Auktion 30 Autographen, Alte Bücher, Reisephotographie & Dekorative GraphikPapierantiquitäten & Optical Toys 13. November 202513 Uhr Katalog herunterladen
Lot 284 Verkauft Zwölf biedermeierliche Ziehbilder Handkolorierte Kupfer mit beweglichen Teilen. Wohl Süddeutschland oder Österreich, um 1820. Jeweils ca. 10 x 7,5 cm. 12 lose Blatt. Damenfiguren in biedermeierlicher Tracht, jeweils in der Hand einen Fächer, eine Rose, eine Gitarre, Hund und Kochlöffel und Ähnliches. Ein Teil des Gesichtes ist beweglich gestaltet und über einen schmalen Papierstreifen auf der Rückseite zu bedienen: das Gesicht wandelt sich in Erstaunen, Entsetzen, in das Gesicht einer Sängerin mit weit geöffnetem Mund etc. - Frisch und augenscheinlich kaum bespielt, die beweglichen Teile ohne Verluste. Zuschlag: 1.200,00 €
Lot 309 Beendet Zwei Spickelbilder. Heilige Maria und Heilige Catharina 1 Kupferstich mit Gold- und Stoffapplikationen bzw. Aquarell mit Papiercollage und farbigen Stoffapplikationen. Um 1750. Ca. 34 x 23 cm und 37 x 29 cm. Im Rand teils stärker braunfleckig, kleine Randläsuren, insgesamt noch ordentlich.
Lot 250 Verkauft Zwei Klappbillets mit Sinnsprüchen auf unterlegter farbiger Atlasseide Um 1800. Ca. 12 x 9 cm. Vgl. Egger, Glückwunschkarten im Biedermeier, 1980. - Ein Klappbillet auch recto mit geprägter Atlasseide bezogen und verso mit zeitgenössischer handschriftlicher Dedikation, die andere mit geprägtem Papier bezogen. - Etwas angestaubt und nachgedunkelt, eine verso restauriert, insgesamt noch gut. Zuschlag: 200,00 €
Lot 236 Verkauft Zwei Glückwunschbillets mit Sinnsprüchen auf unterlegter Atlas-Seide und handkolorierter radierter Zierumrahmung. Handschriftlich datiert 1795 und 1798. Ca. 20 x 13 cm. Vgl. Egger, Glückwunschkarten im Biedermeier, 1980. – Etwas nachgedunkelt und fleckig, nur kleine Läsuren, insgesamt gut. Zuschlag: 200,00 €
Lot 239 Beendet Zwei Glückwunschbilder mit Vogelmotiven Federcollage auf skelettiertem Eichenblatt und Federcollage mit Gouache auf Papier. Um 1800. Ca. 14 x 9 cm und 8 x 11 cm. Vgl. Egger, Glückwunschkarten im Biedermeier, 1980. - Reizvolle und fein ausgeführte Arbeiten. - Nur dezent gebräunt und fleckig. Insgesamt frisch.
