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Lot 206 Gastronomie – Kochkunst – Hudyakov, E. L. (Hg.)
Kniga o vkusnoj i zdorovoj pishche. (Ein Buch über schmackhaftes und gesundes Essen). Mit 18 Tafeln (farbig oder im Tondruck) und sehr zahlreichen Illustrationen sowie 4 eingebundenen Doppelblättern. Moskau und Leningrad, Pishchepromiszdat, 1939. 434 S., 1 Bl. 25,5 x 18 cm. Original-Leinenband (Gelenke und Kanten berieben, etwas bestoßen, leicht fleckig).
After-Sale Price 300 €
Erste Ausgabe. – Das Kompendium gibt einen Überblick über die sowjetische Küche und Lebensmittelindustrie. Das erste große, an breite Leserschichten adressierte Kochbuch der Sowjetunion repräsentiert zugleich die (in manchem beschränkten) Möglichkeiten der sowjetischen Lebensmittelindustrie. Sehr reich illustrierte Ausgabe (Aufnahmen des Lebensmitteldesigns, Reproduktionen von Werbephotographien und Plakaten). – Innengelenke angeplatzt, hinteres Innengelenk restauriert, Titel leicht fleckig, sonst gut erhalten.

Lot 207 Gastronomie – Wein
Kontorbuch eines Weinhändlers. Deckeltitel “Mémorial”. Angefangen 16. July 1839, fortgeführt bis 1852. Ohne Ort, 1839-52. 784 S. 35,5 x 23 cm. Einfacher Halblederband der Zeit (stärker berieben und bestoßen). [*]
Result 200 €
Unerschlossene Quelle zur Geschichte des Weinbaus im zweiten Drittel des 19. Jahrhunderts. Beliebig herausgeschriebene Kontakte sind z.B. Meyer (Arolsen), Mendelssohn (Rehme), Meyer (Gießen), Schleyermacher (Wildungen), Waitzenkorn, Salomon Levy, weitere Orte Coeln, Dortmund, Gatzweiler, Duisburg, Cleve. Unter den verkauften Weinen sind Hattenheimer, Niersteiner, Brezenheimer, Laubenheimer und besonders erwähnenswert ein 1846er Pisporter (Piesport).

Lot 208 Gastronomie – Wein
Der zu allerley guten Geträncken treuhertzig-anweisende wohlerfahrne und curiose Keller-Meister, aufgeführet in einem gantz neu heraus gegebenen…von Wein, Bier, Meth, Brandwein, und Essig handlendem Kunst-Buch…Durch einen treuhertzigen Freund und Liebhaber der Künste. 5 Teile in 1 Band. Mit doppelblattgroßem Titel in Rot und Schwarz. Nürnberg, Lochner, 1705. 7 Bl., 784 S. 16,5 x 10 cm. Blindgeprägter Pergamentband der Zeit mit 2 Messingschließen (etwas fleckig, Rücken berieben).
Result 600 €
Erste Ausgabe. – Schoene 5073. – 1708 erschien ein 2. Band, im wesentlichen mit Ergänzungen. – Altes Bibliotheksetikett von 1769 auf Innendeckel. – Doppeltitel mit ca. 6 cm Einriss und kleinen Randläsuren. Wenig gebräunt.

Lot 209 Jagd – Psotta, Heinz
Jagderlebnisse (Deckeltitel) – Dreißig Jahre Jäger. Mit 60 montierten Original-Photographien. Phillippsthal-Werra, 1936. 2 B., 60 S. 33,5 x 23,5 cm. Grüner Leinenband der Zeit mit goldgeprägtem Deckeltitel (minimal berieben). [*]
After-Sale Price 200 €
Privat zusammengestelltes Album des damaligen Bergwerksdirektors der Kaliwerke Aschersleben AG Heinz Psotta (1888-1944) für seine “liebe Schwester Paula”, zeigen die sauber mit Bildunterschriften montierten Aufnahmen drei Generationen von jagdbegeisterten Psottas: Von “Papa mit dem Bergführer auf dem Watzmann” und “Onkel August auf der Herbsttreibjagd” über den Verfasser selbst “mit erlegter Schnepfe in Flandern” oder “Bekassinenjagd in Escapelle bei Donai, 1915” und seinen Bruder “Theo nach erfolgreichem Balzmorgen (Arnbruck)” und seinen Sohn “mit von seinem Vater geschossenen Überlaufer” bis zu einer Treibjagd in Buchenau 1934. – Die Silbergelatineabzüge im Format 8,5 x 12,5 cm bis 12,5 x 12,5 cm in sehr gutem Zustand, die hektographierten Textblätter minimal gebräunt.

Lot 210 Jagd – Falknerei
Japanisches Bilderbuch zur Falknerei. Mit 14 (4 blattgroßen und 6 doppelblattgroßen) Holzschnitten. Japan, um 1900. 10 Bl. 22,5 x 15,5 cm. Blockbuchbindung mit montiertem Titelschild (etwas fleckig und knickspurig).
Result 200 €
Die Holzschnitte zeigen Jagdszenen mit Falken. – Linker Rand unten mit leichten Fraßspuren (ca. 3 x 0,5 cm), stellenweise leicht fleckig, Bindung gelockert.

Lot 211 Judaica – Blaustein, Auser
Kochbuch für jüdische Frauen. Enthält: die gründlichen Anweisungen der verschiedenen Kochspeisen, Backwerke, eingemachten Früchte, Saft-Arten und Getränke; wie auch der speciellen Gerichte der jüdischen Küche. Alle auf schmackhafte und wohlfeile Art – bis 668 Recepte. Wilna (Vilnius), Druck und Verlag von L. L. Matz, 1896. 2 Bl., XVIII, 216 S. Gold- und schwarzgeprägter Original-Leinenband (berieben, bestoßen, fleckig, Rücken restauriert, kleine Fehlstellen im Bezug). [*]
Result 950 €
Erste Ausgabe. – Zensurzulassung Kiew 1895. Die Ausgabe war bestimmt “zum Gebrauch für junge Hausfrauen und Köchinnen”, versammelt Rezepte verschiedener internationaler Kochbücher. – Exemplar aus der Teilauflage “mit schönem Einband”. Der Text in Jiddisch, mit 2. deutschem Titelblatt, teils mit deutschen oder russischen Bezeichnungen. – Stellenweise etwas fleckig und gebräunt, Bindung gelockert.

Lot 212 Judaica – Gold, Hugo
Die Juden und Judengemeinden Mährens in Vergangenheit und Gegenwart. Ein Sammelwerk. Mit gefalteter Karte und zahlreichen Abbildungen. Brünn, Jüdischer Kunst- und Buchverlag, 1929. 8 Bl., 623 S. 31,5 x 23 cm. Original-Leinwand mit Rückentitel (Rücken leicht berieben). [*]
After-Sale Price 200 €
Erste Ausgabe. – “Zum ersten Male erscheint hier eine zusammenfassende und zusammenhängende Darstellung der Geschichte der Juden in Mähren. Wohl hat es an Einzelarbeiten aus der jüdischen Geschichte dieses Landes nicht gefehlt, doch die meisten dieser Werke sind schwer zugänglich geworden oder der Öffentlichkeit nicht mehr bekannt” (Vorwort). – Gutes Exemplar.

Lot 213 Judaica
Haggadah. A Pesczach ünnepi elbeszélés. Forditotta es magyarazta: Dr. Singer Leó. Mit 11 (3 doppelblattgroßen) farbigen Illustrationen. Wien, Joh. Schlesinger, um 1925. 3 Bl., 64 S. 31 x 23 cm. Farbig illustrierte Original-Halbleinwand (Ecken und Kapitale stärker bestoßen, Kanten beschabt, kratzspurig und berieben)
After-Sale Price 200 €
Illustrierte Haggada für Pessach auf Hebräisch und Ungarisch. Wohl erste Ausgabe dieser Haggada. – Block gebrochen, ein Blatt mit Randeinriss, wenige Tafeln mit Kaffeeflecken, vereinzelt stockfleckig, teils leicht fingerfleckig, leicht gebräunt.

Lot 214 Judaica – Löwenthal, Bernhard
Erzählungen und Humoresken aus dem jüdischen Leben. Berlin, Lamm, 1908. 2 Bl., 199 S. 20,5 x 13,5 cm. Bedruckte Original-Broschur (etwas angerändert, Kapitale mit kleinen Fehlstellen).
Result 330 €
Seltene erste Ausgabe. – Über KVK nur in drei deutschen Bibliotheken (Köln, Hamburg, Berlin) nachweisbar, das Exemplar der Stabi Berlin “Kriegsverlust”. – Unbeschnitten und unaufgeschnitten.

