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Lot 705 Bauhaus – Schlemmer, Oskar
Aus der Bücherei von Tut und Oskar Schlemmer. Exlibris. Original-Linolschnitt auf gelblichem Bütten. Um 1931. Bildgröße: 11,9 x 9,9 cm. Blattgröße: 12,4 x 10,4 cm.
Zuschlag 850 €
Kat. Staatsgalerie Stuttgart, 1997, Nr. 535. – Das Exlibris zeigt Schlemmers Frau Helena Tuthein, genannt “Tut”, beim Lesen eines Buches. – Seltener Handabzug des Künstlers. – Sehr gutes Exemplar.

Lot 706 Bauhaus – Wittwer, Hans
Visitenkarte Wittwers sowie ein Bogen des eigenen Briefpapiers (Wasserzeichen von Keferstein-Halle). Halle, um 1929. 6 x 10 cm und 29,5 x 19,5 cm.
Nachverkaufspreis 160 €
Sicher eigenhändige Entwürfe. Provenienz: Aus dem Nachlass Wittwers, aus dem wir hier weitere Stücke anbieten. – Papierbedingt etwas gebräunt, sonst frisch.

Lot 707 Bauhaus
Zwei Werbeblätter zum Bauhaus. Eines mit farbiger Illustration von Ferdy Horrmeyer. Um 1929-1936. Unterschiedliche Formate und Papierarten (nur kleine Gebrauchsspuren). [#]
Nachverkaufspreis 160 €
Vorhanden sind: I. Doppelblatt des Albert Langen-Verlags zum Bauhaus-Buch 14, Mohloy-Nagy, Von Material zu Architektur. 21,5 x 14 cm. Komplett in Fraktur gedruckt ! – II. Dreiteiliger Faltprospekt von Gebr. Rasch zur Tapetenkollektion Bauhaus-Weimar-May. 24 x 21 cm. – Papierbedingt minimal gebräunt, minimale Randläsuren, recht gut.

Lot 708 Bear Press – Artmann, H. C
Gesänge der Hämmer. Mit montiertem Autographen von Artmann und montierter Original-Bleistiftzeichnung sowie 14 Original-Holzschnitten, 14 Initialen und 2 Original-Farbradierungen (1 doppelblattgroß; 1 signiert und separat beiliegend) von Uwe Bremer. Bayreuth, The Bear Press, 1992. 5 weiße Bl., 52 S., 4 weiße Bl. 28,5 x 19,5 cm. Handgebundener und blindgeprägter Original-Maroquinband mit Kopfgoldschnitt im Original-Pappschuber.
Zuschlag 2200 €
15. Druck der Bear Press, Wolfgang Benda. – Eins von 12 (GA 150) römisch nummerierten Exemplaren der Luxusausgabe mit einer zusätzlichen signierten und nummerierten Original-Farbradierung sowie der montierten Original-Zeichnung von U. Bremer und dem Autographen von Artmann. Druck auf Zerkall-Bütten, Druckvermerk vom Verfasser und Künstler signiert. – Der Einband stammt von Werner G. Kießig, nach einem Entwurf von Uwe Bremer. Nachwort von U. Widmer. – Tadelloses Exemplar.

Lot 709 Bear Press – Jahnn, Hans Henny
Die Nacht aus Blei. Mit 12 Original-Radierungen von Klaus Böttger. Bayreuth, Bear Press, 1988. 123 S. 26 x 17 cm. Handgebundener grauer Lederband mit Flechtwerk-Ornament im Original-Leinenschuber (dieser leicht fleckig).
Zuschlag 200 €
11. Druck der Bear Press Wolfram Benda. – Eins von 150 nummerierten Exemplaren, im Druckvermerk vom Graphiker signiert. – Vgl. Spindler S. 145. – Schöner breitrandiger Pressendruck auf chamoisfarbenem Sandwich-Bütten. – Schönes Exemplar.

Lot 710 Becher, Johannes R
Der Ringende. Kleist-Hymne. Berlin, Bachmair, 1911. 6 Bl. Fadenheftung (dezent braunfleckig).
Nachverkaufspreis 200 €
Eins von 500 (GA 510) Exemplaren. – Der Erstling Bechers ist auch der Erstling seines Verlegers. – Beigegeben: Ders. Die Heilige Schar. Leipzig, Insel, 1918. Original-Broschur mit Deckelschild. – Gering gebräunt, wie meist ohne die von Bachmair erwähnte Bauchbinde, insgesamt recht gut.

Lot 711 Beer, Jeff – Dante Alighieri
Dantes Hölle. Vierzehn Gesänge. Deutsch von Karl Vossler. Mit 16 farbigen Offset-Drucken nach Gouachen von Jeff Beer. Eching, Widder-Druck, 1996. 15 Bl. 58,5 x 60,6 cm. Original-Halblederband mit Holzdecken, Deckeltitel und Metallschließe (gering kratzspurig).
Zuschlag 300 €
Eins von 40 (GA 50) nummerierten Exemplaren, im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Einbandgestaltung und Bindearbeiten: Olaf Nie. Offsetdruck: Ulenspiegel. – Schönes Künstlerbuch des deutschen Künstlers Jeff Beer, der als Bildhauer, Grafiker und Maler ebenso aktiv ist wie als Photograph, Schriftsteller, Musiker und Komponist. – Tadelloses Exemplar.

Lot 712 Behn, Fritz
Afrikanische Visionen. Mit einem farbig lithographierten Titelblatt sowie 15 signierten Original-Kreidelithographien. München, R. Piper u. Co., 1914. 2 Bl. 81,5 x 61 cm. Lose in Original-Halbleder-Flügelmappe mit farbig illustriertem Deckeltitel (leicht gebräunt, etwas berieben und beschabt, vorderer Deckel am unteren Rand mit etwas längerer Kratzspur und stellenweise schwach wasserrandig). [*]
Zuschlag 400 €
Eins von 20 (GA 200) handschriftlich nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Japan mit der zusätzlichen Lithographie. – Alle Lithographien sowie das Titelblatt jeweils im Stein monogrammiert und mit Bleistift vom Künstler signiert. – Der Bildhauer hatte 1907/08 und 1909/10 mehrmonatige Reisen in die Kolonie Deutsch-Ostafrika unternommen. Die unter dem Eindruck dieser Reisen in den folgenden Jahren entstehenden Groß- und Kleinplastiken von Löwen, Leoparden, Antilopen, Büffeln, Nashörnern und Elefanten gehören zu den wichtigsten Werken seines Oeuvres. – Durchgehend leicht gebräunt und etwas randknickspurig bzw. eselsohrig.

