Lot 120 Verkauft Kriester, Rainer Ohne Titel. (Hand und Fuß). Bronze, patiniert. Signiert unten rechts am Fuß der Basis. Um 1970. Gesamtmaße mit Basis: 60 x 25 x 29,5 cm. Große Bronze von Rainer Kriester (1935-2002). Bereits 1969 und 1970 hatte Wargin dem Künstler Einzelausstellung gewidmet, 1972 folgte eine Ausstellung mit Terrakotten. - Partiell leicht angestaubt und schwach berieben. - Provenienz: Aus dem Nachlass von Ben Wagin. - Aufgrund der Größe muss der Transport vom Käufer organisiert werden. Zuschlag: 1.000,00 €
Lot 73 Beendet Heldt, Werner Ohne Titel. (Betrunkener an Straßenlaterne lehnend). Öl auf Holzplatte. Rechts unten monogrammiert. Verso bezeichnet: "Dieses Bild wurde von mir um 1929 gemalt, Werner Heldt 2.2.1947". Um 1929. Bildmaße: 23 x 9,8 cm. Nicht bei Seel. - Frühes kleines Ölbild von Werner Heldt (1904-1954), das noch während seiner Studienzeit an der Hochschule für die bildenden Künste in Charlottenburg (1925-1930) entstanden ist. - Verso mit Stempel "Eigentum R.V. Riesen". - Holzplatte leicht gebogen, verso mit Papierresten einer alten Montierung, Kanten teils mit kleinen unbemalten Stellen, sonst sehr gut erhalten. - Provenienz: Aus dem Nachlass von Ben Wagin.
Lot 74 Beendet Heldt, Werner Restaurant. Öl auf Holzplatte. Rechts unten monogrammiert. Verso bezeichnet: "Dieses Bild wurde von mir um 1929 gemalt, Werner Heldt 2.2.1947". Um 1929. Bildmaße: 10 x 23 cm. Nicht bei Seel. - Frühes kleines Ölbild von Werner Heldt (1904-1954), das noch während seiner Studienzeit an der Hochschule für die bildenden Künste in Charlottenburg (1925-1930) entstanden ist. - Verso mit Stempel "Eigentum R.V. Riesen". - Holzplatte leicht gebogen, verso mit Papierresten einer alten Montierung, Kanten teils mit kleinen unbemalten Stellen, sonst sehr gut erhalten. - Provenienz: Aus dem Nachlass von Ben Wagin.
Lot 21 Verkauft Bellmer, Hans Petit Traité de Morale. Dix gravures en deux couleurs. Mit 10 signierten Original-Radierungen, jeweils in 2 Farben gedruckt. Paris, Editions Georges Visat, 1968. 12 Bogen (1 weiß). 39 x 29,5 cm. Lose im Original-Umschlag mit blindgeprägtem Deckeltitel in Original-Seidenchemise mit goldgeprägtem Rückentitel und Original-Seidenschuber (Schuber leicht lichtrandig und etwas geblichen sowie leicht kratzspurig, Rücken der Chemise etwas geblichen). Eins von 150 (GA 170) Exemplaren auf Vélin d'Arches. - Deno�l 78-87 - Bibliothek Filipacchi 21 - Monod 1307. - Plattengröße: 28 x 21 cm. - Hans Bellmer wurde zu den zwischen 1966 und 1968 entstandenen Radierungen von Werken des Marquis de Sade inspiriert. - Seidenhemdchen teils leicht knitterig, sonst schönes und sauberes Exemplar. - Provenienz: Aus dem Nachlass von Ben Wagin. Zuschlag: 3.000,00 €
Lot 98 Verkauft Köthe, Fritz Bus. Öl und Tempera auf Leinwand. Rechts unten monogrammiert und datiert. Verso mit Künstleradresse, datiert und betitelt. 1964. Bildmaße: 70 x 85 cm. Gerahmt. Frühes Pop-Art Gemälde von Fritz Köthe (1916-2005), der als einer der wichtigsten deutschen Vertreter der Pop Art und des Photorealismus gilt. - Rahmen mit leichten Abplatzungen und Bereibungen, Leinwand verso etwas stockfleckig (vorne nicht durchschlagend), leicht fleckig, sonst sehr gut erhalten. - Provenienz: Aus dem Nachlass von Ben Wagin. Zuschlag: 8.000,00 €
