogik, Erster Weltkrieg, Schlacht von Gallipoli, Digitalisierung, Joseph Beuys, Gisele Freund, NPD/Neonazis etc. – Dazu Korrespondenz mit Wolfgang Kraushaar, Jan Philipp Reemtsma, Hilde Schramm (umfangreich zu verschiedenen Projekten), Ulrich Goerdten, Ulrich Naumann, Margot Fürst, Klaus Dohrn, Helmut Höge, Götz Rohwer, Götz Aly, Albrecht Götz von Oelenhusen, Robert Kempner u.a. – Etwas angestaubt und knickspurig.

Lot 1773 Materialsammlungen und Korrespondenz – Wollenberg, Erich
Umfangreiche Sammlung zu und Korrespondenz mit dem KPD-Funktionär und Widerstandskämpfer Erich Wollenberg. Ca. 1970-1975 (Korrespondenz).
Zuschlag 330 €
Die Sammlung beinhaltet u.a.: Hunderte Blatt Typoskripte mit Aufsätzen Wollenbergs. Teils mit Stempel Wollenbergs. – Zehn Briefe Wollenbergs an Heilmann. Weitere Briefe Wollenbergs in Kopie. – Zahlreiche Kopien, Notizen etc. zu Wollenberg.

Lot 1774 Nationalsozialismus
Von der Tatra bis zum Kaukasus. Od Tatier po Kaukaz. Dalle Tatra al Caucaso. Obrazkove dokumenty o bojoch slovenskej armady v rokoch 1941-1942. Vydalo Ministerstvo Narodnej Obrany (Vom Verteidigungsministerium herausgegeben). Mit gefalteter Karte und zahlreichen, teils ganzseitigen photographischen Abbildungen. Bratislava, Neografia, 1943. 222 S. 31,5 x 24 cm. Original-Halbleinenband mit goldgeprägtem Rückentitel und Deckelvignette (leicht lichtrandig).
Zuschlag 200 €
Erste Ausgabe des Bildbands über die “slowakische Wehrmacht”. – Texte auf Slowakisch, Deutsch und Italienisch. – Mit einer Widmung von fremder Hand, eigenhändig signiert vom slowakischen Verteidigungsminister Ferdinand Catlos an Oberst Horst von Mellenthin. – Horst von Mellenthin (1898-1977) übernahm im Juli 1937 die Leitung der Attachégruppe im Generalstab des Heeres in Berlin. Seine Aufgabe war vor allem, die Koordination mit den Stäben der Verbündeten, aber auch zu den neutralen Staaten zu unterhalten. – Ferdinand Catlos (1895-1972) begann nach seiner Ernennung zum Verteidigungsminister 1939 umgehend mit einer grundlegenden Organisation der neuen slowakischen Armee, die sich bereits in den ersten Tagen nach der slowakischen Unabhängigkeitserklärung im Slowakisch-Ungarischen Krieg bewähren musste. Im September 1939 und Juni 1941 führt er als slowakischer Verteidigungsminister slowakische Truppen in den Kampf gegen Polen und die Sowjetunion. – Mit einigen eingelegten Notizzetteln und Vorsatz mit handschriftlichem Besitzvermerk von H.D. Heilmann. – Stellenweise leicht fingerfleckig.

Lot 1775 Nationalsozialismus – Engelbrecheten, Julius Karl von und Hans Volz
Wir wandern durch das nationalsozialistische Berlin. Ein Führer durch die Gedenkstätten des Kampfes um die Reichshauptstadt. Im Auftrage der obersten SA-Führung. Mit zahlreichen Abbildungen. München, Zentralverlag der NSADP, Eher, 1937. 275 S. 18,5 x 12 cm. Illustrierte Original-Broschur (leicht berieben).
Zuschlag 700 €
Einzige Ausgabe des “Märtyrer-Baedeker” der Nazis. – Mit detaillierten Angaben zu Versammlungslokalen der SA/SS und zu den Stellen, an denen “Kämpfer” zu Tode kamen sowie Hinweisen auf Hochburgen der KPD. Durch ein Personen- und Sachregister erschlossen. – Mit zahlreichen eingelegten Notizzetteln von Heilmann. – Sehr gut erhalten.

Lot 1776 Nationalsozialismus – Frobenius, Else
Liebes kleines Heim. Der arbeitenden Jugend Deutschlands gewidmet. Mit Frontispiz und einigen, teils ganzseitigen Abbildungen. Berlin, Herbig, 1933. 47 S. 21 x 15 cm. Bedruckte Original-Broschur (leichte Randläsuren, Rücken mit kleinen Fehlstellen).
Nachverkaufspreis 160 €
Einzige Ausgabe. – Die deutschbaltische Journalistin Else Frobenius verstand die Frau im völkischen Staat uneingeschränkt als “Trägerin der Rasse”. Sie war auch der Ansicht, dass durch frühe Heirat und Mutterschaft es gelingen könne, “die jungen Männer der Versuchung zu einem unfruchtbaren, Blut und Seele zerstörenden Liebesleben zu entziehen” (Wolfgang Eckart: Frau und Frauenheilkunde im Nationalsozialismus, S. 89). – Die Illustrationen stammen von Elisabeth von Korff. – Vorsatz mit handschriftlichem Besitzvermerk von H.D. Heilmann. Durchgehend mit kleinem (ca. 0,5 cm) Einriss.

Lot 1777 Nationalsozialismus
Handbuch der SA. Herausgegeben mit Genehmigung der obersten SA-Führung (Erziehungshauptamt). Mit 255 Textabbildungen. Berlin, Offene Worte, 1939. 397 S., 1 Bl. 19 x 12,5 cm. Leinenband der Zeit mit eingebundener vorderer Original-Kartonage (fleckig und berieben).
Zuschlag 200 €
Einzige Ausgabe. – Titel mit Stempel des Nationalsozialistischen Reichsbunds für Leibesübungen, mit einigen eingelegten Notizzetteln und handschriftlichem Besitzvermerk Heilmanns auf dem Vorsatz, papier- und themenbedingt gebräunt.

Lot 1778 Nationalsozialismus – Hendrich, Hermann und Ernst Geyer
Der Mythos von Wotan-Rübezahl in Bildern von Hermann Hendrich, Dichtung von Ernst Geyer. Mit 8 montierten Abbildungen. Warmbrunn, Leipelt, 1921. 10 nn. Bl. 25 x 17,5 cm. Illustrierte Original-Kartonage (leicht berieben, leicht lichtrandig).
Nachverkaufspreis 160 €
Einzige Ausgabe. – Der Maler Hermann Hendrich (1854-1931) gründete 1907 den völkischen Werdandi-Bund und ließ für seine monumentalen Gemäldezyklen eigene Ausstellungsgebäude entwerfen (Walpurgishalle, Sagenhalle, Nibelungenhalle, Halle Deutscher Sagenring). – Beigegeben: Fünf Veröffentlichungen zu völkischer Geschichtsforschung. Darunter: Führer durch die erste urreligionsgeschichtliche Ausstellung “Der Heilbringer”. Von Thule bis Galiläa und von Galiläa bis Thule… unter der Leitung von Herman Wirth. Berlin, 1933. 48 S. – Fricke, F. Ein Wort an die Widersacher altgermanischer Kulturhöhe. Selbstverlag, 1930. 8 S. – Wieser, Max. Aufbruch des Nordens. Einführung in die Forschungen Professor Herman Wirths. Berlin, um 1933. 20 S., 1 Bl. – Insgesamt gut erhalten.

Lot 1779 Nationalsozialismus – Köhler, Hansjürgen (das ist Walter Korodi)
Inside Information. London, Pallas, 1940. 269 S. 22,5 x 14 cm. Original-Leinenband mit illustriertem Original-Schutzumschlag (leicht bestoßen, Schutzumschlag etwas fleckig, knickspurig und mit kleineren Randfehlstellen).
Zuschlag 220 €
Zweite Ausgabe. – Sternfeld-Tiedemann 274. – Der antikommunistische Publizist Walter Korodi (1902-1983) schrieb in den 20er Jahren u.a. für den Reichsboten und den Völkischen Beobachter der Nationalsozialisten. Im August 1934 wurde Korodi im Rahmen des Röhm-Putsches im Berliner Columbia-Haus inhaftiert und emigrierte nach seiner Freilassung 1935 in die Schweiz, wo er auch das vorliegende Werk verfasste. – Vorsatz mit Widmung und handschriftlichem Besitzvermerk von H.D. Heilmann. – Schnitt etwas fleckig, sonst gut erhalten.

Lot 1780 Nationalsozialismus – Kraemer, Rudolf
Kritik der Eugenik. Vom Standpunkt des Betroffenen. Berlin, 1933. 38 S. 21,5 x 14,5 cm. Bedruckte Original-Broschur (stellenweise leicht aufgehellt, leicht fleckig, Rücken etwas eingerissen).
Nachverkaufspreis 160 €
Einzige Ausgabe. – Seltene Schrift des Juristen und Blindenaktivisten Rudolf Wilhelm Kraemer (1885-1945). Kraemer, der u.a. den Württembergischen Blindenverein gegründet hatte, geriet in Westdeutschland zunächst weitgehend in Vergessenheit, in der DDR wurde er als Antifaschist und linker Intellektueller geehrt. – Titel mit dem Vermerk “Vom Verfasser überreicht am 7. Mai 1933”. – Mit einigen eingelegten Notizzetteln und Bleistiftanstreichungen von H.D. Heilmann. – Erstes und letztes Blatt an der Klammerung leicht eingerissen.

Lot 1781 Nationalsozialismus – Litten, Irmgard
Eine Mutter kämpft. Rudolstadt, Greifenverlag, 1947. 264 S. 19 x 12,5 cm. Original-Broschur (mehrere kleine Randfehlstellen und Einrisse, etwas knickspurig, leicht fleckig).
Nachverkaufspreis 160 €
Zweite deutsche Ausgabe. – Sternfeld-Tiedemann 312. – Die erste Ausgabe erschien 1940 in Großbritannien unter dem Titel “A mother fights”, die erste sehr seltene deutsche (Die Hölle sieht dich an) 1940 in Paris. – Die Schriftstellerin Irmgard Litten (1879-1953) schildert ihren Kampf für die Freilassung ihres Sohnes Hans Litten. Der linke Strafverteidiger (“Anwalt des Proletariats”) Hans Litten (1903-1938) blamierte im Berliner Edenpalast-Prozess von 1931 Adolf Hitler, der als Zeuge vernommen wurde. Nach dem Reichstagsbrand am 28. Februar 1933 wurde Hans Litten verhaftet und über fünf Jahre lang in verschiedenen Konzentrationslagern schwer gefoltert und schikaniert, er beging angeblich am 5. Februar 1938 Selbstmord. – Hinterer innerer Umschlag mit Widmung von 1949 mit dem Ratschlag “Bewahre deinen ‘little boy’ vor Politik und Militarismus”. – Titel mit handschriftlichem Besitzvermerk sowie einige eingelegte Notizzettel von H.D. Heilmann. – Ohne Vorsätze, Block etwas nach innen gewölbt.

Lot 1782 Nationalsozialismus
Materialsammlung zum Eichmann-Prozeß von H.D, Heilmann. Mit zahlreichen Notizen, Zeitungsausschnitten und Kopien. 1961-1962.
Zuschlag 160 €
Mit einem Notenbuch in das von Heilmann dutzende Zeitungsausschnitte und Bilder zum Prozess montiert wurden. Ca. 50 Bl. Mit collagiertem Umschlag. – Hefter mit Tonbandtransskriptionen des Prozesses mit zahlreichen Notizen, Anstreichungen und eingelegten Notizzetteln Heilmanns. – Ca. 25 Blatt mit Notizen und Texten Heilmanns zum Thema.

Lot 1783 Nationalsozialismus
Der Panzerknacker. Anleitung für den Panzernahkämpfer. Mit zahlreichen Abbildungen. 1944. 24 S. 11,5 x 16,5 cm. Illustrierte Original-Broschur (tadellos).
Zuschlag 330 €
Merkblatt 77/3. – Seltene einzige Ausgabe. – “Gefährlicher als der Panzer selbst ist der Schreck, den er erzeugt” (S.3). – Tadelloser Zustand.

Lot 1784 Nationalsozialismus
Sammlung von 19 Gelatine-Schallplatten. Ca. 1934-1941. Durchmesser: 17,5 bis 24,5 cm.
Zuschlag 500 €
Die Sammlung der teils beschrifteten Schallplatten beinhaltet: I. Zwölf Schallplatten in einer später beschrifteten Plattenhülle “Führerrede am Reichstag 1934”. Die Platten mit jeweils zwei eingeritzten römischen Ziffern. – II. Drei weitere Schallplatten mit “Führerreden” vom 19.7.1940, 13.3.1938 und 15.3.1938. – III. Vier Schallplatten u.a. mit den Bezeichnungen: Stuka Angriff. Waffenstillstand in Belgien. Waffenstillstand um dreiviertel zwölf. Peter Grunow. Das Kaffeepäckchen – Wehrmachtbericht vom 16.6.41. Dieter am 16.6. aus Griechenland zurück. Sondermeldung vom 16.6. Musik. – Frontbericht von der Thermopylenstellung Dr. Ley am 1.5.41. Am 26.4.41 Jürgen berichtet zur Lage. Kopie von Komm zurück. – Trompete in Wannsee. Waffenstillstand III. Keitel spricht. Geräusche. Auto + Donner. – Drei Platten mit Contiphon Label. – Fünf Platten mit schmalen (ca. 1 cm) Randfehlstellen, teils etwas kratzspurig und gewölbt, aber nicht gewellt.