Lot 713 Bellmer, Hans – Barbusse, Henri
Die Kette. Visionärer Roman. Band I und II (in 1 Band). Berlin, Neuer Deutscher Verlag, 1926. 505 S. 22 x 14 cm. Original-Karton mit Original-Umschlag mit Illustration von Hans Bellmer (dieser an den Gelenken und Kanten mit kleinen Fehlstellen, Vordergelenk mit längerem Einriss, etwas angerändert und gebräunt, Hinterdeckel oben mit schmalem Wasserrand).
Zuschlag 330 €
Erste deutsche Ausgabe. – Sehr seltener Beleg für Bellmers gebrauchsgraphische Arbeiten aus seiner frühen Berliner Zeit. – Nicht bei Holstein und in der einschlägigen Bellmer-Literatur. – Im Impressum fälschlich als Entwurf von “A. Bellmer” bezeichnet. – Besitzstempel auf Titel, Schnitt mit schmalen Feuchtflecken, leicht gebräunt.

Lot 714 Benrath, Frederic – Hülsmanns, Dieter
Bourreau de la Communauté. Einleitung Jean Pierre Wilhelm. Mit einer signierten Original-Gouache von F. Benrath. Stuttgart, Klaus Burkhardt, 1963. 12 Bl. als Blockbuch gebunden. 34,5 x 23,5 cm. Original-Pappband mit Titelschild und marmorierten Bezügen.
Nachverkaufspreis 200 €
Eins von 10 (GA 93) römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe mit der Original-Gouache von Benrath. Impressum von Dieter Hülsmanns signiert. – Handpressendruck von Klaus Burkhardt. Texte in Deutsch und Französisch. – Schöner bibliophiler Druck in Schwarz und Violett. – Tadelloses Exemplar.

Lot 715 Bernhard, Thomas
Frost. Frankfurt, Insel, 1963. 357 S., 1 Bl. 20 x 12 cm. Original-Leinenband mit Rückenschild und Original-Schutzumschlag (Umschlag etwas berieben und mit kleinen Randeinrissen, leicht knickspurig).
Zuschlag 240 €
Erste Ausgabe seines ersten Romans. – Dittmar 21. – “Ich halte das Buch für eine der stärksten Talentproben, für eines der aufwühlendsten und eindringlichsten Prosawerke, die seit Peter Weiss von einem Autor der jüngeren Generation vorgelegt worden sind.” (Carl Zuckmayer, Die Zeit, 1963). – Gut erhalten.

Lot 716 Bernhard, Thomas
In hora mortis. Salzburg, O. Müller, 1958. 30 S., 1 Bl. 21,5 x 12,5 cm. Original-Broschur.
Zuschlag 200 €
Erste Ausgabe der dritten Veröffentlichung. – Papierbedingt gering gebräunt, sonst schön.

Lot 717 Beuys, Joseph
Beuys vor einem Tisch mit Papieren stehend. Original-Photographie. Vintage. Silbergelatine. Links unten von Beuys signiert. Ohne Jahr. Format: 30 x 24 cm. [#]
Nachverkaufspreis 200 €
Das Photo eines unbekannten Photografen zeigt Beuys vermutlich in einem Seminarraum in Düsseldorf. – Sehr gut erhalten.

Lot 718 Beuys, Joseph – Wolleh, Lothar
Art Scene Düsseldorf. Eine Dokumentation. Mit 1 signierten und gestempelten Offset-Porträt von Beuys sowie zahlreichen Abbildungen zu Beuys, Gerstner, Graubner, Heerich, Klapheck, Kriwet, Luther, Mack und Palermo. Stuttgart, Belser, 1971. Unpaginiert. 40,5 x 40,5 cm. Original-Leinwand mit Deckelstanzung “ART” (etwas angestaubt).
Zuschlag 300 €
Exemplar “AXIII”, außerhalb der Auflage von 150 nummerierten Exemplaren. – Schellmann 43a. – Mit Beiträgen, Kurzbiographien und Ausstellungsverzeichnis und Abbildungen zu Beuys, Gerstner, Graubner, Heerich, Klapheck, Kriwet, Luther, Mack und Palermo. – Ohne die neun Original-Graphiken und die Holzkassette. – Innen sehr gut erhalten.

Lot 719 Bezruc, Petr
Who in my stead? (Kdo na moje misto). Mit Illustrationen. Mährisch-Ostrau (?), Druck bei Chvala, 1935. 6 Bl. 22 x 16 cm. Illustrierte Original-Broschur (gering knickspurig).
Nachverkaufspreis 200 €
Nummer 6 von nur 30 der von uns nicht weiter nachweisbaren Auflage. – Beigebeben: Ders. Desitzky zivota macharova. Mit fünf (1 signierten) Lithographien von Otto Matousek. Mährisch-Ostrau, 1934. Eins von 300 numm. Exemplaren. Vom Autor auf der Titelei signiert. – Innen sauber, insgesamt gut.

Lot 720
Der Blaue Reiter. Die erste Ausstellung der Redaktion. Mit 13 Tafeln. München, Galerie Thannhauser, 1911. 5 S. 15 x 12 cm. Grauer Original-Karton mit Holzschnitt-Illustration von W. Kandinsky auf dem Vorderdeckel (Vorderdeckel mit Bleistiftkritzelei und Vermerk “München 1911″, Hinterdeckel mit Bleistiftzeichnung).
Zuschlag 750 €
Reed 247/1 – Roethel V, 11 a. – Der seltene Katalog zur ersten Ausstellung, in der 43 Arbeiten von Delaunay, Kandinsky, Macke, Marc, Münter u.a. gezeigt wurden. – Rechter Rand mit geringer Druckspur, letzte weiße Seite mit Bleistiftzeichnung, sonst schönes Exemplar.