Lot 215 Judaica – Sholom-Alejchem (das ist Solomon N. Rabinovich)
Zwei Ausgaben zur Geschichte des Jungen Motl. Umschlaggestaltungen und zahlreiche Illustrationen von Grigorij Inger. Moskau, Ogiz / Der Emes, 1947-1948. Teils zweifarbig illustrierte Original-Kartonagen (überstehende Ränder mit kleinen Einrissen und kleinen Fehlstellen).
After-Sale Price 400 €
In jiddischer Sprache. – I. Mal’chik Motl. (Der Junge Motl). 1947. 191 S. 20,5 x 13,5 cm. Zweite sowjetische Ausgabe. – II. Mal’chik Motl v Amerike. (Der Junge Motl in Amerika). 1948. 129 S., 1 Bl. 19,5 x 13,5 cm. Erste sowjetische Ausgabe. – Innen gut erhalten.

Lot 216 Judaica
Streiflichter. Herausgegeben von der jüdisch-akademischen Verbindung “Unitas”. Wien, Philipp & Kramer, 1898. 3 nn., 35 num., 2 nn. Bl. 16,5 x 11,5 cm. Original-Leinwand mit Emblem und Schließbändern (leicht angestaubt).
Result 300 €
Wohl einzige Augabe, kein Nachweis über KVK. – Das Büchlein enthält kurze Gedichte und Aphorismen von wichtigen zeitgenössischen jüdischen Autoren, darunter Theodor Herzl, George Weidenfeld und Fritz Roubicek. – Auf dem Einband befindet sich das Emblem der Studentenverbindung “Unitas” (ein U in einem Davidstern). Die Verbindung bestand von 1893 bis 1938. – Unbeschnitten. – Die Blätter 30 und 31 verbunden, vorderes Innengelenk angebrochen, leicht gebräunt.

Lot 217 Judaica – Zunz, Leopold
Tôr? nevî’îm ketûvîm (Haupttitel, hebräisch). Die vier und zwanzig Bücher der Heiligen Schrift. Nach dem masoretischen Texte. Unter der Redaction von Dr. Zunz übersetzt von H. Arnheim, Julius Fürst, M. Sachs. Mit Tauchnitzischen Stereotypen. Berlin, Veit & Comp., 1838. IV S., 1 Bl., 815 S. 22 x 13,5 cm. – Angebunden: Derselbe. Zeittafel über die gesammte heilige Schrift. Ebda., 1839. Titel, 14 S. Floral geprägter Leineneinband der Zeit mit goldgeprägtem Rückentitel und etwas Rückenvergoldung (berieben, Ecken und Kapitale etwas bestoßen). [*]
After-Sale Price 300 €
Erste Ausgabe der Übersetzung. – Fürst III, S. 557. – Wurde 1837 in drei Abteilungen mit jeweils eigenem Titelblatt ausgegeben und 1838 mit Vorwort und dem Gesamttitel versehen. Von den in die Paginierung übernommenen “Lieferungstiteln” (“Der Pentateuch”, “Die letzten Propheten”, “Die Hagiographen”) sind die ersten beiden hier nicht beigebunden. – Sehr seltene erste Ausgabe dieser ersten vollständigen jüdischen Bibelübersetzung. Entstanden als Resultat der Forschungen der jungen “Wissenschaft des Judenthums”, wird die nach derem spiritus rector sog. Zunz-Bibel bis in die Gegenwart neu aufgelegt. Unter Leitung von L. Zunz, der die Bücher der Chronik übersetzte, arbeitete der später als Bibliograph bedeutende Julius Fürst (1805-1873), der Rabbiner Heymann Arnheim (1796-1865), auf den Zunz wegen dessen Übersetzung und Kommentars des Buches Hiob (1836) aufmerksam geworden war. Von eigenem Interesse ist der umfangreiche Beitrag (15 Bücher) des jungen Michael Sachs (1808-1864). Er hatte 1835 als “radikales Experiment” eine eindrucksvolle, sperrige Übersetzung “voller Kraft und Enthusiasmus” (Margit Schad) der Psalmen veröffentlicht; sie erscheint hier in überarbeiteter Fassung. – Nahezu fleckfrei. Gutes Exemplar.

Lot 218 Judaica – Antisemitismus – Frank, Christian
Die Juden und das Judenthum wie sie sind. Dargestellt aus ihren eigenen Schriften als die erklärten Feinde des Christenthums und der reinen Sittlichkeit, ihrer Geschichte, ihren Schriften und der Erfahrung gemäss erkannt als offene und geheime Störer des bürgerlichen und moralischen Wohlstandes christlicher Staaten. Köln am Rhein, bey Peter, 1816. Titel, 96 S. 20 x 13 cm. Broschur der Zeit. [*]
Result 200 €
Erste Ausgabe. – Fürst I, 290 (bezeichnet den Autorennamen als Pseudonym). – Antisemitische Schrift mit den üblichen Stereotypen, Juden würden Wucher betreiben, den “Umsturz aller bestehenden Verfassungen”, gar den “Untergang der übrigen Völker” anstreben. Die Juden seien “die offenen und geheimen Störer des bürgerlichen und moralischen Wohlstands christlicher Staaten”. Dies hätten sie von ihnen erfundenen und forcierten Jakobinismus in Vergangenheit und Gegenwart unter Beweis gestellt. – Die Verlagsangabe “bey Peter” wohl von “Peter Hammer” inspiriert, so mag auch der Ort Köln fingiert sein. – Unbeschnitten. Vorderdeckel mit kleinem Besitzzeichen “Bibliotheca Principium de Erbach”. – Etwas gebräunt.

Lot 219 Judaica – Antisemitismus – Hundt-Radowsky, Hartwig (das ist: Johann Hartwig Hundt)
Der Christenspiegel, oder Betrachtungen über unmittelbare Offenbarungen, über Jesus Lehre und Christenthum. 3 Bände in 1 Band. Stuttgart, Hoffmann, 1830. 18,5 x 10,5 cm. Marmorierter Pappband der Zeit mit Rückenschild (Gelenke leicht berieben). [*]
After-Sale Price 240 €
Erste Ausgabe dieses klassischen Dokumentes des Antisemitismus. – Goedeke X, 10, 19. – Seltenes Werk gegen das alttestamentarisch ausgerichtete Christentum mit scharfen Angriffen gegen die Juden. – Leicht gebräunt.

Lot 220 Judaica – Antisemitismus – Hundt-Radowsky, Hartwig (das ist: Johann Hartwig Hundt)
Die Naturgeschichte der Juden. Memoiren zur Emancipationsgeschichte der Juden. Wien, Dorfmeister, 1848. 70 S., 1 Bl. 16,5 x 9,5 cm. Bedruckte Original-Broschur (leicht fleckig). [*]
Result 200 €
Nicht bei Goedeke X, 8 – vgl. Fürst I, 417: “Der Verf. schrieb noch mehrere Schandschriften gegen die Juden, die grossentheils nicht in den Buchhandel gekommen”. – Der auf dem Allodialgut Schlieven bei Parchim geborene pathologische Antisemit Johann Hartwig Hundt (1780-1835) legte sich aus unbekannten Gründen den Namen “Radowksy” zu, gelegentlich auch ergänzt durch einen zu Unrecht getragenen Adelstitel. Sein geifernder Hass gegen Juden trieb ihn durch ganz Deutschland und mehrfach in die Schweiz ins Exil, wo er auch als mittelloser Alkoholiker verstarb. – Hier vorliegend eine gekürzte Veröffentlichung der ersten fünf Kapitel seines “Judenspiegels”; in der Einleitung macht der Verleger (sich selbst als “der Verfasser” bezeichnend) die Juden für die revolutionären Unruhen in Wien verantwortlich. – Mit Exlibris der 1848er Sammlung Walter Maderner. – Etwas stockfleckig.