Lot 285 Verkauft Zwei Breverl (Heiltumstaschen) Stiche mit Darstellungen der Heiligen, mit Sinnsprüchen und Bibelversen. Montiert und gefaltet. Jeweils in aufwendig bestickten Stofftäschchen. Um 1780. Ca. 7 x 5 cm. Breverls galten als Schutzamulette gegen Dämonen, Pest, Feuer, Unwetter und andere Unbilden. Im Mittelteil bei einem Stück montierte Symbole (Stoff- und Pflanzenreste). - Etwas angestaubt, nachgedunkelt und knickspurig, bei einem Stück fehlen die Objekte des Mittelteils, sonst recht gut erhalten. Zuschlag: 650,00 €
Lot 304 Verkauft Zwei aufstellbare, dreidimensionale und aufwendig gearbeitete Faltkarten in Form eines Dampfers bzw. Segelschiffs Um 1900. Ca. 16 x 21 cm bzw. 24 x 28 cm. Eine Karte als Forget-me-not mit Amor und Rosen, eine als Glückwunschkarte. - Gering angestaubt, in dieser Erhaltung selten. Zuschlag: 200,00 €
Lot 243 Verkauft Zugbillet. Kolorierte Radierung Wien, Joh. Schönberg, um 1820. Ca. 8 x 10 cm. Vgl. Katalog: Robert Wölfle, Ich wünsche ihnen 1000 Glück, München 2003. Nr. 76 (mit Abbildung). - Zeigt den Weg eines Weidmanns zum Herzen. - Zeitgenössische Marginalie am unteren Rand recto. - Gering gebräunt, sonst gut. Zuschlag: 350,00 €
Lot 240 Verkauft Zehn Zugbillets. Kolorierte Punktierstiche mit geprägten Goldpapier-Bordüren Wohl Prag, um 1830. Ca. 8 x 6,5 cm. Vgl. Böhmer, Sei glücklich und vergiß mein nicht, 1973. - Unter den Motti: Liebe und Treue, Gedenke Mein, Erinnerung oder Zweizeilern wie dem frommen Wunsch "Des Glückes reine Harmonie / Und alle Kraft hinieden". - Gering berieben, minimal knickspurig, insgesamt frisch. Zuschlag: 400,00 €
Lot 167 Verkauft Zaubern Künstlich, Jonas (Pseudonym). Der bewundernswürdige Taschenspieler welcher lehret dreyhundert belustigende Kunststücke. Zweite völlig umgearbeitete Auflage. Mit gestochenem Frontispiz. Wien, Gerold, 1800. 2 Bl., 250 S. 18 x 11 cm. Pappband der Zeit (oberes Kapital mit Fehlstelle, Ecken stärker bestoßen, fleckig und berieben). VD10 10115897. - Seltenes Werk mit 309 Taschenspieler- und Zaubertricks. - Besitzstempel und montierter Widmung auf Vorsatz, alter Besitzvermerk auf Titel, stellenweise mit kleinen Randanmerkungen in Tinte, die ersten Seiten mit schwachem Wasserrand, leicht gebräunt und fleckig. Zuschlag: 600,00 €
Lot 168 Verkauft Zaubern Wallberg, Johann. Sammlung Natürlicher Zauberkünste oder aufrichtige Entdeckung verschiedener bewährter, lustiger und nützlicher Geheimnisse nebst vielen raren Kunststücken, so zur Haushaltung, Gärtnerey, Wein- und Feld-Bau gehören; wie auch allerley Professionen und Künstlern, insbesondere aber denen Wein-Negotianten dienlich sind. Neue Auflage. Mit gestochenem Frontispiz. Stuttgart, Metzler, 1754. 7 Bl., 474 S., 19 Bl. 17,5 x 11 cm. Halblederband der Zeit (etwas berieben, kleine Fehlstelle am unteren Kapital). 2. Ausgabe, erstmals 1748 erschienen. - Rosenthal 6950 - Ferchl 565 - Eingebunden: Kurzweilige Neuerfundene Kartenkünste Jetzo zum viertenmahle vermehret und verbessert herausgegeben. Leipzig, Johann George Löwen, 1755. 24 S. - Exlibris und diverse alte Namenseinträge auf Innendeckel, Vorsatz und Titel. - Leicht gebräunt. Zuschlag: 350,00 €