Lot 721 Bobrowski, Johannes
Kathedrale 1941. Mappe mit 6 bedruckten Blatt auf geschöpftem Kozo. Halle, Frauke Otto, 2000. 60 x 41 cm. Lose im Original-Wellpappeumschlag mit montiertem Autorennamen in Original-Pappkassette. [*]
Nachverkaufspreis 300 €
Eins von 3 (GA 5) nummerierten Exemplaren (“jedes Buch ist ein Unikat”), Druckvermerk von Frauke Otto signiert. – “Dieses Buch erscheint anlässlich einer Ausstellung zu J. Bobrowski im Neuen Kunsthaus Ahrenshoop Sommer 2000″ (aus dem Druckvermerk). – Der Text wurde den gesammelten Werken entnommen. – Tadelloses Exemplar.

Lot 722 Bogeng, Gustav Adolf Erich (Hg.)
Kabinettstücke des Humors. 5 Bände. Mit 34 farbigen Original-Lithographien von H. A. Müller. Leipzig, List, um 1925. 19 x 12,5 cm. Handgebundene weiße Pergamentbände der Zeit mit reicher ornamentaler Rückenvergoldung, goldgeprägten Deckelfileten und Kopfgoldschnitt, erster Band mit eingebundener illustrierter Original-Broschur.
Zuschlag 400 €
Seltene erste Ausgabe dieser Auswahl. – Herausgeber-Exemplar von G. A. E. Bogeng, mit dessen Bibliotheksschildchen auf den Innenspiegeln in dekorativen handgebundenen Pergamentbänden. – Sehr gut erhalten.

Lot 723 Brecht, Bertolt – Seghers, Anna
Der Prozeß der Jeanne d’Arc zu Rouen 1431 (in der Bearbeitung des Berliner Ensembles) (Rollenbuch). Berlin, numerischer Druckvermerk, 1953. 78 S., 1 Bl. 20,5 x 14,5 cm. Original-Broschur (im Bereich des Rückens ausgeblichen, Klammerung dort mit Rostdurchschlag).
Nachverkaufspreis 240 €
Selten, erste Ausgabe dieser Bearbeitung. Laut Druckvermerk in nur 200 Exemplaren gedruckt, war so nicht im Handel. – Papierbedingt gebräunt, sonst innen sauber.

Lot 724 Brehmer, K. P
Trivialgrafik. Abbildungen. Aufsteller. Briefmarken. Postkarten (…). Katalog mit einer montierten und acht losen Bildbeilagen sowie zwei montierten Preislisten. Berlin, Galerie Rene Block, 1967. 31 x 17 cm. Typographisch gestaltete Original-Broschur (etwas knickspurig, verso Spuren eines entfernten Briefumschlags).
Zuschlag 200 €
Es dürften sich kaum mehr Exemplare dieses Katalogs erhalten haben. Die Preislisten führen die lieferbaren Arbeiten Brehmers auf. – Lose dabei: vier weitere Werbekarten der Galerie zu Arbeiten von Vostell, Takehisa Kosugi, zur Vernissage “Hommage a Lidice” u.a. – Kaum gebräunt, insgesamt gut.

Lot 725 Brinkmann, Rolf Dieter
Der fröhliche Tarzan. Hefte Nr. 1-8 und 1 Sonderdruck. Zusammen 9 Hefte. Eine neue Zeitschrift für Dichtung aus Köln. Hrsg. Rolf-Eckart John. Mit Illustrationen von Berndt Höppner, Thomas Hornemann, Joe Brainard u.a. Köln, Privatdruck, 1970-1975. Unpaginiert (Hektographien). 29,5 x 21 cm. Illustrierte Original-Umschläge.
Zuschlag 330 €
Seinsoth 51. – Fast komplette Folge. Die Nr. 1 enthält sieben Gedichte von Rolf Dieter Brinkmann. Von der legendären Kölner Underground-Zeitschrift “Der fröhliche Tarzan” erschienen insgesamnt 9 Hefte und 1 Sonderdruck. Das Heft Nr. 7 in Doppelbindung mit Benzin Nr. 4. – Beiträge von Brinkmann gibt es nur in Nr. 1. Weitere Autoren sind u.a.: Nicolas Born, Richard Brautigan, Charles Bukowski, Tom Clark, Vincente Huidobro, John James, Marcel Jouhandeau. Die Auflage wird mit 400 bis 600 Exemplaren angegeben. Nach Aussage des Herausgebers wurden wegen mangelnder Nachfrage nicht annähernd soviele Exemplare gedruckt. – Papierbedingt teils etwas gebräunt, sonst sehr gut erhalten.

Lot 726 Brjussoff, Valerius
Die Republik des Südkreuzes. Novellen. Mit Einbandillustration und Buchschmuck von Otto zu Gutenegg. München, Hans von Weber, 1908. 107 S., 1 Bl. 24 x 16,5 cm. Dunkelblauer Original-Kalbslederband mit goldgeprägter Rücken- und Deckelvergoldung und großer goldgeprägter Illustration auf dem vorderen Deckel im Original-Schuber mit Deckelschild (minimal berieben, Schuberkanten mit Läsuren).
Nachverkaufspreis 300 €
Erste deutsche Ausgabe. – Eins von 50 nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Van Gelder-Bütten im Ganzledereinband. – Hayn-Gotendorf I, 472 – KNLL III, 189f.: “Die ‘Republik des Südkreuzes’ wird von Brjusov als das utopische Modell eines zivilatorisch hochgezüchteten, totalitären Wohlfahrtsstaates in der Antarktis dargestellt. … Infolge (einer) epidemisch um sich greifenden Krankheit nehmen die Zustände in der Sternenstadt chaotische Formen an, bis schließlich eine allgemeine Massenflucht einsetzt. … Mit Vergewaltigung, Mord, Raub, Menschenfresserei und Totschlag richtet sich das Volk in einem letzten Bacchanal der Grausamkeiten und sexuellen Exzesse selbst zugrunde.” – Enthält auch die Novellen: “Die Schwestern”, “Im unterirdischen Kerker”, “Die letzten Märtyrer”, “Jetzt aber, wo ich erwacht bin”, “Im Spiegel” und “Das Köpfchen aus Marmor”. – Schönes Exemplar, dekorativ gebunden,

