Lot 46 Verkauft Wien, Max Eigenhändiger und maschinenschriftlicher Brief, beide mit eigenhändiger Unterschrift "M. Wien" sowie ein Briefdurchlag und ein vervielfältigtes Typoskript. Jena, 29.IX. - 5.XII.1934. Zusammen 9 S. auf 9 Bl. Der eigenhändige Brief (1 S. und 4 Zeilen) 22,5 x 14,5 cm, die übrigen Bl. DIN A 4. An Karl Mey (1879-1945), 1933-35 Vorsitzender der Deutschen Physikalischen Gesellschaft. - Maschinenschriftlich, 29.IX.34: "... Ich sende Ihnen anbei einen Notschrei bezüglich der Besetzung der Lehrstellen für Physik an den deutschen Hochschulen ... Ich weise nur auf die schwache Besetzung der Physik in Berlin, Bonn, Münster, Karlsruhe, Heidelberg hin. Wenn es so weiter geht, so muss nachher plötzlich eine ganz grosse Zahl besetzt werden, und auch beim besten Willen ist es dann wahrscheinlich, dass viele Missgriffe gemacht werden ...". - Wien verdeutlicht die prekäre Situation anhand der in vervielfältigtem Typoskript beiliegenden Denkschrift "Die Physik an den deutschen Hochschulen", gedruckt erst 2007 (in: Hoffmann/Walker, Physiker zwischen Autonomie und Anpassung. Die Deutsche Physikalische Gesellschaft im Dritten Reich). - Eigenhändig, 5.XII.34: "... Vielen Dank für Ihre Zuschrift vom 4ten, aus der ich entnehme, daß Sie meine Sorgen teilen und auch Ihrerseits versuchen wollen, auf die Ministerien einzuwirken. Ich habe die Denkschrift ... an Herrn Minister (Bernhard) Rust geschickt ... auch an (Johannes) Stark habe ich einen Abzug gesandt, wenn ich auch fürchte, dass er dagegen arbeiten wird ...". Das Begleitschreiben zur Denkschrift an Rust im Durchschlag beigefügt. - Max Wien war seit 1911 Direktor des Physikalischen Instituts Jena, in Stark hatte er einen überzeugten Nationalsozialisten zum Gegner. - Gebräunt, ohne Textberührung gelocht, 2 rostige Büroklammern. Zuschlag: 380,00 €
Lot 3 Verkauft Sammlung von 14 Porträtdrucken nach Farbphotographien. Mit eigenhändigen Unterschriften. Ca. 1979-81. Ca. 25 x 20 cm. Meist Astronauten im Apollo-Programm mit Mondlandungen: Alan L. Bean (1932-2018; 2 Ex.) - Frank Borman (1928-2023; 4 Ex.) - James B. Irwin (1930-1991; vor der Mondfähre, mit Widmung) - Ernst Messerschmidt (geb. 1945; 3 Ex.) - David R. Scott (geb. 1932) - Thomas P. Stafford (geb. 1930; 2 Ex., davon 1 zusätzlich mit Widmung) - John W. Young (1930-2018). - Beilagen: Wernher von Braun (Autopen) und Hermann Fritz, ferner diverse Sendungsumschläge an die Sammlerin der Aufnahmen. - Gut erhalten. Zuschlag: 650,00 €
Lot 10 Beendet Cocteau, Jean Eigenhändiger Brief mit voller Unterschrift samt Sternchen. St. Jean Cap Ferrat, 6.XI.1952. 1 S. 27 x 21 cm. An "Mon très cher docteur" im Umkreis des "Cocteau théâtre", offensichtlich in Wien, da mit Stempel "Allierte (= Österreichische) Zensurstelle Z. 1". Hierzu Wien Geschichte Wiki: "Am 17. Oktober 1952 eröffnete Leo Hainitz auf dem Hohen Markt das Cocteau Theater Wien mit der Produktion Dreimal Taschen Cocteau. Das Theater musste jedoch nach nur wenigen Tagen wieder schließen. 'Ingold Platzer war die wichtigste darstellerische Kraft dieses Unternehmens ... Die Zeit für Cocteau sollte in Wien erst kommen' (H. Lederer, Bevor alles verweht ... Wiener Kellertheater 1945 bis 1960, S. 116)". - Cocteau äußert sich sehr persönlich: "J'ai su que les jeunes gens du Cocteau théâtre avaient fait des erreurs - du moins qu'on les en accuse. Quels jeunes n'ont fait des erreurs et n'ont souffert de la critique? Il est déjà noble qu'ils s'efforcent d'essayer quelque chose. Si votre charmante secretaire les voit, qu'elle les console en ce qui me concerne. Je serais très indigne de leur amitié si je leurs en voulais de fautes qui sont l'essence même de l'effort. Par leur silence je crains qu'ils n'avaient honte de me dire la vérité. En ce cas ils se tromperaient sur mon caractère, que votre coeur devine. Mille et mille bonnes choses de la Villa Santo Sospir ..." - "Villa Santo Sospir" wurde 1931-35 für Francine Weisweiller erbaut und durch Cocteaus Aufenthalte bekannt. - Blasser (deutschsprachiger) Eingangsstempel, auch die Schrift etwas blass, aber gut lesbar.