Lot 99 Verkauft Köthe, Fritz Comet. Öl und Tempera auf Leinwand. Rechts unten monogrammiert und datiert. Verso signiert, datiert und betitelt. 1966. Bildmaße: 70 x 90 cm. Gerahmt. Frühes Pop-Art Gemälde von Fritz Köthe (1916-2005), der als einer der wichtigsten deutschen Vertreter der Pop Art und des Photorealismus gilt. - Rahmen etwas fleckig und mit leichten Abplatzungen bzw. Bereibungen, Leinwand verso stockfleckig, gering fleckig und kratzspurig, sonst gut erhalten. - Dabei: Fritz Köthe. 1972 zum 10jährigen Bestehen der Galerie Ben Wargin erschienene Dokumentation mit Abbildung des vorliegenden Werkes, von Köthe signiert. - Provenienz: Aus dem Nachlass von Ben Wagin. Zuschlag: 8.000,00 €
Lot 100 Verkauft Köthe, Fritz Einbahn. Öl und Tempera auf Leinwand. Links unten monogrammiert und datiert. Verso signiert, datiert und betitelt. 1965. Bildmaße: 85 x 70 cm. Gerahmt. Frühes Pop-Art Gemälde von Fritz Köthe (1916-2005), der als einer der wichtigsten deutschen Vertreter der Pop Art und des Photorealismus gilt. - Rahmen etwas fleckig und mit leichten Abplatzungen bzw. Bereibungen, Leinwand verso leicht stockfleckig, etwas fleckig und minimal kratzspurig, sonst gut erhalten. - Provenienz: Aus dem Nachlass von Ben Wagin. Zuschlag: 9.000,00 €
Lot 101 Verkauft Köthe, Fritz Ford. Öl und Tempera auf Leinwand. Rechts unten monogrammiert und datiert. Verso signiert, datiert und betitelt. 1970. Bildmaße: 70 x 90 cm. Mit Holzleiste gerahmt. Großformatiges Gemälde mit einem Fordmotor von Fritz Köthe (1916-2005), der als einer der wichtigsten deutschen Vertreter der Pop Art und des Photorealismus gilt. - Rahmen mit Abplatzungen, Leinwand verso stärker stockfleckig, vorne partiell (vor allem im oberen rechten Bildbereich) etwas durchschlagend, Kanten mit leichten Bereibungen durch die Rahmung, minimal kratzspurig. - Provenienz: Aus dem Nachlass von Ben Wagin. Zuschlag: 6.000,00 €
Lot 109 Verkauft Köthe, Fritz Susan. Öl und Tempera auf Leinwand. Rechts unten monogrammiert und datiert. Verso signiert, datiert und betitelt. 1969. Bildmaße: 73 x 97 cm. Gerahmt. Großformatiger Frauenakt von Fritz Köthe (1916-2005), der als einer der wichtigsten deutschen Vertreter der Pop Art und des Photorealismus gilt. - Rahmen mit Abplatzungen, Leinwand verso stockfleckig (vorne nicht durchschlagend) gering kratzspurig, sonst sehr gut erhalten. - Dabei: Faltblatt der Wertheim Galerie von Ben Wagin mit Abbildung des vorliegenden Werkes. - Provenienz: Aus dem Nachlass von Ben Wagin. Zuschlag: 8.500,00 €
Lot 70 Verkauft Hartung, Karl Kopfstein IV, V und VI. 3 Bronzeplastiken, dunkel patiniert. 1959. Maße: 28 x 25 x 25 cm, 27 x 26 x 25 cm und 27 x 29 x 20 cm. Krause 716-718. – Berliner Bildhauer und Maler, Katalog zur Wanderausstellung, Berlin 1964 (mit Abbildung von zwei der drei Skulpturen), dort als “I 59, II 59 und III 59” bezeichnet. – Lebzeitengüssen aus einer Gesamtauflage von 6 + 1 AP Exemplaren. – Dreiteilige Skulpturengruppe von Karl Hartung (1908-1967), der seit 1951 als Professor für Bildhauerei an der Hochschule für bildende Künste in Berlin lehrte. Er beschäftigte Wagin, der seit 1957 in Berlin studierte, bis Mitte der 1960er Jahre