Lot 221 Judaica – Antisemitismus
Le péril juif. Texte intégral des Protocols des Sages d’Israël. Umschlaggestaltung des Monogrammisten “G.S.” Paris, F. de Boisjolin für das Office de Propagande Nationale (O.P.N.), nach 1937. 94 S. 18,5 x 12 cm. Illustrierte Original-Broschur mit Rückentitel (etwas fleckig, oberes Gelenk ca. 2 cm eingerissen). [*]
Result 1500 €
Die “dreiste Fälschung von Hassern des Judentums” (N. Berdyaev) steht in der Tradition mystischer Verschwörungstheorien (etwa zu Logen und Geheimbünden). Die Autorenschaft des Textes wird bis heute in der Forschung diskutiert (u.a. bezüglich Charles Joly und Maurice Golovinski, Pavolakij Cruseveanu und Georgij Butmi). Involviert waren wohl extreme Nationalisten im russischen Zarenreich, die dazu bereits erschienene oder lancierte “Enthüllungen” aus dem Französischen übersetzten und verdichteten. Zuerst wurden Teile des Textes 1903 in der Sankt-Petersburger Zeitung “Znamya” veröffentlicht (Titel: “Das Programm der Eroberung der Welt durch die Juden”), dann 1905 von S. Nilus der vollständige Text (Titel: “Das Große im Kleinen und der Antichrist als nahe politische Möglichkeit”). Folgend wurde die Verbreitung des Textes international von einflussreichen Antisemiten gefördert (Alfred Rosenberg, Henry Ford). Die erste nichtrussische Ausgabe erschien so 1919 in Deutschland beim “Verband gegen die Überhebung des Judentums e.V.”. – Hier liegt der folgenreiche antisemitische Text im propagandistischen Upgrade der Zeit vor, in Gestalt der jüdisch-bolschewistischen Spinne aus dem Osten mit der Physiognomie Stalins. Das “Office de Propagande” besorgte zahlreiche solcher Publikationen, darunter eigene Veröffentlichungen seines Direktors Henry Coston. Im Druck von E. Rivet in Limoges. – Dabei: Ein bedrucktes Original-Schildchen ca. 5,5 x 10,5 cm aus blauem Papier (nach S.44 im Bug montiert): “Ici maison juive n’achtez pas”. – Unbeschnitten. – Leicht gebräunt, sonst gut erhalten.

Lot 222 Mode – Kahmann & Engelking, Herren-Wäsche-Fabrik
Vorräthige farbige Oberhemden und Garnituren. Mit ca. 160 montierten dreieckigen Stoffmustern. Bielefeld, 1913. 22 S., beiliegend Preisliste (6 S.). 28 x 19 cm. Bedruckter Original-Karton. [*]
After-Sale Price 200 €
Enthält auch Sport- und Tennishemden. – Sehr gut erhalten. – Beiliegend: 1. Dieselbe Fabrik. Katalog für Hemden, Kragen und Manschetten. Mit Fabrikansicht und zahlreichen teils getönten Abbildungen auf schwarzem Grund. Bielefeld, um 1915. 36 S. und 3 gedruckte Preislisten, 1 handschriftlich ausgefüllt. 31,5 x 23,5 cm. Bedruckter Original-Karton (berieben, Klammerheftung rostig, Buchblock fast gelöst). – 2. “Zum Herrnhuter”. Haupt-Katalog der k. k. Hof- und Kammerlieferanten Felbermayer & Cie. Mit zahlreichen Abbildungen von diversen Textilien. Wien 1913/14. 212 S. 24,5 : 30 cm. Original-Umschlag (angeschmutzt, eingerissen). – Etwas gebräunt, leichte Knickspuren.

Lot 223 Mode und Stoffe
Die Arbeitsstunden im Stricken, Nähen und Sticken. Ein Lehrbuch für fleißige Töchter. Mit 15 Blau bzw. Braun getönten gestochenen Tafeln (“J.F. Lehmann del. et sc.”). Leipzig, Voß, 1807. VI S., 1 Bl., 71 S. 21 x 16,5 cm. Bedruckte Original-Broschur (gebräunt und angerändert, vorderer Umschlag teils hinterlegt).
Result 200 €
Seltene erste Ausgabe, die wir über KVK nur im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg nachweisen können sowie eine 3. Auflage von 1810 in Hamburg. – Als Fortsetzung erschien 1810 der häufiger nachweisbare Titel: “Die Übungsstunden im Stricken, Nähen und Sticken” im gleichen Verlag. – Exlibris und Namenseintrag auf dem Titel, etwas gebräunt und teils im oberen Rand mit Wasserfleck, die letzten beiden Blatt stärker wasserfleckig.

Lot 224 Mode und Stoffe – W .M. & Co., Ltd
Shirtings. Musterkatalog mit über 360 montierten Proben englischer Hemdenstoffe. (Beschriftet in) Deutschland, um 1930. Auf 29 Doppelkartonblättern (nicht vollständig gefüllt). 21,5 x 39 cm, die Proben je ca. 2,5 x 5,5 cm. Original-Leinenband mit Schraubenheftung (bestoßen, Vorderdeckel gelockert). [*]
After-Sale Price 200 €
Sehr vielseitiges Assortiment, die Stoffmuster auf eingeschobene Kartontäfelchen geklammert, diese in Deutsch mit blauer Tinte beschriftet. – Klammern rostig, vor allem zu Beginn angestaubt und etwas fleckig, einige Proben verknickt.

Lot 225 Musik – Adlung, Jacob
Anleitung zur musikalischen Gelahrtheit theils vor alle Gelehrte, so das Band aller Wissenschaften einsehen; theils vor die Liebhaber der edlen Tonkunst überhaupt; theils und sonderlich vor die, so das Clavier vorzüglich lieben; theils vor die Orgel- und Instrumentenmacher. Mit Kupfern und einer Vorrede des Hochedlen und Hochgelahrten Herrn, Herrn Johann Ernst Bachs. Mit 8 gefalteten gestochenen Notentafeln. Erfurt, J. D. Jungnicol, 1758. 30, 814 S., 17 Bl. 17,5 x 10,5 cm. Halblederband der Zeit mit Rückenschild und Rückenvergoldung (etwas berieben, Fehlstelle am oberen Kapital alt fachgerecht ergänzt). [*]
Result 900 €
Erste Ausgabe. – MGG² Band 1, Sp. 90ff. – Eitner I, 43 – Hirsch I, 10 – Katalog Wolffheim I, 437 (nur 2. Ausgabe 1783). – Sehr seltene erste Ausgabe eines vielfach zitierten Hauptwerks zur Musik der ZEIT von dem Organisten, Komponisten und Instrumentenbauer J. Adlung (1699-1762). – “Diese Anleitung und außerdem Adlungs Musica mechanica organoedi gehören zu den wichtigsten Quellenwerken der Bach-Zeit, zumal sie schon damals hohes Interesse finden. Immerhin erscheint das erstgenannte Werk mit einer Vorrede des Eisenacher Johann Ernst Bach und dann in einer zweiten Auflage 1783, herausgegeben von Johann Adam Hiller …” (A.Feil, Musik Chronik, Stuttgart u.a. 2005, S. 300). Adlungs gründliche Abhandlungen sind “sowohl für die Kenntnis der Ästhetik wie der praktischen Grundsätze der Musik der Bach-Zeit von großer Gültigkeit” (MGG 1,90). – Erste Notentafel etwas fleckig, alte Namen auf dem Titel “Kanterup” und “F.C.T.Schulze 1828”.

Lot 226 Musik – Dreyer, Johann Michael
XXXIV. Psalmi Vespertini. Opus XII. Violino I. Augsburg, Lotter, 1797. 66 S. Noten in Typendruck. – Angebunden: Benno Grueber. XXIV. Antiphonae Marianae. Violino I. Augsburg, Lotter, 1793 oder 1806. 12 S. Noten in Typendruck. 32,5 x 20 cm. Halbschaflederband der Zeit mit handschriftlichem Deckelschild (bestoßen und stark berieben).
After-Sale Price 500 €
I. RISM A I, D 3562. – Erste Violinstimme einer elfstimmigen Vertonung von 34 Psalmen für Chor, Orgel, Streicher und Bläser. Dreyer (1747-1824) war Organist und Kapellmeister an der für ihre Musikpflege berühmten Stiftskirche der Fürstpropstei Ellwangen und behielt diese Stelle auch nach der Säkularisation und dem Übergang des Reichsstifts an Württemberg. Im Gegensatz zu seinen 28 “Psalmi Vespertini” (Op. IV, 1791) ist der vorliegende Druck außerordentlich selten, wir weisen lediglich zwei unvollständige Stimmensätze nach: an der ÖNB die vier Vokalstimmen, in der Bibliotheca Mozartiana Salzburg drei Vokal- und die beiden Violinstimmen.- II. RISM A I, G 4754. – Violinstimme der 24 Marienantiphonen des Musikdirektors von Kloster Weltenburg (1759-1796), erstmals 1793 und nochmals 1806 von Lotter gedruckt. Eine Unterscheidung der beiden kollationsgleichen Stimmendrucke ist für uns nicht möglich. – Fingerspuren, erste Bögen von Dreyer aus der Heftung gelöst und mit Randschäden (an S. 11/12 stark und wie an den beiden Folgeblättern mit etwas Notenverlust), etwa letztes Drittel des Bandes mit Wurmgang im Bund ohne Notenberührung.