Lot 20 Verkauft Hahn, Otto Eigenhändiger Brief mit Unterschrift "Tausend Grüsse Dein Otto". Ohne Ort (Großes Hauptquartier), 15.I.1918. 2 S. 21,5 x 14 cm. An Hahns Frau Edith (geborene Junghans), geschrieben an der deutsch-französischen Front während Hahns Tätigkeit in Fritz Habers "Gastruppe", u.a. über die schlechte Versorgungslage in Deutschland: "... Ich bin nämlich ein bischen unruhig geworden wegen Deiner 'Gehirnerschütterung'. Mit so Sachen darf man nicht spassen ... Wegen der Butter brauchst Du nicht gerührt zu sein. Wir haben hier wirklich genug. Grebe spart seit einiger Zeit von seiner auch. Morgens esse ich halb statt nur Butter, Butter und Marmelade. Und Mittags meinen Aufschnit esse ich nie nicht ganz auf, weil ich ja nur ziemlich dünn streiche. Also gross ist das Opfer durchaus nicht, und für Euch in Berlin macht es doch was aus ... Julius habe ich heute kurz geschrieben und ihn gefragt, wo er sein Bein herbekommen hat. Hier ist ein Mann, dessen Sohn jetzt auch ein Bein bekommen hat, und der Julius in seinem Gehen of bewundert hat. Frl. Meitner hab ich auch angepflaumt, dass sie garnicht schreibt, ihr ausserdem eine Rechnung um 19,90 geschrieben, die sie Dir bezahlen soll ...". - Bei Julius dürfte es sich um Hahns Bruder Julius Hahn handeln. - Von Januar 1915 bis zum Kriegsende 1918 war Otto Hahn Mitglied der von Fritz Haber geleiteten Spezialeinheit für chemische Kriegsführung. Er erprobte Gasmasken und neue Giftgase, beriet in der Heimat die Industrie bei der Herstellung von Gasmunition und war eine Zeit lang Verbindungsmann der Gastruppe im "Grossen Hauptquartier". Von Dezember 1916 bis September 1917 weilte Hahn hauptsächlich in Berlin, wo er seine Radium-Forschungen mit Lise Meitner zum Abschluss brachte. Nach der Entdeckung des sog. "Proto-Actininium" war er wieder an der deutsch-französischen Front unterwegs. - 1944 erhielt er den Nobelpreis. - Sehr gut erhalten. Zuschlag: 380,00 €
Lot 24 Verkauft Hohlwein, Ludwig Eigenhändiger Brief mit Unterschrift "Prof. Ludwig Hohlwein". Ohne Ort, 8.X.1946. 1 1/2 S. 29,5 x 21 cm. An einen Herrn Seufert: "... Die fünf Minuten Ratlosigkeit von Ihrer Schreibmaschine haben mich mit Humor + Eleganz ausgetrickst: ich hab mich sauber gefreut ... Danke für Ihren netten Brief wegen des Hirschbildes. Ihr Angebot ist gar leider etwas niedrig, aber wenn Sie 500.- bepieseln kännen, solls Ihnen gehören. Freilich ists ein erleichtertes Machen, wenn Sie mir in baar 300.- geben und den Rest etwa in etwas Anderem, was Sie verkraften können. Äpfel, Eier, Zucker und sowas würde gern gesehen ... Die Hirsche haben ausgeschrieen, auf den Almen liegt Neuschnee, im Ofen krachen die Scheite ... und ich machen grad ein Kind (pardon!) für das Kalenderbild der hiesig. Sparkasse ...". - Hohlwein malte mehrmals Hirsche, u.a. für die Bayrische Geweih-Ausstellung in München 1906. - Liniertes Nachkriegspapier, etwas gebräunt, kleiner Faltenriss. - Selten. Zuschlag: 240,00 €
