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Lot 281 Film
Rota-Verleihprogramme 1934-35 und 1935-36. Zwei Programmübersichten. Mit zahlreichen, teils farbigen und ganzseitigen Abbildungen. Berlin, Rota Film AG, 1934-35. Nicht paginiert. Ca. 41 x 30 cm. Original-Broschuren (etwas angestaubt und knickspurig, teils kleine Läsuren).
Zuschlag 380 €
Die ersten zwei erschienenen Programme. Seltene, großzügig gemachte Übersichten des wenig bekannten Verleihs, der erst im Sommer 1934 durch Übernahme der Deutschen Universal Film AG entstanden war. Rota existierte in wechselnden Rechtsformen und unter wechselnden Namen bis in die 1950er Jahre. Hier die Infos zu deutschen und ausländischen Filmen, darunter Condottieri, Pygmalion, Kater Lampe, Die Kopfjäger von Borneo, Mazurka u.a. – Innen sauber, recht gut.

Lot 282 Film
Sammlung von ca. 350 Blatt mit Werbetexten, Vorschlägen für Artikel, Anschreiben etc. der Parufamet. In zeitgenössischen Durchschlägen und Vervielfältigungen. Berlin, um 1925-1927. 29,5 x 21 cm. Gesteckt in neue Klarsichthüllen, in neuem Aktenordner.
Zuschlag 1100 €
Aus dem Nachlaß von Erich Wulf, der die Presseabteilung der Parufamet leitete. Vorhanden sind die Texte, wie sie die Verleihfirma den Zeitschriften und Zeitungen vorschlugen, es ergeben sich teils interessante Unterschiede zwischen den Texten hier und den tatsächlich gedruckten. Vorhanden sind u.a. Materialien zu den Filmen: Faust (17 Blatt, darunter Texte von Herlth, Jannings, Kyser); Der heilige Berg (13 Blatt, Texte von Leni Riefenstahl, Georg Neukirch und Arnold Fanck); Metropolis (24 Blatt, Texte von Thea von Harbou, Fritz Lang, R. Klein-Rogge, Otto Hunte); Die Frauengasse von Algier (15 Blatt, Texte von Hoffmann-Harnisch, E.E. Kisch); Ben Hur (50 Blatt, Texte zur Ausstattung, zum Wagenrennen, zu den Beteiligten etc.). Weitere Blatt dokumentieren die UFA mit Nennung der Aufsichtsratsmitglieder, die wichtigsten deutschen Zeitungen und Zeitschriften, soweit deren Filmkritiken bedeutend waren, mit Angabe der Chefredaktion und der Filmredakteure, Artikel von Wulf selber, Anschreiben an ihn etc. – Innenansichten in die Werbung des kurzlebigen (1925-1927) Verleihs, die so kaum mehr bekannt sein dürften. – Papierbedingt gebräunt, Aktenlochung ohne Textverlust, teils kleine Randläsuren.

Lot 283 Film
Sammlung von ca. 85 Blatt Anschreiben der UFA an die Angestellten. Berlin, 1933-43. 29,5 x 21 cm. Gesteckt in neue Klarsichthüllen, in neuem Schnellhefter.
Zuschlag 240 €
Nur an die Belegschaft gerichtete Anschreiben zu Themen wie: Spendenaufrufe, Feier zum Tag der Arbeit, Erfassung der “arischen” Mitarbeiter, Mitglieder-Versammlung, Winterhilfswerk, Kameradschaftsabend, Sammlung von Altmetall, Einsparung von Papier, Betriebsschulungsabend etc. Guter Einblick ins Innenleben des Konzerns. – Papierbedingt gebräunt, Aktenlochung ohne Textverlust, teils kleine Randläsuren.

Lot 284 Gastronomie – Kochkunst
Gefrorenes-Album. (Deckeltitel). Mit 24 ganzseitigen Original-Aquarellen. Österreich, ca. 1820. 41 x 35 cm. Leinwandband der Zeit mit goldgeprägtem Deckeltitel (Ecken bestoßen, Rücken restauriert). [*]
Zuschlag 1700 €
Unikat. – Vorlagenbuch eines Konditors für die Herstellung von Eisbomben. – Gezeigt werden Minerva, Bachus auf einem Faß, Gans, Krone, Huhn, Fischschale, Brathähnchen, Hirsch, Löwe, Schaf, Engel in Rosenblüte, zwei Tauben, Fuchs, Diana mit Hund, Pegasus, Weintrauben, Hummer, Ariadne mit Löwe etc. – Unter dem Bild jeweils in Tinte wieviel “Seitl” für die Herstellung gebraucht werden. Der in Teilen Österreichs gebräuchliche Begriff steht für 1/3 Liter. – Unter einigen Bildern in Bleistift der Vermerk “nicht zu haben”. – Vorsätze erneuert, stockfleckig, eine Tafel mit Randeinriss.

