Kategorie / Auktion 28 – ARCHIV

Literatur und Philosophie des 17.-19. Jahrhunderts

Auktion 28 - Prunkmappe mit Auszeichnungsurkunde

Lot 210 Beendet

Prunkmappe mit Auszeichnungsurkunde

des Gemeinderates der "Reichshaupt- und Residenzstadt" Wien für den k.k. Major der Geniewaffen Carl Kocziczka Edlen von Freybergswall für seine Verdienste beim Bau der Wiener Hochquellenwasserleitung. Ausgestellt in Wien am 20. Dezember 1872 mit Unterschrift des Bürgermeisters Cajetan Felder. - Mappe in weinrotem Samt gebunden, Deckelränder mit Messingleisten gefasst und teils emailierten Eckbeschlägen, mittig mit großem Medaillon mit Doppeladler in Messingguss und emaillierten Wiener Wappen aus der Werkstatt des k.k Hof-Buchbinders Leopold Groner in Pappkassette mit gepolstertem Innendeckel. In sehr gutem Zustand.

Auktion 28 - Oelssner, Gottlieb

Lot 203 Verkauft

Oelssner, Gottlieb

Philosophisch-moralisch- und medicinische Betrachtung, ueber mancherley zur Hoffart und Schönheit hervorgesuchte, schädliche Zwang-Mittel, junger und erwachsener Leute, beyderley Geschlechtes. Nebst dem schädlichen Mißbrauche der Schnürbrüste und Planchette oder sogenannten Blanckscheite der Frauenzimmer. Bey ruhigen Abend-Stunden wohlmeinend entworfen. Breslau und Leipzig, Pietsch, 1754. 80 S. 17 x 10 cm. Rückenbroschur. Hayn-Gotendorf V, 97: "Sehr selten!". - Interessante Abhandlung über das Korsett, die allerdings von Gotthold Ephraim Lessing in seiner Rezension in der Berlinischen privilegirten Zeitung (Jg. 1754, 119. Stück) eher verspottet wurde. Lessing zitiert eine Passage, die der bearbeitende Antiquar auch gerne wiedergibt: "Es giebt Frauenzimmer, denen die Natur ihre Gütigkeit entzogen, und bei dem Polo Arctico ihres Busens, entweder die Elevation desselben vergessen ... oder diesen Lustgranaten in Ansehung ihrer Grösse, Figur, Qualität und Bewegung einen ziemlichen Theil ihrer Schönheit und ihres Feuers zurückgehalten hat, und diese bemühen sich dieselben mit aller Gewalt aufzuhelfen".

Zuschlag: 260,00 €
Auktion 28 - Nietzsche, Friedrich

Lot 262 Verkauft

Nietzsche, Friedrich

Götzen-Dämmerung oder Wie man mit dem Hammer philosophirt. Leipzig, Naumann, 1889. 4 Bl., 144 S. 20,5 x 14,5 cm. Spätere Halbleinwand (leicht berieben). Erste Ausgabe. - Borst 3811. - Eines der umstrittensten Werke Nietzsches, in dem er zentrale Texte seines Schaffens sammelte. Ursprünglich wollte Nietzsche es "Müßiggang eines Philosophen" nennen, er selbst bezeichnete die Schrift als "eine große Kriegserklärung". - Titel mit hinterlegter Läsur, 1 Blatt mit kleinem Randeinriss, Besitzeintrag auf Seite 9 und 51, S. 52 und 53 mit Anstreichung und Anmerkung, leicht gebräunt und vereinzelt gering fleckig. Im Ganzen etwas knapp beschnitten.

Zuschlag: 400,00 €
Auktion 28 - Neumeister, Wilhelmine

Lot 255 Beendet

Neumeister, Wilhelmine

Stammbuch der späteren Gattin des Inspektors (1849 Direktors) der Königlichen Porzellanmanufaktur Meißen, Heinrich Gottlieb Kühn. Mit 1 Stickbild, 2 Aquarellen und 1 Notenseite. Überwiegend Meißen und Dresden, 1807-16. 121 Bl. mit 102 Einträgen. 10,5 x 19 cm. Lederband der Zeit mit Rückenschild, Rückenvergoldung goldgeprägten Deckelbordüren (vorne um die Initialen W.N.), marmorierten Vorsätzen und Goldschnitt (berieben und bestoßen, Vorderdeckel lose). Die Eignerin heiratete 1816 den sächsischen Bergrat Heinrich Gottlieb Kühn, am 28.III.1815 in Meißen prominentester Einträger. Er zitiert das lange, unter dem Titel "Größe" leicht abgewandelte Gedicht "Was ist's, was unsterbliche Geister entzückt" von Mahlmann. Kühn (1788-1870) war seit 1814 technischer Inspektor der Meißner Porzellanmanufaktur, deren Öfen er stark optimierte. Er erfand 1817 das Chromoxidgrün, 1827 die Glanzvergoldung, 1837 die Lüsterfarben; ab 1849 wirkte er als Direktor der Manufaktur. Bereits am 11.IX.1810 trug sich sein Vater ein, der Dresdener Oberkonsistorialrat Carl Gottlieb Kühn ("liebes Mühnchen"), im gleichen Jahr mehrere Cousins und Cousinen Kühn. Wilhelmine selbst war die Tochter des Akzise-Inspektors und Meißner Bürgermeisters Johann George Neumeister; sie starb 1833 nach der Geburt von 4 Söhnen und 5 Töchtern. - Weitere Beiträger sind ihr Onkel G. F. Neumeister in Heldrungen, Postmeister Christian Traugott Miersch in Stauchitz mit Gattin, Gerichtsdirektor Ernst Gottlob Schmorl, seine Gattin (geb. Miersch) und Söhne, die "Vettern" Theodor, Ernst Leberecht und Benjamin Gotthold Weiske (Philologe, 1783-1836), Hofrat Carl August Weiske, der Dresdener Prediger Johann Ludwig Kell (1743-1819) mit Gattin, der Jurist Paul Reinhard (1785-1839), ferner etliche Freundinnen. - Privater Sammlerstempel, wenige Blatt entfernt, gering fingerfleckig, sonst innen gut erhalten. Eine Dokumentation liegt bei.