Lot 25 Beendet Wotruba, Fritz Maschinenschriftlicher Brief mit kleinen eigenhändigen Korrekturen und Unterschrift "Fritz" sowie maschinenschriftlicher Nachschrift der Tänzerin Hanna Berger mit eigenhändigen Korrekturen und Unterschrift "Hanna". Wien, 14.XII.1947. 4 S. DIN A4. - Mit Beilagen (s.u.). Momentaufnahme der Beziehungen zwischen dem Bildhauer, der Tänzerin Hanni Berger und der Filmregisseurin Eva Fritzsche, an die der Brief gerichtet ist: "Liebe Eva! Dein Brief hat mich erschüttert. Die wichtigste Antwort hierauf ist meine kopfschüttelnde Frage, warum gehst Du nun wirklich nicht zu Maika (Joseph)? . Das einzige was hätte passieren müssen wäre gewesen, eine solche Gelegenheit, zu Maika zu gehen und sich erholen, wahrzunehmen. Würde es eine solche Gelegenheit nicht geben, hätte ich Deinen Brief ernster genommen. So aber kann ich das nicht. - Seit ein paar Tagen bin ich mit der grössten Figur für das Denkmal dem 'befreiten Menschen' soweit in Ton fertig ... Im Grunde kämpfe ich immer noch einen erbitterten Kampf um das Denkmal ... Es ist ein ekelhaftes intrigantes Pack mit dem ich es hier zu tun habe und ich bin oft nahe daran den ganzen Dreck hinzuschmeissen ... Wir beide, Hanna und ich, leben in einer absoluten Arbeitsatmosphäre ... sie ist die in allen Fachkreisen aller Richtungen zugegebene Tänzerin überhaupt. Trüge sie nicht ein so politisch eindeutiges Gesicht, die ganze Welt würde ihr offen stehen. Kopfschüttelnd warten die immer 'über allen Fronten schwebenden' Kreise darauf bis die 'Sturm und Drangzeit' einer Hanna Berger sich verwandelt in 'wirklich über alle Fronten sich spannende 'reine und wahre Kunst' ... Berlin sieht sich, von hier aus gesehen ... als der geistige und polit. Brennpunkt an, wo die 2 grossen Kräfte, des Neuen und des Vergangenen, am intensivsten aufeinander prallen . ich bin sehr neugierig auf Berlin ... Also Eva ... Schmeiss den 'Betriebsrat' wenigstens für einige Zeit in die Ecke und lass Dir Maika-sche Land-luft um die Nase wehn. - Hanna Berger ergänzt: Meine liebe Eva! Fritzens Anfang klingt so hart. Es ist aber nur so weil ihm Dein Schicksal sehr nahe geht & er Dich veranlassen will es zu ändern ... Im März grosse Erfolge in Budapest gehabt. Auch 2 grosse Choreographien im Stadttheater am Tag der Befreiung einstudiert . Möchte aber Fritz nicht allein lassen solange die Geschichte mit seinem Denkmal so in der Schwebe ist ... Er ist so sehr verbittert & einen (sic) Teil seiner Unlust fällt auf mich zurück weil ich so arbeite wie noch nie in meinem Leben & relatv wenig tanze ...". - Beiliegend: 1. Hanna Berger. Maschinenschriftlicher Brief mit eigenhändigen Korrekturen und Unterschrift an Eva Fritzsche. Wien, 3.I.1948. 2 S. DIN A4. - Begeisterter Bericht von den Jugendfestspielen in Prag. - 2. Eva Fritzsche. 2 maschinenschriftliche Brief-Durchschläge, 1 (auf Makulaturpapier) merkwürdigerweise mit eigenhändigen Zusätzen und Unterschrift "Eva". Berlin, 20.III.1948 und 5.X.1949. Zusammen 3 1/2 S. DIN A4. - An Hanna Berger und Fritz Wotruba, "die beiden einzigen übriggebliebenen Kampfgefährten", und an Hanna Berger allein. Berichtet u.a. über ihr Verhältnis zu Maika Joseph, die Nachkriegsprobleme und die deutsche Einheit. Der zweite Brief auch zu ihrem Dokumentarfilm "MAS Fritz Reuter". - 3. Eva Fritzsche. Lebenslauf. Typoskript-Durchschlag. Berlin, nach 1945. 3 1/2 S. DIN A 4. - Gebräunt, die beiden Briefe aus Wien mit Zensurstempeln, der Lebenslauf auf dünnem Papier, geklammert und mit kleinen Eckdefekten.