Lot 285 Gastronomie und Gastrosophie
Sammlung von 3 handschriftlichen Kochbüchern und 1 Typoskript. Frühes 20. Jahrhundert. Unterschiedliche Formate und Einbände (teils leicht berieben). [*]
Zuschlag 200 €
Hübsche kleine Sammlung von handschriftlichen Kochbüchern, darunter auch das Kochbuch des “Adels-Casino, Pariser Platz 3, Berlin” von W. Horn und A. Guckel (Küchenchef). – Drei Bände mit Fingerregister. – Behandeln alle Belange der gutbürgerlichen Küche. – Vereinzelt leicht fleckig, sonst sehr gut erhalten.

Lot 286 Gastronomie – Wein – Cocks, Charles und Édouard Féret
Bordeaux und seine Weine nach ihren Lagen und Klassen geordnet. Mit 11 gefalteten, farbig lithographierten Karten und ca. 400 Holzschnitt-Textabbildungen. Stettin, Friedrich Nagel und Bordeaux, Feret et Fils, 1893. XVIII, 848, 10 S. (Anzeigen). 19 x 12,5 cm. Illustrierter Original-Leinenband mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel (etwas angestaubt und fleckig, leicht berieben und bestoßen, Gelenke oben kurz und unten etwa 6 cm eingerissen, Rücken etwas geblichen). [*]
Nachverkaufspreis 200 €
Erste deutsche Ausgabe nach der gleichzeitigen, sechsten französischen Ausgabe, übertragen von Paul Wendt. – Das Standardwerk, kurz “Cocks & Féret” oder “Le Guide Féret” wurde erstmals 1846 in England veröffentlicht und erscheint in Frankreich seit 1850 bis heute. – Die Karten zeigen die Weinbauregion des Département Gironde, die Textabbildungen “Ansichten hervorragender Weinschlösser” nach Zeichnungen von Eugène Vergez. – Mit drei eingelegten Weinetiketten. – Exlibris, Vorsatz mit aufgeklebter Zeitschriftenabbildung des Leuchtturms von Cordouan, Vortitel ausgerissen, Titel mit kleinem handschriftlichem Besitzeintrag, etwas gebräunt, Schnitt im ersten Teil etwas wasserrandig.

Lot 287 Hausväterbücher – Florinus, F. Ph. (das ist Pfalzgraf Franz Philipp bei Rhein)
Oeconomus prudens et legalis. Oder allgemeiner kluger und rechts-verständiger Haus-Vatter bestehend in 9 Büchern, … mit rechtlichen Anmerckungen auf allerhand vorfallende Begebenheiten versehen durch Johann Christoph Donauern. 9 Teile in 2 Bänden. Mit gestochenem Frontispiz, 114 Textkupfern, einigen gestochenen Vignetten und 39 (von 40, 3 gefalteten) Kupfertafeln. Nürnberg u.a., J. L. Knorzen für Chr. Riegel, 1705. 7 Bl., 642 S., S. (643)-1228 (paginiert 1230), 180 (paginiert 178) S., 28 Bl. 35,5 x 23 cm. Spätere Halblederbände (signiert: “Rudolf Jäger, Bremen 1930″) mit rotem Rückenschild (etwas berieben, vorderes Gelenk von Band 1 mit 3 cm Einriss). [*]
Nachverkaufspreis 600 €
Zweite Ausgabe des monumentalen Werks zur bürgerlichen Haus- und Landwirtschaft, es wendet sich gegen den ländlichen Aberglauben und markiert damit den Beginn der Literatur der Aufklärung. – Lindner II, 0615, 02 – vergl. Schwerdt I, 177 – Lipperheide CL I und Humpert 8621. – “Das Werk des Florinus repräsentiert die nächste Generation nach Hohberg und seinen ‘Georgica curiosa’ von 1682, die von Florinus stark benutzt, ja stellenweise wörtlich übernommen wurden. Über Hohberg hinaus ist der Florinus … das umfangreichste und am prunkvollsten ausgestattete Werk, der äußere Höhepunkt der deutschen Hausväterliteratur” (NDB V, 255). – Behandelt Baukunst, Landwirtschaft, Gartenbau, Weinanbau, Viehzucht, Seidenbau, Fischzucht, Bienen, Bierbrauen, Zubereitung von Kaffee, Tee und Schokolade, Krankheiten, Arzneimittel usw. Der 9. Teil mit einem Kochbuch. – Die zahlreichen reizvollen Textkupfer mit Szenen, in denen die Aufgaben eines Hausvaters und seiner Gattin illustriert werden, u.a. Kindererziehung, Empfang von Armen und Nachbarn, Tätigkeiten auf dem Hof, Bibliothek und Schreibstube. – Von Tafel 31 (Seidenwürmer) nur noch ein schmaler Randstreifen vorhanden. – Die jeweils ersten und letzten Blatt teilweise mit sauberen Hinterlegungen im Rand bzw. mit restaurierten Randeinrissen, wenige kleine Wurmgänge im Rand, wenige Lagen papierbedingt stärker, sonst nur etwas gebräunt.