Auktion 28 - Nadler, Karl Christoph

Lot 213 Verkauft

Nadler, Karl Christoph

Das Guckkasten-Lied vom großen Hecker. Mit koloriertem Mittelbild in Holzstich (Bildnis Heckers in ganzer Figur mit "Hecker-Hut"), umgeben vom Text sowie 12 kleineren Holzstichen. Ohne Ort, 1848. Einblattdruck. 42 x 33 cm. Aus 17 Strophen bestehendes, gereimtes Lied. - Der Verfasser, der Pfälzer Dichter Karl Christoph Nadler (1809-1849) veröffentlichte es später noch einmal in seinem bekanntesten Werk, "Fröhlich Palz, Gott erhalts!" - Dieser Bilderbogen verspottet den Anführer des gescheiterten badischen Aufstandes vom April 1848. Das ganzfigurige Bildnis im Zentrum des Blattes karikiert Friedrich Hecker (1811-1881) nach der Niederlage in der Schlacht von Kandern am 20. April 1848. Zwar ist der Revolutionsführer in der aus vielen positiven Darstellungen bekannten Weise mit hohen Stiefeln, blauer Bluse, Halsbinde und breitrandigem, federgeschmücktem Hut bekleidet, und er trägt auch die typische Bewaffnung mit Säbel und zwei am Gürtel steckenden Pistolen, doch ist die Figur zum Räuberhauptmann abgewandelt und damit der Lächerlichkeit preisgegeben. Das Bildnis wird von 17 Strophen Text, in die zwölf kleine Illustrationen eingestreut sind, umrahmt. Das Lied parodiert den Ablauf des Aufstandes. Das Blatt erlangte weite Verbreitung. - Mehrfach gefaltet, etwas braunfleckig, teils kurze Einrisse in den Faltungen.

Zuschlag: 280,00 €
Auktion 28 - Mosselanus, Fridericus

Lot 268 Beendet

Mosselanus, Fridericus

Reuterischer Striegel, und Außwüscher: Wider die von Jesuiten in Reichs: auch andern mehr der Augspurgischen Confessionverwandten Städten eyngeschleichten Schartecken ... angestelt. Mit welchem, Ihren unnothigen, und auffgeworffenen Jesuitischen exolirten drey Fragen, recht abgestriegelt, und ... erwiesen, daß weder Herman Ioseman, noch jemandt anders seiner Societet einigs wegs vermöge ... Newstadt an der Hardt, Schramm, 1608. 18 Bl., 320 S., 6 Bl. - Angebunden: Cambilhom, Johann. Von der Jesuiten Geheimsten Sachen, Kurtze Relation. Auß Dem Lateinischen verteutscht. Ohne Ort und Verlag, 1608. 1 Bl., 29 S. 16,5 x 9,5 cm. Pergamentband der Zeit (tintenfleckig, hinterer Deckel alt beschrieben). Zu I.: VD17 23:281392G - British Library, German books M1448 - De Backer-Sommervogel I, 76 und XI, 421 - Graesse III, 479. - Polemik gegen die verbreitete Homosexualität in der katholischen Kirche, u.a. mit umfangreichen Gedichten. - In Rom sollte man "Buben all außführn, wegen der schrecklichen Sodomey", über Sodomie bei Päpsten, Italienern und Jesuiten, über ein Kloster mit Knabenschändern, die 6.000 Schädel von Kindern, die Papst Gregorius in einem See gefunden hat, Über die Sodomiter-Mönche in Flandern etc. etc. - Zu II.: VD17 12:114891Q - De-Backer-Sommervogel XI, 41 - Der wohl aus Augsburg stammende Johann Cambilhon trat im März 1608 in Augsburg als ehemaliger Jesuit und Exulant aus Graz in der Steiermark auf. Aus dem Orden sei er im Alter von 32 Jahren ausgetreten; Augsburg, die Stadt, die ihm als erste Asyl gewährte, verglich er mit dem biblischen Zufluchtsort Zoar. Seine antijesuitischen Pamphlete, wo er u.a. behauptete, in den Kellern unter der Jesuitenkirche in Graz würden Ordensangehörige gefoltert, Teufel angebetet und Schätze gehortet, sorgten für empörte Gegenreaktionen und Gegenschriften u.a. durch den bedeutenden Ingolstädter Jesuiten Jakob Gretser. - Gebräunt.

Auktion 28 - Mit gnädiger Erlaubnis Wird heute von denen der anwesenden Comödianten mit grossen Marionetten aufgeführt werden

Lot 212 Beendet

Mit gnädiger Erlaubnis Wird heute von denen der anwesenden Comödianten mit grossen Marionetten aufgeführt werden

eine sehenswürdige Action, Genannt: Die unschzldig an den Sten-Felßen geschmidete Martyrin Margaretha Oder Der mit dem Drachen streitende Georgius, Durch und durch mit Hans-Wursts angenehmer Lustbarkeit. ... Der Schau-Platz ist aufm Heumarck in der neu-gebauten Hütten, und wird nach 5 Uhr angefangen. Ohne Ort, (handschriftlich eingesetzt:) 1754. Einblattdruck. 31 x 16,5 cm. Außerordentlich frühe Bekanntmachung der Aufführung eines Marionettentheaters. Die in 5 Akten stattfindende tränenreiche Handlung wird ausführlich beschrieben. Darunter befindet sich das handschriftlich eingesetzte Datum der Aufführung, der 26. (?) August 1754. Zwischen Jahr, Tag und Monat 3 kleinere Löcher, durch Tintenfraß verursacht. - Zum Schluss die Angaben zu den verschiedenen Eintrittskosten; die Verwendung "Kopfstück" und "Stüber" als Währungseinheiten lässt auf das Rheinland schließen, die gesonderten Kosten für die "Herrn Studenten" und der Austragungsort "Heumarck" (Heumarkt?) mögen sich auf Köln beziehen. - Horizontale Faltspur.