Lot 227 Musik – Händel, Georg Friedrich
Xerxes, an Opera (in 3 Acts. Text by N. Minato). London, Walsh, nach 1738. 107 S. Noten in Kupferstich (ohne je 1 Bl. Titel und “Table of Songs”). 35,5 x 25,5 cm. Unbeschnittene lose Blätter mit Spuren ehemaliger Interimsheftung, in altem Papierumschlag.
Result 300 €
RISM A, H bzw. HH 327. – Gestochene Partitur von Händels berühmter Oper, erstmals aufgeführt und gedruckt 1738. Die Platten weisen hier bereits deutliche Abnutzungsspuren auf, vermutlich liegen Abzüge aus dem weiteren Verlauf des 18. Jahrhunderts vor (das Exemplar der Amalienbibliothek wird z.B. auf 1755-60 datiert). – Breitrandig, etwas gebräunt, der beidseitige Druck vielfach durchschlagend.

Lot 228 Musik – Kellner, David
Treulicher Unterricht im General-Baß, worinnen alle Weitläufigkeit vermieden, und dennoch … vielerley neuerfundene Vortheile an die Hand gegeben werden. Mit einer Vorrede des Herrn Daniel Solanders. 6. Auflage. Mit 2 Textkupfern (1 mit Volvelle) sowie zahlreichen Noten und Tabellen. Hamburg, Herold, 1782. 3 Bl., 98 S., 3 Bl. 22 x 18,5 cm. Halblederband der Zeit (Schild abgerieben, Ecken und Kapital etwas bestoßen).
Result 240 €
Rism, S. 444. – Der Organist David Kellner (1670-1748) war hauptsächlich in Stockholm tätig. – Das Textkupfer mit dem drehbaren Mittelstück erklärt die Transposition und Intervalle. – Gutes Exemplar.

Lot 229 Musik – Liszt, Franz
Photographie von Liszt an seinem Arbeitstisch im Musik- und Arbeitszimmer der “Hofgärtnerei” in Weimar. Silbergelatine. Vintage. Montiert auf Karton mit Eindruck von Louis Held, Hofphotograph in Weimar. Um 1885. 10,5 x 16,5 cm.
Result 200 €
Rückseitig von Liszts langjähriger Dienerin eigenhändig in schwarzer Feder mit Unterschrift betitelt: “Fr. Liszt in seinem Zimmer letzte Aufnahme Weimar Liszt Haus 75 Jahre von seiner alten 30 jährigen Dienerin Pauline Apel.” – Gering ausgesilbert, links unten kleiner Fleck.

Lot 230 Musik – Mozart, Wolfgang Amadeus
Clavier Auszug von Mozarts Zauberflöte. Fürs Clavier eingerichtet von Fridrich Eunike. Gestochener Titel mit großer Vignette von Pflugfelder. Bonn, Simmrock (!), 1793. S. 3-145 (gestochene Notenblätter). 24,2 x 33 cm. Pappband der Zeit mit Deckelschild (berieben). [*]
Result 440 €
Vgl. RISM, M 4780 – vgl. KV (4. A), 791. – Coll. Hob. 12/ 558 – Hirsch IV, 186. – Ohne die Widmungsblätter. – Titel und alle Notenblätter außer S. 93 mit Nummer “4”. – Seltene Ausgabe einer der frühesten veröffentlichten Partituren der “Zauberflöte”. – Gering fleckig, fingerfleckig an unterer Ecke.

Lot 231 Musik – Mozart, Wolfgang Amadeus
Le nozze di Figaro. Die Hochzeit des Figaro. Eine comische Oper in vier Aufzügen. Clavier-Auszug. Mit gestochenem Titel mit Vignette von Wolf. Hamburg, J. A. Böhme, ca. 1805. 1 Bl. Inhaltsverzeichnis, S. 2-228 (gestochene Notenseiten). 25 x 33 cm. Halbleder der Zeit mit Rückentitel (berieben). [*]
After-Sale Price 240 €
RISM AI, M 4351 – nicht bei Köchel. – Alte Namenseinträge auf Titel, zwei Blätter im Außenrand verstärkt, ein Blatt mit kleinem Eckabriss, gering fingerfleckig.

Lot 232 Musik – Müller, August Eberhard
Fortepiano-Schule oder Anweisung zur richtigen und geschmackvollen Spielart dieses Instruments nebst vielen praktischen Beyspielen und einem Anhange vom Generalbaß. Siebente sehr verbesserte Auflage. Mit gestochener Kupfertafel und sehr zahlreichen Noten. Leipzig, Peters, 1815. IV, 359 S. 21 x 25,5 cm. Pappband der Zeit (Ecken und Kanten bestoßen, Rückengelenke berieben, unteres Kapital mit Bezugsfehlstelle). [*]
After-Sale Price 200 €
Müller (1767-1817) war Komponist, Hofkapellmeister, Thomaskantor, Flötist, Pianist, Organist, Kantor und Arrangeur. Er erwarb sich Verdienste um die Pflege der Werke Bachs und die Verbreitung der Werke der Wiener Klassik. 1801 dirigierte er die erste Aufführung von Joseph Haydns Oratorium “Die Jahreszeiten” außerhalb von Wien. Er komponierte für das Klavier zwei Konzerte, vierzehn Sonaten, Capricen und andere Stücke, von denen namentlich die Capricen seinerzeit sehr verbreitet waren. – Etwas gebräunt.

Lot 233 Musik – Roda, Joseph
Bows for Musical Instruments of the Violin Family. Mit 241 Abbildungen auf 47 Doppeltafeln und einigen Textabbildungen. Chicago, Lewis, 1959. 335 S. 28,5 x 22 cm. Original-Halbleinwand. [*]
Result 200 €
Eins von 3000 (GA 3200) nummerierten Exemplaren der Library-Edition. – Gutes Exemplar.

Lot 234 Musik – Walter, Bruno
Photographie des Dirigenten, sitzend in Halbfigur. Silbergelatine. Vintage. Im Bild eigenhändige Widmung mit Unterschrift in schwarzer Tinte für den Komponisten und Pianisten Erwin Kroll, “meinem Gesinnungsgenossen in herzlicher Ergebenheit”. Berlin, September, 1926. 20,5 x 14 cm. Alt unter Glas gerahmt.
After-Sale Price 200 €

Lot 235 Musik – Welcker von Gontershausen, Heinrich
Neu eröffnetes Magazin musikalischer Tonwerkzeuge, dargestellt in technischen Zeichnungen aller Saiten- Blas- Schlag- & Friktions-Instrumente; unter Aufnahme der neuesten Verbesserungen und darauf bezüglischen statistischen Notizen, nebst geschichtlicher Uebersicht der Musik und Instrumente vom ersten Ursprung bis in die Jetztzeit, mit specieller Beschreibung ihres Baues, Tonumfangs und fasslischer Angabe ihrer Behandlung und Erhaltung. Mit Holzschnitt-Frontispiz und 160 Abbildungen im Text sowie auf 3 gefalteten Tafeln. Frankfurt, Selbstverlag, 1855. 439 S., 1 Bl. 24 x 16 cm. Prachtvoller Samteinband der Zeit (signiert: “J. G. CH. Ludwig Buchbinder in Frankfurt M”) mit goldgeprägtem Rückentitel, reicher Rückenvergoldung und goldgeprägten Deckeln sowie Ganzgoldschnitt in seidengepolsterter Kassette (Samt an den Kapitalen etwas ausgefranst, 1 Schuberkante aufgeplatzt).
Result 240 €
Seltener Privatdruck in einem sehr schönen zeitgenössischen Einband. – Wenige Blatt gebräunt.