Lot 727 Budko, Joseph – Münchhausen, Börries Freiherr von
Juda. Gesänge. Mit illustriertem Doppeltitel und Buchschmuck von Joseph Budko. (Stuttgart und Berlin, Deutsche Verlags-Anstalt, 1922). 28 nn. Bl. 23,2 x 17,8 cm. Blindgeprägter Original-Ganzlederband mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel, Deckelvergoldung und Kopfgoldschnitt (etwas berieben, Deckel etwas gewellt, unteres Kapital hinten mit kleinem Einriss).
Nachverkaufspreis 160 €
Erste Ausgabe in dieser Ausstattung. – Eins von wenigen nummerierten Exemplaren einer kleinen Vorzugsausgabe, vom Verfasser und Illustrator im Druckvermerk signiert. – “Das Buch Juda erschien zuerst im November des Jahres 1900 mit Buchschmuck von E.M. Lilien im Verlage von F.A. Lattmann in Goslar, später bei Egon Fleischel & Co. in Berlin. Diese vorliegende von Joseph Budko geschmückte Ausgabe trat an Stelle jener seit dem Herbst 1922 und ist bei der Deutschen Verlags-Anstalt in Stuttgart und Berlin erschienen. In der Gesamtreihe ist dies das 8.-10. Tausend.” – Block mehrfach etwas angebrochen.

Lot 728 Burliuk, David und Marussia
Color and rhyme. Fünf Hefte der Folge. Mit zahlreichen Textabbildungen. Hampton Bay, 1962-1966. Meist 31 x 24 cm. Illustrierte Original-Broschuren (etwas bestoßen und vergilbt).
Nachverkaufspreis 300 €
Vorhanden sind die Nummern 51/52, 56,, 60 (auf kyrillisch), 61 und 62. Die umfängliche Selbstdarstellung des russischen Avantgardisten, der gerne so tat, als hätte er den Konstruktivismus quasi im Alleingang erfunden, erschien in 66 Nummern zwischen 1930 und 1967, wobei die Nummern 63-65 wohl wegen des Todes von Burliuk nicht erschienen. Die letzte Nummer 66 erschien posthum. Nummer 61 hier mit handschriftlichen Korrekturen, wohl eher von der Hand der Ehefrau. – Dabei neun Hefte als Doubletten, zusammen 14 Hefte. – Innen sauber, insgesamt recht gut.

Lot 729 Celan, Paul – Hagen, Fritz (Friedrich)
Die Legende vom Tod. Ein wunderlich alt Spiel in neuer Weis. Nürnberg, Lorenz Spindler, (1923). 14 nn. Bl. 19 x 13,5 cm. Illustrierte Original-Kartonage mit Klammerheftung (etwas geblichen, Ecken minimal bestoßen).
Zuschlag 200 €
Sehr seltene Erstveröffentlichung des in Nürnberg geborenen Schriftstellers Friedrich Hagen (1903-1979), der neben seiner Arbeit als Lehrer, Gedichte und Theaterstücke schrieb und malte – auch die mit “FH” monogrammierte Umschlagillustration des vorliegenden Jugendwerks stammt offensichtlich von ihm. – 1933 ist er als entschiedener Gegner der Nationalsozialisten nach Frankreich geflohen und hat sich während des Krieges dem französischen Widerstand angeschlossen. Nach dem Krieg arbeitete Hagen als Chefredakteur für den französischen Rundfunk und war als Schriftsteller und Übersetzer tätig. Nach dessen Umzug nach Paris 1948 lernte er Paul Celan kennen, arbeitete mit ihm für übersetzerische Brotarbeiten zusammen und vermittelte zahlreiche Kontakte u.a. zu Hermann Lenz und Flora Klee-Palyi. – Größere Bekanntheit erlangte er als Übersetzer von Cocteau, Éluard und Supervielle. 1965 wurde er mit dem Preis der Stadt Nürnberg ausgezeichnet. – Aus dem Nachlass der Familie, ist das Jugendwerk mit vereinzelten Anstreichungen in Bleistift, wohl von der Hand des Autors, versehen. – Papierbedingt gebräunt.

Lot 730 Celan, Paul (das ist: Paul Antschel)
Mohn und Gedächtnis. Gedichte. Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt, 1952. 75 S., 2 Bl. 19,2 x 11,7 cm. Schwarzer Original-Leinenband mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel (Rücken etwas geblichen).
Zuschlag 3300 €
Erste Ausgabe von Celans erstem, von ihm anerkannten Gedichtband. – Heuline 1-2. – Mit eigenhändiger Widmung an “Friedrich Hagen, dem Dichter und Freund, in Herzlichkeit”, signiert und datiert “Paul Celan Le Plessis, Januar 1953″ auf dem Vorsatz. – Der erste, nach der 1948 in Wien erschienenen und vom Autor wegen zahlreicher Druckfehler zurückgezogenen und fast vollständig vernichteten Sammlung, veröffentlichte Gedichtband enthält die Gedichtzyklen “Der Sand aus den Urnen”, “Gegenlicht” und “Halme der Nacht” sowie Celans berühmtesten Text “Todesfuge”. – Bedeutendes Widmungsexemplar für Friedrich Hagen (1903-1979). Paul Celan hatte den in Nürnberg geborenen Dichter und Übersetzer, der 1933 als entschiedener Gegner des Nationalsozialismus nach Frankreich geflohen war und sich während des Krieges dem französischen Widerstand angeschlossen hatte, nach seinem Umzug nach Paris 1948 kennengelernt. Hagen, der nach dem Krieg für den französischen Rundfunk arbeitete und mit Essays über und Übersetzungen von Werken Paul Éluards und Jean Cocteaus bekannt wurde, war in der französischen Kapitale bestens vernetzt und arbeitete mit Celan bei übersetzerischen Brotarbeiten zusammen, machte ihn aber auch mit Hermann Lenz bekannt (vgl. Gisèle Celan-Lstrange, Correspondance, Briefe Nr. 19 und 39). Das Verhältnis kühlte sich im Zusammenhang mit der Goll-Affäre ab. – Ohne den Original-Folienumschlag. Papierbedingt minimal gebräunt.