Auktion 28 - Meyer von Knonau, Ludwig

Lot 259 Beendet

Meyer von Knonau, Ludwig

Neue Fabeln. Dritte vermehrte und verbesserte Auflage. Mit gestochenem Frontispiz, gestochener Titelvignette und 58 Kupfertafeln von D. Düringer nach Zeichnungen des Verfassers. Zürich, Orell, 1757. 20 Bl., 166 S., 1 Bl. 20 x 12 cm. Marmorierter Lederband der Zeit mit goldgeprägtem Rückenschild, floraler Rückenvergoldung und marmorierten Vorsätzen (berieben, etwas bestoßen und narbig, hinteres weißes Vorsatzblatt entfernt). Dritte Ausgabe, erstmals 1744 als "Ein halbes Hundert Neuer Fabeln" erschienen. - Goedeke IV/1, 93, 2 - Kat. Wolfenbüttel, Fabula docet 127. - Schöne Folge selbst erfundener und eigenwillig-skizzenhaft illustrierter Fabeln. Die "Critische Vorrede" von J. J. Bodmer. - Exlibris, durchschlagender Stempel von Gottfried Doehler Titel verso, etwas gebräunt und fleckig, Tafel 18 mit teilweise hinterlegtem Einriss, etliche Tafeln vor dem Binden seitlich schmal angerändert.

Auktion 28 - Medicina Antiqua. Libri quattuor medicinae

Lot 228 Beendet

Medicina Antiqua. Libri quattuor medicinae

Codex Vindobonensis 93 der Österreichischen Nationalbibliothek. Faksimile- und Kommentarband. Mit zahlreichen teils ganzseitigen farbigen Abbildungen. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1972. 161 faksimilierte Blatt; 78 S., 4 nn. Bl. (Kommentar). 28 x 19 cm. Original-Halblederband (Kommentar) und flexibler Original-Pergamentband im Original-Leinenschuber mit Rückenschild. Codices selecti, Vol. XXVII. - Mit einer Einführung von Ch. H. Talbot und Beiträgen von Fr. Unterkircher. - Sehr gut erhalten.

Auktion 28 - Lelly, Chevalier de (das ist F. C. E. von Vaerst)

Lot 253 Beendet

Lelly, Chevalier de (das ist F. C. E. von Vaerst)

Cavalier-Perspective. Handbuch für angehende Verschwender. Leipzig, Brockhaus, 1836. XXXIV S., 1 Bl., 351 S. 21 x 13 cm. Marmorierter Pappband der Zeit mit handschriftlichem Rückenschild und Bibliotheksetikett (berieben und bestoßen). Erste Ausgabe. - Goedeke XIII, 251, 5a - Hayn-Gotendorf IV, 138 - Horn-Arndt 612. - Vorsatz mit eigenhändiger Widmung von Carl Georg von Maassen für Hilmar von der Recke: "Niemand wandelt ungestraft unter Palmen. Dies zur Beherzigung bei dem Studium dieses Werkes, lieber Hilmar Recke, schrieb Dir am 3. Febr. 1919 Dein Carl Maassen". - Der Beschenkte zählte mit Maassen und Rolf von Hörschelmann zu dem von Erich Mühsam so benannten Kreis der "Balten" oder "adeligen Bibliophilen". - Ein Dandy war auch der Verfasser Friedrich Christian Eugen von Vaerst (1792-1855), preußischer Offizier, Gastrosoph und Literat, der die Vollendung eines genußvollen Lebensstils in Paris fand und hier beschrieb. - Stempel der Lesegesellschaft "Bremer Museum" auf dem Titel, gedruckte Benutzungsordnung in den Innendeckel montiert. Unter der Widmung Exlibris-Stempel Maassens (Stempel 1). - Etwas stockfleckig, zu Beginn und Ende stärker, Außenrand dort auch angeschmutzt.

Auktion 28 - Lavater, Johann Kaspar

Lot 252 Beendet

Lavater, Johann Kaspar

Physiognomische Fragmente zur Beförderung der Menschenkenntniß und Menschenliebe. Erster-vierter Versuch. Vier Bände. Mit vielen Kupfern. Mit 4 gestochenen Titelvignetten, 488 Textkupfern und 343 Kupfertafeln nach Berger, Chodowiecki, Fueßli, Lips, Schellenberg, Tyroff, Wachsmuth u.a. Leipzig und Winterthur, Weidmanns Erben und Reich, und Heinrich Steiner und Compagnie, 1775-1778. 31 x 27 cm. Halblederbände der Zeit mit 2 farbigen Rückenschildern und Rückenvergoldung (etwas berieben und bestoßen, Kapitale von Band 4 mit schmalen Läsuren, die Schilder mit der Bandzählung teils abgerieben). Erste Ausgabe des berühmten Werkes, dessen Drucklegung Goethe besorgte, von dem auch einige Beiträge stammen. - Schulte-Strathaus 77.a - Goedeke IV/1, 262, 31 (Lavater) und IV/3, 139, 131 (Goethe) - Hagen 540 (11 Beiträge Goethes) und 550 (14 Beiträge Goethes) - Lanckoronska/O. III, 93f. - Sammlung Kippenberg I, 578 - Kippenberg, Technik der Silhouette II., 3. - Über ihren heute noch bedeutenden kulturhistorischen Wert als umfassende Darstellung einer obsolet gewordenen Wissenschaft, die damals jedoch in weiten Teilen der Gesellschaft heftig und konträr diskutiert wurde, sind die " Physiognomischen Fragmente" in vieler Hinsicht ein Höhepunkt der deutschen Buchproduktion der Zeit, ein Werk, das "in seiner künstlerisch kostbaren und reichen Ausstattung und dem vorbildlichen Typensatz nicht nur zu den originellsten, sondern auch schönsten illustrierten Büchern aus der zweiten Hälfte des 18.Jahrhunderts" gehört.(Lanckoronska/O. II, S. 222). - In ca. 750 Exemplaren gedruckt. - Innendeckel mit gestochenem Wappen-Exlibris. - Innen überwiegend sehr sauberes, nahezu fleckfreies Exemplar.