Lot 236 Occulta – Alchemie – Basilius Valentinus
Chymische Schriften, aus einigen alten MSten aufs fleissigste verbessert, mit vielen Tractaten, auch etlichen Figuren vermehret, und nebst einem vollständigen Register in drey Teile verfasset samt einer neuen Vorrede, von Beurteilung der Alchimistischen Schriften und dem Leben des Basilii, begleitet von Bened. Nic. Petraeo. 6. Ausgabe. 3 Bände. Mit gestochenem Frontispiz und 18 (von 20) Kupfertafeln. Leipzig, Krauß, 1769. 80 Bl., 1133 S., 98 Bl. (durchpaginiert). 18 x 11 cm. Pappbände der Zeit mit rotem Rückenschild (Ecken und Kanten berieben und bestoßen, Rücken etwas eingeknickt). [*]
Result 550 €
Letzte Ausgabe der erstmals 1717 erschienenen Übersetzung von Petraeus. – Ackermann, Geheime Wissenschaft IV, 10: “Seltenes Werk, das fast nur mit größeren Defekten auf den Markt kommt” – Caillet 799 (ohne Teil 3) – Duveen 50 – Ferchl 26 – Rosenthal, Bibliotheca magica 117: “Seltenes Werk!”. – Zur Verfasserfrage vgl. Kopp I, 29ff. – Die Schriften des angeblichen Benediktinermönches (der tatsächliche Verfasser kann bis heute nicht eindeutig bestimmt werden) zeugen von bedeutenden theoretischen und praktischen chemischen Kenntnissen. Sie haben großen Einfluss auf die Entwicklung der Alchemie und fördern besonders den Gebrauch der Antimonpräparate. – Basilius Valentinus, Pseudonym eines chemischen und alchimistischen Schriftstellers um die Wende des 16. zum 17. Jahrhundert. Er war kein Benediktiner, als der sich der Verfasser ausgibt, und die Kenntnisse sind nicht die des 14. und 15. Jahrhunderts. – Selten etwas fleckig, vereinzelt mit Eselsohren.

Lot 237 Occulta – Alchemie – Böldicke, Joachim (Pseudonym: Sincero)
Die entdeckten Requisita Realia, wodurch zum wahren Fundament der Hermetischen Wissenschafft vollkommen zu gelangen. Denen Liebhabern zum Dienst eröffnet, so den Nahmen führet Sincerus. Dresden und Leipzig, Johann Gottfried Lesch, 1723. 78 S. 16 x 9,5 cm. Rückenbroschur. [*]
Result 200 €
Brüning 3866 – Ferguson II, 386 – Ferchl 505. – Enthält 27 nummerierte “Requisiten” mit Beschreibung deren Anwendung im Prozess der alchemistischen Transmutation.

Lot 238 Occulta – Alchemie – Böldicke, Joachim (Pseudonym: Sincero)
Gründliche Anweisung zur Hermetischen Wissenschafft und Bereitung der Philosophischen Tinctur. In vier Discoursen auffrichtig vorgestellet, worbey zugleich der vielfältigen Betrügerey erwehnet worden, damit sich dafür zu hüten, und nicht so viel Menschen ins Labyrinth geführet werden. Von Sincero. Dresden und Leipzig, Johann Gottfried Lesch, 1723. 4 Bl., 304 S., 7 Bl. 16 x 9,5 cm. Broschur. [*]
After-Sale Price 400 €
Erste Ausgabe. – Brüning 3865, sonst in den einschlägigen Bibliographien nicht erwähnt. – Über Transmutationen, den Mercurius Philosophicus, Tinctur Antimonii etc. – Boeldick warnt eingehend vor betrügerischen Alchemisten. – Ein Blatt des Registers mit kleiner Fehlstelle im unteren Bug.

Lot 239 Occulta – Alchemie – Cardilucius, Johann Hiska
Magnalia medico-chymica continuata, Oder, Fortsetzung der hohen Artzney- und Feuerkunstigen Geheimnüssen: Darinn die übrigen Tractaten, so viel deren der so genannte berühmte Philosophus Philaletha heraus gegebem zum fleissigsten verhochdeutschet vorgetragen werden, handlend von der Universal-Artzney, Oder dem Stein der Weisen. Item die sämtliche experientz-reiche Schrifften des Englischen Philosophi, Georgii Riplaei, so bis dato noch nie verdeutscht worden. Wie auch einige Principal Schrifften des unvergleichlichen hochdeutschen Philosophi Basilii Valentini. Nürnberg, Endter, 1680. 12 Bl., 818 S., 7 Bl. (das letzte weiß) Halbpergament der Zeit mit altem handschriftlichen Rückentitel (berieben und etwas bestoßen, 1 Pergamentecke gelockert). [*]
Result 500 €
Seltene erste Ausgabe der Fortsetzung der “Magnalia medico-chymica” von 1676. – Brüning 2441 – Ferchl 84 – Ferguson I, 144 (nicht in der Young Library) – Waller 1772 (inkomplett) – nicht bei Ackermann, Caillet, Duveen, Graesse, du Prel, Rosenthal und Wellcome. – Cardilucius, aus Italien stammend, württembergischer Leibarzt und Alchimist, lebte lange in Nürnberg. – Etwas gebräunt, einige Anstreichungen in Rötel, Eselsohren.

Lot 240 Occulta – Alchemie – Clavier du Plessis
Mytho-hermetisches Archiv. Ein periodisches Werk. Aus dem Französischen. Band I, Teile I und II (alles Erschienene). Gotha, Carl Wilhelm Ettinger, 1780-1781. 160, 32 S. 16 x 10 cm. Rückenbroschur. [*]
After-Sale Price 240 €
Caillet 2394 – Bolton S. 968. – Der zweite Teil mit dem Extratitel “… Kritiken, Untersuchungen, Erläuterungen, Bemerkungen, nebst anderen Aufsätzen für und wieder das System der allgemeinen Arzney”. – Titel von Teil I mit hinterlegten Rissen im Bug, Titel von Teil II mit Fehlstelle im weißen Seitenrand.

Lot 241 Occulta – Alchemie – Flamel, Nicolas
Chymische Werke, als 1. Das güldene Kleinod der Hieroglyphischen Figuren. 2. Das Kleinod der Philosophiae. 3. Summarium Philosophicum. 4. Die grosse Erklärung des Steins der Weisen zur Verwandelung aller Metallen. 5. Schatz der Philosophiae. Den Liebhabern der Kunst aus dem Französischen in das Teutsche übersetzt von J. L(ange). Mit gestochenem Frontispiz und 4 (1 gefalteten) Kupfertafeln. Wien, Kraus, 1751. 2 Bl., 290 (recte 292) S. und 1 Bl. Zwischentitel nach S. 112. 18 x 10 cm. Halblederband im Stil der Zeit mit Rückenschild und Rückenvergoldung. [*]
Result 700 €
Vermutlich dritte Ausgabe, sehr selten. – Ferguson I, 279 – Neu 1441 – Caillet 3974 – Schmieder 188 ff (ausführlich zum Autor). – “This edition is not mentioned by Roth-Scholtz, Schmieder, Baumer, Gmelin or Fuchs, the last two quote an edition of Hamburg, 1691, apparently from Roth-Scholtz. Lange’s translation appeared in 1673, and there is said to be an edition by Roth-Scholtz in 1730.” (Ferguson). – “Nicolas Flamel (ca. 1330-1416) is one of the most renowned of all the adepts … it was through (him) that the search of the philosopher’s stone became the mania of the 15th century” (Interlibrum 261, 78). – Teils mit alten Unterstreichungen und Randanmerkungen.

Lot 242 Occulta – Alchemie
Die gantz neue eröffnete Pforte zu dem chymischen Kleinod oder Einige vornehmste chymische Arcana, aus unterschiedlichen zum Theil aus dem Lateinischen allhier ins Teutsche übersetzten Manuscriptis der berühmtesten Chymicorum, desgleichen mancherley Scheidungs-Arten der Medallen. Im Druck heraus gegeben von I. M. R. Mit gestochenem Frontispiz. Nürnberg, Johann Friedrich Rüdiger, 1728. 264 S. 14 x 8 cm. Broschur. [*]
Result 900 €
Erste Ausgabe. – Ferguson II, 241 – Brüning 4017. – Alter Name auf Titel, Blattweiser bis ins Frontispiz, etwas gebräunt, Block ewas verzogen.