Lot 288 Hunde – Lang, Rudolph
Natürliche Zauberei oder gründliche Anweisung wie man Hunde leicht zu ausserordentlichen und beinahe übernatürlich scheinenden Künsten in kurzer Zeit ohne besondere Mühe abrichten kann. Nach dem Original neu bearbeitet. Mit gestochenem Titel mit kolorierter Vignette und 14 (von 15) kolorierten Kupfertafeln. Augsburg und Leipzig, August Bäumer, 1825. IV, 160 S. 15,8 x 9 cm. Dekorativer roter Halblederband im Stil der Zeit mit goldgeprägtem Rückentitel, reicher Rückenvergoldung und entsprechend dem beigebundenen Original-Umschlag illustrierten Deckeln. [*]
Zuschlag 650 €
Frühe Monographie zur Hunde-Dressur, der gestochene Titel: “Geheimnisse zur künstlichen Abrichtung der Hunde neu bearbeitet”. – Graesse, Bibliotheca magica S. 114f. (mit früheren Ausgaben). – Die erste Kupfertafel und die S. 31/32, 67/68 und 77/78 sauber durch Kopien ersetzt. – “Unter den vielen merkwürdigen Männern, die in den blühenden Zeiten der Kaiserlich freien Reichsstadt Augsburg sich durch Erfindungen mancherlei Art auszeichneten, verdient unstreitig auch der durch die künstliche Abrichtung zweier Hunde damals durch ganz Deutschland berühmte Rudolph Land, Weisbierbräuer daselbst, Erwähnung …” (Vorwort). – Die Kupfer jeweils mit zwei Abbildungen zeigen die abgerichteten Hunde teilweise in kurioser Kostümierung, beim Vorführen verschiedener Kunststücke. Gestochen wurden sie von dem Augsburger Maler, Lithograph, Kupferstecher und Kunsthändler Thomas Weber (1761-1818), der als bedeutender Buchillustrator galt. – Die Kolorierung teilweise etwas verwischt. Sehr dekorativ gebunden.

Lot 289 Judaica
Gemeindeblatt der jüdischen Gemeinde zu Berlin. Amtliches Organ des Gemeindevorstandes. 32 Ausgaben in 3 Bänden. Mit einigen Textabbildungen. Berlin, Goedecke & Gallinek, 1911-13. 33 x 25 cm. Moderne Halbleinwandbände mit goldgeprägtem Rückentitel (Deckel lichtrandig). [*]
Nachverkaufspreis 240 €
Vorhanden sind: 1. Jahrgang, 1911, Nr. 1-12. 2. Jahrgang, 1912, Nr. 1, 3-12. 3. Jahrgang, 1913, Nr. 1, 3, 4, 6-11. – Mit einigen Abbildungen der Synagoge in der Fasanenstraße. – Einige Blätter, besonders in Band 1, mit hinterlegten Randeinrissen. Umschlagblatt von Nr. 1 mit Japanpapier überzogen und hinterlegtem Eckausriss (wenig Buchstabenverlust).

Lot 290 Judaica – Josephus, Flavius
The Works of Flavius Josephus containing, I. The life of Josephus, as written by himself. II. The antiquities of the Jewish people; with a defence of those antiquities, in answer to Apion. III. The history of the martyrdom of the Maccabees; and the wars of the Jews with the neighbouring nations till the final destruction of Jerusalem by the Roman power. IV. Account of Philo’s Ambassy from the Jews of Alexandria, to the Emperor Caius Caligula. The whole translated from the original Greek, by Ebenezer Thompson and William Charles Price. 2 Bände. Mit 2 gestochenen Titeln, 2 gestochenen Frontispizen, und 68 gestochenen Tafeln, Karten und Plänen. London, Fielding and Walker, 1777-1778. 4 Bl., 719 S.; 644 S., 14 Bl. 27 x 21 cm. Lederbände der Zeit mit erneuerten Rücken mit je 2 Rückenschildern (etwas berieben, mit restaurierten Fehlstellen im Bezug). [*]
Nachverkaufspreis 200 €
Erste Ausgabe dieser Übersetzung. – Fürst II, 125. – Die dekorativen Kupfer (meist nach Luyken) meist in gestochenen ornamentalen Rahmen. – Breitrandiges Exemplar. – Vorsätze erneuert, stellenweise etwas fleckig.

Lot 291 Judaica – Riesser, Gabriel
Gesammelte Schriften. Mit gestochenem Frontispiz-Porträt. Herausgegeben im Auftrag des Comité der Riesser-Stiftung von Meyer Isler. Frankfurt a.M. und Leipzig, Riesser Stiftung und Volckmar, 1867-1868. 20 x 13 cm. Neue Leinenbände mit Rücken- und Deckelschildern.
Nachverkaufspreis 200 €
Erste Ausgabe, einzige Werkausgabe. – Fürst III, 157. – Der Publizist und Jurist Gabriel Riesser (1806-1863) “einer der führenden Verfassungspolitiker der deutschen Revolution” und “mutiger und tatkräftiger Vorkämpfer der Judenemanzipation erwarb … sich in ganz Deutschland großes Ansehen” (NDB XXI, 609). – Stellenweise etwas braunfleckig, Titel und Vortitel teils mehrfach gestempelt, ein Titel schwach wasserrandig.