Auktion 28 - Lange, Johann Christian

Lot 261 Beendet

Lange, Johann Christian

Ausführliche Vorstellung von einer neuen und gemein-ersprießlichen zu beßtem Behuf und Auffnahm Aller wahren und rechtschaffenen Gelehrtheit gereichenden Anstalt Welche unter Hoch-Fürstl. Nassauischen Auspiciis, nochmals zu öffentlichem Versuch gebracht, unter dem Nahmen und Titul (auch mit dazu behöriger Arbeit und Fleisse) einer Societatis Universalis Recognoscentium, umb gewisse Acta Eruditarvm Recognitionum, (oder Geschichte gelehrter Erkundigungen,) nach und nach heraus zu geben, ... Mit gestochenem Frontispiz und 1 blattgroßen Kupferstich. Und: Acta Eruditarum Recognitinoum, In publicam Lucem & Censuram Societatis Universalis Recognoscentium decenter progressu temporis edenda. ... Gedruckt zu Itzstein, bey Erdm. Andr. Lyce, Fürstl. Hof-Buchtrucker, 1720. 3 Bl., 212, 24 S. 22 x 18 cm. Ungebundene, lose Lagen. Erste Ausgabe, anonym erschienen. - Jöcher, Supplement III, 1223, 37 - Ravier 353. - Seltene Schrift der ersten Idsteiner Offizin (1704-1745, vgl. von der Linde 512ff.). - Lange, ein Anhänger Gottfried Arnolds, war Superintendent und erster Hofprediger in Idstein, zuvor u.a. Professor der Logik und Metaphysik in Gießen. - Sein Vorschlag zur Gründung einer nassauischen wissenschaftlichen Gesellschaft wurde von Leibniz unterstützt, dessen Briefe an Lange sowohl in deutscher Übersetzung als auch im lateinischen Original enthalten sind (S. 94-95, 97-98 und 209-211). - Unbeschnitten und unaufgeschnitten. - Teils stärker gebräunt, teilweise angerändert bzw. randknickspurig.

Auktion 28 - Knorring, (geb. Tieck, auch Bernhardi), Sophie von

Lot 251 Verkauft

Knorring, (geb. Tieck, auch Bernhardi), Sophie von

Flore und Blanscheflur. Ein episches Gedicht in 12 Gesängen. Herausgegeben und mit einer Vorrede begleitet von A. W. von Schlegel. Berlin, Reimer, 1822. XXXIV S., 1 Bl., 293 S. 14,8 x 10 cm. Marmorierter Pappband der Zeit mit schwarzem Rückenschild (Kapital leicht berieben). Erste Ausgabe. - Pataky I, 439. - Sophie von Knorring (1775-1833) war die jüngere Schwester von Ludwig Tieck. 1799 heiratete Sophie Tieck einen Freund und ehemaligen Lehrer ihres Bruders Ludwig, August Ferdinand Bernhardi. Die Eheleute trennten sich im Jahre 1804, nach einer Affäre mit August Wilhelm Schlegel. 1807 wurde diese Ehe geschieden, jedoch folgten noch jahrelange Auseinandersetzungen um das Sorgerecht für die Kinder. Im Frühjahr 1805 reist Sophie Bernhardi zusammen mit ihrem Bruder nach Rom, wo sie zum ersten Mal den estländischen Gutsbesitzer Baron Karl Gregor von Knorring traf. Sie reiste im Jahre 1807 mit von Knorring über München und Prag nach Wien, ehe sie im folgendem Jahr zusammen mit ihrem Bruder Ludwig nach München zurückreiste und mit ihm zusammen lebte. Im Jahre 1810 entschloss sich Bernhardi zum katholischen Glauben zu konvertieren um Karl Gregor von Knorring zu heiraten. Dies war der Anlass eines riesigen Skandals. In diese Kontroverse mischten sich zahlreiche Freunde und Bekannte der Dichterin ein, wie beispielsweise ihr Bruder Ludwig Tieck, August Wilhelm Schlegel, ihr ehemaliger Geliebter, aber auch Friedrich de la Motte Fouque und Johann Gottlieb Fichte. So schrieb Friedrich Schlegel an Ludwig Tieck unter dem 12.05.1813: "Sie hat gewiß herrliche Geistesanlagen; aber Leidenschaftlichkeit und Ehrgeiz haben, wie es mir scheint, ihre Seele sehr zerrüttet". - Das vorliegende Werk ist eine Adaption des altfranzösischen höfischen Romans "Floire et Blancheflor". - Schönes Exemplar.

Zuschlag: 260,00 €
Auktion 28 - Kant, Immanuel

Lot 260 Beendet

Kant, Immanuel

Sämmtliche Werke. Herausgegeben von Karl Rosenkranz und Friedr. Wilh. Schubert. 12 Bände in 13 Bänden. Mit gestochenem Porträt und 1 gestochenen Tafel. Leipzig, L. Voss, 1838-1842. 28 x 13 cm. Halblederbände der Zeit mit 2 Rückenschildern und etwas Rückenvergoldung (berieben und bestoßen, wenige Gelenke angebrochen, 3 Rücken mit Bezugsfehlstellen). Goedeke V, 2, 2 - Adickes 2 - Ziegenfuß I, 643. - Erschien gleichzeitig mit der Hartensteinschen Ausgabe. - Band 11/II enthält die Kant-Biographie von Schubert. - Aus der Bibliothek des deutsch-baltischen Komponisten und Pianisten Eduard Erdmann, dessen Bibliothek von Gesamtausgaben deutscher Literatur 1959 bei Hauswedell in Hamburg versteigert wurde. Alle vorderen Innendeckel mit seinem Exlibris. - Teilweise etwas gebräunt.

