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Lot 290 Bayern – Albrecht V., Herzog von Bayern
Bairische Lanndtsordnung 1553. Mit illustriertem Holzschnitt-Titel (der Herzog thronend unter Wappen mit Vertretern der Stände), 2 Holzschnitten auf leerer Seite und 10 Holzschnitten auf 3 Falttafeln (Krebs- und Fischmaße). Ingolstadt, (Weißenhorn), 1553. 9 nn. Bl., CXCVII (recte 199) Bl., 20 nn. Bl. 29 x 19,5 cm. – Angebunden: II. Declaration unnd erleutterung etlicher inn jüngst Bayrischer auffgerichter Policeyordnung begriffner Articul. München, (Schobser), 1557. Titel mit großem Holzschnitt-Wappen, 18 Bl. – III.: Der Fürstlichen Bayrischen Landßordnung weitere erclerung, sambt etlichen von newem daran gehengten, und zu anstellung guter löblicher Policey dienstlichen satzungen. München, Berg, 1578. Titel mit großem Holzschnitt-Wappen. XLIX Bl., 3 nn. Bl. – IV.: Des löblichen Hauß und Fürstenthumbs Obern unnd Nidern Bayren Freyheiten von ainem Regierenden Fürsten von Bayren, auff den andern, gemainem Landt gegeben, vernewt und bestettigt, die auch von Kaisern und Königen zugelassen und confirmiert sein, jetzt gemehrt und widerumb getruckt … München, Berg, 1568. Titel mit großem Holzschnitt-Wappen, 2 Bl., 237 S., 7 nn. Bl. – V.: Erclärung der Landsfreihait in Obern- unnd Nidern-Bairn, widerumb verneut im fünfftzehenhundertdreiundfünfftzigistem Jar. München, (Schobser), 1553. Titel mit großem Holzschnitt-Wappen, 8 nn. Bl. (das 2. weiß), XXIX Bl. Halblederband (18. Jahrhundert) mit Rückenschild und Rückenvergoldung (berieben und bestoßen, Kapitale mit schmalen Fehlstellen und etwas eingerissen, vorderes Gelenk angeplatzt). [*]
Zuschlag 1000 €
I. VD16 B 1034 – BM STC, German Books S. 71 – Pfister I, 82 – Stalla 309. – Der Titelholzschnitt (knapp beschnitten) zeigt Herzog Albrecht V. mit seinen fünf Räten, der mit diesem Gesetzbuch die ältere Landesordnung von 1516 erneuerte. Es enthält den Augsburger Reichslandfrieden, Bier- und Branntweinordnung, Feuer-, Fleisch-, Leder-, Apotheken-Ordnung und handelt u.a. von den Schulen, Juden, Zigeunern, Spielleuten etc. – Die auf den Tafeln abgebildeten Fische (Karpfen, Hecht, Huchen, Äsche, Barbe u.a.) sind die ersten naturgetreuen Darstellungen von Fischen in Deutschland. (Belons Fischbuch erschien 1551 in Paris). Sie sind in Lebensgröße dargestellt und dienten als Eichmaß. – II. VD 17 B 1026. – III. VD 17 B 1038. – Einer von drei Drucken im gleichen Jahr; hier die Variante mit der falsch gedruckten Jahreszahl “MDLXXXXVIII”, und sauberer vertikaler Durchstreichung der beiden überflüssigen “X” und kleiner handschriftlicher Angabe “1578” von alter Hand. – IV.: VD16 B 954 – Pfister I, 4282 – Maillinger I, 271 – Lentner 3181. – Zweite, wesentlich erweiterte Ausgabe des Gesetzestextes. Die erste Ausgabe von 1514 umfasste lediglich 40 Bl. – Vollständiges Exemplar mit dem Erratablatt (fehlt bei Pfister). – V. Vgl. VD 17 B 1027-1029, alle drei mit rot-schwarzen Titelblättern, hier vorliegend nur schwarz. – Teils etwas (Teil V etwas stärker) wasserfleckig. – Insgesamt sehr gutes Exemplar des Sammelbandes mit fünf wichtigen Werken zur bayerischen Rechtsgeschichte.