Lot 292 Judaica – Tolkachev, Zinoviy S
Miasteczko. (Das Stetl). Mit 40 ganzseitigen Abbildungen nach Zeichungen. Warschau und Lodz, Das naje Leben, 1946. 49 Bl., 20,5 x 18 cm.. Illustrierte Original-Broschur mit illustriertem Schutzumschlag (OU mit Einrissen, teils vegilbt). [*]
Zuschlag 200 €
Im Colophon nummeriert. Eins von drei Büchern mit Abbildungen nach Zeichungen des Künstlers (1903-1977), die entstanden, nachdem er als Soldat der Roten Armee an der Befreiung von Auschwitz und Majdanek teilgenommen hatte. Die Bände über Majdanek und Auschwitz sind weit häufiger als der vorliegende. – Etwas gebräunt und knickspurig.

Lot 293 Judaica – Antisemitismus
Der Untermensch. Herausgeber: SS-Hauptamt – Schulungsamt. Mit zahlreichen, teilweise ganzseitigen photographischen Abbildungen. Berlin, Nordland Verlag, 1942 oder 1943. 24 nn. Bl. 35 x 25,5 cm. Illustrierte Original-Broschur (Deckel mit größerem Wasserrand, Rücken etwas berieben, gering angerändert).
Zuschlag 450 €
Seltene Propagandaschrift des SS-Hauptamtes, so dumm und abscheulich, dass sie sogar unter den Nazis umstritten war und nach kurzer Zeit zurückgezogen wurde. Mit vielen Bildern sogenannter “jüdisch-bolschewistischer Untermenschen” sowie antisemitischer Bildunterschriften wie: “Verbunden mit Urwaldwesen und dem Abschaum der ganzen Welt, aber die geeigneten Werkzeuge in der Hand des ewigen Juden, des Meisters organisierter Massenmorde. Nur für die Dummen getarnt im Kleide des Bürgers”; “Untermensch bleibt Untermensch und Jude Jude”; “Und mit dem Juden in vorderster Linie stand die Jüdin als Flintenweib, als Partisanin und als Dirne in einer Person”. – Photos u.a. von Helga Glassner, Hehmke-Winterer, Walter Hege, Heinrich Hoffmann, Erna Lendvai-Dircksen, Hans Retzlaff, Charlotte Rohrbach und Paula Wehr. – Teils mit kaum störendem Wasserrand, sonst gut erhalten.

Lot 294 Judaica – Antisemitismus – Weiler, Johann Joel
Uberzeigung der Juden, zwischen einem zum Christenthum bekehrten Rabi, und jüdischen Rabi, ein Gespräch, worinnen die fürnehmsten Sprüche aus Gottes heiligen Wort enthalten sind, als aus Targum, Talmud, und Rabinischen Schrifften, zur Bekehrung der Jüden sehr nützlich zu gebrauchen. Worinnen auch der Jüden falsche Ausflüchte und Einwürffe gründlich widerleget, und mit ihren eigenen Rabinen überzeiget, welches sehr tröstlich ist vor die Bekehrten, und nützlich vor die hartnäckigten Jüden zur Uberzeigung. Auf das kürtzeste verfasset durch Johann Joel Weiler, welcher im Jahr A.C. 1710. durch Gottes Erbarmen die Augen erleuchtet, und die H. Tauffe damals in Bremen empfangen … Gedruckt im Jahr Christi 1724. Doppelblattgroßer Titel, 6 Bl., 120 S. 16,5 x 9,5 cm. Broschur der Zeit (knickspurig und etwas fleckig).
Nachverkaufspreis 200 €
Erste Ausgabe des seltenen Dialoges zwischen dem konvertierten Weiler und einem jüdischen Rabbi. – Fürst III, 501. – Etwas eng gebunden, die letzten Blatt etwas eselsohrig.

Lot 295 Luxuspapiere
Kleine Sammlung von 6 biedermeierlichen Billets. Überwiegend koloriert. Unterschiedliche graphische Techniken. Ohne Druckvermerke. Wohl meist Österreich, um 1816-1840. [*]
Zuschlag 330 €
Formate: ca. 8 x 6 cm bis 10,5 x 7,5 cm. Jeweils recto mit gedrucktem Dedikationsspruch, eine als Karte mit Ziehmechanismus, eine andere mit Klappe und tektiertem kleinen Spiegel, diese beiden verso mit Dedikationsvermerken von 1816. – Etwas gebräunt und braunfleckig, meist nur kleine Randläsuren, Mechanismen funktionsfähig, recht gut.

Lot 296 Mode, Kostüme und Trachten
Costümbilder Sammlung Fievez dit de Malines. (Rückentitel). 3 Bände. Mit 180 Tafeln mit Aquarellen von Kostümen aus dem Mittelalter und der frühen Neuzeit. Mechelen, um 1900. 26,5 x 17,5 cm, 28 x 18 cm und 30 x 21,5 cm. Leinenbände der Zeit mit goldgeprägten Rückentiteln (etwas berieben, ein Band mit gelöstem Rücken, etwas bestoßen). [#]
Nachverkaufspreis 600 €
Als Vorlage diente wohl eine Kostümsammlung von A. Fievez dit de Malines (1821-1901) aus dem belgischen Ort Mechelen. Mechelen ist für seine Textilproduktion und vor allem für die traditionellen Mechelener Klöppelspitzen bekannt. – Es dienten wohl teils historische Persönlichkeiten als Vorbilder. – Die Tafeln mit handschriftlichen Bezeichnungen, Notizen auf Flämisch und gestempelten Nummern. Die gestempelten Ordnungsnummern weisen darauf hin, dass die Aquarelle als Vorlagen für eine Buchproduktion gedacht waren. – In zwei Bänden wurden die Aquarelle ausgeschnitten und auf Tafeln montiert. – Teils etwas fleckig.