Auktion 28 - Hugo, Hermann

Lot 197 Verkauft

Hugo, Hermann

Das Klagen der büssenden Seel Oder die so genante Pia Desideria, Erstlich Von P. Hermanno Hugone der Societ. Jesu in Lateinische Kunst-Verß Anjetzo von Magistro Andrea Presson Volcacense Francone, Iuris Candidato ... Mit grossem Fleiß und Mühe auff das vertreulichste, nicht allein in hochteutsche Poesin, sondern auch sambt betrückung der Lateinischen Carminum mit schönen anmühtigen Melodeyen neuen Kupfferstichen und annotationen sowohl auß Heiliger Schrifft als andern Authorn gezieret ... Editio Prima. 3 Teile in 1 Band. Mit 3 Kupfertiteln, 46 gestochenen Tafeln bzw. ganzseitigen Kupferstichen und zahlreichen Noten im Text. Bamberg, In Verlegung des Authoris, Getruckt ... Durch Jahann Jacob Immel, 1672-1677. 5 Bl., 256 S., 4 Bl., 239 S., 5 Bl., 192 S. 13,4 x 8,3 cm. Schwarzer Lederband der Zeit mit Ganzgoldschnitt und 2 Metallschließen. Erste Ausgabe dieser seltenen deutschen Bearbeitung. - RISM P 5425-5428 (unter Presson) - Goedeke III, 196, 8 a und b - Faber du Faur 1002. - Der zweite Teil mit dem Titel: Der weitberühmten Trutz Nachtigall Töchterlein, Oder das Verlangen der heiligen Seel; der dritte Teil: Der lieblichen Trutz Nachtigall Enckel Oder das Seüfftzen der verliebten Seel. - Dieses sehr schön ausgestattete Werk des aus Volkach in Franken stammenden deutschen Übersetzers Andreas Presson (1637-1701) war, trotzdem es im Selbstverlag erschien, zu seiner Zeit sehr verbreitet. - Die emblematischen Kupfer mit dem lateinischen Text über und dem deutschen Text unter der Darstellung entsprechen denen im lateinischen Original. Sie zeigen zwei Kinder, die als personifizierte menschliche Seele und göttliche Liebe einander suchen und zusammen durchs Leben gehen. Die Gedichte halten sich innerhalb des Rahmens der bayerisch-katholischen Kirchendichtung des 17. Jahrhunderts. Spees Einfluss wäre auch ohne den Hinweis durch den Titel spürbar. - Mit zahlreichen Noten für "Cantus, Cantus II und Bassus". Der Komponist ist wahrscheinlich Andreas Presson. - Etwas gebräunt. - Sehr gutes Exemplar.

Zuschlag: 500,00 €
Auktion 28 - Hofmann, Friedrich

Lot 254 Beendet

Hofmann, Friedrich

Freundschaftsalbum des Karlsruher Schülers und Studenten Friedrich Hofmann. Mit 13 Original-Zeichnungen in Gouache, Öl, lavierter Tusche und Bleistift, 1 Presspflanzen-Bouquet, 37 Graphiken (überwiegend Lithographien, teils koloriert) sowie 25 Photographien und Lichtdrucken, meist montiert. Karlsruhe und Heidelberg, 1861-69. 120 Bl. mit 79 teils kurzen, teils ganz- oder zweiseitigen Einträgen. 23,5 x 30 cm. Gold- und blindgeprägter Original-Lederband, am Vorderdeckel vertieftes Oval mit Wappen und Initialen des Eigners in Messing auf Stoffgrund (berieben, bestoßen und gelockert). Enthält Einträge von Vater Wilhelm Hofmann, Mutter, Schwester und Brüdern, ferner Mitschülern, Freundinnen und Freunden, meist in Karlsruhe. Ein Photoporträt von 1865 zeigt den Eigner mit seinem Heidelberger Freund Curt Ritzhaupt, der auch einen langen Eintrag und ein Abschiedsblatt in getönter Lithographie mit kleinem Medaillonporträt hinterlässt. Ein weiteres blattgroßes Photoporträt mit Höhung in Feder scheint den Bruder Carl Hofmann zu zeigen, sein Eintrag von 1862 rückseitig. Der Karlsruher Porträt- und Historienmaler Carl Brünner (1847-1918) steuert eine schöne aquarellierte Allegorie auf den Handel bei, von ihm auch die getönte und eigenhändig signierte Lithographie "Locomotive der grossh. badischen Staatseisenbahn". Unbezeichnet sind ein Bleistift-Bildnis Luthers und eine gouachierte Wappenkartusche gleich zu Beginn. Am 13.III.1862 trägt sich der Botaniker Wilhelm Velten ein, ein montierter Zeitungsausschnitt meldet seinen tödlichen Unfall in den Tiroler Alpen 1876, die von ihm unterzeichnete Illustration herausgeschnitten. Weitere Zeichnungen und Graphiken zeigen Ansichten und Genreszenen, die übrigen Photos und Lichtdrucke meist nach Gemälden oder Graphiken. - Insgesamt 5 Illustrationen entfernt, 2 Bl. lose beigelegt, einige eingefalzt, durchgehend etwas fingerfleckig und mit Gebrauchsspuren.