Lot 291 Bellarmino, Roberto
Disputationum de controversiis christianae fidei adversus huius temporis haereticos. 3 Bände. Mit 3 (2 wiederholten) großen Holzschnitt-Titelvignetten. Ingolstadt, David Sartorius, 1586-1593. 12 nn. Bl., 2274 (recte 2412) Sp., 13 nn. Bl.; 1731 Sp., 11 nn. Bl.; 1515 Sp., 1 nn. Bl., S. 1516-1257 (recte 1527), 40 nn. Bl. 36 x 22 cm. Blindgeprägte Schweinslederbände der Zeit über Holzdeckeln mit 2 Messingschließen (Band 1) (berieben und etwas bestoßen, gebräunt, ohne die Schließen von Band 2 und 3). [*]
Nachverkaufspreis 600 €
Erste Ausgabe des Hauptwerkes des Jesuiten und Kardinals Roberto Bellarmino (1541-1621), das den römischen Katholizismus verteidigt und als Vorlage für zahlreiche Auseinandersetzungen mit dem Protestantismus, der Philosophie (u.a. in Hobbes “Leviathan”), aber auch der katholischen Kirche selbst diente. – VD 16 B 1602 – Stalla 1542 – De Backer/S. I, 1156, 8. – Vorsätze und Titel mit zeitgenössischen Besitzeinträgen, teilweise leicht braunfleckig, Bände 1 und 2 am Anfang und am Ende schwach wasserfleckig, in Band 2 ca. 15 Blatt mit neueren Randanmerkungen und Unterstreichungen in Tinte, Band 3 mit wenigen Anstreichungen in Bleistift, Titel von Band 3 gelockert.

Lot 292
Bettbuch Caroli Magni: Das ist Carl desz Grossen und Ersten Teutschen Römischen Kaysers von ihrer Mayestät vor 780. Jaren täglich gebraucht an jetzo erst aber auß dem rechten uralten Original trewlich verteutscht und nun mehr zum andernmal außgangen. Sampt angehengten schönen Gebettlein … Vermahnungen und … Lehrsprüchen. Auch kurtzer Beschreibung … Caroli Magni Lebens: Durch Ioannem Horolanum, Pfarrhern in der Catholischen Eidgnossischen Hauptstatt Lucern und deß H. Apostolischen Stuls Protonotarien. 3 Teile in 1 Band. Mit 2 (wiederholten) Holzschnitt-Porträts im Text, 1 Wappenholzschnitt, 51 (1 ganzseitigen) Textholzschnitten, durchgehendem typographischen Holzschnitt-Rahmen sowie Zierleisten und Initialen. Ingolstadt, Wolfgang Eder, 1585. 2 Bl., 70 (recte 72) S., 1 Bl., 291 S., 2 Bl., 93 S. 16 x 10 cm. Ganzlederband der Zeit mit Platten- und Rollstempelverzierung und geschnittenen Metallschließen (berieben, Bezug mit Fehlstellen, eine Schließe fast lose).
Zuschlag 600 €
Sehr seltene zweite Ausgabe der ersten von J. Hürlimann bearbeiteten Verdeutschung des karolingischen Gebetbuches (“Liber precationum”). – VD 16 L 1538 und VD 16 H 5792 (für die Biographie) – vgl. Stalla 932. – Mit einem zusätzlichen (wiederholten) Holzschnitt-Porträt des Kaisers verso Haupttitel und auf Blatt 2 seiner Biographie. – Über KVK nur in der ungarischen Nationalbibliothek und in der Universitätsbibliothek Würzburg nachweisbar. – “Die erste Auflage erschien 1584, die zweite 1585. Dem ‘Bettbuch’ ist vorausgeschickt eine Dedikation des Druckers, Wolfgang Eder in Ingolstadt, an den Herzog Wilhelm von Baiern, dann eine weitläufige Vorrede Hürlimann’s an Herzog Albrecht von Baiern vom J. 1577, ferner die Uebersetzung einer lateinischen Epistel an König Heinrich II. (es sollte wol heißen: Heinrich III.) von Frankreich aus dem J. 1575, und angehängt ein ausführliches ‘Leben des Allerchristenlichsten Unuberwindlichsten Kaysers Caroli deß Grossen, auß bewerten Historicis und Geschichtschreibern kürtzlich verfasset durch Joannem Horolanum von Rapperschwyl, Pfarrherren zu Lucern und deß heiligen Stuls zu Rom Protonotarien’, ebenfalls mit der Jahreszahl 1584” (ADB XIII, 430). – Anfangs alter handschriftlicher Erwerbsvermerk von 1587, demnach wurde dieses Exemplar von einem “Johannes Herr aus Waging” erworben. – Innengelenke angebrochen, nur teilweise minimal gebräunt, hinterer Vorsatz fehlt. – Innen ungewöhnlich sauberes und fleckfreies Exemplar.

Lot 293 Bucer, Martin
Acta colloquii in commitiis Imperii Ratisponae habiti, hoc est articuli de religione conciliati, & non conciliati omnes, ut ab Imperatore ordinibus Imperii ad iudicandum, & deliberandum propositi sunt. Consulta & deliberata de his actis Imperatoris singulorum ordinum Imperii & legati Romani. Straßburg, (Wendelin Rihel), 1541. 6 nn., 104 num., 2 nn., 12 num. Bl. 21 x 15 cm. Brauner Ganzlederband der Zeit über Holzdeckeln mit reicher ornamentaler und figürlicher Blindprägung (Kapitale mit kleinen Fehlstellen, vorderes Gelenk gebrochen, 1 Schließe fehlt, 1 defekt).
Zuschlag 800 €
Erste Ausgabe der seltenen Abhandlung des Straßburger Reformators. – VD16 B 8832. – BM, German books S. 161 und S. 354, 1315 – nicht bei Adams. – Teilweise wasserfleckig, einige Blatt mit mittigem Braunfleck.