Lot 297 Mode, Kostüme und Trachten – Lecomte, Hippolyte
(Choix de costumes des differents peuples de l’Europe). Mit 88 (von 92?) kolorierten lithographischen Tafeln von C. de Lasteyrie und F Delpech nach H. Lecomte. Paris, Delpech, 1817-1819. 2 Bl. handgeschriebenes Inhaltsverzeichnis. 36,5 x 26,5 cm. Halblederband der Zeit (unteres Kapital und obere Ecke stark bestoßen, berieben).
Zuschlag 300 €
Erste Ausgabe. – Colas 1806 (90 + 2 Tafeln) – Lipperheide I, 52 (86 Tafeln) – Hiler 533 (89 Tafeln). – Die Bibliographien jeweils mit abweichenden Titeln und abweichender Tafelanzahl. – Unser Exemplar mit 88 Tafeln, es fehlen die Tafeln 33, 63 und 85. – Die prachtvollen Tafeln zeigen Trachten aus der Schweiz, Tirol, Spanien, Italien, Baden, Russland, Niederlande, Balkanländer, Türkei und Frankreich. – Exlibris, vorderes Innengelenk gebrochen (Rücken dort vom Block gelöst), Block geplatzt, vereinzelt mit schmalem Wasserrand, leicht gebräunt und fleckig. – Selten.

Lot 298 Mode und Stoffe – Kontschina, N. N
Serpuchow. Stoffmusterbuch aus der Zarenzeit. Album mit 105 montierten, farbigen Mustern der Stoffmanufaktur Kontschina in Serpuchow. Um 1910. 25,5 x 39 cm. Original-Leinenalbum mit Deckeltitel und Schließbändern (Vordergelenk geplatzt, Kapitale etwas ausgefranst, etwas berieben und bestoßen). [*]
Zuschlag 600 €
Angebotskatalog der russischen Stoffmanufaktur mit sehr schönen und motivisch breitgefächerten Stoffmustern für Textilien, Kleider, Überzüge usw., von naturalistischen Motiven (Blumen, Blüten und Bäume) bis zu ornamentalen und abstrakten sowie modernistischen Figurationen, Streifen- und Punktmustern etc. Meist Baumwollstoffe verschiedener Qualität, teils mit Spitzen abgesetzt. – Drei Stoffe mit Ausschnitt, vereinzelt leicht knitterig, insgesamt aber sehr gut erhalten.

Lot 299 Musik – Bach, Johann Sebastian
Die hohe Messe in H-moll. Nach dem Autographum gestochen. Partitur, I. Lieferung. Mit lithographiertem Titel und 47 gestochenen, beidseitig bedruckten Notenblatt (num. 3-93). Bonn, Simrock und Zürich, H. G. Nägeli, 1845. 35 x 27,5 cm. Grüner lithographierter Original-Schutzumschlag, eingebunden in neuem Leinenband mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel (Schutzumschlag etwas angestaubt und lichtrandig, mit kleineren Randläsuren, vorne gestempelt, hinten knickspurig und mit längerem hinterlegten Einriss).
Nachverkaufspreis 1300 €
Sehr seltene zweite unveränderte Ausgabe, Platten-Nr. 5414 (29,6 x 23 cm), des ersten Teils von Bachs bedeutendster geistlicher Komposition. – W. Schmieder, Nr. 232 – Bach Bibliography (Queen’s University Belfast), BWV 232 II-IV – Bach Bibliographie (Archiv Leipzig) 369138295 – Fuld, 323. – Die zweite Ausgabe der ersten Lieferung von Bachs letztem großen Vokalwerk entstand anlässlich der Erstausgabe der zweiten Lieferung, die erst über eine Dekade nach der ersten erschien. – Wurde bei der ersten Ausgabe von 1833 noch der Verleger Hans Georg Nägeli, der 1836 verstarb, an erster Stelle genannt, so setzt sich Simrock bei dieser Ausgabe an den Anfang. – Unbeschnitten, Titel gestempelt, etwas gebräunt, Bug unten und seitlicher Schnitt oben schwach wasserrandig.

Lot 300 Musik – Tosi, Pier Francesco
Korte aanmerkingen over de zangkonst, getrokken uit een Italiaansch boek, betyteld Osservazioni sopra il canto figurato. Mit Holzschnitt-Titelvignette sowie einer Kopf- und Schlussvignette. Leiden, Florus Schouten, 1731. 46 S. 15,9 x 10 cm. Neuerer Pappband mit goldgeprägtem Titel auf Lederrückenschild (Kanten etwas berieben, kleinere Bezugsfehlstellen an den Kapitalen). [*]
Zuschlag 200 €
Sehr seltene erste Ausgabe der Übersetzung ins Niederländische von J. Alençon. – Damschroder/Williams 1990, 356. – Gekürzte Übersetzung der erstmals 1723 in Bologna erschienenen Gesangsschule “Opinioni de’ cantori antichi, e moderni o sieno osservazioni sopra il canto figurato” des Kastraten und Komponisten Pier Francesco Tosi (1654-1732), noch vor den bekannten Übertragungen von John Ernest Galliard ins Englische (London 1742 oder 1743) und Johann Friedrich Agricola ins Deutsche (Berlin 1757). – Leicht gebräunt, die letzten Seiten etwas eselsohrig.