Auktion 28 - Hoffmann, E. T. A

Lot 242 Verkauft

Hoffmann, E. T. A

Fantasiestücke in Callot's Manier. Blätter aus dem Tagebuche eines reisenden Enthusiasten. Mit einer Vorrede von Jean Paul. 4 Bände. Mit 2 gestochenen Titelvignetten von C. Frisch nach Hoffmann. Bamberg, Neues Leseinstitut von C.F. Kunz (Bände 3 und 4: bey C. F. Kunz). 1814-1815. XVI, 240 S.; Titel, 360 S.; Titel, 273 S., Titel, 389 S. 17 x 10,5 cm. Halblederbände um 1900 mit je 2 Rückenschildern und etwas Rückenvergoldung (berieben). Erste Ausgabe von Hoffmanns erster Erzählsammlung, u.a. mit dem Erstdruck von "Der goldene Topf" und "Johannes Kreisler's, des Kapellmeisters musikalische Leiden". - Goedeke VIII, 486, 16. - Titel jeweils mit altem Besitzvermerk, verso große Stempel der Tetschner Bibliothek, teils stockfleckig und gebräunt, breitrandig.

Zuschlag: 450,00 €
Auktion 28 - Hoffmann, E. T. A

Lot 243 Verkauft

Hoffmann, E. T. A

Klein Zaches genannt Zinnober. Ein Mährchen herausgegeben von E.T.A. Hoffmann. Berlin, Ferdinand Dümmler, 1819. 231 S. 17 x 10 cm. Illustrierter Original-Pappband in Sepia-Aquatinta nach Zeichnungen Hoffmanns in modernem Schuber, auf den Innendeckeln zwei Original-Federzeichnungen von Steffen Faust, signiert und datiert 2007 (Ecken, Kanten und Gelenke etwas berieben und teils nachgefärbt). Erste Ausgabe. - Goedeke VIII, 493, 40. - Die Idee zu Klein Zaches entstand im Frühjahr 1818 aus Fieberphantasien während einer Krankheit Hoffmanns, einem "Unterleibsübel mit gichtischen Zufällen" (Hitzig). Hoffmann entwarf erstmals einen Buchumschlag selbst. "Er versuchte, wie Runge in symbolischer Form den Inhalt des ... Werkes im Ganzen zu erfassen." (E.Riemer). Dem Grafen Pückler-Muskau schrieb er dazu: "Zinnobers Porträt auf dem Deckel ist sehr ähnlich, denn da sonst niemand den Kleinen zu Gesicht bekommen konnte als ich selbst, so verfertigte ich auch selbst die Zeichnung." (24.I.1819). - Radiertes Exlibris des Hoffmann-Verlegers Michael Duske (Serapion vom See) auf die Titelrückseite montiert. Beiliegend: 4 Entwürfe Fausts zu den Innendeckel-Illustrationen (Federzeichnungen auf Karton, 17 x 10 cm, signiert, 2006). Der Graphiker Steffen Faust (geb. 1959) ist auf Illustrationen zum Werk Hoffmanns spezialisiert. Die vorliegenden scheinen sonst nicht nachweisbare Original-Arbeiten zu sein.- Durchgehend etwas wellig und gebräunt.

Zuschlag: 650,00 €
Auktion 28 - Hoffmann, E. T. A

Lot 244 Verkauft

Hoffmann, E. T. A

Lebens-Ansichten des Katers Murr nebst fragmentarischer Biographie des Kapellmeisters Johannes Kreisler in zufälligen Makulaturblättern. 2 Bände. Berlin, Dümmler, 1820-1822. XII, 400 S.; Titel, 406 S. 18 x 10 cm. Moderne Halbpergamentbände mit Rückenschildchen im Leinenschuber, die illustrierten Original-Umschläge (Sepia-Aquatinten von Thiele nach Zeichnungen Hoffmanns) beigebunden (zum ersten Band in 2 paarweise aufeinandermontierten Druckvarianten), vordere Vorsatzblätter verso mit 2 Original-Bleistiftporträts des Katers von Steffen Faust, datiert 2011. Erste Ausgabe. - Goedeke VIII, 495, 48. - Die Original-Umschläge zum ersten Band in je einer dunkel und einer hell eingefärbten Variante. - Ohne Exlibris, aber aus dem Nachlass des Hoffmann-Verlegers Michael Duske (Serapion vom See), der mit Steffen Faust befreundet war. Der 1959 geborene Graphiker ist auf Illustrationen zum Werk Hoffmanns spezialisiert. Die beiden Vorsatz-Zeichnungen scheinen originale, sonst nicht nachweisbare Arbeiten Fausts zu sein. - Umschläge mit kleinen Randdefekten, die dunkleren Varianten zum ersten Band stärker berieben, die rückwärtige zum zweiten Band mit Tintenfleck am Kopf. - Vorsätze recto mit kleinem Kugelschreiber-Besitzvermerk, erste und letzte Lagen im Falz verstärkt, durchgehend etwas gebräunt und braunfleckig, vereinzelt Ausbesserungen in den breiten, lediglich berauften Rändern.

Zuschlag: 800,00 €
Auktion 28 - Hoffmann, E. T. A

Lot 245 Beendet

Hoffmann, E. T. A

Meister Floh. Ein Mährchen in sieben Abentheuern zweier Freunde. Frankfurt, Wilmans, 1822. Titel, 267 S., 1 Bl. 18,5 x 11,5 cm. Illustrierter Original-Pappband in Sepia-Aquatinta (berieben, Ecken stärker bestoßen, Rücken unter Verwendung von Fragmenten des Original-Bezugs restauriert). Erste Ausgabe von Hoffmanns letztem Werk. - Goedeke VIII, 498, 65. - Die Einbandillustrationen Thieles nach einem Entwurf E.T.A. Hoffmanns mit den beiden Floh-Abbildungen. - Vorderer freier Vorsatz entfernt, durchgehend stockfleckig, teils stark.