Lot 294 Dillinger Drucke
Als Vexierbuch gebundener Sammelband mit 5 Dillinger Drucken aus der Offizin Sebaldus Mayer. Die 5 Bücher in unterschiedlicher Größe gebunden zwischen zwei horizontal klappbaren Lederdeckeln (um 1800) mit Blindprägung und goldgeprägten Deckelfileten sowie aufwendig gepunztem Rundumgoldschnitt. Sowohl horizontal als vertikal aufklappbar. Im Pappschuber (ebenfalls um 1800) (Block etwas gelockert). [*]
Zuschlag 5500 €
Enthält: I. Walasser, Adam. Vergiß nit mein. Ein geistlich unnd christlich Buechlin, taeglich vor augen zuhaben. Von newem gemehrt und gebessert. Mit Holzschnitt-Titelbordüre und 88 Textholzschnitten. Dillingen, S. Mayer, 1572. 200 nn. Bl. (das letzte weiß). – 15 x 10 cm. – VD16 W 817. – Nur teilweise leicht gebräunt. – II. Gar schoene, andaechtige und kraefftige Gebett, vor, under, unnd nach der Wandlung des zarten Fronleichnams Christi, bey der Meß zusprechen. Jtem fünffzehen gnadreiche Gebetlin von dem heiligsten Leyden vnsers Herren Jesu Christi. Mit 2 Textholzschnitten. Ebda., 1574. 112 nn. Bl. 10 x 7,5 cm. – VD16 G 390 und VD16 F 3305 (für den Anhang). – Etwas gebräunt. – III. Walasser, Adam. Trostbuechlin für die Krancken und Sterbenden Menschen. Mit 1 Textholzschnitt. Ebda., 1580. 5 nn., 107 (von 165) num. Bl. 10 x 7,5 cm. – VD16 W 812. – Endet mit Blatt 107. – Etwas gebräunt, am Anfang wenige Blatt restauriert, teilweise leichter Buchstabenverlust. – IV. Fridolin, Stephan. Der Geistlich Herpst. Auszgelegt auff das inwendig leiden unsers allerliebsten Herren Jesu Christi. Mit 1 ganzseitigen Textholzschnitt. Ebda., 1575. 96 nn. Bl. 10 x 7,5 cm. – VD16 F 2794 – Schwach wasserfleckig. – V. (Der Seelen Lustgaertlin, schoene andaechtige Betrachtungen, was ein Mensch bey den eusserlichen und leyblichen Bluemen unnd Kreutern inerlich und geystlich betrachten soll.) Mit 4 Textholzschnitten. Ebda., 1575. 109 (von 110) Bl. 10 x 7,5 cm. – VD16 S 5273 oder 5274. – Fehlt das Titelblatt. – Etwas gebräunt.

Lot 295
Ex veterum comicorum fabulis, quae integrae non exstant, sententiae nunc primum in sermenem Latinum conversae. Mit Holzschnitt-Vignette auf dem Titel. Paris, Morelius, 1553-1554. 2 Bl., 147 S. und 74 nn. Bl. (zwischengebunden mit griechischem Paralleltext). 15 x 9,5 cm. Flexibler Pergamentband der Zeit (fleckig, oberes Kapital mit schmaler Fehlstelle, ohne Schließbänder, hinterer Umschlag oben ca. 1,5 cm eingerissen).
Zuschlag 300 €
Seltene einzige Ausgabe. – Adams P 1692. – Etwas braunfleckig, Vorsatz mit handschriftlichem Besitzvermerk, vereinzelte Anstreichungen.

