Lot 2 / Auktion 30 – ARCHIV
Auktion beendet
Bellmer, Hans. Eigenhändiger, zweiseitiger Brief an "mon cher Richard" (wohl der Kunstsammler Claude Richard), mit eigenhändiger voller Unterschrift. Paris, "11 mars 1951". Blaue Füllfeder auf dünnem Papier. Blattmaße: 26,7 x 21 cm. In schwarzer Maroquinmappe mit Deckelschild.In dem längeren Brief bedankt sich Bellmer für ein "mandant récent qui était venu me sauver d'un de mes perpétuels ennuis" und bietet "mon cher Richard" dafür eines der "grandes photos de la poupée qui ont survécus à la guerre" an. Eine "gouache et les deux ex. de l'album" habe er bereits an den Sammler geschickt, eine große Lithographie solle noch folgen. - Der Brief richtet sich offensichtlich an seinen Sammler und Mäzen Claude Richard, der 1950/51 nicht nur Bellmer, sondern später auch Pierre Molinier, der ihn als "ambassadeur de la maison JJ Pauvert" bezeichnete, immer wieder finanziell unterstützte. So schildert Bellmer ausführlich seine monetären Schwierigkeiten: "Inutile de dire que je me débats toujours et encore dans les terreurs quotidiennes" und beschreibt mehrere seiner Projekte, für die ihm derzeit das Geld und die Zeit fehlten, u.a. "c'est l'Anatomie de l'inconscient physique - ou l'Anatomie de l'image! Il me faudrait trois mois de paix pour le terminer (texte et dessins) c.a.d. un miracle." - Zweifach gefaltet, minimal gebräunt und knickspurig. - Dabei: Derselbe. Die Puppe. 1. Die Puppe. 2. Die Spiele der Puppe. 3. Die Anatomie des Bildes. Mit 25 teils farbigen, montierten Abbildungen und zahlreichen Textillustrationen. Berlin, Gerhardt, 1962. 190 S. 21 x 17 cm. Illustrierte Original-Kartonage in Transparentschutzhülle (diese mit kleineren Fehlstellen). - Nummeriertes Exemplar mit der unausgefüllten, lose einliegenden Versicherung des potentiellen Käufers "daß ich das einundzwanzigste lebensjahr vollendet habe". - Etwas gebräunt.
# Dieses Los ist regelbesteuert. Auf den Zuschlagspreis fallen 23% Aufgeld sowie innerhalb der EU auf den Rechnungsendbetrag 19% Mehrwertsteuer an.