Lot 24 Beendet Wols, Gréty 2 Briefe, 2 große Bildkarten und 4 Postkarten, alle eigenhändig mit Unterschrift. Paris, 29.IV. - 24.XII.1973 und Amélie-les-Bains, 14.X.1974. Zusammen ca. 12 S. sowie 2 eigenhändige Briefumschläge. Briefe: DIN A4, große Karten: 15 x 22 cm. An die Malerin und Kunstsammlerin Felicitas Pallat, ca. 1970-85 Lebensgefährtin von Werner Haftmann zwischen seiner ersten und zweiten Ehe. Die Witwe von Wols scheint eine innige Beziehung zu Pallat gehabt zu haben, die als "Meine kleine herzige Miniature", "Meine liebe geliebte Fé", "Meine sussé kleine Felicitas" etc. angesprochen wird. Gréty Wols schreibt in etwas gebrochenem Deutsch. - 29.IV.(1973): "Die Wols Ausstellung in Berlin, bin ich jeden Tag dankbar zu den Herrn Prof. Dr...." (Haftmann). - 29.IX.1973 (die Wols-Ausstellung ist eröffnet): "Mich in seine eigene Wohnung herein zu durfen - war für mich eine der grössten Ehre die mir gemacht wurde ... Er ist ein rieser grosser Mann den ich so gerne und respecktvoll habe ...". - 5.X.1973, Bildkarte: "Wenn ein Mensch wie Wols, plötzlich in Cassis-sur-Mer ankomt und sieht für das erste mal die Méditeranée (Mittelmeer) und diese herliche 'vere' und rosa Farben ... legt er sich auf seinen Bett und zeichnet und aquareliert was Sie auf dem Bild sehen" (bildseitig Wols' Aquarell 'La ville', Datierung und Entstehungsort von seiner Frau korrigiert). Über Wols' Schwester, "diese dume Ziege ... auch als Abschied von sein Bruder in 1949 in Paris sagte sie: 'Du bist die Schande unserer Familie!' Diese alle Sachen machen mich kabut - den Hass den die alle haben gegen Wols." - 25.XI.1973: Haftmann "hat überhaupt verstanden das Wols ein Génie war - und kein Vergleich zu Pollock --- der anfing seine Leinwand auf den Fussboden gelegt - durch eine Konserven Kanne mit Farbe zu giessen ... eine richtige Gymnastie! ... Dan ging in 1946 René Drouin nach New York mit DIAPOSITIVE von Wols - und zeigte ganz eitel was Wols schon damals malte --- Flechen, Flechen, Flechen = TACHISMUS ...". - Die Bildkarten etwas verknickt, sonst gut erhalten, selten.
Lot 307 Beendet Winterschmidt, Christian Gottlob Pfeifenraucher und Hornbläser. Zwei Blatt Quodlibet. Federzeichnungen in Schwarz und Rot, mit Weißhöhungen, teils koloriert in Gouache und Aquarell auf Papier. Jeweils signiert "C. G. Winterschmidt". Um 1800. 26,5 x 21,5 cm. Sehr hübsche, zeittypische Arbeiten. - Zu Winterschmidt siehe "Der graphische Neujahrsgruss aus Nürnberg", 1979, S. 57ff. - Von dem beliebten Künstler, Verleger, Kupferstecher und Kunsthändler Winterschmidt (1755-1809) geschaffene und unten mittig signierte Quodlibet als Trompe l'oeuil, die in der Mitte die gouachierten Ovalmedaillons eines Rauchers und eines Hornbläsers zeigen. - Ein Blatt verso mit altem Sammlungsstempel, gering gebräunt, insgesamt farbfrisch und gut.