Lot 296 Franck, Fabian
Das Cantzlei und Titelbüchlin sampt der Orthographien Fabiani Francks. Wie man Sendbriefe förmlich stellen, jdem Stand seinen gebürlichen Titel geben, darzu recht Deutsch schreiben und reden soll. Anderwerts von im ubersehen, inn vieln anweisungen und geschlechten der verbriefungen verbessert und gemehret. Mit dem Register. Mit figürlicher Holzschnitt-Titelbordüre. Wittenberg, Hans Frischmut, 1538-1539. 5 nn. Bl., 173 Bl., 3 nn. Bl. 15 x 9,5 cm. Gebundener Buchblock ohne Einband. [*]
Nachverkaufspreis 2000 €
Seltene durch den Autor vermehrte Ausgabe. – VD16 F 2274 – In den letzten 25 Jahren kein Exemplar im Jahrbuch der Auktionspreise nachweisbar (trotz mehrerer Auflagen). – Beinhaltet Francks vorher separat erschienenes “Cantzleybuch” und “Orthographia deutsch”, ein Formularbuch für die Kanzleipraxis und eine wissenschaftliche Rechtschreibungslehre. – “F. ist nicht der erste deutsche Orthograph, aber der erste, der eine an lateinischer Theorie geschulte orthographische Systematik bietet… seine Begeisterung und Liebe für die deutsche Muttersprache und die Forderung nach einer den griechischen und lateinischen Grammatiken ebenbürtigen vollständigen deutschen Grammatik sichern F. einen Ehrenplatz in der Geschichte der neuhochdeutschen Schriftsprache… F.s Programm enthält die Vorwegnahme von psychologischen und pädagogischen Tendenzen, die erst in der Zeit der Aufklärung wieder in Erscheinung treten.” (NDB V, 316). – Erscheinungsjahr auf dem Titel 1538 und im Druckvermerk 1539. – Stellenweise etwas gebräunt.

Lot 297 Hero Alexandrinus
Spiritalium liber, a Federico Commandino ex graeco, nuper in latinum conversus. Mit 2 großen figürlichen Holzschnitt-Initialen und 89 Textholzschnitten. Urbino, ohne Drucker (D. Frisolino), 1575. 2 nn., 70 (recte 80) num. Bl. 21,5 x 15 cm. Flexibles Pergament der Zeit mit handschriftlichem Rückentitel (gewellt, hinterer Deckel unten mit kleiner Fehlstelle).
Zuschlag 1000 €
Sehr seltene erste Ausgabe der “Pneumatika”. – STC 326 – Adams H 369 – Libri rari 133 – Waller 11371 – Roberts-T. 161: “Esteemed effort to make the principal texts of classical science available in the Renaissance. Vernet further suggests that many of the devices: thedioptra, screw-cutter, odometer, etc., may have been Hero’s own inventions. Although many of the devices are toys or parlor-tricks, that was a fashion of the day, and Hero’s matter-of-fact treatment clearly indicates that his interest was in the way they worked. Cardwell notes that Hero of Alexandria had, or at least proposed, a model steam engine in the form of a reaction turbine, that would actually work.” – Eins von offenbar nur drei im 16. Jahrhundert in Urbino gedruckten Büchern, aus der zweiten dortigen Druckerei, nachdem der Wanderdrucker Heinrich von Köln um 1495 dort einige Bücher hatte erscheinen lassen. Fumagalli (Lexicon typographicum Italiae 442) kennt nur den Euklid von 1575 aus der Offizin Frisolinos. Im STC sind jedoch neben dem Euklid, der hier vorliegende Hero und Montanos “Rime” als Drucke Frisolinos verzeichnet, alle im Jahr 1575. – Vorsätze fehlen, vorderes Innengelenk angebrochen, die ersten Blätter gelockert, teilweise leicht gebräunt, wenige schwache Wasserflecke im weißen Rand, die falsche Paginierung auf Blatt 80 handschriftlich korrigiert. Gutes, breitrandiges Exemplar.

Lot 298 Herrera, G. A. de
Agricoltura tratta da diversi antichi et moderni scrittori. Et tradotta di lingua spanguola in volgare italiano da Mambrino Roseo da Fabriano. Mit Holzschnitt-Druckermarke und zahlreichen Textholzschnitten. Venedig, F. Sansovino, 1568. 8 nn., 288 num., 4 nn. Bl. (das letzte weiß). 21,5 x 15 cm. Pergamentband der Zeit (Kapital und Ecken etwas lädiert). [*]
Nachverkaufspreis 300 €
STC 326 – nicht bei Adams. – Zuerst 1513 auf Spanisch erschienen. – Die Textholzschnitte zeigen Pflanzen, Werkzeuge und kleine Szenen aus dem Landleben. – Titel (mit Randabschnitt ohne Textverlust) aufgezogen und mit Besitzvermerk, die letzte Lage lose, teilweise wasserrandig und etwas fleckig, leicht gebräunt.

Lot 299 Hieblin (Hyeble), Christoph
Tractat, von der aller fürtrefflichsten und kräfftigsten Artzney wider allerley Gifft, welches der Stein Bezaar ist. In welchem seine wunderbarliche Würckungen und Tugenden mit der heylung in den Gifften angezeigt wirdt. Mit kolorierter Holzschnitt-Titelvignette (Konstanzer Stadtwappen). Konstanz, L. Straub, 1589. 39 nn. Bl. 16 x 10 cm. Pergamentband aus altem Material (fleckig). [*]
Zuschlag 1100 €
Erste Ausgabe der ausgesprochen seltenen Schrift des Konstanzer Stadtarztes, über KVK nur zwei Exemplare nachweisbar (München und Mailand). – VD 16 H, 3462 – vgl. Durling 2518 (2. Ausgabe) – nicht im BM STC und bei Adams. – Fehlt in den meisten medizinischen Sammlungen. – Behandelt die magische und entgiftende Wirkung des Bezoar- oder sogenannten Magensteins. – Ohne das letzte weiße Blatt. – Leicht fleckig, meist im weißen Rand mit kleinen Wurmgängen.