Lot 731 Celan, Paul (das ist: Paul Antschel)
Der Sand aus den Urnen. Mit 1 (von 2) Original-Lithographie von Edgar Jené. Wien, A. Sexl, 1948. 61 S., 1 Bl. 22 x 14,5 cm. Original-Halbleinen mit rotgeprägtem Deckeltitel (Kanten schwach berieben, minimal aufgebogen).
Zuschlag 30000 €
Erste Ausgabe, mit dem Erstdruck der “Todesfuge” in deutscher Sprache. – Heuline 1-1. – Eins von 500 nummerierten Exemplaren, von denen jedoch nur sehr wenige erhalten sind, da Celan die Auflage schon bald nach dem Erscheinen vernichten ließ. – Vorsatz mit sechszeiliger eigenhändiger Widmung von Celan an “Friedrich Hagen, um diesen Lichtring der Stille in die Nähe seiner Hände zu legen”, signiert und datiert “Paul Celan Paris im Januar 1949″. – Der Gedichtband enthält 14 eigenhändige Korrekturen des Autors auf 13 Seiten (S. 11, 17-20, 27, 41, 43, 45, 46, 51, 52 und 55), die sich teils auf einfache Groß- und Kleinschreibungs- oder Umbruchfehler beziehen, aber auch Verbesserungen sinnentstellender Fehler vornehmen, wenn z.B. das “Eis von unterirdischer Röte” eigentlich “von unirdischer Röte” sein sollte (S. 19) oder die “Schlüssel” anstatt der “Schüssel mit schlummerndem Schrot” gereicht wird (S. 41). – Ausschlaggebend für Celans Entscheidung, die Erstausgabe seines ersten Gedichtbands umgehend aus dem “Verkehr” zu ziehen, war neben diesen Druckfehlern “von der entsetzlichsten Sorte” (Celan an Rychner, 24.11.48, in: Seng, 2001) und der schlechten Papierqualität vor allem die unauthorisierte Hinzufügung der beiden Lithographien von Edgar Jené. Bei allen bekannten Exemplaren (etwa 4-5), die er an Freunde verschenkte, hat Celan zumindest eine dieser Graphiken entfernt. So berichtet Brigitte Eisenreich, dass in ihrem Exemplar “die Seiten 43 bis 60 … herausgerissen” waren, “darunter eine der Lithographien von Edgar Jené, die er geschmacklos fand” (Celans Kreidestern, 2010). Celan hatte dem Künstler mit dem Essay “Edgard Jené und der Traum vom Traume” zwar kurz zuvor seine erste eigenständige Publikation in Wien gewidmet, ging jedoch nach seinem Umzug nach Paris zunehmend auf Distanz zu den Surrealisten. – Letztlich verzögerte Celan durch die Vernichtung der Auflage – bis dahin waren laut Abrechnung des Wiener Verlages ganze neun Exemplare verkauft worden – die Rezeption seiner Gedichte in der deutschsprachigen Literaturwelt um ganze vier Jahre. Erst im Rahmen der Goll-Affäre wies Celan vermehrt auf seine erste Publikation hin und verschenkte diese u.a. an seine Geliebte “als Beweis für die Eigenständigkeit seiner Dichtung”. – Das vorliegende Exemplar verschenkte Celan schon kurz nach seinem Umzug nach Paris an den bereits seit 1933 dort lebenden, bestens vernetzten Dichter und Übersetzer Friedrich Hagen (1903-1979), der ihn u.a. mit Hermann Lenz bekannt machte. Das Verhältnis der beiden sollte sich mit der Affäre um die von der Witwe seines Freundes Yvan Goll erhobenen Plagiatsvorwürfe abkühlen. – Vorsätze mit kleineren Leimspuren, papierbedingt etwas gebräunt.

Lot 732 Celan, Paul (das ist: Paul Antschel)
Von Schwelle zu Schwelle. Gedichte. Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt, 1955. 65 S., 1 Bl. 19,2 x 11,7 cm. Schwarzer Original-Leinenband mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel, in Original-Folienumschlag mit bedruckten Innenklappen (dieser mit größeren Fehlstellen, ohne Textverlust, Rücken etwas geblichen).
Zuschlag 1500 €
Erste Ausgabe von Celans zweitem Gedichtband. – Heuline 1-3. – Mit eigenhändiger Widmung “Für Grit und Friedrich Hagen, in herzlicher Verbundenheit”, signiert “Paul Celan” auf dem Vortitel. – Der zweite von ihm anerkannte Gedichtband “Für Gisèle” enthält die ausschließlich in Paris verfassten Gedichte der drei großen Zyklen “Sieben Rosen später”, “Mit wechselndem Schlüssel” und “Inselhin”. – Bedeutendes Widmungsexemplar für Friedrich Hagen (1903-1979) und seine Frau. Paul Celan hatte den in Nürnberg geborenen Dichter und Übersetzer, der 1933 als entschiedener Gegner des Nationalsozialismus mit seiner Frau Marguerite nach Frankreich geflohen war und sich während des Krieges dem französischen Widerstand angeschlossen hatte, nach seinem Umzug nach Paris 1948 kennengelernt. Hagen, der nach dem Krieg für den französischen Rundfunk arbeitete und mit Essays über und Übersetzungen von Werken Paul Éluards und Jean Cocteaus bekannt wurde, war in der französischen Kapitale bestens vernetzt und arbeitete mit Celan bei übersetzerischen Brotarbeiten zusammen, machte ihn aber auch mit Hermann Lenz bekannt (vgl. Gisèle Celan-Lstrange, Correspondance, Briefe Nr. 19 und 39). Das Verhältnis kühlte sich im Zusammenhang mit der Goll-Affäre ab. – Papierbedingt minimal gebräunt.

Lot 733 Chagall, Marc
Deckenmalerei in der Pariser Grossen Oper. Mit einer Original-Lithographie, einer Faltbeilage und zahlreichen farbigen Abbildungen. Luzern u.a., Kunstkreis, um 1966. 89 S., 2 Bl. 33,5 x 25 cm. Illustrierter Original-Leinenband mit illustriertem Original-Schutzumschlag.
Zuschlag 200 €
Nummeriertes Exemplar mit der Original-Farblithographie “Le Plafond de L’Opera de Paris” (Mourlot 434). – Mit Text von Jaques Lassaigne. – Etwas muffig, sonst sehr gut erhalten.

Lot 734 Chagall, Marc
Glasmalereien für Jerusalem. Text von Jean Leymarie. Mit 2 Original-Farblithographien sowie zahlreichen, teils farbigen Tafeln und Textabbildungen. Monte Carlo, Sauret, 1962. 211 S., 2 Bl. 33,5 x 25,5 cm. Original-Leinwand mit Original-Umschlag und Klarsichtfolie (Umschlag an den Rändern gering berieben). [*]
Zuschlag 300 €
Cramer 49 – Mourlot 365-66 – Sorlier 78. – Die beiden Original-Farblithographien sind eigens für dieses Werk angefertigt worden. – Schönes Exemplar.