Auktion 28 - Hoffmann, E. T. A

Lot 246 Verkauft

Hoffmann, E. T. A

Nachtstücke herausgegeben von dem Verfasser der Fantasiestücke in Callots Manier. 2 Bände. Berlin, Realschulbuchhandlung, 1817. Titel, 321 S.; Titel, 374 S. 17 x 10,5 cm. Halblederbände des späteren 19.Jahrhunderts mit goldgeprägten Rückentiteln (Rücken mit Oberflächenabplatzungen, Gelenke am Kopf teils angebrochen, Signatur am Fuß mit Klebeband gedeckt). Erste Ausgabe. - Goedeke VIII, 489, 29. - "Die Nachtstück-Manier bezieht sich bei Hoffmann vor allem im übertragenen Sinn auf die wichtigen Themen dieser Sammlung, die Nachtseite der Psyche, das Grauenvolle, Unheimliche, auf traumatische Erlebnisse, Wahnideen und die Frage der Heilung der psychisch Kranken. ... Wenn auch diese 'dunkle' Seite überwiegt, so werden bisweilen heiter-ironische Gegenakzente gesetzt." (KNLL VII, 959). - Titelblätter mit überklebtem Stempel einer Rostocker Schulbibliothek, vereinzelt stockfleckig, letzte Bl. von Band 1 mit etwas Druckabklatsch.

Zuschlag: 500,00 €
Auktion 28 - Hoffmann, E. T. A

Lot 247 Beendet

Hoffmann, E. T. A

Seltsame Leiden eines Theater-Direktors. Aus mündlicher Tradition mitgetheilt vom Verfasser der Fantasiestücke in Callots Manier. Berlin, Maurer, 1819. VI, 266 S. 18 x 10 cm. Moderner Pergamentband im Schuber, Deckel und Rücken figürlich in lavierter Original-Federzeichnung gestaltet. Erste vollständige Ausgabe. - Goedeke VIII, 492, 38. - Vollständig mit den oft fehlenden Verlagsanzeigen ab S. 251. - Einzelne Gesprächspassagen der Dialogerzählung wurden als eigenständige theaterkritische Artikel vorab publiziert, eine erste Fassung erschien 1817 anonym unter dem Titel "Die Kunstverwandten" in der Zeitschrift "Dramaturgisches Wochenblatt". Gegenüber dieser Fassung ist die Buchfassung um das Dreifache erweitert. Hoffmann verarbeitet in dem Werk Erfahrungen am Theater in Bamberg. - Titel mit altem Stempel "Philipp Prinz von Hanau", im Innendeckel radiertes Exlibris des Hoffmann-Verlegers Michel Duske (Serapion vom See), für ihn wohl die Einbandgestaltung mit nicht identifiziertem Monogramm am Rückdeckel. - Gelegentlich etwas stockfleckig, sauberes Exemplar.

Auktion 28 - Henzi, Samuel Gottlieb Rudolph

Lot 271 Verkauft

Henzi, Samuel Gottlieb Rudolph

Fragmenta Arabica. E codicibus manuscriptis Parisinis nunc primum, publicis sumtibus, Edidit D. R. Henzius. St. Petersburg, Literis Academiae, 1828. VIII, 216, 4 S. 20,5 x 10,5 cm. Halblederband der Zeit mit Rückenschild (Rücken berieben). Erste Ausgabe. - Brunet II, 542 - Euting 856 - Zenker, Bibliotheca orientalis 376. - Titel mit Exlibris-Stempel "Fausti Lasini. Florentini" und der Orientalischen Bibliothek der Universität Rom sowie handschriftlichem Eintrag. - Etwas gebräunt.

Zuschlag: 260,00 €
Auktion 28 - Henriette. Leben einer deutschen Buhlerin

Lot 277 Verkauft

Henriette. Leben einer deutschen Buhlerin

Aus der letzten Zeit des achtzehnten Jahrhunderts. Hamburg, Schmidt, 1808. 287 S. 16 x 10 cm. Pappband der Zeit mit rotem Rückenschild (fleckig). Erste Ausgabe. - Gay-L. IV, 12 - Hayn-Gotendorf III, 150: "In Dialogform. Gewidmet denen, die zu rasch über Leidenschaft den Stab brechen, die die Seele nicht vom Körper trennen und vergessen, dass Natur Befriedung bedarf". - Aus der Fürstlich von der Leyen Bibliothek, mit kleinem Besitzstempel auf Titel.

Zuschlag: 300,00 €
Auktion 28 - Heine, Heinrich

Lot 241 Verkauft

Heine, Heinrich

Poems by Heinrich Heine. Translated by Julian Fane. Not Published. Vienna, Imperial Court and Government Printing Office, 1854. 2 Bl., 95 S. 23,5 x 15 cm. Neuere Broschur. Heines Gedichte übersetzt von dem englischen Diplomaten und Dichter Julian Henry Charles Fane (1827-1870). - Auf kräftigem Papier gedruckt. - Titelblatt gebräunt und fleckig, innen vereinzelt fleckig.

Zuschlag: 500,00 €
Auktion 28 - Hartmann, Andreas

Lot 196 Verkauft

Hartmann, Andreas

Des Hylas auß Latusia Lustiger Schau-Platz. Von einer Pindischen Gesellschaft. Hamburg, Guth, 1650. 200 S. 15 x 9 cm. Ohne Einband. Erste Ausgabe, anonym erschienen. - VD17 3:005850E - Hayn-Gotendorf III, 362: "Roman mit vielen Liebesgedichten. Von großer Seltenheit". - Mit der gedruckten Widmung an die "Studiosen der Polnischen und Sächsischen Nation in Leipzig". - "Diese beiden Gruppierungen nämlich hätten jene Pindus- oder pindische Gesellschaft gegründet, von der im Roman die Rede ist. Der Erzähler Hartmann/Hylas sei aus Latusia (Lusatia/Lausitz) nach Nimsia (Misnia/Meißen), und zwar ins schöne Psilia (Lipsia/Leipzig) gekommen. Dort trifft er bei einem Spaziergang an der Selispe (Pleisse) eine Gruppe von Musenjüngern und wird Zeuge, wie diese sich zu einer neugegründeten "Lustbringenden Gesellschaft" verbinden, mit einem Statut, das auf Gleichberechtigung, Verträglichkeit und Musendienst abzielt (S. 36). Hylas wird aufgenommen (S. 40), doch schon bald wird immer mehr aus dem Dienst der Musen in den Dienst des Cupido gewechselt. Gedichte, Lieder, Liebesbriefe durchziehen die episodenreiche Erzählung in ihrem spielerischen Neben- und Durcheinander" (Conermann/Herz, Briefe der Fruchtbringenden Gesellschaft 9/I, 210). - Wie fast immer ohne das Frontispiz. - Etwas eselsohrig, gebräunt, Unterstreichungen.