Lot 300 Jacobus de Voragine
Lombardica historia que a plerisque Aurea legenda sanctorum appelatur. Ohne Drucker und Verlag Straßburg, (Georg Husner), 1502. 259 Bl. 28,5 x 19,5 cm. Pergamentband (um 1950) mit kalligraphischem Rückentitel.
Zuschlag 1200 €
Erste von zwei Straßburger Ausgaben im 16. Jahrhundert bei Georg Husner, der die Legenda Aurea seit 1476 druckte. – VD 16 J 142 – Panzer VI, 28, 20 – Proctor 9998 – nicht bei Adams. – Schöne zweispaltige 51zeilige Postinkunabel in gotischer Type mit zweizeiligem Titel ohne Angabe von Ort, Drucker und Jahr, am Schluss mit Kolophon, wo dann Ort und Jahr genannt werden: “Argentine Anno domini M.ccccc secudo. Finite in vigilia sancti Thome apostoli.” – Die großen Initialen nicht ausgeführt, die kleinen gedruckten durchweg in Gelb koloriert. – Teilweise etwas gebräunt, wenige Blatt stärker, wenige Blatt mit schwachem Wasserrand, wenige meist hinterlegte kleine Randläsuren.

Lot 301 Juan de Jesus-Maria (Calagurritan)
Instructio novititiorum per Fr. Ioannem A Iesv Maria, Carmelitam Discalceatum Calaguritanum Mit Titel-Holzschnitt-Vignette und Holzschnitt-Druckermarke Rom, Carolum Vulliettum, 1605. 4 Bl., 322 S., 7 Bl. 15,5 x 10,5 cm. Flexibler Pergamentband der Zeit (Vorderdeckel mit Signaturschildchen, Rücken unten mit Fehlstelle, angestaubt, hinterer Deckel fast lose). [*]
Zuschlag 400 €
Sehr seltene erste Ausgabe. – Über den KVK nur ein Exemplar in einer spanischen Bibliothek nachweisbar. – Erste Ordensregel der Unbeschuhten Karmeliter (Discalceati), die sich 1598, bedingt durch die Reform von Teresa von Ávila und Johannes vom Kreuz, endgültig eigenständig gegründet hatten. – Juan de Jesus-Maria (1564-1615; genannt Calagurritan) geboren in Calahorra wurde 1581 nach Genua gesandt, “der Stätte des ersten reformierten Konvents in Italien, wo er ins Amt des Generals, der italienischen reformierten Kongregation aufstieg. Der Calagurrian war mit über 70 unter seinem Namen erschienenen Titeln der fruchtbarste aller Schriftsteller der Reform” (McGinn, Die Mystik im Abendland, Band 6/2, S. 451). – Vorsatz mit dem handschriftlichen Besitzeintrag “Bibl. Colleg. Tribov”. – Titel mit einem unleserlichen handschriftlichen Besitzeintrag und “Domus lipnicensis” – möglicherweise ein Piaristenkollegium in Lipnice (in Tschechien /Mähren; dt. Littmitz). – Stellenweise etwas fleckig.

Lot 302 Luther, Martin
Epistola Lutheriana ad Leonem Decimum summum pontificem. Tractatus de libertate christiana. Wittenberg, (Johann Rhau-Grunenberg), 1520. 18 nn. Bl. (das letzte weiß). 20,5 x 15,5 cm. Ohne Einband. [*]
Zuschlag 3000 €
Erste Ausgabe von der Schrift Martin Luthers (1483-1546), die wir wohl als eine seiner wichtigsten und einflussreichsten bezeichnen können: “Von der Freiheit eines Christenmenschen” – VD 16 L 4630 – Benzing 755 – Dommer 176 – Adams L-1892. – Das Buch ist auf Blatt a4 datiert “sexta Septembris, 1520” und erschien im November 1520. – Einem Sammelband entnommen, durchgehend mit zahlreichen wohl zeitgenössischen Randanmerkungen und Unterstreichungen in Rot und Schwarz, das letzte weiße Blatt einseitig eng beschrieben, nur leicht gebräunt.

