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Lot 266 Architektur – Bittner, Norbert
Collection d’idées architectoniques puisées dans l’antiquité tant grecque que romaine inventée, gravée et dediée à Monsieur Le Comte G. de Rasoumovsky, par son tres-humble serviteur. Titel und 36 gestochene Tafeln. Wien, um 1836. 47 x 33,5 cm. Lose in späterer Halbleinwandmappe. [*]
Zuschlag 1800 €
Erste und einzige Ausgabe. Selten. – Thieme-Becker IV, 74. – Norbert Bittner (1786-1851) war Maler, Zeichner und Radierer. Neben Operndekorationen (Mozarts Zauberflöte) und Interieurdrucken hinterließ er eine große Anzahl von Landschaftsdrucken und Aquarellen, fast ausschließlich aus dem Wiener Raum. Gewidmet ist das Werk dem russischen Adligen, Philosophen, Mineraliensammler und Geologen Graf Grigorij Kirillowitsch Rasumowski (1759-1837), der seine russische Staatsbürgerschaft verlor, weil er das zaristische System unter Kaiser Alexander I. offen kritisiert hatte. – “In diesem Band mit 36 radierten Blättern, die die Bauwerke der verschiedensten Stile und mit phantasievollen Dekor präsentieren und wie Capricci zusammengestellt wurden, finden sich unter anderem Pyramiden und Obelisken. Besonders auffallend ist die Komposition aus Rundtempel und Pyramide, die von Säulen mit Hathorköpfen gerahmt wird. Diese charakteristischen Säulen stammen vom Tempel Denderah und sind Zeugnis, dass Bittner schon zu dieser Zeit die jüngst erschienen Publikationen über das wieder entdeckte Ägypten kannte.” (Lisa Schwarzmeier, S. 25). – Gutes und sauberes Exemplar.

Lot 267 Architektur – Klenze, Leo von
Anweisung zur Architektur des christlichen Kultus. Mit gestochenem Titel und 38 gestochenen Tafeln von Unger nach Klenze. München, Literarische Artistische Anstalt, 1834. IV, 40 S. 54 x 38 cm. Lose in Kartonmappe der Zeit mit Deckelschild (berieben, Mappenflügel erneuert). [*]
Nachverkaufspreis 800 €
Erste öffentliche Ausgabe. – Riba 1681 – Die 1822 erschienene Ausgabe wurde nur an die kirchlichen Behörden in Bayern verteilt. – Die Tafeln mit Ansichten und Plänen enthalten elf Entwürfe für kleine Dorfkirchen, drei für größere Kirchen, zwei für städtische Pfarrkirchen, zwei für die Hauptkirche in großen Städten und eine für eine Kathedrale. – Textblätter im Schnitt gebräunt und teils stockfleckig, Tafeln teils gering fleckig, sonst gutes, breitrandiges Exemplar.

Lot 268 Architektur – Stieglitz, Christian Ludwig
Zeichnungen aus der schönen Baukunst oder Darstellung idealischer und ausgeführter Gebäude mit ihren Grund- und Aufrissen auf 115 Kupfertafeln. Mit nöthigen Erklärungen und der Abhandlung über die Schönheit in der Baukunst. 2. verbesserte Auflage. Mit gestochenem Frontispiz und 114 Kupfern auf 104 teils gefalteten Tafeln. Leipzig, Voss, 1805. 2 Bl., 46 S. 45,5 x 31 cm. Halblederband der Zeit mit Rückenschild und Rückenvergoldung (etwas berieben, Gelenke teils angeplatzt). [*]
Nachverkaufspreis 1200 €
Zuerst erschienen 1798-1800 ebenfalls bei Voss in Leipzig als “Plans et dessins tirés de la belle architecture”, die deutsche Erstausgabe folgte 1800. – Titelblatt im Rand etwas stockfleckig, die Tafeln in klaren, guten Abzügen und nur wenige Tafeln im äußeren Rand hin und wieder stockfleckig.

Lot 269 Poussin, Nicolaus – Andresen, A
Nicolaus Poussin. Verzeichniss der nach seinen Gemälden gefertigten gleichzeitigen und späteren Kupferstiche etc. Leipzig, Weigel, 1863. 126 S. 23 x 14,5 cm. Bedruckte Original-Broschur (leicht angerändert, Deckel mit kleinem Aufkleber, Kapitale mit kleinen Fehlstellen).
Nachverkaufspreis 200 €
Seltene erste Ausgabe. – Verzeichnet 468 Nummern. – Unbeschnitten und unaufgeschnitten. – Gutes Exemplar.

Lot 270 Rondelet, Jean-Baptiste
Traité théorique et pratique de l’art de bâtir. 5 Textbände in 6 Bänden und 1 Tafelband. Mit 194 gestochenen Tafeln. Paris, Chez l´Auteur, 1812-1814. 30 x 41 cm (Tafelband) und 33 x 22 cm (etwas berieben). [*]
Nachverkaufspreis 1000 €
Graesse VI/1, 156 – Die Tafeln nummeriert 1-188, 69, 90, 152, 161, 165, 169bis. – Umfassendes Werk über alle Bereiche der Bautechnik. Rondelet (1743-1829) war einer der ersten, der sich mit der systematischen Analyse der Verwendung von Eisen und der Statik von Eisentragwerken befasste, zu der er durch seine Arbeit unter Soufflot am Panthéon in Paris angeregt wurde. – Textbände etwas stockfleckig, Tafeln im Rand gebräunt, teils fleckig, wenige mit Randläsuren. Dekorativ gebunden.