Lot 735 Chagall, Marc
Drei Werke zu Marc Chagall. Mit insgesamt 3 Original-Farblithographien. 1969-1973. Unterschiedliche Formate. Original-Leinenbände mit Original-Umschlägen (diese teils etwas angerändert).
Zuschlag 200 €
Vorhanden: I. Lassaigne, Jacques. Marc Chagall. Drawings and water colours for The Ballet. Mit 1 Original-Farblithographie. New York, Tudor, 1969. – II. Sorlier, Charles. The Ceramics and Sculptures of Chagall. Mit einer Original-Farblithographie. Monaco, Sauret, 1972. – III. Chatelain, Jean. The biblical Message Marc Chagall. Mit einer Original-Farblithographie. New York, Tudor, 1973. – Gute Exemplare.

Lot 736 Chagall, Marc
Sammlung von 4 Werken in 5 Bänden. Mit insgesamt 5 farbigen Original-Lithographien von M. Chagall. 1964-1986. Unterschiedliche Formate und Original-Einbände. [*]
Zuschlag 300 €
Vorhanden: I.-II. Sorlier, Charles. Chagall Lithograph. Bände V und VI (von 6). Mit zahlreichen, teils farbigen Abbildungen. Monte-Carlo, Sauret, 1984-86. 33 x 25 cm. Original-Leinenbände mit farbigen Original-Umschlägen im Schuber. – Tadellose Exemplare der deutschen Ausgabe. – III. Chatelain, Jean. Le Message Biblique Marc Chagall. Mit einer farbigen Original-Lithographie. Paris, Mourlot, 1972. 33 x 25 cm. Original-Leinenband mit farbigem Original-Umschlag im Schuber. – IV. Derriere le miroir. No. 147: Chagall. Mit drei (inklusive Umschlag; davon zwei farbige und eine doppelblattgroße) farbigen Original-Lithographien. Paris, Maeght, 1964. 38 x 28 cm. Farbig illustrierter Original-Umschlag. – V. Derriere le miroir. No. 246: Chagall. Mit einer farbigen und doppelblattgroßen Original-Lithographie. Paris, Maeght, 1981. 38 x 28 cm. Farbig illustrierter Original-Umschlag. – Insgesamt sehr gute Exemplare.

Lot 737 Chas Laborde – MacOrlan, Pierre (das ist: Pierre Dumarchey)
Malice. Mit 31 (Titel, 10 Tafeln und 20 im Text) handkolorierten Original-Radierungen von Chas Laborde. Paris, Jonquières, 1924. 1 Bl., 145 S., 1 Bl. 22,5 x 17 cm. Dunkelblauer Ganzmaroquinband (signiert: “Drugman”) mit goldgeprägtem Rückentitel, goldgeprägten Rücken- und Deckelfileten und Kopfgoldschnitt im Schuber (dieser etwas bestoßen).
Nachverkaufspreis 200 €
Eins von 650 (GA 746) nummerierten Exemplaren auf “vélin de Rives blanc”. – Kolorierung durch Eugène Charpentier. – Sehr gutes Exemplar.

Lot 738 Chillida, Eduardo
Derriere le miroir Nr. 143: Cillida. Mit 4 (1 doppelblattgroßen) Original-Holzschnitten. Paris, Maeght, 1964. 38 x 28 cm. Illustrierter Original-Umschlag mit Original-Pappdecke im Original-Pappschuber (dieser leicht kratzspurig).
Zuschlag 200 €
Eins von 150 nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Vélin de Rives, im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Schönes Exemplar.

Lot 739 Choukhaeff, V – Musset, Alfred de
Les deux maitresses. Mit 19 (8 ganzseitigen) kolorierten Illustrationen von V. Choukhaeff und 2 Extrasuiten der Illustrationen. Paris, Éditions de Pleiade, 1928. 149 S., 2 Bl. 24,2 x 18 cm. Illustrierte Original-Kartonage und Umschlag in seidenbezogenem Schuber.
Zuschlag 200 €
Wohl eins von 330 (GA 378) Exemplaren auf Velin, hier jedoch nicht nummeriert, sondern mit gedrucktem Eintrag: “Exemplaire imprimé pour J.-E. Pouterman”. – Mit den beiden Suiten in Farbe und Schwarz/Weiss mit insgesamt 38 Tafeln in beiliegendem Umschlag, die eigentlich nur den Exemplaren 1 bis 13 beigegeben werden sollten.

Lot 740 Christiansen, Henning
Betrayal. Betrug. Bedrag. op. 144. Multiple mit Original-Schallplatte, 5 beidseitig bedruckten Kartons, auf Karton gedrucktem “Guarantee”-Zettel sowie 3 farbigen Papierservietten. Askeby, Borgen Records, 1982. 18,5 x 18,5 cm. Farbig illustrierte Original-Kassette (etwas beschabt).
Zuschlag 330 €
Komplettes Set mit allen Beilagen. Eins von 500 Exemplaren, auf dem Innendeckel vom Künstler eigenhändig nummeriert und signiert. Selten, ob überhaupt 500 Stück ausgegeben wurden ? – Abspielbarkeit der Platte nicht überprüft, augenscheinlich gut.

Lot 741 Cocteau, Jean
Coteau beim Zeichnen. Original-Photographie auf Gevaert Ridax-Papier. Vintage. Silbergelatine. 1940er Jahre. Format: 17,5 x 12,5 cm. [#]
Zuschlag 300 €
Im oberen Rand von Cocteau eigenhändig signiert. – Rechter Rand mit schmaler Knickspur, gering fleckig, sonst gut erhalten.

Lot 742 Comics – Scheibner, Reinhard
Lino-Metal. Compilation gravures. Mit teils farbigen Abbildungen. Marseille, Le Dernier Cri, 2001. 14 Bl. 42 x 58 cm. Farbig illustrierter Original-Karton.
Nachverkaufspreis 160 €
Eins von 30 nummerierten und vom Autor auf dem ersten Blatt signierten Exemplaren. – Erste Ausgabe. – Großformatiger Band mit Comics, teils etwas an Crumb erinnernd, aus der legendären Edition LDC. – Tadelloses Exemplar.