Lot 1785 Nationalsozialismus
Sammlung von Abschriften von über 300 Beschlüssen und Urteilen des Kammergerichts Berlin und 14 Abschriften von Urteilen des Bundesgerichtshofs zu Entschädigungsverfahren. Ca. 1953-1955.
Zuschlag 200 €
Die anonymisierten Abschriften meist mit 2-5 Blättern, teils mit Eingangsstempeln versehen, dienten wohl zur Information der Öffentlichkeit (Pressemitteilungen?). – Beigegeben: Mitteilungen und Rundschreiben des Entschädigungsamtes Berlin. 28 Bl. – Darunter zwei schematische Darstellungen zur Organisation des Amtes. – Beigegeben: Ordner mit Kopien von Urteilen und weiteren, teils handschriftlichen, Dokumenten zu verschiedenen Verfahren gegen Nationalsozialisten nach 1945. – Teils gebräunt, Papier etwas brüchig, dadurch leichte Läsuren.

Lot 1786 Nationalsozialismus
Sammlung von Handbüchern zum Deutsch-Sowjetischen Krieg. Ca. 1942-1943. Original-Broschuren.
Zuschlag 330 €
Die Sammlung enthält: I. Winterfibel für Fahrer von Kfz-Holzgasanlagen Imbert vom 1.12.43. 32 S. Illustrierte Original-Broschur (etwas fleckig, Rücken berieben). – Vergleicht den Umgang mit dem Fahrzeug mit dem mit einer jungen Frau. – (Etwas fleckig). – II. Taschenbuch für den Kraftfahrer im Winter. Ausgabe 1943. Mit einigen Abbildungen. Vom 10.7.43. 32 S. Original-Broschur (fleckig, gewellt, gerissener Rücken mit transparenten Klebestreifen). – Innen etwas fleckig und gewellt, Lagen teils aus Klammerung gelöst. – III. Taschenbuch für den Winterkrieg. Gekürzte Ausgabe vom 1.September 1942. Mit einigen Abbildungen. Berlin, Zander. 254 S. Original-Broschur (etwas fleckig). – IV. Drei Ausgaben Wehrmacht-Sprachführer. Deutsch-Russisch. Bearbeitet von Ferdinand von Ledebur. 48 S. Original-Broschuren. – Meist mit handschriftlichem Besitzvermerk von H.D. Heilmann.

Lot 1787 Nationalsozialismus – Schmiedchen, Johannes
Führer durch den Nationalsozialismus. Zusammengestellt und bearbeitet auf Grund der Erfahrungen im Unterricht und in der Schulungsarbeit. Mit 4 (1 farbigen) Tafeln und einer gefalteten Tabelle. Berlin, Kanzler, 1933. 100 S. 20,5 x 15 cm. Bedruckte Original-Kartonage (leicht berieben, leicht fleckig).
Zuschlag 800 €
Seltene erste Ausgabe. – Kein Exemplar der ersten Ausgabe im KVK nachweisbar. – Führer für den großen “Zustrom von Volksgenossen zur NSDAP” der “für jeden erschwinglich – dennoch alle Fragen in Kürze aber leicht einprägsam und leicht fasslich behandelt, die zu wissen für jeden Nationalsozialisten von höchster Wichtigkeit sind” (S. 3). – Beiliegend: Zwei Werbeblätter zum Buch. – Mit zahlreichen Anzeigen im Text und auf Tafeln, u.a. Edeka und Peek & Cloppenburg (mit Parteiuniform). – Titel mit handschriftlichem Besitzvermerk von H.D. Heilmann. – Gut erhalten.

Lot 1788 Nationalsozialismus
Der Stern. 1. Jahrgang, Heft 2-15 und 2. Jahrgang, Heft 1-37. Mit zahlreichen, häufig ganzseitigen Abbildungen. Berlin, Deutscher Verlag, 1938-1939. 30 x 22,5 cm. Leinenbände der Zeit mit eingebundenen Original-Broschuren (leicht fleckig).
Zuschlag 160 €
Umfangreiche Sammlung der nationalsozialistischen Boulevardzeitschrift. – Die von Kurt Zentner (1903-1974) von September 1938 bis Dezember 1939 herausgegebene Zeitschrift gilt als Vorbild für die von Henri Nannen nach dem Zweiten Weltkrieg gegründeten neuen Zeitschrift ‘Stern’. Kurz nach Kriegsbeginn wurde der als “Vierteljude” diskreditierte Chefredakteur Zentner entmachtet, der “Stern” in die Soldatenpostille “Erika” umgewandelt. – “Bereits 1938 erschien ein Unterhaltungsmagazin mit ebenjenem Titel (Der Stern) und einem Stern als Logo… Nannen hat auch Teile der inhaltlichen Ausrichtung, Rubriken und das Layout des Ursprungshefts übernommen. ‘Sir Henri’, wie er genannt wurde, hatte nicht nur eine NS-Postille in die Nachkriegszeit transferiert, er hat auch stets die Mär seines ‘Einfalls in der Nacht’ verbreitet. Und sein Leben lang das geistige Eigentum des Stern-Erfinders Kurt Zentner als seines ausgegeben – und Zentner dann für sich arbeiten lassen.” (TAZ, Burmeister, Die Tristesse von heute. 19.9.2018, zum “Nachkriegsstern”). – Heft 11 (1938) ohne Umschlag, sechs Hefte am hinteren Umschlag mit kleiner ausgeschnittener Fehlstelle, vereinzelt leicht eingerissen, teils etwas knapp beschnitten, insgesamt gut erhalten. – Nicht eingehend kollationiert, augenscheinlich komplett. Ohne Rückgaberecht.

Lot 1789 Nationalsozialismus – Konzentrationslager
Kursbuch für die Gefangenenwagen. Gültig vom 17. Mai 1943 an. Mit beiliegender gefalteter farbiger Karte. Herausgegeben von der Deutschen Reichsbahn (Generalbetriebsleitung Ost). 200 S. 22 x 15 cm. Ohne Umschlag.
Zuschlag 650 €
Seltene Ausgabe. – Nur ein Exemplar im KVK nachweisbar. – Enthält Fahrpläne zu zahlreichen Konzentrationslagern. – Die ersten vierzig Blätter mit schwächer werdendem Wasserrand, die ersten zwei Blätter mit transparenten Klebestreifen, letztes Blatt lose und mit transparentem Klebestreifen, die Karte wasserrandig und mit teils eingerissenen Falzen, diese teils mit transparenten Klebestreifen. – Beigegeben: Kriegsmerkheft für die Zugbegleiter und die Bahnsteigschaffner über den Wehrmachtverkehr. Gültig vom 1. November 1941 an. Hannover, Osterwald, 1941. 24 S. Original-Kartonage.

Lot 1790 Nationalsozialismus – Konzentrationslager – Lukacs, Agnes
Auschwitz. Noi Tabor. Women’s Camp. Mit 24 lithographierten Tafeln. Budapest, Party of Socialist-Zionist (ICHUD), 1946. 3 Bl., 1 Bl. 20,5 x 24,5 cm. Lose in illustrierter Original-Kartonmappe (etwas bestoßen und fleckig, unten ca. 8 cm eingerissen, dort mit Klebespuren).
Zuschlag 450 €
Seltene erste Ausgabe. – Mit Vorworten des Verlegers und des Künstlers auf Ungarisch und Englisch. – Die ungarische Malerin und Holocaust-Überlebende Ágnes Lukács wurde im Juli 1944 nach Auschwitz deportiert und im April 1945 von der US-Armee in Salzwedel, dem Außenlager für Frauen des KZ Neuengamme, befreit. Sie zeigte ihre Zeichnungen Béla Dénes, dem Chef von Ichud Mapai, der ungarischen sozialistisch-zionistischen Partei, der beschloss, sie am ersten Jahrestag der Befreiung des Budapester Ghettos zu veröffentlichen. – Kanten teils leicht bestoßen, teils leicht gebräunt.

Lot 1791 Nationalsozialismus – Konzentrationslager
Sammlung von 40 Erfahrungsberichten aus Konzentrationslagern. Verschiedene Orte und Verlage, Ca. 1945-1950.
Zuschlag 450 €
Die Sammlung umfasst u.a.: I. Frauen im Konzentrationslager Ravensbrück. Herausgegeben von der Provinzialverwaltung Sachsen. Halle, 1946. 31 S. Illustrierte Original-Broschur (teils hinterlegte Randfehlstellen und Einrisse). – II. Album. Concentration Camp Dachau International information Office. Mit 40 ganzseitigen photographischen Abbildungen. Um 1945. Illustrierte Original-Kartonage (großer Eckabriss rechts oben, etwas fleckig). – III. Wandel, Fritz. Ein Weg durch die Hölle… Dachau wie es wirklich war. 48 S. Original-Broschur. – IV. Beichte des Lagerkommandanten von Mauthausen SS-Standartenführer Franz Ziereis. Arbeitsgemeinschaft Das Licht, um 1946. 14 S. Original-Broschur. – V. L’enfer de Maidanek. Communiqué publié par la Commission extraordinaire polono-soviétique chargée de l’enquête sur les crimes commis par les Allemands dans le camp d’extermination de Maidanek à Lublin. Éditions Clarté, 1945. 23 S. Original-Broschur. – VI. Schaeder, Hildegard. Ostern im KZ. Berlin, Haus und Schule, 1947. 51 S. Original-Broschur. – VII. Gostner, Erwin. 1000 Tage im KZ. Mannheim, Burger, 1946. 194 S. Illustrierte Original-Kartonage (etwas berieben). – VIII. Poller, Walter. Arztschreiber in Buchenwald. Bericht des Häftlings 996 aus Block 39. Mit vier Original-Lithographien von Richard Grune. Hamburg, Phönix-Verlag, 1946. 229 S. Original-Pappband (ohne Rücken, etwas berieben und bestoßen). – Teils mit einigen eingelegten Notizzetteln und handschriftlichen Besitzvermerken von H.D. Heilmann. – Insgesamt gut erhalten.

Lot 1792 Nationalsozialismus – Konzentrationslager – Schäfer, Werner
Konzentrationslager Oranienburg. Das Anti-Braunbuch über das erste deutsche Konzentrationslager. Mit 7 beidseitig bedruckten Tafeln mit photographischen Abbildungen. Berlin, Buch- und Tiefdruckgesellschaft, 1934. 246 S., 1 Bl. 21 x 14,5 cm. Illustrierter Original-Leinenband (minimal berieben).
Zuschlag 280 €
Erste Ausgabe. – Abstoßende und an Zynismus kaum zu übertreffende Schilderung des Lagerkommandanten Werner Schäfer (1904-1973). “Nicht Schinder und Menschenquäler, wie es eine verlogene Greuellüge will, sondern deutsche soldatisch-harte Männer der braunen Sturmabteilungen haben verführten Volksgenossen gegen ihren Willen, zum eigenen Besten, zur politischen Einkehr und zum Arbeitsethos zurückverholfen” (Vorwort). – Die Tafeln zeigen nahezu idyllische Szenen des Lagerlebens. – Schäfer, der als Minderbelasteter entnazifiziert wurde, zog nach der Haftentlassung nach München, wo er ein Reisebüro eröffnete. – Mit handschriftlichem Besitzvermerk und einigen Bleistiftanstreichungen von H.D. Heilmann. – Sehr gut erhalten. – Beigegeben: Derselbe. Konzentrationslager Oranienburg. Das Anti-Braunbuch über das erste deutsche Konzentrationslager. Berlin, Buch- und Tiefdruckgesellschaft, 1934. 246 S., 1 Bl. 21 x 14,5 cm. Bedruckte Original-Kartonage (etwas berieben, leicht knickspurig, Kapitale leicht eingerissen). – Wohl zeitgleich mit der oben genannten Ausgabe erschienen, ohne Tafeln und nicht in Fraktur. – Mit der beiliegenden Original-Bauchbinde mit einem Zitat des Inspektors der Gestapo Diehls: “…Das Lager mit all seinen Einrichtungen und seiner Humanität ist das beste Anti-Braunbuch”. – Ohne Seite 5/6 mit dem Vorwort. – Mit handschriftlichem Besitzvermerk von H.D. Heilmann. – Etwas gebräunt.