Lot 243 Occulta – Alchemie – Wienner von Sonnenfels, Aloys
Ôr nogah (hebraice). Splendor lucis, oder Glantz des Lichts, Pars I. Enthaltend eine kurtze physico-cabalistische Auslegung des grösten Natur-Geheimnuß; insgemein Lapis philosophorum genannt. Mit 1 gefalteten Tafel. Wien, Leopold Johann Kaliwoda, 1745. 2 Bl., 219 S. 16,5 x 10 cm. Neue Broschur. [*]
Result 1100 €
Seltene erste Ausgabe. – Ferguson II, 549 – Kopp II, 388 – Rosenthal 906 – Neu 4359 (Ausgabe 1747). – Eine kollationsgleiche Titelauflage erschien 1747 ebenda bei Johann Joseph Pentz. Ein späterer Druck erfolgte 1785 bei Adam Friedrich Böhme in Frankfurt, dort allerdings ohne die hier vorhandene Symboltafel und die hebräischen Kapitel. – Der Verfasser Lipman Perlin (1705-1768), Sohn des Landesrabbiners von Brandenburg, war zunächst als Übersetzer und Lehrer orientalischer Sprachen in Nikolsburg tätig gewesen. 1734 ging er nach Wien und konvertierte im folgenden Jahr mit seinen drei Söhnen zum Katholizismus. Er nahm den Namen Alois Wienner an und wurde 1746 zum Freiherrn von Sonnenfels geadelt. Sein Sohn Joseph wurde zum bedeutendsten österreichischen Aufklärer. – Die Tafel mit längerem Einriss, sonst gutes fleckfreies Exemplar.

Lot 244 Occulta – Hexen – Sterzinger, Don Ferdinand
Bemühung den Aberglaube zu stürzen. München, Lentner, 1785. 6 Bl., 187 S. 18 x 10,5 cm. Halblederband der Zeit mit rotem Rückenschild und reicher Rückenvergoldung (etwas berieben, Kapital mit schmaler Fehlstelle).
Result 360 €
Seltene erste Ausgabe. – Crowe 522 – nicht bei Ackermann, Lentner und Pfister. – Durch seine 1766 vor der Akademie der Wissenschaften gehaltenen Rede gegen Hexerei und Aberglaube löste der Theatinermönch Sterzinger (1721-1786) eine als bayerischer Hexenkrieg bezeichnete literarische Auseinandersetzung aus, die maßgeblich zur Abschaffung der Hexenprozesse in Bayern beitrug. – Die Seiten 151 bis 187 enthalten “dreyhundert aberglaubische Stücke, die keine Widerlegung verdienen.” – Titel lose, teilweise etwas stärker stockfleckig.

Lot 245 Occulta – Masonica – Ahlwardt, Peter
Der Abelit. Mit gestochenem Titel mit Vignette (Motto “Aufrichtigkeit Freundschaft Hoffnung”) und 2 gestochenen Kopfstücken. Leipzig, auf Kosten eines Mitgliedes, 1746. 3 Bl., 66 S. 22,5 x 17,5 cm. Neuer Pappband. [*]
Result 330 €
Erste Ausgabe, anonym erschienen. – Wolfstieg 43064: “Sehr selten. Zweck, Verfassung, Beschäftigung des Abel-Ordens, der 1745 eine Loge in Greifswald eröffnete”. – Der Greifswalder Theologe und Philosoph Ahlwardt (1710-1791), Mitglied der Deutschen Gesellschaft, gründete 1745 den nur kurzlebigen Orden der wahren Aufrichtigkeit und Redlichkeit nach dem Vorbild der Freimaurer. Die Mitglieder, die sich Abeliten oder Abels-Nachfolger nannten, verpflichteten sich, in Redlichkeit und Aufrichtigkeit Abel, dem Sohn Adams, nachzueifern. – Titel mit altem Ausgeschieden-Stempel der Loge zu den drei Palmen in Leipzig. – Durchgehend wasserfleckig.

Lot 246 Occulta – Masonica – Beethoven, Ludwig van
Maurerfragen. Ein Lied für die Loge d(es) F(rères) c(ourageux) à l’O(rient) d(e) Bonn. Musik von Louis van Beethoven, unterlegte Worte von (Wegel)er. Bonn, N. Simrock, 1806. 3 S. in Kupferstich. Doppelblatt. 26 x 33 cm. [*]
After-Sale Price 800 €
Plattennummer 452. – WoO117 – Kinsky-Halm 578 – Hirsch IV, 458 – Wolfstieg 41085. – Erstausgabe der Parodie Franz Gerhard Wegelers, spätere Auflage mit hinzugefügtem französischem Text. – Wegeler schrieb das Maurer- oder “Gesellschaftslied” zunächst anonym 1806 für die Loge “Les Freres courageux a l’Orient de Bonn”, der auch Beethoven und Simrock angehörten. Die Veröffentlichung geschah wohl ohne Wissen van Beethovens. – Unbeschnitten. Fleckig.

Lot 247 Occulta – Masonica – Nicolai, Friedrich
Versuch über die Beschuldigungen welche dem Tempelherrenorden gemacht worden, und über dessen Geheimniss; nebst einem Anhange über das Entstehen der Freymaurergesellschaft. 2 Teile in 2 Bänden. Mit 2 gestochenen Frontispizen Berlin und Stettin, Nicolai, 1782. 2 Bl., II, 215 S.; 249 S., 2 Bl. 16,5 x 10 cm. Spätere marmorierte Pappbände mit Rückenschild und eingebundenen marmorierten Umschlägen der Zeit. [*]
Result 800 €
Erste Ausgabe. – Mit handschriftlicher Widmung des Verfassers in beiden Bänden jeweils auf der Innenseite des alten Vorderumschlags: “Herrn Probst Pistorius von dem Verfasser”. – Goedeke IV/1, 502, 14, 20 – Kloss 2232 – Wolfstieg I, 5138 – Taute 826 und 827: “Zum Beweise, dass die Freimaurerei von der Rosenkreuzerei abstamme, hat er auf dem Kupfer des 2. Theils eine Figur abbilden lassen, welche bereits 1617 in einer Rosenkreuzerschrift vorkommt und die das Halszeichen mit der linken Hand macht und in der rechten einen Zweig trägt.” – Exlibris auf Innendeckel. – Leicht gebräunt, wenig fleckig, Ecken teils wenig knickspurig.

Lot 248 Occulta – Masonica – Schenau, Johann Eleazar und Adrian Zingg
Gesammlete Nachrichten von den Armen-Einrichtungen der Freymäurer in Chur-Sachsen vom 17. Jenner 1772. bis zum Jahr 1775. Mit großer gestochener Titelvignette, gestochener Kopf- und Schlussvignette sowie 2 gestochenen Tafeln auf einem gefalteten Blatt. Dresden, 1775. 188 S., 1 Bl. 18 x 11 cm. Lederband der Zeit mit Rückenvergoldung (Rückenschild teilweise abgerieben, hinteres Gelenk unten wurmspurig). [*]
After-Sale Price 200 €
Erste Ausgabe, anonym erschienen. – Wolfstieg 37570. – Das Kupfer mit Grundriss des Gebäudes, des Gartens und des Hofs sowie mit Details des Wohngebäudes. – Titel und Tafel jeweils verso mit Stempel der Ordens-Bücherei, Deutsch-Christlicher Orden der Tempelherren (Nachfolgeorganisation von 1933-1935 der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland). Gutes Exemplar.

Lot 249 Occulta – Masonica – Voss, Georg
Ueber den Illuminaten-Orden. Leipzig, Voss, 1799. 1 Bl., 87 S. 16,5 x 10 cm. Broschur (etwas gebräunt). [*]
After-Sale Price 200 €
Erste Ausgabe, anonym erschienen. – Wolfstieg 42820: “Nach Herzog, Real-Encyclopädie 6, 1856, S. 641 ist Voss der Verfasser”.

Lot 250 Occulta – Masonica – Zille, Moritz
Sandkörner. Maurerische Aufsätze, Vorträge und Dichtungen. Handschrift für Brüder. Zweite Auflage. Leipzig, Verlag der Freimaurer-Zeitung, 1866. XII S., 1 Bl., 221 S., 1 Bl. 18 x 11 cm. Blindgeprägte Original-Leinwand mit goldgeprägtem Rückentitel (etwas berieben).
Result 200 €
Seltene zweite Auflage, die erste erschien 1854. – Wolfstieg 1123. – Papierbedingt etwas gebräunt.

Lot 251 Occulta – Mystik – Kleuker, J. F
Magikon (graece) oder das geheime System einer Gesellschaft unbekannter Philosophen. 2 Teile in 1 Band. Frankfurt und Leipzig (das ist: Hannover, Helwing), 1784. XX, 364 S. 16 x 9,5 cm. Halblederband der Zeit mit Rückenschild (leicht berieben, Kapital etwas bestoßen, unteres Kapital mit kleinem Aufkleber). [*]
After-Sale Price 300 €
Erste Ausgabe, anonym erschienen. – Wolfstieg 43103 – Kloß 3902. – Enthält vornehmlich Auszüge aus den Werken des französischen Mystikers und Theosophen Louis Claude de Saint-Martin. – Kleuker (1749-1827) hatte durch seine Freunde Jacobi und Stolberg in Kiel eine theologische Professur erhalten. Das vorliegende Werk ist “ziemlich unkritisch, doch von Mysteriologen, wie Franz Baader, hoch geschätzt” (ADB XVI, 179). – Leicht gebräunt.