Lot 743 Darboven, Hanne
Urzeit/Uhrzeit. Mit einigen montierten farbigen Abbildungen nach Photographien und zahlreichen nach Collagen und Zeichnungen. New York, Rizzoli 1990. 246 S., 2 Bl. 42,5 x 30 cm. Original-Leinwand mit Original-Leinenschuber
Zuschlag 300 €
Eins von 250 (GA 300) nummerierten Exemplaren. Von der Künstlerin auf dem Vortitel monogrammiert. – Das Künstlerbuch der Konzeptkünstlerin Hanne Darboven (1941-2009) zeigt eine Auswahl des zwischen 1978 und 1988 entstandenen Werkes “Urzeit/Uhrzeit”, das aus 26 Einzelbänden besteht. Die Auswahl umfasst 148 Blätter des Originals. – Tadelloses Exemplar.

Lot 744
D’Ariane à Zoé. Alphabet galant et sentimental. Mit 26 Original-Lithographien von R. Dufy, D. de Segonzac, M. Laurencin, K. Hasegawa u. a. sowie 26 Vignetten von B. Grosser. Paris, Libraire de France, 1930. 4 Bl., 191 S., 4 Bl. 30 x 23 cm. Lose Lagen im bedruckten Original-Umschlag in Original-Halbleinendecke im Pappschuber (Schuber und Decke etwas angeschmutzt und berieben). [*]
Nachverkaufspreis 240 €
Eins von 150 (GA 220) nummerierten Exemplaren auf Archos. Unbeschnitten.

Lot 745 Der Bücherwinkel – Poritzky, J. E
Mysterien. Mit 12 signierten Original-Radierungen und 24 eigenhändig monogrammierten radierten Vignetten und Initialen von Ernst Zimmermann. München, Der Bücherwinkel, 1923. 201 S., 1 Bl. 31 x 26 cm. Original-Maroquinband (signert: “P.A. Demeter, Hellerau”) mit Rückenschild, Rückenvergoldung, Deckel-, Steh- und Innenkantenfileten sowie Goldschnitt (Kanten und Gelenke etwas berieben).
Zuschlag 650 €
Rodenberg S. 351 – Eins von 100 nummerierten Exemplaren der einmaligen Auflage auf Bütten. Unser Exemplar gedruckt für Ludwig Ey, Hannover. – Den Text druckte die Offizin B. Heller in der Walbaum-Antiqua, die Radierungen Heinrich Wetteroth. – Gutes Exemplar.

Lot 746
Derrière le miroir. 4 Hefte der Reihe. Mit einigen Original-Graphiken und Abbildungen. Paris, Maeght, um 1961-1980. 38 x 28 cm. Original-Broschuren (leicht fleckig bzw. berieben).
Zuschlag 200 €
Vorhanden: I. Nr. 33. Hans Arp. Zweite Auflage. Mit drei, (einer doppelblattgroßen) Original-Graphiken. – II. Nr. 48-49. Georges Braque. Zweite Auflage. Mit sechs, zwei doppelblattgroßen Original-Farblithographien. – III. Nr. 123. Miro. Mit einer doppelblattgroßen Abbildung nach einer Original-Photographie und zwei doppelblattgroßen Original-Farblithographien. 1961. – IV. Nr. 124. Chillida. Mit schwarz-weißen Reproduktionen sowie vier, zwei doppelblattgroßen Original-Farblithographien. 1961. – Insgesamt gut erhalten.

Lot 747
Derrière le miroir. 7 Hefte der Reihe. Mit einigen Original-Graphiken und Abbildungen. Paris, Maeght, 1964-1980. 38 x 28 cm. Original-Broschuren (1 Rücken mit kleinem Einriss, vereinzelt leicht fleckig bzw. berieben).
Zuschlag 300 €
Vorhanden: I. Nr. 143: Cillida. Mit vier (einer doppelblattgroßen) Original-Holzschnitten. 1964. – II. Nr. 153: Tal-Coat. Mit fünf doppelblattgroßen Original-Farblithographien. 1965. – III. Nr. 200: Tapies. Mit drei doppelblattgroßen Original-Farblithographien. 1972. – IV. Nr. 203: Miro. Mit drei doppelblattgroßen Original-Farblithographien. 1973. – V. Nr. 212: Calder. Mit acht (zwei doppelblattgroßen) Original-Farblithographien. 1975. – VI. Nr. 223: Arakwas. Mit einer doppelblattgroßen Original-Farblithographie. 1977. – VII. Nr. 240: Bram van Velde. Mit zwei doppelblattgroßen Original-Farblithographien. 1980. – Insgesamt sehr gut erhalten. – Dabei: Noise. Hefte 1, 3 und 6. Mit zahlreichen Illustrationen. Paris, Maeght, 1985-86. 37 x 27 cm. Original-Karton (leicht fleckig). – Sehr gut erhalten.

Lot 748
Derrière le miroir. 8 Hefte der Reihe. Mit einigen Original-Graphiken und Abbildungen. Paris, Maeght, 1946-1981. 38 x 28 cm. Original-Broschuren.
Zuschlag 330 €
Vorhanden: I. Nr. 4: G. Braque. Mit 1 Original-Farblithographie. 1947. – II. Nr. 25/26: G. Braque. Mit 1 Original-Farblithographie. 1950. – III. Nr. 82-84: Tal Coat. Mit 3 doppelblattgroßen Original-Farblithographien. 1956. – IV. Nr. 180: Tapies. Mit Original-Farblithographie über 28 Seiten. 1969. – V. Nr. 199: Tal Coat. Mit 8 Original-Lithographien. – VI. Nr. 200: Tapies. Mit 4 doppelblattgroßen Original-Farblithographien. 1972. – VII. Nr. 202: Miro. Mit 2 doppelblattgroßen Original-Farblithographien. 1973. – VIII. Nr. 246: Chagall. Mit 1 doppelblattgroßen Original-Farblithographie. 1981. – Insgesamt sehr gut erhalten.