Lot 1793 Nationalsozialismus – Konzentrationslager
Wo Deutschland lag… und andere Gedichte von Johannes R. Becher, Karl Schnog, Josef Eberle. Berlin, Neuer Weg, 1946. 20,5 x 14,5 cm. Illustrierte Original-Broschur (etwas fleckig, mittige senkrechte Knickspur).
Nachverkaufspreis 160 €
Einzige Eusgabe. – Mit jeweils einem Gedicht mit einer Textillustration der bekannten Autoren Johannes R. Becher, Karl Schnog und Josef Eberle. – Titel mit handschriftlichem Besitzvermerk von H.D. Heilmann. – Mittige senkrechte Knickspur.

Lot 1794 Nationalsozialismus – Konzentrationslager – Wollenberg, Hans-Werner
Meine KZ-Erinnerungen. Typoskript. Um 1942. 1 Bl. (Titel), 8 S., 22 S., 5 S., 22 S. (Vorwort und die ersten Seiten je in 2 Varianten), S. 5-172. Lose im Umschlag mit handschriftlichem Titel (Umschlag fleckig und mit Einrissen).
Zuschlag 480 €
Das Vorwort und die ersten Seiten des Berichts liegen in zwei Varianten vor. Teils mit handschriftlichen Korrekturen und Anstreichungen. – Der 1964 verstorbene Arzt Hans-Werner Wollenberg arbeitete als Lagerarzt in verschiedenen Lagern und KZs. Sein Bericht gehört “zu dem Authentischsten, was in dieser Hinsicht vorliegt…” und wirft “ein erstes Schlaglicht auf einen von der NS-Forschung bisher fast gar nicht beachteten Spezialaspekt des Lagersystems, nämlich… ‘Juden-ZAL’ in denen 1942 50000 (und in den folgenden Jahren noch erheblich mehr) Juden Zwangsarbeit verrichten mußten und deren innere Struktur stark der der Ghettos ähnelt” (Christian Jansen zu den erst 1992 veröffentlichten Erinnerungen Wollenbergs …und der Alptraum wurde zum Alltag in IWK 7/94, S. 158). – Mit einigen eingelegten Notizzetteln und Zeitungsauschnitten von H.D. Heilmann. – Teils mit kleinen Randeinrissen und kleinen Fehlstellen, das handschriftliche Titelblatt stärker betroffen.

Lot 1795 Sozialismus – Kommunismus
Sammlung von 25 vom Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Deutschlands herausgegebenen Schriften sowie 8 Publikationen über die KPD. Meist Berlin, ca. 1919-1926. Original-Broschuren (teils etwas fleckig und mit Läsuren, 3 Rücken mit transparenten Klebestreifen).
Zuschlag 160 €
Die Sammlung beinhaltet u.a.: Slang (das ist Fritz Oskar Hampel). Die lebende Zeitung. Berlin, 1925. 16 S. (inklusive Umschlag). – Rundschreiben No. 1, 2 und 5. 1925. – Richtlinien für die Arbeit unter Frauen. 1925. 15 S. – Referentenmaterial. 4 Hefte. 1924-1930. – Informations-Material. 4 Hefte. – Zur marxistisch-leninistischen Schulung Kursmaterial. 5 Hefte. – Die Reorganisation der KPD. Der demokratische Zentralismus. Die Organisation der Parteiarbeiten. Statut der Kommunistischen Partei Deutschlands. 1925. – Bericht über den 2. Parteitag der Kommunistischen Partei Deutschlands (Spartakusbund) vom 20.-24. Oktober 1919. 68 S. – Die KPD im eigenen Spiegel. Aus der Geschichte der KPD und der 3. Internationale. Herausgegeben von der Kommunistischen Arbeiter-Partei, Wirtschafts-Bezirk Berlin-Brandenburg. Berlin. Buchhandlung für Arbeiterliteratur / Emil Schubert, 1926. 170 S. Späterer Halbleinenband. – Titel mit Ausschnitt. – Der Kampf um die Kommunistische Partei. Plattform der linken Opposition der KPD. Um 1928. 61 S. Original-Broschur. – Beigegeben: Sammlung von 20 Publikationen zur Kommunistischen Internationalen. Ca. 1919-1923. – Beigegeben: Der Reichstag 1924-1928 4 Jahre kapitalistische Klassenpolitik. Handbuch der Kommunistischen Reichstagsfraktion. Berlin, Internationaler Arbeiterverlag, 1928. 535 S. Original-Broschur. – Mit einigen eingelegten Notizzetteln und handschriftlichem Besitzvermerk von H.D. Heilmann. – Teils etwas gebräunt und fleckig, insgesamt gut erhalten.

Lot 1796 Sozialismus und Kommunismus nach 1945 – Burkhardt, Albert
…und wir spielten doch! Erinnerungen des Kriegsgefangenen Albert Burkhardt an die Kulturarbeit in russischen Lagern 1945-1949. Mit 3 Tafeln. Ohne Ort und Verlag, um 1950. 51 S. 20,5 x 14,5 cm. Bedruckte Original-Kartonage (leicht knickspurig).
Nachverkaufspreis 160 €
Seltene einzige Ausgabe. – Kein Exemplar im KVK nachweisbar. – Mit vom Autor signierter Porträt-Tafel. – Burkhardt berichtet über den Lageralltag und zahlreiche Theateraufführungen. – Gut erhalten.

Lot 1797 Sozialismus und Kommunismus nach 1945
Hochschulkampf. Kampfblatt des Initiativkomitees der Roten Zellen in West Berlin. Ausgabe 1-25 in 18 Heften. Berlin, 1971-1972. 43 x 30,5 cm.
Zuschlag 100 €
Pasterny, Gegenkultur 75. – Bis auf einige Sonderdrucke alles Erschienene der u.a. von Götz Ali herausgegebenen Zeitschrift. – “‘Hochschulkampf’ versucht sich nicht allein an der Entfachung des studentischen Protests, sondern widmet sich auch wiederholt der Abgrenzung von der KPD/AO, ordnen sich die Herausgeber doch lange Zeit selbst der konkurrierenden Proletarischen Linken / Parteiinitiative (PL/PI) zu. Neben Bezugnahmen auf Gruppen wie die Black Panthers sowie die französische Gauche Proletarienne und die italienische Il Manifesto finden sich auch immer wieder Beiträge, die den Aufbau des Sozialismus in der VR China und auch in Korea bejubeln. Die Abgrenzung von der RAF scheint einen der wichtigsten Brüche im Herausgeberkreis des ‘Hochschulkampf’ bewirkt zu haben… (mao-projekt.de, Jürgen Schröder, Hochschulkampf). – Erstes Heft mit einigen Notizen und Unterstreichungen von Heilmann. – Beigegeben: PL Zentralorgan der Proletarischen Linken – Parteiinitiative. Heft 1-10 und 2 Sonderdrucke. Berlin, 1971-1972. – Pasterny, Gegenkultur, 80. – Bis auf einige Sonderdrucke wohl alles Erschienene der Publikation. – Beigegeben: Die Auflösung der Proletarischen Linken (Parteiinitiative). Kritik und Selbstkritik. Berlin, 1971. 137 S. Original-Broschur. – Beigegeben: Klassenkampf. Zeitung der Betriebszellen der Proletarischen Linken – Parteiinitiative. 21 Ausgaben. Berlin, um 1971. – Insgesamt gut erhalten. – Nicht eingehend kollationiert, augenscheinlich komplett. Ohne Rückgaberecht.

Lot 1798 Sozialismus und Kommunismus nach 1945 – Internationale Kommunistische Strömung (IKS; Hg.)
Révolution Internationale. Nouvelle Serie. Heft 1-30. Paris, Syros, ca. 1973-1976. 29,5 x 21 cm und 44,5 x 31 cm. Illustrierte Original-Broschuren (bis Heft 21) und Zeitungsfaltung (teils etwas knickspurig).
Nachverkaufspreis 160 €
Seltene Zeitschrift, die auf Spanisch, Französisch, Englisch und Deutsch erschien. – Auf Deutsch herausgegeben von der ‘Internationale Kommunistische Strömung’ (IKS), auf Französisch von ‘Revolution Internationale’ und auf Englisch von ‘International Communist Current’. – Beigegeben: Supplemente bzw. Bulletin d’etude et de discussion zu den Nummern 3-11. Paris, 1974-1975. – Beigegeben: Révolution Internationale. Heft 3-6. 1969-1972. Geheftete Original-Broschuren (etwas fleckig und knickspurig, ein Umschlag mit Notizen.) – Vorgängerpublikation. – International Review. Heft 1-6. Herausgegeben von International Communist Current. London, ca. 1974-1975. Geheftete Original-Broschuren. – Internationale Revue. Eine Ausgabe. Köln, 1979. – Teils etwas knickspurig und leicht fleckig.

Lot 1799 Sozialismus und Kommunismus nach 1945
Rote Presse Korrespondenz. Der Studenten- Schüler- und Arbeiterbewegung. Heft 1-155 in 139 Heften. Berlin, 1969-1972. 29,5 x 22 cm.
Nachverkaufspreis 160 €
Die Zeitschrift “war ab Februar 1969 das wichtigste überfraktionelle Organ der außerparlamentarischen Gruppen in West-Berlin. Sie fungierte wohl zunächst in deutlicher Abgrenzung zum ‘Berliner Extradienst’ mit den Herausgebern Carl L. Guggomos und Walter Barthel. Die eigentliche Trennung wurde nach einem Teach-In im Januar 1969 forciert vorangetrieben, wobei Horst Mahler eine nicht unwichtige Rolle gespielt haben soll.” (Kesten/Schröder, mao-projekt.de). – Die nach der formellen Auflösung des SDS entstandene Publikation war anfangs eine Protestzeitung der Außerparlamentarischen Opposition gegen autoritäre Herrschaft und neoimperialistische Politik in der Dritten Welt, doch “die Redaktionsbeteiligung änderte sich stets. Gehörten von der Nr. 1-20 noch Solveigh Ehrler, Günter Mathias Tripp, Oskar Voigt, Ad-hoc-Gruppen an den Hochschulen, Berufsbasisgruppen im Republikanischen Club Berlin, Betriebsbasisgruppen, Internationales Forschungsinstitut (INFI), Zentraler Ermittlungsausschuss des AStA FU und TU (Justizkampagne) zum Herausgeberkreis, so kamen ab der Nr. 21-40 der Zentralrat der (sozialistischen) Kinderläden, die Aktionsgruppe Hannoversche Lehrlinge (AHL), die “Roten Zellen” an den Hochschulen sowie die “ML-Gruppen” dazu” (Kesten/Schröder, mao-projekt.de). – Mit Nr. 118 (4. Juni 1971) wurde sie das Zentralorgan des Kommunistischen Studentenverbandes. – Beigegeben: Zwei Sonderausgaben und drei Flugblätter. Die Sonderausgaben mit Erklärungen der RPK Redaktion zu “Links-Opportunismus und Sektierertum” und “Zum Putsch der ROTZEG”. – Mit waagerechtem Mittelfalz, Bindung teils etwas gelöst. – Insgesamt gut erhalten. – Nicht eingehend kollationiert, augenscheinlich komplett. Ohne Rückgaberecht.

Lot 1800 Sozialismus und Kommunismus nach 1945
Roter Morgen. Zentralorgan der Kommunistischen Partei Deutschlands / Marxisten Leninisten. 34 Ausgaben. Berlin, Verlag Roter Morgen, 1969-1972. UND: Rote Fahne. Zentralorgan der Kommunistischen Partei Deutschlands / Marxisten Leninisten. (KPD/ML). 42 Ausgaben. Bochum, 1970-1972. Zeitungsfaltung.
Zuschlag 160 €
Umfangreiche Sammlung der konkurierenden Publikationen der KPD/ML. – 1970 begann der Kampf zwischen dem KPD/ML-Zentralkomitee und dem KPD/ML-Zentralbüro unter der Führung von Peter Weinfurth und Gerd Genger, das seinen Sitz in Bochum hatte. Das Organ der KPD/ML-ZK war der “Rote Morgen”, das Organ der KPD/ML-ZB die Zeitung “Rote Fahne”. – Beigegeben: Rote Fahne. Zentralorgan der Aufbauorganisation für die Kommunistische Partei Deutschlands. Ab Juli 1971: Zentralorgan der KPD. Nr. 3-24 und 26-33 und zwei Sonderdrucke. 1970-1971. Beigegeben: Revolutionäre Stimme. Zeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands / Marxisten Leninisten. Neue Einheit. 15 Ausgaben. 1971-1973. – Beigegeben: 23 Publikationen der KPD/ML. Um 1970. Darunter sieben Publikationen aus der Reihe Revolutionärer Weg. – Leicht berieben. – Nicht eingehend kollationiert, augenscheinlich komplett. Ohne Rückgaberecht. –

Lot 1801 Sozialismus und Kommunismus nach 1945
Sammlung von 18 politischen Publikationen aus Nord-Vietnam. Hanoi, 1961-1969. Teils illustrierte Original-Broschuren (teils leicht berieben, ein Rücken und ein Umschlag leicht eingerissen).
Nachverkaufspreis 160 €
Die Sammlung, mit 17 Titeln auf Französisch und einem auf Vietnamesisch, umfasst u.a. die Titel: Les crimes Americains au Vietnam. 1966. – Cette voie qui fut la tienne. 1965. – Ils reviennent du Nord Viet Nam. 1967. – Sud Viet Nam. Grande victoire. Hiver 1966 – Printemps 1967. 1967. – Huu Thai. Alerte au 17e parallele. 1965. – Vien Bao Tang. Cach mang viet-nam. 1964. – Les intellectuelles Vietnamiens contre l’agression Americaine. 1966. – La guerre d’agression des Etats-Unis au Vietnam: UN CRIME contre le peuple vietnamien, contre la paix et contre l’humanite. 1966.- Insgesamt gut erhalten.