Lot 252 Occulta – Rosenkreuzer – Göhrung, Josef Friedrich
Die Pflichten der G(old-) und R(osen-)C(reutzer) alten Sistems in Juniorats-Versammlungen abgehandelt von Chrysophiron, nebst einigen beigefügten Reden anderer Brüder. Berlin, 1782. XL, 232 S. 20 x 11,5 cm. Halblederband der Zeit mit Rückenschild und etwas Rückenvergoldung (etwas berieben, Kanten bestoßen, Deckel mit kleinem Aufkleber). [*]
Result 750 €
Erste Ausgabe, unter Pseudonym erschienen. – Wolfstieg 42513 – Gardner 750 – Caillet 11471 – Kopp II, 225 – Oftmals auch irrtümlich J. Ch. von Wöllner zugeschrieben. – Eingehende Erläuterungen der sieben Eidpunkte und Ordenspflichten der Gold- und Rosenkreuzer, die der Autor im Schuldturm verfasste. – Das mit H—- unterzeichnete Vorwort richtet sich gegen eine Schrift mit dem Titel “Ueber Jesuiten, Freymaurer, und deutsche Rosencreuzer”, welche unter dem Pseudonym Joseph Aloysius Maier (das ist: Adolph Franz Friedrich Ludwig von Knigge) erschienen ist. – Titel stärker gebräunt und mit mehreren (Logen-)Stempeln, sonst nur etwas gebräunt.

Lot 253 Occulta – Rosenkreuzer
Helias Artista. Das ist: Wolmeyndtliches Urtheil, von der newen Brüderschafft deß Ordens vom Rosencreutz genannt. Zur Antwort auff deroselben zwo Schrifften, denen die Erste Fama, die Andere Confessio intituliert. Frankfurt, J. Hofmann, 1619. 8 S. 19,5 x 15,5 cm. Umschlag aus altem Material. [*]
Result 800 €
VD 17 23:291783H – Wolfstieg 42383 – Gardner 294 Anm. – Selten. Gardner und Wolfstieg nennen eine Ausgabe Leipzig 1616, die VD 17 unbekannt ist. Das Schreiben ist August 1618 datiert und unterzeichnet “L. C.” – Etwas fleckig und gebräunt.

Lot 254 Occulta – Rosenkreuzer
Ein wolgemeyntes Antwortschreiben an die hochwürdigen und weitberümbten Herrn Brüder deß Hochpreißlichen RosenCreutz-Ordens. Beschrieben von einem Philotheosopho. Darinn außführliche Ursachen die alle fromme Hertzen uff der Fraternitet seit bringen mögen, angezogen werden. Frankfurt, J. Hofmann, 1619. 8 S. 19,5 x 15,5 cm. Umschlag aus altem Material. [*]
Result 750 €
VD 17 23:291803M – Wolfstieg 42375 (“sehr selten”, nennt einen Kupfertitel, der sonst nicht nachzuweisen ist und nicht zum Werk gehört) – Gardner 748. – Selten. Das Schreiben ist 8. Juli 1618 datiert und unterzeichnet “S.V.S.P.”. – Im Rand etwas fleckig.

Lot 255 Sammelbilder
61 unsignierte Original-Entwürfe zu 12 Serien von Reklamebildern, dazu 5 ergänzende chromolithographische Andrucke. Um 1900. Je ca. 10,5 x 7 cm, alt auf etwas größere schwarze Kartons mit nummerierten Pergaminhemdchen montiert. In moderner Einsteckmappe. [*]
After-Sale Price 2200 €
Die druckreifen Entwürfe sind bezeichnet und nummeriert, teilweise zweifach. Wir weisen Verwendung für verschiedene Produkte wie “Wilhelm Dicks Wundensalbe” oder “Muldenperle Naturbutter” nach. Folgende Serien liegen vor: 0681 Tiroler Freiheitskampf (6 Entwürfe), 5494 Technik (5 von 6 Entwürfen, u.a. Telephon, Telegraphie, Röntgen), 5495 Bahnen (6, darunter elektrischer Löschzug der Berliner Feuerwehr), 5496 Kriegsmarine (4 von 6), 5498 Schiffsreise Genua – Port Said (6), 5499 Ägypten (6), 5500 Indien ab Karatchi (6), 5501 (0652) Indien ab Calcutta (3 von 6, 1 ergänzender Druck), 5502 (0653) Ostasien (3 von 6 und 2 Drucke), 5503 (0654) Japan/Amerika (6), 5504 (0655) Amerika (6), 5505 (0656) Amerika/Rückreise (4 von 6 und 2 Drucke). – Sehr gut erhalten.

Lot 256 Sammelbilder
Liebigbilder-Album mit 46 kompletten Serien. Um 1890-1900. 27 x 28 cm. Gesteckt in Original-Leinwandalbum (etwas fleckig). [*]
Result 200 €
Enthält an Serien u.a.: Die Puppe, Italienische Provinzen, Brigade Culinaire, Automobile, Kakteen, Bilder aus Turkestan, Bilder aus Venezuela, Karnevalsbilder, Pelzjäger, Im Frühling, Virtuosen der Tonkunst, Bilder von den Philippinen, Der Freischütz, Konfuzius, Wintersport, Pfingstgebräuche, Samoa.

Lot 257 Sport
Athletic Sports and other Memorabilia. Album mit 27 deckweißgehöhten Zeichnungen in brauner Feder. England, 1867/68. Handschriftlicher Titel und 39 teils leere Kartonbl. 13,5 x 18 cm. Halblederband der Zeit (berieben, hinteres Innengelenk gebrochen). [*]
Result 400 €
Gekonnte, etwas karikaturistische Zeichnungen britischer, vor allem schottischer Sportarten. Die Darstellungen (teils mehrfach) betitelt “Beckenham Cricket Club”, “Throwing the Hammer”, “Hurdle Race”, “Running High Jump”, “Putting the Stone”, “Tossing the Caber”, “Sword Dance”, “A Gordon Highlander”, “Birnan Highland Games”, “Sack Race”, “Wheelbarrow Race”. – Das Album enthält sechs weitere Zeichnungen, darunter im hinteren Innendeckel aquarelliertes “Fancy Portrait of St. Swithin” mit Brausekopf-Brille über Landschaft. – Im vorderen Innendeckel zeitgenössischer Besitz- oder Künstlervermerk J. H. Bertram, Beckenham. – Etwas gebräunt und fleckig.

Lot 258 Sport – Young, Edward
Elementar-Gymnastik oder zergliederte, stufenweise Anleitung zu jenen Leibes-Übungen, welche vorzüglich geeignet sind, den menschlichen Körper zu entwickeln, auszubilden und zu stärken. Nach den Werken der … Gymnastiker und Professoren Elias und Gutsmuths. Aus dem Italienischen übersetzt von S. Poschacher. Mit Aquatintatafel als Frontispiz, gestochenem Titel und 22 gefalteten Kupfertafeln. Mailand, K. k. Buchdruckerey, 1827. XVI, 327 S. 25 x 16 cm. Grüner Ganzmaroquinband der Zeit mit goldgeprägtem Rückentitel, reicher Rückenvergoldung, goldgeprägten Deckelfileten und Stehkantenvergoldung (etwas berieben, hinteres Gelenk unten mit Wurmspur). [*]
Result 600 €
Erste deutsche Ausgabe. – Lipperheide, Tha 13 – Callisen XXI, 429, 2779. – Frühes sportpädagogisches Werk mit ca. 250 Übungen zu den verschiedensten Sportarten. – Die Aquatintatafel zeigt den gymnastischen Übungsplatz des Militär-Erziehungsinstitutes in Mailand, auf den anderen Tafeln Sportler an verschiedenen Geräten, beim Ringkampf, Bodenturnen, Schwimmen etc. – Sehr breitrandiges, auf besserem Papier gedrucktes Exemplar. – Wenig braunfleckig, durch Fehlfaltung einige der Tafeln etwas hervorstehend, bzw. mit kleineren Randdefekten, Titel und Vorsatz gestempelt, Tafeln verso mit kleinem Stempel der Heeresbücherei Prag.