als Assistent. – Die vorliegenden drei Arbeiten wurden 1964/66 auf der von Wagins “Galerie S” organisierten “Wanderausstellung Berliner Bildhauer und Maler” gezeigt, zwei sind im Katalog abgebildet. – “In den späten fünfziger und sechziger Jahren wendet sich Hartung verschiedenen Werkkomplexen zu, etwa den sogenannten Kopfsteinen und den Säulen-Plastiken, mit denen er sein Formenrepertoire nochmals erweitert. […] Stärkeren Abbildcharakter besitzen die ‘Kopfsteine’, deren Bezeichnung insofern mißverständlich ist, als sie mit menschlichen oder tierischen Köpfen nichts gemein haben und dieser Bezug von Hartung auch nicht beabsichtigt war. Laut Mitteilung der Tochter war Hartung im Zuge von Straßenarbeiten vor seinem Haus so begeistert von den ‘Kopfsteinen’ des Kopfsteinpflasters, daß er einige dieser Steine an sich nahm und sich von ihnen inspirieren ließ (WV 655-657, 716-719; Abb. 80, 81). Bei Ausstellungen verzichtete Hartung bei den nun entstandenen Plastiken jedoch oft auf Titel oder nannte sie ‘Prismatische’ oder ‘Kristalline Form’ (WV 645 bis 647, 715). Die ‘Kopfsteine’ entstanden Ende der fünfziger Jahre, also etwa zeitgleich mit den abstrakten Steinplastiken. Sie sind nahezu ausschließlich in Gips für Bronze gearbeitet, und ihre Gesamtform ergibt sich aus der gedrängten Zusammenballung mehrerer scharfkantiger oder gerundeter Elemente, die häufig zerfurcht oder von Graten überzogen sind. Immer handelt es sich um massive vollplastische Gebilde ohne Durchbrüche oder Höhlen. Hartung kehrt mit ihnen – allerdings in stark modifizierter Weise – zurück zu volumenbetonten, geschlossenen Arbeiten,die sich gegenüber dem Umraum als plastischer Kern behaupten, ohne sich diesem in einem Wechselspiel von Innen und Außen zu öffnen. Es ging ihm hier sowohl um die Verbildlichung eines bestimmten plastischen Prinzips als auch um die künstlerische Umsetzung des Naturvorbildes kristalliner Formen. Diese Gleichwertigkeit wird nicht zuletzt durch das gewählte Material verdeutlicht. Auch wenn die ‘Kopfsteine’ an bizarre Gesteinsformationen denken lassen, wird dieser Eindruck doch durch die dunkle Bronze verfremdet und die plastische Gestalt dadurch – stärker als bei den parallel entstehenden abstrakten Steinskulpturen – als künstlerische Form gekennzeichnet. Mit dieser motivischen Erweiterung schließt sich ein Kreis: Hatte sich Hartung bei seinen früheren volumenbetonten Kernplastiken ausschließlich auf die organische Natur bezogen, überträgt er nun dasselbe Formprinzip auf die anorganische Natur” (Markus Krause, Werkverzeichnis zu Karl Hartung, Metamorphosen von Mensch und Natur, München 1998, S. 160 ff.). – Etwas angestaubt und berieben, partielle Oxidationsspuren. – Provenienz: Aus dem Nachlass von Ben Wagin. – Wir danken Herrn Dr. Markus Krause und dem Nachlass Karl Hartung für die freundlichen Hinweise. Zuschlag: 20.000,00 €