Lot 1802 Sozialismus und Kommunismus nach 1945
Sammlung von 50 gegen die DDR bzw. die Sowjetunion gerichtete Schriften aus Westdeutschland. Verschiedene Orte und Verlage, ca. 1947-1962. Meist Original-Broschuren.
Zuschlag 260 €
Die Sammlung umfasst u.a.: Wer lacht da? Flüsterwitze aus der Sowjetunion, aus der Sowjetzone und aus den Volksdemokratien. Ohne Ort und Verlag, um 1955. – So wählte man in der Sowjetzone! Ohne Ort und Verlag, um 1955. – Vom Dritten Reich zur Sowjetzone. Herausgegeben von Vorstand der SPD. Ohne Ort und Verlag, um 1950. 23 S. Illustrierte Original-Broschur. – Von Hitler zu Pieck. Herausgegeben vom Vorstand der SPD. Ohne Ort und Verlag, um 1950. 23 S. Illustrierte Original-Broschur. – Die kommunistische Verleumdungskampagne gegen Bundesminister Strauß. Köln, um 1953. 8 S. – Wehrpolitische Information, Sonderausgabe. – Die Sowjetische Besatzungszone. Zahlenbilder. Berlin, Schmidt, um 1950. 24 nn. Bl. – Studium bei Freunden? Das Ausländerstudium an den Universitäten der Sowjetzone. Herausgegeben vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen. Baden-Baden, Wesel, 1962. 8 nn. Bl. – Deutsch-russische Stoßrichtung. Aufsatzreihe zum Befreiungskampf im bolschewistischen Machtbereich. Limburg, Possev, 1951. 83 S. – Titel mit gelöschtem Stempel. – Teils mit handschriftlichem Besitzvermerk und eingelegten Notizzetteln von H.D. Heilmann. – Insgesamt gut erhalten.

Lot 1803 Sozialismus und Kommunismus nach 1945
Sammlung von 75 frühen Publikationen aus der DDR bzw. Sowjetischen Besatzungszone. Meist Berlin, ca. 1946-1967. Meist Original-Broschuren.
Nachverkaufspreis 160 €
Die Sammlung umfasst zahlreiche antikapitalistische und “antiwestliche” Publikationen, u.a.: Missglückte Mohrenwäsche. Berlin, Nationalrat der Nationalen Front, 1967. 10 nn. Bl. Original-Broschur. – Reich bebilderte Broschüre zu Kiesingers nationalsozialistischer Vergangenheit. – Die Bundesrepublik – Paradies für Kriegsverbrecher. Dokumente über die Durchdringung des westdeutschen Staates mit militaristischen, nazistischen und antisemitischen Tendenzen. Eigenverlag, Berlin, 1956. 75 S. – Mit einem Brief des Nationalrats der Nationalen Front an Götz Aly vom 26.6.1986. – Norden, Albert. Immer weiter nach rechts? Bilanz der Bonner Politik. Berlin, Nationalrat der Nationalen Front, 1968. – Sechs weitere Schriften zur Rolle (ehemaliger) Nationalsozialisten in der BRD. – Gegen Willkür und Unterdrückung. Berlin, Express-Verlag, 1948. – Dokumentation von Repressionen gegen sozialistische Organisationen in Westdeutschland. – Sechs Schriften zur Einheit Deutschlands. – Bonner Revanchisten-Allianz gegen Entspannung und Abrüstung. Um 1963. – Fünf weitere Schriften zur Remilitarisierung Deutschlands. – Insgesamt gut erhalten. – Beigegeben: Sammlung von 8 Mitgliedsausweisen verschiedener Organisationen, 2 Flugblätter der SED Westberlin, einer Fahne, 4 Urkunden, 4 Mappen und 3 Arbeitsbücher sowie einem Betriebskollektivvertrag. Ca. 1946-1977. – Darunter: ein Wehrpass, Mitgliedsbücher des FDGB, Thälmann Pioniere, DTSB, etc. – Eine Fahne des Neuen Deutschland mit Friedenstaube, gestaltet von Werner Ernst Walter Klemke (1917-1994) 1977, ca. 78 x 78 cm. – Hektographierter Betriebskollektivvertrag Gablona Schmuckwaren Neuheim über Jüterbog, 1966. 20 S. Geheftete in Mappe (fleckig, mit Einrissen). – Braunfleckig. – Insgesamt gut erhalten.

Lot 1804 Sozialismus und Kommunismus nach 1945
Sammlung von 90 Betriebszeitungen und 20 Flugblättern verschiedener Organisationen für verschiedene Betriebe. Verschiedene Orte, ca. 1970-1973.
Zuschlag 160 €
Die Sammlung beinhaltet u.a.: I. Die Stossstange. Zeitung des Kommunistischen Arbeiterbundes für Daimler Benz Untertürckheim. 7 Ausgaben. 1972. – II. Roter Mercedes. Flugschrift der KPD/ML und des KJVD für Daimler Benz Untertürckheim. 3 Ausgaben und 1 Flugblatt. 1972-1973. – III. Roter Stern. DKP-Betriebszeitung der Arbeiter und Angestellten des Daimler-Benz Konzerns. 3 Ausgaben und 1 Flugblatt. – 1972-1973. – IV. Siemens. Rote Betriebskorrespondenz. Gartenfeld, Wernerwerk, Schaltwerk. 3 Ausgaben und 1 Doublette. 1971. – V. Solidarität. AEG Telefunk Betriebskorrespondenz. 3 Ausgaben. 1970-1971. – VI. Die Sache der Arbeiter. Sozialistische Betriebsgruppen NCR, SEL, Daimler, Gilette. 7 Ausgaben und 1 Flugblatt. 1969-1971. – VII. Der rote Weichensteller. Betriebszeitung der Betriebsgruppe DWM. 7 Ausgaben. 1969-1971. – VIII. 21 weitere Betriebszeitungen für verschiedene Belegschaften und Branchen. Ca. 1969-1972. – IX. 20 Flugblätter verschiedener Arbeiterorganisationen in verschiedenen Betrieben zu Betriebsratswahlen u.a. Ca. 1969-1973. – Beigegeben: Sammlung von 8 Streikdokumentationen aus verschiedenen Betrieben. Um 1970. Zu Streiks u.a. bei Bosch, Opel und Ford. – – 14 Kleinschriften zu Betriebskämpfen, Streiks, Betriebsrat etc. – Insgesamt gut erhalten. – Nicht eingehend kollationiert, augenscheinlich komplett. Ohne Rückgaberecht.

Lot 1805 Sozialismus und Kommunismus nach 1945
Sammlung von 9 Plakaten zu Veranstaltungen verschiedener sozialistischer und kommunistischer Organisationen. Meist Berlin, ca. 1974-1975. Ca. 39 x 67 cm bis 84,5 x 60 cm.
Nachverkaufspreis 160 €
Die Sammlung enthält u.a. vier Plakate und zwei Doubletten zu Veranstaltungen des FDJW, der formal unabhängigen Jugendorganistaion der SED in Westberlin. – Plakat zu einem Volksfest der UZ, Parteizeitung der DKP. – Antikommunismus: Gefährdung der Demokratie. – Plakat zu einer Veranstaltung an der FU Berlin. – Tage der UdSSR ’74. 3.-4. Mai in Westberlin. – Teils verso mit Text. – Teils leicht knickspurig, insgesamt gut erhalten. – Beigegeben: Fünf Solidaritätsplakate zum Militärputsch in Chile. Von verschiedenen Organisationen. Ca. 1972-1973. Ca. 59 x 41 cm bis 84 x 59 cm. – Zwei Plakate mit kleinem Eckabriss, vereinzelt mit Resten von Tesafilm im Rand. – Beigegeben: Ein Plakat der Kommunistischen Partei Griechenlands. – Eine Ecke etwas ausgerissen.

Lot 1806 Sozialismus und Kommunismus nach 1945
Sammlung von Publikationen aus und über die Volksrepublik China. China und Deutschland, ca. 1952-1977.
Nachverkaufspreis 160 €
China im Bild. Sondernummer zur Feier des 20. Jahrestags der Gründung der Volksrepublik China. Peking, 1969. 45 S. 1 Bl. 36,5 x 26 cm. – Peking Rundschau. 35 Ausgaben. Peking, 1969-1971. – 29 politische Publikationen des Verlags für Fremdsprachige Literatur. Peking, ca. 1967-1974. Sowie drei Kataloge des Verlags. – Vier Publikationen des Merve-Verlags zum Maoismus. 1970-1971. – Alle Wege des Opportinismus führen nach Moskau. Chinas neue Aussenpolitik und ihre Bedeutung für die europäischen Kommunisten. Von T.B. und F.M. Düsseldorf, um 1973. 27 S. – Neun weitere Publikationen der Zeit zur Volksrepublik China. – Insgesamt gut erhalten.

Lot 1807 Sozialismus und Kommunismus nach 1945
Sammlung von über 400 Ausgaben verschiedener Zeitschriften verschiedener sozialistischer und kommunistischer Parteien und Organisationen. Ca. 1969-1977.
Zuschlag 440 €
Die sehr umfangreiche Sammlung umfasst: I. Rotes Blatt München. Organ der Roten Zellen München. 26 Ausgaben. 1970-1972. – II. Der Kampf der Arbeiterjugend. Zentralorgan des Kommunistischen Jugendverbands Deutschland KJVD. 13 Ausgaben. 1970-1972. – III. Rote Fahne. Zentralorgan des Kommunistischen Arbeiterbundes. 20 Ausgaben. 1970-1971. – IV. Roter Pfeil. Organ der marxistisch-leninistischen Gruppen an der Uni Tübingen / Organ kommunistischer Studentengruppen Westdeutschlands. 19 Ausgaben. Tübingen, 1970-1972. – V. Rebell. Zentralorgan der Revolutionären Jugend (Marxisten-Leninisten) – RJ(ML). 18 Ausgaben. 1970-1972. – VI. KB Unser Weg. Kommunistischer Bund. 15 Ausgaben. Um 1972. – VII. KAB Arbeiterzeitung. Kommunistischer Arbeiterbund. 12 Ausgaben. 1971. – VIII. MLZ Marxistisch-Leninistische Zellen. Heft 2-21. Berlin, 1970-1971. – IX. Kommunistische Arbeiter-Korrespondenz. Organ des Kommunistischen Bundes Bremen. 9 Ausgaben. Bremen, 1970-1971. – X. Kommunistische Pressekorrespondenz. Herausgegeben vom Kommunistischen Arbeiterbund (ML). 10 Ausgaben. Tübingen, 1970-1971. – XI. Der Funke. Zentrales Organ des Marxistisch-Leninistischen Zentrums (MLZ). 18 Ausgaben und 1 Plakat. 1971-1980. – XII. Sozialistische Korrespondenz. 7 Ausgaben. 1970-1971. – XIII. Roter Kurs. Sozialistische Göttinger Studentenzeitung. 10 Ausgaben. 1970-1971. – XIV. Links. Sozialistische Zeitung. 10 Ausgaben. Offenbach, 1971-1977. – XV. 15 weitere sozialistische und kommunistische Zeitschriften in insgesamt 67 Ausgaben. Ca. 1969-1974. – Teils etwas gebräunt und mit leichten Läsuren, insgesamt gut erhalten. – Nicht eingehend kollationiert, augenscheinlich komplett. Ohne Rückgaberecht. – Beigegeben: Sammlung von ca. 100 Kleinschriften und mehrseitigen Informationsblättern zu und von verschiedenen sozialistischen und kommunistischen Parteien und Organisationen. Ca. 1969-1977. – Beigegeben: Handschriftlicher Terminplan der Basisgruppe Moabit. 83 x 59 cm. – Die letzten Einträge zeugen von einiger Frustration der Mitglieder: “Scheiße! scheiße scheiße scheiße… Das rühmliche Ende einer glorreich begonnenen Basisgruppe!”. – Mit Randeinrissen und Montierungsspuren.