Lot 28 Verkauft Kästner, Erich 2 maschinenschriftliche Briefe mit eigenhändiger Unterschrift, der zweite mit 2 eigenhändigen Kommata-Korrekturen. München, 30.XII.1948 und 2.V.1949. Je 1 S. 17,5 x 15 cm und 29,5 x 21 cm. An Ursel Katz in Stockholm, 1949 am "Social Pedagogiska Seminariet", Kungsholmsgatan 11. - Ende 1948 dankt Kästner für einen "reizenden Brief" und sendet Neujahrsgrüße und Neujahrswünsche. Im Mai 1949 äußert er sich ausführlich mit Hinweis auf das bereits abgeschlossene "Doppelte Lottchen": "Das besondere Verständnis für Kinder, das Sie mir schmeichelhafterweise zubilligen, hat im Grunde wenig damit zu tun, daß ich früher einmal Volksschullehrer werden wollte ... der eigentliche Grund liegt vielmehr darin, daß ich mir im Rahmen des Möglichen die Fähigkeit bewahrt zu haben glaube, mich ohne Umstände und Verstellungskünste in meine eigene Kindheit zurückversetzen zu können ... Hätten mehr Menschen diese Fähigkeit und diesen Willen, dann, glaube ich, stünde es ein bisschen besser um die Welt". - Kleiner weiterer Briefwechsel zwischen Katz und Kästner im DLA Marbach. - Faltspuren, sonst sehr gut erhalten. Zuschlag: 350,00 €
Lot 41 Beendet Sadat, Mohamed Anwar El Maschinenschriftlicher Brief mit eigenhändiger Unterschrift. Kairo, 31.VIII.1979. 1 S. Mit schwarz- und blindgeprägtem Briefkopf in arabischer und französischer Sprache. 30 x 20 cm. Antwort in deutscher Sprache auf den Brief einer Verehrerin in Deutschland: "... Ich freue mich, daß meine Friedensbemühungen bei dem befreundeten Volk der Bundesrepublik Deutschland ein gutes Echo gefunden haben, und daß meine Initiativen und mein Handeln für einen gerechten Frieden anerkannt werden ... ich gebe der Hoffnung Ausdruck, daß der Frieden nicht nur in unserer Region, sondern auch in der ganzen Welt im Interesse der Menschheit erhalten wird ..." - Sadat hatte 1978 den Friedensnobelpreis erhalten. - Im oberen Drittel knitterfaltig. - Selten.
Lot 42 Beendet Schmidt-Rottluff, Karl Eigenhändiger Brief mit Unterschrift "K. u. E. SR". Berlin-Zehlendorf, 20.II.1958. 2 S. in Kugelschreiber. 21 x 14,5 cm. Mit eigenhändig adressiertem Umschlag. An Hanna Schreiber-Weigand, der Witwe des Kunsthistorikers Friedrich Schreiber-Weigand in Karl-Marx-Stadt (Chemnitz): "... Dass Sie sich mit Umzugsplänen tragen ist ein ungemütlicher Gedanke - aber gewiss haben Sie ganz recht wenn Sie sich zu diesem Entschluss aufgerafft haben - hoffentlich finden Sie etwas Angenehmes - was Ihnen zusagen kann. So ganz ohne Grippeanfälle ist's bei uns nicht abgegangen, es war eine miesse (!) Zeit seit Januar. Augenblicklich ärgere ich mich mit einer üblen Zahnsache herum, die mich recht mitgenommen hat, aber das schlimmste ist wohl überstanden ...".
Lot 11 Beendet Cooper, James Fenimore Eigenhändige Zahlungsanweisung und Unterschrift "J. Fenimore Cooper" auf einem Scheck-Vordruck der Otsego County Bank. Cooperstown, 26.IX.1849. 1 S. Mit rotem Quittungsstempel. 7 x 15 cm. Für "Paul" über 16 Dollar. - Kleine Randschäden, sonst schön erhalten.
