Lot 3 Beendet Cohen, Arthur Allen Sammlung von 3 Widmungsexemplaren, 2 eigenhändigen Postkarten und 1 maschinenschriftlichen Brief mit Unterschrift, sämtlich für oder an Sibylle Kaldewey. Meist New York, 1978-84. Verschiedene Formate und Original-Einbände. Enthält: Cohen, The Writings of Robert and Sonia Delaunay. 1978. Original-Halbleinenband. - Cohen, The American Imagination after the War. 1981. Original-Karton. - Cummings, Fairy Tales - Märchen. Mit Zeichnungen von Antonia Cormeau. 1981. Original-Broschur. - Im Brief vom 15.VIII.1982 erwähnt Cohen sein Buch über Herbert Bayer, seine Teilnahme an "a very small and chic conference at the Rockefeller palazzo in Belaggio (Primo Levi, Steiner, Guinzburg, Bassani, Canetti, Bellow, etc and myself", ferner einen Essay über Israel und den Libanon. - Beiliegend: Druckkarte "change of address" von "exlibris", New York.
Lot 4 Verkauft Dempsy, Jack Jack Dempsy in Boxerpose. Original-Photographie mit montierter eigenhändiger und signierter Widmung “Best wishes Jack Dempsy. Vintage. Silbergelatine. Format: 23 x 18 cm. Auf Karton montiert. Die signierte Widmung ist im unteren Rand auf die Photographie montiert. – In den Rändern leicht ausgesilbert, Photo mit 2 horizontalen Knickspuren. Zuschlag: 200,00 €
Lot 7 Verkauft Gadamer, Hans-Georg Eigenhändiges Manuskript und maschinenschriftlicher Begleitbrief mit eigenhändiger Unterschrift. Frankfurt, 16.VI.1982 (Brief). 1 S. auf Doppelblatt. 21,5 x 17,5 cm, der Brief 1/2 S. auf DIN A4 mit gedrucktem und handschriftlich korrigiertem Kopf. Für den Autographensammler (Norbert) Prickartz im Gegenzug für "eine so bewegende Manuskriptseite von Eucken". Gadamer übersendet offensichtlich eine vielfach korrigierte Passage seines Redemanuskriptes zur Laudatio auf Roman Jakobson anlässlich der Verleihung des Hegel-Preises der Stadt Stuttgart, gehalten am 22.VI.1982 kurz vor Jakobsons Tod. "Jakobson hat nur selten deutsche dichterische Texte analysiert und so mag am Schluss meiner würdigenden Worte die Studie erwähnt werden, in der er zusammen mit Grete Lübbe eins der aus Hölderlins Krankheitszeit stammenden Stegreif-Gedichte analysiert hat: was der Philologe am Ende auch gewahrt, wird nur vom Linguisten bis ins Einzelne verfolgt ...". - Kleine Eck- und Randknicke. Zuschlag: 200,00 €
Lot 20 Verkauft Liebermann, Max Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Berlin, 23.II.1898. 2 S. auf Doppelblatt. 18 x 11 cm. - Mit Umschlag. An den Königsberger Kunsthändler Otto Hermann Claas, der ihn gebeten hatte, eine bestimmte Zeichnung von Menzel zu beschaffen. "... als ich Ihren Brief empfing, fiel mir sofort ein, um welche Zeichnung Menzel's es sich handelt. Ich finde dieselbe besonders schön u. wollte sie selbst erwerben. Aber der dafür geforderte Preis von M 1,500 schreckte mich ab. Da der Inhaber der Wagner'schen Kunsthandlung, Herr Paechter seit länger als 10 Jahren auch mein Kunsthändler ist u. ich intim mit ihm befreundet bin, fragte ich ihn gestern, welches der äußerste Preis ... wäre. Er erwiderte, daß er mir als einem seiner besten Kunden - ich besitze 7 Sachen von Menzel - eine Reduktion von 20% gewähren wollte; aber unter 1,200 Mark könnte er unmöglich die Zeichnung abgeben ...". - Oberrand mit schwachen Knickspuren, sonst sehr gut erhalten. Zuschlag: 400,00 €