Lot 1808 Sozialismus und Kommunismus vor 1945 – Gorter, Herman
Mai. Ein Gedicht. Aus dem Holländischen übersetzt von Max Koblinski. Leipzig, Maas & van Suchtelen, 1909. 3 Bl., III, 197 S. 22,5 x 16 cm. Bedruckte Original-Broschur (fleckig, knickspurig, mit Randfehlstellen und Eckabrissen, teils mit transparentem Klebeband hinterlegt).
Nachverkaufspreis 160 €
Erste deutsche Ausgabe. – Die impressionistische epische Dichtung des niederländischen Dichters und rätekommunistischen Theoretikers Herman Gorter (1864-1927) erschien erstmals 1889 auf Holländisch. – “Er gehörte zu den besten Kennern der marxistischen Theorie, und er war einer der ganz wenigen, die durch alle Kämpfe und Spaltungen hindurch dem revolutionären Kommunismus treugeblieben sind… Als junger Mann überraschte er die literarische Welt Hollands mit einem Dichtwerk “Mai”, das sofort und noch immer als eins der vorzüglichsten Kunstwerke der holländischen schönen Literatur anerkannt wurde” (Anton Pannekoek, Herman Gorter, in Kommunistische Arbeiterzeitung, 1927, Nr. 9, S. 1-2.). – Unbeschnitten. – Vorsatz mit handschriftlichem Besitzvermerk von H.D. Heilmann. – Die ersten Blätter etwas fingerfleckig, die ersten und letzten Blätter leicht eselsohrig.

Lot 1809 Sozialismus und Kommunismus vor 1945 – Hirsch, Werner
Hinter Stacheldraht und Gitter. Erlebnisse und Erfahrungen in den Konzentrationslagern und Gefängnissen Hitlerdeutschlands. Zürich, Mopr, 1934. 31 S. 23,5 x 16,5 cm. Illustrierte Original-Broschur (leicht fleckig, leicht knickspurig).
Zuschlag 260 €
Einzige Ausgabe. – Der Chefredakteur der Roten Fahne, Wien und später Berlin Werner Daniel Heinrich Hirsch (1899-1941) war Sekretär und ein enger Weggefährte von Ernst Thälmann und wurde am 3. März 1933 mit ihm verhaftet (“Jubiläum meiner 25. Verhaftung”). Nach Aufenthalt in zahlreichen KZs und Gefängnissen (KZ Brandenburg, KZ Lichtenburg, KZ Oranienburg, Columbiahaus…), in denen er schwer gefoltert wurde, emigrierte er nach Prag. Da er durch seine Entlassung im Verdacht stand, seine Genossen verraten zu haben, wurde er nach Moskau einbestellt, wo er 1941 in einem Gefängnis an den Haftfolgen starb. – Titel mit handschriftlichem Besitzvermerk sowie mit Bleistiftanstreichungen von H.D. Heilmann. – Etwas knickspurig, sonst gut erhalten.

Lot 1810 Sozialismus und Kommunismus vor 1945 – Koch, Arthur
Als Arbeiterdeligierter in Rußland. II. Arbeiterdelegation Sommer 1926. Hamburg, Auer, 1927. 32 S. 19,5 x 12,5 cm. Illustrierte Original-Broschur (Kanten etwas berieben, leicht fleckig).
Nachverkaufspreis 160 €
Einzige Ausgabe. – Nur ein Exemplar im KVK nachweisbar. – Kritischer Bericht über die Russlandreise der 2. Arbeiterdelegation des Sozialdemokraten Arthur Koch-Miesbach. – Titel mit handschriftlichem Besitzvermerk von H.D. Heilmann. – Beigegeben: Dasselbe. Bibliotheks-Kartonage mit Signaturschildchen. – Vorsatz mit handschriftlichem Besitzvermerk von H.D. Heilmann. – Innenspiegel und Titel mit gelöschten Stempeln.

Lot 1811 Sozialismus und Kommunismus vor 1945 – Marchwitza, Hans
Schlacht vor Kohle. Aus dem Leben der Ruhrkumpels. Und: Sturm auf Essen. Die Kämpfe der Ruhrarbeiter gegen Kapp, Walter und Severing. Beides 1.-20. Tausend. Wien, Berlin und Zürich, Internationaler Arbeiter-Verlag, 1933 und 1930. 21,5 x 14,5 cm. Illustrierte Original-Kartonagen (Kanten berieben und mit leichten Läsuren, an einer Stelle hinterlegt, hinterer Umschlag bei einem Band unten mit Fehlstelle).
Nachverkaufspreis 160 €
Der rote 1 Mark Roman. – Erste Ausgaben. – Melzwig 513.1 und Melzwig 512.1. – Der Schriftsteller und Bergarbeiter Hans Marchwitza (1890-1965) kämpfte u.a. bei der Roten Ruhr-Armee, gegen die Kapp-Putschisten und nach seinem Exil in der Schweiz im spanischen Bürgerkrieg. “In der DDR nahm M. verschiedene kulturpolitische Funktionen wahr, so 1950 als Gründungsmitglied der Akademie der Künste, 1950/51 als Kulturattaché der DDR in Prag, schließlich als Stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Schriftstellerverbandes. Einen nach M. benannten Literaturpreis vergibt die Akademie der Künste der DDR seit 1968 alle drei Jahre” (NDB XVI, 118). Seine frühen Werke (Sturm auf Essen ist seine erste Veröffentlichung) sind “wichtige literarische Zeugnisse für proletarische Lebensläufe seit der Jahrhundertwende und für politische und literarische Bewußtseinslagen schreibender Arbeiter” (NDB XVI, 118). – Papierbedingt gebräunt, bei “Schlacht vor Kohle” die letzten 30 Blatt im unteren weissen Rand mit Fehlstellen, sonst gut erhalten

Lot 1812 Sozialismus und Kommunismus vor 1945 – Putz, Ernst
Flucht aus Russland. Wer wandert aus? Berlin, Internationaler Arbeiter-Verlag, 1930. 16 S. 22,5 x 15 cm. Illustrierte Original-Broschur (leicht gebräunt, leichte Randläsuren).
Nachverkaufspreis 160 €
Einzige Ausgabe. – Der Reformpädagoge Ernst Raimund Hermann Putz (1896-1933) war Mitbegründer eines reformpädagogischen Landerziehungsheims, kommunistischer Politiker und der seinerzeit jüngste Reichstagsabgeordnete. Nach fünfmonatiger politischer Tätigkeit im Untergrund starb Pütz 1933 in “Schutzhaft” im Untersuchungsgefängnis Berlin-Moabit. – Pütz kritisiert die “frisch-fröhliche Hetze gegen die Kommunisten” (“allen voran die Bauernpresse und die sozialdemokratischen Zeitungen”) und belegt “daß es recht wohlhabende Leute gewesen sein müssen, denen es in der Sowjetunion nicht gefallen hat” (S. 2). – Leicht eselsohrig, sonst gut erhalten.

Lot 1813 Sozialismus und Kommunismus vor 1945
Sammlung von 13 sozialdemokratischen Publikationen und 10 Flugblättern. Meist Berlin, 1869-1933.
Nachverkaufspreis 160 €
Die Sammlung beinhaltet u.a.: Mende, Fritz. Proclamation. Leipzig, Bär, 1869. Beidseitig bedrucktes Flugblatt. – Dannenberg, Robert. Die sozialdemokratische Gemeinde-Verwaltung in Wien. Wien, Volksbuchhandlung 1928. 63 S. Original-Broschur mit Photomontage von Gerda Kossak-Felden (etwas berieben, fleckig, und knickspurig). – Die Vorwärts Buchdruckerei. Dem USPD-Parteitag Berlin 1924 gewidmet. Mit zahlreichen montierten Abbildungen. Berlin, 1924. Unpaginiert. Original-Karton (etwas fleckig). – Beigegeben: Zehn Veröffentlichungen und drei Original-Photographien zur SPD nach 1945. Ca. 1945-1947.

Lot 1814 Sozialismus und Kommunismus vor 1945
Sammlung von 24 Publikationen zur UdSSR. Verschiedene Orte und Verlage, ca. 1919-1935. Meist Original-Broschuren (teils etwas fleckig und mit kleineren Läsuren, 2 Umschläge mit transparenten Klebestreifen).
Zuschlag 160 €
Die Sammlung enthält u.a.: I. Tätigkeitsbericht der Kommunistischen Akademie Moskau. Beim Zentralexekutivkomitee der UdSSR. Anlässlich ihres zehnjährigen Bestehens 1918-1928. Mit neun (einer gefalteten) Tafeln. Moskau, Kommunistische Akademie, 1928. 126 S., 2 Bl. Original-Broschur (Rücken verstärkt und mit handschriftlichem Titel). – II. Berkman, Alexander. Die russische Tragödie. Ein Rückblick und ein Ausblick. Berlin, “Der Syndikalist”, Fritz Kater, 1923. 44 S,. – III. 14 Jahre USSR. Der Weg zur Freiheit. Hamburg und Berlin, Hoym, 1931. 21 S. – Titel verso und zwei Blätter mit gelöschtem Stempel. – IV. 15 Jahre Sowjetunion. 15 Jahre sozialistischer Aufbau. Mit zahlreichen photographischen Abbildungen. Berlin, Sabo, 1932. Original-Broschur mit Photomontage (mit kleinen Einrissen und Fehlstellen, gestempelt, Rücken mit transparenten Klebestreifen). – V. Friedländer, Otto. Hammer, Sichel und Mütze. Eindrücke aus dem heutigen Russland. Berlin, Textil-Verlag, 1927. 2 Bl., 119 S. Illustrierte Original-Broschur (etwas gebräunt, Rücken mit kleiner Fehlstelle). – VI. Daszynski, S. und Jan Radopolski. Imperialistischer Kreuzzug gegen den Kommunismus. Die Kriegsvorbereitungen gegen die Sowjetunion. Hamburg und Berlin, Hoym, 1929. 240 S. – Vorsätze teils mit handschriftlichen Besitzvermerken von H.D. Heilmann. – Teils leicht gebräunt, leicht knickspurig oder gestempelt, insgesamt gut erhalten.

Lot 1815 Sozialismus und Kommunismus vor 1945
Sammlung von 28 Publikationen zur Wirtschaft der UdSSR. Verschiedene Orte und Verlage, 1920-1944. Meist Original-Broschuren.
Nachverkaufspreis 160 €
Die Sammlung beinhaltet u.a.: I. Minz. L.O. Der Einfluß der Mißernte auf die Arbeit und die Industrie in Rußland. Mit vier gefalteten Tabellen. Berlin, VIVA, 1922. 37 S. Original-Broschur (Rücken etwas eingerissen, leichte Läsuren). – II. Schechter, M. Die Giganten des Fünfjahresplanes. Moskau, Zentral-Völker-Verlag, 1931. 88 S. Original-Broschur (leicht fleckig, leichte Randläsuren). – III. Ratner, G. Die landwirtschaftlichen Genossenschaften in der Sowjetunion. Berlin, Parey, 1928. 64 S. Original-Broschur (fleckig, etwas knickspurig). – Durchgehend etwas braunfleckig. – IV. Trachtenberg, Jakow. Sonderschrift der Zeitschrift “Russland von Heute”. 2. Auflage. Berlin, Selbstverlag, 1930. 3 Bl., 121 Bl., 1 Bl. Original-Broschur (fleckig, etwas knickspurig, Rücken und Ränder mit Fehlstellen). – Titel leicht fleckig, die ersten acht Blätter mit kleinem Eckabriss.

Lot 1816 Sozialismus und Kommunismus vor 1945
Sammlung von 33 antisowjetischen Publikationen. Verschiedene Orte und Verlage, ca. 1919-1943. Meist Original-Broschuren (teils etwas fleckig und mit Läsuren, 3 Rücken mit transparenten Klebestreifen).
Zuschlag 330 €
Die Sammlung umfasst hauptsächlich nationalsozialistische Veröffentlichungen, u.a.: I. Das Sowjetparadies. Ausstellung der Reichspropagandaleitung der NSDAP. Ein Bericht in Wort und Bild. Mit zahlreichen Abbildungen. Berlin, Zentralverlag der NSDAP, 1943. 47 S. Illustrierte Original-Broschur (Umschlag lose, Rücken gerissen). – II. MABRE (das ist Max Martin Brehm). Feldzug für Europa. Ein Bildbericht vom Krieg gegen die Sowjetmacht. Höchstadt, Mens, 1941. 94 S. (inklusive vorderen Umschlag). Original-Kartonage mit illustriertem Original-Schutzumschlag (knickspurig, Umschlag etwas fleckig, mit kleinen Einrissen und kleinen Fehlstellen). – Durchgehend mit vertikaler mittiger Knickspur. – III. Krainz, Othmar. Ein deutscher Kommunist erlebt die Sowjetunion. Herrsching, Hort, 1937. 40 S. Original-Kartonage (etwas gebräunt, Rücken mit kleinen Fehlstellen). – IV. Die Sünden des Bolschewismus. Von einem Bolschewik. Berlin, Hoffmanns, um 1918. 8 S. Original-Broschur (Signaturschildchen, Randläsuren, Rücken teils eingerissen). – V. Ransome, Arthur. Die Krisis in Russland. Regensburg, Habbel, 1922. 106 S., 3 Bl. Illustrierter Original-Pappband (etwas berieben, Rücken mit Einriss und Fehlstelle). – VI. Leistritz, Hans Karl. Der bolschewistische Weltbetrug. Theorie und Wirklichkeit der sowjetischen Arbeitsverfassung. Berlin et al., Deutscher Rechtsverlag, 1943. 155 S. Bedruckte Original-Broschur (berieben, bestoßen, fleckig). – Titel an der Klammerung etwas eingerissen, mit überklebtem Besitzvermerk, verso mit montierten Notizzetteln Heilmanns. – Alle Titel teils mit handschriftlichem Besitzvermerk, eingelegten Notizzetteln und vereinzelten Bleistiftanstreichungen von H.D. Heilmann.