Lot 301 Occulta
Vier Kleinschriften zum Heilmagnetismus. Unterschiedliche Formate und Einbände (Gebrauchsspuren).
Nachverkaufspreis 200 €
Vorhanden sind u.a.: C. Gerster, Odisch-magnetische Heilwirkungen. Zweite vermehrte Auflage 1889; L. Tormin, Magische Strahlen. Die Gewinnung photographischer Lichtbilder lediglich durch odisch-magnetische Ausstrahlung. 1896. Dabei: Zwei Original-Photographien mit entsprechenden Aufnahmen. Um 1900-1910.; G. Wittig, Der Lebensmagnetismus als Heilkraft. 1889. – Eine weitere. – Papierbedingt gebräunt, nicht eingehend kollationiert, ohne Rückgaberecht.

Lot 302 Occulta – Masonica – Larudan
Allerneuste Geheimniße der Freymäurer, deren Sitten und Gebräuche bey ihren Versammlungen und Aufnehmen der Brüder, Lehrlinge, Gesellen, Meister, u. Obermeister. (2. Teil:) Darinne deren wahrer Ursprung, die Veränderungen, so der Orden von Zeit zu Zeit erlitten, die Erklärung ihrer Allegorien, und die Einwürfe ihrer Gegner beschrieben und abgehandelt sind. 2 Teile in 1 Band. Mit 2 gestochenen Frontispizes, 1 gestochenen Titel und 11 gefalteten Kupfertafeln. (Ohne Ort und Verlag), 1770-1772. 148 S., 1 Bl., 124 S., 1 Bl. 18,7 x 11,5 cm. Neuer brauner Ganzlederband mit goldgeprägtem Rückentitel und gold- und rotgeprägten intarsierten Freimaurersymbolen auf dem vorderen Deckel.
Zuschlag 480 €
Deutsche Bearbeitung der berühmten “Franc-Macons écrasés”, anonym erschienen. – Wolfstieg 29969, 2 – Taute 1326 – Fromm 14342. – “Erlebte zahlreiche Auflagen. Schon Kloß verweist darauf, daß dieses Buch die Waffenkammer für die meisten Angriffe auf die Freimaurerei ist. Insbesondere versucht L. die Behauptung aufzustellen, diese sei von Oliver Cromwell zum Zwecke der Bekämpfung der Stuarts und ihres katholischen Heerbanns erfunden worden, habe also gegen Thron und Altar gerichtete Tendenzen” (Lennhoff/Posner 902). – Die Tafeln zeigen maurerische Symbole und Zusammenkünfte der Logenbrüder. – Titel mit Namenseintrag und Logenstempel, teilweise etwas stärker gebräunt.

Lot 303 Occulta – Masonica – Rössler, Karl Gottfried (Pseudonym: R. S. Acerellos)
Die Freimaurerei in ihrem Zusammenhang mit den Religionen der alten Aegypter, der Juden und der Christen. Für Geschichtsfreunde frei bearbeitet und mit Anmerkungen begleitet. Zweite Auflage. 4 Bände in 2 Bänden. Mit 8 (3 gefalteten) lithographischen Tafeln. Leipzig, Weber, 1836. 21,5 x 13,5 cm. Halblederbände der Zeit mit goldgeprägtem Rückentitel und Rückenvergoldung (Kanten etwas berieben).
Zuschlag 300 €
Zweite Ausgabe der freien Bearbeitung des französischen Werks “La maconnerie, considerée comme le résultat des religions égyptienne, juive et chrétienne. Par le F(rance) M(acon) R(eghellini) de S(cio)” (wohl ein Pseudonym). – Der vierte Band mit Anmerkungen von Rössler. – Die ersten und letzten Blatt etwas stärker, sonst nur teilweise leicht gebräunt.