Lot 110 Beendet Kollwitz, Käthe Selbstbildnis. Bronze, patiniert, auf Muschelkalk-Sockel. Signiert mit mitgegossenem Namenszug in handschriftlicher Form hinten an der linken Halsseite “Kollwitz” sowie mit der gestempelten zweiteiligen Marke der Bildgießerei Hermann Noack “H. NOACK” und “BERLIN” hinten am Halsansatz. Entwurf: 1926-36, posthumer Sandguss nach 1970. Maße: 37 x 28 x 22 cm. Sockel: 20 x 19,5 x 7,3 cm. Vgl. Seeler 26 III. B – Timm 30. – Das einzige plastische Selbstportrait von Käthe Kollwitz (1867-1945) zeigt die etwa sechzigjährige Künstlerin. Kollwitz, die einige Jahre an der Plastik arbeitete, tat sich laut eines Tagebucheintrages vom Dezember 1928 schwer mit dem Werk: “… Bin zurzeit wieder an meinem plastischen Selbstbild, fluchend und schimpfend, denn die damit vertane Zeit steht nicht in einem Verhältnis mit der Wichtigkeit des Objekts. Doch komme ich nicht los, jeder Tag endet mit einer Illusion und jeder nächste beginnt mit wütender Depression.” (Bohnke-Kollwitz, Jutta (Hrsg.): Käthe Kollwitz. Die Tagebücher, Berlin 1989, S. 628). – Der posthume Sandguss aus der Bildgießerei Hermann Noack wurde möglicherweise für die Galerie Vömel gegossen, das mit schwarzem Filzstift auf dem Sockel aufgebrachte Datum “25.3.75” könnte demnach das Kaufdatum bezeichnen. – Die braune Patinierung teils oxidiert, partiell leicht berieben, der untere Teil des Sütterlin-Z der mitgegossenen Signatur nicht ausgeführt, die Gießerstempel etwas verschlagen (“BERLIN” eher mittig angebracht und teils nachgezogen), innen mit Rückständen des Formsandes, die vom Haupteisen in der Gusswand zurückgelassene Öffnung in der Schädeldecke wurde mit einem Flicken verschweißt. Der Sockel an den Kanten etwas bestoßen, kratzspurig und fleckig. – Die Provenienz: Aus dem Nachlass von Ben Wagin.
Lot 47 Verkauft Dix, Otto Liegende. (Verso: Hamburger Zimmerleute). Aquarell über Bleistift, verso: Aquarell und Tusche über Bleistift auf Velin. Signiert und datiert unten rechts mit Bleistift "DIX 23/204". 1923. Blattmaße: 37 x 50 cm. Pfäffle A 1923/90 ("Verbleib unbekannt"). - Sonderausstellung Otto Dix. Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Graphik. Kunstsalon Wolfsberg, Zürich. Nr. 66. - Das beidseitig bemalte Blatt wurde ab November 1924 auf der ersten Ausstellung von Dix' Werken im Berliner Kronprinzenpalais gezeigt und war auch 1929 auf seiner ersten Ausstellung im Ausland dabei, als Dix' "Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Graphik" im Züricher Kunstsalon Wolfsberg erstmals den Schweizer Kunstliebhabern vorgestellt wurde. Karl Nierendorf, der Otto Dix seit dem Sommer 1922 für alle Aquarelle und Graphiken exklusiv vertrat, erhielt das Blatt laut Aufzeichnungen der Galerie am 15.01.1923. Dix, der noch im selben Jahr sein "Mutzli" heiraten sollte, war auf die Einkünfte aus den Verkäufen angewiesen, weshalb der engagierte, schnell als "Nierendix" bekannte Kunsthändler "wie ein Hausierer" mit Dix' Arbeiten durch die Lande reiste. - Die Rückseite zeigt zwei "Hamburger Zimmerleute" in strengem Profil und ist weder signiert noch datiert. - Das Zeichenblockblatt (linke Blattkante mit intakter Perforierung, die anderen Seiten mit gezackter Abrisskante) verso an vier Punkten unter Passepartout montiert und mit Spuren einer früheren Papiermontierung entlang der linken Blattkante. Die schwarzen Tuschepartien im Bereich des Zylinders minimal krakeliert, untere rechte Blattkante etwas berieben. Die vordere Seite mit dem liegenden weiblichen Akt sehr gut. - Provenienz: Aus dem Nachlass von Ben Wagin. Zuschlag: 60.000,00 €