Lot 1817 Sozialismus und Kommunismus vor 1945
Sammlung von 6 Publikationen der Verlagsgenossenschaft Ausländischer Arbeiter in der UdSSR. Moskau, 1932-1935. Original-Broschuren.
Nachverkaufspreis 160 €
Die Sammlung beinhaltet u.a.: I. Ryklin, Grigori Jefimowitsch. Menschen im Aufbau. 1932. – Umschlag mit Signaturschildchen, hinterer Umschlag mehrfach und Titel einfach gestempelt. – II. Kuibyschew, Walerian Wladimirowitsch. Episoden aus meinem Leben. Mit einem Vorwort von J. Jaroslawski. 1935. – Umschlag etwas berieben und fleckig, sonst gut erhalten. – III. Zetkin, Clara. Die imperialistischen Kriege gegen die Werktätigen – Die Werktätigen gegen die imperialistischen Kriege. 1933. – Umschlag etwas fleckig und mit handschriftlichem Rückentitel.

Lot 1818 Sozialismus und Kommunismus vor 1945
Sammlung von über 70 sozialistischen und kommunistischen Publikationen. Ca. 1916-1933. Meist Original-Broschuren (wenige mit eingerissenen Rücken, vereinzelt mit transparenten Klebestreifen, teils fleckig und mit kleineren Läsuren).
Zuschlag 600 €
Die Sammlung beinhaltet u.a.: Merker, Paul. Mobilmachung gegen Mobilmachung. Berlin, Internationaler Arbeiter-Verlag, 1929. 29 S., 1 Bl. Illustrierte Original-Broschur (kleine Randfehlstellen). Mit einer Doublette. – Schumann, Georg. Wer unterstützt die Familien der Märzkämpfer? Halle, Produktiv-Genossenschaft, 1922. 16 S. Original-Broschur. – Der revolutionäre Schulkampf. Politische und organisatorische Anweisungen für die Elternbeiräte der Liste “Proletarischer Schulkampf”, sowie für alle auf dem Schulgebiet arbeitenden Funktionäre (Freidenker, Kindergruppenleiter, Kommunalvertreter, Lehrer, usw.) Berlin, Proletarische Freidenker (Otto Pariser), um 1930. 27 S., 1 Bl. Original-Broschur (etwas eingerissen, schmale Randfehlstelle). – Das kommunistische Manifest. Mit Vorreden von Karl Marx und Friedrich Engels und einem Vorwort von Karl Kautzky. Achte autorisierte Ausgabe. Berlin, Vorwärts, Paul Singer, 1918. 56 S. Original-Kartonage. – Unbeschnitten. – Rotheit, Rudolf. Das Berliner Schloß im Zeichen der Novemberrevolution. Berlin, Scherl, 1923. 101 S., 1 Bl. Illustrierter Original-Pappband (etwas berieben). – Cierpka, Karl. Kann der Trotzkismus wirklich siegen? Berlin, Gruppe Roter Kämpfer, 1932. 23 S. Original-Broschur. – Wendel, Friedrich. Die rote Fahne. Ein Entwurf ihrer Geschichte als Beitrag zur deutschen Flaggenfrage. Berlin, 1927. 30 S. Illustrierte Original-Broschur (etwas fleckig, kleine Randfehlstellen, Eckabriss hinten). – Unser Weg. Zeitschrift für kommunistische Politik. 10 Hefte. Herausgegeben von Paul Levi. Berlin, Internationale Verlagsanstalt, 1921-1922. Original-Broschuren. – Mit den Heften: Jahrgang 3: 10,13/14, 15. Jahrgang 4: 1/2, 8, 12/13, 14, 18-20. – Unsere Zeit. 3 Hefte. Herausgegeben von Willi Münzenberg. Berlin, Unsere Zeit, 1933 bzw. Paris, Basel, Prag, 1935. Original-Broschuren. – Mit den Heften 1 und 2, 1933 sowie Heft 1, 1935. – Teils mit handschriftlichen Besitzvermerken, Bleistiftanstreichungen und eingelegten Notizzetteln von H.D. Heilmann. – Teils etwas fleckig.

Lot 1819 Sozialismus und Kommunismus vor 1945 – Schlichter, Rudolf (Hg.)
Chronik des Faschismus (Rote Revue). 2. Jahrgang, Heft 4-8. Berlin, Antifaschistische Weltliga, 1924. 23 x 15,5 cm. Illustrierte Original-Broschuren (leicht fleckig, Klammerung angerostet).
Zuschlag 550 €
Die seltene kommunistische Satirezeitschrift wurde von einem der wichtigsten Vertreter der Neuen Sachlichkeit, dem Künstler und Schriftsteller Rudolf Schlichter (1890-1955) herausgegeben. – Erschien als Nachfolgepublikation des “Hakenkreuz”, der Satirebeilage von “Hammer und Sichel”. – Mit Beiträgen von Gertrud Alexander, Emil Rabold, Leo Lania, József Révai, Henri Guilbeaux, Meta Kraus-Fessel, Emil Julius Gumbel u.a. – Stellenweise leicht braunfleckig, insgesamt gut erhalten.

Lot 1820 Sozialismus und Kommunismus vor 1945 – Schulthess, Werner
Spartakiadefahrt 1928. Eine Reise nach Russland. Zürich, Selbstverlag, 1928. 108 S., 1 Bl. 22,5 x 15,5 cm. Original-Broschur (minimal berieben).
Zuschlag 160 €
Einzige Ausgabe. – Im August 1928 veranstaltete die Rote Sportinternationale (RSI) in Moskau eine internationale Spartakiade. Es nahmen etwa 4000 Athleten teil, darunter etwa 600 ausländische aus 12 Ländern. Werner Seelenbinder errang den 1. Platz seiner Gewichtsklasse im Ringen. Der Verfasser war Mitglied einer von 50 teilnehmenden Arbeitersportlern aus der Schweiz. – Vorsatz mit handschriftlichem Besitzvermerk von H.D. Heilmann. – Gutes Exemplar.

Lot 1821 Sozialismus und Kommunismus vor 1945
Solidarität mit Kämpfern gegen den Faschismus! Herausgegeben vom Internationalen sozialistischen Kampfbund (ISK). London, International Publishing, 1937. 19 S. (inklusive Umschlag). 24 x 16 cm. Illustrierte Original-Broschur (leicht braunfleckig).
Nachverkaufspreis 160 €
Seltene einzige Ausgabe. – Sternfeld/Tiedemann 585. – Publikation des ‘Der Internationale sozialistische Kampfbund (ISK)’, einer sozialistischen Absplitterung und Widerstandsgruppe der SPD. – Beigegeben: Niemals vergessen! Katalog zur antifaschistischen Ausstellung. September bis November 1946 im Künstlerhaus Wien. Mit sieben beidseitig bedruckten Tafeln. Wien, 1946. 62 S., 1 Bl., 9 Bl. (Anzeigen). Illustrierte Original-Broschur (berieben, kleiner Eckabriss). – Beigegeben: 21 Publikationen zum Widerstand im Nationalsozialismus. Verschiedene Orte und Verlage, ca. 1946-1985. – Teils berieben. – Teils mit handschriftlichen Besitzvermerken, Anstreichungen, Notizen und eingelegten Notizzetteln von H.D. Heilmann.

Lot 1822 Sozialismus und Kommunismus vor 1945 – Strasser, Charlot
Die besessenen Besitzer. Ein zeitgenössisches Märchen. Zürich, um 1929. 16 S. 23 x 15,5 cm. Bedruckte Original-Broschur (leicht knickspurig).
Zuschlag 160 €
Erste Separatausgabe. – Erschien erstmals in ‘Welt und Leben’. – Der Schweizer Psychiater und Schriftsteller Charlot Strasser (1884-1950) “wandte sich unter dem Einfluss seiner russischen Mitstudentin und späteren Ehefrau Vera Eppelbaum (1884-1941) schon bald den Ideen des russischen Sozialismus und Anarchismus zu … und nahm am kulturellen Leben des sog. ‘roten Zürich’ der 20er und 30er Jahre teil. S.s Ruhm als Autor gründet auf sozial einfühlsamen, schillernd exotischen Texten.” (Killy XI, 245). – Beigegeben: Derselbe. Zum Gedenken an Vera Strasser. Ohne Ort und Verlag, um 1941. 12 nn. Bl. Bedruckte Original-Kartonage. – Derselbe. In Völker zerrissen. Zürich, Rascher, 1916. 36 S., 2 Bl. Illustrierte Original-Kartonage (leicht fleckig). – Alle mit handschriftlichem Besitzvermerk von H.D. Heilmann.

Lot 1823 Sozialismus und Kommunismus vor 1945 – Stürz, Emil und Wilhelm Jäger
Sowjet-Rußland wie es ein deutscher Arbeiter sah. Nach Erzählungen des deutschen Schlossers Wilhelm Jäger. Mit 2 beidseitig bedruckten Tafeln. Bochum, Selbstverlag, um 1930. 46 S. 22,5 x 14,5 cm. Illustrierte Original-Broschur (Rücken etwas eingerissen, leicht knickspurig und fleckig).
Zuschlag 160 €
Seltene einzige Ausgabe. – Nur ein Exemplar im KVK nachweisbar. – Bei dem Autor handelt es sich wahrscheinlich um den NS-Funktionär, Gauleiter, Mitglied des Reichstags und NSKK-Obergruppenführer Erich Emil Arthur Hermann Stürtz (1892-1945). – Mit einigen eingelegten Notizzetteln von H.D. Heilmann. – Leicht knickspurig, sonst gut erhalten.

Lot 1824 Sozialismus und Kommunismus vor 1945 – Tatarowa, A.
Was die Kollektivbäuerin Awdotja Pasuchina erzählt. Mit Frontispiz und einer Tafel. Moskau, Verlagsgenossenschaft Ausländischer Arbeiter in der UdSSR, 1932. 75 S. 17 x 12,5 cm. Illustrierte Original-Broschur (leicht gebräunt).
Nachverkaufspreis 160 €
Seltene einzige Ausgabe. – “Unter der Sowjetmacht wurde auch die ungebildete Frau, die Kleinbauernwitwe Dunja Pasuchina ‘liquidiert’. Jetzt ist sie kein rückständiges Bauernweib mehr, sondern ein neuer Mensch, ein Mitglied und ein Organisator der sozialistischen Gesellschaft” (G. Gorelo. Vorwort, S. 4). – Vorsatz mit handschriftlichem Besitzvermerk von H.D. Heilmann. – Sehr gut erhalten.

Lot 1825 Sozialismus und Kommunismus vor 1945
Zwei Publikationen zur Roten Armee. Moskau und Berlin, 1934. Original-Broschuren.
Nachverkaufspreis 160 €
I. Landa, M.M. Was ist die Rote Armee und wessen Interessen verteidigt Sie? Mit einigen, teils ganzseitigen Abbildungen. Moskau/Leningrad, Verlagsgenossenschaft Ausländischer Arbeiter in der UdSSR, 1934. 130 S. 1 Bl. 18,5 x 12,5 cm. Bedruckte Original-Broschur (Rücken mit kleinen Fehlstellen und restauriert, kleiner Eckabschnitt). – Leicht knickspurig und minimal fleckig. – II. Zaitzoff, A. Die Rote Armee. Berlin-Spandau, Obelisk, 1934. 116 S. 2 Bl. 19,5 x 13 cm. Illustrierte Original-Broschur (etwas berieben, fleckig und knickspurig, leichte Randläsuren, Rücken mit kleinen Fehlstellen und restauriert). – Unbeschnitten. – Vorsatz mit handschriftlichem Besitzvermerk von H.D. Heilmann. – Teils etwas unsauber aufgeschnitten, vereinzelte Anstreichungen, Titel mit Bleistiftnotiz.

Lot 1826 Varia
Almanach zum Polizeiball am 2. Oktober 1926. Zu Ehren der Gro0en Polizei-Ausstellung Berlin 1926, des Internationalen Polizei-Kongresses und der Allgemeinen Polizei-Konferenz. Mit 9 Tafeln. Berlin, Phoenix, 1926. 43 S., 8 Bl. (Anzeigen). 20 x 14 cm. Illustrierte Original-Broschur (Kanten berieben, etwas fleckig, eine Ecke knickspurig).
Zuschlag 160 €
Einzige Ausgabe. – Umschlag mit einer Illustration von Emil Orlik, die Tafeln mit Werken von Liebermann, Zille, Emil Stumpp, Hans Baluschek etc. – Mit Textbeiträgen u.a. von Alfred Kerr, Emil Faktor, Ludwig Fulda und Hans Reimann. – Vom 25. September bis 17. Oktober 1926 fand in den Ausstellungshallen in Berlin eine große Polizeiausstellung mit internationaler Beteiligung statt, verbunden mit dem dritten Internationalen Polizeikongress vom 26. bis 30. September 1926. – Vorsatz mit handschriftlichem Besitzvermerk von H.D. Heilmann. – Gut erhalten.