Lot 303 Luther, Martin
Ein nutzliche fruchtbare Underwysung was da sy der gloub und ein war christenlich leben. (Übersetzt von Leo Jud). Mit breiter Holzschnitt-Titelbordüre. Zürich, Froschauer, 1521. 8 nn. Bl., XXVI S. Pappband (um 1900) (berieben und etwas bestoßen, Rückenbezug fehlt zum Teil, Gelenke gelockert).
Zuschlag 1600 €
VD 16 L 7203 – Benzing 765 – Köhler 2584. – Kolumnentitel: Von der Freyheit eines Christenmenschen. – Vorderer Innendeckel mit Namenseintrag, im weißen Rand teilweise schwach wasserfleckig, Titel mit kleiner hinterlegter Randläsur.

Lot 304 Meteren, Emmanuel van
Historia. Oder, Eigentliche und warhaffte Beschreibung aller fürnehmen Krigshändel Gedenckwürdigen Geschichten und Thaten so sich in Niderteutschlandt, auch beygelegenen und anderen örtern … zugetragen haben, unter der Regierung Keysers Caroli deß V. unnd Philippi II. Königs in Hispanien, biß auff diese jetzige gegenwertige zeit. Jetzo wider auffs new außgangen, und an vilen örttern gebessert vnd vermehret … sampt einer General der Niderlanden Charten, und aller Gubernatorn Bildtnussen, auffs künstlichst in Kupffer außgestochen … auffs new außgangen … gebessert und vermehrt. Jm Jahr 1597. Mit einer Kupferstich-Karte und 15 (1 doppelblattgroßen) Kupferstich-Porträts. Ohne Ort und Drucker, 1597. 1 Bl., 648 (recte 666) S. 30 x 20 cm. Ganzpergamentband der Zeit mit schwarzgeprägtem Wappen auf beiden Deckeln und neuerem handschriftlichem Rückenschild (fleckig, etwas berieben und bestoßen). [*]
Nachverkaufspreis 400 €
Zweite Ausgabe. – VD16 M 4931. – Emanuel van Meteren (1535-1612), geboren in Antwerpen, Schwiegersohn des Kartographen Abraham Ortelius, lebte ab 1550 in London. Während einer seiner Geschäftsreisen noch Holland wurde er während der Religionsstreitigkeiten verhaftet, kam aber wieder frei. Sein vorliegendes Hauptwerk ist eine hervorragende Historie der Niederlande und des Befreiungs-Krieges gegen Spanien. Es wird jedoch auch ausführlich die amerikanische Geschichte berührt, z.B. die Entdeckung des Hudson Flusses und die britischen Besiedelungen von Virginia. Ebenfalls werden Drake’s Westindien-Reise von 1585 sowie Hawkins und Drakes Überfall auf Westindien 1595 geschildert. – Durchgehend etwas gebräunt, die Porträtmedaillons meist seitlich bis in die umlaufende Legende beschnitten, Titel etwas fingerfleckig.

Lot 305 Pico della Mirandola, Giovanni Francesco
De rerum praenotione libri novem. Pro veritate religionis, contra superstitiosas vanitates editi. (Opera aurea et bracteata, herausgegeben von M. Schürer). 8 Teile in 1 Band. Straßburg, J. Knobloch, 1506-07. 286 Bl.(von 293, fehlen 5 weiße und 2 Textblätter). 31,5 x 22 cm. Neuer Halblederband mit goldgeprägtem Rückentitel.
Zuschlag 1000 €
Einzige Ausgabe dieser Schriftensammlung. – Adams P 1138 (falsch unter Giovanni, dem Onkel unseres Verfassers, eingeordnet) – VD 16 2636. – Enthält großenteils Abhandlungen über Aberglauben und Okkultismus des berühmten Gelehrten Giovanni Francesco Pico della Mirandola (1469-1533, Neffe des Neoplatonikers Giovanni Pico della Mirandola): – 1. De rerum praenotione libri novem. Pro veritate religionis, contra superstitiosas vanitates editi. – Erstdruck des Alberto Pio, gegen den Aberglauben. – 2. De morte Christi & propria cogitanda libri tres. – Erschien erstmals 1497 in Bologna. – 3. De studio divinae & humanae philosophiae, libri duo. – 4. Liber de imaginatione. – Erstmals 1500 zu Rom erschienen. – 5. Vita Johannis Pici Mirandulae. – Erstmals 1496 zu Bologna erschienene Lebensbeschreibung seines Onkels. – 6. Justini liber ad gentes in latinum conversum. – Erstdruck von Picos lateinischer Übersetzung der “Admonitio”. – 7. De fide et ordine credendi theoremata. – Julius II. gewidmet. Erstdruck. – 8. Epistolarum libri IV. – Briefe aus den Jahren 1492-1505. – Erstdruck. – Die Sammlung wurde von Matthias Schürer herausgegeben. – Der für die Ausgabe gewählte Gesamttitel “Opera aurea et bracteata” wird im Impressum “Liber imaginationis” genannt. – Ohne die fast nie vorhandene Lage mit acht Blättern “Ad lectorem” am Ende, die von Adams und VD 16, deren Exemplare unserer Kollation entsprechen, nicht gefordert wird. – Ohne die weißen Blätter f10 und l8, die weißen Blätter V6, h6 und o8 mit neueren Blättern ersetzt, die fehlenden letzten beiden Blätter (F7 und F8) wurden als Faksimile eingebunden. – Titel fleckig und mit angeschwemmten Randfehlstellen, stellenweise (zu Beginn stärker) etwas wasserrandig, teils leicht gebräunt.