Lot 15 Beendet Felixmüller, Conrad Eigenhändiger Brief mit voller Unterschrift, Nachschrift und eigenhändig adressiertem Briefumschlag. Tautenhain, 14.III.1946 (Poststempel). 2 S. - Dazu: Original-Photographie des Malers "mit Frau u. Lotti u. Schnipps" (rückseitige Beschriftung von anderer Hand) vor der Scheune in Tautenhain. Vintage. Silbergelatine. 6 x 4,5 cm. Kurioser Brief an den befreundeten Maler (Oskar) K(urt) Döbrich, zu dieser Zeit in Weißenfels. "Ihr Brief hat mich sehr erfreut - obwohl es mich sehr bekümmert, dass er an eine ganz andren FM gerichtet ist ... Denn nie habe ich Frau Lilly Burbulla gesehen, noch ihren Namen gekannt, bis auf den Moment, da ich von ihr grossartige Briefe in Liebe u. Verehrung für einen Mann (Träger meines Namens!) erhielt -, die, ich bedaure es geradezu, mich nichts angehen ... Merkwürdig ist jedenfalls, dass Otto Pankok, der mich 1920 drei Stunden nach der Geburt meines II. Sohnes besuchte, - auch von diesem II. FM weiss!? Ich bin jedenfalls derjenige Maler, der seit 1916 mit Pfemfert bekannt dessen graph. Mitarbeiter an der Aktion war u. ab 1933 von den Nazis totzuschweigen versucht wurde". Berichtet ferner von den letzten Kriegsmonaten und seinem Wunsch, im Osten zu bleiben, aber frei nach dem Westen reisen zu können. Bittet um Weiterleitung eines Briefes an Pankok in dieser Angelegenheit. - Transkription sowie Anzeigenausschnitt über die 1925 erschienene Radierungsmappe "Frau" beiliegend. - Etwas gebräunt, der Umschlag eingerissen und ohne Briefmarke.
Lot 16 Beendet Fidus (das ist: Hugo Höppener) Eigenhändige Grußformel mit Unterschrift, in: Aus der Germanenbibel des ehemaligen Volkserzieher-Verlages. 12 Tafeln nach Fidus-Leisten. Woltersdorf, Fidus-Verlag, nach 1918. 11,5 x 21 cm. Lose im Original-Faltumschlag (blasser Privatstempel auf der Außenklappe). Auf der Innenklappe: "Mit nordischem Gruße zum neuen Jahr 1948". - Sehr gut erhalten.
Lot 22 Verkauft Hardenberg, Henriette (Margarete Rosenberg) Eigenhändiges Gedicht "Die Zeit", mit ihrem Künstlernamen unterschrieben. (London), Ostern 1991. - Auf der Rückseite einer eigenhändigen Briefkarte mit Unterschrift "Grete, Erri genannt". 28.IV.1991. Zusammen 2 S. 10,5 x 14,5 cm. Altershandschrift der expressionistischen Dichterin (Berlin 1894 - 1993 London). Das Gedicht (12 Zeilen): "Zeit, du Unausweichbare, aneinandergekettetes grenzenloses Sein. Tag und Nacht, gesichtslos ... stimmloses Gespenst, das Niemand erdrosseln kann." - Die Nachricht an "Liebe Alice", deren Besuch Hardenberg am Sonnabend nicht hatte entgegennehmen können, da (ihr Sohn?) Frank sie für Sonntag eingeladen und bereits einen Tag früher beköstigt hatte. "Die Morgenden sind immer noch düster, wie so viel in der Welt. Der Wunsch für Frieden bleibt unerfüllt ..." - Frisch. Zuschlag: 200,00 €
Lot 27 Beendet Jünger, Ernst Signierte Photographie (Offsetdruck) "Gerold Jäggle - Portraitsitzung mit Ernst Jünger am 20. November 1988". Rückseitig eigenhändiger Brief Jüngers mit weiterer Unterschrift. Wilflingen, 15.I.1991. 1 S. 20,5 x 14,5 cm. Die Briefnachricht an Lina Oldenburg: "Sie haben mich wieder durch ein wertvolles Ostasiaticum zu reich beschenkt ... Immer langsamer hinke ich hinter meiner Korrespondenz her ...". - Links etwas verknickt.