Lot 304 Occulta – Masonica
Sammlung von 7 Publikationen zur Freimaurerei, davon 6 aus der Charlesworth Masonic Library. 10 Bände. Verschiedene Orte und Verlage, 1778-1849. 17 x 10,5 cm bis 20,5 x 13 cm. Halblederbände der Zeit (6), späterer Halblederband und Pappbände der Zeit (3) mit goldgeprägten Deckelschildern bzw. -titeln “Charlesworth Masonic Library” (etwas berieben, bestoßen und fleckig). [*]
Zuschlag 580 €
Die Sammlung beinhaltet: I. Göchhausen, E. A. A. v. Enthüllung des Systems der Weltbürger-Republik… Rom (d. i. Leipzig, Göschen), 1786. – Erste Ausgabe. – Kloss 3388. – Unbeschnitten. – II. Eugen, Herzog von Württemberg. Einige Freimäurerische Versammlungsreden… Zwei in einem Band. Frankfurt und Leipzig (d. i. Breslau), 1784. – Wolfstieg 1017. – Unaufgeschnitten. – III. Zaorowsky, J. Vorläufige Darstellung des heutigen Jesuitismus, der Rosenkreuzerey, Proselytenmacherei und Religionsvereinigung. – Wolfstieg 23405 (gibt keinen Verfasser an). – IV. Starck, Johann August. Apologie des Ordens der Frey-Mäurer. Neue, ganz umgearbeitete und einzige authentische Ausgabe. Mit gestochenem Frontispiz. Philadelphia, im Jahre 3382, das ist: Berlin, Stahlbaum, 1778. – Wolfstieg 23760. – V. Wierz, Johann Jakob. Der aufgezogne Vorhang der Freymaurerey vermittelst der einzig wahren Geschichte derselben. Mit gestochenem Titel mit Vignette. Frankfurt, Gebhard und Körber, 1790. 318 (recte 354) S. – VI. Lenning, C. (das ist Hesse). Encyclopädie der Freimaurerei… Drei Bände. Leipzig, Brockhaus 1822-1828. – Erste Ausgabe. – Wolfstieg 1302. – VII. Krause, K. C. F. Die drei ältesten Kunsturkunden der Freimaurerbrüderschaft… Drei Bände. Mit drei Kupfertafeln. 3. Ausgabe. Leipzig, Arnold 1849. – Wolfstieg 5728. – Zwei Bände etwas braunfleckig, sonst leicht gebräunt und kaum fleckig.

Lot 305 Parfümerie
Der vollkommene Parfümeur oder vollständige Anweisung, alle Arten von Parfum zu verfertigen (…) Aus dem Französischen. Ilmenau, Voigt, 1825. XXII, 213 S., 2 Bl. 17,5 x 10,5 cm. Halbleinwand der Zeit (Rücken aufgehellt und etwas fleckig, gering beschabt).
Zuschlag 220 €
Selten, momentan online nur ein Exemplar in einer deutschen Bibliothek nachweisbar, das der Anna Amalia fiel weitgehend dem Brand zum Opfer und wird nicht restauriert. – Wohl erste deutsche Ausgabe dieser anonym erschienenen Schrift über die Herstellung von Parfüms, Pomaden, Wässer, Tinkturen, Schminken, Seifen, Räucherkerzen. Bemerkenswert die Verwendung von Opiat zum Bleichen der Zähne (das ist doch mal ‘ne Ausrede). – Unleserlich gestempelt, gegen Ende oben etwas wasserrandig, sonst nur wenig gebräunt oder fleckig.

Lot 306 Pferde – Schoenbeck, Richard und Otto Eerelman
Pferderassen. 40 farbige Kunstblätter nach Gemälden von Otto Eerelman und Richard Schoenbeck. Mit 40 farbigen Tafeln. Berlin, Reinhold Kühn, (1906). Titelblatt. 39 x 45 cm. Lose in Original-Kalikoeinband (Gelenke etwas berieben, Ecken leicht bestoßen).
Zuschlag 750 €
Zweite deutsche Ausgabe, ohne den separat erschienenen Textband von R. Schoenbeck. – Die erste Ausgabe des Werkes erschien 1898 auf Holländisch bei Schillemans & Van Belkum in Zutphen. Auf Deutsch erschien die Ausgabe erstmals um 1900 beim Kunstverlag Eggebrecht in Berlin in größerem Format und mit Chromolithos. Vorliegende Ausgabe enthält die Tafeln mit der Verlegeradresse von Eggebrecht, aber mit dem Zusatz “Reprod. Dr. E. Albert & Co, Berlin – München”. – Mit Abbildungen von: Araber, Lippizaner, Ostpreusse, Trakehner, Holsteiner, Belgier, Ardenner, Orloff-Traber, Türbe, Berber, Amerikanischer Traber, Norweger, Urwildpferd etc. – Vier Tafeln verso mit Rest einer alten Montierung, vereinzelt mit Rand- bzw. Eckknickspur, insgesamt aber schönes Exemplar.

Lot 307 Postkarten
Sammlung von ca. 570 meist farbig lithographierten Postkarten. Überwiegend Deutschland. Um 1900-1930. Gesteckt in vier teils zeitgenössische Alben. 25 x 18 cm bis 37 x 20 cm. Unterschiedliche Einbände (nur kleine Altersspuren).
Zuschlag 200 €
Die Karten meist ungelaufen. Neben Motiven aus dem Ersten Weltkrieg, Neckischem und Frivolem überwiegend Ortsansichten (von einigen unterschiedliche Motive): Berlin, Nürnberg, Karlsruhe, Thüringen etc. – Karten teils bestoßen, dezent knickspurig, gelegentlich verso beschrieben, insgesamt gut.