Lot 306 Plutarch
Praestantissima atque imprimis latialibus musis idonea Plutarchi Cheronei opuscula tria. Ex vers. Guillaume Budé. Paris, 1505. 1 (weißes) Bl., 48 nn. Bl. 19,5 x 13,5 cm. Pergamentband aus altem Material mit 4 neuen Schließbändern (etwas fleckig). [*]
Nachverkaufspreis 240 €
Graesse V, 362. – Enthalten sind: De fortuna romanorum I.I. De fortuna et virtute Alexandri I. + II. De tranquillitate et securitate Amini I.I. – Gebräunt und zum Teil stärker fleckig, vereinzelt mit kleinen Anmerkungen, Notizen und Anstreichungen von alter Hand, mehrere Blätter im Falz mit schmalen Papierstreifen verstärkt.

Lot 307 Porsius, Henricus
Historia belli persici, gesti inter Murathem III. Turcarum, et Mehemetem Hodabende, Persarum regem breuiter ac vere conscripta … Eiusdem Itineris Byzantini libri III. Carminum lib. II. Epigrammatum II. Poeta. Mit Holzschnitt-Vignette auf dem Titel. Frankfurt, Wechel und Feyrabendt, 1583. 8 Bl., 175 S., 35 S. 17 x 11 cm. Flexibler Pergamentband der Zeit (fleckig, Bezug gewellt).
Zuschlag 300 €
Seltene erste Ausgabe. – VD16 P 4321 – BM German 712 – Vgl. Adams II, 1922 (Pariser Ausgabe 1585) – Henricus Porsius (1556-1610) studierte in Marburg, Wittenberg (eingeschrieben als “Porschius”) und Italien und wirkte als Historiker und Professor der Poesie, ab 1585 als kaiserlicher Sekretär und ungarischer Kammerrat. Er verfasste historiographische Beiträge zur byzantinischen und persischen Geschichte. – Durchgehend etwas wasserrandig, Titel mit gelöschtem handschriftlichem Besitzvermerk, rechte untere Ecke mit kleinen Fehlstellen, die ersten fünf Blätter rechts unten minimal sporfleckig. – Angebunden: Augurello, Giovanni Aurelio. Chrysopoeiae libri III. et geronticon liber I. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. Antwerpen, Plantini, 1582. 99 S. – Seltene Ausgabe. – Adams I, 2155. – Der italienische Alchemist, Humanist und Dichter Giovanni Aurelio Augurello, auch Augurelli, (1456-1524) veröffentlichte 1515 erstmals sein allegorisches Gedicht Chrysopoeia über Goldmachen und Alchemie, das Papst Leo X. gewidmet war. Der Legende nach revanchierte sich der Papst dafür nur mit einem leeren Geldbeutel mit der Bemerkung, alchemistische Goldmacher brauchten nicht mehr. – Durchgehend etwas wasserrandig

Lot 308 Rosselli, Cosimo
Thesaurus artificiosae memoriae, concionatoribus, philosophis, medicis, iuristis, oratoribus, procuratoribus, caeterisque; bonarum litterarum amatoribus. Cum Indicibus locupletissimis. Mit großer Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel, 27 meist blattgroßen Textholzschnitten und 3 (1 gefalteten) Holzschnitt-Tafeln. Venedig, Antonio Padovano, 1579. 16 nn., 145 num., 1 nn. Bl. 22,2 x 16 cm. Flexibler Manuskripteinband der Zeit (berieben, fleckig, kleine Wurmgänge).
Zuschlag 600 €
Einzige Ausgabe des gesuchten Werkes über Mnemotechnik, Kryptographie usw. – Adams R 801 – Brunet IV, 1402 – Graesse VI1, 167 – Rosenthal, Bibliotheca magica 6083 – Wellcome I, 5572. – Mit einem Kapitel über die Kosmographie von Dantes “Göttlicher Komödie”, Abhandlungen über die verschiedensten Alphabete und Sprachen, darunter Alphabetum animalium, Hebraicum, Persarum, Turcarum, Caldaicum; es folgt ein Bilderalphabet, zusammengesetzt aus Werkzeugen u.a. Gebrauchsgegenständen. Am Ende ein Fingeralphabet mit 52 Stellungen zum Gebrauch für Taubstumme. Vier Holzschnitte zeigen eine Zeichensprache der Körperhaltungen, einer den Kopf eines Mannes mit den Zentren der Sinne und des Geistes. – Vorsatz fehlt, Bezug des vorderen Spiegels lose, der hintere fehlt, etwas ausgebunden, eine Randfehlstelle mit winzigem Buchstabenverlust, teilweise leicht gebräunt.