Lot 1827 Varia
Bilder über die Technische Nothilfe beim Reichsministerium des Inneren. Mit 12 Postkarten. Berlin, Hamelsch, um 1921. 2 Bl. 9,5 x 15 cm. Illustrierte Original-Broschur (Kanten etwas bestoßen und leicht knickspurig).
Nachverkaufspreis 160 €
Seltene einzige Ausgabe. – Kein Exemplar im KVK nachweisbar. – Die Technische Nothilfe (TN) ging aus der erst 1919 vom Pionierleutnant Otto Lummitzsch gegründeten militärischen “Technischen Abteilung” (TA), eines technischen Freikorps in Berlin hervor. Um zu vermeiden, dass die Helfer als Soldaten gezählt werden, wurde die TN zur Jahreswende 1919/20 in die Zuständigkeit des Reichsinnenministeriums überführt. Zunächst wurde die TN v.a. zur Verrichtung von Notstandsarbeiten und als Streikbrecher eingesetzt, wodurch ihre Befürworter in Politik, Verwaltung, Unternehmerverbänden und weiten Teilen des Bürgertums und ihre Gegner in den Freien Gewerkschaften, der SPD und besonders in der KPD zu finden waren. – Die eingebundenen Postkarten mit perforiertem Rand und Seidenhemdchen zeigen die TN bei verschiedenen Einsätzen und ein Zitat von Reichskanzler Fehrenbach. – Erstes Textblatt im Bug etwas eingerissen, sonst gut erhalten.

Lot 1828 Varia – Duncan, Isadora
Der Tanz der Zukunft. (The dance of the future.) Eine Vorlesung. Übersetzt und eingeleitet von Karl Federn. Mit Porträt-Frontispiz und 2 ganzseitigen Abbildungen. Leipzig, Diederichs, 1903. 46 S. 21 x 15 cm. Illustrierte Original-Kartonage (leicht berieben und gebräunt, leicht knickspurig, vorderes Gelenk ca. 6 cm eingerissen).
Zuschlag 170 €
Erste Ausgabe. – Lexikon der Frau I, 850. – Enthält den englischen Text und die deutsche Übersetzung des 1903 in Berlin gehaltenen Vortrags der US-amerikanischen Tänzerin und Choreografin Angela Isadora Duncan (1877-1927) die als Wegbereiterin des modernen sinfonischen Ausdruckstanzes gilt und ein neues Körper- und Bewegungsempfinden entwickelte. – Unbeschnitten. – Titel mit handschriftlichem Besitzvermerk sowie mit vereinzelten Bleistiftanstreichungen von H.D. Heilmann.

Lot 1829 Varia – Fidus (das ist: Hugo Höppener)
Erste Gesamtausstellung der Werke von Fidus zu seinem 60. Geburtstage am 8. Gilbhart (X.) 1928. Mit farbigem Frontispiz und 4 beidseitig bedruckten Tafeln. Woltersdorf, Fidus-Verlag, 1928. 42 S. 1 Bl.20,5 x 13,5 cm. Illustrierte Original-Broschur (leicht fleckig).
Zuschlag 300 €
Mit eigenhändiger signierter und datierter Widmung von 1943: “mit lichtdeutschem Gruße”. – Beigegeben: Handschriftliche signierte und datierte Postkarte von Fidus, Pfingsten 1940. – Die an den Seiten etwas beschnittene Postkarte (9 x 11,5 cm) zeigt den “Tauftempel der großen Eintracht” von Fidus, “…Aber das Wort “Tauf” – könnte heute verdächtigen – und ist doch nur poetisch gemeint wie in Bayreuth, wo Grale erglühen und sogar Amfortas über Sünden jammern darf…” – Beigegeben: Zwei Postkarten und ein Faltblatt. Eine Postkarte zeigt Fidus im Atelier, eine Postkarte das Fidushaus, Woltersdorf, Faltblatt (mit drei Doubletten) zu einer Ausstellung in Hannover und Hamburg, August 1960.

Lot 1830 Varia
Frauenstimmrecht in der Praxis: 1913. Herausgegeben vom Weltbund für Frauenstimmrecht. Dresden und Leipzig, Minden, 1913. XV, 195 S. 21,5 x 14,5 cm. Illustrierte Original-Broschur (etwas berieben).
Zuschlag 280 €
Einzige Ausgabe. – Mit einem Vorwort von Carrie Chapmann Catt, der Vorsitzenden des Weltbundes für Frauenstimmrecht, und Beiträgen von Chrystal MacMillan, Marie Stritt und Maria Verone. Enthält Berichte und Statistiken zur Entwicklung des Frauenwahlrechts aus aller Welt. – Titel mit handschriftlichem Besitzvermerk sowie vereinzelte Bleistiftanstreichungen von H.D. Heilmann. – Gut erhalten.

Lot 1831 Varia – Grunsky, Karl (Hg.)
Neues Leben! 1. Jahrgang, Heft 2 und 4-11. Stuttgart, Buchhandlung des “Gesundheitsrat”, Edele, 1895. 21 x 14 cm. Bedruckte Original-Broschuren (Kapitale mit kleinen Fehlstellen, ein Rücken eingerissen, ein Rücken mit transparentem Klebestreifen, etwas aufgehellt und leicht gebräunt).
Nachverkaufspreis 160 €
Seltene Zeitschrift, die von dem Musikkritiker und Schriftsteller Karl Grunsky (1871-1943) herausgegeben wurde. – Die halbmonatlich erscheinende Zeitschrift wurde nach dem ersten Jahrgang eingestellt. – U.a. mit Beiträgen von Leo Tolstoi, Wilhelm Backhaus, Georg Wendel, Wilhelm Mauke. – Neben Beiträgen zur Musiktheorie auch mit Artikeln zu Kunst, Politik (Sozialismus, Anarchismus), Theologie, Theosophie etc. – Gut erhalten.

Lot 1832 Varia – Herz, Carl
Geister der Vergangenheit. 2 Teile in 1 Band. Haifa, Ullmann, 1953. 1 Bl., III, 1 Bl., 305 S., 1 Bl., 139 S. 30 x 21 cm. Original-Halbleinenband (etwas berieben, bestoßen und leicht fleckig).
Nachverkaufspreis 160 €
Einzige Ausgabe. – Sternfeld/Tiedemann 213: “nur 40 Exemplare”. – Posthum erschienene Erinnerungen des jüdischen Juristen und Politikers Carl Herz (1877-1951), der zunächst als Kommunalpolitiker in Hamburg wirkte und 1926 zum Bürgermeister von Berlin-Kreuzberg gewählt wurde. Er wirkte maßgeblich mit an der Ausarbeitung des Heidelberger Programms der SPD. Nach seiner gewaltsamen Entfernung aus dem Amt durch die Nationalsozialisten 1933 emigrierte er zunächst nach London, wo er 1940-1941 als Enemy Alien interniert wurde und danach für die internationale Gruppe “Fight for Freedom” tätig war. Sein jüngster Sohn wurde in Auschwitz ermordet. Nach Kriegsende beteiligte er sich an der Formulierung der Vorschläge für die Potsdamer Konferenz. 1946 emigrierte er nach Palästina. – Mit einigen eingelegten Notizzetteln und handschriftlichem Besitzvermerk von H.D. Heilmann. – Vorderes Innengelenk angeplatzt, Titel mit kleinem montierten Zettel.

Lot 1833 Varia – Liga Miramundum (Hg.)
Die große Gemeinschaft. Berlin, Ascher, 1927. 15 S., 1 Bl. 22 x 15,5 cm. Original-Kartonage mit montierter Deckelvignette (Kanten etwas berieben).
Nachverkaufspreis 160 €
Seltene einzige Ausgabe. – Broschüre des Liga Miramundum e.V. mit Sitz in Berlin-Charlottenburg – “Üppig wuchernd auf dem Sumpfboden systematischer Verhetzung wächst überall in der Welt noch das Mißtrauen gegen Deutschland, gegen alles Deutsche, gegen alle Deutschen” (S. 2). – “Persönliche Fühlungnahme und Aussprache zwischen Deutschen und Ausländern müssen auf breitester Grundlage vorbereitet und durchgeführt werden. Diese Grundlage zu schaffen, eine Brücke zwischen Deutschland und der Welt zu schlagen und in Verbindung damit auch Gegensätze zu mildern, die zwischen uns Deutschen selbst bestehen, ist das Ziel der Liga Miramundum” (S. 3). – Mit einem Pressespiegel, Texten zu Vorteilen einer Mitgliedschaft, Klubgaststätten, Klubabzeichen, Mitgliedsbeitrag etc. sowie einer Liste der Förderer des Vereins mit u.a. Wilhelm Marx (Reichskanzler), Wilhelm Koch (Reichsverkehrsminister), Heinrich Held (Bayrischer Ministerpräsident) etc. – Mit einer beiliegenden Postkarte zur Beantragung einer Mitgliedschaft. – Titel mit handschriftlichem Besitzvermerk von H.D. Heilmann. – Gut erhalten.

Lot 1834 Varia – Maresch-Jezewicz, Maria
Luxus und Verantwortlichkeit. Erstes bis drittes Tausend. M. Gladbach, Volksvereinsverlag, 1914. 54 S. 16 x 10,5 cm. Bedruckte Original-Kartonage (leicht fleckig).
Nachverkaufspreis 160 €
Studentenbibliothek, Heft 21. – Seltene einzige Ausgabe. – Die Pädagogin und Schriftstellerin Maria Maresch-Jezewicz (1886-1970) “war 1919 die erste weibliche Sektionsrätin im Unterrichtsministerium. Sie schuf die Frauenoberschulen und den hauswirtschaftlichen Unterricht. 1934 gründete Maresch das Institut für Lebenswirtschaft und lehrte an diesem. Nach dem Zweiten Weltkrieg war sie von 1945 bis 1949 Chefredakteurin der “Österreicherin” und 1946 erste weibliche Ministerialrätin in Österreich” (austria-forum.org). – Gut erhalten.

Lot 1835 Varia – Moeller van den Bruck, Arthur
Das dritte Reich. Berlin, Der Ring, 1923. 22,5 x 15 cm. Original-Kartonage mit bedrucktem Original-Umschlag (Kanten berieben, Umschlag gebräunt, mit kleineren Randläsuren und Rückensignatur).
Nachverkaufspreis 160 €
Seltene erste Ausgabe. – “Programmschrift der ‘Konservativen Revolution’ und das wichtigste Zeugnis antidemokratischen Denkens in der Weimarer Republik, eine Reaktion auf die enttäuschenden Erlebnisse des Ersten Weltkrieges, der Novemberrevolution und die Versailler Bestimmungen… Aufs Ganze gesehen, wird man Moeller van den Bruck (1876-1925) nicht als einen direkten Vorläufer des Nationalsozialismus bezeichnen dürfen, wohl aber als einen Hauptvertreter jener gefährlichen politischen Ideenwelt, aus derem fruchtbaren Nährboden schließlich auch der Nationalsozialismus emporwachsen konnte” (KNLL 11, 805). – “M. lehnte von Anfang an Hitler, den er im Frühjahr 1922 im Juniklub kennengelernt hatte, wegen dessen “proletarischer Primitivität” ab… 1935 wurde auf Grund einer offiziellen Verfügung die Bezeichnung “Drittes Reich” für den nationalsozialistischen Staat – hauptsächlich in Abgrenzung gegen die Ideen M.s – sogar einmal kurzfristig verboten.” (NDB XVII, 650). – Vorsatz mit handschriftlichem Besitzvermerk von H.D. Heilmann. – Papierbedingt etwas gebräunt, Titel verso mit gelöschtem Bibliotheksstempel.

Lot 1836 Varia
Sammlung von 25 Publikationen zu Mutterschutz und Frauenfrage. 1911-1928. Original-Broschuren (etwas berieben, teils etwas fleckig).
Zuschlag 160 €
Die Sammlung enthält u.a.: Richtlinien des Deutschen Bundes für Mutterschutz und Sexualreform. Berlin, Neue Generation, 1922. 7 S. – Staatshilfe für das außereheliche Kind. Bericht über die Kundgebung…”Staatshilfe für…” am 24. Juni 1918. Berlin. 51 S. Sonderdruck der “Neuen Generation” Heft 7, 1918. – Im oberen Rand gelocht. – Presber, Rudolf. Mutterschutz. Berlin, Osterheld, 1916. 9 S., 2 Bl. – Im linken Rand gelocht. – Rosenthal, Eduard. Was heisst “Neue Ethik”? Was will der Bund für Mutterschutz? Breslau, 1911. 8 S. – Salomon, Alice. Sociale Frauenbildung. Leipzig und Berlin, Teubner, 1908. V, 96 S. Original-Kartonage (Signaturschildchen). – Titel mit mehreren gelöschten Stempeln. – Die Neue Generation. Herausgegeben von Helene Stöcker. 12 Hefte. Berlin, Oesterheld, 1911-1928. Original-Broschuren (Rücken teils mit Einrissen). – Teils mit handschriftlichen Besitzvermerken, Bleistiftanstreichungen und eingelegten Notizzetteln von H.D. Heilmann. – Insgesamt gut erhalten.