Lot 308 Schach
Ajeeb, Automaton chess player. Inventor and proprietor C.A. Hooper. Crystal Palace May 1871. Original-Photographie. Vintage. Albuminabzug. London, 1871. CdV.
Zuschlag 440 €
Verso alt handschriftlich bezeichnet und datiert. Legendärer zweiter Schachautomat nach dem ersten “Schach-Türken” (daher kam übrigens der Begriff “einen Türken bauen”). Charles Alfred Hooper baute den Automaten zwischen 1865 und 1868, in London war er zwischen 1868 und 1876 im Kristallpalast ausgestellt. Ansonsten reiste er samt insitzendem “operator” um die Welt, spielte zahllose Partien und verhalf den jeweiligen Besitzern zu satten Gewinnen. Nach 1944 verliert sich die Spur des Automaten, allerdings hatte es vorher diverse unautorisierte Nachbauten gegeben, so dass das Schicksal des originalen Ajeeb bis heute nicht ganz klar ist. – Dabei: Altkoloriertes Original-Photo des Crystal Palace. Vintage. Albuminabzug, um 1871. CdV. – Träger gering gebräunt und bestoßen, sonst gut.

Lot 309 Sport
Sport im Bild. Illustrierte Zeitschrift für alle Sportzweige. Jahrgänge I-II (in 3 Bänden). Mit überaus zahlreichen Abbildungen. Berlin, Pitcairn-Knowles, 1895-1896. 38 x 27 cm. Original-Halbleder (bestoßen und beschabt, Gelenke teils angeplatzt bzw. mit Fehlstelle).
Zuschlag 240 €
Mit Beiträgen zu allen Sportarten, bis hin zum Radfahren, außerdem sind Berichte über die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit enthalten. – Die ersten zwei Jahrgänge der seltenen Zeitschrift, aus der sich in den 1920ern unter der Redaktion von E.M. Remarque eines der opulentesten Gesellschaftsmagazine entwickeln sollte. – Papierbedingt etwas gebräunt, vereinzelt mit Randeinriss bzw. kleinen Randläsuren. – Nicht eingehend kollationiert, kein Rückgaberecht.

Lot 310 Waffen und Rüstungen – Burgkmair, Hans
Hans Burgkmair des Jüngeren Turnierbuch von 1529. Mit erläuterndem Text herausgegeben von Dr. Heinrich Pallmann. Mit 16 handkolorierten montierten Tafeln. Leipzig, Hiersemann, 1910. 1 Bl. 22 Spalten. 54 x 39 cm. Original-Leinwand mit Original-Schuber (dieser gebraucht und lädiert, Leinwand etwas stockfleckig). [*]
Zuschlag 800 €
In kleiner Auflage erschienen. – Mit den prachtvoll kolorierten Ritterdarstellungen. – “Überdies sind sie so sorgfältig und fleißig gezeichnet und gemalt, sowie die verschiedenen Teile der Rüstungen in genauester Weise angegeben, daß wir diese Blätter mit Fug und Recht als echte und glaubwürdige Darstellungen des ritterlichen Schmuckes zur Zeit des letzten Ritters betrachten können.” (Aus der Einleitung). – Die auf der gegenüberliegenden Seite montierten Schutzblätter teils an den Ecken ausgerissen, sonst sehr gutes Exemplar.

Lot 311 Waffen und Rüstungen – Skelton, Joseph
Engraved illustrations of antient arms and armour, from the collection at Goodrich Court, Herefordshire; after the drawings, and with the descriptions of Sir Samuel Rush Meyrick. 2 Bände. Mit 2 gestochenen Frontispizes, gestochenem Titel mit Vignette, gestochenem Porträt, gestochener Schlussvignette und 151 (Tafel 50 A+B) gestochenen Tafeln. London, Bohn, 1854. Titel, XXIV S., 1 Bl., 73 Bl.; 2, 77 Bl. 37,5 x 27,5 cm. Rote Halbmaroquinbände der Zeit mit zwei farbigen Rückenschildern, reicher Rückenvergoldung, goldgeprägten Deckenfileten und Ganzgoldschnitt (Ecken und Kanten etwas bestoßen, leicht berieben).
Zuschlag 600 €
Erste Ausgabe. – Jede Tafel mit einem Blatt Erklärungen. – Exlibris, teilweise etwas stärker braunfleckig. Gutes Exemplar.
First edition. – 2 vols. 2 engr. frontispieces, engr. title with vignette, engr. portrait, engr. tail vignette, 151 engr. plates. Contemp. red half morocco, richly gilt, a.e.g. (slightly rubbed). – Exlibris. Some browning in places.

Lot 312 Zaubern – Hofzinser, Johann Nepomuk
Kartenkünste. Gesammelt und herausgegeben von Ottokar Fischer. Mit Porträtfrontispiz und einigen Textabbildungen. Wien und Leipzig, Jahoda & Siegel, 1910. VIII, 218 S., 2 Bl. 24 x 17 cm. Original-Leinenband mit goldgeprägtem Deckeltitel (fleckig und etwas berieben).
Nachverkaufspreis 200 €
Erste Ausgabe. – Clarke/Blind 29 – Volkmann 65 – Der Wiener Finanzbeamte Johann Nepomuk Hofzinser (1806-1875) war einer der berühmtesten Zauberkünstler des 19. Jahrhunderts. Er gilt als der größte Kartenkünstler seiner Zeit. Unter dem Namen seiner Frau eröffnete er 1856 einen Salon, da sein Beamtenstatus keine Nebentätigkeit erlaubte. – Titel mit Sammlerstempel.