Lot 272 Verkauft Wilhelm Tell. Rütlischwur. Gessler. Lamellenbild, auch Harfenbild oder Triscenorama Kolorierte Lithographie. Hinter Glas gerahmt. 39 x 31 x 4 cm. Um 1900. Der Rütlischwur folgt dem Stich von C.H. Rahl nach dem Bild seines Sohnes Carl Rahl. - Vgl. "Ich sehe was..." (Sammlung Werner Nekes), S. 238ff. - Etwas nachgedunkelt und angestaubt, insgesamt noch gut. Zuschlag: 400,00 €
Lot 455 Beendet Wieland, Christoph Martin Herrn Wielands Allerley. 1.-3. Teil in 1 Band. Mit 3 gestochenen Frontispizes und 3 (2 in Holzschnitt) Titelvignetten. Frankfurt und Leipzig, Auf Kosten der Gesellschaft, 1775-1777. 240, 240, 240 S. 17 x 10 cm. Halblederband der Zeit mit Rückenschild (etwas berieben, unteres Kapital etwas bestoßen). Teil 1 in 2. Auflage, Teile 2-3 in 1. Auflage. - Goedeke IV/1, 558, 82y - vgl. Deusch 32 und 33 - Kaldewey VIII, 175 (alle Teile in EA): "Unrechtmäßige Sammlung von Beiträgen aus den ersten 3 Jg. des Teutschen Merkur, darunter auch irrtümlich Texte von Bürger, Jacobi u.a. Es handelt sich m. E. um den gleichen (unbekannten) Verleger, der auch den unrechtmäßigen Druck der ersten Bände des Teutschen Merkur herausgab. - Daß diese Sammlung über 4 Jahre hin erschien u. sogar 1780 noch eine weitere Auflage erlebte, spricht für das große Interesse an den Werken Wielands in den 70er Jahren. - Sehr selten komplett." - Teilweise etwas gebräunt.
Lot 129 Verkauft Weltkrieg 1914-1918 Zusammenstellung der im Inlande in der Zeit vom 1.8.1917 bis 31.12.1917 gerichtlich rechtskräftig ausgesprochenen Verurteilungen wegen Landes- und Kriegsverrats sowie wegen Verbrechen oder Vergehen gegen das Spionagegesetz vom 3.6.1914. I. Nachtrag zu der gleichartigen Zusammenstellung für den Zeitraum vom 1.8.1914 bis 31.7.1917. Herausgegeben vom Chef des stellvertretenden Generalstabes der Armee. Berlin, Reichsdruckerei, 1918. 71 S. 24 x 16 cm. Bedruckte Original-Broschur (angeschmutzt, gebräunt, unterer Rand gewellt). Seltene geheime Veröffentlichenung des Generalstabs der Armee mit der eingedruckten Nummer 100. - Mit den Kapiteln: Vorbemerkung, Wortlaut (der Gesetzestexte), Namensverzeichnis und Nachweisung der Verurteilungen. - Der letzte Teil in Tabellenform mit den Kategorien Name, Staatsangehörigkeit, Erkannte Strafe, Begünstigter Feindstaat, Gericht/Aktenzeichen, kurzer Sachverhalt etc. - Durchgehend im unteren Rand gewellt und leicht wasserrandig. Zuschlag: 240,00 €
Lot 658 Verkauft Wandschneider, Wilhelm Achilles. Bonze, dunkel patiniert und teils poliert, mit Plinthe auf hohen Marmorsockel montiert. Signiert an der Plinthe hinten "W. Wandschneider". Um 1900. Maße: 43 x 56 x 17 cm. Höhe mit Sockel: 58 cm. Große Ausführung der Aktfigur des trojanischen Kriegers mit Schild und Speer von dem Bildhauer der Berliner Schule Wilhelm Georg Johannes Wandschneider (1866-1942), der an der Berliner Akademie unter Albert Wolff, Fritz Schaper und Reinhold Begas studierte. - Partiell minimal berieben, sehr gut. Zuschlag: 1.900,00 €
Lot 487 Beendet Vrangel', Nikolaj N Russkij muzej Imperatora Aleksandra III: zhivopis' i skul'ptura. (Das Russische Museum Kaiser Alexanders III: Malerei und Skulptur). 2 Bände (alles Erschienene). Mit einer Heliogravüre-Porträttafel und sehr zahlreichen Illustrationen, Buchgestaltung von Evgenij Lansere und Mstislav Dobuzhinskij. Sankt-Petersburg, im Eigenverlag des Museums, 1904. 2 Bl., LXI S., 2 Bl., 329 S; 3 Bl., S. 331-480, 1 Bl., S. 481-568, 2 Bl. Je 32 x 27 cm. Moderne Halblederbände mit goldgeprägten Rückentiteln und eingebundenen Original-Broschuren (Ecken etwas bestoßen, 1 Band etwas fleckig, Broschuren leicht knickspurig mit Randläsuren und leicht fleckig). Erste Ausgabe. - Gedruckt bei der Gesellschaft für Druckwesen (Herold AG) auf gestrichenes Papier, die Zwischentitel auf Maschinenbütten. Illustriert mit Reproduktionen von Werken aus der im Entstehen begriffenen, ersten öffentlichen Sammlung in Russland. Mit kurzen Künstlerbiographien, Provenance-Nachweisen und weiterem Material zu den Werken. Der Kunstkenner und Kritiker Baron Vrangel' war auch Kurator sowie Co-Autor für I. Grabar's "Geschichte der russischen Kunst". Die Heliogravüre unter Seidenpapier. - Unbeschnitten. - Titel etwas fleckig, sonst nur stellenweise leicht fingerfleckig.