Lot 259 Tabak
I Tabacchi italiani catalogo 1934-XII. Mit zahlreichen Abbildungen und 28 farblithographischen Tafeln. Bergamo, Istituto Italiano d’Arti Grafiche, 1934. 20 S., 2 Bl., 12 Bl. (Werbung). 28,5 x 22 cm. Farbig illustrierte (von Amos Scorzon) Original-Kartonage (leicht bestoßen). [*]
After-Sale Price 240 €
Prachtvoll illustrierter Verkaufskatalog des italienischen Tabakmonopolisten.

Lot 260 Tabak – Meyer, J. G
Anweisung ohne Nachtheil für die Gesundheit Tabak zu rauchen. Nach der Dissertation De Fumi Nicotianae Suctu für Tabaksraucher bearbeitet. Zweyte Auflage. Pirna, Friese, 1806. VII, 87 S. 17 x 10,5 cm. Rückenbroschur. [*]
After-Sale Price 200 €
Die erste Auflage erschien 1804 als lateinische Dissertation. – Immensack/Schneider 1555 – nicht bei Arents. – Leicht gebräunt.

Lot 261 Tabak – Nee, Min Ron
An Illustrated Encyclopaedia of Post-Revolution Havana Cigars. Mit zahlreichen, teils ganzseitigen Farbabbildungen. 491 S. 30,7 x 24 cm. Original-Pappband mit Rücken- und Deckeltitel in bedrucktem Original-Schutzumschlag (dieser minimal berieben und angestaubt).
Result 360 €
Erste Ausgabe. – Die reich illustrierte, mit Hilfe des kubanischen Habanos-Experten Adriano Martínez Rius zusammengestellte “Bibel für jeden Zigarrenliebhaber” stellt neben den großen Herstellern wie Cohiba, MonteCristo, Partagas oder der echten kubanischen Davidoff auch Marken vor, die inzwischen nicht mehr existieren. Neben ihrer Geschichte, Größe, Banderolen etc. werden auch Humidore, Keramik- und Glasbehältnisse behandelt. – Sehr gutes Exemplar.

Lot 262 Theater
Sammelband mit 136 Theaterzetteln zu Aufführungen im Theater zu Frankfurt am Main, 39 Zetteln zu Aufführungen in Würzburg (davon 1 auf Seide), 2 Bockenheim, 9 Wiesbaden, 5 Coburg und 3 zu Schwalbach. Frankfurt, u.a., 1858. 38 x 26 cm. Halbleinwand der Zeit mit handschriftlichem Rücken- und Deckeltitel. [*]
After-Sale Price 300 €
Das reiche Programm umfasste neben trivialen Stücken heute vergessener Autoren auch diverse Opern und Operetten, Gesangsdarbietungen u.a. Das Repertoire reichte von der Hochkultur bis zu trivialen Komödien. – Teils etwas gebräunt, insgesamt gut erhalten.

Lot 263 Theater
Sammelband mit 143 Theaterzetteln zu Aufführungen im Theater zu Frankfurt am Main, 17 Zetteln zu Aufführungen im Theater in Karlsbad, 1 Würzburg. Frankfurt, u.a., 1863. 33,5 x 23 cm. Halbleinwand der Zeit mit handschriftlichem Rücken- und Deckelschild. [*]
After-Sale Price 300 €
Das reiche Programm umfasste neben trivialen Stücken heute vergessener Autoren auch diverse Opern und Operetten, Gesangsdarbietungen u. a. Das Repertoire reichte von der Hochkultur bis zu trivialen Komödien. – Teils etwas gebräunt, insgesamt gut erhalten.

Lot 264 Theater
Sammelband mit 168 Theaterzetteln zu Aufführungen im Theater zu Frankfurt am Main. Frankfurt, 16.5.1864-6.10.1864. 32 x 23 cm. Halbleinwand der Zeit mit handschriftlichem Rücken- und Deckeltitel. [*]
After-Sale Price 240 €
Das reiche Programm umfasste neben trivialen Stücken heute vergessener Autoren auch diverse Opern und Operetten von Mozart, Richard Wagner, Beethoven, Jacques Offenbach, Flotow, Verdi u. a. Das Repertoire reichte von Goethe und Schiller bis zu Komödien in hessischer Mundart. – Insgesamt in guter und frischer Erhaltung.

Lot 265 Theater
Sammelband mit 60 Theaterzetteln zu Aufführungen im Theater zu Frankfurt am Main. Frankfurt, 4.9.1859-12.11. 1859. 37,5 x 25 cm. Halbleinwand der Zeit mit handschriftlichem Rücken- und Deckeltitel. [*]
After-Sale Price 200 €
Das reiche Programm umfasste neben trivialen Stücken heute vergessener Autoren auch diverse Opern und Operetten von Verdi, C. M. v. Weber, Meyerbeer u.a. Das Repertoire reichte von Goethe bis zu trivialen Komödien. – Teils etwas gebräunt, einige Zettel knittrig.

Lot 266 Theater
Sammelband mit 64 Theaterzetteln (darunter ein Konzertzettel auf Seide) zu Aufführungen im Theater zu Frankfurt am Main. Frankfurt, 24.3.1859-20.6.1859. 38 x 26 cm. Halbleinwand der Zeit mit handschriftlichem Rücken- und Deckeltitel. [*]
After-Sale Price 200 €
Das reiche Programm umfasste neben trivialen Stücken heute vergessener Autoren auch diverse Opern und Operetten von Gluck, Mozart, Donizetti u.a. Das Repertoire reichte von Kleist bis zu trivialen Komödien. – Bemerkenswert ein Seidendruck mit Einladung zu einer Gesangsdarbietung der englischen Schwestern Angelina und Lucy Hafter sowie ein mehrfach gefaltetes Plakat auf rosa Papier zu einem Konzert eines Militärbataillons. – Teils etwas gebräunt, insgesamt in guter und frischer Erhaltung.

Lot 267 Theater
Sammelband mit 80 Theaterzetteln zu Aufführungen im Frankfurter Stadttheater. Frankfurt, 1854. Teilweise gefaltet. 34 x 21,5 cm. Pappband der Zeit mit altem handschriftlichen Rücken- und Deckelschild. [*]
After-Sale Price 200 €
Zumeist Aufführungen recht trivialer Komödien. – Block etwas angebrochen, einige Zettel mit kleinen Einrissen, einer mit Ausriss.

Lot 268 Theater
Sammelband mit 91 Theaterzetteln zu Aufführungen im Theater zu Frankfurt am Main. Frankfurt, 23.8.1861-4.12.1861. 33 x 22 cm. Marmorierter Umschlag der Zeit mit handschriftlichem Rücken- und Deckeltitel. [*]
After-Sale Price 200 €
Das reiche Programm umfasste neben trivialen Stücken heute vergessener Autoren auch diverse Opern und Operetten von Mozart, Jacques Offenbach, Flotow, Weber u.a. – Teils etwas gebräunt.

Lot 269 Zauberei – Wagner, Johann Michael
Allgemeines magisches Zauberkabinet. Eine Beschreibung der besten und unterhaltendsten magischen, chemischen, optischen, arithmetischen und mechanischen Kunststücke; nebst deutlicher Anweisung zu denselben. (Zweiter Titel:) Neuestes großes Zauberkabinet und Kunstmagazin. Eine vollständige Sammlung der nützlichsten und unterhaltendsten magischen, chemischen, optischen, arithmetischen, ökonomischen, mechanischen, und Karten-Kunststücke, mit deutlicher Anweisung dieselben auf die leichteste und unfehlbarste Art auszuführen und vorzustellen. Erster Theil enthaltend das allgemeine magische Zauberkabinet. – Zweyter Theil, enthaltend den Karten-Zauberer, Rechnungskünstler etc. Vierte durchaus verbesserte und mit 250 Kunststücken vermehrte Auflage. 2 Teile in 1 Band. Mit 2 gestochenen Frontispizes. Pest, Hartleben, 1816. 10 Bl., 220 S.; 2 Bl., 210 S., 5 Bl. 18 x 10,5 cm. Pappband der Zeit mit Rückenschild (fleckig und berieben). [*]
Result 550 €
Clarke/Blind 79 – Volkmann 172 – Huber/Theiß 2779 – Mit dem zweiten Teil (dort die ersten 84 S. mit Kartentricks) sehr selten. – Vorsatz mit Stempel und Besitzeintrag, teilweise schwach wasserfleckig.