Lot 29 Verkauft Kästner, Erich Maschinenschriftlicher Brief mit eigenhändiger Unterschrift und eigenhändige Briefkarte mit Unterschrift. München, 25.X. und 27.XII.1966. Zusammen 3 S. (2 eigenhändig). 21 x 14,5 cm und 10,5 x 15 cm. Beide an Tom Maschler in London, Sohn von Kästners Exil-Verleger Kurt Maschler und selbst Leiter des Verlages Jonathan Cape, an dessen Adresse der Maschinen-Brief gerichtet ist. Kästner drückt seine Freude darüber aus, Tom Maschler wiedergesehen zu haben und dankt für einen Blumenstrauß, der "mir nicht nur das Hotelzimmer, sondern auch den Londoner Aufenthalt überhaupt sehr verschönt" habe. - Die eigenhändige Karte in Kugelschreiber an "Lieber Tom" mit Dank für ein ledergebundenes Exemplar des "Kleinen Mann" zu Weihnachten und besten Wünschen "zum kommenden Jahr (und nicht nur für das kommende) ... Ich schreibe gerade das letzte Kapitel des 2. Bandes vom Kleinen Mann. Wie verkauft sich bei Ihnen der 1. Band?". Grüßt auch im Namen von "Lotte", Kästners Lebensgefährtin Luiselotte Enderle. - Etwas verknickt. Zuschlag: 260,00 €
Lot 32 Verkauft Publikationen des Ordnungsgerichts Sammelabschrift auf Papier. Wohl Kreis Dorpat, Zeitraum 1819-44. 118 beidseitig von einer Hand beschriebene Bl. Deutsche Kursive in brauner Feder. 25 x 20 cm. Unbeschnittene, in der Größe etwas variierende Faszikel unter modernem Leinen. Vermutlich für die Verwaltung eines Gutes angelegte Abschrift von Bestimmungen eines der zu dieser Zeit neun Ordnungsgerichte Livlands. Entsprechend den Aufgaben dieser für die Selbstverwaltung zuständigen Organe sind teils umfangreiche Bestimmungen über Abgaben, Handelspreise, Briefporti (nach Entfernung in Werst), Straßeninspektion, Dokumentationspflichten der Güter (Personalstand, Buchhaltung), Führung von Soldaten und Rekruten, Besoldung von Predigern und Kirchendienern etc. enthalten. Für letztere ist 1842/43 explizit das Kirchspiel Roddafer im dorpatischen Kreis genannt. - Erstes und letztes Bl. sowie vorstehende Ränder angestaubt, sonst gut erhalten. Zuschlag: 200,00 €
Lot 39 Beendet Reimann, Hans Eigenhändige Widmung mit Namensnennung als "Maylein" für den Soziologen Franz Fürth. Ohne Ort und Datum. - In: Hans Reimann. Das Buch von Frankfurt, Mainz/Wiesbaden. Mit Original-Zeichnungen von Karl Friedrich Beust. München, Piper, 1930. 206 S., 1 Bl. 18,5 x 12 cm. Originale, von Walter Tier illustrierte englische Broschur (fleckig und berieben, Knickspuren, Gelenke eingerissen). Erste Ausgabe, Band IX der Reihe "Was nicht im Baedeker steht". - Die Widmung auf dem Vorsatz lautet: "Nicht von Herrn v. Weinberg dem Frankfurter Zoo, sondern vom Maylein dem Dr. Fuerth geschenkt". - Beiliegend: Derselbe. Eigenhändige Postkarte mit Unterschrift "Ich" an Fürth. Frankfurt, 20.XI.1929 (Poststempel). 1 S. und Adresse (c/o Georg Lengbach). - "Wer hatte sein Ehrenwort gegeben, mich am 18. November mit einer Liste Frankfurter Persönlichkeiten zu überraschen? Und wer hat sein Ehrenwort gebrochen ... Und wer wartet darauf? Ich." - Schnitt braunfleckig, teils in die Ränder eingezogen; die Karte gebräunt, stockfleckig und gelocht (Buchstabenverlust im ersten Wort).