Lot 128 Beendet Vormärz und Revolution 1848 Generalbericht an den Staatsrath von Neuchatel über die geheime deutsche Propaganda, über die Klubbs des jungen Deutschlands und über den Lemanbund. Abdruck der in dem vierten Heft der Eidgenössischen Monatsschrift enthaltenen Uebersetzung, nebst Einleitung: Die Geschichte des deutschen Radikalismus in der Schweiz. Zürich, Meyer und Zeller, 1846. 16, 68 S. 23,5 x 15,5 cm. Bedruckte Original-Broschur (leicht angerändert). Seltener Separatdruck mit einer neuen 14seitigen Einleitung, den wir in Deutschland über den KVK nur in der Stabi-Berlin und der Bayerischen Staatsbibliothek nachweisen können. - Der Generalbericht wurde von A. Favre und D. J. U. Lardy verfasst. - Unbeschnittenes, breitrandiges Exemplar. - Ränder teils leicht gebräunt.
Lot 230 Verkauft Vier Scherzartikel. Verschiedene Techniken Wohl meist Deutsch, um 1910-1920. Ca. 8 x 6 cm bis 15 x 10 cm. Vorhanden sind: Zauberbilder, Wunderspiegel nach Professor Schenk, Signorina Fatima und Die schwebende Dame. - Teils etwas repariert, gering eingerissen und angestaubt, insgesamt noch gut. Zuschlag: 260,00 €
Lot 301 Verkauft Vier Quodlibet, eines mit Preußenbezug. Kolorierte Federzeichnungen Ca. 10 x 7 cm bis 11 x 18 cm. Unterschiedliche Formate. 1794-1805. Kolorierte Federzeichnungen als Imitation von Collagen aus Buchtiteln, Silhouetten auf Bein, Landkarten etc. - Gering angestaubt, insgesamt gut. Zuschlag: 450,00 €
Lot 235 Verkauft Vier Klappbillets mit Sinnsprüchen auf unterlegter Atlas-Seide und allegorischer Radierung. Handschriftlich datiert 1790-1799. Ca. 11 x 8 cm bis 13 x 10 cm. Vgl. Egger, Glückwunschkarten im Biedermeier, 1980. - Teils etwas fleckig, restauriert, insgesamt gut erhalten. Zuschlag: 240,00 €
Lot 228 Verkauft Vier Fächer, einer als Ballspende und einer als Glückwunschkarte sowie zwei für Werbung (Frankreich) Chromolithographie, Prägedruck, Krepppapier und Spiegel. Wohl um 1880. Ca. 10 x 3 cm bis 22 x 6 cm. Ein Fächer "À la Parisienne" mit kleinem integrierten Spiegel. - Ein Band erneuert, etwas bestoßen und angestaubt, nur ganz geringe Fehlstellen, insgesamt gut, selten. Zuschlag: 380,00 €
Lot 312 Verkauft Vier Blatt Verstellungsfiguren (Metamorphosen). Lithographien Drei Blatt koloriert. Unzerschnitten. Weissenburg, Burckhardt's Nf., um 1900. Ca. 35 x 44 cm. Vorhanden sind die Blätter No. 501, 502 (doppelt, einmal in Schwarz) und 503. - Papierbedingt etwas gebräunt, kleine Randläsuren, sonst gut, selten. Zuschlag: 260,00 €
Lot 232 Beendet Vier Arbeiten in Nadelstichtechnik , zwei mit Prägung, eine mit Aquarell. Als Beigabe eine Klappkarte mit Chromolithographie und Sinnspruch. Um 1880. Ca. 6 x 6 cm bis 17 x 12 cm. Vier Arbeiten mit floralen Elementen, die Beigabe mit einem Maultier unter dem Motto "A man and a brother". - Teils etwas angestaubt und knickspurig, insgesamt gut.