Lot 1837 Varia
Sammlung von 35 Publikationen zu Dolchstoßlegende, Kriegsschuld, Kriegsfolgen und Versailler Vertrag. Ca. 1916-1924. Meist Original-Broschuren (wenige mit eingerissenen Rücken, vereinzelt mit transparenten Klebestreifen, teils fleckig und mit kleineren Läsuren).
Zuschlag 280 €
Die Sammlung enthält u.a.: Hünefeld, Ehrenfried Günther von. Insel der Verbannung. Hohenzollern im Exil. Stimmungsbilder aus Holland. Berlin, Curtius, 1920. Original-Broschur. – Bartels, Adolf. Was nun? Gedanken über Deutschlands nächste Zukunft. Zeitz, Cis, 1919. 60 S. Original-Kartonage. – Hobohm, Martin. Untersuchungsausschuß und Dolchstoßlegende. Eine Flucht in die Öffentlichkeit. Berlin, Weltbühne, 1926. 52 S., 2 Bl. Original-Kartonage. – Hagenau, Peter. Des deutschen Heeres Entstehung Zusammenbruch und Zukunft. Ein Mahnwort. Berlin, Eulen, 1919. 16 S. Original-Broschur. – Erstes Blatt mit dem Stempel “Freikorps Stever Batterie v. Wedel”. – Die “Derzeitigen”. Linksparteiliche Aeußerungen über Kaiser und Kaisertum vor und nach dem Umsturz. Berlin, Röttger, 1926. 22 S. Original-Broschur – Haine, D. von. Die “fluchbeladene” Hohenzollern-Herrschaft. Berlin, Deutsch-Nationaler-Volksverlag, 1919. 44 S. Original-Broschur (Randfehlstellen). – Teils mit handschriftlichen Besitzvermerken, Bleistiftanstreichungen und eingelegten Notizzetteln von H.D. Heilmann. – Teils etwas fleckig.

Lot 1838 Varia – Stumpf, Richard
Warum die Flotte zerbrach. Kriegstagebuch eines christlichen Arbeiters. Mit einem Vorwort von Wilhelm Wittmann. Berlin, Dietz, 1927. 212 S., 2 Bl. 22,5 x 15,5 cm. Illustrierte Original-Broschur (etwas fleckig, Sammlerstempel).
Nachverkaufspreis 160 €
Erste Ausgabe. – Der Zinngießer Richard Stumpf (1892-1958) diente von 1912 bis 1918 in der Hochseeflotte der Kaiserlichen Marine und führte dort ein persönliches Kriegstagebuch. Da das Tagebuch umfassend die inneren Verhältnisse in der Flotte darstellte, wurde es vom Untersuchungsausschuss des Deutschen Reichstages in voller Länge in seinem Untersuchungsbericht dokumentiert. – Mit einigen eingelegten Notizzetteln und handschriftlichem Besitzvermerk von H.D. Heilmann. – Titel und ein Blatt im Rand mit Sammlerstempel.

Lot 1839 Varia – Tepper, Hermann (Hg.)
Die Tepper. Zeitschrift des Familienverbandes Tepper – Täpper – Töpper – Töpfer. 9 Hefte in 8 Heften. Berlin, Selbstverlag 1937-1939. ca. 30 x 21 cm. Illustrierte Original-Kartonagen mit Leinenrücken (teils etwas fleckig, mit handschriftlichen Notizen).
Nachverkaufspreis 160 €
Die Sammlung umfasst die Hefte: Jahrgang 1937: 1/2-6, 11. – 1938: 1. – 1939: 3. Enthält wissenschaftliche genealogische Forschungsergebnisse des Herausgebers, Versammlungprotokolle etc. – Wohl Belegexemplare des Herausgebers mit zahlreichen Notizen und eingelegten Dokumenten. – Teils etwas fleckig.

Lot 1840 Varia
Vampir. Magazin für Science Fiction und Horrorfilm. Heft 1-22 (von 24). Mit zahlreichen, teils ganzseitigen Abbildungen. Nürnberg, KLP, 1972-1981. 29 x 20,5 cm. Illustrierte Original-Broschuren (Rücken etwas berieben, Heftung von Heft 1 leicht eingerissen).
Zuschlag 80 €
Seltene vierteljährlich erscheinende Zeitschrift zu Science-Fiction- und Horrorfilmen. – Pasterny, Gegenkultur 128. – Herausgegeben von Manfred Knorr. – Beiliegend: Vampir Filmprogramm. Nr. 2-15. Doppelblätter mit großformatigen Abbildungen zu je einem Film: Die Nacht der reitenden Leichen, Der Frosch, Frankensteins Höllenbrut, Hexen geschändet und zu Tode gequält etc. – Beiliegend: Necronomicon. Die Welt des phantastischen Buches. Heft 1-8. Nürnberg, Knorr, 1979-1981. Illustrierte Original-Broschuren. – Beigegeben: SFT Science Fiction Times. 14. Jahrgang, Heft 129. – Insgesamt gut erhalten.

Lot 1841 Varia
Zensurbuch für die deutsche Presse. Herausgegebn von der Oberzensurstelle des Kriegspresseamts im März 1917. Berlin, Reichsdruckerei, 1917. 83 S. 26 x 18 cm. Bedruckte Kartonage (Rücken mit Gewebestreifen verstärkt, fleckig, etwas knickspurig).
Zuschlag 160 €
“Das Zensurbuch muß als vertraulich behandelt werden, die Aufbewahrung muß mit größter Sorgfalt erfolgen…” (Titel). – Vorsatz mit montiertem Schreiben des Hauptmanns und Adjutanten des VII. Armeekorps zum Umgang mit dem Buch. – Mit einigen eingelegten Notizzetteln und handschriftlichem Besitzvermerk von H.D. Heilmann. – Titel verso und letztes Blatt gestempelt.

Lot 1842 Varia – Film – Sakall, S.Z. (das ist Szoke Szakall)
The story of cuddles. My life under the emperor Francis Joseph, Adolf Hitler and The Warner Brothers. Translated by Paul Tabori. Mit Frontispiz und 6 Tafeln mit photographischen Abbildungen. London, Cassell, 1954. 231 S. 22 x 14 cm. Original-Leinenband mit goldgeprägtem Rückentitel (leicht berieben, Ecken leicht bestoßen).
Zuschlag 160 €
Einzige Ausgabe. – Der ungarische Schauspieler und Autor Szoke Szakáll (eigentlich Jeno Gero; 1883-1955) arbeitete zunächst vor allem in Österreich am Theater und beim Film. Er flüchtet 1939 vor den Nazis in die USA und trat in zahlreichen Hollywood-Filmen auf. Weltberühmt machte ihn die Rolle des Kellners Carl in Casablanca (1942). – Mit einigen eingelegten Notizzetteln, vereinzelten Bleistiftanstreichungen und handschriftlichem Besitzvermerk von H.D. Heilmann. – Schnitt etwas und Ränder stellenweise leicht braunfleckig.

Lot 1843 Varia – Polizei und Justiz – Eichhoff, Wilhem
Berliner Polizei-Silhouetten. 1.-4. Serie (alles Erschienene). Berlin, Selbstverlag, 1860 (Serie 1 und 2) und London, Selbstverlag, 1861 (Serie 3 und 4). 19 x 12,5 cm. Moderner Pappband mit eingebundenen Original-Broschuren (Serie 2 ohne Broschur, Serie 1 mit hinterlegtem Einriss, etwas fleckig).
Zuschlag 160 €
Einzige Ausgabe. – Die Berichte des Sozialdemokraten und Journalisten Carl Ludwig Wilhelm Eichhoff (1833-1895) “wirkten wegen ihrer intimen Detailkenntnisse über das Verhältnis von Polizei, Justiz und Staatsanwaltschaft so brisant, dass er nur die ersten beiden Serien 1860 in Berlin erscheinen lassen konnte und dann Zuflucht nach London suchte, um der über ihn verhängten Haftstrafe von 10 Jahren zu entgehen… Denn Eichhoffs Angriffe waren, wie er selbst formulierte ‘mit der schneidensten Schärfe gegen das Manteuffel-Hinckeldeysche Polizeisystem und gegen dessen Träger gerichtet’ (Serie 1, S.7), zu dessen prominentesten er Stieber rechnete” (Siemann, Wolfram. Deutschlands Ruhe, Sicherheit und Ordnung. 1985. S. 19). – Mit einigen eingelegten Notizzetteln und handschriftlichem Besitzvermerk von H.D. Heilmann. – Teils etwas braunfleckig, Serie 1 bis S. 50 mit kleinem, hinterlegtem Einriss.

Lot 1844 Varia – Polizei und Justiz – Hassel, Ludwig
Die letzten Stunden des General-Polizei-Directors von Hinckeldey. Beitrag zu seinem Nekrolog von einem Augenzeugen. Leipzig, Brockhaus, 1856. 38 S., 1 Bl. 19 x 12 cm. Bedruckte Original-Broschur (leicht fleckig, leicht knickspurig).
Zuschlag 200 €
Einzige Ausgabe. – Seltener Bericht des Arztes von Hinckeldey, der bei dem durch Adelskreise provozierten Duell zwischen Hinckeldey und Hans von Rochow anwesend war. – Karl Ludwig Friedrich von Hinckeldey (1805-1856) war unter Friedrich Wilhelm IV. Generalpolizeidirektor in Berlin und gestaltete maßgeblich das Vorgehen gegen Demokraten in der Reaktionsära. – Titel gestempelt, leicht braunfleckig.

Lot 1845 Varia – Polizei und Justiz
Sammlung von 5 Schriften über den Strafvollzug. Verschiedene Orte und Verlage, um 1883-1931.
Nachverkaufspreis 160 €
Die Sammlung enthält u.a.: Instruktion für die Aufseher der Königlichen Strafanstalt Moabit. Berlin, Jäckel, um 1883. 54 S. Halbleinenband der Zeit (berieben und bestoßen). – Kein Exemplar im KVK nachweisbar. – Titel gestempelt. – Hübner und Renkel. Das Gefangenen-Transportwesen in Deutschland. Ein praktisches Handbuch für Land- und Amtsgerichte, Staatsanwaltschaften… Guben, Koenig, 1913. VII, 318 S., 1 Bl. Original-Leinenband (etwas berieben und fleckig). – Titel und S.1 gestempelt. – Untersuchungsgefängnis Berlin-Moabit. Mit zahlreichen ganzseitigen Abbildungen. Berlin, 1931. 138 S., 1 Bl. Original-Broschur. – Titel mit Besitzvermerk, teils leicht eselsohrig. – Das Untersuchungsgefängnis Berlin-Moabit. Mit einem gefalteten Plan. Berlin, Strafgefängnis Berlin-Tegel, 1935. 8 S. Original-Broschur (etwas knickspurig). – Mit einigen eingelegten Notizzetteln und handschriftlichen Besitzvermerken von H.D. Heilmann. – Insgesamt gut erhalten.

Lot 1846 Varia – Polizei und Justiz
Sammlung von 6 Schriften zur Politischen Polizei. Verschiedene Orte und Verlage, 1896-1919. Original-Broschuren.
Zuschlag 160 €
Die Sammlung enthält u.a.: Wittwer, J.L. Die politische Polizei und das französische Polizeikommissariat. Straßburg, Schultz, 1900. 86 S. Kartonage mit handschriftlichem Titel mit eingebundener Original-Broschur (ohne vorderen Umschlag der Broschur). – Thiemann, Erich. Aus den Geheimakten der politischen Polizei. Erinnerungen an ihre ehemalige Tätigkeit. Breslau, Volkswacht, 1919. 2 Bl., 88 S., 2 Bl. Illustrierte Original-Broschur (etwas fleckig und berieben). – Umschlagsillustration von Julius Rosenbaum. – Lang, Otto. Gegen die politische Polizei. Zürich, Schweizer Grütliverein, 1898. 32 S. Original-Broschur. – Die politische Polizei in Preußen. Bericht über die Verhandlung im Prozeß Leckert – Lützow – Tausch am 2., 3., 4., und 7. Dezember 1896 vor dem Landgericht I zu Berlin. Berlin, Vorwärts, 1896. 95 S. Original-Broschur (Rücken mit Papierstreifen verstärkt). – Teils etwas gebräunt und leicht fleckig.