Lot 28 Beendet Riehl, Wilhelm Heinrich Kulturgeschichte Deutschlands im Mittelalter. Nach den Vorlesungen von Prof. Dr. Wilhelm Riehl im Sommersemester 1874. Mitschrift (wohl von Otto Rieder). München, 1874. 1026 S. Deutsche Kursive in brauner Feder. 19,5 x 17 cm. Halbleinenband der Zeit mit handschriftlichem Rückenschild (Kanten berieben, vorderer freier Vorsatz entfernt). In dieser Form nicht gedruckt. Riehl, konservativer Journalist und Kulturhistoriker (1823-97), wurde 1854 Oberredakteur für die Presseangelegenheiten der bayerischen Krone und Honorarprofessor, 1885 Direktor des Bayerischen Nationalmuseums. Seine Vorlesungen gehörten zu den bestbesuchten der Münchener Universität. Riehl zählt zu den Vordenkern der Volkskunde, Kulturgeschichte und Soziologie. - Im Innendeckel Vermerk von fremder Hand "Aus dem Besitz von Archivrat Dr. Rieder", auf einem der Registerblätter Bleistiftnotiz "Vortrag im Kolleg mitgeschrieben (stud. Rieder)". Es handelt sich mit Wahrscheinlichkeit um den Reichsarchivrat und Weißenburg-Chronisten Otto Rieder (1850-1919), der 1875 nach Abschluss seines Münchener Studiums seine erste Stelle am dortigen Reichsarchiv antrat. Ferner 2 stenographische Kurzeinträge von 1894 (Bindevermerke?). - Gebräunt, Titel im Bund gebrochen und seitlich mit Randausbrüchen, Register mit Rand- und Texteinrissen, teilweise breit mit transparenten Streifen gedeckt.
Lot 35 Verkauft Warhol, Andy & Joseph Beuys Eigenhändige Autogramme auf einer Einladungskarte zur Eröffnung der Ausstellung "Sammlung Marx" in der Neuen Nationalgalerie Berlin, 2.III.1982. 10,5 x 20,5 cm. Zur Gemeinschaftsausstellung mit Werken von Beuys, Rauschenberg, Twombly und Warhol aus der Sammlung des Unternehmers Erich Marx, seit 1980 Dauerleihgabe bei der Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Die Künstler waren zur Eröffnung anwesend. Rückseitig farbige Reproduktion von Warhols "Silver Asparagus", 1957. - Provenienz: Nachlass Werner Haftmann, 1967-74 erster Direktor der Nationalgalerie. - Etwas unfrisch, vertikale Knickspur im Text und unterhalb der Abbildung. Zuschlag: 700,00 €
Lot 36 Beendet Werner, Anton von Porträt. Original-Photographie (Albumin) mit eigenhändiger, signierter "AvWerner" und datierter "Januar 1881" Widmung auf dem Untersatzkarton. Eindruck: Loescher & Petsch, Berlin. 16,5 x 11 cm. Anton von Werner (1843-1915) widmet die 1880 im Atelier der "Hof-Photographen" Loescher & Petsch aufgenommene Porträtphotograhie "Seinem verehrten Freund Paul Lindau" (1839-1919). - Der wilhelminische Historienmaler, seit 1875 Direktor der neu gegründeten "Akademischen Hochschule für die Bildenden Künste", und der als "Kritikerpapst" geltende Publizist und Theaterleiter Paul Lindau, in dessen literarischer Monatsschrift "Nord und Süd" von Werner regelmäßig gefeiert wurde, prägten gleichermaßen das Kulturleben der 1880er Jahre in Berlin. - Der Unterkarton gebräunt und etwas fleckig, verso entlang der Kanten etwas wasserrandig sowie mit einem Stempel des "Archiv für Kunst und Geschichte" sowie einer Bleistift-Nummerierung.