Lot 203 Verkauft Verwandlungsbilderbuch Seidmann-Freud, Tom. Das Zauberboot. Ein Bilderbuch zum Drehen, Bewegen und Verwandeln. (Das neue Wunderhaus). 12. bis 16. Tausend. Mit zahlreichen farbigen Abbildungen, darunter 2 mit Ziehmechanismus und 1 mit Drehscheibe sowie 1 roten Transparentpapier. Berlin, Herbert Stuffer, 1929. 6 Bl. 24 x 21 cm. Farbig illustrierte Original-Halbleinwand (oberes Kapital eingerissen, Ecken etwas bestoßen, Ränder berieben, sonst etwas berieben und fleckig). Dritte Ausgabe. - Murken 9 - Pressler 208. - Tom (eigentlich: Martha Gertrud) Seidmann-Freud (1892-1930), Nichte Sigmund Freuds, studierte an der Berliner Akademie der Bildenden Künste. - Walter Benjamin bezeichnet es als "das schönste aller neuen Kinderbücher" (Werke III, 211). - Als jüdische Autorin wurden ihre Bücher 1937 in Deutschland verboten. - Bindung etwas gelockert, gering gebräunt, leicht fleckig. Zuschlag: 450,00 €
Lot 657 Beendet Verhoesen, Albertus Hahn mit vier Hennen. Öl auf Holz. Signiert und datiert unten rechts “A. Verhoesen 1867”. Verso auf einem alten Etikett bezeichnet “École Hollandaise 1851/Verhoesen (J.)/Poules et coqs”. Bildmaße: 59 x 89 cm. Gerahmt: 80 x 109 cm. Charakteristisches Werk des niederländischen Malers Albertus Verhoesen (1806-1881) in harmonisch abgestimmten Farbtönen: Ein imposanter Hahn, umgeben von bewegt gemalter Hühnerschar bestimmt den Vordergrund, während im rechten Bildteil eine mit Wein bewachsene Mauer die Gruppe hinterfängt. – Albertus Verhoesen (1806-1881), Schüler von J. van Ravenzwaay und P. G. van Os, war meist als Maler von Tierszenen und Gefügelhöfen in Utrecht und später in Amersfoort tätig. Zwischen 1824 und 1826 gehörte er zur Malerkolonie Hilversum, wo er möglicherweise von B. C. Koekkoek unterrichtet wurde. – Der Firnis etwas nachgedunkelt und fleckig, Rahmungsspuren.
Lot 310 Beendet Unzerschnittener Andruckbogen für Zugbillets. Radierung Mailand, Bettalli, um 1840. Ca. 29 x 39 cm. Vgl. "Wahre Glücksmomente und Inflation der Herzlichkeit". Fichter, 2015. Nr. 60 (Abbildung). - Im Rand etwas nachgedunkelt, gering fleckig, sonst gut erhalten.
Lot 650 Verkauft Unbekannt Bildnis eines jungen Mannes mit Oberlippen- und Kinnbart. Pastellkreiden auf grauem Bütten. Erstes Drittel 18. Jahrhundert. Blattmaße: 52,5 x 39 cm. Fein ausgeführtes, im Kragen mit "Denner" bezeichnetes Porträt eines jungen Mannes ohne Kopfbedeckung. - Der linke Blattrand mit Klebespuren und kleineren Ein- und Abrissen, etwas geblichen und fleckig. Zuschlag: 200,00 €