Lot 749
Derrière le miroir. Nr. 144-146 in 1 Heft: Hommage à Georges Braque. Mit 5 (davon 4 farbigen und 1 doppelblattgroßen) Original-Lithographien und zahlreichen, teils farbigen Abbildungen. Paris, Maeght, 1964. 83 S. 38 x 28 cm. Lose Bogen in illustriertem Original-Umschlag (Rücken leicht knickspurig, gering angestaubt und fleckig). [*]
Zuschlag 200 €
Bloch 1847 – Cramer 87. – Enthält eine doppelblattgroße Lithographie von Pablo Picasso und jeweils eine Farblithographie von Joan Miró, Pierre Tal-Coat, Raoul Ubac und Pierre Pallut. – Textbeiträge von Alberto Giacometti, Martin Heidegger, Jean Leymarie, P. A. Benoit, Marc Chagall, Daniel-Henry Kahnweiler u.a. – Gutes Exemplar.

Lot 750
Derrière le miroir. Nr. 144-146 in 1 Heft: Hommage à Georges Braque. Mit 5 (davon 4 farbigen und 1 doppelblattgroßen) Original-Lithographien und zahlreichen, teils farbigen Abbildungen. Paris, Maeght, 1964. 83 S. 38 x 28 cm. Lose Bogen in illustriertem Original-Umschlag (Rücken leicht knickspurig, leicht angestaubt).
Zuschlag 300 €
Bloch 1847 – Cramer 87. – Enthält eine doppelblattgroße Lithographie von Pablo Picasso und jeweils eine Farblithographie von Joan Miró, Pierre Tal-Coat, Raoul Ubac und Pierre Pallut. – Textbeiträge von Alberto Giacometti, Martin Heidegger, Jean Leymarie, P. A. Benoit, Marc Chagall, Daniel-Henry Kahnweiler u.a. – Gutes Exemplar. – Dabei: I. Derrière le Miroir. Heft 203: Miro. Mit zwei doppelblattgroßen Original-Farblithographien von Miro. Paris, Maeght, 1973. 38 x 28 cm. Lose Bogen in illustriertem Original-Umschlag. – II. Derrière le Miroir. Heft 246: Chagall. Mit einer doppelblattgroßen Original-Farblithographie. Paris, Maeght, 1981. 38 x 28 cm. Lose Bogen in illustriertem Original-Umschlag. – Sehr gut erhalten.

Lot 751 Design
Ideen. (Original-Entwürfe erster Künstler für moderne Blätter, Blumen usw. Redigiert und zusammengestellt von Georg Bresser.) Mit 45 montierten, farbig lithographierten Textilentwürfen. Berlin, Werkbild-Verlag, 1931. 32,7 x 24,2 cm. Original-Halbleinenmappe mit montiertem Deckelschild (leicht angestaubt und lichtrandig, unteres Kapital etwa 5 cm eingerissen).
Zuschlag 300 €
Fry 130. – Äußerst seltene Mappe, die sich nur einmal in der Princeton University Library (Charles Rahn Fry Pochoir Collection) nachweisen lässt. – Im vorliegenden Exemplar fehlt das Doppelblatt mit Titel und möglicherweise den Namen der Entwerfer. – Georg Bresser, der als Vertreter der “modeschaffenden Häuser aus dem Verband der deutschen Modeindustrie” bei der Herausgabe der “Styl. Blätter für Mode und die angenehmen Dinge des Lebens” schon Anfang der 1920er Jahre in Erscheinung trat, hatte im selben Verlag bereits ein Jahr zuvor zum reich illustrierten Band “Textile Vorbilder” beigetragen, der ebenso wie die vorliegende Sammlung zahlreiche Entwürfe für Bezugsstoffe, Teppiche und Gardinen im Stil von Maria May, Josef Hillerbrand, Willi Baumeister oder Tea Ernst vorstellte. – Die Unterkartons nur vereinzelt an den Kanten minimal bestoßen.

Lot 752 Design
Tapis Modernes, présentés par M. M. Matet. Mit 75 pochoirkolorierten Teppichentwürfen von Eileen Gray, Picasso, Lurçat, u.a., montiert auf 40 nummerierten Tafeln. Paris, H. Ernst Edition Libraire, um 1928. 3 Bl. 38,7 x 29 cm. Farbig illustrierte Original-Halbleinenmappe (etwas berieben und bestoßen, Kanten mit kleineren Bezugsfehlstellen, Kapitale etwas eingerissen).
Zuschlag 1400 €
The Met 1981.1174. – Nummeriertes Exemplar. – Die pochoirkolorierten Entwürfe nach Aquarellen stammen u.a. von da Silva Bruhns, Voldemar Boberman, Jean Lurçat, Francis Jourdain, Pablo Picasso, Eileen Gray, Édouard Bénédictus, Djo-Bourgeois und Louis Marcoussis, die diese für unterschiedliche Ateliers schufen. – Die braunen Unterkartons sind nummeriert und mit den Entwerfern und teils auch den Werkstätten (D. I. M., Myrbor, Jean Desert u.a.) bezeichnet. – Textblatt etwas gebräunt und mit kleineren Randläsuren, Kanten der Unterkartons teils minimal bestoßen.

Lot 753 De Stijl
De Stijl. Zesde Jaargang 1924-25, No. 12. International maandblad voor nieuwe kunst, wetenschap en kultuur. Redactie Theo van Doeseburg. Mit Textabbildungen. Leiden u.a., 1925. S. 137-152. 20 x 26 cm. Original-Broschur (gering angestaubt, etwas vergilbt). [*]
Zuschlag 330 €
Einzelheft der wichtigsten niederländischen Avantgarde-Zeitschrift. Mit Text- und Bildbeiträgen von resp. zu: Doesburg, C. van Eesteren, G. Antheil, B. v. Polianski. – Papierbedingt leicht gebräunt, sonst gut.

Lot 754 De Stijl
De Stijl. Zesde Jaargang 1924-25, No. 9. International maandblad voor nieuwe kunst, wetenschap en kultuur. Redactie Theo van Doeseburg. Mit Textabbildungen. Leiden u.a., 1925. S. 121-136. 20 x 26 cm. Original-Broschur (gering angestaubt, etwas vergilbt, verso dezente Rostspuren von alter Klammerung). [*]
Zuschlag 330 €
Einzelheft der wichtigsten niederländischen Avantgarde-Zeitschrift. Mit Text- und Bildbeiträgen von resp. zu: Doesburg, Man Ray, P. Röhl. – Papierbedingt leicht gebräunt, vertikal gefaltet, sonst gut.