Zuschlag: 450,00 €
Auktion 28 - Hainricus-Sacrista-Sakramentar

Lot 225 Verkauft

Hainricus-Sacrista-Sakramentar

Codex Ms. M 711 der Pierpont Morgan Library, New York. Faksimile, 2 Kommentare und Dokumentationsmappe in 4 Bänden. Mit 5 ganzseitigen, mit Silber und punziertem Gold versehenen Miniaturen, 2 ganzseitigen ornamentierten Initialen, 24 Kalendermedaillons, 35 historisierten und 20 Tier- und Rankeninitialen. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 2005-2010. 294; 110; 272 S. 25 x 17,5 cm (Faksimile), 25 x 17,7 cm bis 30,5 x 24,5 cm (Kommentare). Blindgeprägtes braunes Original-Kalbsleder mit goldgeprägtem Rückentitel und 2 Metallschließen sowie zahlreichen seidenen Lesezeichenbändchen in Original-Holzkassette bzw. Original-Leinwandbände. Codices selecti CX. - Eins von 280 (GA 310) arabisch nummerierten Exemplaren. - Das Hainricus-sacrista-Sakramentar entstand um 1217 im Benediktinerstift Weingarten und zählt zu den Werken des sogenannten 'Berthold-Meisters'. - Tadellos.

Zuschlag: 650,00 €
Auktion 28 - Günther, Johann Christian

Lot 195 Beendet

Günther, Johann Christian

Sammlung von bis anhero herausgegebenen Gedichten. Auf das neue übersehen ... mit einem Anhang und Register, nebst des Autoris Leben. Vierdte Auflage. Mit gestochenem Frontispiz und gestochener Titelvignette. Breslau und Leipzig, Hubert, 1746. 23 Bl., 1178 S., 15 Bl. - Angebunden: Derselbe. Nachlese. Zweyte verbesserte und vermehrte Auflage. Breslau, Korn, 1745. 10 Bl., 282 S., 5 Bl. 20 x 12 cm. Pergamentband der Zeit mit handschriftlichem Rückentitel (verstaubt, Rücken gedunkelt). Dünnhaupt 1918, 2.I.4 und 1920, 2.III.3 - Böllhoff 176 und 183. - Am rückwärtigen Vorsatz alte Abschrift der berühmten Charakteristik Goethes aus "Dichtung und Wahrheit": "Günther verdient in vollem Sinne des Worts ein Poet genannt zu werden: ein entschiedenes Talent, begabt mit Sinnlichkeit, Einbildungskraft ...". - Etwas gebräunt und stockfleckig, alter Stempel und Besitzvermerk am vorderen Vorsatz, erste 6 Bl. der "Nachlese" mit Wurmgang im Satzspiegel.

Auktion 28 - Große Bibliotheken der Welt

Lot 224 Verkauft

Große Bibliotheken der Welt

4 Bände der Reihe. Mit jeweils 10 faksimilierten Miniaturen unter Passepartouts und Kommentarheften. Lachen, Coron Verlag, 1995-ca. 2000). 41 x 29 cm. Mit Samt bezogene Original-Holzkassetten mit gold- bzw. silbergeprägten Rückentiteln und gold- bzw. silbergeprägten Wappenapplikationen in Metal bzw. Kunststoff auf den vorderen Deckeln. Jeweils eins von 1995 bzw. 1490 Exemplaren. - Vorhanden sind die Bände: Schätze der Österreichischen Nationalbibliothek. Schätze der Staatsbibliothek und des Kupferstichkabinetts Preußischer Kulturbesitz Berlin. Schätze der Bibliotheque Nationale. Schätze der British Library. - Tadellos. - Dabei: Wolf, Norbert. Die Galerie der schönsten Bücher - Buchmalerei erleben. Bände 1-16 (alles Erschienene). Mit Faksimilebeilagen und zahlreichen Abbildungen. Luzern, Faksimile Verlag, 2004-2007. 33 x 23,5 cm. Blaue Original-Leinwandbände in 4 Original-Schubern. - Dabei: Der Neue Michelangelo. Wiedergeburt der wahren Farben in der Sixtinischen Kapelle. 4 Bände. Faksimile Verlag, Luzern, 1989-1991. 43,5 x 30,5 cm. Rote Original-Lederbände mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel in Original-Halblederschubern.

Zuschlag: 400,00 €
Auktion 28 - Grimm, Jacob

Lot 240 Verkauft

Grimm, Jacob

Deutsche Grammatik. 4 Bände. Göttingen, Dieterich, 1822-1837. 21 x 13 cm. Etwas spätere Halblederbände mit goldgeprägten Rückentiteln und Rückenvergoldung (etwas berieben und bestoßen, Deckel teils mit Schab- und Verklebungsspuren). Erste Ausgabe (Teil 1: Zweite Ausgabe). - Goedeke I, 6 (teilweise falsche Datierung) - PMM 281. - Teil 1 in der um die Lautlehre vermehrten 2. Auflage. - "Die Deutsche Grammatik wurde das Vorbild aller folgenden Arbeiten Grimms, ja darüber hinaus der Eckpfeiler der germanischen Philologie." (KLL II, 1050). - Im Innendeckel Exlibris, auf den Titelrückseiten blasser Stempel der Bibliothek des bayerischen Lehrervereins, deren Bestände 2023 auf andere Institutionen verteilt bzw. verschenkt wurden. - Teils stockfleckig.

Zuschlag: 240,00 €