Lot 309 Schenitz, Anton.
Warhafftiger bericht …, wie sich die sachen zwisschen dem Cardinal von Meintz etc. und seinem Bruder Hansen Schenitz zugetragen, und er vom Cardinal, onrecht getödtet, und seine güter mit gewalt eingezogen, und zur unbilligkeit gehemmet werden etc. Mit breiter Holzschnitt-Titelbordüre. Wittenberg, Hans Lufft, 1538. 31 (von 32, ohne das 4. weiße) nn. Bl. 18,8 x 15 cm. – Angebunden: Mansfeld, Philipp von. Warhafftiger gegrüntter Kegenbericht der Magdeburgischen Stadthalters und heimuerordenten Rethe, wider Anthoni Schenitz, juegnst zu Wittemberg ausgangen Schandtbuch, wie sich die sachen mit Hansen Schenitz seins brudern Rechtfertigung zugetragen, und wo mit er den galgen wol verdient hat, und im an seinem leib noch gute, inn dem kein unrecht geschehen sey. Magdeburg, Lotter, 1538. 46 (von 47, ohne das letzte weiße) nn. Bl. – Angebunden: Schenitz, Anton. Notwehre, auff das ertichte Buch, unter Graff Philipsen von Mansfelt Stathalters, und beider Stiffte Magdeburg und Halberstad HofRhete namen, ausgegangen. Mit breiter Holzschnitt-Titelbordüre. Wittenberg, Hans Lufft, 1539. 67 (von 68, ohne das letzte weiße) nn. Bl. Lederband (18. Jahrhundert) mit etwas Rückenvergoldung (etwas bestoßen, Kapital 4 cm aufgeplatzt).
Zuschlag 520 €
Erste Ausgabe. – VD 16 S 2638 – Hohenemser 1954 – Kuczynski 3579. – I. Seltener Bericht über den Prozess des Mainzer Erzbischofs Albrecht gegen seinen vormaligen Günstling Hans Schenitz, dem der Bischof Unehrlichkeit vorwarf. Hans Schenitz wurde von einem Bauernschöffengericht zum Tode verurteilt und in aller Eile hingerichtet. Es wurde vermutet, dass Schenitz in den Besitz brisanter Informationen gekommen war und deshalb verschwinden musste. Sein Bruder Anton versuchte, die Machenschaften des Bischofs aufzudecken und den Prozess wieder aufzurollen. – Die schöne Titeleinfassung (J. Luther, Tafel 40) stammt von dem Monogrammisten AW, einem Schüler Lembergers und zeigt sechs nackte Knaben und Köpfe auf Säulen. – Etwas gebräunt, einige Blätter im oberen Rand mit leichtem Wasserrand, alte Unterstreichungen. – II. Erste Ausgabe der Gegenschrift. – VD 16 ZV 29144. – Enthaltend u.a. auch Briefe von Hans von Schenitz, Hieronymus Walther d.Ä., Gregor und Marx Schütz sowie Herzog Georg von Sachsen aus den Jahren 1535-1537. – Teilweise leicht gebräunt, wenige Blatt mit Wasserfleck im oberen Rand, wenige alte Anstreichungen. – III. Erste und einzige Ausgabe der abschließenden Stellungnahme in der Streitsache um die Hinrichtung seines Bruders. – VD 16 S 2637 – Kuczynski 2389. – Titelbordüre wie bei Teil I. – Etwas gebräunt, wenige Blatt im Rand schwach wasserfleckig. Schöner Sammelband mit drei seltenen Flugschriften.

Lot 310 Theophylactus von Euböa
In quatuor evangelia enarrationes, nunc postre mum multo tum accuratius recognitae, tum emenda tius typis excusae. Ioanne oecolampadio interorete. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. Köln, Melchior von Neuss, 1536. 7 nn. Bl., 444 Bl. 15,5 x 10,5 cm. Pergamentband der Zeit mit handschriftlichem Rückentitel (etwas fleckig und berieben).
Zuschlag 300 €
Adams II, 591 – Nicht bei VD16. – Der erste Druck des Evangelienkommentars erschien 1524 bei Ceratander in Basel. – Der griechische Kleriker und Kommentator der Bibel Theophylakt von Euböa (auch Ohrid bzw. Achrida; um 1055-1107) ging 1078 als Erzbischof von Ohrid nach Bulgarien. – Titel mit handschriftlichen Notizen, letzte Titelzeile gestrichen, die ersten und letzten Blätter etwas gebräunt, stellenweise etwas braunfleckig.